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Einige Notizen zum Leben des Ehepaares

Böttiger und Braumeister

Hannß (Hans) Neumeister und seiner Ehefrau Catharina Just

Das Leben in Lehesten, Thüringer Schiefergebirge,

im 17./18. Jahrhundert.


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Ahnen- und Familienforschung – Heimatgeschichte

Autor und Kontaktpartner für Fragen, Meinungen oder Hinweise: Chris Janecke,

Bearbeitungsstand: August 2014 E-Mail: christoph@janecke.name


Dieses Ehepaar gehört zur Generation der Stammeltern des Autors.




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Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge,

so wollte ich doch heute mein Apfelbäumchen pflanzen.


Verfasser unbekannt



Generation: 12 Ahn: 3.000

Generation: 12 Ahnin: 3.001

Die Großeltern

Generation: 12 Ahn: 3.002

Generation: 12 Ahn: 3.003

Neumeister

Rupp


Name

Just

?

Hannß

Catherine


Vorname



Lauenstein,

um 1595

Lehesten, 1596


Geboren

Heberndorf


Böttiger

Hausfrau und Mutter


Beruf





Heirat


July1640

1664


Gestorben

vor Octobris 1670






Die Probanden = Die Eltern





Vater:

Generation 11 / Ahn 1.500


Mutter:

Generation 11 / Ahnin 1.501

Name:



Neumeister

Just

Vornamen:



Hannß/Hans (der Jüngere)


Catharina



Die Eltern der Probanden



Der Vater:

Neumeister, auch genannt Bachschneider

Hannß (der Ältere)


Der Vater:

Just

Heberndorf

Die Mutter:

Rupp

Catherine


Die Mutter:

Geburt:



Lehesten, 03. Decembris 1625


Heberndorf bei Wurzbach,

etwa 1623 ... 1645

Taufe:





Beruf/Stand oder Gewerbe:



Böttiger und Braumeister


Hausfrau und Mutter

Trauung:

(evang.-lutherisch)


Lehesten, 24. Octobris 1670

„Hanß Neumeister, Böttiger, Hanß Neumeisters, Böttiger sel. hinterlaßener Sohn und Jungfer Catharina Just, eine sel. von Heberndorf hinterbliebene Tochter, copuliret Montag vor Simonis et Judae, war der 24. Octobris 1670.


Kirchenbuch in Lehesten, 1670, Seite 63

Wohnanschriften, gemeinsame:



Lehesten




Tod / Gestorben:

Bestattet:





Lehesten 1693








Die Kinder der Eltern:

Hannß Neumeister und Catharina Just


11/1.500 oo 11/1501


Zu den Kindern der Familie gehörte unter weiteren:



Nr.

Familienname:

Neumeister

Lebensdaten der Kinder













10/750

Johann (Hannß) Nicolaus


oo


Agnesa Ellmer

Geboren in Lehesten, am Sonntag, den 17. Novembris 1678.

Taufe in Großgeschwenda am 18. November 1678.


„Hannß Neumeister, Böttiger und Braumeister wurde Domin. 24 post Trinitatis (das ist in jenem Jahr der 17. November gewesen) gegen abend ein Söhnlein auf diese Welt gebohren und folgenden Montags, alß dem 18. Novembris durch den Herrn Pfarr-Substituten zu Großgeschwenda getauft un Johann Nicolaus genennet.

Gevatter war Nicol Baumann von Steinbach, dazumals Jacob Blümlers Pachtmann alhir.“


Wie sein Vater wird er später Büttner (Böttcher) werden und dient auch als Corpsgardist.

Er heiratet Agnesa Ellmer. Zu ihren Kindern gehört Susanna Cathrina Neumeister.

Am 15. April 1741 wird sein Leben im Alter von 62 Jahren enden.

Für seine Frau Agnesa schließt sich der Lebenskreis im Jahre 1749.




Kirchenbuch Lehesten, Taufen 1678, Seite 187










Der Beruf des Böttchers

(auch Böttiger, Büttner oder Fassbinder genannt)


Es handelt sich um eine Lehrzeit von 3 bis 5 Jahren. Man unterscheidet: Groß- oder Schwarzbinder, in Weinländern Küfer genannt, die nur große Fässer, Tonnen, Wannen, Zober / Zuber, Feuerkufen und Bottiche aus Eichenholz herstellen und sich zugleich auf die Pflege des Weinkellers verstehen.


Fassbinder (Weiß-, Roth-, Klein-Binder), Büttner, Fässler, Küper, Kübler fertigen in der Regel nur kleinere Fässer, Gelten, Holzeimer, Butten (Butterfässer) und andere Behälter für Landwirtschaft, Haus und Hof sowie für die Schankwirtschaften an.

Das Fass, ein eichenhölzernes, ist ein gewöhnlich in der Mitte etwas bauchiges Gefäß. Man unterscheidet am Fass:

Als Qualitäts-Kennzeichnung und -Gewähr, gleichsam zur Werbung, brennen oder schnitzen die Meister ihren Namen oder ihr Zeichen in das Produkt.

Seit etwa 1820 gibt es die Bemühungen, Fässer mittels Maschinen herzustellen. Bei dieser eigenthümlichen Schwierigkeit der Aufgabe, gelang aber zuerst nur die Fabrikation von Fässern für trockene Materialien.

Um 1850 gehörte zum Meisterstück: Wahlweise 1. Eine Tonne für einen Inhalt von 100 Quart, mit hölzernen Bändern und ein Wasserbottich (Feuerkufe) sowie eine kleine Wanne (zwei Fuß lang, 11 Zoll hoch) oder 2. eine Badewanne und eine Biertonne und eine kleine Wanne oder 3. ein ovaler Eimer für 600 Quart Inhalt und ein Fass mit 300 Quart Volumen und ein Zober.


(nach Meyers Konversations-Lexikon 1875)