Bilder aus Schellerhau im Osterzgebirge

Zu den Bildern besteht ein Begleittext für das Jahr 1958: Drei herrliche Wochen des Aufenthalts im Kindererholungsheim Schellerhau.

Das Wappen des Ortes Schellerhau sehen wir an der Hauswand des beliebten Landwarenhauses „Elektro-Rümmler“. Hier gibt es nicht nur Elektrogeräte, sondern ein vielfältiges Angebot von Waren des täglichen Bedarfs und darunter vor allem auch Lebensmittel. (Diese Einrichtung bestand aber 1958 noch nicht.)
Das Kindererholungsheim am Hang auf dem Grundstück Dorfstraße 38 (später: Hauptstraße 95).
Quelle: Ansichtskarte des Verlags Erhard Neubert KG.
Die Längsseite des Heimes mit dem Eingang steht etwa parallel zur Straße. (Foto: Familie Rotter).
In der Bildmitte Sonnja Günzel. Ja, sie zeigt oft ein sonniges Strahlen trotz schwerer Arbeit in der Küche. Sie freut sich, dass uns die Mahlzeiten immer schmecken. Sie kocht aber nicht allein. Es gibt viel mehr Fleißige. Der Technik-Meister des Anwesens ist Horst Klammer.
Eine Gruppe der vielen Kinder, die sich im Hause erholten. Foto vom Beginn der 1960-er Jahre.
Die morgendliche Gymnastik auf dem Platz hinter dem Haus verstärkt den Appetit auf das leckere Frühstück.
Chris schreibt seinen Angehörigen darüber, wie nach der Sage das Dorf Schellerhau zu seinem Namen kam.
Eine Jungengruppe in den 1960-er Jahren und auch ein Großteil des Personals ist versammelt: Die Heimleiterin, Erzieherinnen, Küchenkräfte und eine Raumpflegerin.
Eine Mädchengruppe auf dem Weg zum Bahnhof. Ziel ihres Tagesausflugs ist der Zoologische Garten in der Bezirksstadt Dresden.
Der Schellerhauer Landwirt Helmut Liebscher (1925–2004) schrieb viele mundartliche Heimatlieder und Gedichte. (Bild zu einem Zeitungsartikel im „Dippoldiswalder Wochenkurier“ vom 29. September 1994.)
Der allzeit singende Helmut Liebscher dichtete und vertonte im Jahre 1949 „Das Schellerhauer Lied“. (Bild zu einem Zeitungsartikel von P. Salzmann in der „Sächsische Zeitung“, Dippoldiswalde, vom 26. Juli 2010.)
Nicht jedes Andenken muss gekauft werden. Quarz–Mineralien glitzern uns im Sonnenschein entgegen.
Vor der Waldkulisse findet sich ein ruhiges Plätzchen, um das Theaterstück für das Abschlussfest einzustudieren.
Der große Galgenteich (mit Insel) bei Altenberg ist ein Trinkwasserreservoir. Im benachbarten kleinen Galgenteich darf man baden.
In diesem Haus befand sich „zu meiner Zeit“ die Arbeitsstätte des Haarkünstlers. Damen-, Herren und Kinderfriseur. „Ein Kurzschnitt der Herr? 85 Pfennige, bitte!“ Hinter diesem Gebäude zweigt nach links ins Tal der Schellermühlenweg ab. Dort endlang spazieren wir zum Kino.
Das berühmte Glockenspiel, „Die Glocken des Friedens“, mit 25 Glocken aus Meißener Porzellan, steht im Kurpark Bärenfels. Heutzutage (in diesem neuen Jahrtausend) könnt ihr den Klängen vieler Lieder an jedem Tag sogar in eurem Wohnzimmer lauschen. Das Internet ermöglicht es.
Das Erholungsheim der Frau Margarethe Cronau, Schellermühlenweg 18. Dort gastierte regelmäßig der „Landfilm“, hierher gingen wir ins Kino.
Heimatstuben. Einst „die reine“ Kulturstätte des Ortes. Heute: Die Heimstatt des Lukullus – einladende Gastwirtschaft mit Dorfmuseum.
Mit einem Zug, dem solch eine Dampflokomotive vorgespannt ist, fahren wir wieder von Kipsdorf zurück nach Freital. In meinem Heimatort Babelsberg werden aber nicht nur diese kleinen Exemplare hergestellt, sondern genauso die großen Schnellzuglokomotiven der 01-er bis 03-er Baureihe, deren Raddurchmesser größer ist, als die Körperlänge von Sonnja Günzel aus der Schellerhauer Küche (Bild 4). Auch für Güterzüge sind Zugmaschinen in dem umfangreichen Programm enthalten.
Zeit ist vergangen. Links sehen wir das „Café Rotter“ (mit Bushaltestelle). Dort stand das Kindererholungsheim, das im Jahr 2000 abgerissen wurde.

Hier geht es zum Begleittext: Drei herrliche Wochen des Aufenthalts im Kindererholungsheim Schellerhau.