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Tabellarischer Lebenslauf

Johann Christoph Neimann / Neumann und

Catharina Dorothea Schulze.

Ein Leben in der Altmark zwischen 1757 und 1821.





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Ahnen- und Familienforschung – Heimatgeschichte

Autor und Kontaktpartner für Fragen, Meinungen und Ergänzungen: Chris Janecke,

Bearbeitungsstand: November 2016 E-Mail: christoph@janecke.name


Dieses Ehepaar gehört zur Generation der Alturgroßeltern des Autors.






Da wir auf diese Erde kamen,

werden wir auch eines Tages wieder gehen.

Andere werden nach uns kommen und nicht wissen,

was uns das Hiersein bedeutete.











Generation: 08 Ahn: 136

Generation: 08 Ahnin: 137

Die Großeltern

Generation: 08 Ahn: 138

Generation: 08 Ahn: 139

Neimann

?


Name

Schulze (I)

Bunke

Cordt Friedrich

(von Conrad)



Vorname

Joachim

Margaretha Elisabeth




Geboren






Beruf





Heirat

Gladigau, am 02. July 1762

II. Ehe I.Ehe




Gestorben







Das Ehepaar / Die Eltern / Die Probanden

Johann Christoph Neimann / Neumann und

Catharina Dorothea Schulze (I)





Vater:

Generation 07 / Ahn 68


Mutter:

Generation 07 / Ahnin 69


Name:



Neimann, später Neumann


Schulze (I)


Vornamen:



Johann Christoph



Catharina Dorothea





Die Eltern der Probanden

(Großeltern)




Der Vater:

Neimann

Cordt Friedrich



Der Vater:

Schulze (I)

Joachim

Die Mutter:

im KB nicht erwähnt


Die Mutter:

Bunke

Margaretha Elisabeth



Geburt:




in Schmersau,

am Sonntag, 13. Nov. 1757


Gladigau,

Montag., 14. Nov. 1763, 6 Uhr abends


Taufe:




in Schmersau,

den Mi., 16. Nov. 1757.

Quelle: KB Schmersau (liegt in Gladigau)




Beruf/Stand oder Gewerbe:



Ackermann,

Kossat, Altsitzer


Hausfrau und Mutter von mindestens vier Kindern.


Wohnanschriften vor der Ehe:



Schmersau


Gladigau, Rönnebeck, Gladigau,


Trauung in 1. Ehe

(evang.-lutherisch)



Die erste Ehe der Jungfrau Catharina Dorothea Schulze (I) mit dem Junggesellen Johann Christoph Kersten aus Rönnebeck, angehender Ackermann, wird am 31. Okt. 1780 geschlossen. Die Braut ist knapp 17 Jahre jung. 1781 wird mit der Geburt des Kindes aus dem jungen Paar eine Familie. Im gleichen Jahr (1781) stirbt jedoch plötzlich ihr Ehemann im Alter von 26 Jahren!



Trauung in 2. Ehe

Die 2. Ehe der Witwe und Mutter Catharina Dorothea Kersten, geborene Schulze(I) mit Johann Christoph Neimann, angehendem Ackergesell, 25 Jahre alt, Schmersau (Altmark), am Do., 28. Nov. 1782.

Die Braut ist nun gerade 19 Jahre alt.


Wohnanschriften:

Sie: Gladigau, Rönnebeck, vor 1780, dann ab Ende 1782 gemeinsam in Schmersau.


Tod / Gestorben:

Bestattet:





Schmersau,

„Den 24. Februar 1821,

früh 1 Uhr ist der Wittwer Johann Christoph Neumann, Altsitzer zu Gladigau, an einer hitzigen Brustkrankheit (Lungenentzündung?) gestorben, im Alter von 63 Jahren/3 Monaten/10 Tagen.

Er ist den 28. Februar mit seiner Einsegnungspredigt beerdigt worden.“

Quelle: KB Schmersau 1821, Nr. 3


Schmersau,

So., „den 13. Febr. 1820, abends 10 Uhr ist die Ehefrau des Altsitzers zu Gladigau Johann Christoph Neumann, Frau Catharina Dorothea Neumann, geborene Schulzen im Alter von 57 Jahren/1 Monat/ und 12 Tagen (rechnerisch aber 29 Tagen) an einer hitzigen Brustkrankheit (Lungenentzündung?) gestorben und den 17. Februar auf unsere Kirchpredigt beerdigt worden.“

Quelle: KB Schmersau 1820, Nr. 1





Die Kinder der Eltern:

Johann Christoph Neimann/Neumann und

Catharina Dorothea Schulze

07/68 oo 07/69


Anmerkung: Der Name des Kindes, das die Ahnenfolge in gerader Linie zu den jüngsten Probanden der Familie Janecke weiterführt, ist fett gedruckt.


Nr.

Familienname:

Neimann/Neumann

Lebensdaten der Kinder

0

Kersten, Vorname noch nicht bekannt


Kind aus 1. Ehe von Johann Christoph Kersten oo Catharina Dorothea Schulze:

Geboren in Rönnebeck, im Jahre 1781.

1

Johann Gottfried Neimann



Geboren in Schmersau, den 28. Nov. 1783, abends 6 Uhr.

2

Joachim Friedrich Neimann


Geboren in Schmersau, 27. Febr. 1785, vormittags 10 Uhr.

3

06/34.3

Joachim Christoph Neumann


oo


Dorothee Elisabeth Guhl



Geboren in Gladigau, den 1. May 1801.


Joachim Christian heiratete als junger Erwachsener in Schmersau, am Sonntag den 16. Juni 1822 die Dorothea Elisabeth Guhl aus Jeggel.



Joachim Christoph stirbt bereits mit knapp 51 Lebensjahren am 30. April 1852.




Anmerkungen über Zufallsfunde:


Abschriften durch Chris Janecke am 30. Aug. 1979 aus dem Kirchenbuch Schmersau (Pfarramt Gladigau) bei Herrn Pfarrer Dr. Müller.


Zum Kirchenbuch Schmersau: Die Familien Neimann, Schulze und Kersten haben mehrfach untereinander geheiratet. So auch beispielsweise




Gladigau, den 2. Nov. 1774 ist Junggesell Joachim Neimann, angehender Dorf- und Lehnschulze

oo

mit Jungfrau Anna Dorothea Schultzen copulirt worden.

1. Kind

Gladigau, den 3. Nov. 1777 morgens 4 Uhr ist dem Dorfschulzen Joachim Friedrich Neimann von seiner Ehefrau Anna Dorothea Schultzen ein Sohn geboren worden, welcher in der Taufe den Nahmen Johann Friedrich erhalten hat.

Paten u. a. Nr 3: Junggeselle Johann Christoph Neimann.

2. Kind

Gladigau, den 27. Februar 1780 wurde Anna Dorothea geboren.








Joachim Jacob Neimann

* evtl. Gladigau 1760 (errechnet)

oo (nicht in Gladigau gefunden, eventuell in Schmersau?

Gladigau, 10. Januar 1807,

im Alter von 46 Jahren.

oo

Anna Elisabeth Kersten

* Gladigau,13. Dezember 1754

oo (nicht in Gladigau gefunden)

Gladigau, 03. Januar 1814

im Alter von knapp 60 Jahren.

1. Kind

Dorothea Elisabeth Neumann, * Gladigau, 03. November 1781

2. Kind

Johann Joachim Neumann, * Gladigau, 14. Dezember 1783





Vorgenannte Angaben wurden ergänzt von den Familienforscherinnen Jutta Werner und Christine Neumann



Andere Konstellationen:

Trauungen

oo Den 2. Nov. – ist der Junggeselle Hans Erdmann Schultze, angehender Ackermann, mit Jungfer Anna Dorothea Neimann copulirt worden.


.


Chris Janecke notiert auf seiner Fahrt durch die Altmark am 30. August 1979:

Für den Weg von Natterheide nach Schmersau benutze ich den land- und forstwirtschaftlichen Wirtschaftsweg, der von Apfelbäumen gesäumt ist. Einige der Äpfel bieten sich mir als Wegzehrung. Wegen des mitunter tiefen Sandes muss ich streckenweise das Fahrrad mit dem Anhänger, der das Zelt und einige Utensilien aufnimmt, schieben beziehungsweise ziehen. Die Füße sehen staubgrau bis schwarz aus.

Man fühlt sich (abgesehen von meinem Fahrzeug) durchaus um 200 bis 300 Jahre zurück versetzt. Wenn man bedenkt, dass unsere Vorfahren zu jener Zeit die gleichen Wege beschritten, wie ich sie heute zurücklege …

Einen sauberen Eindruck macht das kleine Dorf Schmersau. Frisch geweißte Fassadenausfachungen und dunkel gestrichene Holzbalken des Fachwerks. Mehrfach sind die Grundstücke mit gepflegten Vorgärten geschmückt.


Der Ortsname “Schmersau” ist slawischen Ursprungs. Die Übersetzung lautet (wohl leider): “Der Unfreie”. Die Schreibweisen des Ortsnamens wechselten im Laufe der Zeit:

1375: smersowe, 1410: smersow, 1435: smerseca, 1473: smersouw.

1375 gehört der Ort derer von Bartensleben. Rule Bismarck und Petrus Gunther in Stendal waren damit belehnt. Später gehörte das Dorf den von der Schulenburg. Im 30jährigen Krieg wurde das Dorf mehrfach geplündert.

Einwohner: 1840: 196, 1885: 198, 1892:199, 1900: 195 und 1910: 186.