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Einige Familiennamen und deren Bedeutung


Eine Auswahl


Diese Liste wird weiter ergänzt. Jüngster Bearbeitungsstand: Februar 2017



Spruch:

Mitunter ist der Familienname eine "Aufbewahrungs-Urne" für alte Bezeichnungen, ein Friedhof für Wörter, die sich heute nicht mehr im alltäglichen Sprachgebrauch befinden. Familiennamen enthalten oft Hinweise auf Örtlichkeiten, Flurstücke oder Namen von Orten. Verschiedene Familien-Namen gehen auf alte Vor-Namen zurück.

nach Prof. Jürgen Udolph


Quellenangaben für die folgenden Erläuterungen der Namen: Die meisten Beiträge stammen von den nachfolgend aufgeführten geehrten Philologen, Etymologen, Namensforschern/Onomastikern:





Hierbei erwähne ich, dass eventuelle Fehler, die sich durch das Hören/Lesen eingeschlichen haben könnten, nicht den Namensforschern sondern mir zuzuordnen sind. Die jeweilige Deutung jedoch stammt zum großen Teil von einem der vorgenannten Spezialisten.

Ich kann nicht für die Richtigkeit der jeweils dargelegte Deutung der Namen bürgen.

Allerdings nahm ich auch Namen auf, deren Deutung mir selbst noch neu ist und Namen, zu deren Deutung vorerst eine Vermutung besteht, also hier noch keine wissenschaftlich begründete Deutung vorliegt. Die Erläuterung beziehungsweise Vermutung versah ich mit einem Fragezeichen. Vielleicht regen jene Fragezeichen einen Spezialisten zu Korrekturhinweisen oder zu einer Bestätigung an. Das würde mich freuen. Danke im Voraus.


Hinweise auf weitere Quellen von Namen:



Beachte auch: Karte der Namensverteilung bei Family search.


Zu den Abkürzungen die mitunter verwendet werden, gehören:

abgel. = abgeleitet von:

ahd. = Althochdeutsch

BerN / BN = Berufsname

Dt./ dtsch. = Deutschland / deutsch

FN: = Familienname

germ. = aus dem Germanischen

F / V / U = Flucht / Vertreibung / Umsiedlung nach dem 2. Weltkrieg

hd = Hochdeutsch

hebr. = aus dem Hebräischen

HerN = Herkunftsname, die Person kam zugezogen aus der Region/Landschaft

i. e. S. = im übertragenden Sinne

Kof. = Koseform, Verkleinerung, Verniedlichung

Kuf. = Kurzform vom Namen

lat. = lateinisch

mhd. = Mittelhochdeutsch

mnd. = Mittelniederdeutsch

mund. = mundartlich

Nebf. = Nebenform

nd. = Niederdeutsch

NT = Namensträger

OrtsN = Hergeleitet aus einem Ortsnamen,

PersE = Name, der persönliche Eigenschaften oder den Charakter beschreibt,

PersN = Der Familienname ist aus einem Vornamen abgeleitet,

poln. = aus dem Polnischen

RN / RuN = Rufname (aus einer Vornamenreihung, meist unterstrichen)

Schwerp.: = Schwerpunktgebiet, als häufiges Territorium für das Vorkommen des Namens

sorb. / wend. = aus dem Sorbischen / aus dem Wendischen

SatzN = FN, der aus den Worten eines (zusammengezogenen) Satzes besteht

slaw.: = aus dem Slawischen

ÜN: = Übernamen sagen etwas über den Menschen aus: zu Eigenschaften, Charakter, Gewohnheiten – auch im übertragenen Sinne (metamorphischer Hintergrund).

vergl. = Vergleiche bitte auch mit ...

Vorkomm. / = Vorkommen von Namenshäufungen oder Schwerpunktgebiete.

WohnN.: = Der Name ist von der Bezeichnung einer Wohnstätte abgeleitet, von jener Stätte, an der der Betreffende "aktuell", zur Zeit der Namensgebung lebte.



Die Angaben für die Häufigkeit der Namen in Deutschland beruhen auf der Telefon-CD des Jahres 2002. Annahme: Aufgefundene Anzahl der Namen auf der Telefon-CD x 2,7 (weil nicht jeder Bürger auf einen Eintrag für seinen Anschluss Wert legte) = ungefähre Gesamtanzahl von Familien dieses Namens In Deutschland.


Vorgehensweise bei der Namensklärung:

- Woher kommen die noch bekannten ältesten Namensträger der Familie?

- Wo gibt es Häufungen des Namens? (Family search) und Namensverteilungskarten:

www.verwandt.de/Karten, wiki.genealogy.net/Geografische_Verteilung_von_Familiennamen,

www.gen-evolu.de./index.php?


Niederdeutsche Sprachgebiete/Plattdeutsch wurde/wird auf dem flachen Land gesprochen: Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Meck-Vorpommern, Brandenburg, Altmark, usw....

Hochdeutsche Sprachgebiete: im bergigen Land Sachsen, Thüringen, Bayern.


Hinweise zu Hugenotten-Namen:

Nach dem Edikt von Nantes im Jahre 1685 wurden im Raum Berlin-Brandenburg etwa 25.000 Hugenotten aufgenommen. Die Herrschaft aller anderen Gebiete lehnten deren Zuzug ab.


Familien-Namen, aus weiblichen Vor-Namen hervorgegangen: Nur etwa 5% der Namen weisen matronymische Formen auf.




AAA – Aaaa

Abromeit, litauisch, abgeleitet vom biblischen Abraham

Achtsnicht, ein Satz-Name. Bedeutung für häufiges sagen: „Da achte ich nicht drauf“ / „das (be)achte ich nicht. (oder sehr ähnliche Redewendung). Oder: Andere gaben diesem sorglosen, unbekümmerten Menschen diesen Namen . „Er (be)achtet es nicht“.

Achtzehn. Deutung: 1. Eine Zinsverpflichtung. Abgaben oder 2. Ratsgruppe der 18 – Angehöriger des Gemeinderates mit achtzehn Mitgliedern. (Vergl. "Neuner")

Adamitza

Vork. 14 X Tel-CD (x 2,5) gestreut (Flucht, Vertreibung, Umsiedlung). Ein Schwerpunkt nach Family search. Mähren. Bedeutung. Adam = Mensch -itza aber keine slaw. Form, eher Adametz = Adams Sohn oder als Verkosung: Der kleine Adam, als Sohn des großen Adam.

Adenauer, der aus Adenau, einem Eifelstädtchen, vom Namen Ado + Aue, die Auensiedlung des Ado. Aue = tiefliegendes Land am Wasser, Standort u.a. von Erlen.

Ader.

Adling. von adal = edel, -ing = Sohn/Nachkomme des Adligen. Wahrscheinlich ist die adelige Gesinnung gemeint, ansonsten hätte man das konkrete "Adelsprädikat "eingesetzt.

Adlung

Afdring Afdr ing(Sohn des)

15 x, endemisch in Beelitz. 2 Erklärungen: 1. Abdringen, abdrängen, vom rechten Wege, 2. (eher wenig zutreffend): Ertrinken.

Agricola = Bauer, Landwirt.

Agten 50 x, Agthen 4 x, -n = Sohn von ...Ableitung von Agathe. Agathos = Das Gute.

Ahrend //Arend // Ahrendt // Arndt. Abgeleitet vom RN Arnold, althochdeutsch „arn-walt“ Bedeutung: Adler + Macht

Aigensberger, 11 x, in Österr. Kärnten 10 x. Siehe auch Aigner. Aigen =Eigen(tum). NT wohnte an dem Berg eines Grundeigentümers.

Akelbein // Ackelbein, 5x

von akel + win (bein ist hineingedeutet) alter germ. Name = Eckerhart (Scharf) + Freund.

Aland, 100 x, Bezeichnung für Fluss (Altmark), Fisch, Inseln (Schweden). Bedeutung Wasserland. Bezeichnung z.B. für einen Binnenfischer. Es gibt aber auch eine Pflanze (Heil- und Gewürzpflanze) dieses Namens.

Albrecht, >50.000 x, ahd, Kuf von Adal + beraht = edel, vornehm + glänzend, vergl. Adalbert

Aldus, 8 x, niederdeutsch, abgeschliffen, von Althus = Althaus

Alesch

30 x Schwerpunkt: Bayern eventuell aus dem Tschech.: Koseform von Alexander oder von Adelbert oder von Alois ...

Al Jarjour, aus dem arabischen Sprachraum. Bedeutung bei uns nicht zuverlässig bekannt. (Eventuell gleichbedeutend mit „Georg“).

Allstein // Allenstein

18 x (Umsiedler, Flüchtlinge) Ursprünglich Bezeichnung für den - aus Allenstein. Bedeutung: „Alle“ = Fluß, fließen. Also Am (großen) Stein im Fluss (wohnend). Noch früher „Anla“. Eine vorbaltische indogermanische Bezeichnung. Vermutlich um die 3.000Jahre alt. Das führt uns an die Zeitgrenze bekannter Bezeichnungen.

Almanus // Almus 65 x, slaw. von Alemane = der Deutsche. Prof. Udolf sieht einen Zusammenhang mit dem Ortsnamen "Almosen".

Alms. Zusammenziehung des german. Namens Adel-helm (edel + schutz) -s = Sohn des Alm/ des Adelhelm.

Almsick, nd. Ortsname, also auf die Herkunft bezogen. (Alm ist hier nicht die Hochgebirgswiese, sondern die Ulme). nd. sick /Sicke ist die Senke des Bodens (siehe Sicke in der Blechverarbeitung). Deutung: Evtl. Ulmenbach

Alschweig 20 x, Ahlschweig, Ahlzweig, Schwerp. Brandenburg.

Annahme: Eine Ableitung vom weibl. Vornamen Adelschwing (Adel = Edel, Schwing = geschwind)

Altenberger – für Jemanden, der aus Alterberg hierher zog.

Althans. Das ist: Johannes/Hannß/Hans, der Ältere aus der Familie.

Althaus. 1. Vermutlich lebte der NT nicht im neuesten Haus des Dorfes. Vielleicht war es eine schon gammelige Hütte. 2. ?

Althunger 5 x, Hunger 2.800 x, Schwerpunkte: von Österreich/Ungarn ausgehend, nach Sachsen gewandert. Alt- ist Zusatz, um die Personen besser differenzieren zu können

Altwein. Sprichwort: Freundschaft ist wie Wein. Je älter, desto besser.

Alzheimer, der aus Alzheim (Rheinland-Pfalz), ein Herkunftsname

Amboß // -ss. Name für einen Schmied

Amend // Amendt = Am End' (ursprüngl. süddtsch). Norddtsch wäre: Am Ende.

Der NT. wohnte am Ende ... des Dorfes/der Straße.

Anderlei, 1 x von 35 Mio. Einträgen, vermutlich eine Verschreibung.

Anderle, 230 x, Schwerp. Niedersachsen, Koseform von Andreas. Bedeutung: tapfer, wehrhaft.

Andersen, Sohn des Anders = Andreas. Bedeutung: tapfer, männlich.

Andreas, 1.600 x, griechisch: Der Mann, der Mannhafte.

Anhoff. Er wohnte am Hof, am Hof eines Herrschers? (Dafür scheint das Vorkommen selten aber der Hof einer eigenen Hütte wird eher nicht gemeint sein).

Ansorge = Ohne Sorge, siehe Ohne Sorge = (franz.) Sans souci.

Anteboth // Antepoth, 3 x, in NRW, niederdtsch für „Entenpfütze“ (od. „Entenpfoten“?)

Aooo

Appel. nd. für Apfel...für einen Obstbauern, Gärtner oder Obsthändler.

Ardenne, hoch, aufragend.

Armbrost // Armbrust. BN für einen Hersteller jener Waffen.

Armerding. Ein armes "Ding" – ein armer Mensch.

Armknecht. Es ist anzunehmen, dass das Leben dieses Knchts nicht auf Reichtum aufbaute.

Armstrong, der Arm + kräftig

Arndt // Ahrend //Arend // Ahrendt. Abgeleitet vom RN Arnold, althochdeutsch arn-waltarn + hold, Adler + waltan (herrschen).

Asperger

Schwerp. Baden, Württemberg und Thüringen

„Der hohe Asperg“, der As-Berg, Askberg, Ask ist die Esche. Der Eschenberg

Assatzk vom sorb. Hassatzk, nach Pro. Walter Wenzel, von Handrak (Verkosung) = Andreas

Assmann, Aßmann, 10.000 x, Bedeutung in Norddeutschland: Achse (hochdtsch.), Asse (niederdtsch.). NT war ein Achsenmacher, der Achsenmann. Vergleiche auch Familiennamen mit den Berufsbezeichnungen wie: Stellmacher, Wagenbauer, Runge, Deichsel usw.

Bedeutung in Süddeutschland: Eine Ableitung vom Namen „Erasmus“.

Aster (hat nichts mit der Blume zu tun). Bedeutungen. 1. Ein Falkner, der den jungen Falken nicht aus dem Nest holt, sondern erst später vom Ast nimmt. Jener ist reifer aber auch schwerer zu erziehen, als ein kleiner Nestfalke. 2. Ast = Sprössling , Nachkomme von ...

Attilla = Väterchen, siehe Atatürk = Vater aller Türken.

Attula (nicht zu verwechseln mit dem Hunnenkönig Attila). sorb. Niederlausitz Hattula urspr. germ. beispielsw. in Hadu-bert (Kampf + glänzend) vergl. Hader (Streit).

Auditor. lat. der Hörende, der Hörer.

Aufschlager (8 x), Aufschläger (100 x)

Wahrscheinlich ein Eintreiber von Akzise, Steuer, Zollbeamter, Chausseegeldeinnehmer

Augat // Augaitis. balt., lit., lett., ostpreuß. Zwei Deutungsversuche: 1. Aug = sehr schnell gewachsen, der "Lange". 2. Augustus.

Aulich, 500 x, Schlesien, Sachsen, auch Aulegk, Auleck, Auling

Verhochdeutschungen von Ulrich/Ulich, vom ger. Vornamen Odal-rich = Besitz + reich = gutes Eigentum

Aurenz – wahrscheinlich eine Verschreibung von Laurenz. Der Heilige Laurentius.

Austellat, 5 x. Austel - lat, Ostpreußen/baltisch

Austel ist jener, der an einem Schafstall wohnt. - Lat ist Sohn des Austel

Awe (hat nichts mit dem Gruß zu tun. "Ave Maria")

-

BBB – Baaa

Bade = Bode. (kein Bademeister, das wäre der Bader). Aus dem German. z.B. in Sigi-bode. Bodo = Gebieter, Herrscher.

Baader // Bader // Baderschneider, Besitzer einer Badestube, Rasierstube, Haarschneider, Zahnreißer, Aderlasser, Kleinchirurg.

Baatz. Bedeutung umstritten, eventuell gilt der Begriff (auch) als Kurzform zum Rufnamen Bernhard. Eventuell auch als Verkosung von Bartholomäus. Eventuell auch Verkosung des germ. Namensbestandteils Badu- = Kampf.

Babbe, 20 x, Sachsen, ein lautmalendes Wort, ein Lallname, also ohne Möglichkeit des Übersetzens. Im Sinne von viel Zeug erzählen: Babbeln, Brabbeln. Bla-bla erzählen.

Babinecz, Ortsname in Polen. Baba, Babka, Babitschka = Großmutter (aber nach Angabe auch junge Frau)

Bach // Bachmann. TN wohnte am Bach, Örtlichkeitsname/Wohnstättenname. Norddtsch.: Bäke, Beke.

wenn Schweiz: Bächle, Bechly.

Bache. (hier nicht das weibl. Wildschwein oder das Gewässer). In jenem Namenherkunfts-Gebiet ist "Bach" eine geräuchterte Speckseite. BN für einen Fleischer / Schlächter /Metzger

Bachschneider. Deutungen: 1. Jener der das Gewässer von der Verkrautung freihält / frei schneidet? 2. Jener der Tiere als Nahrungsmittel schlachtet und zerlegt. Siehe vorstehend "Bache".

Backhaus. Jener der die Bäckerei betreibt.

Backowies // Bakowies, 14 x, litauisch, Urform polnisch/ostpreußisch/baltisch. Bedeutung: Schimpfen, schreien, plärren.

Badur. Dtschl. 113 x, Badura 700 x, Polen 3.600 x. Poln. Herkunft: Märchenerzähler, quatschen, tratschen.

Bächle // Bechly (schweizerisch) // Bach, TN wohnte am Bach, Örtlichkeitsname / Wohnstättenname. Norddtsch.: Bäke, Beke.

Baedeker, Ableitung vom mhd. Bodeker = Böttcher, Böttiger, Böttger, Fassbinder.

Baehlicke und viele ähnliche Schreibvarianten. Sorbisch. Belo = weiß. Sehr helle Haare, zarte weiße Haut des NT.

Bärensprung, 11 x, Vorkommen: Uckermark, Altmark, Wendland, Cleve. -sprung = Spring (engl.) = Quelle. NT wohnte an einer Quelle, an der Bären gesichtet wurden. Vergl. auch Herzsprung = Quelle, an der Hirsche trinken.

Bäroldt // Beroldt. - vom german. Namen Bernhold, Bernold Bärn = Bär + hold/t = Wald (hier aber meint Prof. Udolph: gemeint sei "-walt" von Gewalt, verwalten, Macht ausüben.

Bäumel // Bäumler // Baumel // Baumelt -t, ein "unorganisches", dient nur der akustischen Verstärkung. (Hier baumelte niemand!) Abzuleiten von Baum, als dessen Verkleinerung. NT wohnte an einem kleinen Baum, an einem Bäumel oder Baumel.

Bärwald. Er wohnte im Wald wo es Bären gibt oder lebte als ein bärenstarker Typ einsiedlerisch im Walde.

Baldschun, baltisch, lett./ lit./altpreuß./ Mehrere Möglichk.: von Balthasar, von Blasius oder vom lit. "Balschus" = der Böttcher

Baldwin, von Balduin, franz. Baudouin, ahd bald + wini = kühn + Freund

Balke, zwei Deutungen: 1. evtl. von Balken – für einen Zimmermann, 2. wenn süddtsch. = hochdtsch.: vom ahd. Balduin, ahd. bald + wini = kühn + Freund

Ballack, sorb. Form vom akkadischen Balthasar: "Gott erhalte den König"

Ballhaus // Ballhause // Ballenhusen, Schwerpunkt bei Nordhausen, abgeleitet vom Ortsnamen Ballbausen. Bedeutung: Siedlung des Baldo.

Balzer

4000 x Tel-CD. Der Name hat nichts mit Balzen (Werbegehabe) zu tun. Es ist eine Kf. von Balthasar (einer der 3 Hl. Könige aus dem Morgenland. Griech. Form des ursprünglich aus Mesopot. stammenden Namens. Bedeutung „Gott schütze den König“. Es handelt sich um den heidnischen Gott Bal / Baal

Balsa, Balssa, Balsac, portgiesisch: Gestrüpp, spanisch: Floß.

Bamberger, jener, der aus Bamberg kam.

Bandekow // Bandikow // Bantikow. Ortsnamen bei Kyritz und bei Ludwigslust. Abzuleiten vom slaw. Bondislaw, Bonimir.

Bangemann. Ist es jener, dem es an Mut, an Kühnheit fehlt?

Bankert oder Kegel, 1. frühneuhochdtsch. für ein uneheliches Kind, weil gezeugt auf der Schlafbank der Magd, im Gegensatz zum Ehebett.

Barbotz, 6 x, , Niederschlesien, -otz ist Verkosung für Barb- zwei Deutungen: 1. von Barbara (seltene matronymische Form) oder 2. von Barba = der Bärtige.

Barembruch 50 x, von urspr. Barenbruch // Barenbrock, niederdtsch Ortsname Nordrhein-Westph. herzuleiten von „Bär“ in der Bedeutung Eber, -bruch = Niederung, Sumpfgebiet, also etwa „Schweinesumpf“.

Baron. Eigentlich Adelstitel, zum niederen Landadel gehörend. Hier eher: Er tat so vornehm, als wäre er ein Baron.

Bart // Barth // Bartel // Barthel // Bartl. eine Kurzform, abgeleitet von Bartholomäus (ein christlicher Heiliger), Sohn des Ptolomei (urspr. hebräisch)

Batzing, 36 x, -ing = Nachkomme des Batz. Schwerp. Gegend um Bad Doberan. Batz ist Verkosung des germ Namensbestandteils Badu- = Kampf.

Bauer. Mittelhochdeutscher Berufs-Name „Bure“, das bedeutet: Bauer = Landwirt aber auch Erbauer und Nachbar, mitunter ebenfalls: Einwohner

Baum // Baume // "Baumé" (kein Hugenotte). Örtlichkeitsname. NT wohnte an einem besonders charakteristischen Baume – vermutlich ein bemerkenswertes Solitärgewächs.

Baumel // auch Bäumler // Baumelt -t, ein "unorganisches", dient nur der akustischen Verstärkung. (Hier baumelte niemand!) Abzuleiten von Baum, als dessen Verkleinerung. NT wohnte an einem kleinen Baum, an einem Bäumel oder Baumel.

Baumgarten // Pomerio (lat.) = Baumgarten

3.300 x Tel.CD., Schwerpunkt des Vorkommens: Harz.

Örtlichkeitsname: Der ursprüngliche Namensträger kam von/war Besitzer eines „Baumgartens“, vielleicht einer abgezäunten Obstplantage oder einer Streuobstwiese.

Bandilla, 80 x eingedeutschter poln. Name von Bandyla, abgeleitet vom poln. Vornamen Bontimir = Wesen, Charakter

Barduhn, 80 x, Schwerp. Brandenburg, niederdtscher Ausdruck für ein Musikinstrument für die (Hochdtsche: Bartaune) Schnarrpfeife (tiefe Töne), ursprünglich als Burdon aus Frankreich.

Barlach, von Ortsnamen wie Barlag.

Barenboim, jiddisch: der Birnbaum

Barenthin // Borrentin

Ortsnamen in der Prignitz und in Meck.-Vorp. Die Siedlung des Boris, Borislaw, ... .

Barents, Behrends, ahd. Bero + harti, Bär + hart/(stark), dazu auch der Vorname: Bernd -s = Sohn des ...

Barkmann, 300 x // Bargmann, mittelniederdeutsch, aus der Sprache der Hanse, in den Küstenregionen zu Hause. (Hat aber nichts mit Barke – aus der Seefahrt zu tun). Lautveränderung: z. B. Kirche = Kark, Berk = Bark. Es handelt sich um einen Berkmann (aber in dieser Region kein Berg-Arbeiter unter der Erde, sondern ein Mann, der am Berge wohnt.

Barleben, 213 x, Ort nördl. v. Magdeburg. Von Bartholomäus (Besitz, Eigentum) + Leben

Barras, 40 x, Schlesien, poln.: abweisend, widerborstig. in Dtschl. auch als hist. abwertende Bezeichnung für das Militär.

Barth // Barthel // Bartsch

9.000 x Tel. CD v. 2002x 2,7 Schwerpunkt sorbische Lausitz (Sprachforscher Prof. Walter Wenzel), Koseform, abgeleitet vom hebräisch-alttestamentarischen Vornamen Bartholomäus. Bedeutung: Sohn des Tholmai /Tholomei. Dessen Bedeutung unklar.

Barucker, polnisch, baltisch von Perücke (früher: Parucke). Der Vorfahr war Perückenmacher.

Basitta, endemisches Vorkommen: Danzig, Kladau bei Gotenhafen, Ableitung aus alten Vornamen. Entweder von Se-Bastian oder von Basilius (dem König zugehörig).

Battke, 103 x, -ke ist Verkosung, Battger germ. Name Baddo-ger, Kampf + Speer

Baubkus, 30 x, zersplittertes Auftreten. Ursprüngl.: Balt., Ostpr., Grundform ist Baubaus. -kus ist Verniedlichung,. Bedeutung: „Der schwarze Mann“, das Schreckgespenst für Kinder, der Bu(h)mann.

Baudouin, franz. Form von Baldwin, Balduin, ahd. bald + wini = kühn + Freund

Bauer-, für einen Landwirt, "Bauerhin" von nd. Burhenne, Buerhen, (für Bauer-Heinrich, Bauer-Heinz, Bauer-Hinz, Bauer-Hans) Viele hießen Bauer. Zur besseren Unterscheidung wurde der Vorname angefügt. Siehe Louis Trenker; der Trenker, Louis, der Trenkerlouis.

Bautz, Schwerp. Schlesien/Polen aber auch Rheinland-Pfalz. Bedeutung: Apfelkerngehäuse. Vielleicht für einen kleinwüchsigen Menschen oder für jemanden, mit dem „nicht viel los“ ist.

Bebel, vom slaw. Pawel = Paul

Bech // Becherer // Becher(t ) // Bechmann // Bechstein (der Sammler von schwarzem Pechgestein) - alle Varianten ein mundartlich üblicher Konsonantenwechsel, z.B. im Sächsischen von P zu B, also zu Pech gehörig, der teerartigen Masse für das Schuhmacherhandwerk, auch zum Abdichten von Booten Wein- und Bierfässern // Pechmann, kein Unglücksrabe, sondern Pechsammler, -brenner. - t dient der Verstärkung

Beckenbauer, > 200 x, Annahme: zwei Berufe hatte der NT: Bäcker und Bauer

Becker, Ableitung vom BN Bäcker.

Beckmann, 2 Varianten: 1. vom mhd. becke = Bäcker oder 2. mnd zu beke (auch Bäke) = Bach, Bachmann // Böckmann gehören auch dazu. Der am Bach Wohnende

Bednarz, poln. für Böttcher, Fassmacher

Benarik, tschech. " "

Bednarek, tschech. : Lamm

Beelitz // Belitz

690 x. Ortsname aus dem slaw. für sumpfiges Gebiet, in dem Blumen mit weißen Blüten blühen. Beltiz = weiß.

Beer // Beerbaum // Peereboom? (Hat nichts mit Beeren-Früchten zu tun).

1. Beer = nd. die Birne, der Birn(en)baum. NT war evtl. Obstgärtner mit Spezialisierungsrichtung.

2. (nicht von Beeren, sondern vom Bären) für den Menschen nach der Körperform.

Beethoven, Örtlichkeitsname, er kam von einem Beet-Hof, Beet, lat. beta = rote Rübe. Jener vom Rübenhof.

Beginnen, (Verschreibung) von Beginen = Beguinen = Beganen = Begoihnen. Das waren Wohn- und Lebens-Gemeinschaften alleinstehender frommer Frauen (ohne Organisation und Bindung an eine Kirche und ohne Männervorherrschaft )in den so genannten Beginenhöfen. NT war vielleicht Bediensteter, wie Hausmeister oder Gärtner, Stallbursch bei den Beginen.

Behla // Belka Schwerpunkt Lausitz, sorbisch: weiß, weißhaarig, weißblond könnte der Träger des FN gewesen sein.

Behla // Pehla

84 x, Schwerpunkt Lausitz, sorbisch: weiß, weißhaarig, weißblond könnte der Träger des FN gewesen sein.

Behring // Bering zum Rufnamen Bernhard, ahd. bero + harti, Bär+ hart, mutig, stark.

Beiche (entrundet) von Beuche. Ortsnamen "Beucha" bei Leipzig und bei Bad Lausick. Siehe: Histor. Ortsnamenbuch für Sachsen.

Beigott, ein Echoname: (Eigenart, diese Fügung oft zu wiederholen).

Beilke, Kof von Elisabeth, hebr. „die Gott verehrt“, „die Gott Geweihte“.

Beilschmidt. Nachvollziehbar ist, dass sich jener Schmied auf das Herstellen scharfer Spaltwerkzeuge wie Beile und Äxte spezialisiert hatte.

Bein, vermutlich ein Mensch mit Auffälligkeit wie Verformung, hinken od. dgl. //

Beinhauer = Fleischer, Schlächter, Metzger ... "durch Mark und Bein".

Beinlich, vom frühneudeutschen "Beinling", Träger einer besonders auffälligen Hose (Beinkleid) od. markanter Strümpfe.

Beißfinger, 500 x, aus dem Ort Beißwang in Bayern. (Angebl. "Wiese der Zuchteber").

Belgard, 28 x, Belgart, 24 x, Ort in Pommern, heute polnisch. Bedeutung genau wie Belgrad = Die weiße Stadt.

Belgerin, 1 x, (mundartlicher Konsonantenwechsel). Begriff richtig: Pelgerin = Pilgerin // Pilger // Pilgrim.

Bellack, poln. belo = weiß, NT trug wahrscheinlich (ungewöhnlich früh) weißes Haar.

Bellmann. (keine Konkurrenz zum Hofhund). Engl. Die Glocke, für einen Glöckner, wenn aus jenem Sprachraum?

Belmondo, ital., schön + welt

Bells, 60 x. Nicht unbedingt der Erfinder des Telefons. Örtliche Herkunft der ältesten erreichbaren Ahnen beachten. Der Vorfahre kam möglicher Weise aus Belzig.

Beltz.

Bengner // Bengrer. Nicht erklärbar. Eventuell eine Laut-/Buchstabenverschiebung des Namens Bergner, jemanden, der am Berge wohnt. Örtlichkeitsname.

Benkert. (zu Bankert?)

Benn, von Benno, als Kuf von Bernhard bär + harti

Benstem // Benstein // Bernstein

40 x Schwerpunkt Braunschweig, Göttingen, Ostwestfalen. Möglich: Niederdtsch. und abgeschliffen aus Bernsten. BN – vielleicht ein Bernsteinschleifer.

Benz, Kuf von Namen wie Berthold, Bernhart, Benedikt

Beresa, slaw./russ. Die Birke, Wohnstättenname.

Bergander // Pergander, -ander (griech. = Mann), der Bergmann

Berghahn. 170 x, // Berghuhn ... von Birkhahn, für einen Geflügeljäger.

Berghof // Berghoff. Wir nehmen an, dass das Anwesen des NT nicht im Tal angesiedelt war.

Bergmann // Bergemann 1.500 x. Er muss nicht Bergmann von Beruf gewesen sein. Der Name kommt auch in Gegenden ohne Bergbau vor. Daher auch als Örtlichkeitsname. NT wohnte in jenen Fällen am/auf dem Berg.

Bergk, 300 x, Die Schreibweise mit „gk“ stammt aus der Zeit der Romantik, da die einfache Schreibung als „zu langweilig“ empfunden wurde. NT wohnte am/auf dem Berg.

Bergzog 6x. Möglicherweise Bezeichnung für einen Bergmann, der in einer Kette von Gruben tätig war, die sich durchs Gebirge zogen. Er zog als Bergmann durchs Gebirge

Bergholz, bewaldeter Berg, Örtlichkeitsname.

Berkholz, 240x, Schwerp. Meck.-Pom. Vo Ortsnamen wie Bergholz, Berkholz, ndt. Birken-Wald.

Berlios, zu Berle = Brunnenkresse, ein Wohnstättenname

Berlitz // Perlitz (siehe auch Altmärkische Wüstung),

abgeleitet von german. Vornamen mit Bär-, Bär walt Bär als starkes Tier, walt als Gewalt/Macht. Das z ist ein umgeformtes s. Der Suffix s(z) bedeutet: Sohn der Bären

Berlusconi, ital., der Schielende

Berneck(er). Schwerpunkt Süddeutschl. vom Ortsnamen Berneck = Bäreneck, Bärenfels. Jener, der aus Berneck kommt ist „der Bernecker“.

Bernhart. germ. bern + hart. 1. stark wie der Bär? Hart wie Bern-Stein?

Berscheit. Ostpreußisch/litauisch. -eit ist Sohn des ... Bedeutung: die Birke. In Westdeutschland gibt es diesen Namen auch, dort aber mit anderer Bedeutung.

Bertelsmann, von Berthold, bercht +walt = berühmt + herrschen. Im Süden Deutschlands wird das „a“ zu „o“: -wolt, -holt, -old, -olt.

Bessin, 30 x, Ortsname auf der Insel Rügen. Grundlage: Ein slaw. Personenname

Best: Kurzform von Sebastian

Betke. Norddeutsche = niederdeutsche Koseform zu den Ruf-Namen Bertram, Berthold aber auch aber sehr vereinzelt als matronymische Herkunft von Beteke, einer Koseform von Elisabeth. Bedeutung: hell / strahlend + mächtig, im Sinne von: Der mit Pracht Waltende, der glänzende Herrscher.

Beuster. 1. Ortsname in der Altmark, 2. Der aus B.

Beutel, 3500 x, Beutler, Schwerpunkt: Süddeutschland. 2 Erklärungen: 1. Hersteller von Beuteln in Süddeutschland, 2. Ortsname Beutel in der Uckermark (jener, der aus Beutel kam).

Biedermann, von mhd. bider = unbescholten, rechtschaffen, ein Ehrenmann

Biedermeier, mhd. für eine Sache: brauchbar, nützlich. Für eine Person: brav, einfältig.

Biegej / Biegay / Bigej, insges. D: 150 x, in Polen „Bigei“ 1.500 x. (y gilt als Eindeutschung). Bedeutung: laufen, eilen, ein rascher, beweglicher, agiler, schnell reagierender Mensch.

Bielecke, 60 x Schwerp. Brandenburg u. Neumark (Pol.), Biala = weiß, Herr Weiß trug wahrscheinlich weißblonde Haare

Biene. So fleißig wie eine B.?

1. Bier - = Berufsübername für einen B.-Brauer, B.-Händler, für einen Gastwirt:

Bierhahn, Biermann. Für einen treuen Gast:

Bierfreund.

2. Bier, mhd bir(e) = Birne, Obst. Bierer = Birnenhändler, Ableitungen: Bierhoff = Birnenhof, Bierbaum = Birnenbaum, Biermann, Bierli, Bierenbrodt, Biersach, Bierhagen ...

Bierey, 20 x, Biereye, 8 x, Schwerp. Harz. Biereigo – sollen, haben, besitzen Biereige = ihm ist die Bierbraugerechtigkeit zu eigen/zugeeignet.

Bierhals. Für einen Trinkfreudigen.Dort hindurch läuft es gar prächtig.

Biertümpfel.

Biesenthal. Wohnstättenname. NT wohnt in einer Niederung, in der Biesen, Binsen wachsen, ein Feuchtgebiet.

Billich // Billig // Billing

Billich 130 x, Billig 380 x, Schwerpunkte: Sachsen, Lausitz, Südbaden, Südbayern, NRW.

Der Name ist ursprünglich Billing. -ing wurde zu -ig. Billing (althochdt.) bedeutet: Sohn/Nachkomme des Bil (Beil/Schwert). Im Germ. zusammengesetzte Vornamen z. B. Bil-hard

Bimböse // Binnenböse. nd. Jemand der äußerlich verträglich scheint aber im Innern böse ist.

Binder.

Bindrum // Binterriem, von binterriem = Riemen zum Binden, zum Schnüren. Band, Schnürsenkel, Schnürriemen, Bandschleifen, Schuhbänder. Der NT stellte diese her.

Binnemann, 80 x, Niederdeutsch. Schwerp. Weserland, Bremen, Harzvorland. Binnen = innen. Ein Mann, der innerhalb der Stadtmauern wohnt? Das Gegenteil von binnen ist buten (außen).

Binnenböse. Jemand der äußerlich verträglich scheint aber im Innern böse ist.

Binnewies niederdtsch. Herkunft, westl. des Harzes. Binnen = innen, wies = weiß = weise. Bedeutung: Er ist von seinen inneren Werten her weise (wahrscheinlich äußerlich nicht so sehr ansehnlich). Eben: hier zählen mehr die inneren Werte.

Das Gegenstück : Utenschön: Außen schön (Blender) aber innen – na ja.

Birkholz. Das Birkenwäldchen, Wohnstättenname

Birlem, 30 x, Vorkommen: Östlich v. Berlin, verschliffen, verhört eher Birleben aber verlesen/verhört – deshalb siehe Barleben, von Bartholomäus + leben = Besitz, Eigentum

Biskup, tschech. Der Bischof

Bismarck, = Bischofs-Mark (Grenzland eines Bistums)

Bittermann. Ein ver-bitterter Mensch oder ebenfalls ein Fasshersteller – siehe Bittner

Bittner auch Böttcher, Böttiger, Büttner, der Fass-Hersteller

Blankenfeldt. Der Bauer mit dem unbebauten Acker? Ödland?

Blankenstein. Der markante Fels in der Hüttennähe beim NT war nicht bemoost.

Blatter // Blatterer, jener mit den Pockennarben im Gesicht. Blattern = Pocken.

Blauhut(h). Der NT trug gerne und oft einen B. B. gehörte zur Sonntagstracht eines Bauern.

Blech. Ein Bearbeiter von ... ein BN.

Blech // Blecha, tschech. der Floh, ein unruhiger Mensch oder ein guter Springer?

Bleck(e), 1.00 x, Zentrum: Ostwestfalen, niederdtsch., Bedeutung: 1. abgegrenztes, abgelegenes Grundstück an Wald oder Wiese. 2.Flecken = der Bleichplatz Wäsche).

Blaufuß, für einen Falkner / Jäger. Der Blaufuß ist eine edle Falkenart.

Bleifuß – eine falsche Umdeutung von Blaufuß.


Bleibtreu. Ein Satzname: „(Ich) bleibe (dir) treu.“

Bleier, 500 x, Schwerp. Baden, Donauschwaben, Siebenbürger Sachsen (Kroatien). Eine entrundete Form von Bleuer (jemanden verbleuen). Auch Berufsname: Er hat Holz-Schlägel hergestellt für die Flachsverarbeitung. Oder: Bezeichnung für einen Bleiarbeiter.

Bleike(n). nd.: Bleiche = Wiese, auf der Wäsche gebleicht/geblichen wurde. Dort wohnte er.

Blietz, Schwerpunkt Vogtland. Wahrscheinlich eine Ableitung von dem zusammengesetzten slawischen Namen Blieso - mir. Bedeutung: Nähe und Frieden.

Block: möglich sind: 1. Wohnstätten-Bezeichnung für ein (z. B. mit Gräben) eingefriedetes Stück Land, 2. mittelhochdeutsch: Bloc, Holzklotz, i. ü. S. für einen einfacher strukturierten Menschen. „Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil“.

Blohm, ndt. für Blume, siehe Hinweise zu Blüm. ("Blume + Fuchs").

Bloßfeld. Schwerp. Raum Sangerhausen ... für einen unbewachsenen Acker. Örtlichkeitsname

Blücher, slaw. Ortsname in Mecklenburg.

Blühdorn. Ein Dornbusch in Blüte. Dort wohnte er – aber nur im Frühjahr?

Blüm // Blümler. Mehrere Deutungen: 1. Gärtner oder Gewürzhändler, 2. Ortsname Blume, 3. im übertragenen Sinn für einen zarten Menschen, 4. nach einem Hauszeichen benannt, 5. franz. la plume = die Feder

Blüthmann // Blüthner (hat nichts mit Blumenblüten zu tun). Schwerp. Prignitz. Ortsname Blüthen und somit die Bedeutung: der Mann aus Blüthen. Blüthen ist slawisch für Sumpf, Morast.

Blume: 1."Der Beste des Stammes", 2. Häusername, 3. Ortsname, 4. BN für einen Gärtner.

Booo

Bobbermin, Schwerp. Mecklenb./Brandenburg. öfter Konsonantenwechsel B -> Wobbermin mit gleicher Bedeutung "der Riese".

Bobermin, 50 x, Schwerp. Mecklenb./Brandenburg. öfter Konsonantenwechsel B -> Wobermin (Ortsname) mit gleicher Bedeutung "der Riese".

Boche (mit kurzem „O“)

350 x, Schwerpunkt südlich von Berlin. Abgeleitet von Boris/Borislaw., das „ch“ ist ein Verkosungselement im Sinne von: Der liebe kleine Boris.

Bochann // Bochhann. eingedeutscht aus poln./ sorb. Bochanek = kleiner rundlicher Brotlaib ... für einen Bäcker oder jemanden kleiner rundl. Gestalt.

Bochow, Ortsname im Krs. Potsdam-Mittelmark

Bock. Hausname, wie „Zum blauen Bock“ oder NT war angriffslustig.

Bockelmann, 844 x, Bockel ist ein norddtsch. Ortsname. Bok-loh = Buchen-wald

Bockwold // Bockwoldt Schwerp. Meck-Pomm. für den Buchenwald. Dort lebte der NT.

Bodensiek, Schwerp. Ostfalen. Boden = unten, sumpfige Niederung, nd. -siek = kleiner Bachlauf. Dort wohnte der NT.

Bodenstab. Schwerpunkt Niedersachsen. Der B. Ist ein Hilfsmittel (Werkzeug) des Böttchers/Böttigers/Büttners/Fassbinders, der bei der Herstellung der Fässer genutzt wird. Auch niederdeuts als Büttstaff bezeichnet.

Börst (niederdt.) für Bürste/Borste (hochdt.) Scherp. Meck-Pomm. ... 1. für einen Bürstenmacher, Bürstenbinder oder im übertr. Sinne: 2. einwiderborstiger, widerspenstiger Typ.

Bogenmacher // Bogner. Ein Hersteller diese Schussgerätes.

Bogenschneider.

Böhlicke.

Böhm(e). Herkunftsname. Der aus Böhmen eingewanderte.

Böll // Boll // Bolle, bezieht sich auf etwas kugeliges ... in der Landschaft oder im Körperbau (siehe auch die rundliche Zwiebel, Zwiebelgärtner)

Bölter.

Bösang, 2 Erklärungsversuche: 1. slawisch: Bosan = der Storch oder aus dem Germanischen über Wallonien (Belgien, „Baudecon“) zur Pfalz. Bedeutung: „Er hat etwas zu sagen“, der Tonangeber, der “Hutmann“, evtl. ein Vorsteher.

Böse. Viele meinten über den NT, er sei kein Guter.

Böthling.

Böttcher auch Böttiger, Bittner, ebenso Scheffler, Küfer, Küfner, der Fass-Hersteller, von mhd. bute/büte/bütte = Fass, Kufe= Kaufe = Fass

Bösewetter

30 x, endemisch im Vogtland, Eigenschaft: mürrisch, schlecht gelaunt. „Wenn der kommt, gibt es böses Wetter“.

Bo(e)skugel. NT korpulent und "trotzdem" kein gemütlicher Typ?

Bohmer. Der Mann, der aus Böhmen kam. Es gibt auch Pohmer. Schwerp. Ostbayern. Hier besteht eine hochdeutsche An-Lautverschiebung von "B" zu "P".

Bohmhammel, niederdtsch. Baum - hammel = Stumpf, Klotz. NT war ein Mann, wie ein Baum.

Bohnenstange. Kaum für einen Gemüsebauern, eher nach anatomischen Merkmalen: sehr groß, recht schlank.

Boigk sorbisch/wendisch kf. von Boleslaw = der Kämpfer

Bollfraß. (Der Zwiebel-Liebhaber?)

Bollrich. (Der Zwiebel-Liebhaber?)

Boltfuß = Polzfuss (140 x) Schwerpkte: Brandenburg und Meck.-Pomm.

= Schwellfuß, Bedeutung: Schwellfuß = geschwollener Fuß, war vermutlich eine anhaltende physiologische/anatomische Besonderheit des NT.

Bommel. von Baum, nd. Boom ->Boomel, das kleine Bäumchen.

Bonhoeffer, 1. nach dem Ort Bonhof, keltisch: bona = feste Burg. 2. Das gute Anwesen.

Bonak. Niederlausitz, sorbisch, Kurzform/Koseform von Bonifatius = Der Wohltäter.

Bonger // Bongers // Bomgart // Bamgarten // Bunge siehe auch Baumgarten

660 x , Schwerpunkt Rheinland. Das angehängte „s“ bedeuten „Sohn dessen, der an einem Baumgarten wohnt“.

Bonkatz, 15 x, Bonkass, Bonkaß, sorbisch/slawisch. Hergeleitet aus dem Griech. von Pankratios = der Allkämpfer (Olymp. Disziplin / Zehnkämpfer), siehe der Hl Pankration = Pankratius

Bonna, poln. Kosef. für Bonifatius, "Der Wohltäter"

Bonne. Bonne ist nd. für Bohne. Name für einen Bohnenbauer oder Körpermerkmal: lang wie eine Bohnenstange.

Borat, 12 x Altpreußisch, litauisch,polnisch Borat von Boris-law. Boris bedeutet „Kampf“

Borchmann // Borchardt // Borchert (niederdt., Burghart (hochdt.). Burg = Schutz, harti = kräftig.

Borde, 230 x. 3 Bedeutungsmöglichkeiten: 1. von Örtlichkeit: Bord, Börde, 2. Rand/Einfassung, 3. vom germ. Namen Herbord(e) = Heer * Schildrand

Bordien // Bordin // Burda (poln.)

17 x Ost- u. Westpreußen. Bedeutung: Krawall, Schläger, Zänker, Stänkerer

Borée, 60 x, Borries (Koseform) und weitere Varianten. Es ist eine Ableitung von Borchardt/Borchert (niederdt.), Burghart (hochdt.). Burg = Schutz. hart = klein, kräftig

Borelly. mögl. vom franz. Burell = Scharfrichter, Henker, möglicher Weise ein hugenott. Name.

Borgander // Burgunder, -ander (griech. = Mann), der aus Burgund.

Borgmann. 1. Jener, der damit beschäftigt ist, sich etwas auszuleihen? oder Burgmann?

Borgwardt, der Wart/der Verwalter der Burg.

Born = Quelle, ein kleines, munteres Fließgewässer, "qicklebendig".

Bornholz. Das Waldstück, in der die Quelle entspringt?

Borodin, russ. Boroda = der Bart

Borrentin siehe Barenthin

Bosch, niederl. für Busch

Bossmann, 2000 x, Hier ist nicht etwa „der Chef“ gemeint. Es handelt sich um eine der Kf. von Borghart/Burghardt. Burg = Schutz, hart = kräftig

Bothe. 1. Der die Botschaft Bringende, auch der Verkündene (Nuntius), der Ausrufende - Herold, 2. ?

Boucquier // Bouquet. Ein Hugenottenname. Nach einem Ortsnamen. Bedeutung: Das Wäldchen.

Boven, niederländisch. Bedeutung: Oben. „Schlachtruf“ beim Fußball: „Oranje boven“. Niederländer oben(auf)! Siehe auch Binnen = innen, Buten = außen.

Brackrogge, 18 x, Rügen und Küste auch Wrackrogge. Brack = Wrack = schlecht, hier: schlechter Roggen in übertr. Sinn für einen miserablen Landwirt.

Bräsig // Brösigk und weitere Varianten, von Ambrosius (Heiliger), der Unsterbliche

Bräutigam, als Rufname aus der Familie heraus gebildet,für Jemanden, der wahrscheinlich in einem auffällig langem Brautstand (Verlobungszeit) verweilte und der Pastor notierte dann auch diesen "inoffiziellen" Namen. (Ähnlich einer Begrüßung: "Hallo Schwager!")

Brahms, Kuf für Abraham, -s = Sohn oder von Bramhus = Haus am Brombeergestrüpp.

Braille, franz.: der Brüllende, der Schreiende

Brand(t). von Hildebrandt.

Brandauer, der aus dem Ort Brandau kam.

Brando, ahd. Brand, Brenneisen.

Brandt, altghochdtsch. Von Hildebrandt. Hiltja = Kampf, brand = brennendes Schwert.

Brathuhn. Siehe Bratvogel.

Bratvogel Vork.: 181 x, Schwerpunkt Ostwestphalen. BerufsN: So hat bespielsweise der „Garbräter“ am Straßenrand oder auf dem Markt Vögel zum Zwecke des Verzehrs gebraten (siehe Broilerstand). So wäre natürlich auch Vogelbräter möglich.

Braun, wahrscheinlich für jemanden, der braune Haare hatte oder einen dunklen Teint. Ebenso:

Brauns = Sohn des Braun.

Brecht, vom althochdtschen beraht = glänzend

Bredeloer / Breloe, Schwerpunktgebiet: Westfalen, von Bre + loe = breit + Wald, -r = der aus dem breiten Walde.

Bredenitz // Bretenitz. Schwerp. Thüringen. Nach Ortsnamen Bretenitz, wahrscheinlich slaw. Ort der Brüder (russ. Brat).

Bree // Brede aus dem Niederdeutschen. Brede ist eine Breite, z.B. die Benennung für ein Flurstück

Bregulla, 600 x, slaw. Brieg /Brzeg = das Ufer, ein Wohnstättenname. Hier verkost: Das Uferchen.

Breilich // Breiling. -ing = Sohn des... Breiessers, Breiliebhabers?

Breithaupt, vergl. Großkopf, anatomisch auffällig oder im übertragenen Sinne: Dickschädel

Brendel 3.700 x // Brendahl 26 x (Verschreibung) // Brendler. brand = die Schärfe des Schwertes verbrennt den Gegner, der Kampf entbrennt.

Brennenstuhl, 240 x, ein Satzname in den Bedeutungen: 1. Mach' ihm mal Feuer unterm Hintern (damit er sich bewegt). 1.1 Er ist so lahm – der Stuhl brennt ihm unter dem Hintern fort (und er merkt es nicht) oder aber im Gegenteil: 2. Er ist so zappelig, als wenn ihm der Stuhl unterm Hintern brennt.

Brepol // Brepohl. vom nd. brede = Sumpf + pol = Weiher, Teich, siehe auch engl. Pool.

Breselow, 11 x, // Breslow, herzuleiten von Breslau

Bretschneider // Brettschneider

2.004 x in Dtschl. Tel-CD. BerufsN. für die Tätigkeit in einer Sägemühle, in einem Sägewerk, als Besitzer oder Arbeitskraft, der Sägemüller.

Bretterbauer, 12 x auch Brettbinder, Brettermüller, Daubenhauer.

Es handelt sich um einen Brettersäger, einen Sägemüller.

Breuer = der Brauer (von Bier)

Brieske // Briesnitz // Brietzke, Schwerp. Thüringen, Ortsname Briesnitz, auch Priesnitz u. ä. vom slaw. Bresa, russ. Berioska = die Birke, wohnend am Birkenort.

Bringezu, 215 x, nd.; Bringeto. Ein Satzname. Schwerpunkt Sachsen-Anhalt, für einen Bediensteten (Diener) aber auch Zuhälter.

Britz. Abgeleitet vom Ortsnamen Britz bei Berlin. Herkunftsname:Jener, der aus dem Dorfe Britz kam.

Brix. 84 x in Tschech., Nordmähren, Kurzform vom Namen des Heiligen: Brictius

Brock = Bruch, (nicht Beinbruch, sondern z. B. Oder-Bruch). Eine tiefliegende, von Wasser durchzogene = durchbrochene Ebene. Siehe auch:

Brockmüller // Bruchmüller, als Betreiber einer Wassermühle im Bruch.

Brod, D 670 x, Polen 7.700 x, Broda // Brodka // Broder, slawisch: 1. Der Bart oder 2. auch die Furt (waten), der an der Furt, am seichten Flussdurchgang Wohnende.

Brösemann, von Ambrosius = der Unsterbliche.

Bromund(t), 72 x, nd.: ein Brummel-Mund, für jemanden mit einer schlecht verstehbaren Aussprache, der “die Zähne nicht auseinander bekommt“.

Brose // Bräsig // Brösig Onkel Bräsich in „Ut mine Stromtid“

1.600 x, Schwerp. Meck./Vorpomm./Pommern.

Bedeutung: abgeleitet von Ambrosius: Der Unsterbliche, der Göttliche

Brosinsky 120 x, Polnisch, dort Brozinsky 700 x, vom griech. Ambrosius der Hl. Ambrosius, christl. Name: Der Unsterbliche.

Brozio (sprich Brosio) Schwerp. Ostpreuß./ Polen 240 x, gehört zum Namen Ambrosius (griech.) = unsterblich.

Bruchmaier. Der Maier, der in / an einer Senke, "am Bruch" wohnt? (siehe auch Maier).

Bruchmüller. Derjenige dessen Wassermühle im Bruch (wasserreiche Senke) steht?

Brücke // Brückner // Brügge // Brüggemann, (12.000 x). Wohnstättenname. Jemand der an der Brücke wohnt (und dort eventuell ein Aufsichtsamt ausübt).

Brückhändler. Schwerp. bei Salzburger protestantischen Exulanten. Ein Händler auf der Brücke – siehe auch auf der Krämerbrücke in Erfurt oder auf der Rialtobrücke in Venedig.

Brühl // Brüghel, von mhd. brüel = feuchte Wiese, Aue.

Brüning von brun, althochdtsch.: braun, mit Endung -ing = Gefolgsmann.

Bruer, nd.: der Brauer (von Bier)

Bruhn, 2.800 x, niederdeutsch: Braun, wahrscheinlich für jemanden, der braune Haare hatte oder einen dunklen Teint.

Brumm. Ein damaliger Zeitgenosse mit tiefer Stimmlage (Bass) oder eher ein brummiger, wortkarger Typ, als Wesensart.

Brux, ein Ortsname, Schleswig-Holstein nd. = ein Bruch = Feuchtgebiet

Brylka, poln., Oberschlesien, in Polen 1.500 x, von Bryla = Raseneisenstein. NT hatte wahrscheinlich mit der Gewinnung des Erzes unter der Grasnarbe (im "Tagebau") zu tun oder war bei der Verhüttung dieses Erzes beschäftigt.

Bubenik, (Mähren) Tambour, Trommler

Buber, vom mittelhochdtschen buobe = Diener, Knecht

Buchardi. Ein Mann, so hart wie Buchenholz?

Buchelt, 160 x Schwerp. Brandenb. + Sachsen-Anhalt // Bucholt, Buchelt von Buchholt abgeleitet Buche – holt (niederdtsch.) = Holz. NT wohnte an einem Buchenwald.

Buchhol(t)z. Der Buchenwald. Dort lebte der NT., Wohnstättenname

Buchkrämer. Ein Buchhändler. Inhaber eines "Kramladens" für Bücher.

Buchmann. 3.000 x. Schwerp. Halle, Köthen, Ostharz. (Hat nichts mit Büchern zu tun). Der NT wohnte am Buchengehölz, am Buchenwald = Wohnstättenname.

Buchwald. Er wohnte am/im Buchenwald.

Buckbesch, 13 x, Buckpesch, Bukpesch, Puckpesch. Schwerp. Westdtschl., Rheinland.

Buck = Hainbuchen-Hecke, Pesch = die Wiese. Wohnörtlichkeit "An der Hainbuchenheckenwiese"

Budack, 111 x, Schwerpunkt: Brandenburg/Neumark. Sorbisch/slawisch für den Besitzer einer Bude, einer Kate, einem kleinen anspruchlosen Haus. Im Deutschen ein Büdner, ein Kätner.

Budäus 30 x, Budeus, 60 x, Buderus, Schwerp. Westfalen. Ein niederdt. Name, latinisiert, Berufsname Budde, Bude, Bütte – ist das Fass, der Buder, Büttner war auch Fassbinder,ein Fassmacher, ein Büttner, Böttcher, Böttiger

Budischin, 20 x, sorbisch, Bezeichnung für die Stadt Bautzen.

Buddus, litauisch: wachsam, munter war der NT.

Büchner. Wohnstätten-Name für jemanden, der am/im Buchenwald lebt.

Büdner, Besitzer einer Bude, einer Kate, einem kleinen anspruchlosen Haus.

Büenfeld, 40 x, Ortsname im Hochsauerland auch Bodenfeld, Budenfeld.

Bedeutung: Feld des Bodo.

Bühler. Schwerpunkt Vogtland/Franken. (Hortes P und babbsches B werden im sächs. oft gewechselt. Siehe die Binge oder Pinge (Bergwerkseinbruchloch bei Altenberg/Erzgebirge). Gleiche Bedeutung wie Piehler: Der vom Bühl (vom Berg, vom Hügel), der dort wohnt.


Bürger. Er war nicht nur ein Einwohner, sondern in die "Bürgerrolle" eingetragen.

Bürschel. Verkleinerungsform von Bursche, das Bürschle, das Bürschel, ein sehr junger Mann.

Büthener // Büthner. BN für einen Bienenzüchter, einen Imker.

Büttner Berufsname Budde, Bude, Bütte – ist das Fass, der Buder, Büttner war auch Fassbinder, Böttcher, Böttiger


Budras (60 x) // Budrys (23 x)

Ein polnischer Begriff: „Der Litauer“, eine Herkunftsbezeichnung für den NT.

Buge, 120x , Schwerpunkte: Altmark, Havelland

Bedeutung: Krümmen, Beugen, Biegen. NT wohnte wahrscheinlich auf einem Landstück an einer Biegung.

Buhland 1x, // Buland 6x // Bulland 10 x Schwerp. Schlesien, Lausitz. Mögl. Bedeutungen:

1. sich rollen, sich wälzen, 2. Klumpen, für Körperfülle, für einen dicken Menschen.

Buhtz. Pommern, poln. Name, abzuleiten von Krieger + erwecken, aufwecken.

Bull(e,r), 550 x, norddtsch.: Der Bulle. Deutungen: NT war von bulliger Statur, stark wie ein Stier, vielleicht war er Viehhalter von Zuchtbullen oder es ist ein bewundernder Ausdruck für einen hochpotenten Mann (jedoch kein Spottname für einen Polizisten).

Bulthaupt, niederdtsch. Wohnstättenname, bult = Haufen, Hügel, Haupt = Kopf, Spitze. NT wohnte oben auf dem Hügel.

Bunga, auch Punga nd., Die Pauke, auch die Tommel

Bunke. Eventuell Schreib-Variante von Bunge „Trommel“, „Pauke“. Berufs-Name für einen Trommler, Pauker, Musicus?

Bunsen. Lallform von Bruno

Burandt, slawisch, polnisch von Borislaw = der Kämpfer

Burda siehe Bordien // Bordin, polnisch für Streit, Händel, Krawall, Krakeel, Randale.

Burgas // -ß // -ss Schwerpunkt: Vorpommern, Rügen

Abschleifung von Burg hart . Der Suffix „s“ bedeutet: Sohn des Burgharts.

Burgemeister, mhd.,--> Burgemeister --> Bürgermeister: Gemeindevorsteher

Burghagen. Burg = Schutz, Hagen = geschütztes, eingehegtes Gebiet. Eine Doppelung, Bekräftigung, Unterstreichung. Tautologie.

Burghart/ Borchardt/Borchert (niederdt., Burghart (hochdt.). Burg = Schutz. hart = stark, kräftig

Burgold, 17x (hat nichts mit dem Edelmetall zu tun), Ostthüringen. Herzuleiten von Burg-walt = Schutz + verwalten, Gewalt ausüben / Macht haben.

Burscher // Burser

28 x Tel. CD. Mitglied der Börse. Ein Börsianer.

Burse

30 x. Ortsname in Holzminden in der Gegend um Braunschweig. Die Burse ist ein gemeinschaftliches Studentenwohnhaus.

Bursian, aus Schlesien, polnisch: Bedeutung: Sturm, für einen zornigen, streitlustigen Menschen.

Busch // Büsch(e, l) // Büsching // Buschner betreffen alle den Busch, das Gebüch ndl. auch Wald.

Busekrus, 20 x, Schwerpunkt: Ostwestfalen. Niederdeutsch. Es ist ein Satz-Name: Buse = schwelgen, Krus = Krug. Der NT schwelgte gern in der Gastwirtschaft.

Butenmann. Niederdtsch. = außen. Ein Mann, der außerhalb der Stadtmauer lebt.

Butenschön. Niederdtsch.= außen. Ein äußerlich schöner Mensch. Aber innen – na ja.

Butka // Butke // Buttke 120 x, Schwerp. Westpreußen, Polen. Mehrdeutig: poln. Erklärungen 1. Hochmut, Stolz, 2. Schuhwerk, 3. deutsche Erklärung: Platt-Fisch.

Butz // Butzelmann. Süddeutsch = Der Kinderschreck. "Es tanzt ein Bi-ba-Butzelmann in u.

Butzke, abgeleitet von einem Ortsnamen (heute in Polen bei Belgard). Die Bedeutung ist nicht erfolgreich erforscht.

Buuck, 116 x, (lang sprechen). Mecklenburg, niederdeutsch für Bauch, siehe auch Beerbuuck = Bierbauch.

Bzdurek, polnisch: Die Dummheit, der Blödmann, norddtsch.: der Döspaddel, wohlwollend, als „Koseform“: das Dummerchen.

-

CCC – Caaa

Cal, 60 x, in der Lausitz. Wahrscheinlich vom Polnisch „Zal“ (das „l“ mit Schrägstrich). Bedeutung: Zoll. NT war vermutlich an der Grenze Zöllner, oder im Binnenland Chausseegeldeinnehmer (vergl. Maut).

Calvin, zum lat. Calvus: Kahl, glatzköpfig

Campioni, ital.: von Campion: der Kämpfer, der Meister. Engl. Champion

Canaletto, Verkleinerung von Canal.

Canzler // Kanzler, Schwerp. Oldenburger Land und Raum Halle - Leipzig. Kanzler, die leitende Person in der Politik. Kanzler, ein Mensch, der eine Kanzlei leitet (Vorsteher, Geschäftsführender, Schriftführender), auch Pastor, der von der Kanzel redet.

Cantow 70x, Kantow. Ortsname Cantow/Kantow bei Neuruppin.

Bedeutung Slawisch: Ort: Winkel, Ecke

Cardey // Cordey. Cardey, 3 x in Deutschland. Cordey 23 x. Bitte beachten: Die Herkunft der Familie ist für die Namensbedeutung wichtig, weil das engl./amerik. Cardey keltischen Ursprungs mit anderer Bedeutung ist. Im mitteleuropäischen Raum gilt der Name Nf von Curt/Curd und Conrad. Im tschech. als Koseform von Carl (Karel).

Carganico, 20 x in Dtschl. Schwerpunkt Italien (Comer See) Cargano ist ein Ortsname. Also: Der Mann aus Cargano.

Carljude. Der Carl muss nicht heute zwangsläufig der mosaischen Religion anhängen.

Carreras, spanisch, katalanisch: Straße, Weg

Carsten, Carstens, -s = Sohn des Christian

Carter, Der Fuhrmann

Caruso, ital.: Glatzkopf, siehe auch Calvin

Carzig

Ortsname, slawisch: Ort der Rodung

Casanova, Haus + neu, Herr Neuhaus

Catterfeld, ein Ortsname. Bedeutung noch nicht geklärt.

Cell // Kell, siehe Name der Stadt „Celle“. Deutungen: 1. niederdeutsch: Sumpf, Wasserrinne,

2. Werkzeug: Maurerkelle, Küchen-Schöpfkelle, dann war NT Hersteller oder Händler, auch für den Anwender möglich.

Celsius, latein.: Celsus, erhöht, hoch, auf dem Hügel, Wohnstättenname.

Cerny, tschech. = Schwarz

Charchulla. im dtsch., balt., poln. gleiche Bedeutung: ein sehr schlanker, magerer Mensch

Charlet. -et = Verkleinerungssuffix, Hugenottenabstammung. ...von Karl, das Karlchen.

Chinow

13 x. slaw. Ortsname, bis 1945 Kienow, 24 km südl. von Kolberg (Pommern, Polen), heute Kinowo.


Chopin, altfranzösisch: Hieb, Stoß

Christeleit 70 x, -eit baltische Endung bedeutet Sohn/Nachkomme: hier des Christian = Ich bin Christ oder Christoph = der Christusträger, Christel: Eine Verkleinerung/Verkosung wie bei Hänsel.

Christiann 30 x u. ähnliche., wie auch Kersten, Kirsten, Schwerp. Meck.-Pomm., von Christian / Christianus = ich bin Christ = ich bin ein Anhänger von Christus = der Gesalbte.

Chrobock in verschiedenen Schreibungen, Bedeutung: Der Wurm, die Made. Heute: eher Roback. Deutungsversuch: N.T. war Angler, oder er war vom Wesen ein Wurm, ein fast Nichts.

Chudoba poln.: arm, habselig, mager, hager, dünn, schmächtig.

Ciecior 90 x. Schwerp. Schlesien. Poln. Cieciora = die Linse (Pflanze), das Linsengericht, ... für einen Linsen-Bauer.

Cierpinski, 50 x in Dt, 120x in Pol. , -y 11x. Bedeutung: Cier =Leid, Sorge. Eingedeutschte Form: Leidner

Cizek, tschech. Der Zeisig, Bunt gekleidet

Claudius, latein. Claudus = hinkend

Claus // Clausener // Clausnitzer // Clausnier

Ableitungen von Nikolaus. Clausner - der aus der Sippe von ..., Clausnier - eine Verlesung/Verschreibung. OrtsN oder PersN.

Cooo

Cohrs // Coors, 700x, niederdtsch., die Sprache der Hanse! -s bedeutet: Sohn, Nachkomme des …. Cohr // Coor sind Ableitungen von Curt, Conrad (sieh auch Vorname Cord).

Collier. Selten, Vork. in Brandenburg + Hessen. Ein Hugenotten-Name, BN für einen Juwelier, Schmuckhersteller, Goldschmied.

Comenius, lateinisiert, aus dem tschech. Kominik = Schornsteinfeger

Commichau // Kommichau (14x), Ort im sächsischen Muldekreis

Copperfield, Herkunftsname/Wohnstättenname: Kupferfeld

Corbusier. Der Schuhmacher, der Schuster. Name/Bezeichnung z.B. eines Hugenotten.

Cosboth. Abzuleiten von Cossebade, Ort bei Parchim: Siedlung der Amselwecker – im Sinne von: der Frühaufsteher.

Cranach, Crannich, von Kranich.

Creutz // Kreutz. Mit diesem Menschen ist es ein Kreuz?

Cuntz // Cunz // Kunz. Kurzform von Konrad = kühn + rat. Siehe auch Cordt

Cybik. Dt. 21 x, Pol. 23 x. Bedeutungen: unflätig, zupfen, rupfen, an den Haaren ziehen.

Czernigal // Zernigal // Zörnigal. Schwerp. Sachsen-Anhalt. Ortsname Zörnigal (Kreis Wittenberg). Cerni (schwarz, Erdboden) + Gal (Waldlichtung, kahle Gegend).

Czeromin, 14 x, Schwerp. Ostpreußen, poln. Form, eingedeutscht: Jeromin u. ähnl. von Hieronimus.

Czichos // Czisch, von Czisz (tschech.) Cziki. 2 Deutungen: 1. Der Stille, der Ruhige. oder 2. Poln. Czyz = der Zeisig (bunt, munter, gut singend).

Czock 70x, Czok 300 x, Ostpreußen, polnisch: Czakatsch. Bedeutung: Laut essen, schmatzen

Czymai, poln. Czymaj, szyma (weißruss.) von Timtheus = Der Gottesfürchtige

DDD – Daaa

Dabes, Dabs (eine Verkürzung), 27 x, -s = Sohn des … , heimisch in Meck-Pomm. Kf von Dagobert. Germ. Name: Dag-bert, Tag + berühmt, strahlen.

Dachwitz 100 x, witz / wicze ist eine häufige slawische Ortsnamensendung. Schwerp. Schlesien. Zwei Deutungsversuche: 1. vom poln. Dachowicz, Da- von Daniel oder David, wicz ist „Sohn/Nachkomme“ oder 2. ein dtsch-poln. Mischwort für einen Dachdecker.

Dachsweiler, Daxweiler, Taxweiler II Dax- hergeleitet von Dagar, Dagobert. - weiler von wilar = Siedlung, aus dem Sprachgebrauch von Baden-Württ. und Rh.-Pfalz. Es gibt dort einen Ort „Daxweiler“.

Dähmel // Dehmel, Nebf. von Thomas (Bedeutung: der 2. Zwilling, Fersenhalter).


Daehn // Dähn, 2.000 x, Schwerpunkt: Meck.-Pomm. Bezeichnung für jenen, der aus Dänemark kommt, z.B. ein mit den Dänen Handel treibender Mensch, obwohl er selbst ein Deutscher ist, aber auch für einen Umsiedler.

Daehne. germanisch, Kof von Degenhart, Deinhart, Dähnhart.

Däniken = Ort bei Solothurn

Daher. Von Dagar = der Tag. Dag – her = Tag und Heer, (siehe Dagobert: Tag + berühmt).

Dahm // Damme // Dhaam // Dham, Ableitungen von "Adam". 1. Adam = Mensch,

2. Lehmboden, Ackerboden.

Daimler, ein Folterknecht, Däumler (Daumenschrauben anwendend).

Dalbazi, Talbatzi und weitere Varianten. Tailbatzki: Poln./russ.: Menge, Schar. Bedeutung: NT kam wohl selten allein, sondern gleich mit der gesamten Familie oder ...

Dalheiser 14x, Entrundung wie bei Häuser – mundartl. Heiser

Ortsname. Es gibt mehrere Dalhausen, Talhausen

Dalichow. Slawisch. Ein Ortsname, Siedlung esines Mannes namens Dats oder Gats

Daling // Dalink(er) (hat nichts mit dem engl. Liebling zu tun). Da = von Tag, -ling von Sohn des Dag. siehe Zusammensetzung in ahd. Namen wie Dagobert, Dagmar, ...

Dallüge // Dalliga, in Pommern, in Polen Dalliga 90 x, vom poln. Vornamen "Dalomir" = Geben, Lehen, Abgabe + Frieden

Damaschke, slaw. von Thomas

Damis, 40 x, in Schlesien 26 x, Koseform von Adam oder Damian.

Damm (4.300 x) // Dammann verschiedene Deutungen: 1. Bezeichnung des NT nach Ortsnamen, 2. Bezeichnung nach dem Wohnplatz - an einem Damm/Deich, an einer erhöhten Straße, 3. Damm-Arbeiter (Instandhaltung) oder 4. Koseform vom german. Vornamen Dankmar.

Danne, niederdeutsch für Tanne. Vorfahre wohnte wahrscheinlich an einer besonders mächtigen, einzeln stehenden.

Danneberg // Tanne(n)berg(er) 360 x Schwerp. südl. Brandenburg/Sachsen. Ortsname / Wohnstättenname: An einem Berg, der mit Tannen oder auch Fichten oder Kiefern bewachsen ist wohnte er.

Dannehl. nd. von Daniel.

Danisch, 400 x, dtsch-poln. ev. hebräischer Einfluss - ich ist Verkosung. Dan zu Bogdan.

Bog = Gott dan = geben, also ein Gottesgeschenk. Möglicher Weise aber auch eine Ableitung von Daniel.

Dankhof // Dankhoff. von Denken (und danken?) Ein Anwesen, auf dem viel gedacht wird – Schriftstellerei, Forschung, Philosophie? Name für einen Freidenker, Freigeist, der eine eigene Meinung bildet und vertritt.

Danzer // Danzmann. // Dantzmann. nd. Der Tänzer

Dargel

baltisch, Darg für kostbar, teuer, wertvoll, lieb

Darwin, dear + wini = lieber Freund

Dassler // Daßler, aus Sachsen, mhd. taselen = tändeln, tätscheln, "dasseln" = streicheln, schmeicheln, schäkern.

Daum // Daumann // Daume - von Däumling, d. h. von kleiner Gestalt. Siehe auch Dümling // Duhm (also nicht etwa von "dumm").

Dautert // Deutert u.a.

Abgeleitet von dem alten Germanischen Vornamen (also durchaus 1.500 Jahre alt): Teuthart, Diet-hart(Volk+kräftig/stark) Dieter, Tautert, Deutert und weitere Varianten

Dawidowski. slaw. -i = Sohn des, David, hebräisch: Geliebter, Liebling

Days(s), Dais, Deiss, ... Schwerp. Baden-Württ. Kosef. von Matthäus, Matthias = Gabe Gottes

Deckwerth, 100 x, Südbrandenburg und Nordsachsen. Decken + weben/wirken. NT war ein Hersteller von Decken.

Degenhart. Hart (scharf) wie die Waffenklinge?

Deerberg // Dierberg. Schwerp. Minden/Westfalen. Ein niederdt. Dialektwort. "Tierberg", ein Örtlichkeitsname.

Deichgräber. Man beachte den möglichen mundartlichen Konsonantenwechsel zu

Teichgräber. 1. Ein Arbeiter am Deich (Aufsicht, Reparatur), 2. Jemand der z.B. Teiche für die Fischzucht anlegt.

Deike, 540 x, von Dedeke, Deke, Deike von Diederich, Dietrich.

Delacroix, franz., ein Wohnstättenname, am (Wege-) Kreuz, wohnen, an der Kreuzung.

Demeter, Erdmutter, Erdreich, Acker

Demuth. Wir wissen es alle: Der NT war demütig, bescheiden, sittsam, zurückhaltend.

Dengelmann // Dengler, Schwerp. Baden-Württemberg, der Dengler des Sensenblattes (glattklopfen des S.), siehe auch Dingler, Tengel, Tengelmann, Pocher

Deparade, 220x, eine Familie 1644 aus Italien (Neapel) nach Halle (Saale) verzogen und dort geheiratet. Italien damals spanisch sprechend. de = von (Adel), Parade = Anhalten.

Also Herr v. Anhalt aus Italien zog nach „Sachsen-Anhalt“ in Deutschland..

Depardieu, „im Namen Gottes“

Depil, 18 x, Böhmen, Sachsen, Thür., Bayern, Österreich. Wahrscheinlich ein dtsch. Wort, später tschechisiert. Möglicher Weise aus dem ahd. Dietbald. diot/diet = Volk + bald/Baldur = kühn

Depta = jemand der nicht recht vorwärts kommt, der viel trödelt. Trifft hier auch die Kosebezeichnung "der Depp" zu?

Derbala, Derball, Derballa, Dyrballa. Aus dem Poln. für schnell gehen, trippeln.

Derrick, niederdtsch von Dietrich, ahd. diot + richi = Volk + reich.

Dersein // Dersin, 14 x, Schwerp. nördl. v. Berlin, Ortsname. 1: Ludwigsburg bei Greifswald hieß früher Dersin oder 2. eine Wüstung bei Premnitz: Dersen. Es handelt sich um einen slaw. Personennamen für den Ort.

Desombre, 13 x, vom Ortsnamen Sombre bei Calais. Nach Dtschl. aus wirtsch. Gründen eingewandert. Keine Hugenotten.

Deubach, Ortsname nahe Eisenach. Bedeutung unklar. Eventuell Deu'(bels)bach

Dewitt, 40 x, ursprünglich De Witt (Schwerpunkte:Belgien, Niederlande). Hochdeutsch: Der Weiße. für hellblonde Haare oder auffallend weiße Haut (Albino?). siehe K. Witt, Schneewittchen – schneeweiße Haut.

Dewitz. 550 x. Ortsnamen bei Seehausen (Altm.), bei Neubrandenburg, bei Taucha (Leipzig)... Bedeutung: „Dewa“ slaw. bezeichnet Mädchen /Jungfrau (Djewotschka). Wahrscheinlich ursprünglich in Verbindung mit einem Vornamen gebraucht.

Diesel, Ableitung von Matthias, hebr. Mattjan = Gabe Gottes

Dicke. 840 x. (Schwerpunkt: Fast nur in Nordrhein-Westphalen (Siegerland) abzuleiten von Dickicht= dichtes Gebüsch = Wald. NT wohnte dort (hat nichts zu tun mit der Körpermasse).

Diebel, 600 x, Schwerp. Hessen. Ein germ. Name Teuto + bald, Diet + bald = Volk + kühn

Diedenhöfer, für den, der aus jenem Ort kommt (Lothringen). Als Abschleifung / Verschreibung Auftreten auch als Dillhöfer.

Dierberg // Deerberg. Schwerp. Minden/Westfalen. Ein niederdt. Dialektwort. "Tierberg", ein Örtlichkeitsname.

Dietrich. Althochdeutscher Ruf-Name: Diederich, diot = Volk/Menschen + richi = reich, "das reiche Volk".

Dietz // Diez // Tietz // Tiez, Kuf von Dietrich oder Dieter.

Dingler, Schwerp. Baden-Württemberg, der Dengler des Sensenblattes (glattklopfen des S.), siehe auch Dengler, Tengel, Tengelmann, Pocher.

Dinse, von Dionysios, dem Weingott.

Dirrwald, 19 x, Dürrwald 49 x, Schwerp. Brand. + Sachsen-Anh., Der Name hat nichts mit Trockenheit oder Wald (Holz) zu tun, sondern stammt von dem germ. Namen Dio-wald. Dio (lieb, teuer, wertvoll. -wald (walten, verwalten).

Dishur, 11 x // Dijur // Dizaur

Slaw.: Bezeichnung für Juden in Russland oder Dizaur: Französ. Ordonnanz

Dissars, 17 x, Diessars , 1 x, Dißars. Ursprüngl. nd.: Discher, dann poln zu Dysarz (Pol. 350 x), dann zurück ins Deutsche nach Dissarz. Bedeutung: der Tischler.

Dissmeyer // Dißmeier. Schwerp. Ostwestfalen, Raum Detmold. Diss = Kurzform von Matthias// Mattheus "Geschenk Gottes". Meyer von major = Verwalter, Amtsperson, Bürgermeister.

Distelkamp. Schwerp. Westfalen. Er wohnte an einer Fläche (evtl. Brache), auf dem Disteln wuchsen.

Dittbrenner, 100 x, vom ahd. Ditt + berner = Volk + Bär (siehe auch Dietbern, Dietbert, Diethart, ...

Dittmar // Dittmer.

Dittwald(t) // Vom german. Namen Dietwald. diot = Volk + walt = Gewalt, Herrschaft ausüben, verwalten.

Dix, Verkürzung von Bene-dix, Benedictus

Dooo

Dobberstein (ohne rechten Sinn "eingedeutscht" von einem Pommerschen Ortsnamen (Polen).

Dobrakowski // auch (aber unrichtig) Dobrikowski // Dobbrikow

tschech.. und poln. Ortsname Dobrakow Bedeutung: Gut

Dobbrunz.


Döcke, 100 x, Schwerp. Oberlausitz, sorbisch slaw. Kuf: Teka, Tecko von Mattäus, hebr. "Geschenk Gottes".

Döllefeld 20 x, ein Örtlichkeitsname: Doll/ Dal (niederdtsch.) Tal Döll = Graben, eventuell Wohnort am Feld mit (Entwässerungs-)Gräben.

Dölz // Dölzig

300 x. Schwerpunkt Vogtland. Ortsname Dölzig bei Altenburg. Bedeutung: Ein Ort im Tal

Döring. Der Thüringer

Dörre // Dürre. 6.150 x. Wohnstätte: trockenes nährstoffarmes Land, 2. ein hagerer/dünner /magerer Mensch, 3. im übertr. Sinne: ein trockener Typ.

Dötzel, zu Namen wie Dieter, Dietmar, Dietrich. ahd. diot = das Volk. -el ist Verkosung. Der kleine Dieter, der kleine Volker(?)

Dohmke // Domke

Deutsche Erklärung: Dohm, von Thomas

Slawische Erklärung: Dom = Haus, der Hausbauer, der Bauarbeiter -ke = Verkosung von Domislaw o.ä.

Doil // Däul // Deul // Deyl // Thiel / Diehl

Germanisch. Bedeutung: das Volk, siehe auch Teudilo, Dieter - , Diethart usw.

Dohrenkam // Dorenkamp // Dornkamp, 1. Feld vor dem Tor (der Stadt), 2. Dorn für Dornenhecke um ein Grundstück.

Doktor. Schwerp. Schlesien. Bezeichnung/Name ausschließlich für den Arzt – nicht für andere Promovierte.

Dolata. Polen 5.250 x. von Dolatatsch = fliegen. Für einen flotten, lebendig, rasch handelnden Menschen.

Dollase, 150 x, Schwerp.: Pomm. slaw./poln.: Do laas = zum Wald hin, hier: am Walde wohnend.

Dollbrägen. Jemand mit einem Kopf voller Tollheiten?

Dollfuß, = Klumpfuß, als anatomische Abnormität

Dolz. 90 x. Schwerp. Lausitz, sorb./ wend. Dolga = das Tal, "Ich wohne im Tal", "ich bin der Talmann". Verkleinerung: Dolina = Löcher im Karstgebirge.

Domingo, spanisch: Sonntag, Tag des Herrn, möglicher Weise am Sonntag geboren

Domning = ursprünglich Dominik, Dominikus // Dominicus

22 x , Dominus = Herr, Gott, siehe Dominikaner = Gott dienend oder dem Herrn zugehörig.

Die Begriffe Herr und Haus gehören ethymologisch zusammen.

Donath. lat. Donatus, "Der von Gott Gegebene", griech.: Theodor, hebrä.: Matthias

Donner. Wenn der anfängt sich zu ärgern, dann gibt es Blitz und Donner. Kein stiller Mensch.

Doss / Dosse, 400 x, Schwerp. Nördl. von Berlin. Flussname. NT wohnte an der Dosse. Bedeutung wegen des hohen Alters (vielleicht 2.000 Jahre) der Bezeichnung unklar.

Dostmann, auch Tostmann (Raum Hildesheim), Tost/Dost = Zopf, Quast trug der NT.

Drabeck // Drabek (slowakisch)

Bedeutung: Soldat zu Fuß, Infanterist, aber auch Beamter, Aufseher, Gerichtsdiener, doch ebenso: Landstreicher

Draeger // Draegermüller. Bedeutung ist mir nicht klar: der träge oder der trockene Mensch.

Drahtschmidt / Drathschmidt, Berufsbezeichnung für einen Drahtzieher, Drahtschmied, Hersteller von Drahtstiften, Nagelhersteller. Vergleiche: Tonagel, (zum Nagel) niederdtsch. Meck-Pomm. und Schleswig-Holstein. Später verhochdeutscht: nur „Nagel“.

Drake, englisch : Drache, eventuell für den Ausdruck einer häufigen Gemütshaltung.

Dralle. 1. Der NT war kein sehr schlanker Typ? 2. Er "rotierte", war stets in Bewegung? 3. ?

Drange, 70 x, Schwerp. Brandenburg, Bedeutung: Enge Bedrängnis. Möglich: 1. Vorfahre wohnte an einer Enge, Hohlweg, „Tor“ oder 2. Vorfahre lebte in arger /ständiger Bedrängnis

Draßdo // Drahsdo // Draszdo... Ort bei Herzberg (Elster). slaw. Drost = die Drossel.

Dreesen // Dresen, schwerp. Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Ableitung von Andreas, das -s = Sohn des Andreas. Bedeutung: Der Mannhafte. (Der Name des Regisseurs Andreas Dresen ist also „doppeltgemoppelt“), wie es auch ein Johann Janecke wäre.

Drechsler, Drexler, niederdtsch.: Dressler, Dressel, ein Holzbearbeiter an der Drehbank.

Dreikant. Ein kantiger, harter Typ?

Drews, norddtsche Kuf. zu Andreas, engl. Andrew. Bedeutung: mannhaft, tapfer.

Drinkgern ... für jemanden, der gerne den Krug, die Schankwirtschaft aufsucht.

Drogisch // Trogisch. 170 x, -isch ist Verkosung, aus dem Slawischen: Freund, teuer, kostbar, lieb.

Drohla, 40x gesprochen ursprünglich Drochla. Schwerpunkt Lausitz. slaw (sorb.). Bedetung: Lieb, teuer, wertvoll, kostbar.

Drostdow

Das ist der Ort, an dem die Drosseln wohnen. Drost ist die Drossel.

Drozdek, 24 x, sorbisch /poln. Drost = die Drossel, -ek Verkosung: die kleine niedliche ... Kennzeichnet die zierliche Körpergestalt, den Gesang oder NT war Vogelfänger

Drüen, 113 x // Drüden // Drüten // Druten (ein Ortsname). Bedeutung: Im Tal liegend.

Drüsedau

HerkunftsN. Drüsedau ist ein Ortsname (seit 1170 belegt) in der Altmark, Kreis Stendal. Dorther kommt der Name für jenen, der aus Drüsedau kam. Es gibt noch den Flurnamen Drüsedow (slaw.) bei Havelberg. Bedeutung ?

Drude, eine der seltenen matronymischen Ableitungen, von Gertrud

Drudowski/y 4x, wahrscheinlich eine Verschreibung beim Eindeutschen des poln.

Drzudowski = Amsel, Drossel. Vermutlich ein melodisch singender NT.

Drune, eine der seltenen matronymischen Ableitungen, von Heidrun

Dschietzig, Sorbisch: Kleines Kind.

Dube, nd. die Taube, auch Duwe, Deube ... für einen Taubenzüchter oder eine sanfte Person

Ducklaus, 10 x, litauisch Ducklus "weit an Kleidern" NT trug weit geschnittene Gewänder, vergl. Talar, Poncho,

Dümling // Dümler // Duhm (nicht von "dumm") sondern von Daum, Daumann, Daume - von Däumling, d.h. von kleiner Gestalt – eben nur so groß wie ein Daumen (im Märchen).

Düppel // Duppel. Poln. Düpla. Höhle in einem Baum, oft von Waldbienen bewohnt ... für einen Honigernter.

Düring, ing = Nachkomme des ... Türenherstellers? Ein Sohn des Tischler?

Dürrenmatt. aleman. Matte = Wiese, eine trockene, nährstoffarme Wiese.

Düvel, 458 x, Düwel, 595 x, der Teufel, Satan, der Scheitan, der Unaussprechliche, der Gottseibeiuns.

Düwel, 595 x, // Düvel, 485 x, der Teufel, Satan, der Scheitan, der Unaussprechliche, der Gottseibeiuns.

Duif, (Niederlande, Belgien) = die Taube, für einen Taubenzüchter oder einen zarten, friedlichen Menschen. Duif wird gesprochen: Duuf, Doef, Duif. Siehe auch Dube



Dullin // Thullin //Tullin. poln.: Klumpen aus erkaltetem Eisen. BN für einen Kaltschmied oder im übertragenen Sinne für den Mann mit dem kalten Herzen.

Dumerian / Dummerjahn = der dumme Jan / Johann /Johannes. Vergl. auch: Kusian. Schwerp. Altmark. von Kus + Jan abzuleiten. Kus nd. = keusch, zurückhaltend, Jan = Kuf von Johannes. Kusian = der zurückhaltende Johannes // Hans. Vergleiche auch: guter Jan => Guderjan => Guderian oder Bösejan, Grobian, Grotian, usw.

Dunebacke, für jemanden, der dicke Wangen hat, dickgesichtig ist.

Dunemann, dun = geschwollen, für einen dicken Mann (nicht etwa von duhn = alkoholisiert)

Dunger, 800 x (hat nichts mit Dünger, im Sinne von Stallmist zu tun). Ortsname Dungersgrün im Vogtland (Dungers-Rodung). Dunger – schon bei den Germanen – ist ein unterirdischer Raum Vorratskammer mit Erdkühle

Dunkewitsch //Dunkowitsch siehe auch Dunja. Name in Kroatien und Serbien beheimatet. Bedeutung: Aromatische Frucht: Quitte aber auch Kürbis. NT war vermutlich ein Obst- und Gemüsehändler.

Duden, eine Lallform, z. B. Von Rudolph und anderen Namen.

Düde, 50 x, Zentrum: Ludwigslust. Koseform/Kurzform von Ludolph. Germ. Name: Luit – wolf = Leute und Volk.

Dümpel, Dümpelmann, Wohnstättenname für Jenen, der am Weiher, am Tümpel wohnt.

Dürer, von „Tür“ , einer bemerkenswerten Haustür, Wohnstättenname oder Türhersteller, ein Tischler.

Dürrenmatt, dürre, d.h. trockene, wenig fruchtbare Matte = Bergwiese, Wohnstättenname

Düwel. , nd., Deuwel, Teufel. Der NT war ein wahrer D.

Dui // Duy //Duyu // Duyan

Schwerp. Sachsen, Bayern, Rheinl.-Pfalz. Aus dem niedersorbischen: „Der Bläser“

Dullin // Dullina

130 x in Dtschl., 45 x in Polen. Dulline = Tuff-/Karstgebiet im Gebirge. Dullina bedeutet Tal. Der im Tal wohnt.

Duschka zu russ. Seele, hier verkost zu Seelchen, edler Charakter.

Dusik (mährisch) der Würger

Dutschke, 350 x, sorbisch, wendisch, „der Deutsche“

Dvorak, (mährisch) der Hofbauer, Hofmann, Hoffmann

Dyck, niederl.: dijk, Damm, Deich. Dort wohnte der NT.

Dzewas, 40 x, Dziewas, 12 x, „Dz-“ ist ein typisch polnischer Anlaut. Auch Ostpreußen.Spottbezeichnung für einen zart aussehenden/empfindenen Mann.

Dzielak, 25 x bei 35 Mio. dt. Telefonbuch-Einträgen, in Polen 700 x, Bedeutung: tun, machen, wahrscheinlich für einen sehr tätigen Menschen (vergl. Unrast).

-

EEE – Eaaa

Eberstein. Wohnstättenname. Ein markanter Fels, an dem Schweine sich schubberten...oder auch Salz leckten?

Ebert, verkürzt aus Eberhardt, ahd. Ebur + harti; Eber + kühn/stark/hart

Eberwein, 2.000 x, (hat nichts mit alkoholischen Getränken zu tun) , ahd. Eber + win =

stark wie ein Eber + Freund.

Eckhardt, Hochdtsch die Ecke > Eckhardt, 1. niederdtsch.: de Egge (Landwirtsch. viele eckige/scharfe Zinken). 2. vom ahd. Eck-hardt: ekka = Schwert, Waffe, und -hart = kernig, fest.

Eckstein. Markanter Stein an der Straßenecke oder Gebäudeecke (Radabweiser)?

Egelkraut (hat nichts mit "Ekelkraut" oder Blutegeln zu tun.) Die Pflanze ist auch als Pfennigkraut oder Münzkraut bekannt. Blutstillend, Hustenlindernd, beruhigend bei Darmkatarrhen /Durchfällen. NT war vermutlich ein Kräutersammler/-verarbeiter.

Efan, 1x Saarland, Ephan, 100 x, Quelle: alttest. Genesis: Adam und Eva. Eine matronymische Bildung (selten). Bedeutung: Sohn der Eva (nach der Bibel: auf Kain und Abel zutreffend).

Eggebrecht. vom germ. Namen Egbert. Egge + bert, Kante, scharfes Eisen + berühmt. "Der wegen seiner Schärfe Berühmte".

Eggert, 5000 x, Schwerp. Norddeutschland, Hochdtsch die Ecke > Eckhardt, niederdtsch.: de Egge (Landwirtsch. viele eckige/scharfe Zinken). vom germ. Eck + bert oder Eck-hardt: Ecke = Schwert, Waffe, -hart = kernig, fest.

Ehling.

Ehm. 1. mittelhochdeutsch “aeheim“, mit der Bedeutung: Oheim, mittelniederdeutsch: Ohm, Oehme, Oehmichen = Onkel, Vater-/ Mutter-Bruder Oder:

2. althochdeutsche Kurzform zum Ruf-Namen Erich (bedeutet: Ehre)


Ehrenstein. Ein Fels, dem die Bedeutung eines Denkmals zuerkannt wurde? Wohnstättenname

Ehrenbreitenstein.

Ehring

Eich. Stark und mächtig wie eine Eiche?

Eichberg. Er hatte seine Hütte an dem mit Eichen bestandenen Berg.

Eichelbaum. Das Haus stand an einer mächtigen Eiche.

Eichholtz // Eichholz. Wohnstättenname. Seine Behausung (norddt.: sin Hüsung) stand am Eichenwalde.

Eidt, 180 x, Zusammenziehung Athe - Aithe von Agathe, „die Gute“.

Eim, norddtsch. Verkosung von Ei-mar, Agi + mar = Schwert + berühmt.

Einbrodt.

Einführ, 14 x, Einführer 3 x, Berufsname in der Holzkohleherstellung für den Gehilfen des Köhlers, der die Holzscheite in den Meiler einführt, einschiebt. (Eigentlich wird das Holz f. d. Holzkohle aufgeschichtet und lediglich beim Hilfsprozess zur Unterhaltung des Feuers, Brennholz nachgelegt).

Einspänner, Besitzer eines Fuhrwerks mit (nur) einem Pferd = Halbspänner, ein "geringer" Fuhrmann. Ableitung Einspanier, 60 x, mit weiteren falsch verstandenen Umdeutungen: Einspender 6 x, Einspinner 3 x.

Eis( )brenner 140 x, Eisenbrenner 4 x , Eisbrenner ist offenbar eine Abschleifung vom ursprünglichen Eisenbrenner als Berufsname Eisenarbeiter wie Schmelzer oder Schmied.

Eisen // Eisenmann, 4.000 x, verbreitet im süddtsch. Raum, hochdtsch. = Eisen, niederdtsch. = Isen. NT war wahrscheinlich ein Eisenerz-Sammler (Raseneisenstein) oder ein Eisenhändler.

Eisenhauer, für einen Bergmann in der Erzgewinnung.

Eisenhut. Schwerp. Thür., Franken, Bayern Württ. Bedeutung: Hersteller eines Hutes aus Metall, also Blech (oder auch Drahtgeflecht), Schutz-Helm, siehe Stahlhut.

Eisenkolb(e).

Eiserbeck.

Elend, 140 x, Ortsname im Harz für kleine verlassene Gegend, „Jwd“,(janz weit draußen) – das uns noch unbekannte/unerschlossene Land

Elendt, 140 x, Namen Schwerp. Brandenburg, mittelhochdtsch für Jemanden, der als Fremder in einen Ort kam (nicht heimisch, Heimweh – es geht ihm elend)

Elfenbein, 30 x, auch Helfenbein 190 x. (Kein Elefantenjäger). Ein Elfenbeinhändler oder -schnitzer

Elfenhardt. Die Elfe = der Waldgeist, hart = kräftig, stark

Ellmer. Wohnstätten-Name zum mittelhochdeutschen „elme“ = Ulme = Rüster. Dort an den Elmen wohnte er.

Elolf, 7 x unter 35 Mio. ursprüngl. germ. Agiwulf, Agi = Ecke, Kante + wulf = wolf --> Egenolf --> Egelolf, --> (verkürzt zu) Elolf.

Elsholz // Eltholtz. Der Elsen- oder Erlenwald. Wohnstättenname.

Emmermacher.

Ende. NT wohnte am Ende der Siedlung / des Dorfes. Vergl. Amendt

Endlich, für einen Menschen, auf den man oft warten muss. Siehe Späth.

Eng: Süddtsch., vergl. Has, Hos Enge: norddtsch., vergl. Hase, Hose – Bedeutung: ein Örtlichkeitsname. Der NT wohnte an einer Enge, z.B. an einem Hohlweg.

Engel // Engelmann // Engels, 18.000 x. Kurzform von Engelbert, -fried, -mar usw. zwei Deutungen: 1. Herkunft altgermanisch: Spitze bei Kampfwerkzeugen (Angel), 2. Hausname: Er kam aus dem Haus „Zum Engel“. (sehr umstritten, kaum denkbar, da es den Namen bereits vor der Christianisierung gab: Eigenschaft – ist wie ein Engel, engelsgleich. Nein, nein). Eher war es doch die Frau, die sich den Mann "angelt". Engels = Sohn des E.

Engelbrecht, Engelbert, Engelbrecher (haben nichts mit dem bibl. Engel zu tun, waren schon vor der Christianisierung Germaniens hier. 1. Ein Vertrter der Angeln (Angelsachsen // Engländer). 2. Waffe mit Haken (Ango). Bedeutung: im Kampf – berühmt.

Engelhardt. Schwerp. Thür./ Franken. (Hat nichts mit dem Engel (überirdisches Flügelwesen, Gottesbote zu tun, weil bereits ein altgerm. Name, als es hier noch kein Judentum gab, geschweige denn das Christentum.) Engel wird eher abgeleitet von Angel einem Haken = als Waffe genutzt (siehe als Wurfhaken (an der Leine, Enterhaken aber auch Stangenhaken an der Hellebarde). Engel + hard = Waffe + kernig, kräftig, stark.

Engelke von Engel (auch weibl. Vorname), wie Engelbert, Engelbrecht, -ke ist Verkosung.

Engelkind zu Engelke.

Engelleder. Eine Hülle zum Aufbewahres der Angel-Utensilien?

Englich // Engling 140 x (nicht Englisch, sondern von Engling), Sohn/Nachkomme von Engel (kein christlicher Engel, sondern vom germ. "Angel" = Spitze, Eisenhaken (Waffe). Schwerp. Niedersachsen, Sachsen-Anh., Lausitz.

Enssle(n) // Enßle(n), 130 x in Schwaben. -le ist Verkosung. Germanischer Name Ans + helm von Asen (nordischer Gott) + Schutz, siehe auch Anselm, ein christlicher Heiliger.

Epper(s) -s = Nachkomme, Epper ist verschliffen., ursprüngl. wahrscheinlich Egber(t). germ. Eg(ge) = scharf + bert = bekannt, berühmt (z.B. wegen seines Schwertes Schärfe).

Eplinius. latinisiert. Abgeleitet von Adalbert. ahd: edel, stark, berühmt.

Eooo

Erkenbrecher. 100 x, german. Name: Erkan = ehrlich + brecht mächtig.

Erpel, Der Chef der Entenschar. Hatte NT einen "Harem"? Evtl. nach der Art der Laufbewegung?

Eschenberg = Erlenberg. Eschenburg. Wohnstättenname. Diese Bäume stehen allerdings lieber in Au-wiesen (feuchteliebend) als am / auf dem Berg).

Escherich. germ? Der Baum Esche + reich.

Eschert. 1. Möglicherweise auf die Baumart „Esche“ bezogen aber 2. auch zum mittelhochdeutschen Wort „escher“ (ausgelaugte Asche) als Berufs-Namen für einen Seifensieder oder Tierhautgerber passend.

Eschholtz // Eschholz, 170 x, Schwerp. Potsdam-Mittelmark. Vom Baum Esche. Der NT wohnte an einem Eschenwald = Erlenwald.

Espenhahn, 91 x, vermutlich eine Verlesung/Verschreibung von Espenhain/Espenhayn. Der Ort der Espen = Zitterpappel. Ortsname bei Leipzig, bei Borna: Siedlung am Hain der Espen.

Espenloe(r), Schwerpunktgebiet: Westfalen, von Espen + loe = Espen + Wald, -r = der aus dem Espenwald

Etourneau (franz.) // Etourno 3 x (nach Gehör eingedeutscht). Bedeutung: 1. Ein "Springinsfeld" = ein Leichtfuß, 2. Der Vogel Star.

Ewert, Zusammenziehung von Eberhart.

Ewest, 66 x, Schwerp. östl. von Berlin, wahrscheinlich aus einer Familie. Vermutlich von Anwist // Ewist (althochdtsch.) mit der Bedeutung Schafstall oder Schlafstall für einen Schäfer, Hirten, Tierbewacher. (Prof. Udolph) oder Verlesung/Verschreibung des Namens Ewert, von Eberhart.

Eylert.

FFF Faaa

Faber. griech.: der Schmied, Schmidt.

Fabig // Fabisch. Ableitungen von Fabian, lat. fabis =edeliunke, schlesisch. Polnische Entsprechung: Fabianek, Fabianka. Ursprünglich von Faba = die Bohne, siehe Fabian, Name für einen Bohnengärtner.

Fabricius.

Fätkenheuer, Pfettenhauer, in verschiedenen Schreibvarianten. Herleitung von Pfettenhauer, dem Zimmermann, der bestimmte Dachbalken (Pfetten) für ein Haus behaut/herstellt.

Fahrenkohl // Vahrenkohl // Vernekohl, niederdtsch für Fenchel, Fennicul, Fenniculum. NT war offenbar Fenchelbearbeiter/-händler.

Faix (Sohn des Veits), Veit (ein Heiliger) = lat. Vitus--> der Lebendige, Veitstanz (Krankheit)

Falkenberg, 1. Ortsname: Der aus Falkenberg oder 2. Örtlichkeitsname/Flurname: Wohnplatz an einem Hügel mit Falkenhorst.

Fandrey, 200 x, Fandray, Vandray slaw. Schwerp. Vorpommern. Herzuleiten von Andreas (griech. der Mannhafte) mit slaw. Änderung des Anlautes.

Fangehr // Fangohr // Vangelow // Wangerow. Vom slaw. Vangelow = Aal. Eine Stelle, an der man Aale fängt.

Fanghähnel // Fankhänel. Ein Vogelfänger, Fallensteller?

Fanselau // Fanselow // Vanselau // Vanselow

700 x. Abgeleitet vom Ortsnamen Vanselow bei Demmin. Bedeutung: Slawisch: Mann mit langem Bart

Farys, 80 x, in Polen 400 x, Schwerpunkt: Oberschlesien. Gehört zum dtsch. Wort „Pfarrei“, der Örtlichkeit. NT wohnte an der Kirche oder war ein Bediensteter der Kirche.

Fassbinder // Faßbinder = Böttcher // Böttiger // Scheffler, Hersteller von Fässern, und speziell: Hersteller der Fassbänder, der Metallreifen für die Fässer.

Fassnacht // Faßnacht, = Vastnaht. Vermutl. geboren am Vorabend der Fastenzeit.

Vergleiche: Vaschank = FSSnk, Fasching.

Federmann

viele Möglichkeiten der Deutung: Vogelhändler, Federhändler, Betten (Füllungs)-hersteller, die Gangart betreffend.

Fehrmann. 1. Der Fährmann (über Wasser), 2. der Fuhrmann

Feier (hat nichts mit Fest zu tun). NT war für das Feuer verantwortlich (entrundetes "eu"). Er besorgte Hilfsdienste, war Holzknecht.

Feierabend, 930 x, NT war auf einen zeitigen Feierabend bedacht.

Feuerabend. Kein abendlicher Brand = Schadensfeuer, sondern mundartliche Rundung zu Feierabend?

Feierke 9 x, (es ist nicht der kleine Feierer, sondern eine Verschreibung des Pomm./poln. Fajerk. Pommeraner/Schlesier sprechen kein gerundetes "eu" , sondern das entrundene "ei". Die Bezeichnung kommt vom Feuer. NT war entweder Feuerwehrmann (als Beruf aber zu jung), hatte rote Haare oder war ein feuriger Typ.

Feiner, 60 x, Feinermann 16 x, Schwerp. Bayern, Bad.-Württ. mhd: finer. Bedeutung: Jener, der etwas fein macht ... polieren, vergolden, verschönern (Schmuck, Blattgold,...). Siehe auch: Finish, für eine polierte Oberfläche als abschließender Arbeitsgang.

Felgentrew // Felgentreff,

Felgentreu, 210 x, Der Name hat nichts mit Wagen oder Rädern zu tun! Ein Örtlichkeitsname, aus dem Slawischen eingedeutscht. Bedeutung „Feuchter Wald“. Dort eben wohnte er. Gibt es auch als Ortsnamen (Kreis Teltow-Fläming).

Felisch 18 x, Fellisch, 20 x, Schwerpunkt: slawisch/sorbisch. Nach Prof. Udolph und Prof. Wenzel herzuleiten von Belik, Beliki, Bedeutung: groß im Sinne von hervorragend, von großer Bedeutung (Friedrich II. „Der Große“). Name: Bellimir (-sch ist Koseform).

Femerling, 70 x, norddtsch. Bedeutung: Er kommt von der Insel Fehmarn. Er ist ein F.

Fengler // Wengler. 745 x, // urspr. Schlesien. BN für den Köhler. Poln. Wengiel = Kohle

Fentsahm, 17 x, offenbar aus dem Slaw. überkommen, wahrscheinlich der Name eines Ortes, den es heute nicht mehr gibt (Wüstung). Bedeutung unklar. Vergl. Lensam u. ä.

Ferbitz.

Ferkelschneider. BN ein Kastrator für männliche Schweine.

Fessel. Schwerp. Harz. 1. hochdt. für einen Fasshersteller, Böttcher. 2. Fesseln zum Anbinden von Tieren. 3. Kof von Werner.

Festerling 290 x // Festersen (und in zahlreichen Schreibvarianten). Schwerp. südl. Niedersachsen, Harz. Deutungen: 1. von vest = fest, = unerschütterlich, z. B. im Namen Fest-her = unerschütterlich + Kriegerschar. -ling = Sohn dessen. 2. Ableitung von Silvester (auch Papstname).

Fettback. (hat nichts mit fülliger Wange zu tun). Eher z. B. für einen Schmalzbäcker, den Hersteller von Fettgebäck.

Feuerhelm, direkte Bedeutung: Feuer-Schutz. Hier aber wahrscheinlich eine

Umdeutung von Feuerherr = im Sinne von Oberster Brandwächter.

Feuerherdt. Für einen Hersteller von Herden und evtl. Öfen?

Fichte, weist auf die Konifere hin, Wohnstätte am Fichtenwald oder einer besonders großen, auffälligen am Solitärstandort.

Fick, Ficker, Deutungen: 1. Ableitung von Friedrich, 2. unruhiger, aufgeregter Mensch, 3. vicke, der Beutel, die Tasche. Fickelscheer / -scherer = Der Beutel-Zuschneider.

Fieck // Fick, Deutungen: 1. Ableitung von Friedrich, 2. unruhiger, aufgeregter Mensch, 3. vicke, der Beutel, die Tasche. Fickelscheer / -scherer = Der Beutel-Zuschneider.

Fiedler 30.000 x. Abgeleitet von Fitula (lat.), Benennung für den Musikanten, Mitteldt.: Fiedler, Süddt.: Geiger. Oder der Violinist.

Fiege, 900 x, Schwerp. Eichsfeld. Name mehrdeutig: 1. Kuf und Kof "Fie" von Sophie (griechisch: Die Weise), 2. Die Frucht Feige (hochdtsch.) = Fiege (nd.), 3. ein feiger Mensch

Fieh-n, 200 x, Ableitung von Sophie (göttliche Weisheit), -n ist der Sohn von Fieh.

Fielicke, 22 x, 1. wenn Zuwanderung aus Polen: Wieliki = groß, viel, stark. 2. wenn niederdeutsch: eine Ableitung von Wilhelm.

Fiensch, 6 x // Fientsch // Fintzsch. Ableitungen vom Heiligen Vincenz/Vinzenz/Vinzent = der Siegende, der Sieger.

Fieres, 45 x, Schwerpunkt Hessen. Aber auch Vieres // Vüres. Führ ist der Führer (der Zugtiere) = der Fuhrmann, -es Sohn des Fuhrmanns.

Fieting, von Viet, Vitus „der Lebendige“ ein Heiliger. -ing = Sohn des Viet.

Filehr

abgeleitet von „der Filler“ = der Schinder, der Abdecker, der Tierkadaverbeseitiger.

Findeis, Schwerp. Bayerischer Wald, der Sammler von Erzbrocken. Vergl. auch Kriegseis für den Schmied, der mit Anstrengung das Eisen bearbeitet., Zereis, Schmelzeis.

Findelkind // Findling, "Ersatz"-Name für ein "elternloses" aufgefundenes Kind.

Fingerloos 25 x, dem NT fehlte offenbar ein Finger.

Fink // Finks /Finx Vinx

10x Tel-CD, Vork.: Norddeutschland, abgeleitet vom Vogel Fink. Finks ist der Genitiv: Sohn des Fink. PersE. : Bedeutung: Verschiedene Mutmaßungen – z. B. farbig gekleidet wie ein Buntfink.

Firtslaff, ein Name aus der Zeit der slaw. Besiedlung im heutigen Deutschland. Abgeleitet von Wirtislaw, Wirtislaus (1160), ein slaw. Fürst in Mecklenburg

Fischer: Berufsname für den Fänger, Verarbeiter und Händler von Fischen.

Fischheiter. (kein fröhlicher Fisch) sondern eine mundartl. entrundete Form (wie in Schlesien gesprochen) von Fischhäuter 6 x. Zwei Deutungen 1. NT hat Fische gehäutet, ausgenommen, filetiert oder 2. NT hatte eine auffällig schuppige Hauterkrankung.

Fix, 3.000 x, Vix und weitere Schreibvarianten, Schwerp.: Südwestdeutschland, Ableitung von vitus = Veitstanz = „der Lebendige“, Vitus – ein Heiliger. Hat also ursprünglich nichts mit „schnell“ zu tun oder mit „fest“ (Fixstern).

Flack, 1.000 x, Schwerp.: Meck-Pomm., Lausitz, NRW, mehrere Deutungsmöglichkeiten: 1. niederes flaches Land, 2. Flacher, platter, oberflächlicher Menschtyp, 3. Gegenteil von unflätig: sauber, glänzend.

Fläming // Flämig, 800 x, Schwerp. Vogtland und südl. d. Flämings. Während der Völkerwanderung kamen um 1150 zahlreiche Flamen in jene beiden (deutschen) Landschaften.

Flegel, (kein "ungehobelter Kerl") von mnd. vlegel (nach dem Dreschflegel) für einen Landwirtschaftlichen Knecht, Kleinbauern.

Fleischer, Fleischmann. Norddtsch. zu Schlachter, Schlächter, süddt.: Metzger.

Fleischfresser. Abwertend für einen Nichtvegetarier. Siehe auch Eskimo.

Flemming.

Fließer dt. 10x, österr. 160x (Steiermark) Er wohnte am Fließ, niederdt. am Fleet, am Gewässer, am Bach.

Flöter. Ein Musicus. Siehe auch Pfeiffer.

Floreck // Florek. Kof. von Florian, einem Märtyrer des Christentums und u.a. Schutzheiliger der Feuerwehrleute.

Flurschütz, Schwerp. Franken, Thüringen. Ein Jäger/Heger, der für Ordnung im Revier sorgte, Wilddiebe verfolgte usw. vergl. „der moderne Feldjäger“ (Militär).

Fluschnik (eingedeutscht), poln. Flusznik. Der Mann, der am Fluss wohnt.


Fooo

Föhling // Föhlinger,

Schwerp. Landau, -er = Sohn des ... Ein Föhler oder Feiler ist ein Kleinbäcker, ein Kleinbrötler, ein Eigenbrötler, der nur Backwaren von eigenem Mehl herstellen durfte.

Fohrmann // Formann, niederdt. für den Fuhrmann, Kärrner, Fuhrherrn. Aber auch für den Fährmann?

Fontane, Lafontaine, franz. Springbrunnen, Quelle

Ford, von Furt, seichter Durchgang durch einen Bach, durch einen Fluss, Wohnstättename

Fornfett, auch Fornfeist, von Vornfett = vorne fett = der Dickbäuchige.

Fortier D: 13 x, Frankr.: 1.300 x, Bedeutung: Förster.

Fouquet, 3.892 x, französisch

Fraatz, 225 x, niederdeutsch, Bedeutung: Fresser, Schlemmer, Vielfraß

Fräßdorf // Fresdorf // Frasdorf, ein häufiger Ortsname, Bezug nehmend auf einen slaw. Personennamen.

Frankenstein. Vork.: Schwerpunkte sind Sachsen und Schlesien. OrtsN. nach Orten bei Freiberg und im Glazer Land (Frankenstein dort heute: Zomkowice). Bedeutung von Stein: Fels aber vorrangig: Burg der Franken. (Burg = Stein)

Franziok // Frantziok // Franczok. Schlesien. -ok ist Verkosung von Franz, Franziskus, mit der Bedeutung: "Ich bin Franzose".

Frase 300x, Schwerp. Norddtschl. Bedeutung: Vielfraß, Nimmersatt, Schlemmer

Frauböse umgedeutet von Froboes(e), auch Frühbuss, 10 x, mhd./ nd. Vro = früh, bos = schlecht, böse im Sinne von: ein (bereits zeitig) früh verdorbener Mensch.

Freidank, 180 x, auch Freydank, Schwerp. Großraum Berlin und westl. Name für einen Freidenker, Freigeist, der eine eigene Meinung bildet und vertritt.

Freimark // Freymark. 120 x, vom Ortsnamen Frymark bei Bromberg in Polen. Bezieht sich auf den Freimarkt mit Privilegien

Freisler, der Grausame, Wüterich, Übeltäter.

Freistedt, Schwerp. Magdeburg und Umgebung. Ein Ortsname. 1. Jemand, der vom Ort Freistedt in die neue Heimat zog, wurde so genannt – der aus Freistedt oder 2. Bewohner einer heutigen Wüstung, die früher Freistedt hieß.

Freter. nd. für jemanden, der gerne und reichlich isst. Der Fresser, der Fresssack.

Freude, 315 x. Ein frohsinniger Mensch.

Freudenberg // Freudenhügel. Ein Ort, der Freude bereitet.

Freytag, vom Wochentag abgeleitet (Bei Robinsohn Crusoe an einem Freitag aufgefunden).

Friedemann, Ein Mann des Friedens, des Schlichtens (s. Richter, Friedensrichter), des Vermittelns. Das hört man gerne.

Friemann = Freimann. Der freie Mann. Kein Leibeigener, kein abhängiger Dienstknecht. Aus dem Mittelhochdeutschen zu Friedens-Mann, d. h. Streitschlichter, Richter aber auch eventuell zum Namen Friedrich gehörend.

Friesenbichler 9 x, in Österreich 400 x, Schwerp.: Ost-Steiermark. Fries: slowen. = Birke. Bichel, Bühl = deutsch Hügel. NT wohnte an einem Birkenhügel, der Birkenhügler.

Frisch, mhd. vrisch = jung, munter

Frischhut, NT arbeitete in einer Frischhütte, in der Erzverarbeitung, Einblasen von Luft, um Roheisen schmiedbar zu machen

Fritsch(e) (in mehreren Schreibvarianten, s. auch Fritz), niederdtsch.: Fritze. Der kleine Friedrich.

Fritz. Kf vom RN Friedrich, althochdeutsch mit der Bedeutung: Friede / Schutz + mächtiger Herrscher

Froboes(e), mhd. Vro = früh, bos = schlecht, böse im Sinne von: ein (bereits) früh verdorbener Mensch.

Fröhlich. Ein frohgesinnter Mensch.

Frohlock. "Jauchzet frohlocket", ein dankbar-freudiger Typ.

Frohloff , 120 x // Froloff, vom germ. frot = verständig, weise + wolf = Wolf. Frodolf gern umgestellt zu Frodloff. Siehe Rudolf –> Rudloff

Fromm, Frommhold, Frömrich, 11 x, Frömmrich, Frömmrich 80 x.

auch "Frommholz" = Frommholds (dessen Sohn)

Fromm = tüchtig, nützlich, „es frommt ihm“. Germanisch: Frum-rich = tüchtig und reich, Frum-walt = tapfer, tüchtig, wacker + Gewalt, Macht ausüben

Froreck, 5 x, Schwerpunkt Raum Stendal. Ableitung vom germ. Vornamen: Frod-rief. Frod (verständig, weise), rief =Reif.

Frost. Ernst, kalt, hart, abweisend im Wesen.

Frühauf. Jemand, der aus Berufsgründen oder eher noch "aus freien Stücken", aus freier Wahl und Entscheidung zeitig "auf den Beinen" ist.

Frühbroth. "Guten Morgen. Zu dieser Zeit schmeckt's besonders gut."

Fruntke, zwei Deutungen: 1. ndtsch. "Freund", 2. Schlesien, hochdtsch. "Frontmann", jemand, der stets vorne steht. Siehe auch Frontzek.

Fuchs // Fox //Fux. Schlau, "verschlagen" wie ein Fuchs.

Fülbier // Füllbier

Vorkommen in Norddeutschland. Füllte er die Gläser hinter der Theke oder sich vor derselben?NT füllte sich (trank) offenbar bedeutende Mengen Bier.

Fünfstück 230 x. Familien im Tel.buch von 35 Millionen Einträgen (x 2,7 Personen/ Familie)

Deutungsversuche: 1.Vorfahr war Präger in einer Münzwerkstatt oder 2. Eine Bezeichnung für die Abgabepflicht an die Herrschaft.

Fütterer. Berufsbezeichnung für einen Futterbereiter, Futterhändler, Tierpfleger.

Funda, 250 x. Schwerp. Schlesien /poln. (Buch "Schlesische Familiennamen"). Bedeutung: 1 das Gratisessen Funda entweder als Einladender oder als ein häufiger Tischgast (Schnorrer). 2. Steinschleuder.

Funk, 20.000 x, süddeutsch. Übername nach den Eigenschaften eines Funken, für einen lebhaften, kleinen, glühenden oder auch unsteten, sprunghaften, leichtsinnigen Menschen. Selten/kaum als BN für einen Schmied.

Funke. norddeutsch.

Furtwaengler, Furtwanger, ahd. Furt = seichter Flussdurchgang, wang = Wiese

Fux = nd. Voss = Fuchs, schlau, verschlagen wie ein F.

GGG – Gaaa

Gabelinka // Gabelunke. 18 x, evtl. aus Böhmen: Gablenz = Jablonecz = Apfelbaum.

Gabelmann. Für einen Hersteller von Eßbestecks oder Mistforken.

Gadewohl // Gadewoldt // Gadewoll (niederdtsch). Ableitung von Gottwald. Bedeutung: Gott möge walten, bestimmen.

Gadow // Gardow

30 x Tel. CD. Schwerpunkt: westlich von Berlin. Das eingefügte „r“ ist sinnlos (man bezeichnet die Einfügung als „hyperkorrekt“. Es handelt sich um einen Ortsnamen (Prignitz). Die Bezeichnung kommt aus dem Slawischen und bedeutet „Schlange“. Ein Mensch, der vom Schlangenort kommt.

Gähle, 35 x, Schwerpunkte: norddtsch. und Raum Hannover. Bedeutung: Gehl = gelb = blonde Haare. Vergl. "Backe, backe Kuchen ... Safran macht den Kuchen gehl".

Gänseräufer. Der NT rupfte, entfederte die Gänse.

Gäser(t), „superkorrekt“, weil aus Jehser(t), auch Gäser(t), (t) dient der Verstärkung des Auslautes, ist aber „unorganisch“, wie bei Obs/t oder Paps/t. Slaw. für See, poln. Jehser, siehe auch Oserow. Wohnstättenname. Der NT lebte am See.

Gagarin, russ. Gaga, die Ente, Tauchente.

Gaidecka. Poln. sprich: Gaidetzka: Der Dudelsackpfeifer.

Gailat, 13 x, (nicht verwechseln mit Geilert) Ostpreußisch/lettisch/litauisch. Gail = Hahn, - lat = Sohn des H.

Gallaun, 30 x, ostpreußisch/baltisch/weißrussisch. Bedeutung, Borte, Tresse, auch: silberne Knöpfe, Uniformschmuck, Posamenten.

Gallei // Galley, 120 x, Schwerp. Südwestdtschl. und Auswanderer nach Rumänien. Bedeutungen: von Gallus (lat.) der Hahn oder von Gallier = der Franzose.

Gallin, 77 x, Grundlage ist der christliche Name Gallus > Galja = ein heiliger Mensch. Siehe auch St. Gallen (Gründer des gleichnamigen Klosters).

Gamlin (hat nichts mit vergammeln zu tun). Ortsname, von Gammelin (bei Schwerin, Hagenow. slawisch. Bedeutung: Hopfen.

Gamper // Gampler // Gemperlein // Gumber // Gumbelmann // Gumpel // Gumper, alle Varianten zu "Springer" (Leichtathletik), siehe auch engl. jumpen = springen

Ganschow, Gantzkow, Gentzkow = Ortsnamen, slaw. für Gans, also im Sinne von Gänseanger, Gänsewiese .

Garmhausen

vom Ortsnamen Garmsenhausen in Ostfriesland // Germershausen im Krs. Göttingen.

Ger – mar – hausen = Speer – berühmt – dort leben

Garnies 30x, // Garnis // Garnys, Schwerp. Ostpreußen, Litauen. Bedeutung Litauisch: Vogel spez. Storch oder Reiher

Gartenbach. Dort wohnte er – wo der Bach durch seinen Garten fließt. Das wünscht sich mancher.

Garz, 400 x, Ortsname vieler Orte. Bedeutung: Kleine Burg.

Gasch // Gaschler, 460 x, 1. Schwerp. Süddeutschl. Bayerische Mundart. NF von

Gassler, Wohnstättenname. Jener, der an der Gasse wohnt oder 2. Ga von Gawel (poln. Vorname, abgeleitet vom latein. Gallus. -sch ist hierbei Kof.

Gastel // Gast

140 x.süddtsch, Baden-Württemb., Bayern. Form von Gast. Verkl.: Gasterl a b e r

im Norddtsch./ mittelniederdtsch von Gassel = Quast/Pinsel, bestreicht den Brotrücken. Das Brot wird gegasselt. mit Wasser bestrichen, damit es nach dem Backen glänzt. Der NT war Bäcker

Gattung

200 x Tel. CD. Schwerpunkt Grenzbereich zwischen Thüringen und Hessen. Es handelt sich nicht um den Ordnungsbegriff aus der Biologie, sondern um eine Umdeutung eines „verschliffenen“, nicht mehr verstandenen Begriffs. Es handelt sich dabei um Gaddum (althochdt.) = Gaddem (mittelhochdt.) = Gadden. Es handelt sich dabei um ein Haus, das aus nur einem Raum besteht.

Für den Namensträger war bestimmend, dass er in einem solch kleinen Haus wohnte.

Gau. nd. holstein./westfäl. gau = rasch, schnell.

Gauck. mhd für Kuckuck., im urprüngl. Sinne für einen Narren oder Toren.

Gayda, urspr. // Gaida, poln. Dudelsack. ...für einen Musiker.

Gebauer. mhd gebüwer/gebur = Bauer, (vergl. Gebrüder = Brüder).

Geelhar // Geelhaar // Gehlhaar, (hat vermutlich nichts mit Pomade zu tun?)

Geest 200 x //Geess 5 x // Geeß // Gest 72 x. Wohnstättenname für sandiges, trockenes Gelände im Gegensatz zur Marsch (feucht und fruchtbar).

Geiger, der Violinenspieler oder im übertragenden Sinne: jemand, der hohe, schrille Töne abgibt, ein „Gieksender“.

Geil // Geiler(t) (nicht verwechseln mit Gailat)

160 x. Sachsen, Vogtland, Deutungen: 1. vom germ. Namen Geilhart, Üppig + hart 2. (üppig, kräftig wachsend, fröhlich, lustig, übermütig), 3. mhd. geiler, giler: Betrüger, Heuchler, Gauner, Bettler, Landstreicher.

Geister, Ableitung von Geest. Hoher sandiger Landrücken in Norddeutschl. im Gegensatz zur feuchten, fruchtbaren Marschlandschaft.

Gellert, Mögliche Bedeutungen: 1. wohl vom mhd. gellen, schreien. 2. ein lustiger, ungebundener, "frei vagabundierender Mann (beispielsweise ein Musikant, ein Gelegenheitsarbeiter), der also nicht unbedingt einer festen, geregelten Arbeit nachging. Einer, der durchs Land streicht.

Gemeinhardt. siehe auch Meinhardt. Er ist hart, stur unbeugsam gegen Jedermann – gegen die Allgemeinheit.

Gems. War der NT ein guter Kletterer ... und dabei so flink wie ein Bergziegenbock?

Gendek//Gondek, 111 x, vom poln. gesprochenen Ga(n)dek = der Musikant.

Genet, franz. Ginster, ein Wohnstättenname.

Gens // Genscher // Henß // Jentsch // Jentzsch, zwei Deutungen: 1. slaw. Form von Johannes oder poln. von gonsior = Ganter (männliche Ganz).

Genschow / Gentschow, 200 x, Verhörung, Verschreibung von Ganschow, Gantzkow,

Gentzkow = Ortsnamen, slaw. für Gans, also im Sinne von Gänseanger, Gänsewiese

Gensing, 80 x, -ing = Sohn des G. norddtsch/slaw. Gensch ist vermutlich Kof von Johannes.

Gerber. Jener, der Tierhäute zu Leder verarbeitet. Lohgerber und andere.

Gerdung, Gerd – ung (Sohn, Nachkomme des G.)

Ger-hard (Speer-kräftig). Sohn des Gerhards, Gerhards Sohn.

Gerhard(t). ahd. speer + kräftig, stark siehe genauso: Gericke /Göricke , -icke als Verkleinerungsform.

Gericke, 5.000 x // Göricke, Schwerp. Brandenb, Sachsen-Anh., Niedersachsen

Ger - althochdeutsch = german. Speer. -icke ist Verkleinerungsform / Kofseform. "Der kleine Speerträger". Bestandteil von von Gerhard, Gernort, ... Variante Göricke (mundartl.) nur 8 x Tel CD.

Gerlach RN “ger-lache“ = Speer + Grenzmarke (od. Tümpel) also vielleicht für einen Grenzwächter (oder Jemanden, der an einem Tümpel lebt)

Gehrmann. zu Gerhart + Mann. Der Mensch, der bei Bedarf, hart (kräftig, gewaltig) den Speer wirft. Siehe auch wie vor ... z. B. als Grenzwächter

Gerntke // Girntke // Gürntke 70 x, aus Schlesien. Ableitung vom germ. Namen Gernot. Ger = Speer, -not = Kampfeslust, - ke = poln. Verkleinerungsform.

Gerol // Jerol, 14 x , Schwerp.: Kreis Dahme-Spree. Sorbisch: Raubvogel. Areol = der Adler. Enthalten auch in Jaroslaw. NT war also Herr Adler.

Gerstenberg 660 x. Schwerpunkte südl. Niedersachsen, Thüringen, Altenburg

Ortsname, Dorf. Das Gerstenfeld auf dem Berg.

Gerstner, für einen Landwirt, der vorwiegend das Getreide "Gerste" anbaute?

Gesche(r) 400 x, Eine seltene (5% der Namen) matronymische Form. Gesche ist eine Koseform von Gertrud. Ger = Speer, Trd = Kraft, Stärke.

Geudtner

Gewiese, 65 x, auch Gewiehs, Gewies, Gewiss. Schwerp. Brandenb. und Schlesien (Glogau).

Deutungen: 1. Gewiese = Wiese, 2. Gewies//Gewiss. Wahrscheinlich wiederholte (echote) der NT mehrfach als Bestätigung eine Aussage. „Ist es so? Gewiss, Gewiss.“

Gieram. Ableitung von Hieronimus. Bedeutung: "Mit heiligem Namen".

Gierek, poln. gieroj = Held, -ek ist Verkleinerung

Gierth.

Giesch, 26 x, Giesche, 200 x, Schwerpunkt um Belzig, Koseform von Namen wie Gieselher, Gisela, Giselmar, Giseltrud, Geisel = Bürge, Unterpfand.

Giese, 1. mittelhochdeutscher Wohnstätten-Name: Giese (gieze) = Bach oder 2. althochdeutsch: Gisal = Geisel

Giffei // Giffey.

Gilgamesch, sumerisch „Ahnenheld“, Bedeutung: noch im Alter junggeblieben.

Gille. 1.000 x. Schwerp. Eichsfeld. Kurzform vom Heiligennamen Egidius "der Ziegenfell-Träger

Gimbatschki und ähnl.

Ortsname. Bedeutung, Tief im Tal liegend, Aue

Gimmel ,140 x, -el = Koseendung (siehe Hänsel, Gretel). Ursprüngl. von Gismut, Gismar, Gismund. Bedeutet Geisel = Sohn, Spross, Zweig einer Familie.. Verschliffen zu Gimmo > Gimmel. (Verschleifen der Sprache – siehe bei Abba „Give me“ zu Gimmi, Gimmi).

Girbig, 130 x, Zentr. bei Görlitz. Ableitung von Ger + wig = Speer + Kampf, Krieg. Der Speerkämpfer. Siehe auch in Hol + ger, Ger + trud

Girle, Gerle 17 x, verniedlicht von Gerlach, Gerlich, alter german. Name Ger = Speer // leik = leuchten

Gisy, 69 x, Gysi, 9 x, süddtsche Kuf von Geisel, ahd. geisla = Rute, Stab, Sprössling, neuer Zweig, Reis. "Es ist ein Reis (Ros) entsprungen, aus einer Wurzel zart".

Glabisch // Glabsch // Glebisch // Globisch

18 x Glabsch, 19 x Glabisch. Es handelt sich um eine Kf. von Nikolaus. Es gibt viele Varianten, so auch Klaus, Klabes, Klawes, Klebisch

Glaeser. mittelhochdeutsch: „Der mit Glas arbeitet“, Glasarbeiter, Glaser, ein Glas-Hersteller oder -Händler?

Glasbrenner. BN für einen Glasschmelzer.

Glasenapp. (Glasschmelzer?, Hersteller von Glasschüsseln?)

Glau = umsichtig. (Kein Konsonantenwechsel: der Klau, das Klauen im Sinne von Stehlen).

Aber auch Ortsname.

Glauber, mhd. 1. klauben, aufsammeln. (Glauber-Salz)

Glauch, 160 x, Schwerpunkt: Sachsen, Ortsnamen: Glauch // Glaucha // Glauchau, aus dem Slawischen. Sinngemäße Bedeutung: Stiller Ort, dichter Wald.

Glawner, 30 x, Schwerpunkt Lausitz, bedeutet „Haupt“, „Kopf“ Bedeutung: entweder anatomische Auffälligkeit oder Geistesgröße oder Chef (Haupt-Mann). Es gibt auch die Form Gloyner/Glayner – eine Verschreibung aus dem Sütterlin, wo sich die Buchstaben w und y sehr ähneln.

Glebe Gliefe, Glief, Glewe, Giewe, Greve. Brandenburg, Ost- und Westpreußen. Greve (slaw.) = Lanze, Speer, Stahlspitze. Bezeichnung für einen lanzenführenden Reiter/Söldner.

Gleinig // Gleiniger

245 x Tel.-CD. OrtsN. in Niederschlesien, Dorf Gleinig = Glinka Bedeutung: Ton oder Lehm. (Klinker).

Glenck.

Gley, 1.500 x, wenn norddtsche Herkunft: sehr feuchter Boden mit Staunässe, Lehm, Ton.

Nordd.: vergleiche auch Kleihauer. Tonarbeiter, der quaderförmige Stücken aus dem Vorkommen schlägt. Wenn süddtsch. dann aber ein Heiligenname.

Gliech, Möglichkeiten: 1. slawisch „Glich“. 2. Niederdtsch.: = eben, gleichmäßige Gesichtszüge.

Glindemann, 350 x, Schwerp. Kreis Dithmarschen und Celle. Glind, Glinde ist niederdtsch. Bedeutung Zaun, Abgrenzung, Einfriedung, Trennwand. Dort hat er gewohnt.

Glinka

Ton oder Lehm (siehe auch hart gebrannte Steine: Klinker). Siehe Glinka

Glinzig, Ort bei Cottbus und slaw. Gewässername. Gehört zu "Ton, Lehm". Siehe Glinka

Glöckl. bayerisch.Kirchendiener, Küster, Kirchner, Messner

Gloninger // Kloninger, Südwestdtschl., abgeleitet von Glan (keltisch = Fluss), 2.500 J. alt.

Glorius // Gloris auch Klär, Klormann, Schwerp. westlich des Harzes, abgeleitet vom Heiligennamen Ilarius. Bedeutung: Der Heitere, Fröhliche

Gluma. 30 x, Polen 125 x, Glum = Scherz, Spott. NT war eventuell ein Satiriker.

Gluth. Hatte der NT etwas mit Feuer zu tun? Blasbalgtreter für die Schmiede? Erzverhüttung? Köhlerei? Oder war er sehr begeisterungsfähig – glühte er für eine Idee, ein Vorhaben?

Gmelin, mhd. von gemechlich = bedachtsam.

Gnadt, 200 x, 1. Gunst des Lehnherrn, Name für einen Günstling, 2. NT hat, ein gnadenvolles Leben geführt (nun friedlich auf dem Altenteil), 3. NT. war begnadet = zeichnete sich durch bestimmte Eigenschaften / Können aus (z.B. Künstler).

Gnendi(n)ger, 15 x, Südhessen. NT kam aus dem Ort Gnendingen.

GGG – Gooo

Goan, 13 x, Schwerpunkt Lausitz, sorbisch: vom Vornamen Goyan. Bedeutung: „Der Heiler“.

Göbel, 30.000 x, von Godobald / -bert, gut + (baldur) kühn, -berühmt.

Goehlke, Göhlke, 14 x, Gölke, 22 x, slaw., poln., Bedeutungen: 1. Glatze des NT, 2. blank, nackt, kahl, evtl. auch im übertragenen Sinne: arm.

Göldel.

Görne, 150 x, Schwerp. Sachsen. Ortsname Görna bei Meißen. Görne = Quelle, Brunnen. Wohnstättenname. Aber: Görne im Havelland = ein leicht erhöhter Ort.

Goethe // Göte, Ableitung von Gott - fried

Göthling. Nachkomme von Gothel, Godil (Kof) von Gottlieb, Gottfried, Godehardt, also in jedem Falle eine Verbindung zu Gott // Gut.

Götschmann, 17 x, // Götsch // Götz Kof./ Nf von Gottfried, Godehard, Godebald – von Gott oder Gut.

Göttlich. vom Vornamen Gott-fried, Gott-hart usw. Gott = Gut + lich, (eher -ling)= Sohn des ...

Güthling = Sohn des Guten. (sächsisch: Mei Gudester)

Götz. (Hat nichts mit unreligiösem Götzendienst zu tun). Eine Kof von "Gottfried".

Gogh, ahd. Gouh, Kuckuck, aber auch im übertrag. Sinne: Dummkopf

Goier 5 x (nicht etwa franz „goajeh“) // Goyer // Goya niederdeutsch,

Verschliffene Ableitung vom germ. Namen Gode-Har = Gott - Heer, in niederdeutsch

Goldammer, 650 x, Schwerp. Sachsen, ein finkenartiger Vogel, NT war vermutlich Sangesfreudig, beschwingt. Vogelhändler war er wohl eher nicht, dazu scheint die Bezeichnung zu speziell.

Goldbach. Ein Gewässer, in dem Gold gefunden wurde? ... aber auch "Katzengold".

Goldhahn // Goldhan, Schwerpunkt: Erzgebirge, Vogtland, von dem Singvogel Goldhahn. Entweder sang der Ahn gern und gut oder er war ein Goldhahnzüchter/-Händler.

Goldmund. ( Nein, Kein Träger von Aurum-Füllungen). Er war ein guter Redner/hielt eine gute Rede, zeichnete sich aus durch Beredsamkeit, gelehrte Worte.

Goldstein. Entweder zur Bezeichnung des Finders des Minerals oder Jüdischer Kunstname.

Gollan, 1.000 x. Schwerp. Ostpreußen. Bedeutungen von Golli: nackt, kahl, bloß, glatzköpfig, arm.

Gollnick. 500 x. Niederlausitz/sorbisch. Der Heideaufseher und ähnliche Tätigkeiten.

Golub, slawisch, russisch: Die Taube. Kosewort Täubchen, siehe auch Turteltauben. NT war ein Taubenzüchter oder-händler.

Goral, 190 x, Polen 1.100 x Schwerp. Brandenburg, aus dem Poln. von Gural = Bergbewohner, Gora = der Berg.

Gural in Polen 8.800 x. Der Mann, der am /auf dem Berg lebt.

Gordeler, eventuell Ableitung von Gürtler(?)

Gorgas, 240 x, Gorgast (Ortsname). Häufungen bei Bernburg und östl. v. Berlin. Ableitung von Georg = der Landmann, der Landwirt, der Bauer.

Gorki, zu russ. Gorkii = bitter, verbittert

Gottschalk = Gottschlag, (gedreht), Vorkommen Ostpreußen, Brandenburg, ahd., Bedeutung: Gottesdiener, Gottes-Knecht. Die Bezeichnung „Schalk“ für einen Witzbold kam erst viel später nach der Zeit der Namensbildungen auf.

Gottschlich = Gottschling, 1.200 x, ursprüngl. aus Schlesien. Eine Weiterbildung von Gottschalk = Gottes Knecht.

Gottow, hat nichts mit „Gott“ zu tun. Ortsname: Siedlung eines Mannes namens Chod/Xot, die jener gegründet hat oder die jener besitzt.

Gottwill. Ein Echoname im Sinne der häufigen Wiederholung im Sinne von "So Gott will".

Grabert // Grawert // Gäwert

400 x. Schwerp. Sachsen-Anhalt. Grab - // Graw- bedeutet „Grau“, die 2. Silber -ert ist abgeleitet von -hart und dient als Verstärkung der Aussage der 1. Silbe. Es handelt sich um Jemanden, der sehr früh/jung wegen ergrauter Haare auffiel.

Grabley 34 x, in vielen Schreibvarianten. Aus dem Polnischen. Entweder von Weißbuche oder von Harke.

Gradhand // Gradthand (hat nichts mit einer anatomisch "ausnahmsweise geraden Hand zu tun, Bedeutungswandel), mhd. damals bedeutete "gerade/grade": gewandt, mit geschickter Hand.

Gräulich // Greulich. Im Laufe der Generationen änderte sich das womöglich. Ich kenne recht liebliche Trägerinnen dieses Namens. Oder hatte der Vorfahre einfach nur graue Haare?

Grafunda // Grafunder // Grawenda // Grawunder, 160 x, eingedeutschter poln. Familienname, vom poln. Grawatsch = einer, der die Zeit totschlägt.

Graham, altengl. Grand = Kies, häm = Dorf

Grahl // Grahlmann. norddeutsch/niederdeutsch. grahl = zornig. Der Zornige.

Grambauer. Grambow kommt 4 x in Mecklenburg als Ortsname vor. Jener, der von dort kam, war der Grambower, der "Grambauer".

Grammesdorf // Grammerstorfe sind Ortsnamen in Schleswig-Holstein. Grammelsdorff (2x) als Verschreibung.

Granitza Herkunft: Poln./russ. Die Grenze. NT hat einer Grenze gelebt. Dorfgrenze, Gemarkungsgrenze.

Grasme // Grasmel, Lausitz. der Grasmäh, der Grasmäher, kaum: Der Hersteller von Grasmehl (Kaff, Häcksel aus Trockengras (Heu).

Grasnick, 175 x, Krasnick, Sorbisch Niederlausitz. Prof. Walter Wenzel sagt: zur Bedeutung:schön, prächtig, herrlich majestätisch.

Grass // Graß, vom mhd. graz =zornig, wütend

Grassau, 60 x // Graßau 60 x Schwerpunkt: um die Altmark herum. Dort Ortsname aber auch allg. Wohnstättenbezeichnung: Eine Gras-Aue, feuchtes Wiesenland. Hat nichts mit -sau zu tun.

Graubner 400 x, Graupner, Schwerpunkt: Vogtland. Er ist ein Graupner, ein Graupenhersteller oder Graupenhändler.

Grauer. Er trug sehr zeitig, also bemerkenswert, bereits einen grauen Haarschopf.

Grawenda // Grawunder, 160 x, // Grafunder. Eingedeutschter poln. Familienname, vom poln. Grawatsch = einer, der die Zeit totschlägt.

Grescho // Greschow // Greschonnek, Vorkommen in der Lausitz. Es handelt sich um eine Kosef. zu Gregor = "der Wachsame".

Greulich. Im Laufe der Generationen änderte sich das womöglich. Ich kenne recht liebliche Trägerinnen dieses Namens. Oder hatte der NT sehr früh graue Haare?

Greve, Glebe Gliefe, Glief. Brandenburg, Ost- und Westpreußen. Greve (slaw.) = Lanze, Speer. Bezeichnung für einen lanzenführenden Reiter/Söldner.

Griebner, Grieben = Schmalzgrieben, ausgelassenes Fett. Namensträger war Fettschmelzer, Fettkoch.

Griefan, siehe unten bei Griephan

Griephan 65 x, auch fälschlich Griefan, Schwerp. aus Meck-Pom., niederdtsche Sprache. -han ist Kf. von Johann, Griep von greifen, der Greif-Johann, ein Ordnungshüter, Amtsperson, Polizist, Nachtwächter. Siehe dazu auch Biethan = der bissige Johann, Dränkhan = der Trinkjohann (Johann der Säufer), alles sinngemäß eine umgangssprachliche Bezeichnung wie „der Tankstellenfritze“ für den „Herrn Friedrich von der Tankstelle“.

Griesberg, 40x. hat nichts mit dem Getreideprodukt zu tun. Schwerpunkte: 1 zw. Wismar u. Rostock, 2. bei Düsseldorf. Niederdtsch Gries = grober Sand. Wahrscheinlich ein Flurname eines Hügels in Küstennähe = Sandberg ... und dort hat er gewohnt.

Grimm, 14.000 x, abzuleiten von Grimo (Grimasse, Maske), Bedeutung: 1.grimmig, unfreundlich, wütend. 2. HN abgeleitet vom Ortsnamen, 3. aus einem Vornamen mit der Silbe Grimo-.

Grinda. 135 x, Gründa, 6 x, wahrscheinlich eine Verschreibung. urspr. poln. Grinda = Trab, (Trott), Gangart der Pferde, für einen Menschen mit flottem Gang.

Grobian = der grobe Jan / Johann /Johannes

Groeber / Gröber / Gröbner. Er war nicht gröber als andere. Er stammte auch nicht aus dem Ort "Gröben" Es war jemand der gegraben hat. Oft der Totengräber, manchmal der Teichgräber (FIschzucht), meint Prof. Jürgen Udolph.

Gröck(a) // Greck. // Grajek. Lausitz, slaw. Der Spieler, der Spielmann

Groll. Mit ihm ist nicht gut "Kirschen essen".

Gropius, latinisiert aus mniederl. „Groper“ = Der Töpfer.

Grossian, 7 x, = der große Jan / Johann /Johannes

Großmann, Er war eben nicht kleiner. Siehe Megander (-ander: griech. = Mann),

Großkopf // Grotkopp (nd.) 1. Kopf, als bedeutendes Merkmal, ein außergewöhnlicher, ein großer Kopf, einer, der was kann (Wissenschaftler). 2. Jemand, der „das Sagen“ hat. Aber auch Großkopf/Grotkopp 3. als anatomische Auffälligkeit oder 4. im übertragenen Sinne als Dickschädel.

Großstück. Für jenen, der ein großes Stück Land (Flurstück) besaß?

Grotewohl, 1. Satzname für den Wunsch: Es gerate wohl ! Oder 2. grot + wol = großer Wall als Wohnstättenname

Groth (niederdeutsch = Groß), Bezeichnung des Körperbaus (oder der Großherzigkeit).

Grothues. NT bewohnt/bewirtschaftet ein großes Haus/Anwesen.

Grotian (nd.) Der grße Jan, Johann. Vergl. auch: Kusian. Schwerp. Altmark. von Kus + Jan abzuleiten. Kus nd. = keusch, zurückhaltend, Jan = Kuf von Johannes. Kusian = der zurückhaltende Johannes // Hans. Vergleiche auch: guter Jan => Guderjan => Guderian oder Bösejan, Grobian, Dummerjan = dummer Johann, usw.

Grube // Grupe 840 x. (nd.) Grupe hat Schwerp. in Niedersachsen. Vertiefung, Erdloch, Talsenke, Mulde aber auch Wassergraben. Dort lebte der NT.

Grübler, (kein Kopfzerbrecher). NT wohnte an einer Senke, an einer Grube

Grünberg // Grün(e)berg // Grünberger. Abgeleitet von dem häufigen Ortsnamen Grünberg.

Grünspan // Greenspan. Ein Edelmetallhändler? Oder Altmetallhändler? Antiquitätenhändler?

Grüdl, Gründl, Schwerp. Baden-Württ.. Stochern, scharren, wühlen Bedeutungsmöglichkeiten: 1. Fleißiger Scharwerker im Garten (siehe auch Aschenbrödel, Aschengrüdl), 2. sich einmischen, 3. Grübeln, nachdenken.

Grüß. Kann ein Echoname wegen häufigen Wiederholens sein. "Grüß Gott".

Grüßer // Grüßler. Der alte Grüßer, der jeden – auch Unbekannte – grüßt.

Grützmann.

Grube(r). Der NT wohnte vermutlich in einer Senke, im Tal. Siehe Grundmann.

Grundmann. NT lebte "in einem kühlen Grunde", in/an einer Talsenke?

Grundnig / Grundnik, dtsch. 16 x, Österr (Steiermark, Kärnten) 70 x, Grund = Tal (dtsch), nig (slaw. /slowen. ) Gilt als Satzname: Ich wohne im Tal

Grychtol, 60 x. oberschlesisch: das Gericht (die Mahlzeit). Vergl. Grychta, Grychtolle. Der Grychtolik war offenbar ein sehr guter Esser (oder auch ein Fress-Sack).

Grzanka // Grzonka, 180 x, Grzonka ist schlesische Lautform. Grzanka, Poln. = das Röstbrot

Grzimek, Der Pilger aber auch zu Simek // Simmeck. Schles./böhm. Kosef. des hebr. Namens Simon = Gott erhörte/Gott hat gehört.

Gubel, 2.800 x, Koseform von God - walt // Gottwald, Ursprung: Gut = Gott + walten, verwalten. „Er wird es gut richten“.

Güldenpfennig

260 x. Schwerp. Brandenb, Meck-Vorpomm. NT trug goldene Schaumünze (nicht Zahlmünze) vielleicht an der Jacke als kleine Angeberei oder aus Stolz.

Günther, 60.000 x, vom germ. Gunt + hari = Kampf + Heer.

Gürtler. Ein BN. Jener stellte aber nicht etwa Gürtel her, sondern war ein Spezialist in der Bearbeitung von Blechen, insbesondere Treib- und Prägearbeiten).

Güthling // Gütling. Ein besonders guter oder gütiger Mensch. -ling = Sohn dieses Menschen.

Gürntke, 70 x, // Gerntke // Girntke, aus Schlesien. Ableitung vom germ. Namen Gernot. Ger = Speer, -not = Kampfeslust, - ke = poln. Verkleinerungsform.

Gudd // Guddat litauisch. Gudas. Bedeutung: speziell: Der Weißrusse oder allgemein: Der Mensch, der eine andere Sprache spricht.

Guderian => Guder Jan (nd.) der gute Jan / Johann /Johannes. Vergleiche auch: Kusian. Schwerp. Altmark. von Kus + Jan abzuleiten. Kus nd. = keusch, zurückhaltend, Jan = Kuf von Johannes. Kusian = der zurückhaltende Johannes // Hans oder Bösejan, Grobian, Grotian, Dummerjan = dummer Johann, usw.

Gugler // Kugler, -er = Sohn des Kugl. (hat nichts mit Korpulenz zu tun). ... von Gugl= kukula (lat.) Mönchsumhang mit Kapuze. Gugl oder Kugl war der Hersteller oder ständige Träger einer solchen Kutte.

Guhl. 1.100 x, Schwerp. Meck.-Pomm. Mehrere Deutungen:

1. slaw.: nackt, kahl, bloß.

2. niederdtsch.: für Gaul (für einen Pferdezüchter).

3. Eventuell Schreib-Variante zu Kuhl, mittelhochdeutsch „kule“ in der Bedeutung: Kuhle, Grube. Dort wohnte er.

Gumbrecht, 270 x, in verschiedenen Schreibvarianten, Schwerp. Franken. vom germ. Namen Guntbert, Guntbercht, Guntbrecht, Gunthild. Gunt = Kampf, Bercht/brecht = glänzend, berühmt. Durch Kampf berühmt.

Gumber // Gumbelmann // Gumpel // Gumper auch Gamper // Gampler // Gemperlein, alle Varianten zu "Springer" (Leichtathletik), siehe auch engl. jumpen = springen

Gumula 9x, Gumulla 2x, Gumulka aus dem Polnischen. Bedeutung: „ohne Kanten und Spitzen“. Eventuell ein angenehmer Mensch – ohne Fehl und Tadel

Guschall. niederschlesisch, im Poln. Glschalla. Das ist ein Mensch, der schlecht hört.

Gutefrau // Gutermann. Ein Echoname, eine häufig wiederholte Anrede, Bezeichnung.

Gutekunst

450 x Tel. CD. Schwerpunkt: Östlich von Karlsruhe. Der Name hat weder etwas zu tun mit „Gut“, noch mit „Kunst“. Es handelt sich um die Ableitung von Vornamen „Guta“ und „Kunz“ (Kf. von Konstantin) im Sinne von „Sohn Kunz der Mutter Guta“oder „der Gutas Kunz“ oder Gutas Konstantin (Vergleiche Trenkerlouis oder Meiersepp).

Gutenberg, Wohnstättenname. Der NT wohnt am guten Berg.

Gutenmorgen, 30 x, Echoname, NT wiederholte außergewöhnlich häufig (vielleicht auch zu ungewöhnlichen Tageszeiten) diesen Gruß.

Guth. Dieser Namensträger war kein Schlechter. War er gut angesehen, "gut gelitten"(man konnte ihn also gut leiden)?

Gutjahr (1.400 x) // Goodyear

Schwerpunkt: niederdtsche Sprachgebiete, so in der Altmark.

Bedeutung: NT wurde Neujahr, am 01. Januar des Jahres (gut) geboren. Das Jahr begann gut.

Gutschmidt. Er war für seine soliden handwerklichen Schmiede-Arbeiten berühmt.

Gutschrank. Er war für seine soliden handwerklichen Tischler-Arbeiten berühmt.


Gutseit // Guttsei // Gutzeit 1. Satzname. Imperativ: Sei gut. 2. Bitte: Sei doch so gut. 3. Oder Echoname für jemanden der abwehrend sagt: "Lass' es gut sein." Oder 4. Er hat gut Zeit = er lässt sich viel Zeit, er hat es nicht eilig?

HHH – Haaa

Habedank. Möglicher Weise ein Echoname (oft wiederholte Dankes-Formel).

Habenichts. Ein Satzname: Ich besitze nichts. Ich bin ein Habenichts.

Haber. Ein Bauer, der vorwiegend Hafer anbaut, ein Grütze-Bereiter, ein Haferhändler.

Haberland. Ein Acker, auf dem vorzugsweise Hafer angebaut wird ? (nicht so eingängig, weil ja die Fruchtfolge wechseln soll. Zeitweilig bei der Dreifelder-Wirtschaft mit einer Ruhe-Brache).

Habermann = der Hafermann – siehe vorstehend.

Habermus. Jener der gern/häufig Hafer(mus)brei aß? (nicht zu verwechseln mit dem positiven Ergebnis der Papstwahl: "Habemus papam").

Habersaat. Jener, der häufig/vorwiegend Hafer gesät hatte.

Habeta // Habetha, 11 x, sorb./wend. Prof. Walter Wenzel: eine Verkosung des Namens Elisabeth. (Nur etwa 5% der Namen sind von weiblichen Namen abgeleitet).

Hablawetz, -wetz = Nachkomme des H. bzw. Verkosung. Tschechisch: Havel = Heiliger Gallus.

Hach: auch: Hache. Synonym für Bursche, Kerl.

Hacker, 3.500 x, Hackel, Heckel, Heckl, Bedeutung je nach Herkunft.

1. Süddeutschland: Holzhacker oder Fleischhauer, 2. Weingärtner, Winzer

3. Mecklenburg: Am Haken wohnend – Flussbiegung, Waldecke.

Hackmack // Heckmeck

Haeckel. Etwas Gehacktes? Etwas Gehäckseltes?

Haenichen.

Hader. Entweder ein Hadernder (Streit und Hader), oder, wenn in Sachsen: ein Lappen zum Putzen (als eine spöttische Tätigkeitsbezeichnung).

Hadlich – (kann auch wie ein Adjektiv wirken)

Hämmerling. Von der Tätigkeit abgeleitet (Schlosser / Schmied / Klempner / Gürtler). -ing als Kof oder - Nachkomme dessen der da hämmerte?

Händel, Ableitung von Handel, der Händler (vermutlich kein Bezug zu „Streit und Händel“).

Hättich, ein Echoname: Hätte ich, dann... (Eigenart, diese Fügung oft zu wiederholen).

Häwerer.

Hafer (1). Ein Bauer, der vorwiegend Hafer anbaut, ein Grütze-Bereiter, ein Haferhändler.

Haferkorn.

Hafer (2) //Haferbach. (eine Doppelung). Bezieht sich nicht auf das Getreide, sondern eine Bezeichnung für Bach, kleines Gewässer (Hafer / Hefer). Örtlichkeitsname: NT wohnte am Bach.

Haferung. Abgeleitet vom Ortsnamen Haferungen bei Nordhausen – ein Herkunftsname.

Haff, 50 x

Zwei Bedeutungen je nach Herkunft: Mecklenburg / Pommern: Jener, der am Haff wohnt. Allgäu/Süddeutschland: Haferl, Topf, Großtasse.

Hageböck(er.) Schwerp. Mecklenburg ... niederdt. ... der von den Hainbuchen.

Hagemann // Hagen, mhd: hagen = eingefriedete Fläche, Hecke, Schutz. NT wohnte dort oder hegte Flächen ein oder hegte überhaut (das Wild) ... Jäger & Heger. / Jagd & Hege.

Hagenbert

Es handelt sich um die Zusammenziehung zweier germanischer Vornamen: Hagen (Schutz/Hecke) und Bert (berühmt).

Haider: NT wohnte auf der Heide. Der auf der Heide lebt.

Haja, 60 x, auch Haya, sorbisch/slawisch mit deutschem Ursprung: abgeleitet von Heinrich.

Halamoda, 40x, Schwerp. Oberschlesien, Polen 140x, Bayern, Berlin.

Halam I oda: Halam = ungeschickt, tölpelhaft. oda = der Nachkomme. „Der Nachfahre des Ungeschickten“.

Halbasch, 16 x, Lausitz. Von Halba / Alba, Albin / Albina = weiß vom Dtsch. ins Sorbische übertragen. Helle Haare, besonders weiße Haut, NT eventuell ein Albino.

Halleda, 4 x, sorbisch: Schurke, Schelm, Taugenichts

Halpick. Hal- ist dtsch, -pick ist sorb. Eine Ableitung eventuell von Albin = weiß

Hamisch, 130 x. Schwerp. Sachsen, sorb. Hamisch ist Koseform von Abraham.

Hammer // Hammermann

BN: Der Namensträger übte möglicher Weise den Beruf des Schmieds aus.

Hanauska // Hanusch // Hanuschka // Hanuscheck. Tschech./Böhm. von Johannes in Verkosungen, Hans, Hänsel, Hänschen.

Handreck // Handro, in der Lausitz, aus dem Sorbischen, von „Andreas“ (Christlicher Märtyrer). Das „A“ wird im Sorbischen nicht gern als Anlaut gehört, daher ein „H“ vorgesetzt. Bedeutung: griechisch: Der Mannhafte.

Hankel, 500 x, Henkel, eine mehrfache Verkosung: Johannes/Johanna => Hannes => Hank(el) , siehe auch Hänsel. hebr. "Gott ist gnädig".

Hapke, 770 x, Norddeutschland,-ke ist Koseform. Ursprung germanisch, Hart im Kampf.

Härzer // Hartz(er) // Harzer // endemisch im Erzgebirge. Berufsname: Jener, der das Harz der Bäume gewinnt oder der Handwerker, der z.B. die Fugen der Fässer mit Pech (aus Baumharz) verstreicht.

Harder. 5000 x. 1. von Herder = die Herde hütend, ein Hirte, ein Schäfer. 2. hart+her = stark und heer.

Hardt // Hartmann. Ein ernster, unbeugsamer Mann, evtl. schroff ... aber auch für einen "Dickschädel."

Harenberg. Schwerpunkt: Hildesheim, Hannover. Dort Ortsname Harenberg

Harm(s). von arm? verhärmt?

Harper, ndt. der Harfenspieler, Harpeling = der kleine H.

Hartmann. 1. Der Grobe, mit hartem Wesen ausgestattet oder 2. der an ein hartes Leben Gewöhnte.

Hartnack. Der Mann mit dem kräftigen Genick? Ein Stiernacken?

Harupka. Schlesische Form. Ursprünglich alttestament. von Cherub, Cherubim, ein Erzengel.

Harwath, tschechisch: Der Kroate.

Hasait, baltisch = lett., litauisch, altpreuß. (nicht: „Nachkommen der Hasen“), sondern: ?

Haschzschick (hat nichts mit Rauschgift zu tun). Prof. W. Wenzel: Sorb. Koseform Kof. eines Vornamens, der mit Ha - begann, wie z. B. Ha - Hadam, = Adam

Haseloff, 500 x. Ein Ortsname.

Haseney: Da wandern doch unsere Gedanken zum lieben Osterfeste! 1. ?

Hasenohr, NT mit anatomisch großen Ohren oder aber mit ausgezeichnetem Gehör.

Hassatzk, auch Assatzk vom sorb. Hassatzk, nach Pro. Walter Wenzel, von Handrak (Verkosung) = Andreas.

Haßdenteufel. Ein Satzname.

Hasselluhn // Hasseluhn // Hasselhuhn

Schreibfehler: Es handelt sich in jede Falle um das Haselhuhn, wie Birkhuhn, Auerhuhn, Schneehuhn, ein fasanenähnlicher Vogel. Der NT jagte solche Hühner.

Haßpacher // Hasspacher (nicht von „Hass“ kommend)

Abgeleitet von Haselbach. Gewässer an dem die Haselbüsche stehen. Viele Orte dieses Namens. Jener, der aus Haßpach kommt.

Hasterak Pol. 160 x // Hasterock // Hasterok schles. 160 x, Schwerp. Schlesien: Breslau, Oppeln, Kattowitz. Bedeutung: ein hastiger Mensch, eilig, fahrig, immer unter Zeitdruck

Haubitz, (Nicht von Haubitze = Geschütz), Schwerp. Oberlaus. vom sorb. Guba, Huba Bedeutung: Mund, Lippe, Schnauze. NT war evtl. ein Großmäuliger-> zu Hubitz -> Haubitz.

Hausbalk(en), 9 x, BN für einen Zimmermann.

Hauenschild. Hauenschild = ein Satzname: "Haue den Schild", ... für einen Schild-Hersteller oder Krieger oder im übertr. Sinne für einen Draufgänger veränderte Formen: Hofschild, 9 x, Hoffschild, 17 x, norddeutsch, eine Hör- und Schreibveränderung, weil das Wissen um die Bedeutung verloren ging. Prof. Udolph meint, dass die Veränderungen etwa so erfolgten: Hauenschild -> Houwenschild -> Howschild -> Hof-/Hoffschild. Das urspr.

Hauschulz, der Haus-Schulze

Hauser. Der Eigentümer eines Hauses? (Caspar Hauser, Schatzhauser)

Haushahn. Er war kein Jäger der wilden Vögel (Auerhahn), sondern der Züchter domestizierter Hühner?

Havellandt. Herkunftsname. Eben, aus jenem Landschaftsraum kam der NT: Land am Fluss namens Havel.

Haydn, zu der Heide, ( der Religionslose, die Heiden, die Unchristen)

Hechler. 1. Flachs aufbereiten (Pflanzen zum Auffasern durch den Hechelkamm ziehen? 2. und 3. eher nicht: 2. viel schwatzen – alle Themen durchhecheln, 3. mit offenem Mund und hängender Zunge ...?

Heckel, Heckl, Hacker, Hackel,Bedeutung je nach Herkunft.

1. Süddeutschland: Holzhacker oder Fleischhauer, 2. Weingärtner, Winzer

3. Mecklenburg: Am Haken wohnend – Flussbiegung, Waldecke.

Heeder // Hedtkamp // Heitland = Heideland

Hedwiger, eine der seltenen matronymischen Ableitungen, von Hedwig

Hegenbart = Hagenbert

230 x Tel. CD. Der Name hat weder etwas mit Hege (Pflege), noch mit Bart (Haaren) zu tun. Es handelt sich um die Zusammenziehung zweier germanischer Vornamen: Hagen (Schutz/Hecke) und Bert (berühmt).

Heideklang, 18 x, Schwerpunkte: Brandenburg, Sachsen-Anhalt. Vergleiche auch Zusammensetzungen wie Heide-Kind, Heide-Korn, Heide-Krüger. „Klang“ ist hier wohl eine Nebenform von Nikolaus. Nikolaus, der in der Heide lebt.

Heidelberger, abgeleitet vom Ortsnamen "Heidelberg". Jener, der aus H. kam.

Heide // Heidrich = 1. der Heide, der Nicht-Religiöse, der Unchrist.

2. wohnt auf unbebautem, baumarmen Land – in der Heide, siehe Heidekraut (Erica).

Heider, auch Haider: NT wohnte auf der Heide. Der auf der Heide lebt.

Heidrich, aus ahd. heidan + rihi/richi = der Heide (der Religionslose) + reich/mächtig, siehe auch Heidenreich.

Heim // Heym, aus dem ahd. heima = Heim, Wohnsitz

Heilig // Heiling, 3.000 x. -ing = Sohn des. Ein Über-Name – sagt etwas über einen Menschen aus. Möglichkeiten: 1. Er tut sehr viel Gutes, 2. Er ist ein fleißiger Kirchgänger, 3. Wohnstätte des NT in der Nähe eines Schreins, 4. Ironisch: für einen sehr enthaltsamen Menschen.

Heiligtag. Evtl. jemand, der am 25. Dez. (oder nach altem Kalender entspr.) geboren wurde – zumindest an einem hohen Feiertag. Der Feiertag soll geheiligt werden.

Heimdahl. Vermutlich stand sein trautes Heim nicht auf dem Berge. Siehe auch Thalheim.

Heine // Heyne

Vork.: 1.800 x in Dt. Schwerpunkte Brandenburg, Rheinland, Sachsen

Kurz/Kose v. altgerman. Heinrich, Bed. Hein + richi (Hein von Heim (Heimat) oder Hagen (Schutz), richi (reich+mächtig)

Heinke(l), nd. Kuf von Heinrich, -l ist Verkleinerungssuffix.

Heise 5.300 x, Heyse, Schwerpunkt Südniedersachsen, Westprignitz Kf von Heidenreich.

Heide = Art, Wesen, Stand, Würde + reich = reich, mächtig.

Heiter. Ein sonniges Gemüt. Ein Trauerkloß war er wahrlich nich.

Heizenreder // Heizenröder // Heizenröther, Schwerp. Hessen. Ursprung ist Röder, der NT der in Heizenroda gelebt hat (ein seit langer Zeit wüster Ort).

Helfenbein 190 x, auch Elfenbein, 30 x. (Kein Elefantenjäger). Ein Elfenbeinhändler oder -schnitzer

Heller: (Münzeinheit) "Auf Heller und Pfennig". Er hielt das Geld zusammen?

Hellendrung, 25 x, Helldrung, 12 x, Hildrung. Ableitungen von Ortsnamen: Heldra, Heldrastein, Heldrungen.

Hellmann. Jener mit hellen Haaren oder mit besonders weißer Haut? Oder ein wacher, feundlicher Geist (siehe Hellmut)

Helmholtz. ahd. helm + holtz = Schutz + Wald.

Helm // Helm(b)oldt, germ. helm + bold = Schutz + kühn.

Helmchen, 280 x, Verkleinerung von "Helm" als Verkosung, Endemisch im Land Brandenburg. Bekannte Namenszusammensetzungen sind z. B. helm + gard, -rich, -wig, -brecht.

Helm = Schutz.

Heldt. Jemand, der Heldentum erreichte. Jemand, der Außergewöhnliches leistete.

Hemberger. Abgeleitet vom Ortsnamen "Hemberg". Jener, der aus H. kam

Hen(d)rich. Ableitung von Heinrich. Hen/Hein + rich = Heimat/oder Hagen + rich = reich

Hener // Heners // Henner. 220x - 300 x, abgeleitet vom Vornamen Heiner // Henner. das angehängte „s“ steht für : Sohn von Hener, Heners Sohn. Germ. Vorname hat 2 Teile: Hagan // Hagen = Schutz - Heer = Kriegerschar.

Hennersdorf, des Henners Dorf. Dorf des Heinrich oder Siedlung vom Sohn des Heinrich.

Henkel // Hankel, 500 x, eine mehrfache Verkosung: Johannes/Johanna => Hannes => Hank(el) siehe auch Hänsel. hebr. "Gott ist gnädig" aber auch von Heinrich.

Herder = die Herde hütend, ein Hirte, ein Schäfer. 2. hart+her = stark und heer.

Hering // Heering 400 x, aber auch Haering // Hehring. BN für einen Fischer, Fischverkäufer oder für einen Fischliebhaber (Esser) oder aber zu einem germ. Namen mit - heer wie Giselher oder alter Ortsname: wie Heringsdorf.

Hermsdorf, vom Ort Hermsdorf (Berlin oder Thüringen) . Kurzform von Hermannsdorf

Herrenkind. Das Kind der Herrschaft. Vielleicht ein "Bastard", von der Herrschaftsfolge (und dem Familiennamen) ausgeschlossen war oder ein an eigenen Kindes statt angenommener junger Mensch?

Herrmann. ahd.der Mann des Heeres.

Herold, der Bote, Verkünder, Ausrufer, siehe auch Nuntius.

Hertz. Der Mann mit dem großen Herzen (kein Sportler, sondern Gemütsmensch). Mitunter trifft beides zu.

Herus, 4 x, dtsch./slaw. Schwerpunkt: Saalkreis, Hessen, Osnabrück. Her- von Hermann // Heer, Kriegerschar, -us ist eine Verkosung. Heruschka. Der kleine Hermann.

Herzbach. Der Verlauf zweier Bäche zur Herzform? Oder dort am Bach, wo die Herzen zueinander fanden?

Herzer, 670 x, (hat nichts mit Herz zu tun). endemisch im Erzgebirge. Berufsname: Harzer, Härzer. Jener, der z.B. die Fugen der Fässer mit Pech (aus Baumharz) verstreicht.

Herzl, Hertz, jiddisch hirz = Hirsch

Herzlieb (kein jüd. Name), umgedeutet, weil falsch verstanden. Ursprünglich von Hartleib, Hartleb, Hartlieb in der Bedeutung hat = kernig, kräftig und Leib, leb, lieb = Leben.

Herzog, Jener, der vor dem Heer (her-)zog. Der Führer.

Herzsprung. Auch Ortsname. Bedeutung: Sprung = Spring = Quelle. Quelle, an der Hirsche (nicht etwa Herzen) trinken. Vergl. auch Bärensprung, NT wohnte an einer Quelle, an der Bären gesichtet wurden.


Hess, Heß, Hesse, 30.000 x, (hat nichts mit hässlich zu tun). Ausschließliche Bedeutung: Der aus Hessen Gekommene, ein Herkunftsname.

Heuss, vom mhd. hiuze = munter, frech

Heyral 8 x, Heyrald, 1 x, („d“ nur als Endverstärkung), aus dem Böhmischen. Bedeutung: Schwelgen, prassen.

Hildner // Hillemann // Hiller 5.600 x. Deutung: Alte germanische Zusammensetzung aus Hild und her (von Hildebrand/t, Hildbrecht, Hildegard) = Kampf. Hildner wurde verschliffen zu Hiller (niederdeutsch, siehe auch Kinder - Kinner(s)).

2. Deutungsvariante: Sumpf. Örtlichkeitsname - Der, welcher am Sumpf wohnt.


Hilgenfeldt, niederdtsch. das heilige Feld, siehe hochdtsch.: Heiligenfelde, Ort im Kreis Stendal. Nicht der Acker ist besonders heilig, sondern es wird angezeigt, dass das Feld der Kirche gehört, sich im Kirchenbesitz befindet. Dort wohnte der NT.

Hilgendorf. 340 x. Ortsname in Meck.-Pom., Brandenb. Das Dorf des Helge / Hilge.

Hill, engl. hill = Hügel, Berg

Hiller, eine der seltenen matronymischen Ableitungen, von Hildegard, Hildegund

Hinderlich // Hinderling, ein Mensch mit körperlicher oder geistiger Behinderung.

Hinke, 500 x, (kein Beinbehinderter, sondern...) niederdtsche Koseform (-ke) von Hinz. Hinz ist eine Ableitung von Heinrich.

Hinneburg, 114 x, nd. Schwerp. Brandenburg/ Sachsen-Anhalt, zu Hindenburg (Personenname, Ortsname. Bedeutung: Die Burg, die hinten auf dem Berg steht.

Hinz, Kurzform von Heinrich siehe auch VN Heinz.

Hipper. vom ahd. hipe (oblatenähnl. Kuchen, Waffel), als Namen für einen spezial. Bäcker

Hippokrates, griechisch: hippos + kratos = Pferd + Kraft/Stärke.

Hipt. nd.:Op de Hipt = auf dem Dornstrauch (der Hagebutte im eng. Sinne). Er wohnte dort, wo Dornensträucher wuchsen.

Hirt. Berufs-Name: Hirte, ein Betreuer für Schafe, Ziegen, Schweine, Pferde, …

Hitler: süddeutsch/österr. für einen unterirdischen Wasserlauf, der manchmal eingefasst, selbst durch den Hauskeller fließt und dann wieder verschwindet.

Hiry zu Hierke, Hirke, -y als Koseendung/Verkleinerung, von Herbert, Heribert, Hermann.

her- (ahd.) = Heer, Kriegerschar.

Hitzig. Es ist uns bekannt, dass er kein Ruhiger, Überlegsamer war. Im Streit schnell mit hochrotem Gesicht.

Hlawatschke (tschech.) Chlawatschka = Kopf, als bedeutendes Merkmal = Großkopf

30 x in Dtschl. Hlawa bedeutet Kopf, ein außergewöhnlicher, ein großer Kopf, einer, der was kann (Wissenschaftler). Jemand, der „das Sagen“ hat. Aber auch Großkopf/Grotkopp als anatomische Auffälligkeit oder im übertragenen Sinne als Dickschädel.

Hooo

Hoblisch, 9 x, niedersorbisch, wendisch. Hobi = rundlich, knollig – nach der Körpergestalt aber im übertr. Sinne: ungeschickt, tölpelhaft, ungehobelt.

Hochhuth, ein BN. NT stellte hohe Hüte her, beispielsweise "Zylinder".

Hochsess, 9 x, NT hatte seinen Sitz (die Wohnstötte) hoch oben.

Hocke // Hocker, Hucker. Mensch mit einer Traglast, vergl. mit dem Mauerziegelträger "der Hucker". ... aber auch ->

Hocker // Höger // Hoyer // Hucker. Aus dem German.: hoch - ger = Hoch + Speer

Hodler // Hoedler, ein Kleinhändler, siehe auch Höker

Höhl // Höhle, 2.000 x, Wohnstättenname. Er wohnte in / bei der Höhle.

Höhne, 13.000 x, Schwerp. Südwest-Brandenburg, höhnisch, hochmütig, erzürnt.

Hoeder 20x, niederdtsch. hochdtsch: Hüter. Das ist kein Viehhirte, sondern jemand der Hüte herstellt.

Höfer // Höfner ... ist Jener, der einen Hof, ein Grundstück, ein Stück Grund+boden besitzt.

Höger // Hoyer // Hocker // Hucker. Aus dem German.: hoch - ger = Hoch + Speer

Höker // Hökerer, der Kleinhändler, der Krämer, jener, der den Kramladen betreibt.

Hölderlin, aus mhd. holder = Holunder und -lin als Verkleinerungssuffix.

Hölling, von hold I ing (Sohn, Nachkomme), Nachfahre des Holden, holder Knabe. Frau Holle = die holde Frau. Hölling ist also nicht von Hölle abzuleiten, nicht Sohn der Hölle, nicht im Sinne von Teufelsbraten.

Höltzel(t). (nicht der kleine Mann aus dem Walde = Holtz), sondern urspr. von Hugo, Hugfried (denkender Geist, guter Verstand), vom -tz verkost und dann mit -el nochmals verkost (wie bei Hänsel u. Gretel). Das -t zur Verstärkung.

Hönike.

Hönow // Heno // Höhnow. 1. Eventuelle Ableitung der slawischen Form des Vornamens Heinrich (Hönisch) aber auch 2. Herkunftsname. „Der aus dem Ort Hönow“.

Höpfner // Höpp(e)ner, der Hopfenbauer, siehe auch Hoppegarten = der Hopfengarten.

Höpker, 122 x, Schwerp. Westfalen, Niedersachsen. Ein Örtlichkeitsname, abzuleiten von Hoop = Erhöhung, Hügel.

Hofer(t). Gleiche Bedeutung wie Hofmann // Hoffmann?

Hofmann // Hoffmann, aus mhd. hoveman/hofemann. Ein Standesname für einen Mann der am (Fürsten-)hofe tätig war, ein Höfling, ein Statthalter, ein "gehobener" Diener. Gleiches galt aber auch für Gehöfte (Höfe) ungekrönter Häupter.

Hofschild, 9 x, Hoffschild, 17 x, norddeutsch, eine Hör- und Schreibveränderung, weil das Wissen um die Bedeutung verloren ging. Prof. Udolph meint, dass die Veränderungen etwa so erfolgten: Hauenschild -> Houwenschild -> Howschild -> Hof-/Hoffschild. Das urspr. Hauenschild = ein Satzname: "Haue den Schild", ... für einen Schild-Hersteller oder Krieger oder im übertr. Sinne für einen Draufgänger

Hohenhaus. Eben dort wohnte der NT. Vielleicht war er der Besitzer eines auffällig höheren Hauses, das die Bauten seiner Umgebung überragte oder das Haus stand auf der Höhe, auf dem Berg.

Hohl // Holl (1.200 x)

Holl ist niederdeutsch. Hohlweg, Höhle, Loch, Wohnplatz an einer Senke.

Hohnbaum, 40 x, Ein Ortsname, auch ein Wohnstättenname. An einem hohen Baum wohnend.

Holey, 60 x, // Holley, in Böhmen, tschech. für nackt, kahl, glatt, haarlos, (NT evtl. Glatzkopf)

Holderbusch // Hollerbusch. Örtlichkeitsname. Dort, am Holunderbusch wohnte der NT.

Holik(e), Deutschl. 20 x, Tschech. 1.600 x, Bedeutung: leer, nackt, arm, kahl, dürftig gekleidet.

Holl // Holle, 5.000 x, Schwerpunkte: Süddeutschland und nördl. Holstein, Niedersachsen, Meck-Pomm. Zwei Deutungen: 1. Holle = die Holde, 2. Holle = Vertiefung (siehe Hohlweg) der NT wohnte im Tal.

Holland 1.800 x, Schwerp. Thüringen. Mit Holland sind hier nicht die Niederlande gemeint. Mittelhochdtsch.: Hooland = Hochgelegenes Land. Dort wohnte er.

Holletz. wahrscheinlich böhmisch.

Holtmöller, nd. // Holzmüller hochdtsch. Betreiber einer Holz-Sägemühle.

Holtz. Baum-Holz, Wald. Für einen Holzarbeiter oder Wohnort am/im Walde.

Holzapfel. Diese Bezeichnung lässt keine Gedanken an Verkaufserfolge aufkommen.

Holzvoigt // Holzvogt // Holtzvogt. Der Aufseher über den Holzverkauf. Der Amtmann.

Holzwarth. Ein Aufseher für den Holzeinschlag und die Vermarktung? (siehe vorstehend)

Homag//Homak//Homagk. Schwerpunkt Lausitz, sorbisch. Bedeutung: Zusammengepresst, gedrungen, untersetzte Körperform. Ein Pykniker.

Honomichel, 20 x, Schwerpunkt: Sudeten, Namenszusammensetzung, um die vielen Michel unterscheiden zu können. Hono - von Johann. „Johann aus der Familie Michel“.

Hoppe = Hopfen (siehe Hoppegarten - Trabrennbahn in Berlin, nicht von Hoppe, hoppe Reiter, sondern von Hopfengarten). Hoppe = der Hopfengärtner / -bauer.

Hoppensack, 80 x, norddeutsch. Der Hopfensack – Name für den Hersteller desselben aber auch für den Hopfenbauern, Hopfenhändler.

Horbanz // Orbanz // Urban

(Walter Wenzel, Forscher slaw. Namen, in Leipzig). Name hieß urspr. Horbanz. Ein christlicher Name: Urban (auch Papstname. Segen: Urbi et Orbi - der Stadt und dem Erdkreis).

Hornbaum (nur eine Familie), eine Verschreibung, möglicher Weise von: siehe Hohnbaum

Hornborstel

Hornke, 85 x, Schwerp. Meck-Pomm/Pomm., nd. für die Hornisse. NT mag eilig, flott, emsig, evtl. aufdringlich gewesen sein.

Hornschuch 90x, Hornschuh 230x, Schwerpunkt Thüringen. gleiches Wort -schuch ist mittelhochdtsch. -schuh ist neuzeitlich. Es geht um Schnabelschuhe, vorn spitz zulaufend wie ein Rinderhorn. Vorfahre war vermutlich ein Schuhmacher.

Horvath, ungarisch: der Kroate


Hosenfelder, Ortsname Hosenfeld bei Fulda. Flurname. Acker in Form einer Hose. Dort wohnte der NT.

Hosemann.1. Eine Fehldeutung nach Fehlübersetzung nach "Verhörung" – von Osiander = Mann. Es gilt also nicht: NT trug wahrscheinlich auffällige Beinkleider oder hatte sich als Schneider auf das Herstellen von Hosen spezialisiert?

Hospodura, 2 x, aus dem Russ. Im Kyrill. gibt es "H" als Anlaut nicht. Dort wird dafür "G" geschrieben: Gospodar/Gospodin = Hausherr, Herr, Fürst, Bestimmer.

Hotescheck, aus Böhmen. Ursprünglich Lhotescheck (L ist verloren gegangen). Bedeutung Freiheit, Steuerfreies Gut. NT wohnte dort.

Houben, Kosef. von Hougbert, germ. Houg (Hugo) = denkender Geist, bert = berühmt

Hoyer // Höger // Hocker // Hucker. Aus dem German.: hoch - ger = Hoch + Speer...aber auch

Hoyma (in Nowawes, aus dem Böhmischen)

Hubald, Schwerpunkt: Sachsen. ahd. hlugo + bald = Hugo (denkender Geist) + kühn. Siehe auch Humboldt.

Huber // Hubner // Hübner, Hube = Hufe, Maßeinheit für ein Stück Land für die (variable) Größe einer Wirtschaft.

Huchatz , 62 x, sorbisch, Schwerp. Niederlausitz. Übersetzung: Hase. Vorfahr war flink oder scheu, „untapfer“.

Huckeshold // Huckshold, 5 x, // Huxold, 31 x, von huckes + hole = Hügel/Berg + Höhle 1. nach einem solchen Ortsnamen oder 2. Wohnstättenname – wohnte an dem Berg mit Höhle.

Hude, ein Wohnstättenname: Hude = Furt, seichter Flussdurchgang.

Hübsch // Hübscher // Hübschmann. von hövesch = hofgemäß, fein, gebildet, gesittet. Er hatte wahrlich keinen hässlichen Charakter – vielleicht sogar ein besonders angenehmes Äußeres.

Hückstedt, 133 x, Schwerp.: Meck-Pomm., Niedersachsen. Huckstedt (Ortsname). Huck bedeutet hier Winkel, also: Wohnplatz des NT im Winkel.

Huelsekopf, 16 x, norddeutsch. Hülse = die Bezeichnung für Stechpalme = Mäusedorn. Deutungsversuche: Kopfhaare stehen struppig zu Berge, wie bei einer Stechpalme,

Hülseberg: NT wohnte an einer Erhebung an/auf der Stechpalmen wuchsen.

Hülsebeck:

Hühnermörder. Der Inhaber des Schlachtbetriebes? (Nicht David, der mit der Steinschleuder den Riesen Goliath bezwang).

Hüpperling, 20 x, niederdtsch. NRW, NT war ein Hüpfer, eventuell ein Straßentänzer, Musikant.

Hüttler, der in einer Hütte, einem Kleinhaus Lebende. Siehe Standesbezeichnung: Büdner, Besitzer einer Bude, einer einfachen Behausung ohne umgebendes Land.

Huget (120 x) // Hugo // Hugot // Huguet

abgeleitet vom Vornamen Hugo, evtl. aus einer Hugenottenfamilie.

Huhn. Er war ein Hühnerhalter oder er war aufgeregt wie ein (gackerndes) Huhn.

Huhoff, 2x, Hauhoff, abzuleiten von dem germ. Namen Hugowolf oder Hugiwolf. Hugo bedeutet „der denkende Geist“.

Huhndorf 130 x, im südl. Sachsen-Anhalthat nichts mit Hühnern zu tun

Ableitung von Hohendorf. Er wohnt am hohen Dorf, er kommt aus Hohendorf Ort in Schlesien

Humboldt, ahd. hlugo + bald = Hugo (denkender Geist) + kühn oder Hun- = Hüne + kühn

Hummel. NT mag eilig, flott, emsig, evtl. aufdringlich gewesen sein. "Er hatte eben Hummeln im Hintern".

Hums, 75 x, Schwerpunkt: Vogtland. „Humsen“ ist das Summen/Brummen der Hummeln und der Bienen. Für Jemanden der oft textlos eine Melodie darbietet (auch nur für sich selbst).

Hundertmark, 1.060 x, Schwerp. Niedersachsen. Bezeichnung für einen reichen Menschen.

Hundrieser. Jener NT kam aus gleichnamigen Ort (Hundriesen) bei Salzburg. Exulant. Bedeutung von H. Rutschrinne für Baumstämme am Waldesabhang.

Huschke. Husch = schnell, zügig, hurtig. -ke ist Verkleinerungsform.

Hutfilz, 60 x, auch Hutflöz, Hutfluss und weitere Varianten. Filz = festgeschlagene Wollmasse. Berufsname für jemanden, der die „Halbzeuge“ Matten für die späteren Hüte herstellt oder für Jenen, der die Hüte dann formt.

-

III – Iaaa

Ignor.

Ihde. 500 x, oft in Zusammensetzung zu Ihdobert, Idobrecht u. ä., norddtsch, ahd., Bedeutungen:

1. Wirksamkeit, Werktätigkeit, Schaffensergebnis,

2.aber auch:Jungfrau, weise Frau, erfahrene Seherin.


Ihlefeld // Ihlenfeld 250 x. Ort bei Neubrandenburg aber älterer Herkunftsort bei Nordhausen.

Alte Adelsfamilie.

Ihmann /Imman

35 x verstreut. Flucht, Vertreibung, Umsiedlung. Ursprüngl. Schwerpunkt: Schlesien. Name kommt vom Vornamen Immo. Immin bedeutet im germ..Groß, Immo-Mann = Großmann0

In der Mühle. Gewiss: Das war nicht nur die Benennung des Arbeitsplatzes, sondern auch die Behausung für die Feierabendzeit und Nachtruhe.

Iooo

Irrgang, 1.045 x, Schwerpunkte: Lausitz, Sachsen, Bayer. Wald. Mittelhochdtsch: Irregang = zielloses Gehen, falsche Richtung einschlagen, in die Irre gehen – aber im übertragenen Sinne: rastloses Leben, viel zu Unwesentlichem unterwegs sein.

Irsinger // Irzinger Ortsname Irsing(en) ... er kam aus ...bgeleitet von Ursus, der Bär.

Iscler

Iszczek, in Polen 120 x, Bedeutung: „Suchen“, sich lausen – Flöhe suchen.

Itzinger, Schwerp. Sachsen, Itz Kof. von Isaak. Bedeutung: Gott lächelt, er ist heiter oder Gott möge ihm zulächeln. -ing = Sohn des, er nochmals Sohn des (Enkel)

Ivens. Schwerpunkte: Norddtschl. und Rheinland Ive ist nd = Eibe (der Baum), giftig, den Göttern geweiht.

Iwaninsky. Slaw. Abgeleitet von Johannes.

JJJ – Jaaa

Jablewski (Jablonski?). Aus dem Poln.: Der Apfelbaum, für einen Obstbaumzüchter.

Jachnow, slawisch, -ch- ist Koseelement. Ja- von Jan oder von Jaroslaw

Jaeck // Jäck. nld., niederdtsch. 1. für jemanden, der etwas verrückt ist. (Siehe: Die "ausgelassenen" Karnevaljecken) oder 2. (bessere Erläuterung: ...............)

Jäckel, 7.000 x. Kosef. von Jacob. ... auch -Cob, Cobes.

Jaeger 3.000 x, // Jäger 20.000 x. Der hist. Jäger – ein Jagdbeamter/Forstaufseher. Ihm oblag auch die Aufsicht über das Fischereirecht. Er stand im Dienste einer Herrschaft.

Jänchen, 220 x, -chen: Verkleinerung von Jan = Kuf von Johannes, hebr. „Gott ist gnädig“.

Jänsch // Jensch // Genscher

Jänsch (1000 x) ist Koseform von Jan. Ableitung v. hebrä. „Johannes“ Gabe Gottes.

Janascheck (viele Schreibvarianten) Schwerp. Schlesien/Sachsen. Kof von Johannes =Jan

Janecke // Janeke // Jahnke // Jänicke // ... und weitere Varianten sind Ableitungen von Kurzform Jan, -eke, -ecke, -icke ist Verkleinerungs-Suffix: "Der kleine Jan", Johann, Johannes (hebr.) "Gott ist gnädig, hilfreich, hold ..." oder "Gabe Gottes".

Jankel = Verkosung des Namens Johannes.

Janz // Jainz // Janzig // Janzik

88 x, Niederlausitz, sorbisch, Koseform von Jan, Johannes (hebräisch) = Gott ist gnädig.

Jape 20x, niederdt. Koseform von Jacob (hebräisch: Der Fersenhalter). Jacob hielt sich als zweitgeborener Zwilling am Fuß des Erstgeborenen fest.

Jarchau //Jarchow. Ortsname – allein 4 x in Mecklenburg. slaw.: Die Erbse (für den Anbau von Erbsen).

Jaschen, 8 x, aus dem Sorb. Ja- vo Namen wie Jacub, Jan, Janik, Jarik. -sch ein Kosesuffix.

Jaskola // Jaskula, Ostpr./poln.: die Schwalbe. Vielleicht wegen des schnellen Fluges, oder dem Nestbau (Häuslichkeit) oder ...

Jasper. Niederdtsche Variante von Kaspar, aus dem Altpersischen/Altindischen. Bedeutung: Der Schatzmeister.

Jauch. Ein Stück Land. vom mhd. joch (Zusammenbinden), eone Landfläche, die mit 2 Ochsen (im Joch) in einem Tagewerk gepflügt werden kann.

Jehser(t), auch Gäser(t) „superkorrekt“, (t) dient der Verstärkung des Auslautes, ist aber „unorganisch“, wie bei Obs/t oder Paps/t. Slaw. für See, poln. Jehser, siehe auch Oserow. Wohnstättenname. Der NT lebte am See.

Jeitner (hier: durch nach Schlesien ausgewanderte Sachsen). Eigentlich „Eitner“. Prof. Udolph meint: Slawen mögen das „E“ als Anlaut nicht, daher ein „J“ vorgesetzt. Ursprünglich Agathe (griech. „Die Gute“ > Eitener > Jeitner. (Vergl. auch Jeutner? Geudtner?) Sohn einer Frau, die Agathe hieß? Beachte: Nur ca. 5% der Familiennamen sind von weiblichen Namen abgeleitet.

Jelinek.

Jende, 700 x, sorbisch Jendro(s), Kuf. v. Andreas: Der mannhafte

Jenderni // Jenderny // Jenderzy. Poln. Jegrny = kernig, fest, derb, stark

Jendreizik u. viele and. Schreibvarianten. Poln. Name, griech. Ursprungs. Im Deutschen:

Andreas = der Mannhafte

Jens // Jenß. Jens von Johannes = Gott ist gnädig.

Jermis, 55 x, Vorkommen südl. v. Berlin. Abgeleitet von Jeremias (althebräisch) „Gott hat erhört“.

Jerol, 14 x , Schwerp.: Kreis Dahme-Spree // Gerol. Sorbisch: Raubvogel. Areol = der Adler. Enthalten auch in Jaroslaw. NT war also Herr Adler.

Jerom(a) // Jeromir,.

Jeschek, tschech. Der Igel.

Jester. Der Narr.

Jooo

Joch // Jochmann. 1. Ableitung vom Namen Gottes: Jehova/Jahwe zu Joachim (hebr. Gott richtet auf). Der Hl. Joachim soll Großvater von Jesus Christus gewesen sein – Ehemann der Anna. Aus Joachim wurde Jochmann. –– 2. Berufs-Name: Der Mann der das hölzerne Joch für Zugtiere herstellt. Das kann u. U. auch ein Stellmacher/Wagner sein.

Jocho (Verschreibung bei Aufnahme nach dem Gehör. Siehe Pankow, Rathenow, Zinnow, ... Jochow, Kurz- und Koseform von Joachim (hebräisch).

Jossunek, 7 x, ostpr./poln.wahrscheinlich von Josseph und dessen Ableitungen. „Gott gebe Vermehrung“. -nek ist Verkleinerung

Jubela. Als weibliche Form des häufig jubelnden Menschen?

Jünger, ein Schüler, Lehrling

Jüsch // Jyß // Jyhs // (vom Standesbeamten nach Gehör notiert, ohne den Sinn zu erkennen). Aus dem Poln. von Jez (gesprochen Jesch) = der Igel (nach der Frisur oder des stacheligen Verhaltens).

Jürgen(s). -s = Sohn des Jürgen. Jurek, Verkosung von Juri slaw. Georg = der Landmann // Jureczek, doppelte Verkosung des klitzekleinen, lieben Juri. nd.: Jürgen, der Hl. Georg (Drachentöter).

Juhnke, slaw. Junek = Jung

Juncker // Junker(s), ein Edelknabe im Sinne von junger Herr.

Jung. Mittelhochdeutsch ÜN: „junc“ – das bedeutet: jung / vergnügt aber auch „Der Jüngling" / "der Junge“. Auch er wurde älter - sah aber noch verhältnismäßig frisch aus.

Jungblut. mhd. bluot = lebendes Wesen = junges Blut = junger Mensch.

Jungermann // Jungmann, 430 x, Schwer. Ostfalen, Göttingen, Kassel, mhd. für der junge Mann, der junge Arbeiter oder familienintern: Vater: Alter, Sohn: Junger

Jungfer, in der Bedeutung: junge Herrin

Junggeburth (hat nichts mit Frühgeburt zu tun). -geburt mhd gebüwer/gebur = Bauer, (vergl. Gebrüder = Brüder). Hier auch Gebauer. Ein junger Bauer.

Junghahn, 50 x, (hat nichts mit dem Hühnerhof zu tun). Schwerp. Sachsen/Vogtland. "der junge Johannes" zur Unterscheidung von seinem Vater, dem älteren Hannes.

Junghans, Das ist: Johannes/Hannß/Hans, der Jüngere aus der Familie.

Jungnickel (hat nichts mit jungen Kaninchen zu tun). Es handelt sich um Nikolaus, junior zur Unterscheidung von seinem Vater Nikolaus, senior.

Jungtow (keine Erklärung möglich. Wahrscheinlich Flüchtigschreibung und Falschlesung). Richtig könnte sein: Jungtom = der junge Thomas, Thomas der Jüngere.

Juppé siehe auch Joppe, Hersteller für Kittel, Joppe und Wams.

Jurek, Verkosung von Juri slaw. Georg = der Landmann // Jureczek, doppelte Verkosung des klitzekleinen, lieben Juri. nd.: Jürgen, der Hl. Georg (Drachentöter).

Jurrack, 15 x, Jurak // Juragk // Jurgk. Schwerpunkt Lausitz (Elster, Spree)

Slawische, sorb. Form von Georg. Russ. Juri, nordd. Jürgen, Jörg. Bedeutung: Der Bauer, der Landmann.

Jusel.

Just. Lateinischer Ruf-Name von Justus, Justinus: „Der Gerechte“.


Jux, drei Deutungsmöglichkeiten: 1. Ortsname, 2. Spaß/Scherz, 3. litauisch Jukas = ein gemeiner Kerl.

Jyß // Jyhs // Jüsch (vom Standesbeamten nach Gehör notiert, ohne den Sinn zu erkennen). Aus dem Poln. von Jez (gesprochen Jesch) = der Igel (nach der Frisur oder des stacheligen Verhaltens).

KKK – Kaaa

Kaatz, 2.000 x, Schwerp. Meck-Pomm. / Pomm. Deutungen: 1. Ortsname bei Gdingen, 2. poln. Katschka = die Ente (nach dem Gang des NT oder BN für den Enten-Züchter, -Hirten).

Kabat // Kabath // Kaboth (schles. Form) 100x, in Polen 57 x. Kabatch 2.800 x in Polen. Bedeut.: Jacke, Wams, Mantel ... für einen Schneider oder jemanden der diese gerne/oft trug.

Kabitschke. kab- eine Form von Jakob, -itschke, eine slaw. Endung. Bedeutung: Jakob, der Fersenhalter, der zweitgeborene der Zwillinge.

Kabus = der Kohlkopf. Mundartlich aus dem Rheinland.

Kachelmann. BN – ein Hersteller von (Ofen-)kacheln

Kachelofen. BN – ein Hersteller von Ofenkacheln oder ein Setzer von Kachelöfen.

Kaczor // Kac(t)zor // Katzor. Aus dem Poln. Bedeutung: Erpel = Enterich. Ein Herrscher über die Enten.

Kadanik, tschech. Der aus Kadan, Kadan = Ortsname nähe Karlsbad (Böhmen), früher: Kaden

Kadar. ungarisch der Böttcher, Böttiger, Fassbinder

Kaderschafka, 21 x, in Böhmen/Tschechien 270 x. // Katterschafka 1 x (Verschreibung) . Bedeutung: Krauskopf, Kraushaar.

Kadervarek. tschech.: Der Mann mit dem Kraushaar.

Käbs // Kebs // Kebse: Nebenfrau, Konkurbine, altes Weib, Hure, Kebsweib, Beischläferin

Käding, 620 x, Kähding, 7 x (Verschreibung). Schwerp. Meck.-Pomm./Schleswig-Holstein. Landschaft Kedingen bei Stade Unterelbe/Cadenberg. Name für Jenen, der aus Keding kam.

Kaehne // Kähne. Der Kahn, das Boot. NT ist Besitzer mehrerer Kähne oder baut solche. Eine Ziegelei im Havelland (der Besitzer hieß Kähne) schmückte seine Ziegel mit einem (heraldischen) Stempel: Die Darstellung eines Bootes im Querschnitt.

Kärrner, ein Karrenmann, Fuhrmann.

Käsche. 35 x. Eine Kof. slaw. Ursprungs. Ka- von Kasimir (oder Kaspar), -sche als Verkosung.

Käselau, 100 x, / Käselow / Koselow. Schwerp. Schleswig-Holstein. Ein Ortsname: "Ort des Kosel" = slaw. Ziegenbock.

Kässbohrer (kommt weder von Käse, noch vom Bohrer), sondern ist eine Ableitung von Kaspar. Bedeutung: der Schatzmeister.

Kästen // Kästner 3.000 x // Kestner 260 x . vom ahd. kasto = Kasten. 1. Der Kästner ist der Hüter des (Geld-)kastens. 2. Der Verwalter des Kornspeichers.




Kafka. vom tschech. kavka ≠ die Dohle (Vogel)

Kahlon, 5 x, // Kalon, ursprüngl. polnisch: Kalon (gestrichenes „l“) = Schmutz, Morast, im übertragenen Sinne: „Dreckspatz“.

Kahrenmann. Variante von Karrenmann = Fuhrmann.

Kais, westschwäbisch von Käse, für einen Hersteller oder Händler von K.

Kaiser. Es gab jedoch bei weitem nicht so viele Kaiser wie NT. Deshalb: ironisch gemeint: Er führte sich so auf, als wäre er ein Kaiser, wie ein großer Gebieter ... ohne es zu sein. Eventuell "hochnäsig", autoritär, stolz, prachtliebend usw. 2. evtl. ein Bediensteter am Kaiserhof.

Kakstein. von Kalkstein? von Kaak?

Kakuschke (eingedeutscht), poln. Kakuszka

Bedeutung: Kacken, Hosenkacker, Scheißkerl, familieninterner Kosename: Das Scheißerle.

Kalass // Kalaß: Kal- polnisch: Schutz, Morast. Bezeichnung für einen "Dreckspatz(en)".

Kalbhenn. Der Kälber-Heinrich?

Kaldun, sorb. Form für Kaldaun/en (Innereien, Kutteln, Flecke), NT war vermutlich Fleischer.

Kalkbrenner. BN. NT war mit der Bereitung von Branntkalk beschhäftigt.

Kalkofen. ... und hieran schließt sich sogleich das Arbeitsmittel zur Herstellung von Branntkalk.

Kalkriese // Kohlrautz // Kohlrusch // Kohlrust // Kohlross sind unverstandene Umdeutungen vom mnd. "kalkröse" dem Kalkofen (siehe Herstellung von Branntkalk).

Kallweit. Schwerp. Ostpr./Litauen. Kallw = der Schmied, -eit = Sohn des

Kalmring, 90 x, Schwerpunkt: Raum Erfurt. Siehe Entwicklung aus Kalmeier > Kalmer > Kalm, -Suffix -ring bedeutet Söhne/Nachkommen von Kalmer, Kalmeier. Kal kommt von Kalt oder kahl. Meier ist allg. der Verwalter, speziell aber auch der Milchwirtschfter.

Kals // Kalz (sprich Kalls)

100x, Bedeutung im Slaw.: Weber, Leineweber

Kaltenbach. Wohnstättenname. Das Bachwasser am Wohnort war nie warm.

Kalveram. Schwerp. Westfalen, Ortsname bei Oberhausen, auch Flurname, Hofname. Niederdeutsch. Kalver = Kälber, ram= Wiese, Weide an einer Biegung. Kälberweide.

Kampf // Kämpe // Kemp // Kempff // Kömpf, 1.200 x, stark im Kampf (Sport oder Auseinandersetzung). BN: mittelalterlich - Im Kampf bewährt. Für einen Kämpfer, Schaufechter.

Kampfhenkel, (eine unverstandene Umdeutung, hat weder etwas mit Kampf, noch mit einem Henkel zu tun. Es geht um ursprünglich...

Kamphenkel 110 x, Kamp/Camp = Feld, Wald, Wiese. Henkel doppelte Verkosung von Heinrich. "Der kleine Heinrich mit dem Acker". . Das Wiesenstück des Heinrichs (siehe Kuhlenkampff) = Die Wiese in der Senke.

Kamski. In Polen 70 x. Schwerp. Kattowitz. Keine zuverlässige Übersetzung möglich. Vage Vermutung: Eventuell Deutsch-Polnischer Mischname für einen Kamm-Hersteller oder jemanden, der stets sorgfältig gekämmt ging (?)


Kanein / Karnein / Karrenein / Carrnein / Cernein u. ä. Schwerp. Ruhrgebiet aber Karnein auch Ortsname: Dorf bei Landsberg an der Warthe (Gorzow). Wahrscheinlich alle abgeleitet vom Heiligen Quirinus.

Kant. 2 Deutungen: 1. mnd. kant = Ecke, Rand, Kante oder alfranzös. chant = Gesang, Lied

Kanthack/Kanthak, Poln. (Lehnwort) mit der Bedeutung: Balken, Klotz. Etwas am Kanthaken/am Klemmhaken haben. Begriff aus der Holz- und Forstwirtschaft. NT war eventuell ein Waldarbeiter.

Kanzler // Canzler, Schwerp. Oldenburger Land und Raum Halle - Leipzig. Kanzler, die leitende Person in der Politik. Kanzler, ein Mensch, der eine Kanzlei leitet (Vorsteher, Geschäftsführender, Schriftführender), auch Pastor, der von der Kanzel redet.

Kapauner = der kastrierte Hahn

Kapelle. An diesem Gotteshaus wohnte er / diente er.

Kaphengst.

Kapitza, 1.000 x, Schlesien,Polen poln. Kapica 4.600 x in Polen ... für Kapuze, Kutte

Kappelhof / Kapelhoff, der Hof an der Kapelle, nicht selten ein Friedhof / Friedgarten / Gottesacker.

Kappert. 1. BN von etwas kappen, abschneiden, ein Tierkastrator. siehe Kapaun, der kastrierte Hahn (er wird friedlicher und setzt besser Fleisch an.) oder 2. (eher nicht): ein Kappenträger.

Karrei. Bedeutungen: wenn die Herkunft baltisch, dann: "Der Soldat", wenn die Herkunft aus dem Raum/Herrschaftsgebiet Österreich/Ungarn, dann "Der Jäger", "der Falkner".

Karrenbauer, Wagner, ein Wagenbauer, (Ge)Stellmacher, siehe auch Wegener, Wegner, mhd.: Wehner. für Details: Runge, Rademacher, Felgenhauer, siehe auch bei Berufen wie Stellmacher ... u.a.m.

Karrenmann, Fuhrmann, Kutscher .

Karnagel // Kornnagel (falsche Deutungen) // Karnahl, 100 x, tschech.: kirnal, kirna = verkümmert, verstümmelt. Jemand mit einer körperlichen Behinderung.

Kascheike

20 x. Von Ostpreußen nach Schleswig (Flucht, Vertreibung). Wort ist gebildet aus dem baltischen Kaschenka, poln. Koszielka = Bastkorb. NT könnte ein Korbflechter gewesen sein.

Kaskelin(e), 6 x, Ursprung: Böhmen, Kosf. von Kasimir.

Kaspar // Kasparek // Kasprzyk, 250 x D, 16.000 Pol. Bedeutung: Kaspar, einer der 3 Hl. Könige, altpersisch: „Schatzmeister“. Schatzmann // Schatzmeister, ein Geldverwalter, Kassenwart, Rendant.

Kast.

Kastilahn = Kastellan = Schloss-Verwalter

Kasüske, 36 x, poln. Kazisko, kof.: Kasischko. von Kasimir. Kasi = zerstören, vernichten + mir = Frieden.

Kathke, 120 x Zuwanderung aus dem Osten. Das 2. k deutet auf eine Verkosung hin. Gemeint ist der Kätner, von Kate – ein einfaches Haus ohne dazu gehörendes Ackerland (ohne Großgrundstück).

Kattein. 200 x. poln. 1. Der Henker oder 2. abgeleitet von "Katharina" (die Reine).

Katzbach (es hat nichts mit Katzen zu tun, die hier besonders gern badeten oder auf dem Berg

Katzberg wohnten. "Katzen" in geograf. Bezeichnungen stehen für "klein". Es ist also ein kleiner Berg, ein Hügel oder ein schmaler Bach. Siehe auch: Für jenen Besucher blieb nur noch ein Platz am Katzentisch übrig.

Katzor // Katzur // Kotzur, 600 x // Kuzor. Schwerp. Raum Cottbus. sorbisch für: der Kater, die männl. Katze.

Kaufke, 14 x, Schwerp. Lausitz. Kauf ist deutsch -ke ist sorb. Ko-Suffix, Kauf von Kufe = Bottich, Fass. NT war Böttcher. Jener der mit gefüllten Weinfässern umgeht, ist ein Küfer.

Kaufmann. Wie der Name schon sagt: ein Handelsmann.

Kaup, Schwerp. Rheinland-Pfalz, Saarland. Ein Ausdruck für Mütze, Kappe, Haube

Kautz, (hat nichts mit dem Waldkauz - Weisheit - zu tun). Schwerp. Pommern. NT war kautzig, er war ein komischer Kautz, als eigenartig empfunden, vielleicht ein Sonderling.

Kaye //Caye // Keye ,70 x, Vorkommen: Harz, vom Vornamen Kay (germ. oder keltisch).

Kebschull - in vielen Schreibvarianten. Schwerp. Pommern. Bedeutung Schmutzfing, Ruß, Aschenputtel/ -brödel.

Kegel, zwei Bedeutungen: 1. frühneuhochdtsch. für ein uneheliches Kind, auch "Bankert" genannt: gezeugt auf der Schlafbank der Magd, im Gegensatz zum Ehebett.

2. mhd. für Knüppel, Knüttel, Stock

Kehr

Kehrein. Für Jemanden, der gern ein Wirtshaus aufsucht.

Kehrenberg, 50 x, Schwerp. Ruhrgebiet. Alter Ortsname Kehre + Berg, Kehre = Serpentine, Weg mit Biegungen, die umkehren.

Kekulé (von Stradonitz), böhmisch/tschechisch. Bedeutung: Hügel, kleiner Berg

Keil. auch Pflock, im übertr. Sinne ein ungehobelter Klotz, ein Vierschrötiger, ein Grobian. "Ein grober Keil gehört auf einen groben Klotz".

Keilbach. Örtlichkeitsname. 1. Der Namensträger wohnt an einem keilförmigen (dreieckigen) Landstück, das auf mindestens einer Seite von einem Bach begrenzt wird – oder 2. Hinweis auf den spitzwinkligen Zusammenfluss (Y) zweier Bäche / Gräben.

Keilblock // Kielblock (100 x)

NT war Arbeiter mit Keil zum Spalten des Holzes oder beim Fällen von Bäumen.

Volksmund: „Auf einen groben Klotz, gehört ein grober Keil“.

Keilich // Keylich //. Kuhle, Loch, Grube, Senke. Örtlichkeitsname. Dort wohnte er.

Keiling // Keyling //. -ing: der Nachkomme des Keil. Keil / Keyl für einen groben Menschen.

Keilwagen // Kielwagen (siehe Änderung vergl. Niemann => Neumann), Kiel ist entrundet von Kühl. Wagen = Wein (siehe Weinstraße früher Wagenstraße). Zitat : "glauben sie es mir einfach". Somit haben wir Kühl-Wein, einen kühlen Wein. (Werbebegriff) für einen Gasthof. Keilwagen ist sinngemäß der Gastwirt jener Schänke, die kühlen Wein feil bietet.

Kellen, Bei der Kellen, 20 x, Umgebung von Osnabrück und Niederlande. Kelle ist niederdtsch für Höhlung, Vertiefung. An solch einer gehöhlten Senke (siehe Hohlweg) wohnte er.

Keller // Kellermann. (nicht seine Wohnung oder seine Gesundheit lag im Keller, sondern seine Arbeit). Er war der Mann des Vorratskellers, speziell des Weinkellers. Andere Bezeichnung: Küfer.

Kelm 1.700 x, polnisch = der Hügel, ein Mann, der am Hügel wohnte

Kemmesieß 100 x // viele Schreibvarianten // Kemmeschiss. Ostpreußisch, für einen ungeschickten, plumpen Menschen.

Kendziora, polnisch. Übersetzung: Kraushaar oder Lockenkopf

Kerkeling // Kerkmann (haben nichts mit Kerker zu tun, sondern mit Kirche), Kirchdiener, Küster, Messner. Kerkhof Kirchhof, der die Kirche umgibt – oft der Friedhof = Gottesacker.

Kepler // Keppler. wohl vom mhd. keppel = Kappe, Käppchen, Barett. NT war evtl. ein Hersteller von Kappen.

Keusch. 1. mhd.: rein, sittsam, züchtig, ruhig, sanftmütig. 2. (in Österreich): verlassenes Bauernhaus.

Kermas 32 x, Schwerp. Niederlausitz, sorbisch zu deutsch: Kirmes = Wohlleben, Schmaus.

Kern // Kernchen 300 x

Wesentlicher Gehalt: Der Kernige. N.T. Gesund, kraftstrotzend (Körperlich und/oder charakterlich). -chen könnte der kleine Sohn des N.T. sein.

Kerner. Berufs- und Herkunftsname. 1. Der Kärrner, Karrenmann, Fuhrmann, 2. entrundetes "o" von Körner für einen Getreidehändler, 3. vom Ortsnamen: Der Kerner aus Moselkern.

Kerstan // Kersten // Kersting, 2.000 x, Kierstein // Kirstein // Kirsten

Umdeutung des norddtsch. Vornamens Kirsten / Karsten // Kersten - alles Nf. von Christian, mit der Bedeutung: Ich bin Christ. -ing = Sohn des ...

Kessler // Keßler, der Kesselbauer, der Kesselschmied.

Kettenbeil, (hat nichts mit einem Beil zu tun). Schwerp.: Langensalza /Thür. Niedersachsen, -beil = Bul, biel, Büschel, Hübel, = Hügel Örtlichkeit mit mehreren Hügeln, die wie Kettenglieder aneinander gereiht sind.

Kettner. Ein Ketten-Hersteller? Produzent von Kettenhemden?

Keuchler = Küchler

Zwei Bedeutungen: 1. von Küchler, der Kuchenbäcker, 2. Der Keuchende, auch Sprechweise beim Asthma

Kidszun 17x, baltisch, litauisch, der Hechler. bezogen auf das Hecheln in der Lein-/ Flachsbearbeitung (oder später im übertr. Sinne das Durchhecheln =Geschwätzigkeit)

Kiekebusch.

Kientopp. nd. ein Topf für Kienspäne (besonders harziges Anmachholz).

Ab etwa 1930 auch Scherzbezeichnung für das Kino-Theater oder auch für Filmwerke.

Kierkegaard. altdän. Kierke + gaard = Kirche + Garten = Kirchhof, Friedhof, Kirchgarten, Friedgarten.

Kieselbach. Ein Bach, in dessen Bett besonders viele Kiesel (Steine) sichtbar sind.

Kieser //Kisser Name aus Südwestdeutschland. Kiesen = wählen, beurteilen ... für einen Schiedsmann oder einen amtl. bestellten Prüfer von Getränken, Geld u.a.m.

Kiesewetter. Kieser = der Prüfer, für einen Meteorologen.

Kießling. 3,200 x. Schwerp. Sachsen, Vogtland, Franken abgeleitet von Kiesel-(Stein). Bedeutung: Hart, hartherzig

Kiewitt // Kiwitt, benannt nach dem Vogel Kiebitz. Stimme es NT erinnerte an jenen Vogelruf.

Killmey.Der Kill-Meyer, eine Verkürzung. Kill // Kiel niederdtsch von Keil (auch keilförmiges Landstück). Meyer = Verwalter. Also der Verwalter, der an einem keilförmigen Stück Land lebt

Kiltau // Kilthau, 72 x, Schwerpunkt Baden und Hessen Annahme: von Kühl-tau. So kühl wie Tau. Ein Mensch der Distanz hält, unnahbar scheint.

Kindermann. Der NT soll ein sehr fleißiger Mann gewesen sein und das nicht nur am anstrengenden Arbeitstag.

Kiok // Kjok. 60 x, verstreut. Schwerp. Schlesien. Abgeleitet von Kiew = Stock, Prügel. Bedeutung evtl. auf den Charakter bezogen (stocksteif).

Kirchhübel. Genau dort stand sein Haus – am kleinen Berg (dem Hügel), an/auf dem die Kirche steht.

Kircher(t) // Kirchner, Kirchherr, Kirchendiener, hd.: Küster, nd. Köster, Messner. Auch Kerkeling, -ing: Sohn des K. (nicht etwa des Kerkermeisters/Kerkerdieners).

Kirchhof. Er wohnte offenbar nahe am Friedhof (Vorsicht bei der Trinkwassergewinnung aus nahegelegenen Brunnen)

Kirmes // Kirmse. Fest der Kirchweih (-messe)

Klabes // Klaus // Klawes // Klebisch // Klaffs

Es handelt sich um Kf. von Nikolaus. Es gibt viele Varianten, so auch Glabisch // Glabsch // Glebisch // Globisch.

Klär // Klaer. (auch "Klaar" gesprochen. Das ae ist in Westfalen ein Dehnungs-"e".Vergleiche: Soest/Poe/Monroe) 360 x, 1. Schwerp. Rheinhessen, Wiesbaden auch Klormann, Gloris, Glorius abgeleitet vom Heiligennamen Ilarius. Bedeutung: Der Heitere, Fröhliche.

2. Eventuell gleichbedeutend mit Klier mittelhochdeutsch „gluewen“ = glühen, Berufs-Name für einen Schmied (vor allem im Vogtland) - aber auch möglich: 3. Eingedeutscht von Claire (Clara // Klara), lat. „die Helle“, „die Berühmte“. (z.B. Klara von Assisi)

Kläber. zu Kleber. Klebstoff-Hersteller.


Klaffs

30 x. Ein ostmittelhochdeutsches Wort zu Klabes, Klawes, Klaus Kf. von Nikolaus

Klagge, 130 x, > Klage > Klages > Klaus, Kf. von Nikolaus.

Klamm

200 x.Mehrere Deutungen möglich. 1. Bergspalte (Kamin), 2. Ortsname in Bayernu. Österreich, 3. eng, mutlos, verzagt, an Geld arm.

Klante.

Klappenbach, 65 x, Schwerpunkt nördl. von Berlin.Ortsnamen in Sachsen, Gewässerbezeichnung. Hier: eine Klappe, eine Platte, ein Schott, eine „Zunge“ zum Umlenken eines (Teils des) Wasserstroms, z.B in einen „Nebenarm“ (Bypass) zur Mühle.

Klauert. (... ist kein Tierklauenbeschneider) eine Nebenform von Nikolaus

Klausch, mundartlich von Klaus <- Nikolaus?

Klausnitzer und ähnlich, siehe Claus-, Kuf von Nikolaus

Klawitter

Klawon.

Kleber // Kleiber

1.900 x, BN, sowohl für den Maurer, der mit Lehm arbeitete, als auch für den Leim-Hersteller.

Kleeschulte. Schwerp. NRW, BN: Klee-Schulze, ein Wiesenaufseher, Verantwortlich für den Anbau des Futter-Klees.

Kleihauer, BN: Tonarbeiter, der quaderförmige Stücken aus dem Vorkommen schlägt.

Kleimenhagen, Vork. in Herrenbreitungen /Thür. Kleim = Gleim: Lehm, Feuchte, etwas beschmieren, Hagen = Schutz , Hecke, Einfriedung. Vermutlich ein eingehegtes Gebiet (Besitz) des Eigentümers Kleim, oder Besitzer einer eingezäunten sehr feuchten Wiese.

Klein(e,r) // Kleinert. Es gibt inzwischen aber auch größere Individuen dieses Namens.

Kleingeist. Wenn auch der Name nicht so sehr stark verbreitet ist, die Eigenschaft schon. Für mich ist oft erstaunlich, dass die "Duldsamkeit" derart ausgeprägt ist, dass die NT gern über Generationen diesen Namen beibehalten. Ich hätte mir schon längst...

Kleinod. - od, germ. Schmückstück/Besitz. 1. Er schien als ganz besonders wertvoll. Ein äußerst lobenswerter Charakter. 2. für einen Schmuckhersteller- oder -händler

Kleinofen.

Klettke. Aus dem Slawischen, von Klett = das Häuschen, die Hütte. NT war dessen Besitzer.

Klipsch. slawisch -sch = Verkosung. 2 Erklärungsversuche: polnisch = knacken, krachen, knallen – russisch: von chleb. Brot für einen starken Brotesser.

Klitzke, 400 x polnische Herkunft von Klitka (eingedeutscht „Klitsche“), ein kleines und einfaches Anwesen, vielleicht bescheidene Lehmhütte, Kate. Aber: Eigener Besitz! Siehe auch „klitzeklein“.

Kliesche // Klische

Vork. Tel-CD: 86x,, Kurz. von Niklisch, einer slaw. Verkosung von Nikolaus

Klingbeil, >1.000 x.Wahrscheinlich für einen Schmied der ein Beil auf dem Amboss herstellt.

Klingel, 1.500 x, Schwerp. Südwestdtschl. -el ist Verkosung, also Kling, Klinge. Ein Bach fließt durch eine Schlucht – das rauscht und klingt (?)

Klingelhöfer

820 x. Klingelhof oder Klingenhof. Ortsname im Westerwald. Der Hof mit der Klingel/Glocke - war damals eine Seltenheit. (siehe auch Klingenberg – Echoberg)

Klinggräff 18 x, Klinggraf, 4 x, „Graf“ hier nicht als Adelstitel zu verstehen, sondern Bezeichnung für einen Aufsichtsbeamten. – siehe Deichgraf. Klingo =Klangbezeichnung, Geräusch eines Gewässers eines quirligen Baches. Dort wohnte er oder noch eher: es war seine Tätigkeit (Gewässerschau = -Kontrolle).

Klinkmüller (190 x) // Klinkmuhl.

Ein Ortsname. Glingmühl zu Salgast bei Finsterwalde,. Bedeutung: Klinge ist ein Gebirgsbach, ein Bach im Tal, also eine Wassermühle am Hang, NT war dort vermutlich Müller

Klöter(s), 93 x, Klötergenz, 4 x, Klöterkes 3 x, Schwerpunkt Aachen. Klöter, Klüter niederdtsch für Klößchen, Klumpen oder mittellatein. v. Claustarius = der Schlosser, -s: Sohn des -kes: Verkosung: kleiner Sohn des Schlossers.

Kloninger//Gloninger , Südwestdtschl., abgeleitet von Glan (keltisch = Fluss), 2.500 J. alt.

Klorenz, 6 x, wahrscheinl. Kurzform von Hilarius + Lorenz = Klorenz. Viele weitere Varianten wie Klarius ... Hilarius (ein Heiliger) bedeutet: der Heitere

Klormann Schwerp. Rheinhessen, Wiesbaden auch Klär, Gloris. Glorius abgeleitet vom Heiligennamen Ilarius. Bedeutung: Der Heitere, Fröhliche.

Klose // Klooß // Kloß // Kloss // nd. Kloth, 10.000 x, Niederdeutsch: Kloth. Hat nichts mit Kloß als Lebensmittel zu tun. Von Klaus, mittelhochdeutsche Kurzform zu Nikolaus, Niclos, Ableitung von Nikodemus - der Volkssieger.

2. Hinweis auf den Vergleich mit einem Erdklumpen, ein ungeschickter oder mit einfachem, gröberem Wesen ausgestatteter Mensch.

Kloth. (niederdeutsch zu Klaus) 1. Kurzform von Klaus zu Nikolaus, Niclos, Ableitung von Nikodemus - der Volkssieger.

2. Hinweis auf den Vergleich mit einem Erdklumpen, ein ungeschickter oder mit einfachem, gröberem Wesen ausgestatteter Mensch.

Kluckhuhn. Wahrscheinlich war NT so fürsorglich wie eine Glucke?

Klücksohn. Ein Kind des Glücks. Nachkomme des Herrn G/Klück.

Klüter, auch Klöter(s), 93 x, Klötergenz, 4 x, Klöterkes 3 x, Schwerpunkt Aachen. Klöter, Klüter niederdtsch für Klößchen, Klumpen oder mittellatein. v. Claustarius = der Schlosser, -s: Sohn des -kes: Verkosung: kleiner Sohn des Schlossers.

Klützke, 60 x, Vorpomm./Pomm. mehrere Ortsnamen: wie Klietz, Kloitsch, Klütz, mit den Bedeutungen: "Quelle" oder "Schlüssel".

Klug // Kluge. Ja, jener Mensch war so. Doch in der Folge gilt: nicht immer ist Nomen = Omen.

Klugherz. Diese Eigenschaft wollen wir gerne jedem wünschen.

Kluhm // Klum. Ableitung vo klumm = knapp (siehe: er ist klamm), ärmlich, armselig

Klumb, 270 x, Klump. nach der Körpergestalt: wie ein Klumpen, Kloß: Klein, dick. gedrungen.

Klunge. Eventuell gleichbedeutend mit „klunke“ = schlaff herabhängend, Über-Name für einen schwachen Menschen.

Kluth, Klotz, Kloß, Klumpen, Bezeichnung für einen eher plumpen Menschen.

Kmitta // Kmita

54 x// 14 x. Slawischer Name, eingedeutscht. Tschech.: Kmit bedeutet Blitz oder Glanz. Polnisch: Kmetsch bedeutet Bauer, Landwirt, Landmann letzteres wird die Bedeutung sein.

Knackfuß. Vielleicht war NT nach einem Bruch des Fußgelenks gehbehindert ?

Knackmus

Knak // Knaack //Knack // Knoke 240 x

Niederdtsch Knoke für Knochen. Ein hagerer Mann, Ein knochiger Typ – aus Haut u. Knochen.

Knauer 3.000 x // Knaur. Schwerp. Thüringen, Franken. Knorrig (wie Knoten im Holz = Astabzweig). Bedeutung: Stur, unbeugsam, grob

Knaus. zu mhd. knus = keck, vorwitzig, evtl. auch vorlaut.

Knebel. 5.000x, (Holzstück zum Spannen) für einen grobern, plumpen, rohen, ungehobelten Menschen, Tölpel.

Kneschk. (das e lang gesprochen). sorbisch: der Herr (auch Gutsherr) , Prediger

Knieleder // Knieriemen für einen Hersteller orthopädischer Hilfsmittel.

Knienieder. Imperativ, als kurzer Satzname.

Knicke // Knigge, beschnittene, "geknickte" Hecke, evtl. auch wohnend an einem Wegeknick.

Knisia. Aus dem Poln. schreib: Knizia. Bedeutung: Gemeindevorsteher, Bürgermeister, Dorfschulze, Schultheiß. Einer, der jemandem Schuld zusprechen darf (Untere Gerichtsbarkeit).

Knitter (ein entrundeter) Knütter. nd. für einen Stricker oder Knüpfer (auch Fischnetze).

Knizia. Aus dem Poln. sprich: Knisia. Bedeutung: Gemeindevorsteher, Bürgermeister, Dorfschulze, Schultheiß. Einer, der jemandem Schuld zusprechen darf (Untere Gerichtsbarkeit).

Knodel, 680 x, Schwerp. Baden-Württ. (Keine Verschreibung von Knödel). von Knoten / Knorren, im Sinne von derber, robuster Gestalt.

Knobloch. Wer spendete den Namen? Der Knoblauch oder das Kopfloch?

Knochenhauer. Ein Angestellter beim Fleischer // Schlächter // Schlachter // Metzger, der Knochen aufbereitet ->zum Kochen von Brühe, -> als Dünger,-> zur Seifenherstellung.

Knochenmus ... ist das Ergebnis der Arbeit des Knochenhauers (siehe oben).

Knöfel(t), 600 x, -t dient der Verstärkung. Bezeichnung der Körperform: kleiner, rundlich, auch fest, knuffig siehe auch: Knauf, Knopf

Knoke, siehe Knak.

Knoll

Klumpen, Erdscholle, 1. für einen Landwirt (Bauern), 2. für einen eher groben, plumpen Menschen, ungehobelten Klotz ... aber auch 3. für eine anatomische Auffälligkeit „Knollennase“.

Knorr, 12.000 x, Knorre (siehe Knorr-Brühe, Knorr-Bremse, …), Schwerpunkte Sachsen, Franken. Knorr bezeichnet eine anatomische Eigenart oder das Gemüt. Ein knorriger stabiler Körperbau (ein Mann wie eine Eiche) oder Starrheit, Unnachgiebigkeit auch Unbeugsamkeit.

Knospe

Zur Zeit der Namensbildung war die Bedeutung „Der Knorrige“, nach Körperbau oder Charakter

Knüppelholtz. Künstlich enge Aufforstung, in der nur Stangenholz wachsen kann? oder – Jemand der zu seinem Lebensunterhalt Feuerholz (Astbruch/Knüppel) sammelt?

Knuffke, Knufke, 20 x, Vork. südöstl. von Berlin. Abgeleitet von Knauf, knuffig. Verdickung, Knoten, Knopf. Bezeichnung für einen untersetzten, korpulenten Menschen, einen Pykniker.

Kooo

Kobel. 1. wenn in sorb./wend. Gegend: Korbiella, Henkeltragekorb, für einen Korbmacher. 2. früher Koba, Kubel (Kof) von Jacob // Jacub

Koblitz, schlesisch, Kobila = die Stute, der Stutenort, das Gestüt. Vergl. Stuttgart = der Stutengarten.

Kobow, (wenn Kobom, dann wahrscheinlich eine Verlesung/Verschreibung).Kof zu Jakob, hebr.

Koch. BN für einen Koch.

Kockejai (in vielen Schreibvarianten). aus dem Poln. lautmalerisch: Er gackert wie ein Huhn.

Aber engl. Bedeutung: Schwanz + spielen.

Koebe(s) 100 x, // Kobs // Kobes, alttestamentarisch./ hebräisch Koebe von Jakob, nach Esau der 2. Zwilling, der Fersenhalter. (Genesis). siehe auch Kuba // Kubasik.

Köcher 1.200 x, Schwerp. Ostthüringen. mhd.: Gefäß, Behälter, so auch Fugelhupf-Form. NT war der Hersteller von Köchern ... vielleicht aus Weide, gebranntem Lehm / Ton Keramik, Leinen, ...

Köhler. Jener, der Holzkohle im Meiler herstellt.

Köhling, - der Nachkomme vom Köhler

König. // abgeleitet von Karl (der Große), als Synonym für König. Es gab jedoch bei weitem nicht so viele Könige wie NT. Deshalb: ironisch gemeint: Er benahm sich so als wäre er ein König, wie ein Gebieter ... ohne es zu sein. Eventuell "hochnäsig", autoritär, stolz, prachtliebend usw. siehe dazu Krahl, 1.600 x Korol (russ). // Kroll //Krull. Schwerp. Lausitz, sorb./tschech.

Köpenick / Köpnick, Schwerp. Brandenb., Polen, poln. für Lanze , Spieß. NT war damit bewaffnet als Soldat oder Nachtwächter oder er war ein darauf spezialisierter Waffenschmied.

Köpke // Köppe(n), 4.000 x, Koppe. alttestamentarisch./ hebräisch Koebe von Jakob, Ableitung vom Ruf-Namen „Jacob“, hebräisch „der Fersenhalter“, nachgeborener Zwillingsbruder des Esau. (Jakob hielt sich bei der Doppel-Geburt am Fuß des Esau fest).

Körbächer, 37 x, // Korbacher, Ortsname in Hessen. Bezeichnung für den Ausgewanderten – jenen, der aus Korbach kam.

Körber. Der Korbmacher ...aus Weidengeflecht.

Körner = Name für einen Getreide-Händler

Koesfeld (sprich Koosfeld, denn da „e“ dehnt lediglich etwas das „o“, wie auch in Monroe). Koesfeld ist ein Ort in Westfalen. Jener aus Koesfeld.

Köster, nd. // Küster. Er ist (der „Diener des Heiligtums“ in der Kirche). - Eine Berufsbezeichnung, in Norddeutschland nennt man ihn üblicherweise Küster aber auch Siegeris // Siegerist, von Sakristei abgeleitet. Auch Opfermann // Oppermann ist in anderen Gegenden üblich. Ebenso Messner/Messmer (Messdiener, Diener bei der Messe (kath.). auch siehe Parthum. Ebenso Kircher(t) // Kirchner, Davon abgeleitet: Kerkeling = Sohn des K.

Köthen. Ortsname in Sachsen-Anhalt/Provinz Sachsen. Das ist der Namensursprung.

Köthur.

Kohl. Für einen Kohlbauern oder den Liebhaber von Kohlgerichten.

Kohlbrecher siehe Kuhlbrot

Kohlrautz // Kohlrusch // Kohlrust // Kohlross // Kalkriese sind unverstandene Umdeutungen vom mnd "kalkröse" dem Kalkofen (siehe Herstellung von Branntkalk).

Kohlitz

Vork.: 24 x in Dt., Schwerp. Brandenburg u. Neumark (Pl). PersN.,slaw. Kurz-/Koseform Kolja von Nikolai / Nikolaus mit Suffix -itz, Bedeut.: der kleine Nikolaus

Kohlritter.

Koj, 1.256 x, Schwerp. Oberschlesien bei Oppeln/Opole Koj = lindern, beruhigen. NT ruhig, bedächtig, evtl. ein Seelsorger.


Kohout, tschech.: Der Hahn. Er stolziert, er krähte viel umher.

Kokoschka. poln. Das Hühnchen.

Kolarik, tschech.: Der Wagner, (Ge)stellmacher, Fuhrwerksbauer

Kolbusa, 23 x, (viele Schreibvarianten). Schwerp. Schlesien. Kolba = der Kolben, -usa = Verkosungssuffix führt zu „Kölbchen“.. Ein Mensch „besonders kräftiger Statur“ (Korpulenz) oder zumindest mit einer derart betonten Nase.

Koldewey // Koldewih // Coldewei und weitere Schreibvarianten. Ortsname nd. Cold = Kalt und wei = Weide. Kalte Weide weil z.B. auf schweren lehmigen Böden

Kolkwitz, 50 x, Schwerpunkt: Raum Cottbus. K. ist ein Ortsname. Siedlung der Leute des Golk/Kolk (Personenname).

Koller. Er bekam wohl öfter einen solchen? Ein cholerischer Mensch?

Kolros 2 x, // Kohlrusch // Kohlrausch = es sind andere Bezeichnungen für Klatschmohn, Pfingstrose, Kohlrose, Knopfrose. NT war vermutlich Blumenzüchter oder zumindest -Liebhaber.

Kolumbus. vom ital. Colombo = die Taube

Komm 44 x, // Kumm niederdtsche Form, kein Imperativ zum Wort „herkommen“. Schwerp. Meck-Pomm, Niedersachsen, Ostpreußen. Bedeutung: Henkellose Schale, Schüssel, Napf, Futtertrog. NT hat so etwas offenbar hergestellt.

Konerding, 150 x, Raum Hannover - Osnabrück. Eine Buchstabenumstellung / Metathese. Es handelt sich um eine Umstellung von Konrading, -ing = Sohn/Nachkomme des Konrad.

Konrading, -ing = Sohn/Nachkomme des Konrad.

Konstmann // Kunstmann, zwei Deutungen: 1. vom Namen Kunz. 2. für einen Künstler, Kunsthandwerker, Kunsthändler, auch Artist.

Kopalle. Schwerp. Niederschles., poln kopatsch = graben, der Gräber ... für einen Totengräber, Teichgräber, Bachgräber (auch für deren Instandhaltung).

Kopecky -> Kopecki (in Nowawes, aus dem Böhmischen):

Koplin, 400 x, Schwerpunkt Meck.-Pomm., Polnisches Wort. „Kopla“. Bedeutung: Die Getreidegarbe, die Strohpuppe

Koppatz, 70 x, sorbisch, 1. Hacken, roden, 2. vereinzelt nach dem Ort Koppatz, der das Gleiche bedeuten könnte.

Koppe // Köppe(n). alttestamentarisch./ hebräisch Koebe von Jakob, nach Esau der 2. Zwilling, der Fersenhalter. (Genesis).

Koppehele.

Koppte.

Korge ,160 x, Schwerp. Fläming , 2 Ortsnamen im Krs. Schweinitz: Korga(u). Bedeutung Krüppelholz, Krüppelkiefer. Mögl. Weise kamen die Vorfahren aus diesen Orten.

Korinth(a). 1. nach den kleinen getrockneten Rosinen, für einen Früchtehändler. 2. wohl selten: nach Kuh-Rind für einen Viehhalter. 3. Kaum: nach der griech. Stadt Korinth.

Kornberger. Ortsname / Örtlichkeitsname. Er lebt dort, wo Getreide auf einem Berg, Hügel wächst.

Kornemann. Ein amtlich vereidigter Mann, der das Getreide zuverlässig/gerecht = dem Maß (Metze, Scheffel) entsprechend zumisst.

Kornmesser. Ein amtlich vereidigter Mann, der das Getreide zuverlässig/gerecht = dem Maß (Metze, Scheffel) entsprechend zumisst.

Koritter, 3 x, Korittke // Kuritke Eindeutschung durch -er-Endung. Herleitung von Korittke. Das poln. Korytko ist die Viehtränke. Vorfahre wohnte dort oder war mit der Viehversorgung beschäftigt.

Korthals. 370 x, nd. Kurzhals. NT mit dieser anatom. Ausstattung

Kortleben. nd. Kurz-Leben. Vorgänger des NT hatte vermutlich ein kurzes Leben.

Kortum, 200 x, Niederdtsch: Kortum, hochdeutsch: Kurzum. „Echoname“ für einen ständigen Wortwiederholer.

Kosak (hat nichts mit Kosaken zu tun). 350 x, in Oberschlesien 680 x. Deutungen: 1. Kos = die Amsel (siehe Kosovo = das Amselfeld) oder 2. Kosa = Sichel, Sense als Arbeitsgerät.

Kosbade, 3 x unter 35 Mio. Telefon-CD, Kosboth // Kosbod(e) 11 x, aber auch Ortsnamen wie Kossebade bei Parchim, Kossebau (Altm.), Cossebaude bei Dresden. Ortsname aus dem Slawischen: Cos = Amsel, budic = wecken. Bedeutung: 1. Scherzname – Siedlung der Frühaufsteher. 2. Eventuell aus dem Russ. von Gospodin: Herr / Wirt.

Koschwitz, mehrere Möglichkeiten der Deutung: 1. vom poln. Ort Kosowicz oder Koszewicz, 2. slaw. Kos = Korb, für einen Korbmacher oder -Händler, 3. Kos = die Amsel, für einen Vogelfänger, -händler, 4. Kosic für das Mähen, die Getreidemahd, für einen Landwirt.

Koselack, 13 x. Thüringen Koslak/Koslik aus dem Slawischen. Bedeutung: Ziegenbock. NT war wahrscheinlich Hirte

Koske, 600 x, polnisch. 2 Deutungsmöglichkeiten: 1. von Kos = Sense... für einen Schmied, Sensenhersteller oder Landwirt, 2. von Kose, Kosse = Amsel.

Kosmehl. Hat nichts mit dem Getreidemehl zu tun. Aus dem Tschech: Kosma = das Zottelhaar, der Struwwelpeter. Davon ist auch der ins Deutsche übersetzte Begriff Kussmaul abzuleiten. (also nicht von Küssen und Mund, sondern in der Bedeutung: ungepflegter Strubbelkopf (?)

Kosse, 190 x, Schwerp. Westfalen und Brandenburg, Bedeutungen: Die Amsel – Ahn war ein guter Sänger oder auch Kosse die Sense: Ahn war ein Sensenhersteller.

Kostelnick, 300 x, aus dem Tschech. Sudeten. Kostel = Kirche, Kostelnick = Kirchendiener (Küster)

Kosta. // Kostka (mährisch) der Würfel für einen Spieler.

Kothkopf.

Kottlarz // Kottlors // Kottlorz, Schwerp. Schlesien, polnisch Kottlarz, Kottlina = der Kessel, für einen Kesselschmied oder einen Gefäße-Hersteller.

Kotz // Kotze(n). 2 Bedeutungen: 1. Ortsname stand Pate oder grobes, zottiges Wollzeug für eine Kutte, Mantel (engl.): coat

Kotzebue.

Kotzte, 35 x, Kotzste, Schwerp. Land Brandenburg, sorbisch/polnisch: Kotzka = das Kätzchen

Kotzur // Katzur, 600 x, Schwerp. Raum Cottbus. sorbisch für: der Kater, die männl. Katze

Kovar. (mährisch) Schmied

Kracht. (Muss es immer so sein, dass es kracht, wenn er kommt? – das ist nicht gemeint!) Norddtsch wäre Kraft, Stärke (urspr. als Rufname). Niederdtsch für Kraft ist Kracht. Siehe auch niederländ. Luchtfahrt für Luftfahrt oder auch die Gracht. von Graben, Kanal.

Kräh(h)ahn // Krehahn, 150 x, Schwerp. Sudetenland. Krehanow (tschech.). Bedeutung: Prahlhans, Großsprecher , auch: "Viel Lärm um nichts" – (eher kaum für einen Frühaufsteher).

Krämer // Kram // Kramer,, siehe auch Tauschel // Tauscher //Täuscher: ein Kleinhändler im Kramladen, Händler, Handelsmann, Kaufmann.

Kramke, Schwerp. Lausitz -ke ist im sorb. Verkosung: Das Krämerchen.

Kraft, als Vor- und Familienname. unmittelbar die muskulös entwickelte Krat. NT war ein besonders Starker.

Krahe // Krohe, sächs von dem Vogel Krähe. Vermutlich besaß der NT schwarze Haare oder im übertr. Sinne: Er krähte laut bei häufigen Gelegenheiten.

Krahl, 1.600 x // Korol (russ). // Kroll //Krull. Schwerp. Lausitz, sorb./tschech. abgeleitet von Karl (der Große), als Synonym für König. Es gab jedoch bei weitem nicht so viele Könige wie NT. Deshalb: ironisch gemeint: Er benahm sich so als wäre er ein König, wie ein Gebieter ... ohne es zu sein. Eventuell "hochnäsig", autoritär, stolz, prachtliebend usw.

Krampfer ... für jemanden, der an wiederkehrenden Krämpfen litt? Vielleicht ein Epileptiker?

Kranaster, Ortsname z.B. in Westpreußen, auch Örtlichkeitsname. Bedeutung: Kranich-Nest.

Krankemann. Es ist bedauerlich, dass er nicht anhaltend gesund war. Vermutlich keine akute Krankheit lag zugrunde, sondern eher ein zeitlich langes (bezeichnendes) Leiden oder Siechtum.

Krasnick // Grasnick, 175 x, Sorbisch, Niederlausitz. Prof. Walter Wenzel sagt: zur Bedeutung: schön, prächtig, herrlich majestätisch.

Kraßmann // Krassmann. Schwerp. Niedersachsen, abgeleitet von Pankratius Pan (alles) Kratius (Kämpfer), der Alleskämpfer (wie heute der Zehnkämpfer).

Kratkai, Kratkey, 16 x, Kratki. slaw. umgangssprachlich: Kurz, also ein kleiner Mensch.

Krause, NT hatte krausen Haarschopf, nd. Kruse, lat. Krusius/Crusius.

Krauthof. Das Gehöft, auf dem der Kräuter-Sammler wohnte/arbeitete?

Krautz, 500 x, Krautzig, 80 x, sorbisch/wendisch, zu deutsch Kf von "Schneider", „das Schneiderlein“.

Krehan // Krähhahn könnte man wohl auch schreiben. Wie der Name, so sein Auftreten

Kreitling. -ling ist Sohn, Nachkomme. Von Kreitel = Zank, Streit. Der Kreiter ist aber auch jemand, der vor Gericht einen Streit schlichtet.

Krempelsetzer. BN für einen Kurzwarenhändler. Siehe auch Krämer // Kramer // Tauschel // Tauscher // Täuscher ... im Kramladen wird Krempel feilgeboten.

Kremser.

Krenz. vom mhd. grenize = die Grenze

Kretschmar // Kretschmer // Kretzschmer. vom mhd. kretschmar = Schankwirt, Krüger.

Slaw.: krcma = Schänke, Kneipe, einfaches Lokal.

Kreutz // Creutz. Mit diesem Menschen ist es wirklich ein Kreuz?

Kreuziger = Kreuzfahrer, Anhänger des Ordens der Kreuzfahrer.

Kricke(l), 250 x, Schwerpunkte: Sachsen, Brandenburg, Niederschlesien. Bedeutungen:

1. die Krücke des Invaliden (schles. entrundetes "ü"). 2. nach dem Ort Krickau.

Krieg, alte Bedeutung: sich anstrengen

Kriegseis, Schwerp. Bayerischer Wald, für den Schmied, der mit Anstrengung das Eisen bearbeitet. Vergl. auch Findeis, Zereis, Schmelzeis. ("Krieg" bedeutet hier "Anstrengung").

Krienes, auch Krünes. (Keine Lautverschiebung von "grün"). Süddeutsch. Herzuleiten von Kirinus = der Lanzenschwinger. (Beiname für den röm. Kriegsgott Mars). So bezeichnet ist auch einer der sieben Hügel Roms.

Krienig // Kriening, früherer Ortsname Krienig in der Neumark. Krienig = Quelle.

Krienitz, Krinitz, Krinitz (30 x) aber auch mit y oder ü geschrieben. Ortsname, slaw., südl. v. Berlin. „Krinitza“ ist die Quelle, der Brunnen, ein kleiner See.

Kries(e). (Hat nichts mit Krise zu tun). Schwerp. Thüringen/Sachsen, mit G->K-Verschiebung. Von Greis->gries->Kries. Er sah bereits früh aus wie ein Greis -> eventuell zeitig weiße Haare oder faltige Haut.

Krietzsch, 25 x, Kriesch, Kritzsch, slawisch/tschechisch = Kreuz. Namensbedeutungen z.B. 1. Er wohnte an einer Wegekreuzung, 2. Er trug an einem Kreuze (hatte ein Leiden, war in Not), 3. „Es war ein Kreuz mit ihm (zu leben)".

Krippstädt, 11 x // Kripstädt 5 x, weist auf einen Ortsnamen hin. Einen solchen Ort gibt es heute nicht. Eventuell eine Wüstung?

Krohn. nd. für den Vogel Kranich. Evtl. für einen langbeinigen, "stolz" einherschreitenden Menschen.

Kroll // Krüll // Kruhle

Vork. in Dt. 450 x, gehäuft in Norddeutschland. Abgeleitet von dem niederdeutschen kraulen, krümmen. Bedeutung: Erster Namensträger hatte gekraustes/gelocktes Haar

Kronenberg, aus dem Mansfeldischen, von Kron = Kranich, Kranichberg

Krüger // Krug // Krugmann. Der Betreiber eines „Kruges“, “einer „Ausspannung“ (für Zugtiere). Der Krug ist oft eine schlichtere Schankwirtschaft für Fuhrleute und einfachere Reisende.

Krümmling, 90 x, Schwerp.: Sachsen-Anhalt. Für einen Menschen mit gekrümmter Gestalt, evtl. Buckel.

Krünes. auch Krienes (Keine Lautverschiebung von "grün"). Süddeutsch. Herzuleiten von Kirinus = der Lanzenschwinger. (Beiname für den röm. Kriegsgott Mars). So bezeichnet ist auch einer der sieben Hügel Roms.

Krumpöck, 1x // Krumböck 12x // Krumbeck 150 x, Österr., Bayern, Czech. „Der krumme Bach“

Krupp. vom mhd. krup = Vieh, siehe Kroppzeug/Kruppzeug, soviel wie: das Gesindel (von Gesinde, mit negativem Einschlag). Aber auch starker Reizhusten.

Kruse nd. // Krause, NT hatte krausen Haarschopf, Kruse, lateinisiert. Krusius/Crusius.

Krzeminski, 100 x, in Polen 7.000 x, Bedeutung: Ich kommen aus Krzemien. Ortsname. Er bedeutet "Kieselstein".

Kuba // Kube

Kosename, abgeleitet von Jacub // Jacubine

Kuba // Kubbig sind Koseformen von Jakob/Jacub. Hebr.: „Fersenhalter“. Bezeichnung für den 2. Zwilling, der sich während der Geburt am Fuß des 1. Zwillings festhält.

Kubasik, auch Köbes, Kosef. von Jakob

Kubeile. 30 x. Schwerpunkt: Pommern/Schlesien. Ableitung von Jakub, Jakob, Köbes.

Kubiella ist Koseform

Kucera. tschech.: Die Locke. NT war ein Lockenkopf

Kuchar. tschech.: Der Koch.

Kuchenbaier. Der Bäcker, der aus Bayern hierher zog?

Kuchler // Küchler. ein spezialisierter Bäcker, "auf dem Wege zum Konditor".

Kuck. - von gucken = schauen.

Kuckatz abgeleitet (nicht von Katze, sondern) von Kuckuck, poln. Kuckawa. NT rief vermutlich wie ein Kuckuck.

Kuckel //Kuckeley // Kuckley. Baltisch (lit., lett., altpreuß.) = ein Lappen zum Putzen.

Küblbach // Küblböck, Schwerp. Ostbayern. Wohnstättenname. NT wohnt an einem Bach, der viel Wasser führen kann, wie aus Kübeln geschüttet.

Küchler // Keuchler

Zwei Bedeutungen: 1. von Küchler, der Kuchenbäcker, 2. Der Keuchende, auch Sprechweise beim Asthma

Küfer // Küfner, der Hersteller von Holzfässern, vergleiche Böttcher, Böttiger, Böttcher, aber auch Bittner, Scheffler

Kühn(e) von Kon-rad = kühn, tapfer, stark + Rat(schlag) // Kühnbaum.

Kühnert, 1.000 x. germ. kühn + hart (kernig, kräftig)

Kühnlein. Vielleicht war er kein großer Recke, sondern nur ein wenig keck?

Külz. 65 x. Der Name eines wüsten Ortes nordöstl. v. Rosslau. Ableitung vom slaw. Kolch, Kolz für einen hohlen Baumstamm.

Kümmel. Berufs-Name für einen Gewürzhändler / Gewürzkrämer. Wohl selten vom Ortsnamen „Kümmel“ abgeleitet.

Künan // Künanz, 44 x, -z ist besitzanzeigend wie „die Frau von Künan“. Sorb, Niederlausitz, Deutungsversuche: 1. ausschütten, kleckern, evtl. für einen Tolpatsch, 2. umfallen (Ohnmacht), 3. schleudern.

Künstler //Künstle // Künztel // Künstlin // Künstling // Künstner, alle von Kunz, eine Kuf von Konrad, kühn + Rat.

Küter.

Kufalk 6 x // Kuhfalk 1 x, Urspr. polnisch (falsch verstanden – unrichtig eingedeutscht). Abzuleiten vom poln. Kowal = Schmied. -ski ist Verkosung: "Schmidtchen".

Kugler // Gugler, 3.300 x, Schwerp. Baden-Württ. -er = Sohn des Kugl. (hat nichts mit Korpulenz zu tun). ... von Gugl= kukula (lat.) Mönchsumhang mit Kapuze, weitgeschnittener Umhang, ponchoartig. Gugl oder Kugl war der Hersteller oder ständige Träger einer solchen Kutte.

Kuhbier

OrtsN: Kuhbier in der Prignitz. Jener, der aus Kuhbier kam. K. hat aber nichts mit Kühen oder Bier zu tun. Ursprung ist das slaw. Wort Kobir = die Klette. Ort an dem viele Kletten wachsen.

Kuhgligk. Da haben wir wohl einen eher korpulenten NT vor uns. Siehe auch Dralle und ähnliche.

Kuhlbrodt. 80 x. (Jener Bäcker, der das Brot nicht "frei Hand", sondern es in der Holzmulde = Model = in der Kuhle formte? – das ist nicht gemeint). Prof. Udolph sgt: wegen Nichterklärbarkeit eine Umdeutung. Er leitet den Namen ab vom ursprünglich ahd. Kolobert Kolo = Helm, Kopf + bert = glänzend, prachtvoll, berühmt. Von diesem Ursprung ebenfaals weitere Namen wie auch Kohlbrecher.

Kuhlkamp 60 x, Kuhlenkamp (ist das Original). Kuhlenkampf (ist eine fehlerhafte Übersetzung ins Hochdeutsche). Schwerpunkt: NRW. Bedeutung: mnd. Kuhle = eine Senke, Grube, Vertiefung, Kamp/Camp (hier) Wiese. Ort einer tiefliegenden Wiese oder Weide, Acker, Wald, eingefriedet. Siehe: das Camping.

Kuhlmann. 20.000 x. Wohnstättenbezeichnung. Der NT wohnt an/in der Kuhle, im Tal, in der Vertiefung.

Kuhlmey // -mei // -ay // auch ohne h. Verkürzung von Kuhlmeier, für einen Meier der in einer Senke, im Tal wohnt. Meier abzuleiten von Major: Große Hauptperson, regierender Verwalter, Befehlender Vorgesetzter (nicht die Milchwirtschaft betreffend).

Kuhfeld(t) // Kufeld. Ortsname in Sachsen-Anhalt. Möglich aber auch als Verschreibung von

Kuffell, ein Bierkrug, Bierseidel für den Hersteller solcher Glasgefäße.

Kuhfuß. Nun ja, dem Teufel sagt man ja auch nach, dass er mit einem Huf auftrat. Eine anat. Besonderheit – ein "Paarzeher"?

Kuhlbrodt. Möglicher Weise ein Bäcker, der den Brotteig nicht frei mit den Händen formte, sondern das Formen in der (Holz)-mulde, in der Kuhle einführte.

Kuhle // Kulig (6.200 x) // Kullig (Eindeutschung) // Kulik (12.000 x)

Zwei Bedeutungsmöglichkeiten: 1. Kleiner Vogel: Brachvogel, Regenpfeifer, Schnepfe. 2. Kugel. Äußeres Aussehen des NT. Kugel- Bauch. Für Kuhle auch: An einer Senke wohnend.

Kukacka. tschech.: Der Kuckkuck, ... für ständiges Wiederholen, Echoname. Vielleicht zeugte er aber auch ein Kind mit einer "anderen" verheirateten Frau?

Kullwatz // Kulewacz // Kulowatz, 4 x (Slaw. Namen: Buch von Prof. Walter Wenzel)

Kullwatz 1x Tel. CD // Kulwatz 8 x. Bedeutung: Rundes krumm gebundenes Strohbund, Rolle aus Stroh. Eigenschaftsname - im übertragenen Sinne: für einen runden Bauch oder struppige Borstenhaare oder einen Landwirt.

Kulok, 45 x, schlesisch., in Polen 200 x, 2. Deutungsmöglichkeiten: 1. hinken, lahmen, 2. Kula/Kulok - die Kugel, ein kugelrunder Mensch.

Kulske, 9 x // Kulski 18 x, Schwerp. Lausitz nach dem Ort Kölzig = sorb. Kulsk (Zaun, Palisade) Jener der am (besonders) eingehegten Flurstück lebt. Später: Jener der aus Kulsk kam.

Kumm, niederdtsche Form von Komm 44 x, kein Imperativ zum Wort „herkommen“. Schwerp. Meck-Pomm, Niedersachsen, Ostpreußen. Bedeutung: Henkellose Schale, Schüssel, Napf, Futtertrog. NT hat so etwas offenbar hergestellt.

Kummer. 1. Nomen est omen. Er war tatsächlich von mancherlei Sorgen geplagt. Oder 2. Ironisch für jemanden, der ständig eher grundlos kummervoll klagt und zetert.

Kunaschk, 22 x, Heimat: Oberlausitz, sorbisch. stammt von dtsch: Konrad, sorb. Kunak -schk ist eine Verkosungsform. Germ. Name Kühn + Rat.

Kunert, südostdeutsch, Dialekt, von Konrad.

Kunstmann // Konstmann, für einen Künstler, Kunsthandwerker, Kunsthändler, auch Artist.

Kunkel. Mehrdeutig: 1. Aus dem Mittelhochdeutschen für Spindel, 2. i. ü. S. für einen großen hageren Menschen oder aber 3. als Nebenform zum Rufnamen Konrad.

Kunz, auch Kuntz, Cunz. Kurzform von Konrad = kühn + rat

Kupsch, 600 x, Namenszentrum Lausitz, Form von Jakob //Jakub, -sch ist Koseform

Kurian // Kurjahn // Kurrian.

Kuritke, 6 x, // Koritter, 3 x, Korittke. Eindeutschung durch -er-Endung. Herleitung von Korittke. Das poln. Korytko ist die Viehtränke. Vorfahre wohnte dort oder war mit der Viehversorgung beschäftigt.

Kurpjuhn ist litauisch, lettisch, altpreußisch. Kurpius ist der Schuhmacher.

Kursawe, 5.800 x in Polen, Schwerpunkt: Schlesien. Bedeutung: Staubwolke, NT war vermutlich „ein Wirbelwind“. Siehe auch „Peter Stuyvesand“, niederländ. Satzname: „Stiebe den Sand“.

Kurßentis. Baltisch, sprich Kurschenties. Kur- = aus Kurland, der Kure, ßenties = der Schwiegersohn. Der Schwiegersohn des Kuren.

Kurzhals, nd.: Korthals. ...dieser saß ihm auf den Schultern. Er hatte keinen längeren – aber trotzdem im Allgemeinen die gleiche Anzahl von Halswirbeln. Wer hätte das gedacht?

Kurzweg. NT wohnte an einem kurzen Wege.

Kurzweil. Der NT war ein unterhaltsamer Mensch. Lange Weile kam nicht auf.

Kusay, sorb. Niederlausitz. Nach Prof. Wenzel und Ernst Mucke: Stück, Bissen, Brocken, im übertr. Sinne: ein bissiger Mensch. Nicht zu verwechseln mit dem Ortsnamen Kusey in der Altmark.

Kuschel (Keine imperative Aufforderung zum tätig werden, sondern) Koseform von Jakob / Jakub.

Kuschfeld, wahrscheinlich eine Umdeutung von Koesfeld (sprich Koosfeld, denn da „e“ dehnt lediglich etwas das „o“, wie auch in Monroe). Koesfeld ist ein Ort in Westfalen. Jener aus Koesfeld.

Kusian. Schwerp. Altmark. von Kus + Jan abzuleiten. Kus nd. = keusch, zurückhaltend, Jan = Kuf von Johannes. Kusian = der zurückhaltende Johannes // Hans. Vergleiche auch: guter Jan => Guderjan => Guderian oder Bösejan, Grobian, Grotian Dummerjan = dummer Johann, usw.

Kutscher (1.500 x), Kutzscher (50 x), beide Begriffe gleichbedeutend. Das eingefügte „z“ ist nur typisch im Sächsischen. Ausschließlich im Schriftbild – kein Unterschied in der Aussprache. Bedeutung: Fuhrmann, Gespannführer, Lenker der Kutsche.

Kutschka // Kutschker (hat nichts mit Pferdekutsche zu tun). poln. Kutschka = Zelt, Laubhütte, Krambude. BN für einen Händler oder Wohnstättenname.

Kuttka (schles./poln.) Deutungen: 1. Kutte, Gewand. Der NT stellte diese her oder trug sie sehr

Kuttke (eingedeutscht, 25 x) II häufig. 2. vom poln. kuttasch = graben, scharren, in der Erde wühlen – für einen Teichgräber oder Totengräber.

Kutzebauch, von Gutschen = schaukeln. Satzname: Schaukel den Bauch. Jener, dessen Bauch schaukelt. "Fette Wampe". (Daher auch die "Kutsche" als ein schaukelndes Gefährt?)

Kypke, 80 x, Kipke, 320 x, polnisch (auch norddeutsch) für sieden, aufschäumen, brodeln. I.ü.S. für eine cholerische Wesensart.

Krzikalla, 77 x, poln. Der Schreier, der Schreihals, der mit der starken Stimme.

LLL – Laaa


Laatsch 317 x, Schwerp.: nördl. v. Berlin Meck-Pomm. Zwei Deutungen: 1. Jener, der aus dem Ort Laatsch kommt. 2. Bezeichnung für einen schlürfenden, nachlässigen Gang aber auch einfältig und träge.

Labahn // Lebahn, 52 x, von dem Ortsnamen Lepahn, in Schleswig-Holstein bei Plön. Slawisch. Bedeutung: Linde. NT war der Mann aus Lepahn // ... der Bewohner des Ortes bei den Linden.

Labait. baltisch, Labas = gut, -ait: Sohn des, "Der Sohn des Guten".

Labenstein, 8 x, wahrscheinlich eine Verschreibung von Lobenstein (in Thüringen), Ortsname

Labsal, mögl. Weise für einen "barmherzigen Samariter".

Lach, 85 x // Lachmann // Lochmann (hat nichts mit lachen zu tun). Schwerp. Niedersachsen und Hessen. Niedersachsen: Lache = Pfütze, auch Dorfteich, NT wohnte an einer Senke, in der sich zeitweilig Wasser sammelte. Hessen: Lache = Grenzzeichen an Bäumen.

Lachhut // Lachut.

Lächelt. Mensch mit angenehmer Eigenschaft.

Lämmerzahl. (hat nichts mit dem Zählen von Lämmern zu tun), Eine Abschleifung. Es heißt eigentlich "-zargel" = -schwanz. Lämmerschwanz. für einen nervigen, aufgeregten Menschen, einen Zappler. Zargel, auch als Bezeichnung für den Penis.

Lafontaine, Fontane, franz. Springbrunnen, Quelle.

Lahm, langsam, gliederschwach, hinkend oder gar gelähmt.

Laicher // Leicher ( Er hat nichts mit der Leiche zu tun oder dem Laichen von Fischen). Der Laicher ist ein Sänger.

Lakaschus, 38 x, // Lakischus und Varianten. Balt., lett., lit. Ostpr. Bedeutung: Mensch i. S. v. Herumtreiber, Vagabund

Lajow, eigentlich aus Polen, das „L“ mit Schrägstrich: Lagow, ein Name mehrerer polnischer Orte. Die Berliner Mundart formt das „g“ zu „j“ um. Siehe: „'Ne jut jebrat'ne Jans is 'ne jute Jabe Jottes“.

Lämmerhirt. // Lämmermann. Der Schäfer, besonders für Jungtiere dieser Art.

Lamla. Schwerpunkt Schlesien, Baden-Württemberg. Bedeutung: Das kleine Lamm, das Lämmle – für einen friedfertigen Menschen, lammfromm, der kein Wässerchen trüben kann.

Lamm. Lammfromm.

Lammfried. Er war so friedlich wie ein Lamm.

Lamprecht.

Landt, 280 x, Schwerp. Meckl.-Pomm. 1. Ein Örtlichkeitsname – Flurname mit Land aber auch 2. von germ Namen wie Land + bert /- + brecht = im Lande berühmt, weithin wohlbekannt, dazu als kurze Kof.: Landt

Landvogt //Landvoigt

Die Bedeutung: Landvogt oder Landvoigt. Der Vorsitzende eines Landgerichts.

Landzettel. Der ursprüngl. Name schien nicht erklärbar, daher Schreibvariante eingeführt mit neuer aber falscher Bedeutung. Ursprung: mhd. Landsiedel, mnd. Landsedel > ein Landsasse = Pächter eines Stück Landes auf Zeit.

Lang // Lange(r). Der NT war nun eben nicht kleinwüchsig. Er war tatsächlich lang.

Langas. Baltisch für einen langen, für einen großen Menschen.

Langhanke. Schwerp. Ostpr. bei Allenstein. ... von Langas = Durchgang, Öffnung, Pass.

Langkabel niederdtsch: Kavel

Ein langes Stück Land, schmaler Streifen Acker. Pommern: Ortsname Langkavel

Lang(er)wisch (hat nichts mit Reinigungsarbeiten zu tun), Wiese nd. = Wische. Ein langes Wiesenstück.

Langschwager, 80 x, Schwerp. Meck-Pomm. Bedeutung: Verwandter. Körperlich großer Bruder des Ehepartners. Nicht aber Kutscher, Postillon – derartige Bezeichnungen traten erst viel später nach Bildung der Familiennamen auf.

Lanto (gehört und in Unkenntnis aufgeschrieben). Es handelt sich um einen Ortsnamen: Lantow in Meck-Pomm. bei Güstrow. Bedeutung: Lindenbast. Dieser wurde von NT verarbeitet.

Larché. Hugenottenname. Urspr. Larcher (in Frankr. 2.200 x) od. Larchet (in F. 70 x). Altfranzös.: Der Bogenmacher, Hersteller dieses Schussgerätes.

Lasker, polnisch: Lasek = das Wäldchen, auch Ortsname in Polen.

Lassahn // Laßahn. Ortsnamen in Mecklenburg. Slaw. für "Waldbewohner".

Latawitz, 3 x, poln. Latawiecz 1.333 x in Pl. für: Fliegen, herumlaufen, für einen agilen Typen, einen "Springinsfeld".

Later. Mehrere Bedeutungen: mhd. late, latte, also Latte, z.B. BN für einen Zimmermann.

lat. "Ziegel" für einen Ziegelei-Arbeiter?, lat. von lateral "seitlich". engl.: "später" – wie "Späth" oder "Endlich" – hier NT aber in der Altmark beheimatet.


Latocki // Latotzki, 10 x, poln., Latatch = eilig, aktiv, umher rennend, evtl. nervös, hyperaktiv. Der NT war ein rechter "Springinsfeld.

Laube (hat nichts mit Gartenlaube/Laubhütte zu tun). Abgeleitet vom slaw. liub = lieb.

Laurenz. Der Heilige Laurentius.

Laurisch, Schwerpunkt: Niederlausitz. Nach Prof. W. Wenzel aus dem Sorbischen. Ableitung von Laurentius.

Lautenschläger, Jemand, der auf der Laute spielt, ein Musikant.

Lauterbach , 8.000 x, Name zahlreicher Orte in Deutschl. Schwerp. u.a. Sachsen.(hat nichts mit dem lauten Plätschern/rauschen zu tun), sondern von klar, rein, unverfälscht, wie in Kaiserslautern, auch Königslutter. Im übertragen. Sinn auch für einen lauteren/geläuterten Menschen sauberer Wesensart.

Lavi. hebr. Löwe, im Gegensatz zu Levi hebr. Buch/Buche/Psalter ... "die Leviten lesen"

Layeis // Lieis, 2x // Liheis //Lyeis 3 x, Schwerpunkt: Vogtland, von Liene = die Rauchluke, siehe Lienhut = Hohlkegel an der Haltestange zum Löschen des Kienspan- oder Kerzenlichts (Sauerstoffentzug). Der Lieis (sprich Li I eis) ist der Klein-Schmied, der die Kienspanhalter / Kerzenhalter einschließlich des Haltestabes herstellte (darunter ein Behälter der die abgebrannte Glut und heiße Asche auffing).

Lebbe, Vorkommen: Niederlande, Flandern. Wahrscheinlich eine Kurz- und Koseform von Lebrecht, Liebrecht, Liebold (germ.: Liebrecht: Lieb + brecht = lieb + berühmt, Liebold: lieb + bold = Gewalt ausübend).

Lebedzow, slaw. Schwan (russ. Lebed), -zow = Sohn des L., Langer Hals? Weiße Haare?

Lebefromm. Ein sich selbst erklärender Imperativ.

Leber. Veraltete Bezeichnung für einen Fleischer, Schlechter, süddtsch.: Metzger

Leddeboge, (hat nichts mit „schwäb. Lederbogen“ zu tun). nd. Ledde = Wiese, Boge = Bogen, Biegung, Krümmung. NT wohnte z.B. an der Wiese nahe der Bachbiegung.

Leddin, 165 x, Meck-Pomm. und Brandenb. Ortsname zwischen Neustadt und Kyritz. Slawisch: Siedlung eines Mannes namens Lada.

Leeke // Leek // Leck

Ein Loch, aus dem Wasser austritt. Der NT wohnte möglicher Weise an einem Weiher mit Abfluss/Rinnsal.

Lefarth, Schwerp. Westfalen, Sauerland, niederdtsch. siehe auch Lipphart // Lippert. Ahd. liub + hard = Liebe + stark

Lehmann. (Hat nichts mit Lehm zu tun). Er ist ein Lehn-Mann. Berufs-Name zum mittelhochdeutschen „lehenman“. Nutzer einer Pachtfläche, Bewirtschafter eines Lehngutes. Er hat ein Lehen.

Lehm. 1. Wohnte er an einer Lehmgrube oder 2. war er gut formbar, knetbar (im übertragen. Sinne) wie Lehm?

Lehmberg // Lehmkuhl // Lehmpfuhl. NT wohnte an einer Stelle mit dieser geologischen Besonderheit. Am Hügel mit Lehmvorkommen, an der Senke, dieses z.T. mit Wasser voll gelaufen. (Siehe auch Lehm- und Tongruben, Standorte für Ziegeleien)

Lehne, (440 x) 1. seltenere matrynomische Bezeichnung als Kurzform von Helene. 2. Wohnstättenname: Berg-Lehne. Er wohnte am Bergeshang.

Lehnigk. Sorbisch aber eingedeutscht von Lehnsmann, Lehns-Gutsbesitzer, Nutzer des Lehen ... also kurz: Lehmann.

Leibniz, abgeleitet vom ON Leubnitz in Sachsen.

Leidyng, 550 x, Leiyng, 8 x, (eine Verschreibung), Nordwestdeutschl. nd. Ortsname im Kreis Lienburg.

Leitz // Leitzmann, 30 x, Der Geleits-Mann. Ein bewaffneter Reiter/Soldat, der Wagenzüge/Fuhrwerke gegen Räuber schützt/verteidigt. (Siehe Bodyguard).

Lemmer, 1.000 x, (hat nichts mit Lämmern zu tun). Von Lambert, Land + bert = im Land berühmt.

Lenoir = der Herr Schwarz

Lentwojt (altpolnisch)

Die Bedeutung: Landvogt oder Landvoigt. Der Vorsitzende eines Landgerichts.

Lent = Land

Lenz. Zwei Deutungen: 1. Kuf von Lorenz, 2. mhd lenz = der Frühling, das Frühjahr.

Leonhardt. Leo(n) = Löwe + hart = kräftig, stark.

Leppelt ,120 x, auch Leipld, Lippelt, Leibholt, Leopold und weitere Varianten. Ursprung ist der germ. Name Luit–bald. Luit: Leute, Volk – bald: kühn.

Léraillé, D: 1 x, Vorkommen in Nordfrankreich Bedeutungsumschreibung: Die Augen verdrehend, als Zeichen von Wut, Ärger, Jähzorn.

Less // Leß, 180 x, Pommern/Polen. Lass = Wald. NT wohnte am/im Wald.

Lessing, 1. aus sorb. Leschnik = Waldbewohner, 2 aus lezzig: müde, bequem (vergl. lässig)

Letochleb (tschech.) = Sommerbrodt

Levi. hebr. Buch/Buche/Psalter ... "die Leviten lesen", im Gegensatz zu Lavi. hebr. Löwe.

Leyen: Wir kennen Leyen-Schiefer, Beruf: Leyendecker = Schieferdecker der Dächer.

Leyer: Eventuell der Ausleiher (oder Vermieter gegen Geld), der Verborger (siehe heute: Das Leasing) oder von: Leyer /Lyra – das Musikinstrument.

Libeda. slaw. Der Schwan

Lichtblau, Licht = hell. 1. Benennung nach hellblauen Augen oder 2. nach entsprech. Kleidung.

Lichtenheld(t), Schwerp. Thüringen, Wohnstättenname. An der lichten Halde, am hellen, unbewaldeten Bergeshang wohnend.

Lichterfeld: Möglicher Weise hergeleitet von Lichtung, die gerodete Fläche eines Waldes, um dort Feldbau betreiben zu können. Örtlichkeitsbezeichnung. Der Namensträger wohnte am Acker-Rain dieser Lichtung.

Liebau. Der Liebtuer, der Schmeichler.

Liebheit, 35 x, Schwerp. Nordh., Eichsfeld, Berlin-Brdbg., einer der wenigen Namen, die vom Weiblichen abgeleitet sind (etwa 5%). - heit deutet immer auf weibl. Namen hin siehe Adel-heit. (ein edles Wesen).

Germ Luibheit, Leifheit. -heit bedeutet Wesen, Beschaffenheit, Würde. Ein liebes Wesen.

Liebehen(t)schel. 40 x, -el = Kof. Lieber Johannes > lieber Hans > lieber Henschel

Lieb(e)now // Liebenau. 1. Der freundliche Mensch, der Liebe oder 2. Jener aus dem Ort Liebenau.3. Der Mann, der an einem "lieblichen" Auenwald wohnt?

Liebermann, der liebe Mann.


Liebig, lieb, angenehm

Liebenau // Liebenow // Liebnow. Liebe + Aue. Auf der Wiese ist gut lieben?

Liebezeit. Echoname, häufig wiederholt: "Ach, du liebe Zeit", als Ausdruck von Erstaunen, Erschrecken, Entrüstung.

Liebherr. 160 x, Schwerp. Norddtsch. und Allgäu. (NT war tatsächlich zumeist nicht böse. Nein, diese Erklärung ist nicht richtig), sondern: german. Ursprung: Liub = lieb, wert, teuer. -herr = Heer, Kriegerschaar

Liebknecht, der liebe Knecht

Liedtke (in verschiedenen Schreibvarianten), 4.000 x, nd. zu Lüdke, Lüdecke, Kuf von Ludwig = volk + laut (im Sinne von Kampfesgeschrei).

Liehm (40 x) // Liem (87 x) auch Lehme, Liehme, Luhme

Schwerpunkt der Herkunft: Böhmen. Kurzform von dem german. Namen Lind-Mond. Bedeutet: Leute/Volk + moud/Mut. NT gehörte zu den mutigen Leuten, stammte aus einem mutigen Volk.

Lienig 220 x, sorbisch. Bedeutung: 1. Ein Fischer, benannt nach dem Schlei = Lienig oder 2. Haarverlust, Mauser für einen zeitig Glatzköpfigen.

Lienicke 10 x. wohl eine Verschreibung, der die gleichen Bedeutungen wie bei "Lienig" zugemessen werden.

Lier (abgeschliffen von Lüder). ahd. luit - heri -> Lut- her = Volk, Leute, Menschen + Heer.

Liesaus. 68 x. Schwerp. Sachsen, Sachs-Anh. Thüringen. Ein Satzname. Imperativ. Lies aus! Vergleiche Achenputtel: Erbsenauslese: "Die guten ins Töpfchen – die schlechten ins Kröpfchen, Spreu vom (ausgedroschenen) Weizen sondern, Wein auslese.

Lies(e), Ableitung eventuell von 1. Elias , hebr. "Mein Gott" oder 2. von Elisabeth (hebr.: "Jene, die Gott verehrt". Nur etwa 5% der Namen sind von weiblichen Namen abgeleitet.

Liesegang. von leisem Gang, schleichend?

Lilie // Lilje, 140 x, Lilienweiß. Nur Hannover und Umgebung, abgeleitet von der Blume – Lilie, Sinnbild der Reinheit, Keuschheit, Schönheit, Vergebung, Licht, 1. z.B. als Hauszeichen, Hausname „Zur Lilie“.."Zur weißen Lilie". Wohl seltener für jmd. mit weißen Haaren.

Limberg // Limberger

Vork.: Südl. Baden-Württemberg. Von dort auch viele Namensträger in Richtung Balkan, Rumänien, Banat ausgewandert. Ortsname. Abgeleitet von Lind'berg, Lindenberg

Lind // Lindemann ein zierlicher Mensch, mit zarten Gliedern, zarter Haut.

Lindlahr

Ortsname: Lindlahr im Rheinland. Bedeutung: Linden-Wald.

Lingen, zum Ortsnamen. Mhd. „linge“ = Kanal

Link // Linke // Linkerhand // Luchterhand, 1. mit der linken Hand schreibend, Linkshänder,

2. ein linkischer, ungeschickter Mensch (link = unwissend).

Linksminat

30 x. Baltischer Name: Links = heiter, froh, vergnügt. -minat = Sohn des

Linzke, 13 x , Schwerp. Brandenb. / Meck.-Pomm., Deutung Pommerisch/polnisch: NT lebt dort, wo es den Schlei (Fischart) gibt. Deutsche Erklärung (hier eher nicht zutreffend) als Zusammensetzung mit -lind , wie Diet-lind.

Lipphart // Lippert. Ahd. liub + hard = Liebe + stark, auch Lefarth, Schwerp. Westfalen, Sauerland, niederdtsch.



Limberg(er), 1.300 x, Schwerp. Schwarzwald. Klingst nach Ortsnamen (ev. wüst). Möglicher Weise eine Ableitung von Lindberg, Lindenberg, der Berg, der mit Linden bestanden ist.

Lis, 400 x, // Lisco Polnischer Name Lis bedeutet Fuchs. Vorfahre trug entweder rote Haare oder war besonders schlau

Lisca // Lischka. tschech.: Der Fuchs

Lisson. 430 x, (keine Hugenotten). Schwerp. Schlesien, poln. "Fuchs". War NT schlau, "verschlagen" oder trug er rote Haare?

List, Weisheit, Zauberei

Liszt, ungarisch: Mehl, zum Berufsnamen: Müller

Looo

Lobeda, Ortsname (Jena-Lobeda), Schwerp. Niederlausitz. Sorbischer Ausdruck für Gartenmelde, genutzt z.B. als Gewürz bei der Musherstellung.

Lobert // Löbert // Lobbert // Libbert

Vork.: 290 x in Dt., breit gestreut, PersN.,altgermanisch, Bedeut.: Chlod/Hlod = der Laut, -bert = berühmt, sinngemäß evtl.: Berühmt durch Kampfesrufe/Kampfgeschrei.

Lobeth. Slawisch, sorbisch: Lobeda, die Melde (Unkraut). Ein Mensch, der nicht viel taugt oder rücksichtsvoll: vielleicht ein Mensch, der an einem Meldeacker wohnt.

Lobitz, 230 x. Schwerp. Meck-Pom, Brandenburg. Ortsname, heute in Polen slaw. Lowicz, ein slaw. Vorname. (Ort des Lowicz). Bedeutung: Jagen

Loch, gleichbedeutend mit Gefängnis, Versteck, Öffnung, Winkel. Ortsnamen (ursprünglich -lo(h), siehe Oldesloe, Gütersloh, aber auch Wiesloch.

Löbel. Eine Verkosung, wie bei Hänsel und Gretel. Ursprüngliche Bedeutung: Löwe, also kleiner Löwe, Löwlein.

Löb(e)lich, ja, sein Lebenswandel war lobenswert. Da kann mann nichts anderes sagen.

Löchel, 440 x, Zentrum Hessen. süddeutsch. Verkleinerungsform für Loch, das kleine Loch. NT wohnte an einer Senke, Vertiefung, in einem kleinen Tal.

Löhnholdt.

Loesener // Löser. 1. Der Lauscher, Aufpasser (Begriff aus der Jagd für Jenen, der das Wild aufspürt oder 2. von lösen, auslösen im Sinne von loskaufen, sich frei kaufen.

Löw, // Löwe

Jeweils etwa 2.400 x in D. Löw ist süddeutsch, Löwe ist norddeutsch. Herkunftsvarianten:

- Aus dem Vornamen, frei gewählt „Unser Sohn soll so stark sein wie ein Löwe“ oder eher: - aus einem alten Hausnamen (aus der Zeit, als es noch keine Hausnummern gab, sondern Hausnamen). „Er kommt aus dem Haus >Zum Löwen< (siehe auch heute noch bei Apotheken, Gaststätten).

Logsch, 50 x, Loksch, „Flickenteppich-Verteilung“ (Flucht, Vertreibung). Zahlreiche Deutungsmöglichkeiten: Begriff aus dem Poln.: Lokisch = der Milde / Sanftmütige aber auch Steg (über den Bach), das Pferdegespann, auch ein Hinkender (Vorfahre).

Loh(e) // Lohmann, 20.000 x, (keine Verschreibung von Lehmann). Loh bedeutet Wald. Siehe: Der Grundstoff der Gerblohe des Lohgerbers (Lederbereitung) besteht aus Baumrinde (Birken) des Waldes. Herr Lohmann ist der Mann des Waldes. Wohnstätten- oder auch Herkunftsname.

Lohrengel // Lorengel

350 x. Harz und Südniedersachsen. von Lorenz/Laurentius (christl. Märtyrer). Lor-Engel, (Engel als Familienname). Welcher Engel /welcher von den Engeln? Der Lorenz-Engel.

Lompscher. 6 x.// Lomscher // Lomtscher 3 x, poln. – Lonka, Lomschka: an einem Gewässer wohnend. Vergleiche "Krumme Lanke".

Lorenz, von Laurentius (lat.)

Losky, eingedeutscht von Wlosky, Haar, evtl. Person mit auffälligem (langen) Haar.

Lossack, 50 x, Schwerp. Niederlausitz, sorbisch von Wlossack = Mann mit langen Haaren.

Loster, geläufig in Südwestdeutschland, Heidelberg und Umgebung. Niederdtsch für lauern, laustern, lüstern, dem Wild auflauern ... Name für einen Jäger.

Luban

Vork.: südl. v. Berlin, Niederlausitz, Sorbische Gegend, slaw. von Ljuba = lieb, wert, teuer.

Liuba = Göttin der Liebe.

Lubda 17 x. Schwerp. Oberschlesien, zu Namen wie Lubomir (Liebe + Frieden), Luboslaw. Lubis poln. für Liebe.

Lubetzki, poln. Lubecki, Ortsname. Er kam aus dem Ort namens Lubecki Lubi = die Liebe

Luboschik, 25 x, Schwerpkt.: Schlesien, von Lubo-mir (als Vorname) = Liebe und Frieden

Luder // Lüder, ein hinterhältiger Mensch. Siehe auch Lier (eine sprachliche Abschleifung).

Lübke, von luit + bert, Volk + beraht, Leute/Volk + glänzend. Auch vom Ortsnamen Lübbecke (Westfalen) ... der Mann aus Lübbecke.

Lücke, Bedeutunge: 1. von Lüddecke (norddeutsch/dänisch -dd verschwindet beim Sprechen) von Lüde = Leute, 2. Verkosung von Ludolf, (Leute+wolf) oder Ludbald, 3. wohnte an einer Lücke, Lichtung am Wald.

Lüllfitz, vom Ort Lüllfitz, Pommern, slaw, heute Lülevicze bei Belgard.

Lüllwitz, 90 x, vom Ort Lüllfitz, Pommern, slaw, heute Lülevicze bei Belgard.

Lüdt(c)ke //Lütke // Lüttje nd. – der Kleine

Lüdecke // Lüdke, Lütke, auch Liedtke, Kuf von ahd. Ludwig = volk + laut (im Sinne von Kampfesgeschrei).

Lüder. ahd. luit - heri -> Lut- her = Volk, Leute, Menschen + Heer.

Lüder // Luder, ein hinterhältiger Mensch. Man sagt, dass sich der gleichnamige Vater von Dr. Martin Luther aus diesem Grunde auch etwas umschreiben ließ.

Lühsing (fälschlich auch Lüßing (25 x), eine Verlesung des Sütterlin), Lühse (niederdtsch) = Schilf, Binse. NT wohnte an einer feuchten Stelle.

Lünser, Schwerp. Mecklenburg. Lünse = Stift, Achsnagel für ein Wagenrad. Lünser ist der Hersteller der Lünse, ein Kleinschmied. Passt zu Radmacher, Stellmacher.

Lüscher. 1. zu Lusche = Sumpf, Bruch, also ein Wohnstättenname. Dort wächst auch 2. Lüsch = Riedgras. 3. Es gibt auch den Ortsnamen "Lüsche".

Lütgert. lütt + gert? Der kleine Speerträger?

Lützelburg, die kleine Burg.

Lungfiel. nach d. Ortsnamen Lungefiel/ Lungewiel bei Regenwalde ,heute Lugowina in Polen.

Luther von 1. Lothar, ahd. luit + heri = Volk + Heer oder 2. von Lothar ahd. hlut + heri = laut/berühmt + Heer

Lutoschka //Luttosch // Lutuschka, 10 x Spreewald, sorbisch Prof. Walter Wenzel

von Lutobor (alter slawischer Vorname) = Der Kämpfer. Gleichbedeutend mit grimmig, grausam, streng.- Suffix ist Kof.: Der kleine Kämpfer, das Kämpferlein.

Lyszkiewicz, 11 x in Dtschl., 1002 x in Polen. Im Poln. ist Lis/Lys der Fuchs. NT hatte eventuell rote Haare und/oder war ein besonders pfiffiger Kerl.

MMM – Maaa

Maager. 1. Wir nehmen an, dass dem NT die Korpulenz fehlte, er nicht an übergroßer Körperfülle litt. 2. ?

Maass // Maaß, 1. Kf zum hebräischen RN „Thomas“ = „Der Zwilling“ , 2. selten von Matthäus.

Machalett. Schwerp. Franken, Thüringen. Ein Satzname. 1. Ich mache Obstwein, 2. ich mache Leid (Böses).

Machel, slaw. , eine Koseform (Ma - ch) von Matthias. Vergl. Stacho Kf von Sta – nislaw.

Macheleit, ca. 90 x, Satzname: Füge Schatz hinzu.

Machguth. Ein Satzname: "Mache es gut"

Macholtz, ein Satzname im Imperativ: "Bearbeite / Spalte jetzt das Holz"?

Mackiol // Maciol. poln. Das „c“ fügte man bei der Eindeutschung ein. Maciol von Matthäus, Matthias.

Madaus, 220 x, Maddus, nd. Matthias, Mattäus, Schwerp. Meck.-Pomm. hebr. "Geschenk Gottes".

Mädler. Der Betreuer junger Mädchen?

Maeles.

Männel, 670 x, Schwerpunkt: Sächsisches Vogtland. Das Männel, die Männle: Kleiner Mann, „Zwerg“.

Mäntele // Mänteli aber auch Mentele. Schwerpunkt in den Grenzbereichen Schweiz-Österreich-Deutschl.-Frankreich. Schwäbisch für „Der kleine Mantel“. NT trug offenbar sehr oft/ständig einen Mantel/Umhang.

Maetz, auch Metz als Kuf von Mechthild, selten zum Ortsnamen Metz.

Magiera. Dtschl. 1.500 x, Pol (Südpolen) 7.000 x. Bedeutungen: 1. "Ich bin Ungar"., 2. Böse Frau.

Mahlberg. Auf dem Hügel steht eine Windmühle.

Mahler, zu Maler, Berufsname oder zu dem Mahlenden, dem Müller?.

Mahlow // Mahlower, 1. nach dem Ortsnamen. Jener, der aus M. kam. 2.

Mahnkopf. von Mann + Kopf, ein geistig reger Mensch, ein tüchtiger Kopf. Wohl eher nicht als „der zur Vorsicht Mahnende“ verwendet?

Maier // Mayer. Maier abzuleiten von Major: Große Hauptperson, regierender Verwalter, Befehlender Vorgesetzter (nicht Milchwirtschaft).

Maigrè 16 x, 400 x Frankr., Maigret, Schwerp. Rheinland, keine Hugenotten!! Französich für: mager, schmal

Maihold, 34 x, Maiwald, Magold und andere. (Hat nichts mit Mai oder hold zu tun. Vorkommen Süd-Brandenburg, Polen. Vom altgerm Namen Magan-walt, Vermögen, Kraft, Macht, Gewalt + verwalten.

Maischberger (hat nichts mit Mais oder mit Maische zu tun) – darinnen das Mai oder May kommt von Maria hebr. Mirjam.

Maisberger // Meisberger: bayerisch Mais = der Holzeinschlag am Berg.

Maiwald // Magold und andere. (Hat nichts mit Mai oder hold zu tun. Vorkommen Süd-Brandenburg, Polen. Vom altgerm Namen Magan-walt, Vermögen, Kraft, Macht, Gewalt + verwalten.

Majaura(s), 25 x, Ostpr./litauisch. poln. Major, dt. Meier // Meyer. Verwalter, Bürgermeister

Makainis, litauisch: im Schlamm, im "Kot" treten. Dort, in einer feuchten Senke, könnte seine Hütte gestanden haben oder es bezieht sich auf die Arbeitsverrichtung? Dazu der Name Makein

Makkay, ungarisch: Die Eichel.

Malack 40 x, sorbisch, Niederlausitz, abgeleitet von (russ.: Malenki = klein)

Malakowsky. poln. (Der Milchhändler? oder ebenfalls der Kleine?)

Malcher.

Malenkow, russ. von Malenki = der Kleine.

Maluck 165 x, Ostpreußen. Klein, auch Wicht, Knirps.

Maluschka, 70 x, Maluschke, 35 x // Malyska Lausitz / Schlesien aus dem Slawischen: - Male- = klein, -usch/yska = zusätzliche Verkosung. (Der niedliche, liebe kleine...)

Malmedy, 38 x, (Malmethie 2 x), Ortsname in Belgien. Bedeutung: Der aus Malmedy.

Maluga.

Mandernach

Mangelsdorf(f).Scherp. Magdeburg, Kreis Jerichow. Ein Ortsname ... weil dort Mangel (an Lebensvoraussetzungen) herrschte?

Manigk. Sorb./wend. (Prof. Walter Wenzel): Täuscher, Betrüger. Siehe auch Mansch.

Manitius, lateinisiert.

Mansch, 111 x, Mantzsch, Schwerpunkt Sachsen aber aus dem Slawischen. Koseform für einen Betrüger, Täuscher.

Mantei // Manthey und Schreibvarianten 2.700 x, von Monday (friesisch) = Montag nach Prof. Udolph

Manteuffel // niederdtsch. Mandüwel, Lob: Der Mann ist ein Teufelskerl?

Marggraf // Markgraf (Kein Adelstitel), ursprünglich Verwalter, Richter, selbst auch Benennung bei einfacheren Tätigkeiten oder: für Jemanden, der so tut, als wäre er von Adel (Spottname), wie auch Kaiser, König, deren NT ja noch nie solch ein „Amt“ innehatten.

Marks // Marx. Moselgebiet. Erklärungsmöglichkeiten. 1. Sohn des Markus, 2. von Mark = Grenzland, von Marquardt/Markwart = Grenzwächter.

Markstein. Vermutlich wohnte er in der Feldflur am Grenzstein zwischen zwei Dörfern.

Markwart // Marquart. Jener Wart, der das Grenzland schützt, Verwalter der Mark.


Marmer // Mermer //Mormer

8 x, in Süddeutschl. Berufsname: In Ulm gab es die Zunft der Mermer. Das sind die Grautuchhersteller. Sie verarbeiten nur Tierwolle im Gegensatz zu Lein, Baumwolle usw.

Marmerow, ein Ortsname bei Teterow. aus dem Slawischen: täuschen, blenden.

Marohn, slawisch (sorbisch/polnisch). Mar- von Martin oder Markus, -ohn ist Verkosungsanhang

Marschinke, 60 x, vom poln. Marszynka, eine mehrfache Verkosung des Namens Martin.

Marth (vergleiche Vorname Martha?)

Marx // Marks. Moselgebiet. Erklärungsmöglichkeiten. 1. Sohn des Markus, 2. von Mark = Grenzland, von Marquardt/Markwart = Grenzwächter.

Masanneck // Masanek, 170 x, Mazannek, Polen 1.500 x.. Siehe Verwandschaft zu Maslo (Butter, - -streichfähig), zu schmieren, SchmierfinK, Schmutzfink, Tölpel,

Masche, Schwerpunkte: Brandenburg, Polen. 4 Deutungen: 1. Bedeutung nd. Maische für den Brauer. 2. Masche(?) des Gewebes für einen Weber, 3. mnd.: Masche = Kasten (Schrein), 4. poln. Kof. von Matthäus, Martin, Thomas.

Maschewitz

Maschwitz: Ortsname bei Halle. von dort wahrscheinlich Auswanderung nach Ostpreußen, von dort F/V/U nach D. (40x als „Flickenteppich“) . Bedeutung: Maschowiczi „Die Siedlung des Herrn Masch“.

Maschmann

Maske, arab. maskharat: Posse, Scherz, auch Schminke, Änderung der Erscheinung. Siehe auch: die Maskerade, der Maskarograf.

Mastalirsch, Mastalierz, Mastalesch und weitere Varianten. 40 x, in Polen 4.500 x. Urprünglich deutsche Ableitung von Marstall als Arbeitsort für den Pferdeknecht, Stallburschen.

Massow

400 x. OrtsN. 1 Ort in Meck-Pomm. und 3 im heut. Polen „Maszewo“, bei Naugard und bei Landsberg. Abgeleitet wahrscheinlich von Masch ..., der slaw. Form des Vornamens Martin.

Mathiebe // Mattiebe

Vork. 30 x in Dt., gestreut nach Flucht und Vertreibung. PersN abgeleitet von der poln. Urform Matyba (160 x in Pl.). Dt. Namensform: Mathias/Matthäus, aus dem hebrä. „Geschenk Gottes“.

Matthes // Matthesius. vom Vornamen Matthias / Matthäus.

Matz // Matzke, u.a. in Thüringen, Kosef. cvon Matthias (Geschenk Gottes) oder v. Martin,

-ke = der kleine Matthias

Maue, Vork. In Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Sachsen-Anhalt. Niederdtsch: Mouwe, ein Kleidungsstück mit weiten Ärmeln.

Mauerhoff. Der Hof vom Namensträger des Hauses mit einer Mauer versehen?

Maus. So klein wie eine M. So flink wie eine M. Im übertragenen Sinne auch: mausgrau, etwas fad, nichtssagend.

Maxa (aus Nowawes).

Maychrzak (poln.) = Melchior (hebr.) = König des Lichts

Bezug: die Hl. Drei Könige aus dem Morgenland: Melchior, Balthasar und Kaspar.

Medla, niedersorbisch/wendisch für kraftlos, müde, schwach, matt, ohnmächtig, tot.

Medewisch, 3 x, Südhessen, auch Medwetsch vom slaw. Medwed, für einen Honigfresser, auch für einen Bären. Ein Mann, so stark wie ein Bär.

Meergarten , 13 x, (hat nichts mit Meer oder Garten zu tun). Nach Prof. Udolph nach dem Frauennamen Marigard. ahd. Mari = Mähre, Streitross + gard = Schutz. Eine seltene (5%) matronymische Namensbildung aus weibl. Namen

Meesterknecht, fälschlich auch Messerknecht. Meesterknecht (niederdtsch.) / Meisterknecht, 50 x, eine andere Bezeichnung für Altgeselle, Obergeselle, (Vorarbeiter).

Megander, -ander (griech. = Mann), also Herr Großmann.

Mehlhaase.

Mehlhose, mehlbestäubtes Beinkleid für einen Müller oder Bäcker.

Mehlhuse(n), niederdtsch. nicht von -hausen, sondern von -hose, auch:

Mehrländer, 80 x, Schwerp. Böhmen/Tschech. von Mähren Für jenen, der aus Mähren stammt.

Meier // Meyer. Meier abzuleiten von Major: Große Hauptperson, regierender Verwalter, Befehlender Vorgesetzter (nicht zwangsläufig in der Milchwirtschaft).

Meierheine, das war der Heinrich unter den vielen Meyers. Meier abzuleiten von Major: Große Hauptperson, regierender Verwalter, Befehlender Vorgesetzter (nicht zwangsläufig in der Milchwirtschaft).

Meifahrt // Meyfahrt // Meifert. Ableitung v. ahd. Maganfried. Bedeutung Magan = Kraft, Schaffen, Vermögen + frieden.

Meinecke // Mennecke, 270 x, -ecke ist Verkosung. Schwerpunkt Niedersachsen. Grundform: Meinhart, magan + hart Macht+Stärke

Meinhardt. magan + hart, Macht + Stärke. Siehe auch Gemeinhardt. Er ist hart, stur unbeugsam gegen Jedermann – gegen die Allgemeinheit.

Meisdrock, 6 x, Meisdrok, Maisschock, Maistrok und Maistrzog östl. v. Breslau, Majsrzak (poln.), (hat nichts mit Meise oder Mais zu tun). Schwerp. Gebiet zwischen Berlin und Spreewald. Die versuchte Eindeutschung der poln. Bezeichnung für "der Meister".

Meißner, für Jenen, der aus Meißen hierher zog.

Melchisedech. hebräisch: Mein König ist Gott. Gott ist Gerechtigkeit.

Melzer // Mälzer. 1. BN im Brauereigewerbe. 2. ?

Menschick, Dt. 35 x, eingedeutscht aus dem poln. Mendrzyk, dort 65 x, ein Kluger, ein Weiser

Mentele // Mäntele // Mänteli. Schwerpunkt in den Grenzbereichen Schweiz-Österreich-Deutschl.-Frankreich. Schwäbisch für „Der kleine Mantel“. NT trug offenbar sehr oft/ständig einen Mantel/Umhang.

Menzel, Kuf/Kof von Hermann/Herrmann, heer + mann

Melanchton. latinisierte Form von "Schwarzerde". Herr Schwarzerd.

Meltendorf, 40 x, M. Ist ein Ort bei Jessen. Herkunftsname. Als slaw.-dtsch. Mischnamen bezeichnet. Von Melissa oder Melinta und-dorf.

Melsheimer // (Melzheimer). Birgt die Anmutung von "Jener aus Melsheim" (Frankreich) oder "Jener aus Melzheim" in sich. Ich fand jedoch keinen heute noch bestehenden Ort mit dieser Bezeichnung in Deutschland.

Meng, 850x, Schwerp. Thüringen, Baden-Württ.Menge, Mengel ... ist ein Lehnwort vom lat. Mango abgeleitet = Kleinhändler, Krämer, Trödler. Der Pferd-Menger ist ein Pferdehändler.

Mengel, 1.400 x, zum germ. Namen: Manegold oder Manakwalt, viel + Macht (habend).

Mercker, zu Mark. Ein Bewohner der Mark (Grenzland), auch der Märker.

Merkel // Märkel von Mark, Grenze, Bestandteil von Namen wie Markwart, Markhard. -el ist Kof.

Merkstein, siehe Markstein aber auch ein besonderer Stein, den man sich merken sollte, der die Aufmerksamkeit erregt...wie etwa ein Natur- oder Kunstdenkmal?

Mersteiner, 7 x, // Merrsteiner // Meersteiner Schwerp. Böhmen, abzuleiten von Mörstein, ursprüngl. Morgenster -er Sohn des. Als kosende Anrede "Du mein Morgenstern (Venus).

Meschkank, Meschkang, Meschgank, Meschgang // Mischkan (wendisch/sorb. Form

Prof. Walter Wenzel: hindern, behindern. Ein Zauderer, Zögerer, Tölpel

Mess von Möss, Galiziendeutsch (entrundet), da Galizier (poln. Ukraine), so wie Pomm. od. Schlesier nicht gerundet sprechen. Möss = Koseform zu Mut von Motzo o.ähnl.

Messerknecht (wahrscheinlich eine Verschreibung von) Meesterknecht (niederdtsch.) / Meisterknecht, 50 x, eine andere Bezeichnung für Altgeselle, Obergeselle, (Vorarbeiter).

Messner/Messmer, ahd messener. Eine Berufsbezeichnung. (Messdiener, Diener des Heiligtums der Kirche. Siehe bei den Namen: Küster, Siegeris, Opfermann/Oppermann.

Metag // Mettag // Mettak (hat nichts mit Mittag zu tun). Sorbisch, eine Kof. von Metislaw, Metislaus. -law = Ruhm

Metscher (hat nichts mit dem Metzger zu tun). BN: Metz-macher 1. Metz = Messer, ein Messerhersteller.

(Es gibt ferner die Metze - von messen -, ein altes Getreide-Hohlmaß regional unterschiedlich zwischen 15 und 25 Liter fassend, ein Bruchteil des Scheffels – Hersteller dieses Hohlmaßes? Des Weiteren ist Metze eine Kuf/Kof. von Mechthild, allg. auch eine alte Bezeichnung für "Mädchen", spez. Freudenmädchen ).

Mevs / Mewes / Mewies / Mevis, niederdeutsche Kurzform zum RN „Bartholomäus“

Meyer. Meyer von major = Verwalter, Amtsperson, Bürgermeister.

Meyerheine, das war der Heinrich unter den vielen Meyers. Meier abzuleiten von Major: Große Hauptperson, regierender Verwalter, Befehlender Vorgesetzter (nicht zwangsläufig in der Milchwirtschaft).

Meyer = der Verwalter + heine = Heinrich. Der Verwalter namens Heinrich.

Michel // Mickel (baltisch), Mickler (ostpreuß.), Mückler: zu Michael. Kf vom RN „Michael“, hebräisch „Wer ist wie Gott?“, Name eines Erzengels.

Mika (poln, Schlesien, Krakau. ) Polnische Kf von Nikolaus.

Miele(s). Eine entrundet gesprochene Mühle (wie im Schles. üblich)?

Miellebock //Mielbog // und ähnlich: siehe Nielbock

Mieller, ein "schlesisch entrundeter Müller", wie bei Tier für Tür, Kenig für König usw.

Mierke // Miers // Miersch // Mirke

100 x Miers, slawischer Herkunft, vom poln.Vornamen Miroslaw, Koseform Miro/Mirosch. Russ: Mir = Frieden oder Welt.

Mietchen. Niederlausitz. Miet Sorbisch) werfen, fortwerfen ... Speer ... im Kampf: Mietislaw - ein slaw. Vorname, dazu -chen als dteutsche Verkosung.

Milch. Sie produzierte diese ... hauptsächlich mit Ziegen, Schafen, Kühen oder handelte jene.

Minkley. Ein balt. Name Minki- = kämpfen, ringen Streitlustigkeit, -klei = der Hahn.

Minkner 120 x, (entrundet; schlesisch + sächsisch). Münkner 50 x, (gerundet). BN für den Müller.

Mischat. Schwerp. Schlesien Ableitung von Mischa, Micha, Michel, Michael.

Missun, eine Koseform des balt./litauischen Mikolas (Michael)

Mistler. Eventuell BN: Jener der die Misteln verarbeitet (zu Medizinprodukten, in England auch als Blumenschmuck)

Mittas. ... verändert aus schles./sorb Mitasch/ Mitacz = schleudern. NT könnte ein Speerwerfer (Metislaw) gewesen sein.

Mitzkait, 4 x, litauisch, ostpreußisch. -kait ist Nachkomme von ... Vorkommen von

Mitzkat bekannt aber falsche Schreibweise ohne weitere Bedeutung. Mitz- von Dimitrius / Anhänger der Demetra (Fruchtbarkeitsgöttin). Griechisch > altpreußisch > slawisch.

Mlynikowski // Mlynik, die Mühle,

Mlynar = der Müller, - owski = Nachkomme, Sohn.

MMM – Mooo

Mocigamba (nicht etwa afrikanisch oder arabisch), poln. Mocigemba in verschiedenen Schreibvarianten. Mundartl.: Säufer, Trunkenbold

Model, Beiname für einen Hersteller der Holzformen für Brotteig, Käse, Butter (Mulde).

Modersbach. Es war kein klares Gewässer, an dem der NT wohnte. Vielleicht hatte es vorher ein Bruch, ein Sumpfgebiet durchflossen?

Möck, 600 x, Zentrum: Baden-Württemberg, Bedeutung: 1. Grobe Ackerscholle, Klumpen, Brocken. Im übertrag. Sinne für einen plumpen, grobschlächtigen ungebildeten Menschen.

Moede

150 x. Schwerp. Vorpommern. Pommerscher Name zu Mod-, Kurzform eines zusammengesetzten Namens wie Mod-ger. Bedeutung: Mut und Speer.

Mohr // Möricke, siehe auch Morse, zu Moritz, lat. Maurus, der Maure, Mauretaner.

Möllemann // Möllmann

1.300 x. Schwerp. Raum Magdeburg, Emsland, NRW. Niederdeutsch für Mühle: Möhle. Berufsname: Müller = Möhler, Möller, Möllermann und Varianten.

Mönnich, Ableitung von Mönch. Ein Mönch hatte seltener eigene Nachkommen, daher eher Bezeichnung für einen 1. sehr enthaltsam lebenden Menschen oder 2. für einen "entlaufenden" früheren Mönch.

Möppel. War er wirklich klein und rundlich – eben: moppelich?

Möricke, siehe auch Morse, zu Moritz, lat. Maurus, der Maure, Mauretaner, Mohr

Möss, Koseform zu Mut von Motzo o.ähnl. Dazu Mess Galiziendeutsch (entrundet), da Galizier (poln. Ukraine), so wie Pomm. od. Schlesier nicht gerundet sprechen.

Moises // Mojzis (900 x tschech.) // Mose

Ägypt. von Mose = Kind, speziell im Hebräischen: Mose, das aus dem Wasser gezogene Findelkind.

Mokros // Mokre // Mokri, Dtsch.190 x, Polen 300 x (Oberschlesien). Mokre = nass, feucht, durchnässt. Spottbezeichnung für einen Bettnässer oder auch Trinker.

Moldenhauer // Muldenhauer, Hersteller von Mulden aus Holz, Brotformen für das Bäckerhandwerk. Siehe auch Model.

Moltke, ndt. Molter = der Bierbrauer

Mommert // Mummert von Mundbarr: Beschützer, Vormund – beschützt das Mündel

Mommsen, -sen = Sohn des Momm, Kf von Momberg germ, von muni + beraht = Geist/Gedanke + glänzend. Prof Udolph meint: Sohn des Momm aber genau wie Mumm ein Lallname (aus Kleinkindermund), dem Laut nachempfunden ohne konkrete Bedeutung.

Montè. Mont = der Berg. Ein Hugenotten-Vertreter.

Monteverdi, ital. Monte verde = Berg + grün

Moormann, Er wohnte in der Nähe des M.

Moran // Morán. Tschech., Böhm., Sudeten: Der Vagabund, der Herumtreiber, Landstreicher

Morawe 35 x . Eindeutschung des slawischen Morawa

Fluss in Mähren, Ortsbezeichnung, Flurname: feuchter, grasbewachsener Platz.

Morawetz, 300 x, Morawec (tschech./mähr.) ... ist einer, der aus Mähren stammt.

Morche. Über-Name abgeleitet 1. vom Pilz „Die Morchel“ aber auch 2. als Ableitung von Mohrrübe / Möhre bekannt.

Mordhorst.

Mory, 10 x vom sorbischen Vornamen Moryslaw. Vergl. Myroslaw.

Moosig // Mosig, 1.000 x, sächsisch. Bedeutung: Die mit Moos bewachsene Stelle, Wohnstätte am Sumpf, am Morast.


Mostler. Derjenige, der aus den Früchten der Obstbauern und Gärtner den Saft presste und diesen konservierte sowie in Flaschen abfüllte ("auf Flaschen zog").

Motte, 170 x, Schwerp. Schleswig-Holst, Meck.-Vorpomm., NRW. (Hat nichts mit dem Insekt zu tun). Mot / Motte ist nd., = Mut hd. siehe auch Namenzusammenfügungen wie Wasmut, Gismut ...

Motk, 4 x, poln. Mlotk, Motek = Hämmerchen. Molot, Molotaw, russ. Hammer. NT war vielleicht Schmied oder Werkzeugmacher (oder beides).

Motschall, ein Name aus Polen. Begriff aus der Flachsverarbeitung bei dem Arbeitsgang des Einweichens der Fasern im Wasser.

Mozart urspr. Motzahrt // Motzert // Muthard // Mutzhart // Mutzenhard, aus dem Alemannischen „motzen“ von moud+hart , moutishard, (Mut + stark). Verwendet aber auch als Spottname: „im Schlamm rühren, unsauber arbeiten“.

Mrzik, 12 x, (sprich: Mscheck wie in „Garage“, vergl. Morze (Meer) gesprochen Morsche),

Myzk (z mit Punkt obenauf). Bedeutungen im Poln.: 1. Schlummern. NT hielt wohl gern mal ein Nickerchen oder 2. Blindekuh (Kinderspiel: hat die Augen geschlossen/verbunden, wie beim Schlaf).

Mylius. latinisiert, weil's doch interessanter wirkt = der Müller.

Mross // Mroß

Vork.: 670 x, überall gestreut, Herkommen aus Ostpreußen, Schlesien, Polnisch für Frost, Reif.

Pers: abgeleitet von Mensch, mit frostigem Wesen, kaltem Charakter.

Mücke 2.600 x. Schwerpunkt: Brandenburg und Sachsen.

Nach der Statur des NT benannt: klein, schwächlich aber auch agil, beweglich oder lästig, frech.

Mückenhaupt, NT mit kleinem Kopf, „ähnlich einer Mücke“.

Mückenheim. Je, eben. Dort sind sie "alle" zu Hause. Vermutlich an einem Feuchtgebiet wohnte der NT.

Mückler // Mickler(ostpreuß.), Mickel (baltisch): zu Michael.

Mühle // In der Mühle – eben dort wohnte der NT.

Mühlendyck. Er wohnt an der Mühle am Deich, betreibt wahrscheinlich eine Windmühle niederländischer Bauart nicht um Getreide zu Verarbeiten, sondern das Land zu entwässern (pumpen durch Windkraft).

Mühlstein ist der Hersteller Gleichnamiger.

Mührel // Mierel // Murel // Mur (seltener Name) aus dem Sudetenland. Eine Verkleinerung / Verkosung von Mur – das ist ein mürrischer Mensch.

Müller. BN für den Müller. Windmüller und Wassermüller (siehe auch Bruch-Müller), Zichorien-Müller, Holz-Schneid-Müller. Siehe auch Münkner 50 x, (gerundet) // Minkner 120 x, (entrundet; schlesisch + sächsisch) .

Müller:

Ein Berufsname für den Müllergesellen, den Müller, den Müller-Meister, den Mühlen-Meister. Neben den Kenntnissen der Verarbeitung des Getreides zum Mehl waren auch viele handwerkliche Kenntnisse und Fertigkeiten in der Holzbearbeitung für die Mühlenreparatur oder gar den Mühlenbau erforderlich, also insbesondere aus dem Zimmermanns-Gewerk. Die Tätigkeit eines Müllers wir von jeher zu den "unehrlichen" Berufen gezählt.


Münch, Ableitung von Mönch. Ein Mönch hatte seltener eigene Nachkommen, daher eher Bezeichnung für einen 1. sehr enthaltsam lebenden Menschen oder 2. "entlaufenden" früheren Mönch.

Münkner 50 x, (gerundet) // Minkner 120 x, (entrundet; schlesisch + sächsisch) BN für den Müller.

Müntefering. Münte ist mnd.: Münze, -fering ist mnd: vieren vierteln aber auch vervierfachen ... für einen Münzenpräger.

Münz(en)berg. Dort eine Münzprägungsstätte? ...oder Fundort eins Münz-Schatzes?

Münzer // Müntzer, der Hartgeldpräger

Mumm, norddeutsch. Sohn des Mumm oder Momm, ein Lallname (aus Kleinkindermund), dem Laut nachempfunden ohne konkrete Bedeutung.

Murrer, 75 x, (hat nicht mit murren od. mürrisch zu tun). Berufsname, sorbisch/wendisch: Der Maurer.

Musal // Murschall, 175 x, Muschalla, mehrere Varianten, mehrere Möglichkeiten: 1. slaw.: Mursalla = Schmutzfink, 2. Muschitz = morsches, faulendes Holz, 3. poln "müssen". Eine Arbeit verrichten müssen, Arbeitsverpflichtung im Abhängigkeitverhältnis – z.B. für den Gutsherrn (Fronarbeit) 4. (kaum): pers. Mursa = Sohn des Fürsten.

Muth. Der NT war kein Angsthase. Er hat Mut bewiesen.

Muszkieta, Schwerp. Schlesien, Bedeutung: Muskete. NT war möglicher Weise ein Hersteller oder ein bedeutender Kämpfer.

Mylius. 200 x. lat. der Müller, der Mühlenmeister?

Myslivec. tschech.: Der Waldmann, siehe lat. Silvanus, griech. Silas.

NNN – Naaa

Naburg, 4 x!, Nebenform von „Nachbar“. Von hinten gelesen: Gruban, Gruban/Grubann (russ., poln., obersorb.): der Grobian.

Nadler. Jemand, der Nadeln herstellt aber auch feine Nägel, Drahtwaren.

Näwie // Näwing, 13 x. Ostfalen, Sachs.-Anh., Näw = Neffe, -ing, = Sohn, Nachkomme. Also: Der Sohn des Neffen von ... .

Nafe // Naffe, 150 x, aus Niederschlesien, eine Ableitung von „Der Neffe“ als Verwandtschaftsgrad und Anrede.

Naggatz, 43 x, Noggatz, Schwerp. Lausitz, slaw. Nogga = Bein, Fuß, z.B. für einen langbeinigen Menschen oder einer anatom. Besonderheit.

Nagel // Nageler // Nagler // Nagelmann. Ein Nagelhersteller aber auch jemand, der viel nagelt.

Nagorzki // Nagorsni (fehlerhaft eingedeutscht). Poln. Bedeutung: Auf dem Berg wohnend.

Nahr. 200 x, altgerm., eine Kombination aus ernähren und genesen = am Leben erhalten = heilen.

Nahrstedt. Die Stätte / der Ort der Pflege, der Heilung ("Sanatorium").

Nalke, Nalcke, Nahlke. Eventuell eine Verschreibung. Versuch einer Erklärung: mhd. Nahl = Nagel, -ke: Verkleinerungsform (Nägelchen) BN für einen Nagelschmied.

oder Verlesung von Nelke für einen Gärtner?

Napiralla, poln. sich aufdrängen – als Widersacher, ein Streitsüchtiger.

Nasdal 35 x, Nasdall 22 x, slaw. Nasdalla, Bedeutung: fern von der Ferne. NT kam aus der Ferne oder wohnte weit draußen (jwd.).

Nauch, 3 x // Nauck. wahrsch. aus dem Slaw.: Navuch, Nowak = der Neuling, der neu Hinzu gekommene

Naumann (Thür./Sachsen) // Neumann (hochdtsch), Niemann (niederdtsch).

Der neu hierher gezogene Mann. „Der Neue“.

Neander. -ander (griech. = Mann), also Neumann

Nebel // Newel // Nebelo, 18 x, Newel ist ein Ort bei Bochum. Bedeutung: Land am Meer, wo oft Nebel herrscht.

Neber, 150 x, bayerisch, u. schwäbisch für "Nachbar".

Neese.

Nehrends // Nerenz ("eingeslawt") // Nehring(-s), german. von "er-nähren", "Nahrung" und "genesen". ... auch in germ. Namen wie Narwald oder Narhard.

Nehrkorn // Nährkorn. Für einen Getreidebauern, der mit dem Anbau für nahrhaftes Gut, für die Ernährung sorgt?

Neie. Eine entrundete Form von "der Neue", siehe auch Neimann = Neumann, nd. auch Niemann.

Neitzel 1.500 x tz und el doppelte Verkosung, siehe Hänsel und Gretel. Grundlage: Neid Bedeutung aber im 12. Jahrhundert im Germanischen nicht „neidisch“ heutiger Bedeutung, sondern Zorn oder Hass des Kriegers zur Stärkung seines Kampfesmutes, ... mit Todesverachtung. Siehe Niedhart/d, Neidhard u. ä.

Nekat, 30 x, auch Nekaites, - kait = Sohn des ... Baltisch (lett., litau., Ostpreuß. Herleitung von Nekis mit der Bedeutung: „nichts“, „unbedeutend“ oder für jenen, der nichts vernünftiges tut.

Nelke, 350 x, Schwerp. Norddeutschland, 1. von Cornelius–> Nelius –> Nelke, 2. eher aber nicht von Gewürz/Blume.

Nelkenbrecher. 30 x. Ein örtlich begrenztes Gemeinschaftsvorkommen. Wahrscheinlich hat dort niemand typischer Weise Nelken gebrochen. Eher führte einVerhören/Verschreiben/Verlesen zu diesem sehr seltenen Namen, woraus eine neue Fehl- interpretation der Bedeutung folgte.

Eher – N.Erkenbrecher.

Nemec. tschech.: Der Deutsche

Nespital. Eine eventuell zutreffende Erklärung aus dem Polnischen Ne = nein, Spitasch = fragen. Mögliche Bedeutung: „Der Schweigsame“. Er fragt nicht viel – ein „Spitzname“.

Nestle(r) // Nestlé, (hat nichts mit Vogelnest oder Lebensmittelproduktion zu tun), mhd. Nestel = Band, Schnürsenkel, Schnürriemen, Bandschleifen, Schuhbänder. Der NT stellte diese her. siehe auch Bindrum von binterriem = Riemen zum Binden, zum Schnüren.

Nette, 240 x, (hat nichts mit „nett sein“ zu tun). Örtlichkeitsbezeichnung in Verbindung mit Flussläufen. Z.B. Das Nettetal.

Netz

500 x, verstreut: Flucht, Vertreibung, Umsiedlung. Mehrfach Ortsname und auch Flussname. Bezeichnung für einen Spezialisten, der Netze herstellt.

Neubecker. Ein Bäcker der erst kürzlich in den Ort gezogen ist / der hier vor nicht langer Zeit eine Bäckerei eröffnet hat.

Neubert.

Neujahr, diese Namensgebung, weil Jener am 1. Januar geboren wurde. Siehe auch Gutjahr.

Neuling. Der ( zum Beispiel im Beruf) Neue.

Neumann. // Neimann // Niemann. Mittelhochdeutsch: niuwe – man, der neue Mann, der ein Hinzugezogener, ein Neubürger. Jemand, der neu in eine Gemeinschaft eintritt. Griechisch: Neander-

Neumeister. Der neue Meister, derjenige, der gerade die Meisterprüfung abgelegt hatte oder der neu hinzugezogene Meister.

Niering, 130 x, Schwerp. Schlesien. ... von Nahrung, Ernährung, Unterhalt. Er war mögl. Weise ein Kostgänger, ein Arbeiter, der auch Essen erhielt.

Nichau (Schwerp. Ostpreußen), Beachte: Wechsel von M und N im Polnischen. Hier Ableitung vom Vornamen Michael.

Nichelmann

150 x, Schwerpunkt südlich von Berlin. Slaw. Ort, Ortsname: Der Mann, der aus Nichel kam.

Nichtern, 40 x, eine entrundete Aussprache des ü (wie in Tür,-Tier) Schwerp. Südhessen, Mainz. Bedeutung: Nüchtern. 1. und 2. (weniger wahrscheinlich) - leerer Magen, Antialkoholiker, eher 3.: leidenschaftslos, antriebsarm.

Nickel, von Nikolaus. Jungnickel = der junge Nikolaus

Nicodem // Nicodemus, 600 x, Schwerpunkt Rheinland, griech. Der heilige N. Nike _ der Sieg

Niedorf // Niedorp (niederdtsch.) // Niendorf

38 x. Schwerpunkt Raum Perleberg. Bedeutung Neudorf // Neuendorf. Herkunftsname. Jener, der aus Neuendorf kommt. Siehe auch Niemann => Neumann.

Nieland (520 x) // Neuland (hochdeutsch)

Niederdeutsch, Schwerp. Norddeutschland. NT siedelte auf einem Stück Neuland (nach Entwässerung, Brandrodung usw.).

Nielbock // Nielebock, Vork: in D: 300 x, ON slaw. Ursprungs, früher Miele-, Ort bei Genthin/Kreis Jerichow, siehe Jüterbog/(Jüterbock/Jüterbogk) Wappen zeigt einen Ziegenbock. Falschdeutung! Bed.: Miele = lieb, teuer, Bog, (Bock) = Gott

Niemann (kommt nicht von "niemand") = Neumann. Der neu hierher Zugezogene.

Niemöller, mhd.: nie = neu, Möller ndt. = Müller, der neue Müller (hier im Ort)

Niemetz, Niemitz, Nimetz, Nimitz, slaw. für ein Deutscher

Nietsche 50 x, Nietzsche, Nitsche, 4.600 x, Schwerp. Sachsen, Thüringen. Koseform von Nikolaus. Bedeutung Nike/Nic, nicos = der Sieg, -laus = das Volk.

Nilius. latinisiert, nichts, eine Null, der wenig Gehaltvolle, der nicht Nennenswerte / Erwähnenswerte, der Unwürdige?

Nimmit. Ein imperativer Satzname. Kann auch als Echoname aufgetreten sein.

Ninck // Nink, 450x Koseform von (lat.) Benikenus = der Gütige

Ninse, 20 x, eine Verlesung der altdeutschen Schrift. Ursprünglich Dinse von Dionysios, dem Weingott.

Nix // Nick // Nicki // Nicks (Niederlande)

1000 x, Schwerpunkte: Altmark, NRW, Rheinl.-Pfalz, Bedeutung Kurzform von Nick = weibl. Wassergeist. Der Genitiv Singular ist dann Nix oder der Sohn von Nick: Nix' Sohn, Nicks Sohn.

Nixdorf

250 x. Ortsname in Böhmen, ursprünglich Nikolausdorf (heute: Nikolaczowice).

Nooo

Noack.

Nobile, ital. (1. Silbe betont) vornehm, edel, ja eben "nobel"

Noelte // Nölte // Nolte. Kürzung des Namens Arnold // Arndt.

Nöske // Noske (kurzes „Ö“ bzw. „O“)

200 x, Schwerpunkte: Leipzig, Mecklenb., Brandenburg. Name slaw. Herkunft Noske, Nosseck bedeutet: Auffallend wegen seiner Nase, aber -ke relativiert versöhnend als Verkleinerung: Der mit diesem Näschen.

Nötting (auch wegen Verschreibung: Nöttig. Es kommt nicht von Not im heutigen Sinne = Elend oder Bedürftigkeit). Vork. Vorpomm. und Südhessen. Ein alter germ. Name von "Not" in Zusammensetzung wie Notfried, Nottokar, Nothardt usw. "Not" bedeutete im ahd.: Im Kampf bestehen. -ing/-ig ist der Sohn, der Nachkomme von Not.

Nogaj // Nogay, urspr. aus Polen. Nogaj = der Fuß. Ein anatomisch auffälliger Fuß des NT

Noldan, 5 x, Nolden 1.200 x (Noldan ist eine Verschreibung von Nolden). Koseform von Arnold Arn = Adler, Old = walten/verwalten.

Nosal, 33 x, in Polen 4.617 x, poln. Nos = Nase. Name für Jenen mit auffälliger Nase (wie Zinken, Knoll, Adler).

Notdurft, 600 x, Nothdurft, 24 x und ähnliche Schreibvarianten. Bedarf an Lebensnotwendigem. Er bedurfte des Nötigsten. Ahn war ein hilfsbedürftiger Mensch.

Notzon 207 x, eingedeutschte Schreibweise des polnischen Namens

Nocon 20 x, in Polen 4.400 x. Bedeutungen: 1. Nachtwächter (Beruf), 2. Nachtschwärmer, (Feiermensch), 3. Schlafmütze (im übertr. Sinne). Siehe Gute Nacht = Dobra nocz.

Novosad. (böhm. / mähr.) Neusatz

Nowak // Nowka, slaw. „neu“, der Neue, vergl. Neumann, Niemann

Null / Nullet . Er war eine Null. Es war mit ihm nichts los (abschätzige Wertung). Nullet:(sprich franz. Nülé) 12 x, unter 35 Mio. Schwerp. Rh.-Pfalz, Elsass-Lothringen. Zwei Deutungen: 1. von Nudus: arm, nackt und bloß (Nudisten), 2. von Bernhard => Bernolet => 'Nullet.

Nulpe. (eine geringschätzige Wertung, sinngemäß siehe vorstehend).

Numrich (mundartlich), Grundlage ist „Nimritz“.

Nuntius, lateinisiert für: Herold, der Bote, Verkünder, Ausrufer.

-

OOO Oaaa

Oberpichler, Personen-Herkunft Salzburger Land (hat nichts mit Picheln im Sinne von Alkoholkonsum zu tun). Pichel ist der Hügel, der Hübel, der kleine Berg. Und oben darauf stand dessen Haus.

Oberröder. Örtlichkeitsname: zum Ort Oberroden bei Frankfurt. Der NT wohnte am Berg über dem Röder (der gerodet hatte).

Oberth, zu Albert, ahd: adal + beraht, edel+ glänzend

Oberthür. 306 x, Schwerpunkt Thüringen und Rheinland-Pfalz, der Begriff wurde im Laufe der Zeit verformt und ihm eine neue Bedeutung zugemessen. Prof. Dr. J. Udolph meint, dass der Ursprung das mittelhochdeutsche Aventure = Abenteuer wäre. Abenteurer, vielleicht für einen umherziehenden (gefährdeten) Kaufmann.

Obst, 2.500 x, Schwerp. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thür. Berufsname für einen Obstbauern oder Obsthändler. Das -t ist nur ein Verstärkungs-t. Ursprünglich waren die Früchte "Obs", ebenso wie das Oberhaupt der Katholiken ein "Pabs" war.

Odoj / Odoy, 40 x, aus Polen, Oberschlesien. In Polen 35 x. Odoje ist der Platz, an dem Haustiere gemolken werden. Der Melkplatz (oft im Stalloder auf der Weide)

Oehler // Oelschläger, ein Hersteller von Ölen aus gebrochenen / gequetschten / entölten Fruchtsamen.

Oehmichen // Oehmich(l)er // Oehmke. von Ohm, Oheim für Onkel.

Oferle 3 x, Offerle 9 x, Uferle, süddtsch, Baden -le ist Verkosung. Ableitungen von Odfried germ. Kleinod / Besitz Eigentum + Frieden oder Ottfried geschrieben.

Offenbach. nach dem Ort Offenbach

Ogaza, 500 x, (gesproch.: Ogasa) , Oberschlesien, mundartl. Scheusal, Ekel

Ohainski 11 x, slaw. Raum Breslau. Bedeutung der Ächzende, Stönende, Jammernde.

Ohm. mnd. Oheim = Onkel, auch Oehme, Oehmichen, auch Ehm.

Ohrmund, 13 x, Vorkommen: von der Pfalz nach Pommern, wahrscheinlich abgeleitet vom Germanischen Aur = Gold, Mund = Schutz (siehe Vormund, Mündel, Schützling).

Oldag, niederdtsch. für Alltag

Oooo

Ofiara, 26 x, poln. Opfer. Aufschrift auch auf dem Kollektekasten in poln. Kirchen. Bedeutung: Der NT opferte sich für das Wohl anderer Menschen auf.

Olböter, 70 x, Oltböter, nd. bezeichnet einen Altbesserer. Er ist der ältere Besserer oder der Reparateur der alten Gegenstände, z. B. ein Schuster, Schuhflicker, im Gegensatz zum Schuhmachermeister, der Schuhwerk neu fertigt.


Olschinka und viele ähnliche Formen. slaw. (hier: poln.) Olscha, die Erle. Ein Wohnstättenname für einen Menschen der dort lebt, wo Erlen stehen.

Opel, Oppel

Vork.: 950 x, Schwerpunkte: Franken, Vogtland., Ostthüringen Ableitung von den germanischen Vornamen wie Odbrant, Odbrecht, Odbert. Bedeutung - brecht, -bert glänzend, hell, vergleiche auch: Variante von Apel als Weiterführung von Adal I bert. Adal = edel I bert = hell, glänzend, berühmt.

Suffix -el Koseform wie bei Hans - Hänsel, Margarethe/Grete - Gretel.

Opfermann // Oppermann

Er ist (der „Diener des Heiligtums“ in der Kirche). - Eine Berufsbezeichnung, in Norddeutschland nennt man ihn üblicherweise „Küster“ / „Köster“ aber auch Siegeris // Siegerist oder Sakrister, von Sakristei abgeleitet. Auch Messmer/Messner (Messdiener) waren üblich.

Oppenborn, 50 x, Schwerp. Hannover, Schleswig-Holstein, "Op den Born" = über der Quelle. Wohnstätte oberhalb einer Quelle.

Oppenheim // Oppenheimer. Ortsname. Der aus O.

Orbanz

Unter 35 Mio. Einträgen 30 x, davon 15 aus Gebiet Dahme/Spree. Das deutet darauf hin, dass sie aus einer Familie stammen. (Walter Wenzel, Forscher slaw. Namen, Leipzig). Name hieß urspr. Horbanz. Ein christlicher Name: Urban (auch Papstname. Segen: Urbi et Orbi - der Stadt und dem Erdkreis).

Orde // vom Orde (wahrscheinlich nicht adelig), nd. gleichbedeutend mit Ort. Siehe auch zum Namen Ortel. "Ort" kann eingesetzt/genutzt werden für Ecke, Spitze, Kante Rand, Ufer, Landzunge (Darßer Ort), Ende eines Ganges (Bergmann arbeitet vor Ort). NT lebte evtl. am Rand/Ende eines Ortes.

Orlowski. aus (Mähren) = der Adler.

Ortel. Schwerp. Raum Angermünde. -el ist eine Verkosung (siehe Hänsel und Gretel). Siehe auch Orde // Ort. Deutungen für Ort: 1. Zu den Namens-Zusammensetzungen wie Ortlieb, Ortfried, 2. "Ort" als Uferlinie/Landzunge, siehe "Darßer Ort" und ähnliche. 3. "Ort" = Ende des Ganges eines Schachts im Bergbau = der Ort des Abbaus, der Ortgang.

Oschkau // Oschaikis //Oschkinat // Oschkini, baltisch: zu Oschka = Die Ziege

Oserow, slaw., der See, siehe auch Jehser(t), auch Gäser(t) „superkorrekt“, (t) dient der Verstärkung des Auslautes, ist aber „unorganisch“, wie bei Obs/t oder Paps/t. Alle slaw. für See, poln. Jehser, Wohnstättenname. Der NT lebte am See.

Ostapschuk, -uk deutet auf Weißrussland, Ukraine. Abzuleiten vom griech. Eustachius: standhaft, wohlbegründet. Siehe auch der 'Stachus in München.

Osterberg, 150 x, (hat nichts mit dem Osterfest zu tun). Schwerpunkt Schmalkalden. Ortsname bei Kassel. „Der nach Osten hin liegende Berg".

Osterhage (keine Verschreibung von Osterhase), sondern der eingefriedete Ort im Osten, z. B. des Dorfes

Osterland. Ein Landstück im Osten des ... Dorfes.

Ostern. vom Germanischen für: mit Wasser übergießen, tauchen, taufen. Die späteren Christen tauften dann vorerst nur zu Ostern.

Ostertag, NT war geboren am Ostersonntag, am Osterfeiertag.

Ostin, 11 x // Osting // Ostinn 0 x, letzteres vermutlich eine Verschreibung, bzw. notiert nach dem Gehörten. Bedeutung: Ost = aufgehende Sonne, -ing der Nachkomme – also des Mannes, der die aufgehende Sonne im Namen trägt.

Ottenhausen 30 x, Ostwestfalen/Lippe, Ortsname. Der Mann, der aus O. kam.

Otschik // Ocik (Poln.)

Deutscher Name--> polnisch verwendet. Hergeleitet von Otto. Hier: im Sinne von Ottochen.

Ott // Otte

gehört zum Vornamen Otto, germanisch zu Zusammensetzungen wie Otmar, Otwin. Bedeutung: Besitz Eigentum, darin auch Ot- / Od- siehe Kleinod. Vork.: 14.400 x Ott in Süddeutschland mit Verlust des auslautenden Vokals (siehe der Has', die Hos'). 5.000 x Otte in Norddeutschland (siehe der Hase, die Hose).

Ottenberg 170x, Ortsname

Overdick // -diek // -dieck

150 x, Schwerpunkt Nordrhein-Westphalen. Niederdeutsch: Over = über, jenseits: Dick = Deich. Bezeichnung für jemanden, der hinter dem Deich (in Sicherheit vor dem Wasser) wohnt.

Oyss, 16 x // Oys mhd. abgeleitet vom Namen August.

-

PPP – Paaa

Pach // Pacht. Das unorganische „t“ ist später als Verstärkung angefügt. Zu Paulus, Pawel (der Kleine), Packoslaw.

Pache 615 x, Pachen 16 x, poln. Ursprung. Pach ist Koseform zu Pakoslaw/Pachuslaw (viel/kräftig + Ruhm), vergleichbar mit kosender Kurzform Stach als Rufname für Stanislaw. – oder aber von Paulus, slaw. Pawel/Pawka = der Kleine.

Packe. ...aus Schlesien. Pack ist Koseform zu Pakoslaw/Pachuslaw (viel/kräftig + Ruhm), vergleichbar mit kosender Kurzform Stach als Rufname für Stanislaw. – oder aber von Paulus, slaw. Pawel/Pawka = der Kleine.

Paduck // Paduk. litauisch von Padukis = rasend, tobend, toll, verrückt ... für jenen mit dem cholerischen Temperament.

Paersch, 27 x, Persch, 600 x, slawisch, Konsonantenwechsel: Baer = sammeln, auflesen, -sch ist Koseform.

Pagunk (3 x) , zu Pajunk (berlinerisch) 53 x, aus dem Poln. Pajonk = Spinne. Nt war dünn wie eine Spinne oder er war ein Spinner oder ein Erzähler: „spinnen am Abend, erquickend und labend).

Painta, 13 x, in Oberschlesien 82 x. Urspr. Pa´nta (gesprochen: Pajnta), hergeleitet von dem altgriech. Heiligennamen. Bedeutung: Der All-Erbarmer".

Paisdzior. In poln. Schreibweise: Pazdzior. Bedeutung: Schäbe. Holzteilchen vom Flachs (vergl. „Spreu vom Weizen). NT trennte vielleicht die Schäben von den Fasern des Flachses.

Palm, 7.000 x. Schwerp. Rheinland aber auch Streuung in Norddeutschland 1. Kurzform von dem Heiligen Palmatius oder 2. als Bedeutung wohl selten: Über-Name von Palme (Palmbaum, Palmenzweig). Bezug: Jesus Einzug auf dem Esel nach Jerusalem. Begrüßung am Sonntag Palmarum mit Palmenwedeln. Bei uns diese Feier mit Salweidenzweigen. Name Palm für Jenen, der für die Ausgestaltung dieser Feier verantwortlich war.

Palow 20 x, Ortsname Palowo, früher Alt Paalow (Pommern, Polen).

Palow ist von „Pfahl“ abgeleitet.

Palluscheck // Palluczek

Vork: Schwerpunkt Raum Posen/Poznan. Bedeutung: Qualmen, Rauchen. Jemand der ...

Palm. 1. Kurzform von dem Heiligen Palmatius oder 2. wohl sehr selten: Über-Name von Palme (Palmbaum, Palmenzweig).

Pamin, 100 x, in Polen ebenso viele...nach einem Ort in Polen Pomien bei Stagard.

Pampa 20x, Pampe, Schwerp. Lausitz, Prof. Walter Wenzel: Slaw. Pompa, auch: der Pampen(hans). Bedeutung: Brei, der Breiesser., der Brei-Liebhaber.

Pampel. (von Pampe = Modder oder Pampel-muse?). Die sächs. Namensforschung ergab: Schwerp. Vogtland, hier endemisch, ein mundartlich geprägter Begriff mit seiner Bedeutung von schwerfällig, ungeschickt, dick-unbeholfen aber auch ein "Hans-Wurst" oder jemand der die "Drecksarbeiten" verrichten muss.

Panck

Pantel, Schwerp. NRW, Niedersachsen, abgeleitet vom griech. Panthaleon, Übersetzung: der Mitleidsvolle, der Allerbarmer, (Märtyrer), einer der 14 Nothelfer, Schutzpatron der Ärzte und Hebammen.

Panzer. BN für den Hersteller oder Träger eines Panzers (Rüstung, Harnisch), Feinschmied.

Papenfuß.

Pappe (Vermutung: Pape, Pope, Pfaffe – stimmt aber nicht, kommt ebenfalls nicht von starkem Papier) sondern von: jemanden füttern, auf-päppeln. Pap ist ein Brei (zum essen oder auch zum kleben. Kann auch sein: Gegen Beköstigung, im Taglohn quasi für einen Brei arbeiten.

Paraljov // Paraliow. Aus dem Serbischen. Paralia ist ein rundes irdenes Gefäß für Speisen, eine Schüssel. NT war vermutlich ein Hersteller solcher Schüsseln aus gebranntem Ton.

Parschat, baltisch, -at: Nachkomme des Parsch. Bedeutung: Ferkel, kastrierter Eber. BN wahrscheinlich für einen Schweinezüchter.

Parthum, 126 x, 2 Bedeutungen: 1. Vorfahr kommt aus der gleichnam. Ortschaft (heute Tschechien) oder kommt von Pardon= Betglocke. Der Träger dieses FN hat die Glocke bedient = Küster.

Passin, 90 x, Schwerp. Elbe-Elster-Gebiet. Sorb./wend. paschin von Pa= Paul, Pavel, Pawel, Pawka, -sch Verkosung (Paulchen) = Sohn des Paul.

Pasteur, altfranz.: der Schäfer, später der Hirte = Pastor.

Pastor = der (gute) Hirte, auch im übertrag. religiösen Sinne für einen Prediger/Geistlichen/Pfr.

Patzschke. Eine typisch sächsische Schreibweise. Pa- ist eine Kuf. Wahrscheinlich von Paul = Pawel = der Kleine, oder von Pakoslaw = der Kräftige, Kernige. -tzschke ist eine sächsische Verkosungsendung.

Paucka, 1 x // Pauka 46 x, poln. Paluka, gesprochen Pa_uka, Ortsname südl. von Bromberg "An der Flussbiegung liegend, an der Aue ...

Pech , teerartige Masse für das Schuhmacherhandwerk, auch zum Abdichten von Booten Wein- und Bierfässern // Pechmann, kein Unglücksrabe, sondern Pechsammler, -brenner.

Beachte auch den mundartlich üblichen Konsonantenwechsel, z.B. im Sächsischen zu

Bech, Becherer, Bechert, Bechmann, Bechstein (der Sammler von schwarzem Pechgestein)

Pechiny. Aus Oberschlesien. Pecacin – aus dem dtsch. „Pächter“ verpolinisiert und anschließend wieder eingedeutscht.

Pega, 100 x, Bedeutung: Sommersprosse (z. B. im Gesicht).

Pegelow // Peglau 120 x, Ortsname Ort Pegelow bei Stettin. Nach 2. WK inGogolewo umbenannt. Bedeutung: Der Pegel, der Maßstab, die Messmarke

Pehl. Mehrere Deutungsmöglichkeiten, je nach Herkunft des ersten NT.: wenn aus Süddeutschl. - Bube, wenn niederdtsch - Kopftuch, wenn Nordrh-Westfalen (Peel) = Sumpf

Pehla // Behla // Bjelo // Bielo

Schwerpunkt des Vorkommens: Raum Cottbus, ein sorb. FN (siehe Walter Wenzel „Orts- und Familiennamen). Abgeleitet von Behla // Bjelo = weiß. Frühzeitige weiße Haare sind wahrscheinlich Ursache der Benennung dieses Menschen.

Peisker, 580 x, Schwerp. Land Brandenburg. Nach Angabe von Peitzker herrührend. Fisch der Art: Schlammpeitzker. Aus dem slaw./poln. für quietschen, pfeifen (des Fisches) als seine Reaktion auf das gefangen Werden durch eigenes Ausdrücken der Schwimmblase.

Pejunk, 10 x, auch Pejung, Piejunk. Polnisch: Pajonk, die Spinne. Bedeutungsmöglichkeiten: Anatomisch = dünne Extremitäten oder Jemand, der andere gern „einwickelt“. Oder ein Erzähler phantastischer Geschichten = der Spinner (siehe auch Lügenmärchen, Seemannsgarn).

Pelgerin, von Pilger, Pilgerin // Pilgrim.

Penndorf, (hat nichts mit dem sozial schwachen Penner zu tun). „P“ und „B“ werden im Sächsischen gern getauscht. Es gilt hier vorrangig Benndorf. Siehe: Hist. Ortsnamenbuch von Sachsen.

Perl (hat nichts mit den Perlen der Muscheln zu tun). Schwerp. Bayern. Kof und Kuf für Bernhard.

Perlewitz. ? – Die „Perle“ stammt aus dem Griechischen / Lateinischen und wird übersetzt mit „Margarethe“, siehe auch Perl = Bernhard

Perlitz // Berlitz (siehe auch Altmärkische Wüstung),

abgeleitet von german. Vornamen mit Bär-, Bär walt Bär als starkes Tier, walt als Gewalt/Macht. Das z ist ein umgeformtes s. Der Suffix s(z) bedeutet: Sohn der Bären.

Perschke. eine Form der Verkosung von Peter, Petrus: der Fels (Schlesisches Namensbuch)

Persicke. -icke: Verkleinerung. Eine Form der Verkosung von Peter, Petrus: der Fels (Schlesisches Namensbuch)

Pesenecker, 34 x, Pesen I ecker, Pesen I acker. Niederdtsch. Schwerp. Altmark. Bedeutung für den Pesenacker: untauglicher/kaum fruchtbarer Boden. Dort wohnte er – am bösen Acker.

Peterenz // Petrenz , 50 x, sorb. von Peter, Petrus = der Fels.

Petke // Petschke, Koseform von Peter. Das Peterchen.

Petrosello, altital. für Petersilie

Petschick // Petschik. Ursprüngl. griech./lat. aber -ick ist sorbisch / slawisch. Der kleine Peter /Petrus = Der Fels.

Petzold // Petzhold // Pätzold und weitere Schreibvar. 7.000 x. Schwerp. Sachsen. Petr = Verkosung von Peter/Petrus, "der Fels" + old von walt (Gewalt, etwas zu sagen haben, Macht ausüben, verwalten).

Peukert. Der Paukenschläger.

Peylo. Koseform von Paya Polnisch: Schnauze, Maul.

Pfannenstiel. Jener Schnitzler oder Drechsler, der wärmeisolierende Griffe für heiße Behälter erarbeitete.

Pfauder. Der Pfau. NT putzt sich gern heraus wie ein Pfau?

Pfeifer 8.000 x // Pfeiffer 16.000 x, von lat. pipa, die Hirtenflöte, siehe Flöter, Flötner, NT ist ein Musiker, ein Flötist.

Pfennig. Whrscheinlich in der Bedeutung von Pennigbewahrer, Pfennigfuchser, Geizkragen.

Pfertsch, "Fertig", sächsisch gesprochen, siehe auch "Vortisch". ein schneller Mann, ein zügiger Arbeiter.

Pfettenhauer, Fätkenheuer, in verschiedenen Schreibvarianten. Herleitung von Pfettenhauer, dem Zimmermann, der bestimmte Dachbalken (Pfetten) für ein Haus behaut/herstellt.

Pfiel // Pfuel, 10 x, (hat nicht mit dem Pfuhl zu tun). Eine Mischbildung aus Piel (niderdtsch) und Pfeil (hochdtsch.). Ein alemannischer Begriff. Bezeichnung für einen Hersteller von Pfeilen.

Pfitzmann, Wohnstättenname, NT wonte an einer zeitweilig mit Wasser gefüllten Senke, einer Pfütze.

Pfister // Pfisterer – Ableitung von Pistor // Pistorius, lat. Der Bäcker

Pflaume. Name für einen Obstgärnter oder mhd. phlume = Flaumfeder für einen Federhändler, Hersteller von Bettdecken. Als abwertende Bezeichnung/Kennzeichnung minderer Caraktere wohl nicht).

Pforr, 360 x, Phorr 2 x, mhd. Phorre -> Porré (Lauch, Gemüse). Name für einen Bauern, der jenes Gemüse anbaute.

Pfuhl. NT wohnte am Weiher. Wir wollen nicht annehmen, dass er in den Sünden-Pfuhl fiel.

Pharao // Pharaon 3 x // Pharion, 10x - verschiedene Varianten – vermutlich vom Ursprünglichen aus Unwissen umgedeutet.

Pharo 30 x // Faro 60 x, Faro als Vorname, aus Fara entwickelt = das Geschlecht, die Familie. (Germanisch/burgundisch/langobardisch).

Piasta, 60 x Dtschl., 300x Pol. Piasta ist ein poln. Wort für Radnabe. Vermutlich war Ahn ein Wagner, ein Stellmacher ein Radbauer. Piasta ist aber auch ein poln. Herrschergeschlecht.

Piater 120 x. Schwerp. Niederlausitz (Prof. Walter Wenzel, Leipzig). Vom Vornamen Peter = der Fels.

Pichelmann // Pichler, 1. Jemand, der gern das Wirtshaus aufsucht? 2. Jemand, der an einem Hügel wohnt? Personen-Herkunft Salzburger Land (hat nichts mit Picheln im Sinne von Alkoholkonsum zu tun). Pichel ist der Hügel, der Hübel, der kleine Berg. Und oben darauf stand dessen Haus.

Pieck. vom mhd. pek = Spieß, Pik = Spitze,

Piefke, 130 x, Schwerp. Niederlausitz, Schlesien, Poln. Grundform "Pieseck". Deutungen: 1. von Piwo für einen Biertrinker, 2. Kleiner Junge = Piepe (es ist kinderleicht = piepeleicht). 3 In Österr. werden gern "alle Preußen" nach dem preuß. Kapellmeister namens Piefke, ebenso genannt.

Piehler. Schwerpunkt Vogtland/Franken. (Hortes P und babbsches B werden im sächs. oft gewechselt. Siehe die Binge oder Pinge (Bergwerkseinbruchloch bei Altenberg/Erzgebirge). Gleiche Bedeutung wie Piehler: Bühler. Der vom Bühl (vom Berg, vom Hügel), der dort wohnt.

Piekla, Dt. 1x, Pol. 164 x, von poln. Pjeklak: Ofen-Sitz, „warme“ Ofenbank.

Piepenbrink.

Pieper. Jener Musikant, der auf der Pfeife spielt.

Piesnack

Pietzker // Peitzker dem Slawischen, abgeleitet von dem Fisch namens Schlammpeitzker, Schlammbeißer. möglicher Weise Benennung für einen Fischer.

Piffrement, (franz.), Pfefferminz(e)

Ping-Pang // Pinkpank // Ein Klangname. Möglicher Weise für einen Schmied.

Pipijorra // Pipgorra. poln. Bedeutung: Die Überreste nach dem Rupfen eines Huhns (Federreste). Benennung für den, der diese weiterverarbeitete? Oder sah ermit seiner Frisur aus - wie ein gerupftes Huhn?

Pippeleit, 3 x, Havelland, balt. lit., lett., ostpreuß.: 1. Sohn des Pippe (Wachtel) oder 2. schwach, untauglich.

Pistor // Pistorius. lat. Der Bäcker. Siehe auch Pfister, Pfisterer

Plätke // Pletke // Plettke

100 x Schwerp. westlich von Berlin, Altmark, Niedersachsen. Abgeleitet vom Ortsnamen Plathe (im Kreis Salzwedel). Slawisch Zaun (Plot, Plet) von flechten. Wohnort mit einem Zaun, der aus Plathe

Planeta.

Plenck. Eventuell ein Klangname, beispielsweise für einen Schmied.

Plenert, 80 x, Plönert, Plon ist ein Ort im Vogtland. Bedeutung: Flach, kein Hügelland (in einer sonst eher bergigen Gegend) – vergleiche: Plan, planiert. Der NT kam aus Plon. Er war mithin ein Plöner, mundartlich auch ein Plener. Dat End-t oft als Auslaut-Verstärkung.

Plensat //Plenz I at. Das „at“ weist hin auf „Sohn des Plenz“ 10x. Poln.-baltisch. Es ist der Sohn dessen, der gut tanzte, hüpfte, sprang.

Plettig, 55 x, Niederlausitz wend./sorb. zu Plott = Zaun, geflochten. NT als dessen Hersteller oder Örtlichkeitsname

Plinzner. (Ein Eicherkuchen- oder Kartoffelpuffer-Bräter?)

Plumbaum, Kombi von niederdt. und hochdt.. Der Pflaumenbaum.

Plumboom

Pluschies // Pluschys 14 x, Schwerp. Ostpreußen. vom litauischen Pluscheti: sich fleißig regen, sich mühen – für einen "Macher".

Plutniak // Plutniok, 11 x, „o“ ist schlesisch, poln.: Plutniak. der Spuckende, Rotzer, Sabberer.

Pooo

Pocher, Betreiber eines Pochwerkes, Arbeiter in einem P. zur Erzzerkleinerung. Trennung des Metalls vom tauben Gestein. Erzverhüttung, Metallurgie – aber auch: der Pocher des Sensenblattes (glattklopfen des S.), siehe auch Dengler, Tengel, Tengelmann,

Pock, 100 x, aus Österreich (Kärnten, Steiermark) frühere mundartlichen Lautverschiebung B>P. Ursprünglich Bock. Hausname, wie „Zum blauen Bock“ oder NT war angriffslustig.

Podzuweit

Ostpreußischer Name. Bedeutung im Litauischen: Sohn des Töpfers. Pott = der Topf.

Pöschla, Schwerp. Niederlausitz, dtsch-sorbisch, Sprechrundung von Pechla. Eine Form der Verkosung von Peter = der Fels.

Poetendorf (nicht der Bewohner eines solchen Ortes, falsche Bedeutung), sondern

Pötendorf, Schwerp. Franken, gerundet von Petendorf, ein Ortsname in Franken.


Poeting, 7 x, Poetting, (Pötting) Schwerp. NRW, ein Ortsname. Bedeutung: „Topf“, „Pott“, Vertiefung im Gelände, Pfuhl, Pfütze

Pötzsch

2000 x ,Südbrand., Sachsen. Eine deutsch-slawische Mischform von Peter / Petrus.

Poetzsch, 180 x, sächsisch, " " " " " " "

Pofalla // Pofeldt, aus Polen in dem kaschubischen Dialekt. Bedeutung: Lob und Anerkennung.

Poggenseier 8 x, Raum Pritzwalk. Heutiger Ortsname in Niedersachsen. Der aus Poggenssee.

Pogge : niederdtsch. = Frosch, -seier/seer, der vom See. Vorfahre lebte am Froschteich.

Poggenreuther. Jemand der auf Fröschen reitet?

Pohmer. Schwerp. Ostbayern. Hier besteht eine hochdeutsche An-Lautverschiebung von "B" zu "P". Siehe Bohmer / Böhmer: Der Mann, der aus Böhmen kam.

Pokatz // Pokats // Pocratius // Bocratius

abgeleitet von Bock, auch lateinisiert. Benennung entweder eines Viehzüchters, eines bockigen Menschen oder eines Weiberheldes („Geiler Bock“).

Pol // Pohl, vom nd. Pfuhl, Weiher vergl. engl. Pool.

Polasek. tschech.: Der Schäkerer. (Auch im Sinne von: der Lebemann, der Playboy?)

Polter. Ein nicht sehr Rücksichtsvoller?

Poltorak (142 x) // Poltarock // Pultorak (9 x, in Polen 5.300 x)

Viele Deutungsmöglichkeiten: Fuhrwerk, Münze (Bedeut. „1 1/2“, ein Feld von 6 Morgen, Honigwein

Polzfuss (140 x) Schwerpkte: Brandenburg und Meck.-Pomm.

= Boltfuß = Schwellfuß, Bedeutung: Schwellfuß = geschwollener Fuß, war vermutlich eine anhaltende physiologische/anatomische Besonderheit des NT.

Pomerio (lat. Form von) = Baumgarten

Örtlichkeitsname: Der ursprüngliche Namensträger kam von/war Besitzer eines „Baumgartens“, vielleicht einer abgezäunten Obstplantage oder einer Streuobstwiese.

Poor. 30 x, vermutlich Hör-/Schreibfehler des Pastors – eher Poort nd. Pforte /Stadttor o.ä. ...Eingang, Zufahrt, Hafen ... für einen Pförtner, Torwächter, Beschließer.. (nicht vom engl. Poor = arm)

Porat, 2000 x, Schwerp. Meck.-Pomm., slaw./poln., von Porada = Ratgeber, Beratung.

Porée 1x, Pore 1 x. Es handelt sich um eine Verschreibung von Borée 60 x, auch Borries (Koseform) und weitere Varianten. Es ist eine Ableitung von Borchardt/Borchert (niederdt., Burghart (hochdt.). Burg = Schutz. hart = klein, kräftig.

Posegga. Poln. Pozega = Feuersbrunst. Name für Jemanden, der Brandrodung betreibt.

Pospis(ch)il. tschech.: Der Eilige

Post. 1. Ein Bediensteter der Post? Ein Bote?, Post lat.: Nach.

Potempa, aus dem Poln. dort 1.400 x. Bedeutung: Schimf, Schande, Beleidigung, Verachtung

Potente, nach dem Heiligen Potentius, lat. potens = mächtig.

Potthof // Potthoff

Poz(s)dziech, 9 x, poln.: Spät ... für den häufig zu spät Kommenden.

Präger, 370 x, Schwerp. Raum Jüterbog. Bedeutung: Münz-Präger

Präkel(t), -el = Verkosung, -t = Verstärkung. Präkel ist "der kleine Hund" (z.B. bei der Jagd, eventuell abgeleitet von "Bracke als Hunderasse). Hier ist damit der Hundeführer benannt.

Prätel // Pretel // Predel

jede Variante 24 x in Dtschl., ein Örtlichkeitsname. von Predel bei Zeitz. Im Sächsischen wechseln hartes/hordtes „t“ und weiches/bappsches „d“. Stammt von dem slaw. Predel = Abschnitt oder auch Flurgrenze z.B. zwischen zwei Dörfern. Dort an der Grenze wohnte jener Mensch, der zum NT wurde.

Prätorius. Altrömischer Beamter am Gericht und auch Bediensteter in der kaiserlich-römischen Leibgarde (Prätorianer).

Prange, zwei Deutungen: mnd. für Pfahl, Dalbe, Anbinde-Stange, vergleiche auch der Pranger,<