Blicke auf einige Orte in der Umgebung von Landsberg an der Warthe – ein kurzer Fahrradausflug durch die Region auf den Spuren von Vorfahren der Familie Dittwald
Nachdem wir einige Eindrücke von Orten aus dem Landberger Gebiet gewonnen haben, Orte,in denen unsere Vorfahren gelebt hatten, nun noch einige Personenbilder.
Zur Generation 06 – Altgroßeltern
In die Vorfahrenreihe dieser Zeit gehören auch:
Hanne Caroline Dittwald. Sie wurde 1806 in Dechsel geboren und starb 1896 in Schweinert. Im Jahre 1828 hatte sie den bedeutend älteren Witwer Gottfried Gesche geheiratet.
Der Eintrag eines Kindes vorgenannten Ehepaares.
In diesem sauber geführten Kirchenbuch-Duplikat zu lesen ist angenehm – auch über die eigenen Vorfahren im Familienverband. Wenn einem also so'was Gutes widerfährt, das ist ein großes Lob schon wert. Es gibt da völlig andere Aufzeichnungen die geeignet sind, den Lesenden zur Verzweiflung zu treiben.
Jener Ehemann Gottfried Gesche starb aber in Schweinert bereits im Jahre 1860.
Hanne war offenbar sehr beliebt in Dechsel und Umgebung – sie wurde zwischen ihrem 15. und 22. Lebensjahr 19 x als Patin zu Kindstaufen gebeten, was als ungewohnt häufig erscheint.
Die 23-jährige Hanne übernahm es mit der Heirat, die vier Kinder des wesentlich älteren Gottfried Gesche aus dessen erster Ehe mitzupflegen, Sie selber hatte dann von ihrem Ehemann 13 Kinder großzuziehen.
Ein weiteres Paar als Vertreter dieser Generation sind Carl Ludwig Dittwald, geboren in Dechsel 1810, gestorben in Massow 1889. Im Jahre 1837 heiratete er die Caroline Wilhelmine Schulze aus Groß Czettritz. Sie war dort 1810 geboren worden. Ihr Leben endete 1879 in Dechsel.
Und zu guter Letzt aus dieser Generation:
Henriette Ernestine Dittwald (Massow 1812 – Massow 1905). Sie heiratete 1838 den Carl Wilhelm Schleusener, sen. Dieser wurde 1808 geboren, wohnte in Massow und starb bereits 1854 in Gollwitz während einer Reise.
Leider gibt es keine Bilder, keine Gemälde dieser guten Menschen. Während der besten Zeit ihres Lebenszeit war die Fotografie noch nicht erfunden. Später war das Fotografieren etwas für Spezialisten, dann für Fotostudios. Bis der Amateur einen Fotoapparat in die Hand nehmen kann, dauert es noch Zeiten.
Aus der Generation 05 – Alteltern - begegnen uns hier:
Alwine Pauline Zinnow, aus Nowawes, dort geboren im Jahr 1843 und gestorben in Zehlendorf bei Berlin im Jahr 1913.
Sie war seit 1864 verheiratet mit dem Zimmermann und späterem Gastwirt Carl Ludwig August Dittwald, der 1837 in Massow geboren und in Dechsel getauft wurde. Er ist der Sohn des in der vorhergehenden Generation 06 genannten Ehepaares Dittwald oo Schulze. Dieser August war es, der an den Familiennamen das >t< setzte und sich also von dieser Zeit an >Dittwaldt< schrieb.
Originalquelle: Kirchenbuch Nowawes B 27 / 1864. Übertragung auf Schmuckblatt. Abschrift-Bestätigung für den „Arischen Nachweis“, 1937, bearbeitet.
Hier sehen wir Pauline Dittwaldt, 31-jährig, in der Schar ihrer Kinder. Das sind:
- Marie (1865–1945, spätere oo Weiland) - außen rechts stehend.
- Hedwig (1870–1948, spätere oo Borries) - vorn, außen links.
- Klara (1872–1933, spätere oo Janecke) - die Zweite von links.
- Max (1874–1953, später oo mit Gertrud May) - unten / vorn re.
- Alma (1876–1928, später oo Zocher) - auf mütterlichem Schoß.
Vater August hatte inzwischen die Tätigkeit als Zimmermann aufgegeben und wurde „Restaurateur“ das bedeutet nicht, dass er Bilder auffrischte oder alte Gegenstände reparierte – nein, er führte ein Restaurant. Die erste Gastwirtschaft befand sich in der (Berliner) Oranienstraße aber nun, seit 1886, in seinem Neubau, Kottbusser Damm 34.
Quelle: Es ist der Ausschnitt einer Symboldarstellung des Urenkels Chris. J. – Das Mobiliar war bewegbar. Es mag also vor rund 130 Jahren, auch mal anders gestanden haben.
Die Oberhäupter der siebenköpfigen Familie, hier im Jahre 1889, als Gaststätten-Ehepaar.
Nun sehen wir Vertreter der Generation 04 - Urgroßeltern
Zeit ist vergangen.
Hier begegnen wir jenen ehemaligen Dittwaldt-Personen wieder, die wir zuvor im Bild mit der Mutter, als Kinder sahen, mit ihren Ehepartnern. Inzwischen sind deren eigene Kinder auch schon wieder den Elternhäusern entwachsen.
Auch dieses Ehepaar führt eine Gaststätte.
Der Vater Ernst ist ein Bahnbeamter aber in vorgeschrittener Lebenszeit dann Sportstättenverwalter.
August war ein eigenständiger Fuhrherr, später aber kaufmännischer Angestellter. Sie sind die Großeltern des Autors dieses Berichts und seiner Geschwister. Bild von 1921.
Quelle: Rietenbach-Zeichnung, 1927, aus fliegenden Blättern
Max Dittwaldt wurde ein Amtmann der Reichsbahn. Er lebte mit seiner ersten Frau, die jedoch viel zu früh starb, in Deutsch-Eylau in Westpreußen. Um 1922 zog er nach Königsberg. In dieser Metropole heiratete er die Pfarrerstochter Gertrud May, die aus Dohna-Schlobitten stammte.
1945 zum Kriegsende mussten auch sie die Stadt verlassen. Auf die Flucht konnten sie nichts von ihrer Habe mitnehmen (außer Ausweispapiere, etwas Wäsche und Reiseproviant). So mussten sie auch alle Bücher, Fotoalben, ... zurücklassen.
In Lüneburg fanden sie im Alter als Flüchtlinge eine Aufnahme und eine späte zweite Heimat.
Von Max Dittwaldt und seiner Frau haben wir kein gemeinsames Foto. Auf diesem Bild sehen wir (ganz rechts, mit Hut) Gertrud Dittwaldt, geb. May an ihrem Lebensabend.
Bild: Ein Fotoatelier in Düsseldorf.
Alma, die Jüngste dieser Dittwaldt-Familie mit ihrem Ehemann, dem Bahnmeister Alfred Zocher. So prächtig-zünftig gekleidet begab man sich auf die ausgedehnte Wanderschaft – durchs Foto-Studio.
Aus einer nah verwandten Familie das freundliche Ehepaar Auguste Pauline, verheiratet mit Carl Hermann.
Die Ehefrau Auguste Pauline, ebenfalls in Massow, Kreis Landsberg geboren, ist die Enkelin der oben, In Generation 06, aufgeführten Henriette Ernestine Dittwald oo Carl Wilhelm Schleusener.
An dieser Stelle endet die Fotoserie der kleinen Herkunfts-Orte und das bildhafte Vorstellen einiger derer Dittwald-Bewohner bzw. ihrer Nachkommen.
Hier geht es zum Text über den Familienverband Dittwald in den Dörfern Dechsel und Massow.