Bilder zum Leben des Ehepaares Keilbach oo Großkopf

Der Ausschnitt des Potsdamer Stadtplanes zeigt die Wohnstätten der Familie Keilbach oo Großkopf.
Das Wohnhaus Kriewitzgasse 5. Hierin lebte unsere Familie in den Jahren 1827 bis 1836. Dieses Sträßlein erhielt seinen Namen nach dem Schlächter-Meister Kriewitz, der sich mit diesem Haus (der späteren Nr. 5) als erster Eigentümer in dieser Gasse ansiedelte. Von hier aus zogen wir in die Französische Straße.
Hier, in der Friedrichstraße wohnten wir bereits in der Zeit von 1808 bis 1812, anschließend in der Burgstraße, dann in der Kriewitzgasse 5 (siehe oben). ...
Nun, im Jahre 1849 haben wir wieder eine Wohnung in der Friedrichstraße, Haus Nr. 2 (auf den oberen Bildern ist es das mittlere Gebäude). Hier bleiben wir bis 1857 bzw. 1862. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite sehen wir das Gebäude der Unterkunft für die Schauspieler des Königlichen Nationaltheaters Berlin. Gespielt wurde im benachbarten Schauspielhaus. Das Schauspieler-Hotel wurde 1795 im Wesentlichen aus den Alt-Ziegeln der abgebrannten Nikolaikirche errichtet.
Das Potsdamer Schauspielhaus „Am Canal“. Zeichnung von Georg Krickel (geboren 1854).
1849, von meinem 65. Lebensjahr an, bin ich, Gottfried Joseph Keilbach, bis zu meinem Lebensende (1857) im Schauspielhaus als Orchesterdiener und Theaterlogenschließer tätig und erlebte dadurch nebenbei eine große kulturelle Bereicherung.
Der Sitzplan des Schauspielhauses (1795 bis 1945).
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wird das Schauspielhaus von der Artillerie in Brand geschossen und vernichtet.
Einige Jahre nach dem Ableben meines Mannes Gottfried, zog ich, Caroline Keilbach (1862) von der Friedrichstraße 2, gleich um die Ecke zur Elisabethstraße 25, zu meiner Enkelin Marie Sommer, geborene Weltzer.
Das Haus wurde ebenfalls im April 1945 zerstört und anders aussehend neu errichtet. Die heutige Anschrift ist Charlottenstraße 66.
(Fotograf unbekannt)

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