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Zur Ahnenliste „Janecke“ gehörend:



Tabellarische Kurzfassung eines Lebensbildes für das Ehepaar


Otto Christoph Later oo Anna Dorothea Holtz = Holz

Lebensorte: Schönberg und Höwisch in der Altmark.


Die Betrachtungen beziehen sich auf die Zeit zwischen den Jahren 1740 und ca. 1820



Ahnen- und Familienforschung - Genealogie - Heimatgeschichte


Bearbeitungsstand: Dezember 2019 E-Mail-Adresse für Ergänzungen: christoph@janecke.name





Lass mich noch ein bisschen leben,

hab’ noch soviel abzugeben,

von dem, was ich aufgespeichert,

und mein Dasein hat bereichert:


Was in vielen langen Jahren

ich an Gutem hab’ erfahren.

Alles, was mich Klugheit lehrte

Und sich wundersam bewährte.

Von der Lieb vor allen Dingen

Will ich allen Menschen singen.


Solche Pläne, du, da oben,

wirst du ganz gewisslich loben.

Drum steht dein Entschluss wohl fest,

dass du mich noch leben lässt.


Susanne Butenwyk im Jahre 2000







Kurzwegweiser von der Lebenszeit der hier dargestellten Personen, bis in unsere Tage:


07 / 64

Andreas Christoph Heinrich Janeke

Geb. in Calenberge/

Kahlenberg

14. April 1778

07 / 65

Catharina Marg. Later


Geb. in Schönberg 21. Mai 1777

07 / 66

Heinrich Christoph Betke

geb. in Osterburg

am

10. Dez. 1769

07 / 67

Anna Catharina Elisabeth Eleonora Giffey

geb. in Meseberg um 1773

07 / 68

Johann Joachim Christian Neumann,

getauft in Schmersau 13. Nov. 1757

07 / 69

Catharina Dorothea Schulze, geboren

in Gladigau, 14. Nov. 1763

07 / 70

Johann Andreas

Guhl,

geboren in Jeggel,

im August 1774

07 / 71

Dorothea Elisabeth Wohlert





06 / 32

Joachim Heinrich

Janeke

Geb. in Höwisch 1807

Gest. in Osterburg

1868

06 / 33

Catherina Elisabeth

Betke

Geb. in Meseberg 1811

Gest. in Osterburg 1887

06 / 34.3

Joachim Christian

Neumann

Geb. in Gladigau 1801

Gest. in Schmersau 1852

06 / 35.2

Dorothee Elisabeth

Guhl

Geb. in Jeggel 1797

Gest. in Schmersau 1877



05 / 16.5

Carl Friedrich August

Janecke (der Ältere)

Geb. in Osterburg 1842

Gest. in Osterburg 1897

05 / 17

Dorothee Elisabeth

Neumann

Geb. in Schmersau 1839

Gest. in Osterburg 1912





04 /8.2

Karl Friedrich August

Janecke (der Jüngere)

Geb. in Osterburg 1869

Gest. in Potsdam-Babelsberg 1950

04 / 9.3

Pauline Klara Antonie Dittwaldt

Geb. in Berlin 1872

† in Nowawes 1933




03 / 4.2

Alfred August Richard

Janecke

Geb. in Rixdorf bei Berlin, 1900

Gest. in Potsdam-Babelsberg, 1983

03 / 5.2

Anne-Marie Sommer

Geb. in Nowawes, 1913,

Gest. in Ferch bei Potsdam, 2003




Der Autor dieses Beitrages: 02 / 2.2

Chris Janecke, geb. in Potsdam-Babelsberg








Gen. 09 / Ahn 260

Gen. 09 / Ahn 261

Die Großeltern

Gen. 09 / Ahn 262


Gen. 09 /

Ahn 263

Later,


Name



Hilgenfeldt = Heiligenfeld

Christoph Heinrich


Vorname

Eva Elisabeth

* 1721 (errechnet)


geboren



1734 (errechnet)

Tagelöhner in Schönberg


Beruf

Hausfrau und Mutter

I oo



Heirat I


(erste Empfängnis vor/um 1745)?

II oo 1770

mit 49 Jahren

mit Hilgenfeldt = Heiligenfeld, Eva Elisabeth

*1724

Heirat II


oo 1770 mit 46 J.

mit Christoph Heinrich Later

† vor Nov. 1776


gestorben

erste Ehefrau:

† zw. 1740 und 1770






Das Ehepaar = Die Eltern = Die Probanden

Christoph Otto Later oo Anna Dorothea Holtz



Vater:

Generation 08 / Ahn: 130


Mutter:

Generation 08 / Ahnin 131

Die Bedeutung dieser

Familien-Namen:

Later: Es ist die niederdeutsche Form des Begriffes „Lasser“, bezogen auf den Aderlasser oder Blutlasser -- für einen Menschen der sich bemüht, mit seiner Tätigkeit der Gesundung anderer Leute zu dienen.

Siehe auch: Lat(t)ermann, Lesser,

Holtz = Holz. Wohnstätten-Name für einen Menschen, der am / im Walde wohnt oder auch Kurzform für einen Waldarbeiter / Holzarbeiter.


Name:


Later


Holtz = Holz



Vornamen:





Christoph Otto




Anna Dorothea,


uneheliche Tochter der

Elisabeth Hilgenfeldt = Heiligenfeld

(09 / 263)


Geburt: / Taufe


Geboren nach Angabe: in Schönberg (altmärkische Wische), um 1747(?)


(1740 war aber aus dem unten stehenden Traueintrag errechnet).


Hier wird eine Zeitdifferenz sichtbar.



Geboren nach Angabe: KB Krumke, am 11. Oct. 1747 (?)


(1745 war aber aus dem unten stehenden Traueintrag errechnet).


Hier wird eine Differenz sichtbar.


Beruf:


1776: Webergeselle

1778: Tagelöhner in Schönberg

um 1802: Schweinehirt in Höwisch



Wohnanschriften vor der Ehe:

Schönberg

vermutlich Schönberg


Trauung / Eheschließung:


„Christoph Otto Later, ein Webergeselle und Tagelöhner in Schönberg, sel. Christoph Heinrich Later, gewesener Tagelöhner in Schönberg ehelicher Sohn mit Jungfrau Anna Dorothea Holtzen, der Eva Elisabeth Hilgefeldten unehelicher Tochter. Proclamiret Dom XXII, XXIII et XXIV post Trinitatis und den 22ten Novembris 1776) copulieret.

Sponsus alt 36 Jahre. Sponsa alt 31 Jahre.


Quelle: Kirchenbuch Schönberg, Trau-Register, Nr. 6 / 1776.


Aus obigen Angaben ergibt sich für den Bräutigam als Geburtszeitraum: 1776 minus 36 = 1740 und für die Braut: 1776 minus 31 = 1745.


Anmerkung 1: Ihre Mutter war nach den Trau-Angaben im Kirchenbuch bei der Geburt der Tochter Anna Dorothea 11 Jahre(!?) jung. Hier scheint ein Schreib- oder Lese-Fehler vorzuliegen.Es ist eher anzunehmen. dass sie bei der Geburt des Kindes 21 Jahre alt war.


Anmerkung 2: Es scheint nicht ganz ausgeschlossen, dass Anna Dorothea doch keine Jungfrau mehr war, denn ihr erstes Kind kam etwas sehr zeitig – im Mai 1777 auf die Welt.



Wohnanschriften, gemeinsame:


Schönberg. Umzug: spätestens 1793, zur Zeit der Konfirmation der jüngeren, zweiten Tochter Dorothea Sophia, nach Höwisch.




Gestorben:

Höwisch, 31. Januar 1814

Höwisch, 02. Februar 1814

Für die zeitliche Nähe des Ablebens der Ehepartner ergibt sich die Frage,

- ob zu jener Zeit im Ort vielleicht eine Infektionskrankheit grassierte,

- einer ohne den anderen nicht mehr weiterleben wollte oder

- ob es sich um einen „Zufall“ handelte.



Auszug aus dem Kirchenbuch Hoewisch 1814, Seite 1, der 2. Eintrag (unten), Fortsetzung auf S.2sinngemäß übersetzende“ Abschrift des Faksimile der Todesurkunde No. 1 /1814

Der Prediger und Personenstands-Beamte Albrecht, in Hoewisch, schreibt: 

Hoewisch, Canton Bretsch, im Stendalschen District*, den 2. Februar 1814. 
Des Morgens um 7 Uhr, erschien vor mir, dem unterschreibenen hiesigen Prediger, als Beamter des Personenstandes, der Declarant, der Nichteinwohner** Andreas Christoph Ganeke aus Hoewisch, 37 Jahre alt und der Junggeselle Joachim Christoph Hainatz, ebendaher, 27 Jahre alt, und zeigten an, daß ihr resp. Schwiegervater und Nachbar, der

 Hirt Otto Christoph Later

hieselbst, vorgestern, als am 31. des Januar, in diesem Jahr (1814), des Morgens um drei Uhr mit Tode abgegangen sei. 
Verstorbener sei in der Wische bei Seehausen im Stendalschen District vor etwa 67 Jahren geboren. 
Sein Vater sei ausschließlich Tagelöhner gewesen. 
Den Ort seiner Geburt habe er bei seinen Lebenszeiten öfter als unbestimmt angegeben wie doch auch die Namen seiner Eltern ( ... ) unbekannt geblieben seien.***
Ferner sei Verstorbener mit 
Anna Dorothea Holz

verheiratet gewesen, die er nun als Wittwe hinterlasse.

Beide Declaranten haben diese sofort darüber aufgenommene Urkunde, nachdem Prediger mit ihnen den Leichnam besehen und für todt erkannt hatte, nach geschehener deutlicher Vorlesung mit dem Prediger unterschrieben, im Jahre und am Tage wie oben. 

gez. Prediger Friedrich Wilhelm Albrecht, Beamter des Personenstandes
gez. Andreas Janeke
gez. Joachim Christohf Hainatz
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Der abschreibende Übersetzer und Nachkomme des Andreas Christoph Janeke: Christoph Janecke hat 205 Jahre später (2019) einige Anmerkungen zu vorstehender Urkunde:

* Die Begriffe „Canton“ und „District“ sowie „Declarant“ (für Anzeigender), wurden vermutlich im Zuge der französischen Besatzung ab 1806–1809 eingeführt und später, nach dem Wiener Kongress wieder aufgehoben. Während jener Zeit gehörte die Altmark zum Königreich Westfalen, von Jeromé Bonaparte, Bruder des Kaisers Napoleon regiert. Dieser erhielt vom Volk den Beinamen: König Lustik.

** Andeas Christoph lebt in Höwisch, wird aber als Nicht-Einwohner bezeichnet. Das mag wohl darauf hinweisen, dass, wenn er auch hier wohnt, kein „Eingeborener“  des Ortes ist, da er in Calenberge (landwirtschaftliches Rittergut bei Pollitz) geboren wurde. Der Prediger Albrecht schreibt stets „Ganeke“, was als eine „hyperkorrekte“ Form von „sauberem Deutsch“ gelten kann. (Det Jejenteil wäre in dem Spruch verankert: „'Ne jut jebrat'ne Jans is eene jute Jabe Jottes“).

*** Es ist schwer nachvollziehbar, dass der verstorbene Otto Christoph Later so wenig über seine Herkunft wusste. Zumindest war sowohl ihm, als auch uns, ja bekannt, dass sein Vater Christoph Heinrich Later hieß und um 1721 geboren wurde. Andreas Christoph Janeke schätzt seinen gerade verstorbenen Schwiegervater auf etwa 67 Jahre (* um 1747). Aus der Trauungsnotiz ergibt sich jedoch, dass er zur Zeit seiner Heirat 1776, 36 Jahre alt gewesen, was einer Geburt um 1740 entspräche und er zur Zeit seines Ablebens (31.1.1814) 74 Jahre alt war. Die Notizen erfolgten ja nach mündlicher Angabe. Hör- und Schreibfehler sind nicht selten.
Die Mutter des Otto Christoph Later kennen wir noch nicht. Sie starb relativ zu früh. Sein Vater als Wittwer heiratete dann 1770 mit 49 Jahren die Eva Elisabeth Hilgenfeldt = Heiligenfeld in Schönberg. Deren voreheliche Tochter war Andrea Dorothea Holtz = Holz, vorerst eine Stiefschwester von Otto Christoph Later, die dann dessen Ehefrau wurde. – Sie war 25 Jahre alt, als Mutter und Stiefvater heirateten. Allerspätestens zu dieser Zeit müssen sich diese vier Personen also mit Sicherheit begegnet sein, mehr noch: sich relativ gut gekannt haben, möglicher Weise könnten sie sogar zeitweilig im gleichen Haushalt gelebt haben.

Auszug aus dem Kirchenbuch Hoewisch 1814, Seite 2, der 2. Eintrag (unten) Fortsetzung auf S.3sinngemäß übersetzende“ Abschrift des Faksimile der Todesurkunde No. 2 

Der Prediger und Personenstands-Beamte, Albrecht, in Hoewisch, schreibt: 

Hoewisch, Canton Bretsch, im Stendalschen Districte*. Am 2. des Februar 1814 des Morgens um 8 Uhr, erschienen vor mir, dem unterschreibenden hiesigen Prediger, als Beamter des Personenstandes, Declaranten: Der Nichteinwohner Andreas Christoph Ganeke** aus Hoewisch, 37 Jahre alt und der Junggeselle Joachim Christoph Hainatz, ebendaher, 27 Jahre alt und zeigten an, daß ihre resp. Schwiegermutter und Nachbarin

Anna Dorothea Holz, Wittwe Later,

heute, als am 2. des Februar in diesem Jahre, des Morgens um 6 Uhr mit Tod abgegangen sei.
Verstorbene sei in dem Dorfe Krumke, Canton Bretsch im Jahre 1747 am eilften des October geboren. Vaters Name sei unbekannt aber Eva Elisabeth Heiligenfeld in Krumke sei ihre Mutter gewesen, welche sie außer der Ehe geboren habe. Ferner sei Verstorbene mit 

Otto Christoph Later, bereits verstorben, 

Hirte, hieselbst, verheiratet gewesen.

Beide Declaranten, nachdem Prediger mit ihnen den Leichnam besehen und für todt erkannt hatte, haben diese, sofort darüber aufgenommene Urkunde, nach geschehener deutlicher Vorlesung mit dem Prediger unterschrieben, im Jahre und am Tage wie oben. 

gez. Prediger Friedrich Wilhelm Albrecht, der Beamte des Personenstandes
gez. Andreas Janeke
gez. Joachim Christohf Hainatz


–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––


Der abschreibende Übersetzer und Nachkomme des Andreas Christoph Janeke: Christoph Janecke hat 205 Jahre später (2019) einige Anmerkungen zu vorstehender Urkunde:

* Die Begriffe „Canton“ und „District“ sowie „Declarant“ (für Anzeigender), wurden vermutlich im Zuge der französischen Besatzung ab 1806–1809 eingeführt und später, nach dem Wiener Kongress wieder aufgehoben. Während jener Zeit gehörte die Altmark zum Königreich Westfalen, von Jeromé Bonaparte, Bruder des Kaisers Napoleon regiert. Dieser erhielt vom Volk den Beinamen: König Lustik.

** Andeas Christoph lebt in Höwisch, wird aber als Nicht-Einwohner bezeichnet. Das mag wohl darauf hinweisen, dass, wenn er auch hier wohnt, kein „Eingeborener“  des Ortes ist, da er in Calenberge (landwirtschaftliches Rittergut bei Pollitz) geboren wurde. Der Prediger Albrecht schreibt stets „Ganeke“, was als eine „hyperkorrekte“ Form von „sauberem Deutsch“ gelten kann. (Det Jejenteil wäre in dem Spruch verankert: „'Ne jut jebrat'ne Jans is eene jute Jabe Jottes“).


Die Kinder, Generation 7, von

Christoph Otto Later oo Anna Dorothea Holtz


Anmerkung: Der Name des Kindes, das die Ahnenfolge zu den jüngsten Probanden dieses Zweiges der Familie Janecke weiterführt, ist fett gedruckt.


Nr.

Generation: 07

Familienname: Later

Lebensdaten der Kinder


1


Catharina Margaretha Later

07 / 65.1


oo 26. 12. 1806


Andreas Christoph Heinrich

Janeke 07/64


Geboren in Schönberg (altmärkische Wische), am 21. Mai 1777,

getauft am 23. May 1777.

Die Tauf-Paten:

1. Meister Baum(s) Ehefrau

2. Jungfrau Margaretha Sophia Calass(en),

3. Junggesell August Baum.


„Es kam drei Monate nach der Hochzeit gerechnet zu früh!“, schreibt der Pfarrer ins Kirchenbuch.

(Anm.: Es wird sich eher nicht unbedingt um eine Frühgeburt gehandelt haben. Ihre Mutter hatte bei der pastörlichen Befragung vor der Hochzeit angegeben Jungfrau zu sein). Quelle: KB Schönberg Nr. 12 / 1777.


Catharina Margaretha zieht vor 1793 mit den Eltern nach Höwisch. Sie heiratet am Freitag, den 26. Dezember (am 2. Weihnachtsfeiertag) 1806 in Höwisch den Andreas Christoph Heinrich Janeke. (07/64). Er ist 28 Jahre alt, sie ist 26 Jahre jung.

Quelle: KB Höwisch, 1806, S. 2, Nr. 5.

Catharina stirbt in Höwisch am 08. April 1851 im Alter von 73 / 10 / 17.



2



Dorothea Sophia Later


07 / 65.2



o II o





Adam Camrath




––––––––––––





Dorothea Sophia Later


oo 19. 4. 1802


Johann Peter Kaulitz


















––––––––––––Dorothea Sophia Later, verwiwete Kaulitz


oIIo


unbekannt


Geboren in Schönberg am 10. Novembris 1779, getauft am

14. Novembris 1779. Reg.-No.: 16 /1779. Die Paten:

1. Frau Dorothea Sophia Geten (?) geborene Pleterich aus Drüsedau

2. Frau Catharina Sophia Becker(n), des Pachtfischers Ehefrau

3. Jungfrau Catharina Margaretha Albrecht(en) aus Drüsedau

4. Jungfrau Catharina Maria Wichert(en) aus Schönberg

5. Joachim Blume, Ackermann aus Drüsedau

6. Hans Fischer, Cossate aus Drüsedau

7. Christian Calass, Ackerknecht in H.


Nach dem Ortswechsel der Eltern: Konfirmiert in Höwisch, Nr. 6 / 1793.


Das 1. Kind von Dorothea Sophia Later:

Dorothea Sophia bekommt am 26. November 1798, mit gerade 19 Jahren, unehelich eine Tochter von dem neun Jahre älteren Adam Camradt, Sohn des Schulzen in Zehren. Die jungen Eltern heiraten jedoch nicht. Die Tochter erhält in der Taufe am 02. Dezember 1798 die Namen Anne Susanne Catherine Sophia Later. (Sie wird unter der Nummer 8 / 1813 in Höwisch konfirmiert). Anne erreicht jedoch nur ein Alter von reichlich 27 Jahren; ihr Leben wird am 08. April 1826 enden.


In der Folgezeit wirbt der Dienstknecht Johann Peter Kaulitz aus Vielbaum (1777 in Vielbaum geboren), um Dorothea Sophia Later. „Am Montag, den 19. April 1802 wird der Ackerknecht Johann Peter Kaulitz, Sohn des Tagelöhners Lewin Kaulitz in Vielbaum, mit Dorothea Sophia Later(n), des hiesigen Schweinehirten Otto Christoph Later, jüngsten ehelichen Tochter copuliret.“

Quelle: Trauregister des KB Höwisch 1/ 1802.


Die Tochter der Beiden: Kaulitz, Maria Dorothea ist das 2. Kind von Dorothea Sophia.:

„Den 04. des August (1802) ward dem Ackerknecht Johann Peter Kaulitz von seiner Frau Dorothea Sophia geb. Later(n) eine Tochter geboren und selbige am (Sonntag), 8ten Aug. evang. Maria Dorothea getauft“. Paten:

1. Maria Dorothea Paeper, Jungfrau aus Höwisch

2. Anna Dorothea Wichmann, „ „ „

3. Joachim Kaulitz, Maurergeselle aus Vielbaum

Quelle: KB in Höwisch Nr. 5 / 1802.

Johann Peter Kaulitz stirbt bereits am 28. Januar 1803 an einer Brustkrankheit und wird am 30. Januar begraben. Er wurde 25 Jahre alt.

Quelle: KB Höwisch Nr. 1 / 1803.

Erfasst: Chris Janecke, Altmarkreise, Höwisch, 30. Aug. 1979.


Das 3. Kind der Dorothea Sophia Later ist Johann Christian Later. Er wird unehelich am 08. July geboren, (das Jahr ist auf dem KB-Auszug leider nicht notiert). Der biologische Erzeuger ist uns unbekannt.


Dorothea Sophie starb in Höwisch im Jahre 1855.




3






Anmerkung von Chris Janecke: Es folgt eine Person namens „Later“, die ich noch nicht zuordnen kann. Mir fehlt noch die Kenntnis zu den Großeltern, also den Eltern der hier genannten Kindsmutter Anna Dorothea Later.


- A -

Sinngemäße Abschrift der Geburt und Taufe aus dem Kirchenbuch

des Ortes Hoewisch in der Altmark


Ort / Jahr / Seite / lfd. Nummer

1824 / S. 39+40 / Nr. 09

Familienname und Vornamen (Taufnamen) des Kindes


Later, Johann Joachim

Ort / Tag und Stunde der Geburt,

ehelich / unehelich


Gagel, am 14. December 1824,

um halb 11 Uhr am Abend

unehelich

Vater:

Zu- und Vornamen des Vaters, dessen Stand / Beruf / Gewerbe



Bulle, Johann Daniel, Tagelöhner in Bretsch.

Er hat sich als Vater des Kindes bekannt.

Mutter:

Zu- und Vornamen der Mutter, auch deren Stand



Later, Anna Dorothea

(bisher benannt: Fabel, Anmerkung siehe unten)


Wohnung der Mutter


Ihr Wohnort: Gagel

Ort und Tag der Taufe / Konfession

Hoewisch oder Gagel am 19. December 1824 / evangelisch

Name des Predigers

(des Pastors / des Pfarrers)

Janeke Prediger Johann Karl Ludwig Janeke wohnt von Weihnachten 1818 bis Michaelis 1825 als Gemeindepfarrer im Pfarramt Kossebau (zeitgenössisch Cossebue), stammt aber ursprünglich aus Stendal.

Die Taufzeugen ...

... auch Kindspaten oder Gevattern genannt

1.

Joachim Heinrich Janeke, Knecht, auch 2. Schulmeister

2.

Frau Schultz, daselbst

(Die Bedeutung des „daselbst“ scheint nicht eindeutig)

3.

Junggesell Max Erdmann Kleinau, daselbst

4.

Frau Catharina Dorothea Rann

5.

Jungfrau Kaulitz

Notizen im Kirchenbuch


-

Anmerkungen des Abschreibenden (Chris Janecke):


Der Täufling und seine Mutter leben in Gagel. Die Mutter

Anna Dorothea Later wird im Ort „Fabel“ genannt. Im gleichen Dorf (Gagel) gibt es die Familie des Ackermanns und Witwers Johann Christoph Adam Fabel. Es ist nicht auszuschließen, eher anzunehmen, dass Anna Dorothea Later mit einem der Fabel-Söhne oder mit ihm ein Verhältnis vor ihrer Zeit mit dem Kindsvaters Bulle hatte und man sie schon, etwas zu frühzeitig, als eine baldige, fast schon nunmehrige „Frau Fabel“ bezeichnete. Daraus wurde nichts.

Die Orte Hoewisch und Gagel haben jeweils eine Kirche.

Die Eintragungen für beide Orte stehen zu jener Zeit aber im Kirchenbuch Hoewisch.









Im Papier-Exemplar des Lebenslaufs dieser Familie existieren über die Internetfassung hinaus, beim Autoren noch folgende weitere Blätter: