Bilder zu den Ehepaaren Dittwaldt oo Goeritz und Dittaldt oo May

1874: Mein Geburtshaus in Berlin-SO, Oranienstraße 174.
Im Alter von 40 Jahren gibt mein Vater, Zimmermann August Dittwaldt, diese Arbeit auf. Im Jahre 1874 zieht unsere Familie von der Wilhelmstraße 146 hierher.
Im Erdgeschoss ist die Schankwirtschaft und meine Geburt etwas darüber.
Die evangelische St.-Jacobi-Kirche, meine Taufkirche, in der Oranienstraße 133.
Das Bild mit dem Pfarrhaus zeichnete Therese Brandin aber erst im Januar 1897.
Quelle: GFHund, gemeinfrei.
Einer meiner drei Taufpaten: Gottlieb Sotscheck. Er ist der Ehemann meiner Tante Auguste, geb Zinnow aus Nowawes. Sie ist die Schwester meiner Mamá. Seit einem Jahrzehnt aber ist Onkel Gottlieb Lehrer und Küster in Liebätz bei Luckenwalde und er hat außer meiner Tante noch ganz reizend aussehende Kinder.
Meine Familie im Jahre 1876. Das sind von links nach rechts: 1. Hedwig, * 1870, oo Borries –
2. Klara, * 1872, oo Janecke – 3. Baby Alma, * 1876, oo Zocher –
Unsere Mamá Pauline, geborene Zinnow, 33 Jahre jung – 5. Ich, das Kleinstkind Max,
* 1874, (das wächst sich noch hin) – 6. Marie, * 1865, I. oo Reinicke, II.oo Weiland.
1885: Unser ganz eigenes neues Haus in Berlin, Kottbuser Damm 34 (Das Foto ist viele Jahre jünger und das Haus entsprechend älter). Unten natürlich die Gastwirtschaft.
Unsere Eltern August (52 Jahre) und Pauline Dittwaldt, geborene Zinnow (45 Jahre) zu ihrer Silberhochzeit im Jahre 1889.
Ich werde Betriebs-Ingenieur bei der Deutschen Reichsbahn.
Meine Schwester Klara Dittwaldt, verehelichte Janecke mit ihren Kindern Käthe und Richard, im Jahre 1901.
Ein Abteilwagen, dritter Klasse, gebaut 1908 in Königsberg (i. Pr.). So reisen wir bequem.
Deutsch Eylau, idyllisch auf einer Halbinsel am langgestreckten Geserich-See liegend. Der Marktplatz. Regierungsbezirk Marienwerder, Kreis Rosenberg.
Mein Neffe Richard Janecke erhält von mir 1915 zur Konfirmation diese Taschenuhr.
Er dankte artig und sandte uns eine kleine selbstgefertigte Zeichnung.
Mein Neffe Richard Janecke kurz nach seiner Konfirmation – zum Ausbildungsbeginn.
Ein Tischläufer, (Bildausschnitt) handgearbeitet um 1920 von Margarethe Dittwald, geborene Goeritz.
Adventsstimmung 1927 in Königsberg, Junkerstraße.
Die Burggasse im ostpreußischen Königsberg
Die Geschwister mit ihren Ehehälften in geordneter Reihenfolge ihres Alters:
Meine Schwester Marie Dittwaldt und Gustav Weiland.
Meine Schwester Hedwig Dittwaldt und Ernst Borries.
Meine Schwester Klara Dittwaldt und August Janecke.
Anderes und nur sehr weniges war da viel wichtiger.
Meine Schwester Alma Dittwaldt und Alfred Zocher.
Ein Teil meiner Geschwister lebt noch in Berlin (1930).
In der Kirche in Königsberg werden im Jahre 1937 getraut: Witwer Max Dittwaldt und Gertrud May.
Auf dem Standesamt sind wir das 447. Paar – in diesem Jahr.
Wir besuchen im November 1942 unsere Verwandten in Berlin und Nowawes. Wir schlafen bei Borries' in Berlin-Zehlendorf, Zinnow-Weg 7, 1 Tr. (Foto aus späterer Zeit).
Meine Nichte Käthe Janecke – schier ein Ebenbild meiner verstorbenen Schwester Alma, verehelichte Zocher.
Der moderne Nordbahnhof am Hansaplatz in Königsberg. Im Jahre 1930 nahm er seinen Betrieb auf. Von hier aus fahren die Züge der Deutschen Reichsbahn aber auch sowohl die der Samlandbahn, als auch jene der Cranzer Eisenbahn.
März 1945: Flucht aus Ostpreußen vom Hafen Pillau. Ankunft mit dem Schiff in Swinemünde.
Die Seebrücke in Swinemünde erinnert viele Menschen an die friedliche Zeit des Erholens. – Vorbei.
Ankunft in der neuen Heimat am 28. März 1945: Lüneburg, Ilmenaustraße 1, 2 Tr.
Auszug aus einem Brief vom 10. November 1946 von Max Dittwaldt geschrieben an Familie Janecke in Potsdam-Babelsberg.
Hilfe in der Not. Dr. Christel Sauerlandt, die Tochter von Max und Margarethe schickt 1946 unter anderem eine Tüte Weizenkörner zum Bereiten eines Breies.
Die gespendeten Weizenkörner wurden geschrotet, gemahlen und daraus ein relativ köstlicher Wasserbrei für's Baby gekocht.
In der Nachkriegszeit war auch Papier extrem knapp. So wurden Briefumschläge mehrfach verwendet, überklebt und auch gewendet. Karton-Material für Päcken war nicht erhältlich.
Nach sieben Jahren geduldiger Wartezeit können wir 1952 eine eigene kleine Wohnung in der Soltauer Straße 5, unten rechts, beziehen.
Max Dittwaldts Lebenskreis hat sich vollendet.
In diesem Jahr sterben sowohl Max, als auch die Vermieterin ihrer mehrjährigen Wohngemeinschaft, Frl. Karnstädt. Sie finden ihre Ruhe auf dem Michaelis-Kirchhof.
Ein freundlicher Kartengruß von Gertrud Dittwaldt, 1955, an Christoph Janecke. Gedachte Antwort: „Lesen kann ich recht gut aber solch eine Handschrift stellt erhöhte Anforderungen“.
Gertrud Dittwaldt, rechts mit Hut, um 1980, etwa 85-jährig. Links: Charlotte Goeritz.
Das Glas mit dem Monogramm des Max Dittwaldt ist ein Geschenk von Gertrud Dittwaldt, ein Andenken für Chris Janecke (übersandt 1986 von Charlotte Goeritz).
Anneliese Butterweck, in Lüneburg wohnend, schaut 1986 mit großem Erfolg nach den Spuren der Dittwaldts (Bild von 1998, 80-jährig). Sie kann über die Grenze zwischen West- und Ostdeutschland vermitteln. – Als Schriftstellerin treffen wir sie als Susanne Butenwyk wieder. – Ihre Lebenszeit: * Potsdam, 6.2.1918, † Lüneburg, 26.10. 2009.