Der Namens-Stamm Sotscheck.
Bilder zu diesen Familien in Nowawes => Potsdam-Babelsberg
Autor: Chris. Janecke, Dokument aktualisiert im Januar 2026.
Leserhinweise werden gern gesehen. E-Mail: chris@janecke.name
Im Folgenden sehen wir unter anderen Darstellungen auch eine Auswahl von Wohnstätten jener Sotscheck-Familien. Von den uns bekannten Häusern in denen die Sotschecks seit etwa 1751 lebten, existieren heute einige nicht mehr. Teils wurden die Bauten „wegen Altersschwäche“ abgetragen, eher noch aus dem Willen, modernere Großbauten in das ursprünglich harmonisch wirkende Ensemble des Ortes hineinzusetzen. Das hier Gezeigte ist der Versuch, Bestehendes bildlich für die Zukunft zu bewahren.
Bilder aus der Zeit ab 1750
Der Auftraggeber auch für diese Siedlung ist der Preußische König Friedrich II. v. Hohenzollern, später „Friedrich der Große“, noch später auch „Der alte Fritz“ genannt.
Im Auftrag des Königs Friedrich II. verfasst der Organisator für den Bau der künftigen Weber- und Spinnerkolonie, das ist Oberst Wolf v. Retzow, ein Einladungsschreiben an die aus religiösen Gründen verfolgten evangelischen Böhmen. Diese Werbung wird, vielfach abgeschrieben, als Handzettel in verschiedenen Böhmischen Städten verteilt.–
Die Überzahl der einwandernden Böhmen kam über Zwischenaufenthalte in Sachsen, in Berlin oder in Rixdorf in diese neu gegründete Weber- und Spinnersiedlung Nowawes. Der Ortsname bedeutet „das neue Dorf“ oder kurz „Neuendorf“.
„Das gantze Eyland soll ein Paradies werden“, das war das Ziel bereits zur Zeit des Großen Kurfürsten Wilhelm, wobei er an die Insel Potsdam dachte.
Den flüchtigen Neuansiedlern wurde im Auftrag des Königs der Wohnraum zugewiesen. Dieser befand sich in Zweifamilien-Häusern. Bald wurde jeweils einem der Hausbewohner das Haus durch Königliche Schenkung zugeeignet, die zweite Familie hatte für 10 Jahre das Recht zum mietkostenfreien Wohnen. Hier sehen wir die Zeichnung von 1759, auf der die „Hauptbewohner“, die künftigen oder bereits tatsächlichen Hausbesitzer namentlich eingetragen sind. So wurde jedem Grundstück, jeder Parzelle eine Nummer und ein Name zugeordnet.
So soll das gesamte „Etablissement“, die Weberkolonie später aussehen:
Hier folgt nochmals der Plan aber mit Eintrag der aktuellen Straßenbezeichnungen – zum leichteren Zurechtfinden in heutiger Zeit.
Die ursprüngliche Gestalt der ersten Kolonistenhäuser als Typenbauten.
Zum Wohnen dienten anfangs ausschließlich die Räume im Erdgeschoss.
Eine spätere, modernisierte Form des Hauses. Das kompliziertere Krüppelwalmdach wich dem einfachen Satteldach und so entstand in den Giebelbereichen der oberen Dachetage zusätzlich etwas mehr Raum.
Die Gebäude wurden fast ausschließlich als Zwei-Familien-Häuser mit fünf Achsen errichtet. In der Straßenfassade: vier Fenster und mittig dazwischen die Tür. Selten wurden „halbe Häuser“ mit drei Achsen gestaltet.
Es gibt drei Grundtypen von Kolonistenhäusern, die im Wesentlichen gleichartig aussehen. Allerdings kamen später noch kleinere Varianten hinzu.
Typ Groß: 9,42 m x 12,56 m = 118,3 m² : 2 Wohnungen je 59,15 m²
Typ Mittel: 7,85 m x 11,93 m = 93,70 m² : 2 Wohnungen je 46,85 m².
Typ Klein: 8,16 m x 11,30 m = 92,20 m² : 2 Wohnungen je 46,10 m².
Die unterschiedlichen Größen wurden mit dem Voranschreiten der Zeit aus Kostengründen material-minimierend vorgesehen.
Die angegebenen Maße beziehen sich auf die Außenabmessungen der Gebäude. Für die Ermittlung der tatsächlich nutzbaren Flächen sind hier also noch die Abzüge für das Mauerwerk zu berücksichtigen.
Die Fußböden im Erdgeschoss bestanden meist aus einer Lehmstampfpackung, feucht glattgezogen. Teilweise kamen auch ausgelegte strapazierfähige Ziegel zum Einsatz, insbesondere unter den Standorten der Tische und Stühle. Nur selten wurden Holzdielen auf einem Kantholzrahmen über dem Sand vorgesehen.
Der mittig angeordnete Hausflur wurde von beiden Familien gemeinsam genutzt. Links und rechts von diesem wohnte jeweils eine Familie.
Der Grundriss verdeutlicht, wie sehr beengt es in diesen Räumen zuging – beim Wohnen und Arbeiten, dem Lagern der Roh-Materialien sowie der Fertigware ... bei einer oft größeren Kinderschar, die bei ungünstiger Witterung hier auch einen sehr begrenzten Spielplatz suchte ... aber schon sehr zeitig zur Mitarbeit, zum Lebensunterhalt, herangezogen wurde.
Mittelpunkt der Siedlung ist der dreieckige Kirchplatz => Weberplatz, in dessen Zentrum die Friedrichskirche steht, selbst, wenn sie hier optisch an den rechten Bildrand „gerückt“ wurde.
Die Friedrichskirche wurde am 06. Mai 1753 geweiht. Friedrich ist kein Heiliger, sondern der Initiator, Geldgeber und weltlicher Schutzpatron: König Friedrich II., der mit der Namensgebung geehrt wird.
Quelle: Eine wesentlich jüngere Tuschezeichnung des 22-jährigen Alfred Richard Janecke aus Nowawes.
Das Taufbecken. Während der längsten Zeit des Bestehens des Taufbeckens, ist jene zu reich wirkende Goldbronze jedoch mit einer schlichter wirkenden schwarzen Farbschicht überzogen.
Gegen sichtbare Rußablagerungen auf dem Holz, aus Brandschutzgründen und zum reflektierenden Verstärken des „Erleuchtens“, erhielten alle Kerzen der Kirche so genannte >Blaker< aus Messingblech. Diese bestehen aus Teilen zweier ausgedienter, in der zusammengelöteter „Mützenschilder“ der Soldatenuniform des Königlichen Grenadier-Regiments.
Quelle: Das Blatt wurde von Herrn Malermeister Bernd Selle, Potsdam-Babelsberg, gestaltet.
Personen in der Generation 09. Unsere Obergroßeltern
Der böhmische Gärtner Waclaw / Wenzel Sotscheck, sen. und seine Ehefrau, geb. N. N. Werema durften als Neuankömmlinge den Neubau – das typische 5-achsige Zwei-Familien-Haus – auf der Nowaweser Parzelle 60 beziehen.
Ab etwa 1852 / 53 wird das Grundstück als Priesterstraße 18 / 19 bezeichnet aber seit der Nachkriegszeit (1945), dann als Karl-Liebknecht-Straße 23 / 24.
Dieses Haus erhielt etwa 100 ...110 Jahre später rechts und links Anbauten, so dass aus diesem Gebäude ein 9-achsiges Langhaus entstand. Hierin lebte seit etwa 1832 die Familie Zinnow ... und der zu den Zinnows angeheiratete Zimmermann, später auch Tischler-Meister. Gericke. Gericke besaß im rechten Anbau (heute Weberstübchen) ab 1857 eine kleine Werkstatt. ... Aber das ist ein zeitlicher Vorgriff, der mit dem Wohnen der ersten Sotschecks in diesem Hause nichts mehr zu tun hat. Später kommen wir aber auf diese Familienverbindung zweimal zurück, wenn Sotscheck-Söhne Zinnow-Töchter ehelichen.
Personen In der Generation 08. Unsere Obereltern
Waclaw / Wenzel Sotscheck, jun., Sohn der Vorgenannten, ist ein Webermeister, spezialisiert auf die Herstellung von Etamingewebe (gesteifte Gaze). Aber er betätigt sich zeitweilig auch als Bäcker. Er ist mit Johanna, geb. Fuchs = Fuxowa verheiratet. Das Ehepaar und die wachsende Kinderschar wohnt in einem Haus des üblichen Aussehens auf der Parzelle 147, später ist das Kirchplatz 2.
Die Mauern des typischen Kolonistenhauses stehen zwar auch heute (2026) noch aber das Haus wurde später von Familie Hönow im Aussehen durch Knie-Aufstockung und einen Anbau zur Nutzung als Gaststätte stark verändert.
Die Schwester des vorgenannten Wenzel Sotscheck jun., ist Maria Anna Sotscheck (1730–1813). Sie heiratet den Weber Jan Max = George Johann Maxa (1734–1788). Das Paar und damit die Familie bewohnt die Parzelle 73 mit dem darauf stehenden Haus üblichen Aussehens. Sie leben bei der Mutter von Jan. Der Vater Maxa ist aus dem Siebenjährigen Krieg nicht zurückgekehrt.
Das Gebäude hatte in der Zeit zwischen 1750 und 1870 ein anderes Aussehen. Die beiden Achsen (also mit zwei Fenstern) links der Haustür wurden später im Interesse des größeren Neubaus (links daneben) abgebrochen. Dafür wurde rechts vom Haus, statt des üblichen böhmischen Holzzaunes, eine „besonders schöne“ Mauer angefügt, die nur die „Fassung“ für Pforte und Einfahrt zum Hof- und Gartengelände darstellt. Auch diese Art von Dachgaube hätten sich frühere Baumeister als >weitere Verschönerung< gewiss gespart, uns manchen Anblick erspart. Aber: – „Die Stadt ist kein Museum“ – wir sind moderne Leute!
Die Verleger (Großhändler) sollen das Bereitstellen des Rohmaterials und den Verkauf der fertigen Webwaren redlich organisieren.
Erwähnt werden hier die Familienhäupter: Weber Max (mit Ehefrau Maria, geb. Sotscheck) und Spinner Max (noch ohne -a am Ende des Familiennamens und auch leider ohne deren Vornamen).
Die Nowaweser Kolonisten bitten mit ihrem Schreiben vom 28. Januar 1759 den Kriegs- und Steuer-Rat Linger, bei der Königlichen Regierung in Potsdam, um Lohnerhöhung oder Gewährung der Freizügigkeit bei der Arbeitsbeschaffung.
Quelle der handschriftlichen Liste: Landeshauptarchiv Potsdam. Hier genutzte
Sekundärquelle: Günter Vogler, „Zur Geschichte der Weber und Spinner von Nowawes 1751–1785“, eine Veröffentlichung des Bezirksheimatmuseums Potsdam, Heft 7, Potsdam 1965. –
Anmerkungen zur handschriftlichen Namensliste der Unterzeichner:
- Diese Aufstellung stimmt augenscheinlich nicht in jedem Falle mit den Angaben der Einwohnerliste überein.
- Die Liste ist zwar eine Namensliste der Einreicher / Absender, jedoch keine Unterschriftenliste.
- Die Namen wurden mündlich aufgenommen und so, wie verstanden, notiert. Das bedeutet, dass in mehreren Dokumenten die gleichen Namen mit unterschiedlicher Buchstabenwahl wiedergegeben werden. Manchmal wird der Vorname erwähnt; aber mitunter auch mit nur einem Buchstaben angedeutet.
- Die Namen mit den davor gesetzten „Suchbuchstaben“ S bis X lassen sich gut lesen. Bei den Namen, die mit A bis R gekennzeichnet sind, ist dem Bearbeiter das eindeutige Lesen nur zum Teil möglich. Es fällt uns heute schwer, der Schreibkunst des Erfassenden zu folgen.
- Hinter dem Buchstaben >A< ist eindeutig Wa.(claw) Sowceck notiert. Hinter dem >O< können wir gut >Jan Maxa< lesen.
- Die Kreuze hinter einigen Namen wollen uns vermutlich zur Kenntnis geben, dass der Namensträger des Schreibens nicht mächtig war.
- Im Folgenden wird versucht, den Namen der Personen eine Anschrift zuzuordnen. Bei den nicht zweifelsfrei lesbaren Namen sind für die „Übersetzung“ und Anschriftenzuordnung Fehler möglich.
- Stehen die damaligen Häuser heute nicht mehr, wird auf die Angabe der Adresse verzichtet.
Die Namensliste der Einreichenden – etwas besser lesbar und ausführlicher gestaltet
Einige Nowaweser Weber stellen eine Liste darüber zusammen, was die Weber vom Verleger, dem Juden Wolff, zurückfordern. In Reichstalern, Groschen und Pfennigen ausgedrückt. Die Forderungen beziehen sich offenbar auf monetäre Meinungsdifferenzen beim Arbeitsmaterial beziehungsweise beim Lohn.
Der Verleger ist ein Zwischenhändler, der den Webern und Spinnern das Rohmaterial liefert und später die fertige Ware abkauft. Das geschieht nicht nach der Preisgestaltung seitens der Weber, sondern zu den Konditionen, die der Verleger diktiert.
Besorgt aber ein Weber neben seiner Webarbeit ebenfalls dieses Handelsgeschäft (also ohne Verleger), so wird er als Fabrikant bezeichnet.
Auf diesem Blatt veranschlagt Wenzel Sotscheck, Namens-Position 5, eine Rückzahlforderung von vier Reichsthalern, Jan Max (noch ohne -a am Ende des Familiennamens), Position 11, elf Groschen Außenstände.
Personen in der Generation 07. Unsere Alturgroßeltern
Webermeister Friedrich Sotscheck (1765–1840) lebt mit seiner Ehefrau Dorothea, geb. Wagnitz (1773–1839) von 1804 bis eventuell 1813 auf Parzelle 147, das ist später Kirchplatz 2. Von 1813 bis 1815 lebten sie auf Parzelle 140, dem späteren Grundstück Kirchplatz 21. Es war das übliche 5-achsige Kolonistenhaus. Dieses Haus steht nicht mehr; es wurde (um 1911) abgerissen und auf gleichem Grundstück ein größeres Miethaus errichtet. Von 1815–1839 wohnte die Familie auf Parzelle 138, dem späteren Grundstück Kirchplatz 24.
Für die Zeiten der Generationen 07 und 06, also für die Zeiträume unserer Alturgroßeltern und Altgroßeltern, werden in den Dokumenten nur wenige Wohnstätten genannt, weil die Wohnanschriften in den Kirchenbüchern bei Taufen, Trauungen und Sterbefällen nicht oder nur sporadisch erfasst wurden. Das änderte sich erst, als ab Oktober 1874 die Standesämter eingeführt wurden und dann die Eintragungen zur Personenstands-Erfassung ausführlicher und einheitlich erfolgten.
Einer dieser Bäume steht auch heute noch (2026) in Potsdam-Babelsberg nahe der Friedrichskirche, an der Lutherstraße - Ecke Weberplatz.
Personen in der Generation 06. Unsere Altgroßeltern
Der Webermeister Samuel Sotscheck (1805–1881) war mit Johanne Friederike geb. Nicolaus (1807–1855), verehelicht. Bis 1881 lebte er in einer weitere Ehe im Hause Bismarckstraße 4, ab 1945 ist die Bezeichnung Johannsenstraße. Dort stehen heute aber nur noch die Häuser 2 und 1.
Quelle: Scan-Geschenk vom Chef des >grussauspotsdam<, Klaus Hellenthal.
Henriette Caroline Wilhelmine, geb. Sotscheck (1808–1880) und der Webermeister Johann Christian Friedrich Belitz (1813–1898) wohnen bis 1898 in der Marienstraße 16.
Die Strecke wurde 1838 (nicht 1839 wie auf der Karte ver-merkt) in Betrieb genommen. Weil sie die erste hierzulande war, wurde sie auch „Die Stammbahn“ genannt. Sie begann an der Havel, dicht am Potsdamer Zentrum, und führte durch Nowawes und Neuendorf, dann über Zehlendorf (Kreis Teltow) bis nach Berlin, Potsdamer Bahnhof. Diese 26-Kilometer-Distanz wurden in etwa 40 Minuten bewältigt. Näheres ist zu lesen im Dokument Die Preußische Stammbahn
ebenfalls auf dieser Internetseite.
Stobwasser, der auch Vorfahren in Böhmen hatte, war in seinen Nowaweser Jahren 1848–1856 sehr engagiert die Weber zu unterstützen, verstand sich als Vertreter der Armen und Kranken, die besonders seiner Hilfe bedurften.
August Wichgraf war von der Potsdamer Provinzial-Regierung für einen längeren Zeitraum dafür eingesetzt worden, das Weberelend in Nowawes zu mildern. Er arbeitete gut mit dem Ortsvorsteher Josua, dem Pastor Stobwasser, dem Fabrikanten Sotscheck und anderen Persönlichkeiten zusammen. Zu seinen Erfolgen zählt u. a. auch die Beschaffung moderner Webstühle und die gezielte Aus- und Weiterbildung der Arbeitskräfte in einer eigens dafür geschaffenen Webschule. Mittelstraße 2 => Wichgrafstraße 2.
Vater August Wichgraf hat eine gemeinsame Grabstelle mit seinem Sohn Fritz.
Fritz war Kunstmaler und lebte lange Zeit in Berlin.
Augusts Ehefrau Wilhelmines Leben endete ja bereits ein Jahrzehnt vor dem Ableben ihres Mannes. Sie wurde im Erbbegräbnis der Familie Wilckens, bei ihren Eltern bestattet.
Der Webermeister und Fabrikant Friedrich Gottlieb Sotscheck (der Ältere,1813–1883) oo Caroline Friederique Melzheimer (1813–1896) leben um 1848–53 auf Parzelle 141 = Kirchplatz 22 (Abriss und Neubau), 1853–1855 Kirchplatz 5 (Das Haus wurde später halbiert, zugunsten des Nachbar-Neubaus Nr. 6). 1855–56 lebten sie Kirchplatz 14 und dann endlich von 1856 bis 1883 bzw. 1896 im Haus Kirchplatz 16.
Blick in das Kolonistenhaus während der Totalsanierung im Jahre 1994.
Eine Schriftprobe von der Hand des Weberei-Fabrikanten Gottlieb Sotscheck. Die Proben der Handschriften von Gottlieb Sotscheck und Adolph Stobwasser sind Ausschnitte aus Briefen. Eine Abschrift der Briefe sind auf dieser Internetseite lesbar – in der Rubrik >Lebensläufe meiner Verwandtschaft<, im Lebenslauf Sotscheck oo Melzheimer.
Für die früheren aber im Laufe der Zeiten aufgegebenen Grabstellen der Familien Sotscheck im Friedgarten an der Mittelstraße, (ab 1930 Wichgrafstraße), gestaltete der Autor dieses Beitrags einen „Gedenkstein“ auf dem Papier, als ein Sinnbild für das Fortdauern des Gedenkens über die Zeit der steinernen Denkmäler hinaus.
Friedrich August Sotscheck, (1815–1905), Webermeister, sowie seine Frau Sophie Caroline Herzbach (1817–1897) und deren Kinder haben ihr Zuhause bis 1905 in der Wilhelmstraße 39. Benennung seit 1953: Alt Nowawes 39.
Der Vorgängerbau auf gleichem Grundstück war wohl ebenfalls eines der üblichen Kolonistenhäuser.
Das Gebäude hatte genau 100 Jahre Bestand. Von 1806–1906. Standort: Auf dem Grundstück Priesterstraße 24. Heute steht auf gleichem Grundstück: Karl-Liebknecht-Straße 29, deren Nachfolgebau von 1907 – die Bruno-Hans-Bürgel-Schule.
Personen in der Generation 05. Unsere Alteltern
Webermeister Wilhelm Sotscheck, d. Jü., (1833–1902) war mit Auguste, geb. Wolf (1837–1905) verehelicht.
Das Paar lebt seit der Heirat 1859 in der Mittelstraße 12. 1864 ziehen sie zur Priesterstraße 9 aber noch im gleichen Jahr zur Mühlenstraße 12. Für die Zeit zwischen 1865 bis 1867 ziehen sie in das Haus Waldstraße 8 => Wallstraße 8, => Karl-Gruhl-Straße 8 ohne dort lange Zeit zu weilen. 1867 bis 1887 wohnen sie Kirchplatz 16. Dann, 1879: Neue Straße 6. Das Haus besteht nicht mehr. Ihre letzte Heimstatt ist das Haus Luisenstraße 2 => Wollestraße 2. Das Haus ist nicht mehr erhalten.
Familie Sotscheck wohnte jedoch vor diesem optisch als eher eigenwillig erscheinendem Umbau mit Aufstockung dort.
Auch das Haus Waldstraße 8 sah die Familie Sotscheck als Bewohner.
Unser nächster Sotscheck ist ebenfalls Webermeister aber wegen des Niedergangs der Hausweberei inzwischen auch Maurergeselle.
Friedrich Samuel Gustav Sotscheck (1830–1896) oo Marie Auguste Lehmann (1831 bis nach 1913), wohnen 1883 in der Großbeerenstraße 28 und vor 1896 in der Luisenstraße 6.
Die Familie des Webermeisters Carl Sotscheck (1833–1875), verheiratet mit Wilhelmine Kümmel (1835–1891) wohnt auch um 1885 ... 1891 in der Großbeerenstraße 23.
Gottlieb Sotscheck (d. Jü.) (1838–1878), ein Lehrer, heiratet Charlotte Auguste Zinnow (1835–1914). Bisher wohnt er bei seinen Eltern Kirchplatz 16 und Auguste lebt 1835–1854 mit ihren Eltern und den beiden Schwestern im Haus Priesterstraße 18 / 19, im ersten / frühesten Sotscheck-Haus von 1751. Diese beiden beiden Grundstücke berühren mit den Gartenseiten einander – haben also einen gemeinsamen Zaun. Seit 1854 aber wohnen die Zinnows nun einige Häuser weiter: Priesterstraße 7–8, Ecke Bäckerstraße => Schornsteinfegergasse. Nach der Heirat 1865 zieht das junge Paar jedoch nach Liebätz bei Luckenwalde, in das Schulhaus von Gottfrieds Lehrerstelle.
Nun zu einer weiteren Auguste:
Auguste Sotscheck (1845–1928) blieb unverheiratet und kinderlos. Sie wohnte bis 1928 im Kolonistenhaus der Retzowstraße 27, => seit 1945: Benzstraße. Diese lange Häuserzeile gehörte bis zum Bau der Eisenbahnstrecke zur Lindenstraße.
Der Webermeister und spätere Kassenverwalter bei der Ortskrankenkasse, Johannes Sotscheck (1848–1922) und seine Ehefrau Klara Maager (1852–1934) wohnten 1875–1883 im Haus Kirchplatz 17, dann 1883 bis nach 1901 im benachbarten Eltern-Haus Kirchplatz 16, seit 1945: Weberplatz 16.
Etwa 1912 erfolgte nochmals ein Umzug in den Neubau Kirchplatz 21.
Eines ihrer Kinder, Salomé Sotscheck (1853–1886), war mit dem Bäcker Ernst Wilhelm Heine, (geboren 1842) verheiratet. Sie starb aber sehr früh – bereits mit 33 Lebensjahren und hinterließ neben dem Ehemann drei Kinder. Sechs Jahre später wohnen der Vater (mit den Kindern?) zeitweilig in der Nowaweser Lindenstraße 7 => Rudolf- Breitscheid-Straße 78.
Eine weitere Auguste Sotscheck (1842–1906) ist ehelich verbunden mit dem Webermeister Wilhelm Kieburg (1843 bis nach 1906). In ihrem letzten Lebensabschnitt wohnen sie Wilhelmstraße 40, => umbenannt 1953 in Alt Nowawes.
Marie Sotscheck (1844 –1877), ist verheiratet mit dem Webermeister Wilhelm Damm (geb. 1847). Sie leben um 1870 in der Wilhelmstraße 39.
Webermeister Rudolph Sotscheck (1852 bis 1922) oo Marie, geb. Unger (1860 bis 1931), wohnen bis 1908 ebenfalls im Haus Wilhelmstraße 39 aber ab 1908 bis etwa 1931 im Haus Wilhelmstraße 68, das sie als Eigentum erwerben. => ab 1953: Alt Nowawes 68. Das Ehepaar hat 7 Kinder ... und das Haus bleibt damit in der Familie.
Dieses Haus wurde aber um 1990 abgerissen und durch eine Neubebauung ersetzt.
Personen in der Generation 04. Unsere Urgroßeltern
Clara Sotscheck (1851–1947) ging ein Ehebündnis mit dem Webermeister und Landarbeiter Alfred Kluge (1858–1926) ein. Sie leben um 1881 in der Kreuzstraße 10 und ab 1894 in der Plantagenstraße 11a. Später, bis 1947, wohnen sie in der Priesterstraße 71. Diese Anschrift lautete aber dann ab 1945: Karl-Liebknecht-Straße 124.
... ist heute die Karl-Liebknecht-Straße 124. Es war damals die Heimstatt der Kluge-Eltern bis 1947.
Der Webermeister, später Maler und Vergolder Bernhard Sotscheck (1867–1953) hatte Emma Sommer (1875–1958) geheiratet. Sie wohnten um 1894 im Haus Luisenstraße 2 (abgerissen, unbebaut), 1895 bis 1899 im Kolonistenhaus Kirchplatz 9, 1906–07 in der Mittelstraße 9, 1907–1916 in der Luisenstraße 50 => Wollestraße 50 und schließlich von 1916 bis 1958 in der Mittelstraße 11 – seit 1930: Wichgrafstraße 11.
Das frühere Kolonistenhaus musste diesem großen Miethaus weichen. Im Hofgelände steht noch ein weiterer vergleichbar großer Bau.
Hier lebten die Sotschecks zwischen 1916 bis 1958.
Die Familie von Hermann Sotscheck (1857–1934) und seiner Ehefrau Luise, geb. Caspari (1864–1944).
Luise lebte vor der Ehe mit ihren Eltern um 1883 im Haus Großbeerenstraße 23. Hermann ist Webermeister aber wegen des dramatischen Rückgangs der Hausweberei auch als Maurer tätig. Um 1897 lebt die Familie in der Eisenbahnstraße 9. Dieses Gebäude wurde um 1911 abgerissen – auf diesem Grundstück wurde 1911 / 1912 von seinem Bruder, dem Sattlermeister Gustav Otto Sotscheck ein größeres Miethaus gebaut;
Familie Sotscheck oo Caspari hatten ab 1913 den Neubau Yorckstraße 3 als ihr Eigentum, => das ist heute Kopernikusstraße 3.
Der Sattler- und Tapezier-Meister sowie Dekorateur Otto Sotscheck (1866–1928) und seine Frau Auguste, geb. Zinnow (1870–1958) wohnten um 1893 in der Schulstraße 9. Dieses Haus wurde jedoch abgebrochen und an dieser Stelle das neue Pfarrhaus der Bethlehem-Gemeinde errichtet. Etwas früher, fast zeitgleich, ließen die Sotschecks das Gebäude an der Eisenbahnstraße - Ecke - Schulstraße errichten. Dort wohnten sie ab 1912. Beim Bau wurde auch eine Drogerie für den Sohn, Dr. Franz Sotscheck berücksichtigt, deren Eingang sich genau auf der Ecke befindet. Das Haus erhielt dann die Nr. 7 der Eisenbahnstraße ... und wurde 1945 die Karl-Liebknecht-Straße 1.
Pauline Sotscheck (1874, Heirat 1897) und der Destillateur Albert Thal (1871–1936) haben geheiratet. Aus den bisherigen elterlichen Wohnungen ziehen sie in die gemeinsame Wohnung: Großbeerenstraße 88. Dort leben sie bis 1936.
Der Gärtner und spätere Eisenbahn-Vorarbeiter Otto Sotscheck (1863–vor 1936) oo Auguste, geb. Streichert (1863–1936) bewohnen um 1890 das Gebäude Großbeerenstraße 23 aber um 1927 bis etwa 1936 das Haus Friesenstraße 11, das jedoch inzwischen von einem Neubau ersetzt wurde.
Paul Sotscheck (1861 bis nach 1927) oo Anna, geb. Martini (1865–1953) wohnen um 1885 ebenfalls in der Großbeerenstraße 23. Um 1916 leben sie in der Lützowstraße 2. 1927 haben sie in der Friesenstraße 8 ihr Zuhause.
Paul arbeitet bei der Eisenbahn und ist dort ein Arbeits-Kolonnenführer.
Die Lützowstraße heißt heute Dieselstraße. Hier sehen wir das Grundstück Dieselstraße 2, Ecke Friesenstraße.
Die Familie des Carl Sotscheck (1872–1944) und der Auguste, geb. Günther (1874–1948) sind um 1899 noch in der Luisenstraße 6 => Wollestraße 6 anzutreffen, dann aber über vier Jahrzenhte in der Großbeerenstraße 28 ansässig – gemeinsam mit den Verwandten und den verschwägerten Familien Lange, Gutschmidt und Löwendorf. Auf dem Grundstück, das auch einen Zugang von der Bülowstraße 16 hat, besteht die Schlosserei und Drahtzaunfabrik der Familie.
Johannes Sotscheck (1875–1919), von Beruf Gärtner, verheiratet mit Maria Korallis (1880 bis nach 1919) lebt in den Jahren 1875–1919 ... in der Potsdamer Holzmarktstraße 2. Die Häuser Holzmarktstraße 1, 2 und 3 wurden 1945 in den letzten Kriegstagen zerstört.
Auf diesem Bild sehen wir „ersatzweise“ die Gebäude Holzmarktstr. 5 und 4, weil die Häuser 1, 2 und 3 (an der Berliner Straße) am Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört wurden.
In der Heilstätte Fichtengrund-Grabowsee (Kranken-Barackenlager im Walde, oben mittig im Bild) starb Johannes Sotscheck 1919.
Gemälde des Landschaftsmalers Otto Thomasczek, 1897.
Margarethe Sotscheck (1876–1958) und Fritz Müller (1874–1955), Sattler- und Tapeziermeister, leben vorerst auf dem Grundstück Kirchplatz 16a (Nr. 16, linke Seite), beziehen dann aber den Neubau auf dem Grundstück Kirchplatz 22. Der Platz heißt später Friedrichsplatz und seit der Zeit um 1950: Weberplatz. Das Gebäude ist Eigentum der Familie Müller. Jalousien-Müller!
Hedwig Sotscheck, Ehefrau des Schlossers Richard Max Alfred Weltzer haben ihr Heim im Haus Kirchplatz 17 => Weberplatz 17.
Unter der Anschrift: Kirchplatz 21, konnten wir den Ingenieur Richard Fritz Sotscheck (1889–1940) und seine Frau Emma, geb. Müller (18XX– nach 1949), antreffen.
Marie Emma Sotscheck (1880–1954) und ihr Mann, der Schlosser Wilhelm Gruhl (1880–1968) wohnen um 1905 in der Ludwigstraße 7, => nach 1945: Spindelstraße 7. Zwei Jahre später ziehen sie in die Luisenstraße 14.
Die Familie Gruhl oo Sotscheck wohnte in der linken Haushälfte.
Vorerst Clara Anna Schmidt fast ganz alleine.
Auch 1905 hatte Clara Anna ihren Eltern einen Kartengruß aus Nowawes-Neuendorf nach Berlin gesandt. Wie schön.
Bis zum Ende des Jahre 1904 galt die Postvorschrift, dass für „Korrespondenzkarten“ auf deren Hauptseite nur die postalisch wichtigen Angaben vermerkt werden dürfen. Eventuelle Kurzgrüße müssen auf der Bildseite Platz finden. Die Bildseite zeigt das Nowaweser Rathaus.
Zur Jahrhundertwende erhielt Nowawes ein stattliches Rathaus – hier von Richters Buchladen aus, Eisenbahnstraße 1, gesehen. Der Nachfolger des Herrn Richter in diesem Hause wird Herr Friedrich Boehme sein, weiß die Zukunft.
Gemälde des Grafikers und Malers Otto Thomasczek
Die Geheimnisse des auf dieser Karte notierten beabsichtigten Besuches werden hiermit endlich gelüftet:
- „ (Wir) werden uns morgen, Sonntag (28.10.1905), 4 Uhr (bei Euch) zum Kaffee einfinden. Kaffeekuchen bringen wir mit. Herzliche Grüße Clara mit August“, so schreibt es Clara Schmidt ihren lieben Eltern.
- Die Karte wurde von ihr am Samstag oder auch Sonnabend, den 27.10.1905 irgendwann in einen Nowaweser Postbriefkasten geworfen.
- Das Erscheinen bei den Eltern zum Sonntags-Kaffee wurde tatsächlich zu einer richtigen Überraschung , ... denn
- die Karte wurde am Dienstag, den 30.10. 05 Claras Eltern zugestellt.
- Auswertung: „Gehts im Leben mal daneben – nimms leicht ...!“
- Der damalig zeitgenössische Verehrer des Fräulein Clärchen hieß August – vielleicht auch ein Tischler wie ihr Vater?
Jahre später: Der Tischlermeister Gustav Sotscheck (1882–1951) hat Clara Anna Schmidt in Neukölln, Kreis Teltow bei Berlin, am 17. 10. 1919 zum Traualtar geführt.
Ein großes Haus mit Mietwohnungen ließ der 42-jährige Tischlermeister Friedrich Gustav Sotscheck (1882–1951), Sohn des Webermeisters Rudolph Sotscheck (1852–1922) und Marie Luise Sotscheck, geborene Unger, im Jahre 1924, an der Stelle eines alten Kolonistenhauses errichten, und dazu im Hofgelände das Gebäude der Tischlerwerkstatt.
Auf dem Bild könnte Gustav ungefähr 55 Jahre alt sein.
Das Foto wäre dann etwa um 1937 gefertigt worden.
August Sotscheck (1885-1956) ist von Beruf Schlosser. Mit seiner Frau Luise Marie, geb. Zweig (1885–1970) wohnt er nach der Hochzeit ab 1912 in der Turnstraße 35a und nach einem Wohnungswechsel bis zu seinem Ableben 1956 in der Karl-Gruhl-Straße 18, der früheren Wallstraße 18.
Die Schwester des vorgenannten August: Anna Sotscheck (1891–1953) ist von Beruf Schneiderin und mit dem Maurer Max Hede (1889, Heirat 1915, gestorben nach 1949) verheiratet. Sie leben im Hause Wilhelmstraße 68, wo Annas Voreltern bereits gelebt hatten, beziehen aber um 1949 eine Wohnung im großen Miethaus in der v.-Kleist-Straße 13.
Nun folgt die Aufzählung weiterer Sotscheck-Personen aus den Generationen 03 und 02. Wegen ihrer relativ zeitlichen Nähe zur Gegenwart stehen einige noch unter Datenschutz. Die betreffenden Personen und verschiedene Angaben sind somit noch nicht für das Veröffentlichen im Internet vorgesehen.
Personen in der Generation 03, das ist die Generation der Großeltern
Der Lehrer Hermann Sotscheck (geb. 1887) ist mit Margarete, geb. Schwarze (1892–1950) ehelich verbunden. Nach der Hochzeit leben sie ab 1913 rund vier Jahrzehnte im Haus Priesterstraße 47 => Karl-Liebknecht-Straße 98.
In dieser Grabstelle ruhen Mutter Margarete Sotscheck (1892–1950) und ihre Tochter Ursula (1916–1941). Ehemann und Vater Hermann Sotscheck, Lehrer, hatte nach dem Ableben seiner Ehefrau nochmals geheiratet und ist deshalb nicht an gleicher Stelle bestattet, nicht rechts auf dem großen Grabmal erwähnt. Das Denkmal wurde im Jahr 2024 entfernt – hier aber bleibt uns die Erinnerung erhalten.
Elisabeth Sotscheck (1886–1961) wohnte vor der Eheschließung um 1908 in der Lützowstraße 1 und ihr Bräutigam Max Illig (1886–1958), ein Metalldreher, in der Carlstraße 44, => der späteren Pasteurstraße.
Im Haus Friesenstraße 8 leben um 1927 der Schlosser Erich
Sotscheck (geb. 1888) und seine Ehefrau Elisabeth, geb. Kremser (1893–1973).
Georg Sotscheck (1889–1970), Tapezier-Meister und Anna, geb. Dombrowski (1894–1961) leben etwa von 1916 bis nach 1961 in der Lindenstraße 2, das ist nach 1945 die Rudolf-Breitscheid-Straße 84, unmittelbar links neben der Gaststätte „Preußischer Hof“, zu DDR-Zeiten: „Plantagen-Klause“, Ecke Plantagenstraße.
Richard Sotscheck (geboren 1896) ist von Beruf ebenfalls Tapezierer, später aber Gastwirt der „Sängerklause“, Kirchplatz 27. In erster Ehe ist er mit Martha Strunk verheiratet, in zweiter Ehe mit Olga Delock. In vorgeschrittenem Alter lebt das Ehepaar bis 1961 gemeinsam in der Wollestraße 62, Ecke Jutestraße.
(Die Fassadenschmierfinken waren damals noch nicht geboren.)
Emma Sotscheck (1904–1968) und der Bauarbeiter Bruno Thomas
(1906– ?) wohnten jahrzehntelang im Hause Turnstraße 11
Elsbeth Sotscheck (1902–1978) führt als junge Witwe gemeinsam mit dem Arbeiter Willi Nörthen (geb. 1904) eine zweite Ehe. Sie leben im Hause Pestalozzistraße 10.
Hinter dem Haus in der Pestalozzistraße befinden sich kleine Gärten für die Mieter. Diese werten die Lebensqualität natürlich auf.
Martha Luise Emma Sotscheck (1904–1968) und der Bauarbeiter Bruno Thomas (1906 bis vor 1949) gehen die Ehe ein. Im Jahr 1928 wohnen sie in der Beethovenstraße 33, später, bis 1968 in der Turnstraße 11.
Gertrud Sotscheck (1899–1969), verheiratet mit N. N. Lange wohnen bis 1969 in der Ernst-Thälmann-Straße 28 => Großbeerenstraße 28, im Hause der Schlosserei und Drahtzaunfabrikation, in der Lange auch beschäftigt ist. Hier finden wir die Familien, Sotscheck, Lange, Gutschmidt und Löwendorf.
Es ist eines der langzeitig von den Familien Sotscheck bewohnten Gebäude in Neuendorf, mit der späteren Bezeichnung Nowawes und dann, ab 1939, Potsdam-Babelsberg.
Otto Sotscheck, Sattler, Tapezierer (Polsterer) sowie auch Dekorateur und seine Ehefrau Auguste, geb. Zinnow, wohnten bisher in der Schulstraße 9. Das Haus wird abgerissen, weil dort das Pfarrhaus der Neuendorfer Bethlehem-Gemeinde errichtet werden soll. Otto Sotscheck lässt gegenüber, Schulstraße Ecke Eisenbahnstraße 7, ein neues Haus errichten.
Der Sohn der Vorgenannten, der Chemiker Dr. Ing. Franz Sotscheck (1894–1945) oo Louise Wessels (1895–1943) bewohnen das von den Eltern neu errichtete Haus Eisenbahnstraße 7 und betreiben dort eine Drogerie. Bald nach deren Ableben wird die Anschrift Karl-Liebknecht-Straße 1 lauten und dann wird es die „Kreuz-Drogerie Richter“ sein.
Zu Erhard Sotscheck fehlen uns noch Angaben, obwohl es mehrere Einträge in Dokumenten gibt. Es besteht also noch ein Klärungsbedarf.
Ein Erhard Sotscheck wohnt 1928 im Haus Lutherplatz 5.
Ein Erhard Sotscheck ist Gastwirt im Hause Retzowstraße 1 und ein weiterer Adressbuch-Eintrag weist 1949 einen Erhard Sotscheck als Kaufmann aus, wohnend in der Rudolf-Breitscheid-Straße Nr. 5. Eventuell liegt hier bei zwei Einträgen auch eine Personenidentität vor.
Helmut Sotscheck (1920–2010), Tischlermeister, wohnt mit Ehefrau A. geb. L., bis zum Lebensende in der elterlichen Wohnung.
Nun sind wir fast am Ende der Bildergalerie, die den Familien Sotscheck gewidmet ist – haben aber noch einen Kunstgenuss vor Augen:
Der Malermeister Bernd Selle aus Potsdam-Babelsberg, gestaltete mehrere Fassaden mit farbigen Bildern. Hier sehen wir Bilder aus der Geschichte des Ortes, 1980 als eine hervorragende Arbeit auf die Fassade des Hauses Mühlenstraße 16 gemalt.
- Vorläufiges Ende des Dokuments -