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Zur Ahnenliste „Janecke“ gehörend


Carl Gustav Max Dittwaldt (1874–1953)

I. oo Margarethe Goeritz (um 1874?–1934)

II. oo Gertrud May (1894–1987)


Kurz-Lebensläufe

Ein Beitrag zur Familienforschung und Heimatgeschichte


Zusammengestellt von Dr. Hartwig Schulze und Chris Janecke,

Jüngste Bearbeitung: Dezember 2020, E-Mail für Leserhinweise: christoph@janecke.name


Zu diesem Text gibt es einige Bilder – bitte hier klicken


Wenn du Interesse hast, mehr darüber zu lesen, was sich in dieser Zeit im Leben der Menschen abspielte, so sieh’ bitte auch in die Dokumentationen „Zeitgeschichte“ und „Zeitgenossen“.



Ein Mensch, der nicht wirkt, der kommt nicht weiter

als bis zu dem Satz: Das Leben ist Kampf und Not.


Aber ein Mensch, der wirkt, der kommt zu der höheren Weisheit:

Das Leben ist Kampf und Sieg.


Albert Schweitzer



Wegweiser für die Beziehung zwischen den oben genannten Hauptpersonen

dieser Niederschrift und heute lebenden Personen dieses „Familienzweiges“.

Man kann diese Liste auch gern von unten (aus der Gegenwart) nach oben lesen.


Generation

Zeitraum


Namen des jeweiligen Ehepaares

07

1775 bis ?

Samuel Ludwig Dittwald oo Hanna Luise Weiß(e)

06

1801 bis 1879

Carl Ludwig Dittwald oo Karoline Wilhelmine Schulze

05

1837 bis 1913

Karl Ludwig August Dittwaldt oo Alwine Pauline Zinnow


04


Die fünf Dittwaldt-Kinder der Obigen, darunter auch diese beiden Geschwister:

1872 bis 1953

Pauline Klara Antonie Dittwaldt oo

Karl Friedrich August Janecke

Carl Gustav Max Dittwaldt

I. oo Margarethe Goeritz

II. oo Gertrud May

03

1899 bis 2003

Der Sohn der Obigen

Alfred Richard Janecke oo Anne-Marie Sommer

*

*

*

Die Tochter der Obigen aus I. Ehe:

Christel Dittwaldt oo

Walter Sauerlandt

02

1945 bis

Der Autor dieser Niederschrift – Chris Janecke

01


Die Söhne des Autors

(zu näheren Angaben besteht ein noch gewünschter Datenschutz)



Die Eltern von Max Dittwaldt sind in Berlin der Zimmermann und spätere Gastwirt August Dittwaldt aus Dechsel bei Landsberg (Warthe) und Pauline Zinnow aus Nowawes bei Potsdam.

Mutter Pauline durchlebt in ihrer Ehe neun Schwangerschaften (siehe Lebenslauf Dittwaldt oo Zinnow). Fünf der Kinder erreichen das Erwachsenenalter. In dieser Kinderschar ist Max der einzige Junge. Somit hat er vier Schwestern und jene sind:



So hat Max schließlich als Neffen sowie als Nichte: den Bruno und Georg, den Kurt und Johannes, die Käthe und den Richard, denen er alle herzlich zugewandt ist, interessiert deren Entwicklung meist aus der Ferne begleitet und sie an Geburtstagen, wie Hochfesten ideell und materiell bedenkt und obwohl sie später in verschiedenen Gegenden des Deutschen Reiches leben, die familiären Verbindungen aufrecht erhält, bemüht ist, die Verwandten in der Notzeit sogar mit seinen Möglichkeiten zu unterstützen.

Der diesen Bericht zusammenstellende Chris Janecke, hätte an Max oder dessen Geschwister (seine Großtanten) oder auch an die Neffen (seine Großcousins) gar manche Frage – aber wir wissen, dass die begrenzten Lebenszeiten und auch zusätzlich die Trennung Deutschlands in zwei Staaten solches nicht förderte. Aus den Unterlagen von des Maxens Neffen Richard Janecke, haben wir einige wenige Kenntnisse, die in diese Zusammenstellung einfließen können.






(Sinngemäße Abschrift) A


Geburts-Anzeige und -Eintrag Nr. 618 / 1874

des Standesamtes in Berlin-(SO)



Berlin, am 9-ten November 1874


Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, der

Persönlichkeit nach durch Vorlegung seines Mieths-Contrakts anerkannt,


der Zimmergesell


Carl Ludwig August Dittwaldt


wohnhaft zu Berlin, Oranienstraße 174,

evangelischer Religion und zeigte an, daß von der


Alwine Pauline Dittwaldt geborenen Zinnow,


seiner Ehefrau, evangelischer Religion,

wohnhaft bei ihm, zu Berlin in seiner Wohnung,

am 2. November des Jahres 1874, morgens um Drei drei viertel Uhr,

ein Kind männlichen Geschlechts geboren worden sei,

welches die Vornamen


Karl Gustav Max


erhalten habe.


vorgelesen, genehmigt und unterschrieben


gez. Dittwald_


Der Standesbeamte


gez. Unterschrift




Randbemerkungen: Geheiratet zum 2. Male: B 447 /1937, Königsberg Preußen IV.



Schulze-Scan: A M Ditt 1874-00217 sinngemäße Abschrift: Chris Janecke





Sinngemäße Abschrift des Eintrags von Geburt und Taufe „A“ des Kindes

Carl Gustav Max Dittwaldt

aus dem Kirchenbuch der evang. St. Jacobi-Kirche in Berlin-SO


Ort / Jahr / Seite / lfd. Nummer


KB Berlin, St. Jacobi, Oranienstraße 133,

1874, Seite 159, Pos. 5 (lfd. Nr. unleserlich)

Familienname und Vornamen (Taufnamen) des Kindes


Dittwaldt,

Carl Gustav Max

Ort / Tag und Stunde der Geburt,

ehelich / unehelich


Berlin, Oranienstraße 174,

am 02. November 1874

ehelich

Vater:

Zu- und Vornamen des Vaters, dessen Stand / Beruf


Dittwaldt,

Carl Ludwig August

Zimmermann

Mutter:

Zu- und Vornamen der Mutter, auch deren Stand


Dittwaldt, geborene Zinnow

Alwine Pauline

ohne Beruf

Wohnung der Eltern


Berlin-Südost (später Kreuzberg), Oranienstraße 174

Ort und Tag der Taufe / Konfess.


Evangelisch Sankt-Jacobi-Kirche

Berlin, Oranienstraße 133

Name des Predigers

(des Pastors / des Pfarrers)


-

Die Namen der Taufzeugen ....

... auch Kindspaten oder Gevattern genannt

1.

Marie Gericke

2.

Gottlieb Sotscheck, Lehrer

(in Liebätz, Ehemann der Mutterschwester Auguste)

3.

Rauter, Brauereibesitzer

Notizen im Kirchenbuch

(Randbemerkungen)


-

Anmerkungen des Abschreibenden


Schulze-Scan: A M Ditt 1874-00173

Sinngemäße Abschrift: Chris Janecke




Einige, leider sehr lückenhafte, Hinweise zum Ehepaar: Max Dittwaldt oo Margarethe Goeritz.


Max Dittwaldt studiert Maschinenbau und er arbeitet bei der Deutschen Reichsbahn, hat dort später eine Beamtenstelle inne, die ihn zur Stellenbezeichnung und -Vergütung „Amtmann der Deutschen Reichsbahn“ führt.

Das Wissen darum, ob Max vor der Zeit des Studiums eine praktische, handwerkliche Ausbildung, beispielsweise als Schlosser durchlaufen hat ist für uns verloren gegangen, ist aber als durchaus möglich anzunehmen, weil die Volksschule ja mit dem 14. Lebensjahr endete, die Realschule mit dem 16 und nur das Gymnasium im durchschnittlichen Lebensalter von 18 Jahren mit dem Abitur abschloss ... und Max dann später als Betriebsingenieur tätig war. Als recht gewiss ist anzunehmen, dass er eine Gewerbliche Fortbildungsschule besucht hat.

Im Alter von etwa 30 Jahren, ungefähr 1904 oder etwas früher mag es gewesen sein, heiratet Max Dittwaldt die Margarethe Goeritz. Margarethe hat auch mehrere Geschwister, darunter eine verehelichte Bischoff.

Am 02. August 1905 wird das einzige Kind von Max und Margarethe, die Tochter Christel Marie geboren. Max Dittwaldt und seine Frau Margarethe wohnen in Deutsch Eylau, in Westpreußen.


Was blieb an wenigen weiteren Kenntnissen aus der Zeit des jungen Neffen Richard Janecke für uns erhalten?

1910: Max und Margarethe gratulieren ihrem Neffen Richard Janecke zu dessen 10. Geburtstag mit einem der Bücher der Brüder Grimm „Sagen des Deutschen Volkes“, mit der Widmung:

Meinem lieben Neffen Richard Janecke zum 10. Geburtstag von Onkel Max.

Deutsch Eylau, den 1. Oktober 1910.

... und Richard setzte aus den Einzellettern eines Gummistempelkastens als Eigentumsvermerk hinzu (man möchte das sagenhafte Werk ja auch vielleicht mal verborgen und zurückbekommen):

* Richard Janecke * Nowawes, Wiesenstraße 20-22, Tel. 32.


1914, also zu Richards 14. Geburtstag, kommt von Dittwaldts aus Deutsch Eylau das

Neues Vortragsbuch, Ernstes und Heiteres“,... eine etwas anstrengende Lektüre für einen Halbwüchsigen, kann man meinen – ist aber gut gemeint!


Im März 1915, zur Konfirmation, erhält Richard Janecke von Max und Margarete Dittwaldt sogar eine Taschenuhr als Geschenk. Ein Andenken an Tante und Onkel, das Richard sein Leben lang begleitete. (Gekauft beim Juwelier Herrn Echterling in Deutsch Eylau in Westpreußen.)


In dieser Art und Weise werden die Dittwaldts auch die anderen Kinder von Maxens Geschwistern bedacht haben. Und jene Geschwister, Tanten und Onkel von Richard Janecke halten ebenso miteinander Postkontakte (von denen einige erhalten blieben) und pflegen gegenseitige Besuche.


Das waren die bis heute erhalten gebliebenen Kontakte zu dem vorerst jungen Richard Janecke, die gegenständliche Erinnerungen hinterließen aber es gibt natürlich sowohl vorher als auch danach eine große Anzahl weiterer bekannter Familienereignisse, von denen ich einige im Telegrammstil aufführen kann:


1874

Ich, das Mäxchen, werde am 2. November frühmorgens im Berliner Südosten, in der Oranienstraße 174 geboren und am 29. ejusd. in der Jacobikirche mit geheiligtem Wasser benetzt. Zu den Taufzeugen gehört der mit uns verwandte Gottlieb Sotscheck. Er ist der Ehemann meiner Tante Auguste Zinnow, meiner Mutter Schwester. Beide sind frühere Nachbarskinder aus Nowawes, aber inzwischen längst verheiratet. Seit einem Jahrzehnt ist er ein Schullehrer und Küster in Liebätz bei Luckenwalde.

1876

Meine kleine niedliche Schwester Alma wird am 30. August zur Mittagszeit geboren.

1885

Von der Berliner Oranienstraße 174 zieht unsere Familie in ein eigenes großes Miethaus, in dem neu erschlossenen Wohngebiet am Kottbuser Damm. Später wird das Haus die Nummer 34 erhalten.

1885

In meinem 10. Lebensjahr heiratet am 21. Oktober meine große Schwester Marie den Bierkutscher Paule Reinicke, der aus Neu Ruppin stammt. So also sieht ein echter Schwager aus.

1886

Meine Schwester Marie bringt am 27. Januar ihr erstes Kind auf diese Welt: Walter Reinicke. Nun bin ich mit erst 11 Jahren auch schon ein richtiger Onkel.

1887

Hans Reinicke, 2. Sohn meiner Schwester Marie wurde am 15. November geboren.

1888

Hänschen Reinicke ist am 2. Juli gestorben, wieder von uns gegangen.

1888

Aber es sterben in diesem Jahr leider noch mehr Menschen:

Der Kaiser ist tot – es lebe der Kaiser!!“ Wilhelm I => Friedrich III, wird vom Volk gerufen.

Der Kaiser ist tot – es lebe der Kaiser!!“ Friedrich III => Wilhelm II, wird befürchtet.

1888

Marie und Paul rennen wieder auseinander und Marie wohnt wieder bei uns. Das ist schön. Marie hat ein schweres Los. Das ist nicht schön.

1888

Bei uns zu Hause wird am 18. September Lucie Reinicke von meiner großen Schwester geboren, obwohl sie mit uns ganz allein lebt. Die kleine Lucie stirbt am 9. Oktober.

1889

Der mir schon früh sehr entfernte Bierpaule namens Reinicke stirbt jung. Marie kann wieder besser durchatmen und ich habe keinen Schwager mehr.

1890

Meine Schwester Marie heiratet in 2. Ehe den Gustav Weiland, Restaurateur (also er ist nicht Bilderreparateur, sondern Kneipier. Aber ein guter und verständiger.

1891

Am 22. Okt. stirbt Walter Reinicke im Alter von fünf Jahren. Ich bin ein Onkel nicht mehr.

1892

Am 24. November lässt sich meine 2. liebe Schwester Hedwig von dem Bahnbeamten Ernst Borries heiraten. Hoffentlich weiß der das richtig zu schätzen.

1895

Meine gute Schwester Hedwig gebiert am 23. März ihr erstes Kind, das von ihnen Kurt Borries genannt wird.

1895

Am 14. September bekommt das Ehepaar Gustav Weiland und meine Marie, also geborene Dittwaldt, ein Kind: Bruno mit Namen. Es ist ihre 4. Geburt und sein 1. Kind.

1896

Nun wird auch meine um zwei Jahre ältere Schwester Klara von dem August Janecke vom Fleck weg geheiratet.

1897

Der zweite Sohn von Schwester Hedwig und Ernst Borries stellt sich vor: Johannes, genannt Hans.

1897

Am 13. Oktober, nach neunmonatiger Reifezeit, gibt es eine neue Erdenbürgerin: Käthe Janecke. Deren Mutter ist meine Schwester Klara, der Vater August Janecke.

97 / 98

Irgendwann in dieser Zeit war es, dass Georg, der zweite Sohn meiner Schwester Marie und Gustav Weiland, in Berlin-SO (später Kreuzberg) das Licht dieser Welt erblickte.

1898

Am 22. November schließen meine jüngste Schwester Alma und der Bahnmeister Alfred Zocher den Bund für's Leben. Sie ist außer mir die letzte unserer Geschwisterreihe – und nur aus diesem Grund kann das mit der Heiraterei nicht mehr lange so weitergehen.

1900

Am 1. Oktober bekommen meine Schwester Klara und August Janecke ihr zweites Kind, das sie Alfred Richard nennen. Meine Onkelverpflichtungen wachsen ins Unermessliche.

1902

Große Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung in Düsseldorf. Meine Schwester Alma und Alfred Zocher senden uns aus dieser Wahlheimat ihre Grüße und berichten davon.

1904

(etwa – genaue Zeit unbekannt): Ich, Max Dittwaldt, heirate die Gretel Goeritz (bürgerlich: Margarethe). Wird unser Nachwuchs ein Junge, bekommt er den Namen Christoph, wird es ein Mädchen, werden wir sie Christel heißen.

1904

Am 6. Juni stirbt in Berlin unser guter Vater August Dittwaldt, mit 67 Jahren, im Hause Berlin, Kottbuser Damm 34.

Unsere bisherige Familiengaststätte im Hause hat der Gastwirt Haenisch übernommen.

1905

Am 2. August ist das Kind, also unser eigenes, da: Christel Marie. Also kein Christoph Marius – oder so – aber in jedem Falle endlich mal wieder Dittwaldt mit Familiennamen..

1907

Pächter Haenisch zieht nach Charlottenburg und gibt daher die Räume der Gastwirtschaft im Kottbuser Damm 34 auf.

1909

Marie und Gustav Weiland geben ihre Gaststätte in der Wrangelstraße 100 auf und ziehen damit in die Räume des Restaurants unserer Familie Kottbuser Damm 34.

1913

Am 17. November schließt mein geliebtes Mütterchen Pauline Dittwaldt geborene Zinnow, im 71-sten Lebensjahr für immer die Augen. In den letzten Jahren hatte sie bei Weilands in Zehlendorf bei Berlin, Düppelstraße 11, gelebt, die sich dort zwei größere Miethäuser hatten bauen lassen.

1917

Etwa zu dieser Zeit heiratet mein Neffe Georg Weiland in Berlin die Dorothea Schröder. Sie beziehen eine Wohnung in Berlin-Südende (Steglitz), Potsdamer Straße 31.

1918

Das vorgenannte Paar begeht am 21. Sept. den nullten Geburtstag ihrer ersten Tochter >Gisela<. Gisela Weiland.

1921

Gustav und Marie Weiland setzen sich zur Ruhe, geben die Gastwirtschaft im Kottbuser Damm 34 auf und leben als Privatiere in Zehlendorf. Zu dieser Zeit ist Gustav 62 Jahre alt und Marie 56 Jahre jung.

1922

Wir, Max und Margarethe haben nach dem Ersten Weltkrieg die Sorge, dass auch das Gebiet unseres Lebensraumes nach dem Versailler Vertrag zu Polen gegeben wird und sie ziehen etwa 1922 in das ostpreußische Königsberg, am Fluss Pregel.

1928

In Düsseldorf stirbt am 26. Mai meine kleine Schwester Alma Zocher, 52. Jahre jung.


Die Zukunft wird wissen, dass Deutsch Eylau bisher im Regierungsbezirk Marienwerder, Kreis Rosenberg (Westpreußen), nach einer Volksabstimmung deutsch bleiben wird. Das wurde dadurch ermöglicht, dass man „den Ort“ kurzerhand nach Ostpreußen verschob. Die neue Grenze verläuft jedoch unweit des Ortes.

Über die wahrscheinlichen vielen Vorzüge der Margarethe Dittwaldt geborene Goeritz ist uns nichts überliefert – in Handarbeiten ist sie wohl aber sehr geschickt. Vor mir liegt ein kleiner leinener Tischläufer, der von ihr mit Blütenranken versehen wurde. Eine hervorragende Lochmuster-Stickarbeit, die inzwischen durchaus um 100 Jahre alt sein wird. Im Jahr 1934 stirbt Maxens Ehefrau Margarethe und dieser Tischläufer wurde von Max an seine Nichte Käthe Janecke vererbt. Deren Lebenskreis schloss sich 1978 aber das textile Erbstück ging an ihre Schwägerin (ihres Bruders Ehefrau), Anne-Marie Janecke. Von ihr habe ich, ihr Sohn Chris, dieses Erbstück und das Wissen um seine Herkunftsgeschichte aus der Zeit von vor etwa einem Jahrhundert und kann Euch diese Erinnerung, frisch, wie völlig neu, hier nun in der Bilderstrecke zeigen.

Dieses Erinnerungsstück ist mir auch deshalb wichtig, weil ich über die Familie, über des Maxens zwei Ehen zu wenig weiß. Max war sieben Jahrzehnte vor mir geboren. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er ab 1945 mit seiner zweiten Frau Gertrud (genannt Trudel), geborene May als Flüchtlinge in Lüneburg, also in der britischen Besatzungszone, später BRD, wir aber wohnten in der sowjetischen Besatzungszone, später DDR.

Somit war also ein Besuchs-Reiseverkehr der Familien in jener Zeit nicht möglich – und ich selber ohnehin noch zu klein.

Erhalten geblieben sind einige Briefe aus der Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit.


Eine lediglich lückenhaft mögliche tabellarische Zusammenfassung der ersten Ehe:



Das Ehepaar = Die Probanden = Die Eltern (Generation 04)

Carl Gustav Max Dittwaldt oo Margarethe Goeritz





Vater:

Generation: 04 / Ahn: 9.4



Mutter:

Generation: 04 / Ahnin:

Name:


Dittwaldt

Goeritz

Vornamen:


Carl Gustav Max

Margarethe

Deren

Eltern,

Generation

05



Väter:


Karl Ludwig August Dittwaldt,

Zimmermann, später Gastwirt

(* Dechsel 1837 – † Berlin 1904)


Mütter:

Alwine Pauline Zinnow

(* Nowawes 1843 – † Berlin 1913)


Geboren:


Berlin, am 02. November 1874


Taufe:


Berlin, Jacobikirche, am

29. November 1874



Beruf / Stand oder Gewerbe:


Betriebs-Ingenieur Maschinenbau,

Amtmann bei der Deutschen Reichsbahn


Wohnanschriften vor der Ehe:


Berlin,

Deutsch-Eylau (bis 1922)



Eheschließung:

(Standesamt)


Vor 1905 (eher in Berlin? – oder doch in Deutsch Eylau?)

Trauung:

(ev.-lutherisch)



Wohnanschriften, gemeinsame:


Deutsch-Eylau,

ab 1922: Königsberg i. Pr. (Ostpreußen) bis 1945.


Tod / Gestorben:

Bestattet:

Max ist während der 2. Ehezeit in Lüneburg gestorben, in der Soltauer Straße 5, am Abend des 31. Juli 1953. 79 Jahre alt.

Bestattet am 04. August 1953

auf dem Michaelis-Friedhof.

Margarethe starb in Königsberg (Pr.) im Jahr 1934. Unterlagen, die Genaueres angeben, sind nicht vorhanden. Königsberg wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges fast völlig zerstört.




Das Kind (Generation 03) der Eltern:

Carl Gustav Max Dittwaldt oo Margarethe Goeritz


Nr.

Familienname:

Dittwaldt

Lebensdaten des Kindes

1

Christel Maria

Geboren am 02. August 1905.


Christel schließt nach dem Abitur ein Staatswissenschaftliches Studium ab und erhält den Titel einer Frau Dr. rer. pol.

Sie ist mit dem Spezialisten für Ackerbau und Pflanzenernährung, Prof. Dr. Walter Ernst Sauerlandt verheiratet.


Für dieses Ehepaar gibt es auf dieser Internetseite einen eigenen / gesonderten Lebenslauf.



Zusammenfassung der mir nur lückenhaft möglichen Angaben zur zweiten Ehe:



Das Ehepaar = Die Probanden

Die zweite Ehe des Max Dittwaldt mit Gertrud May





Vater:

Generation: / Ahn:



Mutter:

Generation: / Ahnin:

Name:


Dittwaldt

May

Vornamen:


Carl Gustav Max

Gertrud

(innerfamiliär genannt: Trudel)

Deren

Eltern,

Generation



Väter:


Karl Ludwig August Dittwaldt,

Zimmermann, Gastwirt

(* Dechsel 1837 – † Berlin 1904)

May

Pfarrer in Dohna-Schlobitten (Ostpreußen)

Mütter:

Alwine Pauline Zinnow

(* Nowawes 1843 – † Berlin 1913)


Geboren:


Berlin, am 02. November 1874

Auf dem fürstlichen Grundsitz Dohna-Schlobitten, im Kreis

Preußisch Holland (Ostpreußen),

am 17. Februar 1894


Taufe:


Berlin, Jacobikirche, am

29. November 1874

Schlobitten

Beruf / Stand oder Gewerbe:


Betriebs-Ingenieur Maschinenbau,

Amtmann bei der Deutschen Reichsbahn


Wohnanschriften vor der Ehe:


Berlin,

Deutsch-Eylau (bis 1922)



Eheschließung:

(Standesamt)


In Königsberg 1937.

Nr. des Eintrages beim Standesamt Königsberg: B 447 / 1937.

Trauung:

(ev.-lutherisch)



Wohnanschriften, gemeinsame:


Ab 1922: Königsberg i. Pr. (Ostpreußen) bis 1945.

Ab 1945: Lüneburg.

Nach 1953: in 3520 Hofgeismar bei Kassel, Mühlenstraße 2

dann: Aschroth-Heim, Kassel, Friedrich-Ebert-Straße 178

Tod / Gestorben:

Bestattet:

Max ist während der 2. Ehezeit gestorben in Lüneburg, in der Soltauer Straße 5, am Abend des 31. Juli 1953. 79 Jahre alt. Bestattung am 04. August 1953 auf dem Michaelis-Friedhof.

Gertrud Dittwald, geborene May, ist im Aschroth-Seniorenheim in 35 Kassel, Friedrich-Ebert-Straße 178, am 18. Mai 1987 gestorben.

Sie erreichte das Lebensalter von 92 Jahren.


Weitere Familiennotizen


Liebe Leser! Viel gäbe es seit meiner Berufsausbildung und meinem späteren Fortgang aus Berlin zu berichten. Oft allerdings Alltagskram. Manches davon steht im Lebenslauf unserer Eltern: Dittwaldt oo Zinnow , so dass nichts verloren geht und ich werde mich auf das Notwendige im engeren Familienkreise beschränken. Max.

1933

Am 25. Februar 1933 stirbt meine Schwester Klara Janecke in Nowawes, in der Wohnung Wichgrafstraße 22, 61 Jahre alt.

1934

Es stirbt in Königsberg (Pr.) meine liebe Frau Gretel, geborene Goeritz und Mutter unserer Christel. Christel wohnt nicht mehr bei uns in der Bachstraße 25a, E, sondern nun in der Tragheimer Pulverstrße 18 / 19. Sie ist als Verbandsgeschäftsführerin tätig.

1937

In diesem Jahr heirate ich, Witwer Max Dittwaldt, erneut. Die Auserwählte ist Gertrud May, eine Pfarrerstochter aus Schlobitten, ein Mädchen aus einer Geschwisterschar des dortigen Pfarrer-Elternpaares. Gertrud wurde dort geboren am 17.Februar 1894. Zu den Geschwistern gehört u. a. Susi (eventuell auch Susanne), die wohl unverheiratet blieb.

1937

Alfred Richard Janecke, schreibt zu Pfingsten 1937 an seinen Onkel Max Dittwaldt einiges über seine Arbeiten und auch über die Schwierigkeiten für einen selbständig Tätigen, über seine Verlobung mit dem Fräulein Anne-Marie Sommer, über Vater August Janecke und Schwester / Tochter Käthe.

1940

Max Dittwaldt schreibt Ostern 1940 über die noch immer hohen Schneeberge in den Straßen. Er merkt an, dass es den Sauerländtlern gut geht und dass dort im Winkel (Österreich, bei St. Pölten) der Frühling schon voll eingekehrt sei. Sein Brief geht jetzt nicht mehr an Janecke in Nowawes, sondern zu J. in Potsdam-Babelsberg, weil der Ort 1939 umbenannt wurde. Der Ortsname Nowawes war zu slawisch, undeutsch.

1941

Mein Schwager Gustav Weiland, 2. Ehemann meiner Schwester Marie, stirbt in seinem Haus Berlin, Düppelstraße 20, am 11. März.

1941

Max schreibt zu Weihnachten 1941 darüber, dass sie hier (in Königsberg) trotz nur kriegsmäßiger Versorgung ein Hühnchen erstehen konnten, das, per Express mit der Bahnpost gesandt, in Potsdam sofort abholbar sei – auch am Festtag, denn der Ankündigungsbrief gehe langsamer, als die Bahnsendung. Sie Sendung enthalte noch mehr – für alle aufzuteilen! Brauner Karton 13 kg!

1942

Max teilt im November 1942 mit, dass er und seine Frau im November nach Berlin und Umgebung reisen, um die Verwandten zu besuchen – mit dem folgenden detaillierten Programm:


Freitag, 20.11.1942,

22.14 Uhr

Abfahrt in Königsberg. Für die Reise benötigt man etwa 10 Stunden.

Samstag, 21.11. 08.30

Ankunft in Berlin-Zehlendorf

Sonntag, 22.11.

Feier der Goldenen Hochzeit bei Ernst und Schwester Hedwig Borries, Berlin-Zehlendorf, Zinnow-Weg 7.

Montag, 23. 11.

Besuch bei den Janeckes (Ehemann August meiner verstorbenen Schwester Klara) und den Kindern A. Richard und Käthe in Nowawes.

Am Nachmittag bis zur Verdunkelung bei meiner Schwester Marie Weiland und ihren Söhnen in Berlin-Düppel. (Im Krieg mussten abends die Fenster schwarz zugehängt werden, so dass kein Lichtschein nach außen drang, der den Aufklärungsflugzeugen der Alliierten Hinweise geben konnte.

Dienstag, 24.11.

Der richtige interne 50. Hochzeitstag bei Borries'.

Mittwoch, 25.11.

Vormittags bei Gieses, am Nachmittag bei Susi May.

(Schwester von Gertrud Dittwaldt, Schwägerin von Max Dittwaldt)

Donnerstag, 26. 11.

Besuch der Eltern-Gräber.

Freitag, 27.11.1942

Am Vormittag: Rückfahrt nach Königsberg


Des Weiteren teilt Max uns mit:

- Wir schlafen bei meiner Schwester Hedwig Borries, Berlin-Zehlendorf, Zinnow-Weg 7, I Tr. und sind dort zu erreichen. Wegen der bekannten Schwierigkeiten finden die Besuche nur zwischen den Mahlzeiten statt.

Meinen Geburtstag feierten wir im engsten Verwandtenkreis, zwar kriegsgemäß aber recht nett.

Dein Brief (Richard J.) geht gleich an (Maxens Tochter, derzeitig in Österreich) weiter, weil sie immer nach dem Ergehen aller Verwandten fragt. Wir glaubten Euch mit Kartoffeln ausreichend versorgt. Sollte ein Mangel eintreten, würden wir versuchen Euch zumindest damit zu helfen.

- Später: Weihnachten 1942. Max Dittwaldt kündigt einen dicken Brief an, der, wenn noch Platz ist, auch einige Räucherkerzchen für Vatern enthalten wird (Zigarillos für August Janecke).

- Januar 1943: Ehepaar Dittwaldt gratuliert den Janeckes in Babelsberg zur Geburt ihres ersten Kindes, der Tochter.


Nachrichten von Ereignissen in Königsberg in Ostpreußen:

Erstaunlicher Weise wurde Ostpreußen erst im Sommer 1944 in die Kriegshandlungen einbezogen: Zwei Flugzeugangriffs-Wellen britischer Bomber, der Anti-Hitler-Koalition, zerstörten in den Nächten vom 26. zum 27. August und vom 29. zum 30. August den Nordteil der Stadt und große Teile der Innenstadt. Dittwaldts lebten immer noch im Musiker-Viertel, nördlich des Stadtzentrums, in der Bachstraße 25, im ersten Obergeschoss oder sagen wir jetzt lieber: In der Etage über dem Parterre.

Das Gebiet Ostpreußens wurde im Kriege nicht planmäßig evakuiert, die Menschen generell nicht über die Konsequenzen aus dem wahrscheinlichen weiteren Kriegsverlauf informiert. Der Propaganda in Rundfunk und Presse zufolge, glaubten sehr viele Menschen an einen baldigen „Sieg-Frieden“. Wohl nur ein relativ geringer Anteil der Bevölkerung sah daher die Zweckmäßigkeit oder sogar der dringenden Notwendigkeit einer „rechtzeitigen“ Flucht ins deutsche Kernland.


Am 21. Januar 1945 fuhren die letzten Flüchtlingszüge von Königsberg „heim ins Reich“.

Am 26. Januar wurde Ostpreußen und damit auch das Gebiet um Königsberg von der sowjetischen Roten Armee abgeriegelt. Von diesem Tage an war eine Flucht aus Ostpreußen nur noch auf dem Seeweg von Pillau aus (Name ab 1945: Baltisk) möglich. Das bedeutete: Von Ende Januar bis zum April 1945 verließen etwa 451.000 Menschen per Schiff das ostpreußische Gebiet. Unser Ehepaar Dittwaldt war unter ihnen.


Alle Schiffe hatten das Ziel, das deutsche Reichsgebiet oder auch Dänemark zu erreichen. Verschiedene Flüchtlings-Schiffe mit den Zivilisten wurden unterwegs auf der Ostsee mit Torpedos angegriffen und sanken – erreichten ihr Ziel nicht.

Auch wählten viele Trecks zu Fuß den Weg oder mit Pferd und Wagen, um über das Eis des Frischen Haffs und auf der Frischen Nehrung vorerst in die Freie Stadt Danzig oder nach Ostpommern zu gelangen. Man rechnete auf diesen Wegen mit etwa 500.000 Flüchtlingen, von denen viele nur langsam vorankommende Trecks von den Kampfhandlungen eingeholt wurden – von der westwärts in Richtung Berlin stürmenden Roten Armee überrollt und aufgerieben wurden.

Zum Kapitulationstag der deutschen Armeen am 8. Mai 1945, befanden sich noch etwa weitere 500.000 Zivilisten in Ostpreußen, davon etwa 110.000 allein in der Stadt Königsberg. Nach späteren Schätzungen der Hilfsorganisationen und der Regierungen in den deutschen Westzonen überlebten etwa 25.000 Personen die Zeitspanne bis zur engültigen Ausweisung aus der Heimat 1947 / 1948 bzw. auch für eine Anzahl jener Menschen – bis zur Verschleppung nach Sibirien.


Königsberg wurde nach dem Kriegsende das autonome sowjetische Gebiet Kaliningrad. Die zerstörte Stadt wurde enttrümmert, gewaltige Restbestände abgerissen und anschließend völlig neu aufgebaut. Nur wenige Gebäude erinnern daher heute an die deutsche Vergangenheit. Kaliningrad galt bis 1990 als „verbotene Stadt“ in der „Freien Wirtschaftszone Jantar“. Erst seit dieser Zeit sind dorthin wieder Besuchsreisen deutscher Bürger möglich.


November 1945: Die Familie Janecke in Potsdam-Babelsberg erhält vom Ehepaar Dittwaldt das erste Lebenszeichen dieses Jahres: Max Dittwaldt schreibt am 10. November 1945 sinngemäß – Am 8. März habe ich in meinem 70. Lebensjahr gemeinsam mit meiner Frau Gertrud, Königsberg eigentlich gegen meinen Willen verlassen. Nach der Entwurzelung aus Deutsch Eylau wohnten und arbeiteten wir hier 22 Jahre unseres Lebens friedlich. – Heim ins Reich – in die Fremde, Flucht vor der russischen Besetzung war aber nun dringend geboten. In unserem Alter konnten wir nicht einen Fußmarsch von weit mehr als 700 km in einem Treck wagen. Wir versuchten nach Pillau mit der Bahn zu kommen und von dort aus ein Schiff zu erreichen. Von unserem Wohnungsinhalt können wir nichts mitnehmen. Wir hinterlassen eine zerstörte Existenz. Kein Mobiliar, keine Erinnerungen wie Bücher oder Fotoalben (so können wir Euch später nicht mal Bilder aus unserer Zeit vererben), keine liebgewordenen Gegenstände, nichts. In einem kleineren Handkoffer die notwendigen Papiere, Waschzeug, notwendigste Leibwäsche und im Rucksack etwas „Reise-Proviant", ansonsten nur unser „nacktes Leben“, das wir möglichst retten wollen.

Tatsächlich brachte uns eine Eisenbahn nach Pillau an der Frischen Nehrung. Dort warteten wir in einer unüberschaubaren Anzahl von Flüchtlingen auf ein Schiff, das uns nach Lübeck oder Kiel bringen sollte.

Wir fanden nach 15 Tagen Wartezeit Platz im Zwischendeck eines Schiffes, das am
23. März den Hafen Pillau verließ. Natürlich waren wir die Zeit über nicht ohne Bangen, weil ja eine Anzahl von Flüchtlingsschiffen mit den verhassten Deutschen auf dem Wege über das Meer angegriffen wurde. So sank das Kreuzfahrtschiff „Wilhelm Gustloff“ am 30. Januar mit 9.000 Flüchtlingen und 400 Mann Besatzung. Nach Angabe konnten ungefähr 1.200 Menschen von herbeieilenden Schiffen gerettet werden, die die Annäherung an die Stelle der Katastrophe wagten, obwohl ja unklar war, ob feindliche U-Boote noch in der Nähe waren. Ähnlich erging es den Menschen auf der „Steuben“ und der „Karlsruhe“. Ihnen allen gilt unser Gedenken.

Für uns ging es über die Danziger Bucht und die Ostsee, vorbei an der Halbinsel Hela, Kolberg und Wollin. Unserem Schiff passierte kein Unheil. Die Reise endete aber nicht in Lübeck sondern bereits in der Pommerschen Bucht, in Swinemünde. Aber wir waren glücklich aber erschöpft, froh, das Schiff lebend verlassen zu können. Von hier aus brachte uns ein kleines Dampfschiff von Nord nach Süd über das Stettiner Haff nach Ueckermünde. Und wir hatten erneut „Glück“. Die zuverlässige Deutsche Reichsbahn brachte uns sogar in dem Wirrwarr dieser Tage nach Schwerin. Dort befand sich die Auffangstelle für Reichsbahnbeschäftigte. Sie wollten aber trotz kriegsbedingten männlichen Personalmangels, einen 70-jährigen Amtmann nicht mehr einsetzen und schickten uns per Bahn weiter nach Lüneburg. Das war uns insofern auch recht, denn hier wohnt sowohl Frau Bischoff, eine Schwester meiner ersten Frau Margarethe, als auch nahe Verwandte von Gertrud, (u. a. Susi May). Am 28. März trafen wir hier in Lüneburg ein. Diese Fluchtzeit war für uns nicht ganz leicht, aber verglichen mit anderen zu Fuß auf dem Treck mit Pferdewagen, mit Kinderwagen, wo viele erfroren, verhungerten oder von den kriegerischen Ereignissen getötet wurden, war unsere Fluchtdauer verhältnismäßig kurz und mit etwas Humor könnte man sagen: „komfortabel“. Wir wurden behütet.

Wir suchten hier in Lüneburg Bekannte auf (die Bischoffs) aber deren Drei-Zimmer-Wohnung war bereits von Flüchtlingen überfüllt. Hier wohnten bereits zusätzlich Lisbeth Goeritz aus Rostock, die ältere Schwester meiner ersten Ehefrau und auch deren jüngste Schwester Gertrud mit ihrem Mann Fritz aus Marienwerder. Der einzige Sohn von Lisbeth, Hans Günter Goeritz, kann nicht hier sein. Ihn ereilte ein trauriges Schicksal. In Königsberg hatte er ja eineinhalb Jahre bei uns gewohnt, in der Zeit, als er sein Medizinstudium zu Ende brachte. Er kehrte im Sommer '45 aus Riga zurück, kam aber in Eutin in ein Kriegsgefangenenlager, in dem er die Gefangenen ärztlich betreute. Dabei hat er sich mit der Diphtherie infiziert. Arzneimittel gab es keine, obwohl es schon seit 1891 den Behringschen Impfstoff gibt, den es aber dort nicht gab. Er ist vor 2 Monaten, am
30. September in Heiligenhafen gestorben. So fehlt auch seiner 71-jährigen Mutter nun die Stütze in ihrem einsamen Alter.

Dank eines weiteren glücklichen Umstandes bekamen wir sogar noch am Ankunftstag in Lüneburg ein privates Obdach zugewiesen, das von der Verwaltung gerade erst beschlagnahmt worden war. Unsere Flüchtlingsbleibe ist ein kleines zweifensteriges Zimmer bei der rüstigen 76 Jahre alten Oberschullehrerin a. D., Fräulein Karnstädt, Ilmenaustraße 1, in der 2. Oberetage. Fräulein Karnstädt ist eine rührend gütige und immer von sich aus hilfsbereite Dame, obgleich drei Zimmer ihrer Vierraum-Wohnung mit Flüchtlingen vollbesetzt sind und ihre bisherige Ruhe dahin ist. Sie hat auch ihre Lehrtätigkeit – privat – wieder aufgenommen, um die notleidende Jugend und auch Erwachsenen die englische und französische Sprache zu lehren. Dafür hat meine liebe Frau auch deren Anteil der Hausarbeit übernommen und ich besorge die Einkäufe mit Ansteherei, sowie alle Basteleien in „unserem“, als auch in Mimmi Bischoffs Haushalt. Das ist ein Ausgleich zur fehlenden beruflichen Arbeit. Benötigte man mich in Königsberg über das 70. Lebensjahr hinaus, so wird man hier eben als „Flüchtiger vom früheren Dienstposten“ und von der Reichsbahndirektion in Hamburg eher als lästiger Ausländer angesehen und schofelhaft behandelt. Aus Ostpreußen – „vom andern Ende der Welt.“ Über diesen Winter ohne Heizung denken wir nicht nach, ebenso nicht über eventuelle spätere Pläne. Sicher ist wohl aber, dass wir wohl nicht in das nun russische Königsberg zurückkehren können.

Wir leben sehr bescheiden und fast nur zwangsläufig vegetarisch, brauchen aber über etwaige Ernährungssorgen nicht klagen. Wie es auch in dieser Hinsicht bei Christel und Walter geht, wie sie untergekommen sind, werden sie uns hoffentlich bald schildern können. Noch haben wir keine Verbindung zu ihnen.

Wir danken Euch für die Nachrichten über alle Verwandten in der Heimat. Nun ist auch Tante Marie (Weiland in Berlin, die älteste Schwester von Max) heimgegangen nach einem arbeitsreichen und tapferen Leben. Für Euren nächsten Brief an uns einige Fragen: Wisst Ihr etwas über Georg und Bruno Weiland? Wie geht es allen Sotschecks? In welcher Zone liegen denn jetzt Potsdam und Babelsberg? Trotz aller Rundfunknachrichten wird man nicht recht klug daraus. Wie ist die Wirtschaftslage und die Ernährungssituation bei Euch? Lieber Richard, wenn es mit der Arbeit schwierig ist, kannst Du nicht Arbeit von den Besatzungsstellen bekommen? Unsere britischen Besatzer bezahlen hier die zivilen Deutschen gut.


Am 26. September 1945 stürzt meine älteste Schwester Marie Weiland in Berlin auf der Straße, zieht sich dabei einen Oberschenkelhalsbruch zu und stirbt noch an Ort und Stelle an Herzversagen. Sie wurde 80 Jahre alt. Man hätte ihr auch im anderen Falle nicht helfen können, außer das Bein zwischen Sandsäcken zu fixieren. Das alles ist sehr traurig.


Max Dittwaldt schrieb am 3. August 1946 an seinen Cousin A. Richard Janecke, Babelsberg:

Liebe Janeckes alle z'sammen!

Nach der Rundfunkpropaganda die wir hören, müsstet Ihr im russischen Sektor doch ausreichend mit Lebensmitteln versorgt sein. Die Wirklichkeit scheint aber das Gegenteil zu zeigen. Dass es aber so ist, dass Ihr auch nach Möhrenkraut, Sauerampfer und Kartoffelschalen greift, hätten wir nicht angenommen. Wir hoffen aber, dass für Euch mit der neuen Ernte inzwischen eine Wende eingetreten ist. Bei uns kann man neues Gemüse und auch frische, gut ausgereifte Kartoffeln kaufen – pro Kopf und Woche werden 4 Pfund abgegeben. Im Herbst '45 hatte meine liebe Frau reichlich Obst und Gemüse einwecken können, so dass wir keine Not leiden müssen.

Leider darf man ja in Eure russische Zone nur Päckchen bis 500g Gewicht schicken, sonst könnten wir Euch mehr senden.

Die angespannte Materialsituation ist wohl für Euer Geschäft tatsächlich existenzbedrohend – hier aber verfertigen sie den unglaublichsten Firlefanz als Kunstgewerbliches zu horrenden Preisen und werden diesen Zimt doch los.

Ihr habt in dem alten Miethaus Lindenstraße 39, nun eine völlig andere Absender-Angabe: Rudolf-Breitscheid-Straße 46. Ist der Name „Lindenstraße“ nicht mehr gut genug? Wer ist denn nun Breitscheid? Der neue russische Oberpräsidente? Und warum bekommen alle Häuser veränderte Hausnummern, da doch nichts neu gebaut ist? Ist denn das Kuddelmuddel nicht schon groß genug? –

In einem weiteren Kurzbrief: Inzwischen ist es ja November und die Postsperre zwischen den Besatzungszonen ist aufgehoben, da werden wir ja bald mehr von der Verwandtschaft lesen dürfen.


Unsere Antwortbriefe dazu blieben nicht in Babelsberg, sondern wurden natürlich nach Lüneburg gesandt. (Daher versucht Chris Janecke 70 Jahre später „sicherheitshalber“ nochmals eine Antwort zu geben, damit nichts versehentlich ungesagt bleibt):

Lieber Onkel Max! Zu Euren berechtigten Fragen: Das alte Miethaus in Babelsberg wurde just in dem Jahr errichtet, als Mäxchen Dittwaldt in Berlin das Licht dieser Welt erblickte. 1874 war's. Der Name Lindenstraße war ein guter, ein historischer und trotzdem durch alle Zeiten politisch unbelasteter. Rudolf Breitscheid war deutschstämmig. Rudolf Breitscheid war in der Weimarer Republik einer der führenden Kräfte der Sozialdemokratie. Er starb unter dem Naziregime 1944 als politischer Häftling im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar in Thüringen. Mit der Namensverleihung für diese Straße sollte die ehrende Erinnerung an ihn wachgehalten werden. Die Hausnummerierung erfolgte bisher vom Anfang der Straße aufsteigend, nun aber steigen in umgekehrter Richtung die Zahlen der Hausnummern vom Ende an. Man konnte die Zahlenlücken ausgleichen, die an einem Ende der Straße durch Zerbombungslücken entstanden waren.


Und geholfen haben sogar Dittwaldts, die in ihrem Lüneburger Zimmerchen bescheiden lebten, den Babelsbergern: Sie konnten die Brotrinden der Schnitten nicht mehr gut beißen (und an eine hinreichende Versorung mit gebissprothetischen Erzeugnissen war nicht zu denken), sammelten die abgeschnittenen Rinden und sobald ein kleiner Karton voll war, ging dieser als Liebesgabe in die Ostzone. Je nach Witterung und unterschiedlicher Reisedauer kamen sie mal gut an oder auch leider mal verschimmelt. Aus den guten bereitete Mutti Anne-Marie eine wohlschmeckende Brotsuppe, die wenn vorhanden, etwas gesüßt und vom „Eiweiß-Schnee“ eines Hühnereis bekrönt wurde. Nach der Währungsumstellung 1948, von Reichsmark auf West-D-Mark, gab es dann auch Haferflocken für die Babelsberger. Kölln-Flocken, ein Genuss, der gerade das zulässige Päckchengewicht von 500 Gramm ausmachte, wenn, ja wenn es nicht auf dem Postweg von den Behörden oder von jenen Mitarbeitern privat beschlagnahmt wurde. In der Sowjetzone gab es ja mitunter auch Haferflocken aber mit Spelzen = Hacheln = Spreuteilen versetzt, so dass es eine Quälerei bedeutete diese hinunterzuschlucken und vorher gar manches auszusortieren und auf dem Tellerrand aufzureihen. Zum Hochfest gab es sogar Schokolade, mit einem aktuellen (Weihnachtsbild)-Überzug über die Normaltafel gestreift. Alles von unseren herzensgrundguten Verwandten.


Weitere Familien-Kurznachrichten

1946

September: Die Tochter von Max, Christel Sauerlandt besucht ihren Vater und die Stiefmutter in Lüneburg. Sie schreibt darüber: Ich konnte meinen Vater besuchen. Der gute Vater ist sehr elend und sehr müde geworden – wie engagiert er sich auch immer noch in Schreiben geben mag. Ich bin dafür dankbar, dass ich ihn noch vor dem Winter sehen konnte. Sie hatten die Flucht mit Mühe überstanden und leiden sehr unter der Heimatlosigkeit.

1946

Onkel Ernst Borries (Ehemann von Maxens Schwester Hedwig) ist in Berlin-Zehlendorf gestorben.

1948

Meine Schwester Hedwig Borries stirbt, 77-jährig, am 15. Februar 1948. Ihr älterer Sohn, Kurt, lässt beide verstorbenen Eltern nach seinem derzeitigen Wohnort Eßlingen überführen und dort bestatten. (Ab Oktober 1964 wird dann der Ort amtlich Esslingen geschrieben.)

1951

Johannes Borries kommt aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft zurück.

1952

Max und Gertrud konnten von der freundlichen aber doch provisorischen, räumlich beklemmenden Flüchtlingsunterkunft in der Ilmenaustraße 1, endlich in eine eigene kleine Wohnung ziehen. Die neue Wohnung liegt in der Soltauer Straße Nr. 5, im Erdgeschoss, rechts vom Hauseingang. Es ist ein zweckmäßig schlichter Bau, wohl in den vergangenen Nachkriegsjahren errichtet.


Am 7./ 8. August 1952 schreibt Max an Janeckes einen Gruß und fügt auch Grüße seiner Schwägerin, Schwester seiner Ehefrau, Susi May hinzu.

1953

Max ist in Lüneburg, in der Soltauer Straße 5, am Abend des 31. Juli 1953 gestorben.
79 Jahre alt. Die neue Wohnung hat er nur kurze Zeit genießen können.

Bestattung am 04. August 1953 auf dem Michaelis-Friedhof.

1955

Gertrud Dittwaldt schreibt etwa 1955 eine undatierte Karte an ihren Großneffen Christoph:

Lieber Christoph, Du kannst zwar noch nicht selber meine Karte lesen aber Du sollst doch extra eine bekommen, als Dank für das hübsche Lesezeichen, das Du mir zu Weihnachten geklebt hast. Ich habe mich sehr darüber gefreut und werde es jetzt auch einmal benutzen. Ich hoffe, daß Ihr das Weihnachtsfest gesund verlebt habt und der Weihnachtsmann auch allerlei schöne Sachen für Dich brachte.

Herzlich grüßt Dich Deine Tante Trudel.“


Nun ja“, meint Christoph dazu inmitten seines dritten Schuljahres, „lesen kann ich eigentlich recht gut, sogar die gedruckte Frakturschrift aber diese Handschrift geht in ihren Anforderungen deutlich über das übliche Maß hinaus“.


Zeit ist vergangen.


Hellmut Runge hat Chris Janecke dazu angeregt Ahnenforschung zu betreiben, mit solcher freundlichen Aufforderung: „Was willst Du Deinen Kindern später erzählen woher sie kamen, was ihre Vorfahren machten, wenn Du es nicht selber weißt. Ein solches Vorhaben ist zwar unter den gesellschaftspolitischen Verhältnissen in der DDR schwierig, weil ungewünscht und Archivquellen nicht frei zugänglich sind und dir auch Verwandtenbesuche jenseits der innerdeutschen Grenze verwehrt sind – aber versuche es doch einfach – es lohnt sich bestimmt.“...


Etwa 1976: Gertrud Dittwaldt siedelt von Ihrer Lüneburger Wohnung in das Aschroth-Seniorenheim 3500 Kassel, Friedrich-Ebert-Straße 178 um.


1985. Der Rückblick einer Zeitzeugin auf die Lüneburger Verhältnisse der Nachkriegszeit:

Von Onkel Hellmut habe ich (Chris Janecke) einige gedruckte Rundbriefe „Unser Potsdam“, die in der BRD erscheinen, in der sich solche Bürger gedanklich austauschen, die zwar in der BRD leben aber aus dem Vorkriegs-Potsdam stammen. Ich selber habe ja keine Möglichkeit in die BRD zu fahren und dort Spurensuche zu betreiben. Ich weiß auch, dass oft die Post von der Staatssicherheit geöffnet und interessiert beäugt und eventuell „ausgewertet“ wird oder in ihr Archiv wandert. In einem dieser Rundbriefe finde ich die Anschrift einer Studienrätin, die sich im Ruhestand befindet und in Lüneburg lebt. Sie heißt Anneliese Butterweck. An sie schreibe ich einen Brief mit der Anfrage, ob sie es vielleicht übernehmen würde, ein Foto vom Haus in Lüneburg, Ilmenaustraße 1 zu fertigen. Bald erhalte ich eine überaus freundliche und ausführliche Antwort. Frau Butterweck schreibt: am 14. Februar 1986 sinngemäß:

Heute lebt in der Ilmenaustraße 1, 2 Treppen hoch, noch immer die Nichte von Fräulein Karnstädt, die damals Ihren Großonkel Dittwaldt und dessen Ehefrau aufnahm. Mit ihr, Frau Theiss, konnte ich mich ausführlich unterhalten.

Auch dieses Zimmer war Anfang 1945 gerade von der Behörde für die Flüchtlingsunterbringung beschlagnahmt worden. Es ist ein kleineres etwas dunkles Zimmer, auch wenn gegenüber ja keine Bebauung stört, sondern die Ilmenau fließt.

Nach einiger Zeit kam eben diese Nichte, Frau Theiss, als Flüchtling aus Berlin zu dieser Wohngemeinschaft „Karnstädt – Dittwaldt“ hinzu. Ihr Großonkel Max war ja auch mit den Berliner Örtlichkeiten und Gegebenheiten bestens vertraut, worüber er sich mit Frau Theiss rege unterhalten konnte. Zwischen Dittwaldts und Fräulein Karnstädt sowie Frau Theiss entwickelte sich schnell ein harmonisches Verhältnis. Man legte sogar die Lebensmittelmarken zusammen, um ausgewogener wirtschaften zu können. Frau Dittwaldt kochte für alle, da Fräulein Karnstädt Unterricht gab. Sonntags leistete man sich eine gemeinsame Kaffeezeit.

1949 wurde der 80. Geburtstag von Fräulein Karnstädt groß gefeiert. Sie starb dann wie Max Dittwaldt im Jahr 1953. Frau Theiss wurde etwa 1907 geboren und ist auch heute, mit fast 80 Jahren noch als Krankengymnastin tätig.

Sie schilderte mir Max Dittwaldt als einen sehr liebenswürdigen und anständigen alten Herrn. Er sei der Typ eines korrekten Beamten gewesen, sehr konservativ. Mit viel Geduld habe er die beengten Wohnverhältnisse ertragen, im Haushalt geholfen und Besorgungen erledigt.

In Ermangelung von Fotos: Er war schmal gebaut, groß und ging leicht vorgebeugt. Fräulein Karnstädt hatte im mal für seinen Kopf mit schütterem Haar ein Mützchen gestrickt, damit glich er einer Figur von Karl Spitzweg – kennen Sie die Bilder dieses Malers aus der Biedermeierzeit? - Späßen war er zugänglich: Damals, 1953, wurde gerade Elisabeth von England gekrönt. Er sagte von ihr, daß sie ein „Reichsbahngesicht“ habe. „Wie dies'?“, fragten die Damen. „Nun, regelmäßige Züge!“, meinte er. Dieses Anekdötchen paßt doch gut zu seinem Beruf, nicht wahr? Sein Grab befand sich auf dem Michaelisfriedhof, ist aber inzwischen eingeebnet.

Auf einigen Umwegen machte ich eine Jugendfreundin von Frau Gertrud Dittwaldt, die auch hier lebt, ausfindig und telefonierte mit ihr. Frau Dittwaldt sei eine ostpreußische Pfarrerstochter, lebt noch in einem Altersheim in Kassel, 92 Jahre alt und sei eine entzückende Person. ... Ich habe die Dittwaldts durch die Beschäftigung mit Ihnen richtig gern gewonnen. ...

Mit herzlichem Gruß für Sie und Ihre Familie bin ich Ihre Anneliese Butterweck.

Später folgt noch das Foto vom Wohnhaus Ilmenaustraße 1 und nachdem die Mauer zwischen Ost und West im Herbst 1989 gefallen ist, können wir uns auch mit Frau Butterweck in Lüneburg treffen und auch die Umgebung ansehen, in der Dittwaldts seit dem Kriegsende lebten.


1986

Ebenfalls in diesem Jahr schickt mir Frau Charlotte Goeritz, aus der Verwandtschaft der ersten Ehefrau von Max Dittwaldt ein Römer-Weinglas mit den eingeschliffenen Initialen > MD < als Erinnerung an Max, von Gertrud Dittwaldt aus dem Seniorenheim. (Es gab noch ein zweites Glas mit dem Monogramm GD, dass aber auf dem Postwege, bei zu schlichter Verpackung leider zu Bruch ging.)


1987

Am 18. Mai 1987 vollendete sich auch das Leben von Max Dittwaldts Frau Gertrud, geborene May.


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Damit endet die kurzgefasste Geschichte über diese Familie aus dem Familienverband der Dittwaldts.