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Notizen aus dem Lebenslauf des


Webermeisters Gottlieb Sotscheck, Nowawes, 1813 bis 1883 und seiner


Ehefrau Caroline Melsheimer/Melzheimer, Nowawes, 1813 bis 1896



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Zusammengestellt von Chris Janecke, August 2015 E-Mail: christoph@janecke.name


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Unsere Gegenwart erscheint in diesem Augenblick

als das Wichtigere ... aber:


Der heutige Tag ist ein Resultat des gestrigen.

Was dieser gewollt hat, müssen wir erforschen,

wenn wir zu wissen wünschen was jener will.


Heinrich Heine







Worte auf den Weg

Im Laufe der Zeiten sagte man in vielen Familien: „Es wurde früher so viel über die Familiengeschichte geredet. Man könnte noch so vieles aufschreiben und erhalten!“


Tatsächlich aber wurde wohl aus solcher Erkenntnis und jenen guten Vorsätzen seltener etwas verwirklicht. So müssen auch wir uns bei diesen Lebensgeschichten vorerst mit dem vorliegenden, etwas mageren Stückwerk begnügen. Diese Schriften gelten somit als grobe Entwürfe, zu denen gewiss hier und dort Korrekturen erforderlich sind.

Mein Wunsch sind viele, viele Ergänzungen seitens wissender Leser.


Die Notizen zu den Lebensläufen, sofern es sich nicht nur um tabellarische Aufstellungen handelt, lesen sich leider nicht so flüssig, wie es in der Literatur angenehm ist. Aber wir haben hier keinen Roman vor uns. Es handelt sich ja um eine Aufzählung von Familienereignissen (darunter oftmals Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle), die in der Häufung des Erwähnens zwar ermüdend wirken können, jedoch trotzdem im Interesse des Bewahrens aufgenommen wurden.

Also nur Mut beim Lesen.














Kurzfassung: Direkte / gerade Linie der Familie Sotscheck in Nowawes

Namentlich erwähnt ist nur jeweils jenes Kind, das den Weg in der Richtung zu unseren heute lebenden Sotschecks dieses Ahnenzweiges geht.


Vater

Geburt, Heirat , Tod

und Anzahl der Kinder

Mutter

Generation 10 / Ahn 608

Sotscheck, Wenzel (sen.)

um 1700

vor 1770

vor 1718

aus Böhmen (Königgrätz)



*

oo

5 Kinder nachgewiesen

Generation 10 / Ahnin 609

N., Werema (Familienname nicht

1703 (überliefert)

05. 05. 1767

vor 1718

aus Böhmen stammend

Gen. 09 / Ahn 304.1

Sotscheck Wenzel, (jun.)

(1718) in Böhmen

27. 04. 1816

04. 06. 1754



*

oo, 13 Kinder

Gen. 09 / Ahnin 305

Fuchs, Johanne Charlotte, gen.:Anna

(11. 11. 1732) aus Collin, Böhmen

22. 01. 1817

04. 06. 1754

08 / 152.7

Sotscheck, Joseph Friedrich

06. 08. 1765

13. 04. 1840

24. 09. 1797



*

oo, 9 Kinder

08 / 153

Wagnitz, Anna Dorothea

(1773)

23. 12. 1839

24. 09. 1797

07 / 76.7

Sotscheck, Friedrich Gottlieb

(d. Ältere) Weber, Fabrikant

13. 03. 1813

29. 12. 1883

16. 04. 1837





*

oo, 13 Kinder

07 / 77

Melsheimer / Melzheimer,

Caroline Friederique


01. 02. 1813

03. 09. 1896

16. 04. 1837

06 / 38.1

Sotscheck, Friedrich Albert Gottlieb (d. Jüngere), Lehrer

17. 01. 1838

19. 12. 1878

17. 01. 1865




*

oo, 6 Kinder

06 / 39.2

Zinnow,

Charlotte Luise Auguste

08. 11. 1835

16. 07. 1914

17. 01. 1865

05 / 19.1

Sotscheck, Johannes, Lehrer

12. 06. 1866

04. 07. 1951

?



*

oo, 2 Kinder

05 / 20

Ranke, Johanna

15. 12. 1868

12. 01. 1954

?




Generation: Ahn:

Generation: Ahnin:

Die Großeltern

Generation: Ahn:

Generation: Ahn:

Sotscheck





Wagnitz

Name

Melsheimer

Müller

Friedrich Joseph

Anna Dorothea


Vorname

Christian Gottlieb

Maria Dorothea

06. August 1765

1773


Geboren

Nowawes, 10. Novembris 1771

Nowawes, 11. Decembris 1774.

Sotscheck, Wenzel


† 27. Apr. 1816 //

Fuchs, Johanna Charlotte

† 22. Jan. 1817


deren Eltern,

(die Urgroßeltern)

Vater: Georg Friedrich Melsheimer, Webermstr.

† vor 1822

Vater: Johann Friedrich Müller,

Schiffer

† Nowawes vor 1822

Webermeister

Hausfrau und Mutter


Beruf

Webermeister

Gemeinde-Vorsteher

Hausfrau und Mutter

Nowawes, 24. September 1797


Heirat


13. April 1840

23. Dec. 1839


Gestorben

Nowawes, 03. März 1815, 43 Jahre, 4 Monate alt.

Nowawes, 05. September 1850 mit 76 Jahren.

Stadtarchiv, Pdm. MR 197, Film 1209, Stammfolge M 107/2.


Anmerkung von Chris J. : Nachdem Christian Gottlieb Melsheimer am 03. März 1815 verstorben war, heiratet Maria Dorothea in Nowawes am 01. Oktober 1822 als 48-jährige Witwe den jüngeren Bruder (54 J., geb. 1768) ihres verstorbenen Ehemanns. Sie behält also den Familiennamen Melsheimer. Quelle der Trauung: KB der Friedrichskirche zu Nowawes Nr. 25/1822. Pfarrer Münnich.





Die Eltern: Gottlieb Sotscheck oo Caroline Melsheimer/Melzheimer




Vater: Generation 07 / Ahn 76



Mutter: Generation 07 / Ahnin 77


Name:


Sotscheck




(in ihrer Geburtseintragung noch Melsheimer geschrieben).

später, bei der Heirat: Melzheimer

(ein Fehler)



Vornamen:


Friedrich Gottlieb (der Ältere)


Caroline Friederique,

(auch Friederike geschrieben)



Deren Eltern:


Vater:

Webermeister

Friedrich Joseph Sotscheck


Mutter:

Anna Dorothea geborene Wagnitz


Vater:

Webermeister Christian Gottlieb Melsheimer, Gemeinde-Vorsteher


Mutter:

Marie Dorothea, geborene Müller,



Geburt:



Nowawes, Kirchplatz 140, (heute: Weberplatz 22) am 13. März 1813, am Nachmittag 2 Uhr.



Nowawes, Lindenstraße (ohne Angabe der Parzellen-Nr.) am

01. Februar 1813, früh um 4 Uhr.


Taufe:


Taufe am 21. März 1813 durch Prediger Münnich. Paten: 1.Herr Chrost (wahrscheinlich der Lehrer),

2. Webermeister Rack, 3. Jungfer Melsheimer.


Nowawes, am 01. Februar 1813!, Prediger Münnich. Paten: 1. Der erste Gemeindevorsteher und Weber-meister Friedrich Melsheimer, 2. Frau Kapellen, 3. Frau Klemm. KB 12/1813


Beruf / Stand:


Webermeister und später „Fabrikant“ in Nowawes. Eigentümer des Hauses Nowawes, Kirchplatz 16.

Er ist weiterhin Schulvorsteher und Kirchenältester. Später, der Not gehorchend, auch Victualienhändler.



Ehefrau und Mutter, Beraterin


Trauung / Eheschließung:


Nowawes, am 16. April 1837. Trauregister 07 / 1837. Pfarrer Papin.

Beide Ehepartner sind 24 Jahre alt. Die Braut ist als Jungfrau angegeben.

Das Ehepaar wird 13 Kinder haben.



Wohnanschriften, gemeinsame:


Um 1813 in der Lindenstraße, ohne Grundstücksangabe.

Um 1838 ... 1848 Lindenstraße _?_.

Um 1850: Kirchplatz (Parzelle) 140 = heute: Weberplatz 22.

(Die Grundstücke / Parzellen des Ortes waren zu dieser Zeit noch nicht straßenweise, sondern nach ihrer Vergabe fortlaufend nummeriert).

1853: Kirchplatz 5.

1855: Kirchplatz 14 (später abgerissen).

Später, frühestens ab Herbst 1856: Kirchplatz 16.

1856–1896: Als Witwe in Nowawes, Kirchplatz 16, bei der Familie des Sohnes Johannes Sotscheck.



Tod / Gestorben:


Nowawes, Kirchplatz No. 16, am

29. Dezember 1883, um 10 Uhr vormittags, 70 Jahre alt. Er war 46 Jahre verheiratet. Beim Tod über 150 Mark Vermögen. Ohne Testament. Verstorben an Lungenkatarrh, hinterlässt 5 majorenne Kinder. Standesamt Reg. Nr. 272 / 1883, Stadtarchiv, Film P 308, Bild 342


Nowawes, am 03. September 1896, nachmittags um 11 Uhr, an Altersschwäche. Ein Testament liegt vor. Urkunde des Standesamtes Nowawes Nr. 223 / 1896.

Kirchenbuch der Friedrichskirche Nr. 185 / 1896.

83 Jahre / 7 Monate / 2 Tage alt.

Bestattet am 07. November 1896.


Anmerkung zu Caroline Friederikes Geburt:

Sie war das erste Kind von Zwillingsschwestern. Wurde Caroline Friederike Melsheimer am

01. Februar 1813 um 4 Uhr morgens geboren, so erblickte ihre Schwester am gleichen Morgen gegen ¼ nach 5 Uhr „das Licht der Welt“. Die Taufe fand durch Prediger Münnich bereits am Tage der Geburt statt. Die Paten waren: 1. Der Webermeister Baerz, 2. Frau Müller, 3. Frau Weissfluth. Kirchenbuch-Reg.- Nummero 13/1813.


Anmerkungen zu den Wohnungen:

- Lindenstraße 1813 ff. ohne Parzellenangabe (lfd. Hausnummern gab es ja zu jener Zeit ohnehin nicht. Zwar ist es „schade“, dass wir den Standort des Hauses nicht kennen aber zumindest kennen wir die Gestalt der fünfachsigen Kolonistenhäuser aus jener Bauzeit um 1751.


- Kirchplatz, (Parzelle) 140: Bei diesem Haus handelt es sich um das Haus Weberplatz 22. Dieses Kolonistenhaus wurde abgerissen, um Platz für ein großes Haus mit Mietwohnugen zu schaffen. Der Standort ist also bekannt und das Aussehen des 5-achsigen Kolonisten-Typenhauses ebenfalls.


- 1853: Kirchplatz 5: Das Gebäude steht auf der früheren Parzelle 145. Bautyp: 5achsiges Kolonistenhaus, 25 x 38 Fuß (7,85 x 11,93 m) Grundfläche. Bauzeit 1753. Das Haus ging 1760 durch königliche Schenkung an den Brotbäcker, Wollhändler und Bierschänker Gottfried Kretschmann (Kretschmer). Heute (2010) ist noch der rechte / südliche Teil des ursprünglichen Gebäudes erhalten.


- 1896: Kirchplatz 16: Das Haus wurde als so genannter Sekundärbau, 1844 von Webermeister Friedrich August Baatz auf bisherigem Gartenland, der Parzelle 215, errichtet. Dieses Gartenland gehörte seit alters her dem Hofmusikus von König Friedrich II., Frantisek Benda. Bei diesem Bau handelt es sich um ein 7-achsiges Wohnhaus mit der Grundfläche 8,30 x 19,00 m.



Die Kinder von Gottlieb Sotscheck und Caroline Melzheimer, Generation 06

Anmerkung:

Der Name des Kindes, das die Ahnenfolge in gerader Linie zu den jüngsten Probanden dieses Zweigs der Familie Sotscheck weiterführt, ist fett gedruckt. Es handelt sich um den Erstgeborenen.


Nr.

Familienname:

Sotscheck

Lebensdaten der Kinder

Alle Kinder in Nowawes geboren.


01


Friedrich Albert Gottlieb (der Jüngere), 06 / 38.1,

Lehrer


oo 17. 01.1865


Charlotte Luise Auguste Zinnow


Geboren in Nowawes, in der Lindenstraße _?_* am 17. Januar 1838, nachts, 1 Uhr. Leider erst Pfarrer Stobwasser hat in seiner Amtszeit (1848–1856) im Kirchenbuch gewissenhaft die Straße mit der Hausnummer benannt.

Die Taufe vollzieht Pfarrer Papin am 28. Januar 1838. Quelle: KB 12 / 1838. Die Paten: Jungfrau Josua, Jungfrau Wittke, Frau Sotscheck. Taufregister Nr. 12 / 1838. Prediger Papin.

Gottlieb heiratet als Lehrer und Küster zu Liebätz an seinem Geburtstag, den 17. Januar 1865 (!) in Nowawes. Er ist 27 Jahre alt und ledig, die Charlotte Luise Auguste Zinnow ist 29 Jahre jung. Die Braut war als Dienstmädchen im Haushalt des Pfarrers Stobwasser tätig und ist ledig.

Trauregister Nowawes 2 / 1865. Pfarrer Groote.

Gestorben ist Gottlieb mit knapp 41 Jahren am 19. Dez. 1878.



02


Friedrich Albert Rudolph


Geboren am 29. November 1839 in der Lindenstraße _?_ (der Vater ist dort Mieter). Taufe am 08. Dezember 1839, Paten: Webermeister Lehmann, Frau Thalheim, Frau Melsheimer. Taufregister 117 / 1839. Prediger Papin.

Gestorben am 07. Mai 1840.



03


Marie Luise


oo 02. Aug. 1871


Carl Hermann Marks

Schmiedemeister


Geboren in Nowawes in der Waldstraße _?_ am 15. Oktober 1841, morgens um 3 Uhr. Getauft am 29. Oktober 1841. Taufregister 114 / 1841. Prediger Papin. Paten: Jungfrau Regenas, Frau Thalheim, Frau Sotscheck.

Marie Luise heiratet am 02. August 1871 den Schmiedemeister Carl Hermann Marks, Wittwer zu Potsdam (Stadtarchiv Potsdam, Stammfolgen M 35). Er ist 37⅓ Jahre alt und war geboren in Miekel am 11. März 1834. Dessen Vater ist Samuel Marks, früher Fleischermeister und Schankwirth zu Spremberg. Dieser gab seine Zustimmung zur Heirath schriftlich. Braut Marie Luise Sotscheck ist 29¾ Jahre alt und ledig. Aufgebote waren am 16., 23. und 30. Juli. Trauregister 30 / 1871, Pfarrer Groote.



04


Emilie Luise




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Geboren am 04. Mai 1843, in der Nacht, 10 Uhr. Die Paten sind: Webermeister Thalheim, Webermeister Belitz, Webermeister Rach, Frau Lehmann. Taufregister 62 / 1843.

Gestorben am 18. September 1845.



05


Friedrich Wilhelm Bernhard


oo

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Geboren: Nowawes in der Lindenstraße _?_. am 04. Mai 1843, in der Nacht, 11 Uhr. Taufe am 14. Mai 1843. Paten: Webermeister Melsheimer, Frau Matthias, Frau Müller, Jungfrau Auguste Josua. Taufregister 63 / 1843. Prediger Papin.

Bernhard stirbt am 21. Februar 1865 als 21jähriger unverheiratheter Webergeselle.



06


Marie Luise Auguste


Geboren in Nowawes am 20. Juni 1846 (im Meldereg.: 1845) um

1 Uhr nachts. Taufe am 06. Juli, Pfarrer Steinmeyer. Taufpaten:

1. Friedrich Sotscheck, 2. Wilhelm Thalheim, 3.Wilhelm Lehmann.

KB-Register: 81 / 1846.


07

Ein Söhnlein


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Todt geboren am 22. März 1848, 12 Uhr mittags.


08

Johann(es) Carl Friedrich


oo 09. April 1874


Klara Maager


Geboren am 22. März 1848, 12½ Uhr mittags. Taufe am 09. April 1848. Paten: 1. Frau Thalheim, 2. Frau Keil, 3. Ludwig Richter. Taufregister 24 / 1848.

Webermeister Johannes heiratet am 09. April 1874 in Putzig-Hauland, Pommern, die Jungfrau Klara Maager, die am 24. August 1852 geboren wurde. Brautvater ist Alexander Maager, Lehrer in Putzig-Hauland. Das junge Paar lebt aber anschließend in Nowawes. Quelle KB nach No. 10 /1874. Zwischen 1875 und 1889 werden sie 9 Kinder haben, von denen jedoch drei im Kleinkindesalter sterben. Sie leben um 1875 Kirchplatz 17, um 1883 Kirchplatz No. 16. Zu ihren Kindern gehören: Johannes Hugo Gottlieb geb. am 27. Februar 1875. Hedwig Elisabeth, geboren am 05. September 1878. Diese heiratet am 22. März 1902 den Schlosser Richard Max Alfred Weltzer). Ihre Kinder: Der Zwilling Richard Max, * am 10. März 1883, morgens 1 Uhr KB 69 /1883 Taufe am 01. April Pf. Koller Paten: Fabrikant Reinhold, Herr Popp, Eisenbahnbeamter Schüler. Diese drei aus Neuendorf und Junglehrer Mählis sowie Jungfrau Rüdiger aus Nowawes. Der weitere Zwilling Paul Bernhard wurde geboren am 10. März um ½ 2 Uhr morgens. Paten: Lehrer Jaerchow, Hoenicke, Zimmermeister Kluge und Herr Fuchs, alle aus Neuendorf sowie Jungfrau Loeffler aus Nowawes. Beide Söhnlein wurden am 1. April 1883 von Pf. Koller getauft aber beide starben am 2. Juni 1883 (Paul Bernhard am 02. Juni, Standesamt 98/1883 und Richard Max am 03. Juni, Standesamt 99/1883). Ein weiteres Kind: Eduard Ernst, Reg.-Nr. 129 /1884 wurde geboren am 3. Juni 1884 um 1 Uhr morgens und wurde getauft am 13. Juli. von Pastor Pleß (?). Die Paten sind Frau Kfm. Sotscheck, Webermstr. Popp, Assistent Maager und Lehrer Gustav Maager aus Potsdam, Militärwaisenhaus, Waiserstraße 36. Ferner Rentier Sotscheck aus Neuendorf. Das Kind stirbt am 23. Okt. 1885.

Johannes arbeitet als Rendant (Kassenverwalter) in der Allgemeinen Ortskrankenkasse. Er stirbt mit 74 Jahren am 12. Oktober 1922. Man bestattet ihn am 14. Oktober 1922 auf dem Kirchhof an der Mittelstraße (Alter Friedhof). Quelle: KB 92 / 1922.



09


Luise Martha


oo 1875


Karl August Potthoff


Geboren in Nowawes, Kirchplatz 140 = heute Weberplatz 22, am 07. Februar 1850, um 7 Uhr früh. Taufe am 17. Februar 1850. Paten: Wilhelm Thalheim, Gottfried Gaebert, Frau Richter, Frau Keil, Frau Friedel. Taufregister 23 / 1850. Pfarrer Stobwasser.


Sie heiratet im Jahr 1875 (Standesamt-Reg.-Nr. 75/1875) den Bureau-Diätar Karl August Potthoff. Vor der Eheschließung wohnt der Bräutigam, Nowawes Kirchplatz 17 und die Braut Kirchplatz 16.


10


Luise Hulda Antonie


Geboren: Kirchplatz 140, am 25. August 1851, um 10 Uhr am Abend. Taufe am 14. September. Pfarrer Stobwasser. Die Paten: Frau Richter, Frau Biese, Frau Keil, Meister Thalheim, Meister Carl Kümmel, Meister Gottfried Gaebert. (Alle aus dem Weber-Handwerk). Gestorben am 28. März 1855.




11



Antonie Salome,

auch

(Salome Hulda)


oo 1876


Bäckermeister

Ernst Wilhelm

Heine


Geboren: Nowawes, Kirchplatz 5, am 01. August 1853, 6¾ Uhr früh. Taufe am 21. August 1853. Paten: Frau Thalheim, Meister Pfanne, Lehrer Biese, Carl Kümmel. // Pfarrer Stobwasser.

Salome heiratet 1876 den Bäckermeister Ernst Wilhelm Heine aus Neuendorf, Kaiserstraße No. 20, der in Düben am 15. Januar 1842 geboren war. Die Braut wohnt am Kirchplatz 16. (Standesamt Nowawes No. 06/1876, Film 289). Zeugen der Eheschließung sind der Brautvater Gottlieb Sotscheck d. Ä. und der Ortsvorsteher Gustav Prillwitz.

Das Paar hat in den 10 Jahren Ehe, drei Kinder: 1. * in Neuendorf, am 31. Oktober 1876: Käthe; 2.* Neuendorf am 11. Dezember 1877: Willi; 3.* Neuendorf, 11. Mai 1879: Emil.

Gestorben ist Salome im Hause Nowawes, Kirchplatz No. 16 = heute Weberplatz 16 (im Hause ihrer Eltern), am 02. Oktober 1886, vormittags 8½ Uhr. 33 Jahre / 1 Monat / 24 Tage jung. Arm, (hinterlässt kein Geld, kein Vermögen), 10 Jahre verheiratet, Brustkrankheit. Beisetzung am 05. Oktober 1886.

Quellen: Standesamturkunde 188 /1886, Stadtarchiv Potsdam, Film P 309, Bild 369 und Kirchenbuch (KB) 116 /1886.



12


Hulda Antonie


Geboren: Kirchplatz 14, am 17. Oktober 1855 um 1 Uhr früh. Taufe am 06. November durch Pfarrer Stobwasser. Die Paten: Frau Belitz, Frau Thalheim, Carl / Emil Kümmel. KB No. 89 / 1855.

Gestorben am 08. November 1855.



13


Ein Söhnlein


Todt geboren, Kirchplatz 14, am 09. September 1856, 6 Uhr nachmittags. Reg.: 107 / 1856.



Anmerkungen:






1848

Kindergottesdienst in Nowawes:

Pfarrer Adolph Stobwasser wurde am 15. Februar 1818, als Nachkomme eingewanderter böhmischer Weber in Braunschweig geboren. Nach dem Theologiestudium tritt er, 30jährig, im Jahre 1848 seine erste Pfarrstelle in Nowawes an. Im gleichen Jahr führt er in seiner Gemeinde den Kindergottesdienst ein. 1852 / 53 bringt er das Geld für die Renovierung der nun 100-jährigen Friedrichskirche und für eine fast neue Orgel zusammen.


1850

Thema: Schulsachen und Bürokratie:

Am 25. Juli 1850 schreiben Adolph Stobwasser und Gottlieb Sotscheck im Namen des Schulvorstandes an die Königliche Regierung in Potsdam: „Bei der jetzt vorgenommenen Reparatur der Amtswohnung des ersten Lehrers und Kantors Seyfarth stellt sich heraus, dass bei dem Anschlag (Kosten- und Materialbereitstellung) die ganz verfallene Stube des p. p. Seyfarth vergessen ist, obgleich dieselbe vor Allem der Erneuerung bedarf.“

Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Repositum 2 A II T. Teltow, Nr. 284, o. pag.


1854

Im December 1854 wird ein Polizeiliches Anschriftenverzeichnis zu Nowawes erarbeitet, in dem 794 Familien erfasst sind und in welchem auch die Vermögens- und Ernährungsverhältnisse beleuchtet werden. (Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Repositum 2 A II T. Teltow, Nr.

Nr. 285, Seiten 56 - 82). Ein Vermögen ist bei niemandem anzutreffen. Selbst die Ernährungsgrundlage wird durchweg als unzureichend / ärmlich eingeordnet. Einige Beispiele:

- Ortsvorsteher Josua wohnt in der Lindenstraße 42 (das weiß doch Jedermann).

- No. 190, Maxa, Priesterstraße 3, ohne Vermögen, nährt sich dürftig von der Weberei.

- No. 203, Zinnow, Zimmergesell, Priesterstraße 7, Grundbesitz 2.000 Thaler, Schulden

1.000Thlr., nährt sich und die Seinen von der Profession.

- In der Priesterstraße 6, Eckhaus zur Bäckerstraße, wohnt Weber Auerbach.

- No. 213, Mietzschke, Lehrer, wohnt Priesterstraße 10. Kein Vermögen.

- No. 214, Stobwasser, Prediger, Priesterstraße 11, kein Vermögen.

- Kümmel, Webermeister, Eigentümer, Priesterstraße 18. Kein Vermögen.

- Lange, Webermeister, Eigentümer, Priesterstraße 19, kein Vermögen.

- Maxa, Webermeister, Eigentümer, Priesterstraße 21. Kein Vermögen.

- No. 242 Sothscheck, Webermeister, Priesterstraße 22. Grundbesitz 1.200 Thaler, Schulden 900

Thaler. Er nährt sich dürftig von der Weberei.

- Sommer, Schuhmachermeister Priesterstraße 26. Grundbesitz 230 Thaler, Schulden 200 Thaler.

Er ernährt sich dürftig von seiner Profession.

- No. 394 Josua, Webermeister, wohnt Mittelstraße 7.

- No. 397 Zinnow, Webermeister, wohnt Mittelstraße 8.

- Kirchplatz 5 wohnen Lehmann und Greifeld.

- No. 496 Sothscheck, (Gottlieb, sen.) wohnt Kirchplatz 16. Bisher Fabrikant (Bezeichnung

gestrichen) jetzt Victualienhändler. Grundbesitz 1.700 Thaler. Schulden 1.300 Thaler. Nährt sich

vom Victualienhandel sehr dürftig.

- No. 501 Knitter, Webermeister, Kirchplatz 17.

- No. 504 Milch, Webermeister, Kirchplatz 18.

- No. 612 Zinnow, Webermeister, Wilhelmstraße 20, kein Vermögen.

- No. 666 Sothscheck, Webermeister, Wilhelmstraße 39, Grundbesitz 400 Thaler. Schulden 330

Thaler.

- No. 776 Mädler, Tischlermeister, Neue Straße 6a, kein Vermögen

- und so weiter


1856

Auguste Zinnow, „ein Kind“ aus der Sotscheck-Nachbarschaft, ist als Dienstmädchen im Haushalt des Nowaweser Pfarrers Stobwasser tätig. Sie wohnt nicht bei den Eltern, sondern auch im Hause (der Dienstwohnung) des Pfarrers in der Priesterstraße 11 (heute: Karl-Liebknecht-Straße 16 - aber das heutige Gebäude ist ein veränderter Baukörper). Es ist das Haus links neben dem Gebäude des früheren Hofmusikus Frantisek Benda). Mit Kost und Logis im Pfarrhaushalt ist eine weitgehende Verfügbarkeit ihrer Dienste gewährleistet. Zum Haushalt gehören im Jahre 1855: Herr Pfarrer Stobwasser (37 Jahre alt), seine Frau Betty (31 Jahre jung), Tochter Elfriede (6 Jahre) und Sohn Martin (3 Jahre). Auguste Zinnow ist 21 Jahre alt und das zweite Dienstmädchen, Maria Pasewald, 25 Jahre.


Es sind langanhaltend schwere Zeiten. Besonders bemüht um die Linderung des Nowaweser Weberelends sind der Oberpräsident der Provinz Brandenburg, Staatsminister Dr. Eduard v. Flottwell, Johann Friedrich Josua, der Ortsvorsteher von Nowawes, der Regierungsrat August Wichgraf und nicht zuletzt, der sozial engagierte Ortspfarrer Adolph Stobwasser sowie Gottlieb Sotscheck, sen. Mit ihrer „kirchlichen Armenpflege“ können sie vielerlei Not mit konkreten Hilfsmaßnahmen lindern. Unter anderem gehört dazu auch ein Rettungshaus für verwahrloste Jungen. Leider war J .F. Josua, die große Stütze, schon im Jahre 1853, erst 61jährig, gestorben. Oft fehlt dem jüngeren Pfarrer der gleichgesinnte Rückenhalt bei dem Ortsvorstand, da sein Wirken mitunter als eine Einmischung in Kommunalaufgaben angesehen wird. Nach langen Kämpfen wird der Pfarrer dem Unwillen wohlhabender Gemeindeglieder weichen. Diese möchten einen strahlenden Pastor der besser Situierten, und nicht einen, der sich um Alte, Kranke und Unterernährte sorgt, in deren Häusern ein- und ausgeht und die sozialen Schwierigkeiten in den Predigten unterbringt und den Reicheren bestenfalls ein schlechtes Gewissen besorgt. Resignierend überlässt der Pfarrer sein Schicksal, also sein Bleiben in angespannter Situation oder eine Versetzung, dem Kirchenvorstand der vornehmeren Bürgerschaft, in Abstimmung mit dem Konsistorium. Die Abstimmung führt zum Ergebnis seiner Versetzung.

Am 02. April 1856 wird dann das Pferdefuhrwerk mit dem wenigen Mobiliar und Hausrat gepackt und so zieht dann die Familie Stobwasser mit den Dienstmädchen Zinnow und Pasewald in das vakante Pfarrhaus nach Fahrland.

Noch am gleichen Tag bezieht der Nachfolger, Prediger Groote, das Haus in der Nowaweser Priesterstraße 11.


1858

Am 01. Oktober 1858 kehrt unsere Auguste Zinnow, jetzt 24jährig, aus dem „Pastorenexil“ aus Fahrland, in das Elternhaus, Nowawes, Priesterstraße 7, zurück.


1859

Gottlieb Sotscheck hat in seinem Garten auf eigene Kosten vom Frühjahr bis zum Herbste ein neues Fabrikationsgebäude aufgeführt. Eigentlich war geplant, dass die „Appreturanstalt Sotscheck“ bereits im Frühjahr 1859 mit der Produktion gestärkter Gaze (Etamin) beginnen sollte. Die Apparaturen sind pünktlich fertig geworden. Es handelt sich um eine Stärkemaschine und um ein Trockengestell (Rahmen), die bezahlt werden müssen. Eigens hergestellt hat diese die Fa. Wedding in Berlin, Ackerstraße No. 50. Jedoch hat sich manch anderes verzögert – so auch die Bewilligung eines versprochenen Zuschusses der Regierung. So wird Gottlieb Sotscheck versuchen, die Maschinenkosten in Höhe von 623 Thalern, 17 Groschen und 3 Pfennigen

(Rechnung vom 29. Juli 1859) in Teilbeträgen zu begleichen.


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Dr. Wernher Bauer schreibt: Meinem Großvater, dem Lehrer und Küster zu Liebätz Gottlieb (des Jüngeren) Sotscheck soll ich wegen der gemeinsamen slawischen Gesichtszüge entfernt ähnlich gesehen haben. Jener war wenigstens als junger Mensch so scheu, dass es zu keiner Heirat kam.

Sein Vater, also Gottlieb der Ältere, verlobte ihn gegen seinen Willen und seine Neigung mit der Tochter einer in Nowawes angesehenen Familie. Das Verlöbnis war unglücklich und musste gelöst werden. (Ende der Anmerkung).

1863

Sohn Gottlieb, also der Jüngere, verlobt sich am 8. November 1863 mit Auguste Zinnow. Diesmal nach seinem eigenen Wunsch. (Anmerkung: Für dieses junge Paar besteht auf dieser Internetseite eine eigene Datei: Lebenslauf Sotscheck oo Zinnow).


1864

August Wichgraf, der tätige Commissar der Provinzialregierung für Nowawes, hat in seiner Schrift von 1864 das Wirken des nach Fahrland versetzten Stobwassers, des Pastors und früheren Chefs unserer Auguste Zinnow, folgendermaßen gewürdigt: „Dessen Wirken ist für den Ort von den segensreichsten Folgen gewesen, und durch seine unermüdlichen Bestrebungen für das Wohl der Weber hat er sich dem Gedächtnis der Einwohner ein bleibendes Denkmal dankbarer Erinnerung gestiftet. Sein Name ist mit den Maßnahmen zur reellen Aufhilfe der Weber unzertrennbar verbunden, indem er bei Allem anregend, ratend und persönlich mitwirkend beteiligt gewesen ist. Mit seltener Ausdauer und großer Aufopferungsfähigkeit war er namentlich auf dem Gebiete der kirchlichen Armenpflege rastlos bemüht, die Not zu steuern; unter Anrufung der Privat-Wohltätigkeit in der Nähe, wie in weiter Ferne, brachte er stets reiche Mittel zusammen, womit er am Orte gute Werks stiftete. ... Es war eine eigene Fügung, daß er, selbst Nachkomme einer jener, um ihres Glaubens willen aus Böhmen vertriebenen Familien (Namens Stowoda = Hundertwasser) war, welche sich in Berlin niedergelassen hatten. Er verblieb bis zum Jahre 1856 in Nowawes und hatte noch die Freude, bessere Zustände am Orte eintreten zu sehen.“


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Gottlieb Sotscheck, sen. wendet sich am 10. October 1864 mit folgendem Schreiben an die Königliche Regierung in Potsdam:



Brief des Fabrikanten Gottlieb Sotscheck vom 10. October 1864



An

Eine Königliche Hochlöbliche Regierung zu Potsdam


Als im Jahre 1848 in Nowawes große Noth und Armuth herrschte, infolge des gänzlichen Arbeitsmangels, erschien bei Einer Königlichen Hochlöblichen Regierung eine Deputation armer Weber nach der anderen, daß Hochdieselbe doch etwas thun möchte, wodurch die große Noth gelindert würde.

In Folge dessen entsandte Hochdieselbe den Herrn Regierungs-Rath Brausewetter, welcher untersuchen sollte, welche Mittel und Wege man einzuschlagen habe, damit womöglich dem ganzen Orte dauernde und lohnende Beschäftigung geboten würde. Der Hl.* Regierungs-Rath Brausewetter beanraumte eine Versammlung der Nowaweser Weber in der hiesigen Kirche, welche er persönlich leitete. Nachdem man sich darüber geeinigt hatte, daß nur und am allerbesten die Weberei die drückende Noth und Armuth beseitigen könnte, erklärte der Hl. Regierungs-Rath Brausewetter, „Es möge sich ein Comité bilden, welches über die

(- Seite 2 - des handschriftlichen Briefes)

nötigen Mittel und Wege berathen möchte, die Regierung würde dann die nöthigen Gelder dazu hergeben, so viel, als man gebrauchte, denn sie hätte über Millionen zu verfügen.“

Die Gemeinde wählte Vertrauens-Mitglieder zum Comité, dem der Hl.* Prediger Stobwasser vorstand und zu welchem auch Unterzeichneter gehörte. Nachdem man acht Tage lang, Tag für Tag, über Mittel und Wege berathen hatte und nun, um die Weber mit Weben zu beschäftigen, die Geldhülfe der Regierung in Anspruch nahm, zog sich Hochdieselbe zurück. Dadurch entstand in aller Gemüther eine große Erbitterung und Erregung.

Da entschlossen sich Hl. Prediger Stobwasser und ich, alles zu versuchen, um die armen Weber mit Arbeit zu versorgen. Wir kamen darin überein, daß ich für Anfertigung der Waaren sorgen sollte, er würde dann für den Absatz mit sorgen helfen.

Aus meinen eigenen Mitteln beschaffte ich nun Rohmaterial, übergab es dann den Arbeitern zum Weben und zahlte ihnen dann einen guten Arbeitslohn. Wir waren unaufhörlich bemüht, der gefertigten Arbeit Absatz zu verschaffen, Tag und Nacht waren wir damit beschäftigt. Denn in solcher Zeit wie 1848, war es wahrlich nicht leicht, solche Unmassen von Waaren abzusetzen. Daß der Umsatz ein sehr bedeutender war, geht aus Folgendem hervor.

Den Gewinn, den wir beim Verkauf der Waaren hatten, nahm ich nicht für mich in Beschlag, sondern überließ ihn dem Hl. Prediger Stobwasser. Derselbe theilte ihn wieder

(- Seite 3 -)

unter den Ärmeren aus. Wir hatten aber einen Gewinn von über 1.800 Reichsthalern, sage nahe 2.000 Rthlrn., wie beiliegendes Attest es bezeugt.

Auf einen Aufruf des Hl. Prediger Stobwasser, schrieb der Hl.* Commerzien-Rath Liebermann aus Berlin an denselben, daß er geneigt wäre, das Seidenwickeln nach Nowawes zu verpflanzen.

Auch die Regierung wurde davon benachrichtigt. Hochdieselbe glaubte, daß durch das Seidenwickeln vielen eine dauernde und lohnende Beschäftigung geboten würde. Da nun aber dieser Industrie-Zweig hier ganz unbekannt war, so versprach sich Niemand etwas davon, ja man suchte allerhand Mittel und Wege auf, um ihm Schwierigkeiten in den Weg zu legen. Und so schien es, als sollte davon gänzlich Abstand genommen werden.

Da wurde ich von Sr.** Excellenz des Hl. Oberpräsidenten von Flottwell, im Beisein des Hl. Regierungs-Rath Wichgraf und des Königlichen Landraths Hl. von der Knesebeck in meinem Hause aufgefordert, mich der Seidenwickelei anzunehmen, und im Fall, daß es damit gewünschten Fortgang nähme, wurde mir eine Belohnung von der Königlichen Regierung verheißen.

Ich that's. Ich nahm die Seidenwickel-Maschinen in mein Haus, stellte sie auf und ging in Nowawes umher, um Leute zu dem Seidenwickeln heranzuziehen. Meine eigenen Interessen versäumte ich, um diese Beschäftigung in Flor*** zu bringen. Als ich

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* „der Hl.“ bedeutet in diesem Schreiben stets „der Hochlöbliche“, wenn diese Abkürzung auch sonst oft als „der Heilige“ genutzt wird. ** „von Sr.“ bedeutet: „von Seiner ...“. *** „in Flor“ zu bringen, bedeutet soviel wie „zur Blüte“, „zum Gedeihen“ zu führen.

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(-Seite 4 - der handschriftlichen Ausfertigung dieses Briefes)

(Als ich) endlich mit vieler Mühe Leute dazu gefunden hatte, stellte ich mich zu ihnen und lernte sie an. Unter vielen Schwierigkeiten, die dadurch entstanden, daß sich erst keine Leute dazu hergeben wollten, oder von anderen überredet wieder davon gingen, wuchs das Werk immer mehr. Es fanden sich immer Mehrere hinzu, und ich konnte schon kleine Maschinen außer dem Hause geben, damit die Leute in ihrem eigenen Hause wickeln konnten.

Nachdem die Leute ausgebildet waren, und das schien, als sollte das Werk Fortgang haben, errichtete der Herr Commerzien-Rath Liebermann hier in der Wilhelmstraße eine Fabrik, wodurch nun vielen bis jetzt dauernd und lohnende Beschäftigung geboten ist. Seit der Zeit aber ist hier eine zweite Seidenwickel-Fabrik entstanden, und ganz vor kurzem auch eine Baumwollspinnerei, worauf beide Fabriken auch hingearbeitet haben, daß sich sogleich brauchbare Arbeiter dazu fanden. Dadurch finden nun Hunderte von Arbeitern täglich ihr gewisses Brot.

Daß es nun aber dahin gekommen, ist nächst Gottes Hülfe, meiner Aufopferung und Bemühung zu verdanken, indem ich nichts gescheut habe, um das Seidenwickeln empor zu bringen, wie beiliegendes Attest es ebenfalls bezeugt. Hochdieselbe wollte geneigtest daraus ersehen, daß das Werk gelungen ist, aber von einer Anerkennung ist mir bis heute nichts zu Theil geworden.

(- Seite 5 -)

Zu derselben Zeit entstand ein Comité zur Aufhülfe des Weberei-Betriebes, wozu auch ich gehöre. Herr Regierungs-Rath Wichgraf ist bis jetzt Vorsitzender gewesen. Auch dieses Comité hat nichts gescheut, um der großen Noth wirksam entgegen zu treten. Ihm (ist) es mit Gottes Hülfe gelungen, daß in Nowawes bessere Zustände, als sonst ja waren, erzielt sind.

Weiter war es im Jahre 1859, als ich von Einer Königlichen Hochlöblichen Regierung aufgefordert wurde, wegen einer Appretur-Anstalt mit ihr in Unterhandlung zu treten. Schließlich verpflichtete ich mich das Gebäude herzustellen, worin die Appretur betrieben werden sollte. Dagegen verpflichtete sich Hochdieselbe, mir sämmtliche Maschinen aufzustellen deren ich zur Appretur benöthigt sein würde, wie solches beiliegende Verhandlung bezeugt. Ferner wurde mir versprochen, daß von außerhalb Waaren zur Appretur geliefert würden, (aber bis zur heutigen Stunde ist mir kein einziges Stück geliefert worden), auch sollte, wenn es nöthig sein würde, mir ein Werkmeister gestellt werden.

Ich habe nun mit vielen Kosten das Gebäude hergestellt, habe aber von der Königlichen Regierung bis jetzt nichts erhalten, von allen Versprechungen, als eine Stärke-Maschine und ein Trocken-Rahmen, den wir aber ohne die anderen Maschinen gar nicht nützen können.

(- Seite 6 -)

Daraus wolle nun Hochdieselbe ersehen, daß, obgleich mir viel versprochen ist, ich bisher nur wenig oder gar nichts erhalten habe, trotzdem ich meine Familie, mein Geschäft hintenangesetzt habe, um der Gemeine und somit auch dem Staate, mich nützlich zu erweisen.

Da nun Eine Königl. Hochlöbl. Regierung, wie ich glaube, mir sehr verpflichtet ist, so wende ich mich vertrauensvoll an Hochdieselbe mit der unterthänigsten Bitte:

Daß Hochdieselbe mein Gesuch gütigst berücksichtigen werde, und dafür sorgen, daß mir

1. die sämmtlichen Maschinen beschafft werden, daran ich noch nöthig gebrauche zu einer Weißwaaren Appretur, daß mir

2. auch Waaren zur Appretur geliefert werden“.

Denn seit der Zeit, wo ich das Gebäude errichtet, ich meine letzten Mittel dahineingesteckt habe, warte ich sowohl auf die Maschinen, als auf die Waaren zur Appretur. Dadurch, daß mir namentlich die letztern Versprechungen nicht gehalten wurden, bin ich ein völlig ruinirter Mann. Sollte eine Königl. Hochlöbl. Regierung nicht auf meine gehorsamste Bitte eingehen, so muß ich Hochdieselbe bitten, daß mir alle meine Auslagen für das Gebäude erstattet werden.

(- Seite 7 -)

Ich aber werde fernerhin alle meine Kräfte aufbieten, um der Gemeine und dem Staate mich nützlich zu erweisen.


In hoher Ehrfurcht verharre ich,


Einer Königlichen Hochlöblichen Regierung


Nowawes, ergebenster

den 10. October 1864 Gottlieb Sotscheck


(Abschrift des handschriftlichen Briefes durch Chris Janecke, im Juli 2010)


1865

Am 17. Januar 1865 heiratet unser Sohn, der Lehrer Gottlieb, an seinem 27. Geburtstag die 29jährige Auguste Zinnow.


Es wendet sich der Pfarrer Adolph Stobwasser, im neunten Jahr nach seiner Zwangsversetzung von Nowawes nach Fahrland (1856), wegen einer offiziellen Anerkennung für den Fabrikanten Sotscheck, mit einem Brief an den neuen Oberpräsidenten v. Jagow, Nachfolger des Oberpräsidenten v. Flottwell.



Brief des Herrn Pastor Stobwasser aus Fahrland, vom 4. Februar 1865 an den Oberpräsidenten der Königliche Regierung in Potsdam

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Hochverehrter Herr!


Sehr werthgeschätzter Herr Ober-Präsident!


Als früherer Pastor von Nowawes, wohin ich im Frühjahr 1848 von Seiner Majestät Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen berufen worden, und wo ich 8 Jahre lang auch mitwirken durfte zur Hebung des

(- Seite 2 - des handschriftlichen Briefes)

Gewerbe-Betriebes und des Handels, wage ich Ew.* Excellenz anzugehen, für einen Nowaweser Fabrikant Gottlieb Sotschek, am Kirchplatz** daselbst.

Der p. p.*** Sotschek hat mir und meiner Wirksamkeit in Nowawes treulich beigestanden durch sein conservatives und offenes Auftreten, durch seine Uneigennützigkeit und durch sein gewerbliches Verständniß.

Mit seiner Hülfe gelang es mir, den ganz unbeschäftigten Webern wieder Erwerbsquellen zu öffnen, und den Begehr nach Nowaweser Waaren in der vornehmen

(- Seite 3 -)

Welt, und beim großen Landbesitz anzuregen.

Sotschek war überall willig, die Gewerbe verbessern zu helfen, neue Muster einzuführen und den Verdienst der Weber zu erhöhen. Tausende von Thalern gingen durch seine Hand, und erzeugten einen Aufschwung in Nowawes, auf welchen hernach die wohlwollenenden Bestrebungen der hochlöblichen Regierung und des hohen Handels-Ministeriums fußen konnten.

Bei meinem Fortgang aus Nowawes hatte er durch sein Mitwirken es den Gebrüdern Liebermann (Anmerkung: das waren Berliner Unternehmer) ermöglicht, die

(- Seite 4 -)

erste Seidenwickel-Fabrik dorthin zu verpflanzen, ohne daß er eine Entschädigung dafür erhalten hätte, daß er zuerst seine Lokalien**** hergab für die Schweizerin, die die erste Lehrmeisterin war, und für die anzulernenden Mädchen.

Sotschek hat bei diesem Allein das Wohl des Orts im Auge gehabt, und hat viel Hohn und Spott erfahren und ertragen; weil er beneidet wurde; indem man allgemein glaubte, daß er heimlich von der Regierung oder von mir Belohnung erhalte, was nie der Fall gewesen ist; obwohl er's schon bei seiner großen Familie und sonstigen geringen Einkünften bedurft hätte.

(- Seite 5 -)

(- Ergänzende Nachbemerkung am linken Seitenrand des handschriftlichen Briefes -)

Auch der durch seine Hand gehende Erlös für verkaufte Waaren brachte ihm keinen Gewinn, indem die Armenkasse allein die Überschüsse erhielt. (Ende dieser Nachbemerkung).


1856 wurde ich aus Nowawes versetzt, und weiß, daß auch seit jener Zeit Sotscheck keinen Gewinn gehabt hat von seinem Entgegenkommen, daß er der hochlöblichen Regierung bewiesen hat; denn die ihm anvertrauten großen Maschinen hat er nicht benutzen können und seine großen Baulichkeiten, die er nur für dieselben errichtet hat, tragen keine Zinsen.

Alles dies will der p. p. Sotschek gern verschmerzen; wenn nicht jetzt die Böswilligkeit und Feindschaft wider ihn im Orte

(- Seite 6 -)

ausgesprengt hätte (Anmerkung: im Sinne von „verbreitet hätte“), daß er unter polizeiliche Aufsicht gestellt sei, nachdem er mit seinen Forderungen, an die Regierung, die er zu haben vermeinte, zurückgewiesen sei.


Sotschek kommt also nicht mit neuen Forderungen; will auch gern seiner Maschinen los und ledig sagen (Anmerkung: im Sinne von „entsagen“, zurück geben), wenn ihm nur ein hohes Ober-Präsidium irgend welche Anerkennung gewähren, und ihm dieselbe durch den Orts-Vorstand, oder so, daß es der Ort erfährt, zukommen lassen möchte.

(- Seite 7 -)

Es wird Ew.* Excellenz gewiß leicht sein, das passende Mittel aufzufinden, das Ew. Excellenz wählen, um dem wirklich verdienstvollen, uneigennützigen, Gott und dem König getreuen Sotschek vor der Gemeinde Nowawes eine ihn ehrende Anerkennung zu gewähren.

Wünschen Ew. Excellenz mich in dieser Angelegenheit persönlich zu sprechen, so bitte ich ergebenst um Anberaumung von Tag

(-Seite 8 -)

und Stunde, wo ich es wagen darf, Ew. Excellenz meine Aufwartung zu machen.



Ich zeichne


Ew. Excellenz

Fahrland,

4. Febr. 1865 unterthänigster Pastor Stobwasser


______________________________________________________________________________ * „Ew.“ bedeutet „Ehrwürdige. ** Familie Sotscheck wohnt in dem Haus Kirchplatz 16.

*** p. p. (praemisses praemittendis) im Sinne von „der bereits vorerwähnte Sotscheck.“

**** Lokalien: hier Wohnunterkunft in seinem Eigentum.


Anmerkung: Dieser vorstehende Brief erhielt von dem neuen Oberpräsidenten folgende Randnotiz:

Dem Herrn Regierungsrath Wichgraf mit dem Ersuchen vorzulegen, mir gefälligst mündlich die in dieser Angelegenheit mir wünschenswerthe Auskunft zu geben.

Potsdam, 5. Februar 1865 Jagow“.


(Abschrift dieses handschriftlichen Briefes durch Chris Janecke im Juli 2010).



Der sich aus diesem Schreiben entwickelnde längere Briefwechsel endete ergebnislos, da sich der Oberpräsident v. Jagow in keinerlei Pflicht gegenüber dem Fabrikanten Sotscheck sah.

Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Rep.1. Nr. 503, o. pag.)


Am 21. Februar 1865 stirbt der 22jährige Sohn Wilhelm Sotscheck, Webergeselle. Große Trauer im Hause Sotscheck.


Nur wenige Tage später eine neue Unbill. Am 27. Februar 1865 wird Vater Gottlieb nach einer Anzeige wegen angeblichen An- und Weitererkaufs von Garnresten, verhaftet. Die Anzeige hat der Herr Königliche Polizei-Präsident Engelcken, Potsdam, bearbeitet. Veruntreuungen an Garn, wie angezeigt, werden mit Gefängnis zwischen 3 und 8 Tagen bei Wasser und Brot geahndet. Im Wiederholungsfalle erfolgt nach üblichem Vorgehen die Einweisung zur Zwangsarbeit in das Spinnhaus der Festung Spandau.


Pfarrer Groote verwendet sich dafür, dass Gottlieb Sotscheck gegen eine Caution wieder auf freien Fuß gesetzt wird. Andere, hier nicht Genannte, haben für Gottlieb Sotscheck Geld gesammelt und bei Gericht die Caution geleistet. (Anmerkung Chris J.: Caution angesichts des Trauerfalls in der Familie, wegen der sehr wahrscheinlich haltlosen Denunziation, in Anerkennung seiner uneigennützigen Leistungen und zum Schutz vor der weiteren Beschädigung seines Ansehens im Ort).

Quelle: Brandenburgisches Hauptarchiv, Rep. 1, Nr. 503: Acta, betreffend die Einrichtung einer Appretur-Anstalt in Nowawes (1858 - 1861).



Brief des Staatsanwalts beim Königlichen Stadtgericht, Berlin, 25. März 1865

________________________________________________________________________


An

die Königliche Polizei-Direction

zu

Potsdam



Abschrift



Der Königlichen Polizei-Direktion erwidere ich auf

das gefällige Schreiben vom 28. vorigen Monats ergebenst,

daß der Fabrikant Sotscheck beschuldigt ist, von

den Fabrikanten Düsterberg und Heilbronn

hierselbst ihm zur Verarbeitung zu Kartuschbeutel-

stoff* übergebene Seidengarn-Abfälle durch Weiter-

verkauf an hiesige Handelsleute unterschlagen

zu haben, daß die Voruntersuchung, bei welcher

noch andere Personen als Hehler complizieren

noch schwebt und bei dem Leugnen des Sotscheck

mit Sicherheit sich noch nicht voraussehen läßt,

ob eine Verurtheilung des Angeschuldigten

erfolgen wird.


Von dem Ausfall der Untersuchung werde

ich nicht verfehlen, der Königlichen Direction

Mittheilung zu machen.



Berlin, den 27. März 1865


Der Staats Anwalt

beim Königlichen Stadtgericht

J. W.


(:gez.:) Schmidt II


____________________________________________________________________



Abschrift der Abschrift des handschriftlichen Briefes durch Chris Janecke im Juli 2010 und Anmerkung zu:

* Kartuschenbeutelstoff. Zwei Deutungen:

1. Das waren Beutel als Tragebehältnisse, in denen die Kartuschen (Hülsen zur Aufnahme der Treibladung = Schießpulver) aufbewahrt wurden.

2. Die einzelnen Kartuschen wurden mit je einer Stoffhülle zum Schutz vor Beschädigungen (dem Kartuschebeutel) überzogen.


Als die Technik weiterentwickelt wurde und Treibladung, Projektil und Zündhütchen in einer Baueinheit zusammengefasst wurden, sprach man nicht mehr von Kartusche, sondern von der Granate für Geschütze und der Patrone für Handfeuerwaffen.



Alle Schul- und Kirchensachen, die wir aus Nowawes an die Königliche Regierung nach Potsdam senden, werden selbstverständlich vom Schul- und Kirchen-Vorstand unterschrieben. Der Vorstand sind in dieser Zeit: Groote als Prediger, Sotscheck, Thalheim, Keil, Weise und Kümmel.

In diesen Jahren ist Iskraut Lehrer in Nowawes und bewirtschaftet das Grundstück der alten böhmischen Schule, Priesterstraße 22 Ecke Lutherstraße.

Quelle: Brandenburgisches Hauptarchiv, Repositum 2A II T, Nr. 285.


Zeit ist vergangen.


1878

Am 19. December 1878 stirbt mit knapp 41 Jahren unser Sohn, der Liebätzer Lehrer Gottlieb Sotscheck. Für ihn und seine Familie dieses Übersichtsblatt:



Die Familie des ersten Sohnes, Gottlieb Sotscheck (der Jüngere),

und seiner Ehefrau Auguste Zinnow




Vater: Generation 06 / Ahn 38



Mutter: Generation 06 / Ahn 39


Name:



Sotscheck


Zinnow


Vornamen:


Friedrich Albert Gottlieb

(der Jüngere)


Charlotte (Caroline) Louise Auguste

(genannt 'Guste, Zinn's 'Guste)



Geboren:


Nowawes, in der Lindenstraße _?_, am 17. Januar 1838, nachts um 1 Uhr. Taufe am 28. Januar 1838 durch Pfarrer Papin. Die Paten: Jungfrau Josua, Jungfrau Wittke, Frau Sotscheck. Taufregister Nr. 12 / 1838.



Nowawes, 08. November 1835, vormittags 10 Uhr. KB-Nr. 95 / 1835. Taufe am 22. November 1835 durch Pfarrer Papin. Taufpaten: Jungfrau Charlotte Zinnow, Jungfrau Charlotte Baatz, Frau Rohde / Rothe, August Zinnow (alle Paten aus Stolpe).


Die Eltern:


Vater: Sotscheck, Friedrich Gottlieb, Webermeister und Fabrikant in Nowawes.

Mutter: nach Geburtseintragung: Melsheimer, Caroline

Traueintragung Melzheimer.

(Verschreibung)


Vater: Zinnow, Wilhelm, geboren in Stolpe, Zimmermann, nach 1830 Umzug von Stolpe nach Nowawes, Priesterstraße _?_( Ankauf der späteren Priesterstr. Parzelle 60?)

Mutter: Rothe, Friederike (auch Friederique), geboren in Stolpe.



Berufe / Tätigkeit:


Dorfschulmeister, Lehrer und Küster in Liebätz (bei Luckenwalde). Er wohnt dort vorerst als Lediger bei Familie Brückmann.


Dienstmädchen im Pfarrhaushalt Stobwasser, in Nowawes und Fahrland.

Liebevolle Mutter und flotte wie auch umsichtige Hausfrau.



Trauung:


Nowawes, 17. Januar 1865, nach den Aufgeboten am 01. Januar, 08. Januar und 15. Januar. KB Nr. 2 / 1865. Pfarrer Groote.

Caroline: 29 Jahre alt und ledig. Gottlieb: 27 Jahre alt. Ledig / nicht Junggesell' (vorher mit väterlichem Einfluss „zwangs-verlobt“ gewesen / Verlobung gelöst.)



Wohnungen


Das Paar wohnt in Liebätz im Schulgebäude, das seit dem Neubau 1827 etwas abseits vom Dorfzentrum liegt.

Gottlieb wird später dort auch Schulvorsteher und Kirchenältester.



Gestorben:


Liebätz, 19. Dez. 1878, um ½8 Uhr (= 7½ Uhr) am Nachmittag, im Alter von 40 Jahren / 11 Monaten / 2 Tagen, an Zuckerkrankheit und Lungenentzündung. Er hinterlässt die Gattin und fünf minorenne Kinder. Quelle: KB Liebätz (liegt in Woltersdorf) No. 8 / 1878. Beerdigt auf seinen Wunsch in Nowawes, am 23. Dezember 1878. Pfarrer Koller. Im KB nach Nr. 208 / 1878 notiert.


† Berlin, 16. Juli 1914.

Bestattet auf dem Alten Jacobifriedhof.



Wernher Bauer meint zum Kennenlernen dieses oben genannten Paares:

Als Gottlieb Sotscheck (jun.) bereits Lehrer in Liebätz bei Luckenwalde war, er aber zu Besuch bei seinen Eltern in Nowawes weilte, kam dorthin auch Auguste Zinnow aus der Nachbarschaft. Augustes Eltern (Zinnow oo Rohde) besaßen zwei Kühe und sie lieferten deren Milch unter anderem auch an die Familie des Fabrikanten Sotscheck. Auguste fragte beiläufig nach dem Ergehen des jungen Lehrers im Dörfchen Liebätz. „Gut geht's ihm“, erwiderte seine Mutter (Caroline Sotscheck, geb. Melsheimer) „aber er braucht nun eine Frau“. Als Auguste wieder fort war, sagte Mutter Caroline zu ihrem, gegenüber Frauen wohl eher zurückhaltenden und weniger gewandten, Sohn, dem Lehrer Gottlieb: „Das wäre eine tüchtige Hausfrau“. „Ja, Mutter“, erwiderte Gottlieb, „wenn eine, dann will ich gern diese haben“. Wahrscheinlich an 'Gustes 28. Geburtstag, also am 08. November 1863, verloben sich der Liebätzer Lehrer Gottlieb Sotscheck (jun.) und Auguste Zinnow.

In den Augen des Vaters: Webermeister und Fabrikant Gottlieb Sotscheck (sen.), ist diese Verbindung aber wohl nicht „standesgemäß“, denn die Zinnows sind arme Leute. So gibt er die Einwilligung zur Hochzeit nur widerwillig.

Am 17. Januar 1865, an Gottliebs 27. Geburtstag, findet dann die Hochzeit statt.

Zur Hochzeit schenkt der Bräutigam seiner Braut ein seidenes, lilafarbenes Hochzeitskleid. Zu diesem Feste tragen die Sotschecks alle seidene Kleider; von den Zinnowschen Frauen dagegen eben nur Guste, die Braut.

Am Tage nach der Hochzeit, am 18. Januar, steigt das junge Lehrer-Ehepaar in die offene Kalesche und fährt durch den knirschenden Schnee, (so erzählte es Otto Gericke (gest. 1936), der damals anno 1865, 10 Jahre alt war), über Blankensee, wo stets zur Pause ausgespannt wurde, bis nach Liebätz, in Augustes neue Heimat.

Meine Mutter (Marie Bauer, geb. Sotscheck), also die „Eide“, schreibt Wernher Bauer, meint, dass es der Liebätzer Bauer Rosin, der Schwiegervater von Gottliebs Vermieter Brückmann war, der das Hochzeitspaar aus Nowawes mit der Kutsche nach Liebätz abgeholt hat. Die alten Rosins seien treffliche, gastliche Leute gewesen, bei denen die Kinder unserer Lehrerfamilie Sotscheck nach dem frühen Tode des Vaters noch oft zu Besuch waren, von denen sie bewirtet und beherbergt wurden, als sie schon nicht mehr in Liebätz lebten.





Die Kinder

von Friedrich Albert Gottlieb Sotscheck und

Charlotte Louise Auguste Zinnow (Generation 05)


Familienname:

Sotscheck



Geburts- und Sterbeorte sowie einige Lebensdaten


1.


Wilhelm Gottlieb Johannes

(genannt Hans)


05 / 16



oo



Johanna Ranke


Geboren in Liebätz am 12. Juni 1866, morgens ½ 2 Uhr. Getauft in Liebätz am 01. Juli 1866 durch Prediger Pfeiffer.

Die Paten sind: 1. Fräulein Marie Sotscheck (Vaterschwester, Tante des Täuflings), 2. Der Eigentümer Gottlieb Müller, 3. Der Tischlermeister August Gericke, (1. - 3. aus Nowawes, Gericke ist Ehemann der Mutterschwester Friederike, geb. Zinnow,) 4. Lehrer Klauck aus Märtensmühle, 5. Schulzenfrau Hanne Louise Lehmann, 6. Hüfner- und Kirchenvorstehersfrau Caroline Rosin, Liebätz.

Etwa ab 1879 ist Johannes im Waisenhaus in Klein-Glienicke. Er besucht das Lehrerseminar. Abschluss 1886.

Er heiratet Johanna Ranke (05 / 17, 15. Dezember 1868 bis 12. Januar 1954). Johannes ist viel gereist - um die halbe Welt; auch mit Johanna.

Johannes ist gestorben am 04. Juli 1951.

Deren Kinder: 1. Sotscheck, Käthe, oo Rolf Geleng, Oberstudiendirektor, Schadow-Schule, Zehlendorf. Deren Kinder sind Lehrer, einige Jahre in Equador.

2. Fritz Martin Reinhold (04 / 08), geboren in Zehlendorf bei Berlin am 12. Juli 1902.



2.


Caroline Friederike Marie

(genannt „Häschen“, „Mieze“ und auch „Eide“).


Die Benennung „Häschen“ später durch ihren Sohn Werner / Wernher, weil sie so flink war und auch „Eide“ (die Mutter), aus der Gotischen Schriftsprache, die auf die germanischen Runen folgte)


oo 16./18. 04. 1892


Georg Friedrich Bauer


Geboren in Liebätz am 21. April 1868, morgens ½ 8 Uhr. Getauft in Liebätz durch Prediger Pfeiffer, am 09. Mai 1868. Die Taufpaten: 1. Junggesell Johannes Sotscheck aus Nowawes (Onkel des Täuflings, das 8. Kind seiner Eltern). 2. Jungfrau Marie Klauck, Märtensmühle, 3. Caroline Rosin und 4. Therese Lehmann, beide aus Liebätz.

(Heirat am 16. / 18. April 1892, Georg Friedrich Bauer, dieser geb. 1866 in Conz bei Trier, Militär in Potsdam,(Unteroffiziersschule, Jägerallee 10), Cottbus, Berlin, Amtmann im Auswärtigen Amt. Rentier ab 1931. Hobby-Obst- und Gemüsezüchter in Rangsdorf. Gestorben in Rangsdorf am 28. Oktober 1938, 8¼ Uhr, am Abend, nach 46jähriger Ehe).

Marie ist gestorben in Rangsdorf, am 09. August 1955.

Die Kinder: Tochter: Bauer, Margarethe oo Karl Schreiber Ingenieur am Staatlichen Materialprüfungsamt mit deren Kindern Karl-Heinz und Lisa Schreiber.

Sohn: Georg Karl Wernher Bauer. (Dr. der Philologie), geboren am 25. Januar 1897 in Berlin, † 22. Mai 1986 im Krankenpflegeheim Saalow (Kreis Zossen).

Bestattet in Liebätz auf dem Bugberg, an der Seite seiner Verlobten Dr. Ida Maria Ruppel (ebenfalls Philologin)..



3.


Auguste Martha

Elisabeth (Lisbeth)





Geboren in Liebätz am 23. Juli 1870, 7 Uhr des morgens. Getauft in Liebätz

durch Prediger Schläger am 07. August 1870.

Die Taufpaten: 1. Martha Sotscheck aus Nowawes (jüngere Schwester des Kindsvaters), 2. Wilhelmine Rosin und Wilhelmine Lehmann aus Liebätz.

Gestorben in Berlin am 14. Februar 1945.



Die beiden Schwestern (3. und 5., Elisabeth

und Johanna, blieben unverheiratet), betrieben Lebensmittel-Verkaufsstände in den Berliner Markthallen „Am Spittelmarkt“ und am „Kottbusser Tor“.



4.


Anna Salome Martha



oo


Wilhelm (Willi) Starkloff.


Geboren in Liebätz am 02. August 1873 um 10½ Uhr am Vormittag. Taufe in Liebätz am 17. August 1873 durch Prediger Ebeling. Die Taufpaten: 1. Albert Zinnow (Mutterbruder, Onkel des Täuflings), Webermeister in Neuendorf bei Potsdam, 2. August Dittwald, Zimmerpolier in Berlin (Urgroßvater von Chris Janecke). 3. Frau Schneidermeister Marie Marks, geborene Sotscheck zu Potsdam (Schwester des Kindsvaters), 4. Jungfrau Salome Sotscheck (Schwester des Kindsvaters), Nowawes, 5. Anna Gericke, Nowawes (eventuell die 16jährige Cousine, Kind der Mutterschwester Friederike Gericke, geborene Zinnow).


Ehemann Wilhelm Starkloff ist bei Fa. Krupp in Essen beschäftigt.



5.


Marie Elisabeth Martha

Johanna (Hannchen)


Geboren in Liebätz am 21. Februar 1876, 12 ¼ Uhr des nachts. Taufe in Liebätz am 26. März durch Prediger Rodatz. Die Paten: 1. Marie Gericke, Nowawes (eventuell die 18jährige Cousine / Base, Tochter der älteren Mutterschwester Friederike, geb. Zinnow), 2. Frau Pauline Dittwald geb. Zinnow (Mutterschwester), Berlin, (Urgroßmutter von Chr. Janecke,

3. Schneider Marks, Potsdam. (Ehemann von Tante Marie Sotscheck).

Johanna soll in ihrem Aussehen nach der mütterlichen Seite, den Melzheimers, geraten sein. Im Wesen flink und tüchtig, ehrlich und gutmütig.



siehe oben bei Elisabeth: Die beiden Schwestern ... Außerdem führen sie beide den mütterlichen Laden (1921 ... 1929 ...), die „Mehl- und Vorkosthandlung in Berlin-Kreuzberg, am Bethanienufer 7, EG, weiter.


6.


Luise Auguste Agnes


Geboren in Liebätz am 16. Juni 1877, um 10 Uhr vormittags. Taufe in Liebätz am 08. Juli durch Prediger Rodatz. Die Taufpaten: 1. und 2. Die Fabrikanten Gottlieb Sotscheck (d. Ältere, des Täuflings Großvater) und Johannes (des erstgenannten Sohn) aus Nowawes, 3. Schneidermeister Hermann Marks, Potsdam, 4. Frau Pauline Dittwald, geb. Zinnow Berlin (Mutterschwester, Tante des Täuflings).

Gestorben in Liebätz am 22. Dezember 1877 um ½ 12 Uhr, 6 Monate / 7 Tage alt. Lebensschwäche, angezeigt vom Vater.- Stille Beisetzung (ohne Musikbegleitung oder Predigt) am 26. Dezember 1877. KB Liebätz (liegt in Woltersdorf) Nr. 15 / 1877.





Zeit ist vergangen.

Ein Jahr nach seiner jüngsten Tochter Agnes stirbt der Lehrer und Küster, Vater Gottlieb, in Liebätz am 19. Dezember 1878, mit knapp 41 Jahren. Auguste muss mit den Kindern die Liebätzer Lehrerwohnung räumen.

Sie siedelt als Witwe mit den Kindern im Alter zwischen 2 und 12 Jahren vorerst wegen einer Arbeit (Handarbeiten in der Falkenthalschen Brauerei in der Beelitzer Straße) nach Luckenwalde über. Sie hat einen Anspruch auf Witwenrente in Höhe von 250 Mark im Jahr. Diese Summe und die Arbeit in der Brauerei reichen aber nicht aus, um die Familie ausreichend zu versorgen.

Ihre jüngere Schwester Alwine Pauline Dittwaldt (geborene Zinnow), die in Berlin lebt, rät ihr, sich ebenfalls in Berlin anzusiedeln. Von ihren sechs Kindern, lebt nun Mutter Auguste mit den vier Mädchen: Marie, Elisabeth, Martha und Johanna bald in Berlin. Johannes, der Älteste, findet vorübergehend Aufnahme im Waisenhaus Klein-Glienicke zur Lehrerausbildung und die kleine Agnes war noch in Liebätz gestorben.

Anfangs arbeitet Auguste in Berlin als Waschfrau. Mit finanzieller und handwerklicher Unterstützung der Familie ihrer Schwester Pauline verehelichte Dittwaldt geht es etwas aufwärts. Schwager August Dittwaldt ist Zimmermann und betreibt in Berlin eine Gastwirtschaft (erst in der Oranienstraße 77, später im Kottbusser Damm 34) Auguste Sotscheck erwirbt einen kleinen Lebensmittelstand am Dönhoffplatz (geöffnet Mi. und Sa.) und einen am Oranienplatz, bei dem an vier Tagen in der Woche verkauft wird. Später hat sie außerdem ein Ladengeschäft, die „Mehl- und Vorkosthandlung“ in Berlin-Südost (Kreuzberg), Boppstraße 6 und endlich einen gediegenen Markthallenstand am Engelufer, unweit ihrer schönen Wohnung in einem spätbiedermeierlichen Hause, Berlin SO 26, Bethanienufer 7, Parterre. (1896 ... 1907. Anmerkung: Zeitweilig hieß diese Anschrift: für das gleiche Grundstück/ dasselbe Gebäude: Felsendamm 57. Das Haus steht nicht mehr).

Natürlich helfen die Mädchen ihrer Mutter Auguste und übernehmen später auch selbständig die Geschäfte. „Aus dem kleinen Laden in der Boppstraße 6 wird Tochter Marie Sotscheck eines Tages von dem Feldwebel Georg Bauer weggeheiratet. Es war der 16. April des Jahres 1892, nachdem sie manchen Bewerber teils schnöder, teils glücklicher Weise abgelehnt und als nun 24jährige, ihre Hoffnung auf einen Prinzen hatte fahren lassen“. (Anmerkung ihres Sohnes,

Dr. phil. Wernher Bauer).



Nachträge:























Die Familie des ersten Sohnes von Gottlieb Sotscheck und Auguste Zinnow:

Johannes Sotscheck und Johanna Ranke




Vater: Generation 05 / Ahn 16



Mutter Generation 05 / Ahn 17


Name:



Sotscheck


Ranke


Vornamen:


Johannes


Johanna



Geburt:

Taufe:



Liebätz, am 12. Juni 1866


15. Dezember 1868


Beruf / Stand:

(Typ des Dorfschullehrers)



Lehrer an der Zehlendorfer Schadow-Schule,1929 Konrektor, Rektor der Zehlendorfer Volksschule


Hausfrau und Mutter


Wohnanschriften vor der Ehe:





Trauung / Eheschließung:




Wohnanschriften, gemeinsame:



1921 ... 1929. - Berlin-Zehlendorf Cecilienstraße 20, Parterre


Lehrer in Rangsdorf, wohnt in Berlin-Zehlendorf.


Tod / Gestorben:


04. Juli 1951


12. Januar 1954






Vorkommen des Namens SOTSCHECK in Nowawes, in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts


Nr.

Name, Vorname

Anschrift

Beruf

01

A. Sotscheck,

Althoffstraße 7, Telefon: Potsdam 7463

Textilien,

02

G. Sotscheck

Lindenstraße 2, Telefon: Potsdam 8063

Polstermöbel

03

G. Sotscheck oo mit

Klara geborene Schmidt

Luisenstraße 27, Telefon: Potsdam 82 80

Tischlermeister

04

Dr. Franz Sotscheck


Eisenbahnstraße 7

Drogerie

05

Otto Sotscheck

Großbeerenstraße 28 und Bülowstraße 16,


Drahtzaunfabrik

Tel.: Potsdam 71 08

06

Paul Sotscheck


Lützowstraße 2


07

R. Sotscheck

Kirchplatz 27, Telefon: Potsdam, 72 30

Gaststätte „Zur Sängerklause“



Verbandskegelbahn, Vereinszimmer, gepflegte Biere

08

Richard Sotscheck oo mit

Martha geborene Strunck

Tapezierer


Auszug aus dem Adressbuch des Jahres 1949 - Aufstellung der Namensträger „SOTSCHECK“, die um 1949 in Babelsberg lebten:


01

Sotscheck, Anna

Dieselstraße 2

(frühere Lützowstraße)

Witwe

02

Sotscheck, A.


Althoffstraße 9

Wäschefabrikation

03

Sotscheck, August

Karl-Gruhl-Straße 18

(frühere Waldstraße > Wallstraße)

Schlosser

04

Sotscheck, Auguste

Karl-Liebknecht-Straße 1

(frühere Eisenbahnstraße)

Witwe des Drogisten Dr. Franz Sotscheck

05

Sotscheck, Bernhard

Wichgrafstraße 11

(frühere Mittelstraße)

ohne Angabe

06

Sotscheck, Carl


Ernst-Thälmann-Straße 28

(frühere Großbeerenstraße)

(Nachfolger), Bauschlosserei, Drahtzaunfabrik

07

Sotscheck, E.

Friedrichplatz 21

(fr. Kirchplatz, heute Weberplatz)

Rentner(in)?

08

Sotscheck, Erhard

Rudolf-Breitscheid-Straße 5

(früher Lindenstraße)

Kaufmann

09

Sotscheck, Erich

Friesenstraße 8


Tischler

10

Sotscheck, G.

Rudolf-Breitscheid-Straße 84


Tapezierermeister

11

Sotscheck, Gustav oo mit

Klara geborene Schmidt

Luisenstraße 27

(heutige Wollestraße)

Tischlermeister

12

Sotscheck, H.

Franz-Mehring-Straße 3

(frühere Beethovenstraße)

Kaufmann

12.1*

Sotscheck, Heinz

Franz-Mehring-Straße 3

Lehrer (Mathematik) an der Virchowschule am Griebnitzsee

13

Sotscheck, Richard

Friedrichplatz 27


Gastwirt


* Die Notiz zu 12.1 ist nicht dem Adressbuch entnommen, sondern wurde mündlich überliefert. Den Lehrerberuf übte Sotscheck zumindest auch in den 1950er Jahren aus.


Über Babelsberg (früher Nowawes) hinaus, also beispielsweise in Potsdam und Umgebung, tritt der Name Sotscheck 1949 im Adressbuch zu „Groß Potsdam“ nicht auf. Er gilt also, bezogen auf den alten Einwanderungsort als „endemisch“.



Weitere Sotscheck:



Sotscheck, Helmut

* 11. Oktober 1920,

25. Sept. 2010

Tischlermeister