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Zur Ahnenliste "Sommer" gehörend:


Weltzer-Familien in Potsdam und Nowawes


Bearbeitungsstand: März 2017


Einige Notizen zum Georg Wilhelm Weltzer sen., zu dessen Sohn Carl Wilhelm Weltzer und weiteren Weltzer-Familien.


Georg Wilhelm Weltzer, Mühlenmeister, oo Fechner kam vermutlich zwischer 1813 und 1816 aus Niederschlesien nach Potsdam.


Zufallsfund:

Nikolaikirche Potsdam, Taufe Nr. 7 / 1825, (Zentrales Kirchenbucharchiv Microfilgruppe 24649):

Vater Welt_er, Mühlenmeister oo Marie Luise Kneib, Kind: * 14. Januar 1825. Heinrich Friedrich.

Mag der Vater eventuell ein Bruder von Georg Wilhelm Weltzer sein?



Vor dem Herzug / der Heirat des erstgenannten Weltzer, gab es im Adressbuch keinen weiteren Weltzer/Welzer in der Stadt Potsdam.

Die verschiedenen amtlichen Dokumente (Einwohner-Melderegister) enthalten unterschiedliche Notizen zur Herkunft: des Carl Wilhelm Weltzer:



in Muskau am 25. März 1813


(genannt in einem polizeilichen Melderegister)



Die Taufe ist weder in Muskau-Stadt, noch in Muskau-Land auffindbar, daher als Geburtsort eher unwahrscheinlich.

Vielleicht aber deshalb angegeben, weil der Name eines eventuellen sehr kleinen Wohnplatzes ansonsten als kaum geläufig galt.



in Muska, aber auch

in Musten, am 3. März 1825


(genannt in einem weiteren polizeilichen Melderegister)


Bei der Übernahme des Geburtsortes in das Melderegister als (Sekundärquelle) liegt vermutlich ein Hörfehler oder ein Lesefehler (nach mündlicher Angabe oder nach Abschrift aus dem Reise-, Berufs- oder Militärpass vor), der hier in der Folge zu einer Verschreibung führte.

Muska ist allerdings ein veralteter Name für Muskau im Görlitzer Gebiet. Dort aber ... siehe oben. Muska und das nachfolgend genannte Tuchorze liegen auch zu weit auseinander, als dass es ein gleicher Geburtsort sein könnte.

Ein Ort dieses Namens Musten findet sich nicht in Deutschland (auch nicht im heutigen Polen (Schlesien)).

Ferner dürfte das Geburtsdatum ein Zahlendreher sein. Vielleicht war der Beamte an jenem Tag etwas „indisponiert“ – auf jeden Fall verwirrende Verhältnisse in der Königlichen Amtsstube.



in Tuchorze

am 23. März 1813

(aus der Sterbe-Anzeige / -Eintragung des Standesamtes C 136 / 1889 in Nowawes, diktiert von seinem Sohn, dem Maler/Vergolder Georg Weltzer).

Quelle Stadtarchiv Potsdam, Film P 310.


Tuchorze (deutsch) : in Preußen, Südpreußen, Neumark, Großherzogtum/Provinz Posen, Kreis Babimost = Bomst, Amtsbezirk Scheltz, Polizeibezirk Borui.

Der Ort liegt 96 km östlich von Fürstenberg = Eisenhüttenstadt.

1837: 430 Einwohner in 37 Häusern (Feuerstellen), 1910 Umbenennung in Teichrode mit 325 Einwohnern. Im Ort befinden sich das Schloss mit Schlosspark, zwei Kirchen (kath: Hl. Dreifaltigkeit, evang. Peter und Paul, eine Schnaps-Brennerei, eine Dampfmühle, der Hopfenanbau ist verbreitet.

Seit 1920: Im Zuge des Versailler Vertrages nach dem Ersten Weltkrieg: Polnisch.

Von 1939 bis 1945 (Deutsches Reich) wieder deutsch. Alt- Tuchorze Hauland heißt nun Tannheim,(ab 1943 im Kreis Wollstein) Neu-Tuchorze heißt in dieser Zeit Lindenheim, Teichrode im Kreis Wollstein.

Seit 1945 wieder polnisch. Heute (2016) Alt- und Neu-Tuchorzea, Provinz Wielkopolska (Großpolen).

Quelle: Wikipedia 2016 GenWiki u. a.



Tuchorza (polnisch) es ist der gleiche Ort! Er ist heute in Tuchorze, Alt- uns Neu-Tuchorze gegliedert.

Unterlagen im Archivum Panstwowie w Zielonej Gorze (Staatsarchiv Grünberg) und. ..


In der Nähe gibt es nach heutiger Benennung / Schreibweise jedoch keinen Ort, der „Muska / Musten“ ähnelt. Größere Orte Richtung Westnordwest sind Schwiebus (36 km entfernt) und Grünberg Richtung Südwest (47 km entfernt).



Es bleiben also leider noch Unklarheiten bestehen!

Eine weitere Schwierigkeit die zu Irritationen führen kann zeigt sich darin, dass der


Carl Weltzer (* 25. März 1813) I.oo Michel, II.oo Sommer,

in den einzelnen Dokumenten

mal als Carl Georg Wilhelm erscheint, mal Carl Wilhelm und auch Carl Georg genannt wird.


Über seinen Taufeintrag, in dem alle tatsächlichen Namen genannt sind, verfügen wir jedoch nicht.


Bei der fortgesetzten Suche um das Präzisieren der Herkunft beachten wir, dass es in Potsdam (später) noch verschiedene Weltzer-Namensvettern gibt. Diese Weltzer-Nachkommen sind hier im Dokument aufgeführt, auch wenn sie nicht die Lösung des vorgenannten Problems zum exakten Nachweis der Herkunft des Wilhelm Georg Weltzer sen. und des Carl Wilhelm Weltzer erbrachten. Die unterschiedlichen Namenschreibweisen Weltzer : Welzer scheint mir momentan unerheblich, zumal diese Varianten bei jeweils gleichen Personen wechseln. Es scheint mir so, dass alle aus der gleichen Familie des Ehepaares Weltzer oo Fechner stammen.


Vielleicht helfen die nachstehenden Angaben einem anderen Familienforscher:


1826–28: Im 1. Potsdamer Adressbuch finden wir "Welss, G., Maurergeselle, Breite Straße 8".

1842: In diesem nächsten noch erhaltenen Adressbuch von gibt es keinen Weltzer, Welzer o.ä. – aber gemäß Kirchenbuch St. Nikolai besteht der Name in Potsdam bereits wesentlich früher.