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Zur Ahnenliste „Janecke“ gehörend:


Der Familienverband Dittwald

in den Dörfern Dechsel und Massow im Raum Landsberg (Warthe).


Zu den bisher erfassten Dittwald-Familiengliedern gehören die Namen der Angeheirateten:

Adam, Berger, Bittner / Büttner, Borchert (3x), Dittwald, Fellmer, Gesche, Grützmann, Hanff, Henschke, Jahn, Koltermann, Klutt / Kluth, Neubert, Quilitz, Reschke, Schleusener, Schulz, Weiß / Weiss, Wieprecht, Wilke, Wotschke sowie Wunnicke und weitere.


Im Raum Landsberg treten noch viele weitere Namen der zu Dittwald Angeheirateten auf, nur konnten die Lebensläufe vieler damals dort lebenden Kinder des Familienverbandes noch nicht weiter verfolgt werden. So bleibt es vorerst bei einem groben Überblick.

Vollständige Detail-Angaben zu jenen Personen sind schwierig zu erstellen,

da die erhaltenen gebliebenen Kirchenbücher erst 1812 beginnen.

Es gibt darüber hinaus in weiteren Orten der Umgebung das Vorkommen des Namens Dittwald,

so auch in Landsberg (Warthe) und dem kleinen Ort Johanneswunsch.

Später, in Berlin, gibt es in der Generation 04 der zu Dittwald angeheirateten Personen die Namen: Borries, Janecke, Weiland, Zinnow und Zocher.


Ausgewertet wurden für diese Zusammenstellung die Duplikate der erhalten gebliebenen Kirchenbücher der Parochie Dechsel. Diese Kirchenbuchsammlung enthält Angaben über Geburten, Trauungen und Sterbefälle für den Zeitraum von 1812 bis 1874, gegliedert in die Kirchenbuch-Bände 1812–1829, 1830–1848, 1849–1854, 1855–1864 und 1865–1874,

für die in den Gesamt-Kirchenbüchern enthaltenen Orte:

Nieder- und Ober-Alvensleben, heute : Krupczyk, – Bürgerwiesen : ?, – Dechsel : Deszczno, Berkenwerder : Brzozowec, – Borkow : Borek, – Landsberger Holländer : Chwalowice,

Massow : Maszewo, – Jakobsfelde : Milomin, – Groß- und Klein-Czettritz : Ciecierzyce.

Des Weiteren konnten als Quellen die anschließenden Standesamts-Eintragungen

herangezogen werden.


Zusammengestellt von Dr. Hartwig Schulze und Chris Janecke,

Bearbeitungsstand: April 2021,

Hinweise und Ergänzungen bitte an E-Mail: christoph@janecke.name

Zur Einstimmung gibt es einige Bilderbitte hier klicken.


Wegweiser für die Beziehung zwischen den Hauptpersonen dieser Niederschrift und den heute lebenden Personen „Janecke“ des „Familienzweiges“.

Man kann diese Liste auch gern von unten (aus der Gegenwart) nach oben lesen.


Die Generation 08, Lebenszeitspanne etwa von 1737 bis 1813


Bekannt geworden ist uns aus diesem Zeitabschnitt bisher

Martin Dittwald

durch den Sterbeeintrag im KB Dechsel.


Am 17. Januar 1813 starb der Ausgedinger Martin Dittwaldt an Altersschwäche.

Ohne Arzt. Alt: 76 Jahre.“


Quelle: KB Dechsel S. 50, Nr. 1 / 1813.

Scan: C M Ditt 1813-029.

Aus diesem Sterbe-Eintrag

ergibt sich für Martin Dittwald das

Geburtsjahr 1737.

Über seine Ehefrau wissen wir noch nichts, denn Kirchenbücher der Parochie Dechsel sind erst ab 1812 erhalten geblieben.


Mit Wahrscheinlichkeit wird angenommen, dass Martin Dittwald mehrere Geschwister hatte, die uns noch unbekannt sind.


Leider sind in den Kirchenbüchern bei den Trauungen nur die Väter der Brautleute angegeben, die Mütter wurden nicht

erwähnt. Ebenso sind bei Sterbefällen die Namen der hinterbliebenen Ehefrauen nicht genannt. Das erschwert die zuverlässige Personenzuordnung.


Von den Dittwalds dieser 08. Generation stammen die nachstehenen aufgeführten Dittwald-Kinder = den späteren Ehepaaren

der 07. Generation ab:




Die nachstehend aufgeführten 6 Dittwald-Kinder der 07. Generation

stammen sehr wahrscheinlich vom vorgenannten

Martin Dittwald und seiner (uns namentlich nicht bekannten) Ehefrau ab.

Genaueres Wissen dazu fehlt und noch. Wir nehmen es vorerst als gegeben an.

Kirchenbücher zur Nachschau bestehen für diesen Zeitraum nicht mehr.


07. Generation. Kind 1: Anne Elisabeth Dittwald (1769–1852) oo

Christian Wunnicke (sen.) (1769–1832)


Ein Kind des vorgenannten Ehepaares: 1805 wurde dem Ehepaar in Dechsel der Sohn Christian Wunnicke (jun.) geboren. Es folgten weitere Kinder (die uns aber ebenso wegen des Fehlens der KB z.T. noch unbekannt bleiben).


Ein weiteres Kind – Wilhelm Julius Wunnicke: Am 04. April 1817 wurde dem Bauer ... Christian Wunnicke von seiner Ehefrau Anne Elisabeth geb. Dittwald ein Sohn geboren, welcher am 07. ejusd. getauft und genannt wurde: Wilhelm Julius. Die Taufzeugen waren: 1. Hanne Amalia Jansch, 2. Hanne Louise Heese, 3. Wittwe Charlotte Niesche, 4. Gottfried Pegelow, 5. Gottfried Borchert. Quelle: KB Dechsel Nr. A 10 / 1817. Scan: A W Wun 187-142.


Der Kindesvater Christian Wunnicke, Bauer, Krüger, Kirchenvorstand und Gerichtsmann, ist 1832 gestorben.


Es starb am 23. Januar 1852, nachmittags um 1½ Uhr, an Altersschwäche, die Ausgedingerin Frau Anne Elisabeth Wunnicke, geborene Dittwald, nachgelassene Wittwe des hier verstorbenen Christian Wunnicke. 82 Jahre alt. (Also etwa 1769 geboren). Sie hinterlässt 6 majorenne Kinder und von einer majorennen verstorbenen Tochter 3 Enkelkinder.

Bestattet in Dechsel am 26. Januar 1852. Quelle: KB Dechsel Nr. C 4 / 1852. Scan: C A Wun 1852-106.


07. Generation. Kind 2: Gottfried Dittwald (1778–1853) oo

Anne Elisabeth Stenigke (1778–1853)

Für dieses Ehepaar gibt es auf dieser Internetseite einen eigenen / gesonderten Lebenslauf, weil für sie bereits mehr Informationen vorliegen.


Deren Kinder:

06. Generation. 1. Kind: Hanne Caroline Dittwald (* 1805) oo Gottfried Gesche (* 1780)

Für dieses Ehepaar gibt es auf dieser Internetseite einen eigenen / gesonderten Lebenslauf, mit ihren etwa 10 Kindern, weil für sie bereits mehr Informationen vorliegen.


06. Generation. 2. Kind: Karl Ludwig Dittwald (1810–1889) oo

Caroline Wilhelmine Schulz (1810–1879).

Für dieses Ehepaar gibt es auf dieser Internetseite einen eigenen / gesonderten Lebenslauf, weil für sie bereits mehr Informationen vorliegen. Deren Kinder (Kindeskinder) sind in der 05. Gen:

- Karl August Ludwig Dittwald oo Alwine Pauline Zinnow (eig. Lebenslauf m. Kindern => Berlin)

- Johann Hermann Dittwald (1838–1839)

- Ernstine Henriette Dittwald (1839) I. oo Johann Gottlieb Neubert

- Ernstine Henriette Dittwald (1840–1843)

- Augustine Wilhelmine Dittwald (1841–?)

- Marie Luise Dittwald (1844–1896) oo Carl August Quilitz (1841–1902)

- Friedrich Wilhelm Ludwig Dittwald (1848–?) => später Wohnortwechsel nach Berlin.


06. Generation. 3. Kind: Henriette Juliane Dittwald (1815–1893) I. oo

Wilhelm Julius Wunnicke (1817–1854)

Das Ehepaar hat mindestens 7 Kinder, 05. Generation, deren Namen uns bekannt sind.

Henriette Juliane geht als Witwe eine zweite Ehe ein: II. oo mit Karl Gottlieb Borchert.


07. Generation. Kind 3: Samuel Ludwig Dittwald (1779–1850) oo

Hanna Luise Weiß (1779–1849)

Für dieses Ehepaar gibt es auf dieser Internetseite einen eigenen / gesonderten Lebenslauf, da über sie schon mehr Nachrichten bestehen und schriftlich fixiert wurden.


Deren Kinder:

06. Generation. 1. Kind: Carl Ludwig Dittwald (1801–1847) oo

Ernestine Wilhelmine Kluth / Klutt (1801–1848). Auch für diese besteht ein eigener Lebenslauf.


Deren Kinder (Kindeskinder) sind in der 05. Generation:

- Henriette Caroline Dittwald (1828–?)

- Johann Friedrich Dittwald (1829–1902), oo Henriette Friederike Koltermann (1832–1901), mit

eigenem Lebenslauf des Ehepaares und ihren Kindern

- Hanne Charlotte Dittwald (1833–1834)

- Henriette Amalie Dittwald (1835–1870) oo Johannes Wilhelm Berger

- Karl August Dittwald (1838–1838)

- Ernestine Wilhelmine Dittwald (1839–?)

- Auguste Maria Dittwald (1844–?) oo Karl Friedrich Grützmann

- Charlotte Luise Dittwald (1846–1847)


06. Generation. 2. Kind: Henriette Ernstine Dittwald I. oo Karl Wilh. Schleusener († 1854)

Deren Kinder: Das Paar hat mindestens 4 von uns erfasste Kinder (05. Generation).

Witwe Henriette Ernstine heiratet in II. oo Wilhelm Gottfried Wotschke


06. Generation. 3. Kind: Hanne Wilhelmine Dittwald I. oo Witw. Michael Wilke (1777– 1834).

Witwe Hanne Wilhelmine heiratet in II. oo Karl Ludwig Borchert.

Dieser zweiten Ehe entstammen mindestens 8 uns bekannte Kinder (05. Generation).


06. Generation. 4. Kind: Hanne Wilhelmine Dittwald (1810–1886) oo Michael Borchert

Ein Kind: Tochter Auguste Borchert.


06. Generation. 5. Kind: Hanne Caroline Luise Dittwald (1815–?) I. oo

Friedrich Julius Hanff (1809–1842). In dieser Ehe gab es ein Kind.

Witwe Hanne Caroline Luise heiratet in II. oo Friedrich Wilhelm Reschke (1816 –1853).

Mit ihm hat sie 2 Kinder (Generation 05).


07. Generation. Kind 4: Johanna Louisa Dittwalt = Hanne Luise Dittwald (1780–1855) oo Martin Bittner (später Büttner)

Für dieses Ehepaar besteht auf dieser Internetseite ein eigener / gesonderter Lebenslauf. Es ist dort über einige Details berichtet worden. Du findest diesen unter der Bezeichnung:


Bittner oo Dittwald (der Ehemann steht in der Suchfunktion stets links)


07. Generation. Kind 5: Karl Friedrich Dittwald (1784–1858)

(die Altersangaben bei seinen Eheschließungen geben unterschiedliche Geburtsjahre für ihn an). Seine erste Ehe:

I oo II. Anna Elisabeth geborene Fellmer, verwittw. Borchert (1778–1832).


Witwer Karl Friedrich Dittwald (1784–1858), in seiner zweiten Ehe, II oo I

Hanne Charlotte Jahn (1799–1890).
Für dieses Ehepaar findest du auf dieser Internetseite einen eigenen / gesonderten Lebenslauf, weil über sie schon mehr Informations-Material zusammengestellt werden konnte.


Generation 07. Kind 6: Charlotte Dittwaldt 1793–1813.

Sie ist die jüngste / letzte Tochter des Martin Dittwald und seiner Ehefrau aus der
08.Generation. Charlotte wurde 1793 geboren (errechnet aus dem Sterbe-Eintrag).

Sie starb unverehelicht in Dechsel an der Magersucht am 23. Jan. 1813, ohne Arzt. 20 Jahre alt.

Quelle: KB Dechsel Nr. C 2 / 1813. Scan: C C Ditt 1813-029, rechtes Blatt.





Generation

Zeitraum


Namen des jeweiligen Ehepaares

07

1778–1853

Von dem Ehepaar Gottfried Dittwald und Anne Elisabeth Stenigke * stammen ab:


06

um 1780 bis

nach 1874


1809 bis nach 1879.


1815 bis nach 1874

Hanne Caroline Dittwald oo Gottfried Gesche *



Carl Ludwig Dittwald oo Caroline Wilhelmine Schulze *



Juliane Henriette Dittwald

I. oo Wilhelm Julius Wunnicke

II. oo Karl Gottlieb Borchert


05

1837 bis 1913

Von Dittwald oo Schulze (oben, mittig) stammt u. a. ab:

Carl Ludwig August Dittwaldt oo Alwine Pauline Zinnow *


04


1869 bis 1950

Fünf Dittwaldt-Geschwister der Vorgenannten, darunter auch:

P. Klara Antonie Dittwaldt oo Karl Friedrich August Janecke *


03

1900 bis 2003

Anne-Marie Sommer oo Alfred Richard Janecke


02

1945 bis

Der Autor dieser Niederschrift – Chris Janecke


01


Die Söhne des Autors

(zu näheren Angaben besteht ein noch gewünschter Datenschutz)




Über die mit einem * gekennzeichneten Ehepaare gibt es auf dieser Internetseite

eigene = gesonderte, zum Teil kurze tabellarische Lebensangaben. Hinweis für das Aufsuchen im Inhaltsverzeichnis: Der Ehemann des Paares steht (im Gegensatz zu obiger Liste) immer links, wird also als erster aufgeführt.

Beispiel: Gesucht wird der Lebenslauf des Ehepaares Erna geb. Meier und Otto Müller.

Suche bitte unter: Müller oo Meier.


Nun ergeben sich die Möglichkeiten, dass wir dieses Dokument verlassen und einzelne Lebensläufe aufsuchen oder, dass wir hier verweilen, uns etwas in den Orten umschauen

und kurz bekannte Persönlichkeiten dieser Dörfer kennenlernen.


Einige Blicke zurück, hinein in unsere jüngere Geschichte:


1745:

1757:

1763:

1767

1770

1784

1799

1805

1806

1813

1815

Einige bekannte Leute aus unserem Ort und

was sonst noch geschah – weitere lokale Nachrichten:


Es ist so, dass wir ja alle miteinander bekannt, viele von uns miteinander verwandt sind. In Dechsel leben ungefähr 140 Familien, in Massow nur 30 und in Nieder-Alvensleben gar nur 24. Aber einige Leute mit ihren Berufen und einige der wichtigen Ereigissen, zähle ich einfach mal auf:


1817:

1820:

1826:

1828:

1830:

1832:

1833:

1834

1835:

1837

1838

1839:


1840

1841

1843

1844

1845:

1846

1853

1847

1849

1850

1855

1857

1860

1864

1868

1888


Liste mit ausgewählten Taufzeugen = Kindspaten = Gevattern unserer Familien Dittwald


Diese Taufzeugenschaften liegen zum großen Teil außerhalb des engeren Familienkreises.

Das Ziel für das Erstellen dieser Liste, war der Versuch einer Aufhellung noch offener Fragen zu Familienverbindungen – dieses wurde jedoch nicht erreicht. Trotzdem nehme ich die Liste hier auf, denn vielleicht gibt sie einem anderen Familienforscher einen Anhaltspunkt für seinen Bedarf.


Samuel Ludwig Dittwald, Ehemann der Hanna Luise Dittwald geb. Weiß, war Taufzeuge beim

Massow

Nr. 1

Taufe: 27. Febr. 1827

Kind des Mühlenmeisters

Thiede oo geb. Diesler

Bild

455





Carl Friedrich Dittwald, Ehemann der Anne Elisabeth Fellmer, war Taufzeuge beim

Dechsel

Nr. 26

Taufe: 16. Nov. 1817

Kind : Auguste Amalie König V.: Friedrich Wilhelm König, M.: Anne Elisabeth geb. Heese. Taufzeuge Carl Dittwald ist zu diesem Zeitpunkt gerade noch ein Junggeselle.

Bild

144

Dechsel

Nr. 10

* 15. März 1818

Taufe: 20. März 1818

Kind: Wilhelmine Henriette Borchert

V.: Gottlieb Borchert, M.: Anna Elisabeth Schulz

179

Dechsel

* 09. December 1819

Taufe: 13. Dec. 1819

Kind: Friedrich Wilhelm Hagemann.

V.: Friedrich Wilhelm Hagemann, Schneidermeister,

Mutter: Anne Elisabeth geborene Bölter

205

Schaf-

stall bei Dechsel

KB Nr. 15 / 1820

* 22 May 1820

Taufe: 04. Juni 1820

Kind: Henriette Caroline Wilhelmine Sommer

Vater: Der Schäfer Samuel Sommer

Mutter: Anne Elisabeth geb. Wulf / Wolf

231

Dechsel

Nr. 5

* 25. Februar 1821

Taufe: 03. März 1821

beim nächsten Kind: Augustine Wilhelmine Borchert

Vater: Bauer und Krüger Gottlieb Borchert,

Mutter: Anne Elisabeth geborene Schulz

261

Dechsel

Taufe im Sept 1822

beim Kind der Eltern Heese oo Fellmer

289





Gottfried Dittwald, der Ehemann von Anne Elisabeth Dittwald geb. Stenigke ist Taufzeuge

Massow

* 15. Juni 1815

Taufe: 18. Juni 1815

beim Kinde Carl Ludwig Krüger,

Kind der Mutter: Anne Krüger, unverehelicht

(Notiz im Kirchenbuch: Kindesvater soll der Martin Schallert sein.)

84





Anne Elisabeth Dittwald (davon gibt es derzeitig drei: 1. Anne Elisabeth Dittwald geb. Stenigke, 2. Anne Elisabeth Dittwald geb. Föllmer / Fellmer, 3. Anne Elisabeth Dittwald verehelichte Wunnicke – der Zusammenstellende nimmt an, dass es sich hier um die A. E. Ditttwald, geb. Stenigke, Ehefrau des vorgenannten Gottfried Dittwald handelt. Sie also ist Taufzeugin bei ...

Dechsel


Taufe: 14. März 1816

Kind: Carl August Peter

Eltern: Michael Peter oo Anne Elisabeth geb. Stremel

132

Dechsel

* 31. May 1818

Taufe: 04. Juni 1818

Kind: Justine Amalia Pegelow Eltern:

Kossath Gottfried Pegelow oo Hanna Charlotte Baer

180

Dechsel

* 17. Juli 1818

Taufe: 22. Juli 1818

Kind: Carl Ludwig Schallert. Eltern: Der Colonist

Martin Schallert oo Anne Elisabeth geb. Krüger

180

Dechsel

Nr. 18

* 14. Juli 1821

Taufe 20. Juli 1821

Kind: Julius Bonavent August

V.: Johann Christian Spielberg, Gastwirth

M.: Charlotte Christiane Schleusener

262





Carl Ludwig Dittwald ist auch Taufzeuge. Sein Bruder heißt ebenfalls Carl Ludwig. Ludwig Dittwald. Es ist also nicht genau bestimmbar, welcher der beiden Brüder bei wem Taufzeuge war, denn der tatsächlich zeitgenössisch bekannte und wohl ausschließlich genutzte Rufname ist im Kirchenbuch nicht durch ein Unterstreichen kenntlich gemacht, für uns daher nicht ersichtlich.


Nieder-

Alvensl.

KB Nr. 8 / 1823

nächsten Kind des Ehepaares Sommer oo Wolf

318

Dechsel

Nr. 27

Taufe: 12. Nov. 1825

Kind des Ehepaares Gesche oo geb. Werner

388

Ober-Alvensl.

KB Dechsel 39 / 1826

Taufe: 29. October '26

Kind des Ehepaares Hanschke oo geb. Lehmann

419

Dechsel

Nr. 18

Taufe: 11. Sept. 1827

Kind des Ehepaares Blei oo geb. Schneider

456

Massow

Nr. 27

Taufe: 16. Dec. 1827

Kind des Ehepaares Klatte oo geb. Teichmann

456

MassowNr. 2

Taufe: 01. März 1829


Kind des Ehepaares Kirchner oo geb. Klatte

523

Dechsel

Nr. 9

Taufe: 22. März 1829

nächsten Kind des Paares Bumke oo geb. Schüler

523

Dechsel

Taufe: 15. Juni 1834

beim Kind von Neubert oo geb. Witzke

136

Dechsel

Nr. 31

Taufe: 02. Nov. 1834

Ludwig D. beim Kind von Bumke oo Schüler

137


und so weiter ...




Jungfrau Hanne Caroline Dittwaldt, am 06. Januar 1806 als Tochter des Ehepaares

Gottfried Dittwaldt oo Anne Elisabeth Stenigke geboren,

wird Taufzeugin bei den nachstehend genannten Kindern. Offenbar ist sie in Dechsel recht beliebt, denn sie wird als Taufzeugin zu sehr vielen Taufen der Kinder ihres Ortes gebeten:

Dechsel

* 16. März 1820

Taufe: 26. März 1820

Anna Luise Gereke (Gericke),

V.: Gottfried Gereke, M.: Anne Elisabeth Werner

Bild

231

Dechsel

Nr. 18

* 21. Juni 1820

Taufe: 30. Juni 1820

Johann Ludwig Fab ert (? unlesbar)

V.: Colonist Martin Fab., M.: Anne Elisabeth Krüger

232

Dechsel

Nr. 22

* 08. August 1820 und

Taufe: 08. Aug. 1820

beim 2. der Zwillinge: Johann Gottlieb Ferdinand

V.: Kossäth Martin Ebel, M.: Christine Schüler

232

Dechsel

* 18. December 1820

Taufe: 26. Dec. 1820

Friedrich Wilhelm Bley, V.: Hausmann

Ludwig Bley, M.: Charlotte geb. Stenigke

233

Dechsel

Nr. 09

* 26. April 1821

Taufe: 06. May 1821

beim Kind des Ehepaares Bachnick

V.: Johann Bachnick, Mutter: Juliane geb. Bittner

261

Dechsel

Taufe im Januar 1822

bei dem Kind Hanne Charlotte Pegelow

287

Dechsel

Taufe im März 1822

bei dem Kind Carl Friedrich Gesche

288

Massow

Taufe im Juli 1822

bei dem Kind des Paares Schallert u. geb. Krüger

289

Dechsel

Taufe im August 1822

auch bei dem nächsten Kind von

Ludwig Bley oo Charlotte geb. Stendigke

-

Dechsel

Nr. 14

Taufe im April 1823

beim Kind von Bumke oo geb. Schüler

319

Dechsel

Nr. 15

Taufe im May 1823

beim Kind des Ehepaares Pegelow oo geb. Beek

319

Dechsel

Nr. 14

Taufe im May 1824

beim Kind des Ehepaares Lehmann oo Märten

351

Dechsel

Nr. 30

Taufe:

03. December 1825

beim nächsten Kind des

Ehepaares Bumke und geb. Schüler

388

Dechsel

Nr. 18

Taufe: 15. May 1826

beim nächsten (diesmal) Zwillingskind des Ehepaares Ludwig Blei / Bley oo Charlotte Stendigke

418

Dechsel


Taufe: 27. Juni 1826

beim nächsten Kind der Familie von

Johann Bachnick oo Juliane geb. Bittner

418

Dechsel

Nr. 30

Taufe: 14. August 1826

beim Kind vom Ehepaar Stendigke oo geb. Aloth

419

Dechsel

Nr. 32

Taufe: 10. September 1826

beim nächsten Kind von Lehmann oo geb. Märten

419

Dechsel

Nr. 38

Taufe: 22. Oktober 1826

beim Kind des Ehepaares Sommer oo geb. Bausch

419

Dechsel

Nr. 17

Taufe: 23. September 1827

beim nächsten Kind des Paares Stendigke oo Aloth

456

Es wurde die hohe Zahl von 19 Taufzeugenschaften der Hanne Caroline Dittwaldt erfasst, die sie in der Zeit zwischen ihrem 15. und 22. Lebensjahr begann. Am 18. Juli 1828 heiratet sie im Alter von 23 Jahren den 48-jährigen Wittwer Gottfried Gesche und wird für dessen Sohn Stiefmutter.





Die Jungfer Wilhelmine Dittwald erscheint hier erstmals als Taufpatin. Sie wird also 1829 mindestens 14 Jahre alt sein. Ihre Geburt mag zwischen 1808 und 1811 liegen und ist für uns, da für jene Zeit ein Kirchenbuchverlust vorliegt, nicht direkt erfassbar. So könnten wir sie momentan noch nicht einem der möglichen Dittwald-Elternpaare völlig zuverlässig zuordnen.

Aber! – ein Lichtblick: Es wird sich wahrscheinlich um die Tochter Hanne Wilhelmine Dittwaldt der Eltern:

Samuel Ludwig Dittwald oo Hanna Luise geb. Weiß handeln, geboren in Dechsel am 27. Juli 1810, die später Michael Borchert heiraten wird und die nach dem Ableben des Ehemanns nach Ahrensfelde bei Berlin zieht (Angaben aus dem StA Sterbe-Eintrag, wirken hier ergänzend).

Massow

Nr. 26

Taufe: 20. Sept. 1829

beim Kind der Eltern Senf oo geb. Giebel

525

Massow

Taufe: 29. Mai 1830

beim Kind der Eltern Malz oo geb. Springer

041

Massow

Taufe: 07. Juli 1831

beim Kind der Eltern Kirchner oo Klatte

042





Henriette Dittwald tritt ebenfalls bei mehreren Kindstaufen als Taufzeugin auf. So auch...

Dechsel

Taufe: 25. Sept. 1830

beim Kind der Eltern Wunnicke oo geb. Alöth


Dechsel

Taufe: 25. März 1830

beim Kind der Eltern Ebelt oo geb. Bathe

041


Taufe: 28. Dez. 1831

beim Kind von Gehrath oo geb. Schlese

043

Dechsel

Nr. 28

Taufe: 22. Sept 1832

beim Kind der Eltern Herzkopf oo Bittner

072

Massow

Nr. 32

Taufe: 26. Dez. 1832

bei Walter oo geb. Sommerfeld in Massow

072

Dechsel

Nr. 19

Taufe: 07. Mai 1833

beim Kind von Zillmann oo Franke

102

Dechsel

Taufe: 15. Sept. 1833

beim Kind von Hinze oo Berend

103

Dechsel

Taufe: 27. Okt. 1833

beim nächsten Kind von Ebelt oo Batke

103

Dechsel

Nr. 23

Taufe: 24. Juli 1834

beim Kind von Neubert oo Heinrich

136

Dechsel

Taufe: 09. Nov. 1834

beim nächsten Kind von Wunnicke oo Alöth

137





Hanna Luise Dittwald tritt als Taufzeugin auf:

Massow

Nr. 10

Taufe: 24. März 1833

beim Kind von Buchholz oo geb. Boese in Massow

101

Massow

Taufe: 16. Okt. 1833

beim Kind von Laff oo Sommerfeldt

103

Nieder-

Avensle.

Geburt: 09. März 1834

beim Kind von Lutter oo Otto

135

Massow

Taufe: 23 März 1834

beim Kind von Senf oo Giebel

135

Massow

Nr. 30

Taufe: 01. Nov. 1834

beim Kind von Keil und Büttner

137


und so geht es immer weiter ...wir aber legen hier eine Pause ein.



- Ende der Liste - aber die Taufzeugenschaften gehen im wirklichen Leben natürlich weiter.


Chris Janecke berichtet über seine Reise in die Vergangenheit

zu den Dittwalds im Raum Landsberg an der Warthe


Heute, am 27. Juli 1999 möchte ich gern die früheren Wohnsitze unserer Dittwald- / Dittwaldt-Vorfahren aufsuchen. Das ist nun 260 Jahre nach der Geburt des ersten Dittwalds, den ich bisher erfassen konnte. Die Familie lebte in der ostbrandenburgischen Neumark, im Kreis Landsberg am Warthebruch, in Niederschlesien, wenn ich diese damaligen Bezeichnungen für das seit 1945 polnische Gebiet richtig wiedergebe. Ich möchte die Gegend kennenlernen, in der sie wohnten und arbeiteten, möchte sehen, aus welchen Nachbarorten ihre späteren Ehefrauen stammten, damit „mein-sich-Erinnern-können“ mit einem etwas realen Hintergrund versehen wird.

Wenn möglich, möchte ich dann an einem weiteren Tage im Kirchenbucharchiv Gorzow nach den Familiendaten suchen aber euch natürlich heute schon über diese Fahrradfahrt berichten.


Um 5.00 Uhr am Morgen mache ich mich von Golm bei Potsdam mit dem Fahrrad auf den Weg – (dann aber von Potsdam bis Landsberg / Gorzow Wielkopolski > Großpolen < mit der Bahn).

Die Bahnstrecke führt mich durch Berlin und später durch die Grenzstation Küstrin / Kostrzyn an der Oder. Bei der Pass- und Zollkontrolle gibt es keinerlei Probleme.

In diesen Wochen, so auch an diesem Tage, herrscht ein sonniges Hochsommerwetter.

Die 43 Kilometer zwischen Küstrin und Landsberg fährt der Zug durch das flache Land des Warthebruchs, welches im Norden streckenweise von Hügelketten gesäumt wird.

Gleich hinter dem Bahnhof Küstrin / Kostrzyn äugen zwei Rehe, Ricke und Kitz, dem Zug nach.

Weiter fährt die Bahn nach Dabroszyn. In Kamien Maly befinden sich auf mindestens jedem zweiten Haus Storchennester – eine stattliche Anzahl. Hier scheinen viele Frösche zu wohnen.

Der Zug rollt durch die Orte Witnica, Nowiny wielkie, Bogdaniec, Lupowo und Gorzow, bis er pünktlich um 9.44 Uhr in Gorzow Wielkopolski eintrifft.

Früher (bis 1945) hießen die Orte, die an dieser Strecke liegen: Küstrin, Tamsel, Klein Kammling, Vietz, Dühringshof, Neu Gennin, Loppow, Neuritz und Landsberg an der Warthe.


Landsberg / Gorzow Wielkopolski

Das staatliche Archiv in der Uliza Grottgera 24 / 25 war dank des Stadtplanes eines freundlichen Taxifahrers schnell gefunden, auch wenn ich mit meinem Fahrrad nicht sein Fahrgast wurde. Im Archivum panstwowe empfing mich sehr freundlich eine polnischen Frau namens Janecke (welch ein Zufall), gesprochen aber eben polnisch: „Janetzke“. Die von mir gesuchten Kirchenbücher sind zumindest für den Zeitraum zwischen 1827 und 1870 (und einige ältere ab 1812) für die betreffenden Orte Dechsel, Massow, Eulam und Jahnsfelde vorhanden. So kann ich mich vor-anmelden. Einsehen darf ich die Bücher am heutigen Tage aber noch nicht, weil dazu vorerst ein Antrag gestellt werden muss, auf den dann eine schriftliche Genehmigung aus Warschau abzuwarten ist. Das aber wusste ich ja. (Nachtrag: Inzwischen kann man die Bücher online alle bequem von zu Hause aus lesen und das tue ich 2020 / 2021. Der polnische Staat stellte das nach 1945 erhalten gebliebene Gut kostenlos ins Internet. Danke!)

So nutze ich den Tag für die sowieso geplante Fahrradtour zu den Ahnen-Wohnorten.

Die Stadt Landsberg hat etwa 130.000 Einwohner, ist also grob gesehen, mit der Größe meiner Heimatstadt Potsdam vergleichbar.

Die Marienkirche möchte ich mir gern ansehen. Ich kenne diese von dem Druckbild eines Farbfotos aus den 1920-er Jahren. Die Kirchenumgebung sieht auf dem Bild so sonntäglich friedlich aus, so erquickend der sprudelnde Brunnen unter alten beschattenden Bäumen.

Mein heutiger Eindruck über diese Stätte aber ist wesentlich nüchterner: Hohe Häuser mit vielfältiger Reklame im Rund um die Kirche, motorenbrüllender dichter Straßenverkehr, trockenes, staubiges Zentrum der Stadt.

Die Stadt Landsberg verlasse ich schnell wieder. Vom Bahnhof aus rolle ich mit dem Fahrrad nach Südosten, überquere die breite, gemächlich dahinfließende Warthe und fahre auf der Straße Nr. 3 (E 65) in Richtung Schwerin / Skwierzyna - Posen / Poznan - Grünberg / Zielena Gora. Der nächste Ort (inzwischen zu Landsberg eingemeindet) ist Kernein / Karnin. Besuchen möchte ich heute die Dörfer Dechsel, Massow, Eulam und, wenn die Zeit reicht, Jahnsfelde (sowie natürlich die Durchfahr-Orte auf diesen Wegen).


Dechsel / Deszczno

Dechsel ist ein Straßen-Angerdorf, 8 km südöstlich von Landsberg. Der Ort bestand bereits in der Zeit vor dem Jahre 1316. Bezeichnungen: 1345 „Dessen“– damals aber bereits ein wieder wüst gewordener Ort. 1452: – wiederbelebt als „Deszen“.

Dechsel hatte im 30-jährigen Krieg (1618–1648) wegen seiner „günstigen Lage“ an der großen Straße von Landsberg nach Schwerin sehr unter Plünderungen zu leiden.

1749 erbaute man auf dem Dorfanger ein Fachwerkkirchlein. Die heutige Kirche wurde im Jahre 1892 errichtet. Kirchenbücher sind ab 1812 erhalten. Die älteren meiner Ahnen gingen also im Wesentlichen in der Fachwerkkirche ein und aus.

Im Jahre 1909 lebten in Dechsel in den 147 Wohnhäusern 200 Familien und 12 Einzel-Personen. Von den 975 Einwohnern waren 46% männlich und 54% weiblich. Eine Familie bestand im Durchschnitt aus fünf Personen. Die Gemarkung umfasst 1.432 Hektar (1 ha = 10.000 qm / m²).

Aus Richtung Landsberg kommend, steht linker Hand am Anger das Gebäude der Gemeindeverwaltung und mitten auf der kleinen Anger-Insel die Kirche.

Auf dem Kirchengelände befindet sich ein massiver Steinsockel. Ich denke, dieser wird einst (bis 1945) ein Denkmal getragen haben – vielleicht „für unsere gefallenen Soldaten 1914–1918“. Heute steht auf diesem schweren Felsen ein leichter Glasbehälter als Wetterschutz für eine bunte Mariengestalt – zu Ehren der Mutter Jesu Christi.

Im Ort finden wir (wie überall) Bausubstanz recht unterschiedlichen Alters. Es gehören dazu Kolonistenhäuser aus der Zeit von König Friedrich II, des Großen. Diese sind aber oft „baulich überformt“, also verändert, erweitert, modernisiert. An jüngeren Bauten sieht man häufig die typisch polnischen Würfelhäuser, mit einem Flachdach versehen.

Zur Mittagszeit spendet uns die Sonne 27°C im Schatten. Im Straßendorf Dechsel biege ich nach Süden (rechts) ab und überquere die Bahnlinie Landsberg – Schwerin. Rechter Hand steht der Bahnhof einsam in der Sonnenglut. Er macht einen verlassenen Eindruck. Gras wächst auf dem Bahnsteig und im Gleiskörper. Nur das Durchgangsgleis für den Fernverkehr zeigt blank gerollte Schienenköpfe.


Massow / Maszewo

Kurz hinter dem Bahnhof Dechsel, führt eine kurze, schnurgerade, herrlich ruhige Ortsverbindungsstraße nach Massow. Sie ist mit Ahornbäumen und Pappeln überkront und von jenen angenehm grün beschattet. Ich rolle also leise durch dieses „grüne Gewölbe".

Das Dorf wurde 1770 gegründet und damals nach dem Minister Massow benannt. Zur Zeit der Gründung wohnten hier auf 32 Grundstücken, 32 Familien. Jeder Familie wurde ein Haus, ein Stall und fünf Morgen Ackerland zugemessen, das sind etwa 12.500 m² oder eine Fläche von beispielsweise ungefähr 112 x 112 m). Die Gesamtfläche des kleinen Ortes betrug 43 Hektar (das sind 172 Morgen oder 430.000 m²) .

Im Jahre 1770 hat hier im Ort wohl noch keine „meiner“ Familien Dittwald gelebt.

(Quelle: Einwohnerverzeichnis in „Der Neumärker“, Blätter für neumärkische Familienkunde, Mitteilungen des Vereins für die Geschichte der Neumark, Band 3, 1943.)

Massow besitzt keine eigene Kirche. Das Dorf gehört zum Kirchspiel Dechsel. Das zuständige Standesamt wurde in Dechsel im Herbst 1874 eingerichtet.

1909 hatte Massow 31 Wohnhäuser. In diesen lebten 34 Familien und 2 Alleinstehende. Von den 144 Einwohnern waren 47% männlich und 53% weiblich. Eine Familie bestand im Durchschnitt aus vier Personen.

In den Kirchenbüchern von Dechsel und Massow kommt der Name Dittwald häufig vor aber auch in Nachbardörfern (z. B. im Ort Johanneswunsch und in Landsberg) tritt er auf.


Auf meiner sechzig Jahre alten Landkarte sehe ich die Dörfer Nieder-Alvensleben und Massow dicht beieinander liegen. Beide Orte wurden 1929 zu „Massow“ zusammengefasst. Auch mit dieser Zusammenlegung erreichte der neue Ort keine wesentliche Größe. Massow bietet einen beschaulichen Anblick. Sandwege verbinden die gut überschaubare Anzahl von Kolonisten-Häusern miteinander.

Diese früheren Nachbarsiedlungen umrollt man mit dem Fahrrad auf einem Ovalkurs in wenigen Minuten. Auf dieser Linie wieder bis zum Ortseingang zurückgekehrt, gilt als mein nächstes Ziel das Dorf Eulam / Ulim.

In westsüdwestlicher Richtung verlasse ich Massow. Hier säumen Kopfweiden die Straße. Der nächste Ort, durch den die schnurgerade, wenig befahrende Nebenstraße führt, heißt Bürgerbruch / Bialoblocie, (polnisch mit „schräg gestrichenem >l< geschrieben und gesprochen) ein Straßendorf, ein junger Ort, der erst 1805 gegründet wurde. Hinter jedem der Gehöfte erstreckt sich eine lange schmale, gärtnerisch oder landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die Bebauung ist heute etwas lückenhaft. Meine alte Messtisch-Karte lässt auf eine damals engere Bebauung schließen.

Am Beginn des sich unmittelbar anschließenden Ortes Schönewald / Krasowiec, durch den die Straße im bisherigen Verlauf ein Stückchen weitergeführt wird, biege ich jedoch nach rechts auf die Straße 132 ab und rolle nach Nordwesten. Nach etwa 3 km erreiche ich die Häuser von Rodenthal, wende ich mich dann nach links und nutze eine Asphaltpiste, die durch einen kleinen Kiefernwald nach Eulam führt.


Eulam / Ulim

Diese eine Asphaltstraße und mehrere Sandwege führen in das Haufendorf mit länglichem Dorfanger, auf dem die Kirche steht. Himmlische Ruhe. Auch Eulam ist ein altes Dorf. Bereits für das Jahr 1316 ist nachgewiesen, dass Markgraf Ludwig (der Ältere) „dat Dorp Ulem“ der Stadt Landsberg übereignete.

Im Jahre 1909 hatte Eulam 65 Wohnhäuser. In jenen lebten 74 Familien und fünf Einzelpersonen. Von den 387 Einwohnern waren 51% männlich und 49 % weiblich. Die durchschnittliche Familienstärke betrug fünf Personen. Die Gemarkung umfasste eine Fläche von 839 Hektar.

Die Grundstücke des Dorfes vermitteln einen gepflegten Eindruck.

Der elegant wirkende Kirchturm stammt aus dem Jahr 1747. Das Kirchenschiff jedoch wurde von 1874–1876 neu erbaut und löste eine Fachwerkkirche ab, die man 1678 errichtet hatte. Die Glocke im Kirchturm hat einen Durchmesser von 88 cm. Sie wurde im Jahre 1701 in Berlin, in der Gießerei von Johann J.(oachim?) Schultz gegossen.

Am Dorfausgang von Eulam geht die Asphaltstraße in einen trockenen, staubigen Sandweg über – seit Wochen hat es nicht geregnet. Die Fahrt auf schmalen Reifen, zurück nach Landsberg, führt über Egloffstein / Lagodzin und die Siedlung Rosswiese.


Da der Tag so recht prall ausgefüllt sein soll, entschließe ich mich, von Landsberg dann weiter in nordöstlicher Richtung über Lorenzdorf nach Jahnsfelde zu fahren, wo sich der Lebenskreis von Ernestine Wilhelmine Dittwald, geborene Kluth / Klutt, schloss.


Jahnsfelde

Verlief die bisherige Tour durch die Ebene auf der Höhe von etwa 20 m über Normal Null, so geht es zu meinem letzten Tagesziel fast ständig bergauf. 4 km hinter Lorenzdorf / Wawrow erreiche ich die Höhe von 90 m über NN und mein Ziel Jahnsfelde / Janczewo. Im Ortszentrum der leicht erhöhte Kirchplatz. Diese Kirche ist allerdings nicht nutzbar, von Erscheinungen des Verfalls gekennzeichnet. Der Turm ist provisorisch gestützt, eingerüstet. Errichtet wurde das Gotteshaus in den Jahren 1733–1735. Neben der Kirche liegt der Gutspark mit einem riesigen aber leeren Speichergebäude an seinem Rande. Das ehemalige Gutshaus aber wurde offenbar abgerissen.

Den Ort nannte man bereits um 1337 „Jansfelde“. Lehnsherren waren die v. Wulkow. Das Dorf hatte eine Flächenausdehnung von 64 Hufen. 1499 bestanden zwei Rittersitze in „Gansfeld“. Besitzer waren zu jener Zeit: Strauß zu Stolzenberg und Wermsfelde sowie Herr v. Rülicke zu Zantoch. 1608 war das Dorf im Besitz derer v. Platow. 1717 gehörte der Grundsitz zu den v. Schöning und 1844 dem Grafen von Schulenburg-Lieberose.

1909 hatte Jahnsfelde 38 Wohnhäuser. In jenen lebten 51 Familien und sechs Alleinstehende. Von den 254 Einwohnern waren 52% männlich und 49% weiblich. Eine Familie bestand im Durchschnitt aus fünf Personen. Die Feldflur von Jahnsfelde umfasst 408 Hektar.

Bei meinem heutigen Besuch ist die Umgebung von Jahnsfelde von reifem Getreide auf den leicht geneigten Hängen gekennzeichnet, das in der Sonne goldgelb unter blauem Himmel leuchtet.

Die Rückfahrt von Jahnsfelde nach Landsberg geht, ein jeder kann es sich denken, fast stets bergab. Hinter Lorenzdorf dann auf einer sehr breiten Allee, deren Fahrbahnen mittels eines Grünstreifens voneinander getrennt sind. Leicht, schnell und trittlos lege ich dieses letzte Stück der Radtour, dafür aber mit heißen Bremsen, bis zum Landsberger Stadtzentrum zurück.

Der Anteil der Fahrradstrecke an diesem Tage betrug etwa 65 km.

Gerade noch rechtzeitig komme ich zur Abfahrt des Zuges nach Kostrzyn um 18.07 Uhr zum Bahnhof Landsberg. Auch die Weiterfahrt nach Berlin-Lichtenberg und die S-Bahnfahrt nach Potsdam verlaufen zügig, so dass ich um 22.45 wieder zu Hause eintreffe.

Ein herrlich gefüllter Tag liegt hinter mir. – Ende –