Bilder zu Chris Janecke
Teil 1: Die Jahre 1946–1955

1945 – Mein Elternhaus
Nowawes, Lindenstraße 39 = Potsdam-Babelsberg, Rudolf-Breitscheid-Straße 46.
Unsere Familie 1946, im Jahr nach dem Ende des Krieges.
Chris, unten links, vollendetim Dezember sein erstes Lebensjahr.
Zu meinen intensivsten Eindrücken der Kleinkinderzeit gehören die im Advent im Zimmer
aufgestellten „Krippen-Transparente“, die von hinten mit einer kleinen Lampe
durchleuchtet wurden. War es auch mal im Zimmer dunkel und kühl,
die Brennstoffe knapp – die Weihnachtsgeschichte strahlte für uns stets „warm und hell“.
Fiel aber, wie wohl täglich, die Stromversorgung stundenweise aus,
dann erhellte eine Kerze das durchscheinende Bild.
Das Wohngrundstück – unsere Lebensumgebung.
Wir wohnen in dem grauen Haus unten, rechts.
Der Kindergarten in der Babelsberger Schulstraße (Foto 1990). Im Vordergrund standen im Sommerhalbjahr lange Tische und Bänke für das Einnehmen der Mahlzeiten, wenn die Witterung es zuließ – wie eine „frühe bayerische Bierzeltausstattung“.
Meine erste Autofahrt. So etwa sah auch das stolze Fahrzeug aus, das uns sicher und gemütlich in den Urlaub nach Neuglobsow am Stechlin-See brachte.
Dorfstraße in Neuglobsow.
Die erste Bootsfahrt meines Lebens. Solche Fahrt könnte endlos sein –
Zumindest bis zum Abendessen.
Spätsommer 1949. „Mit Onkel Hellmut wandert es sich besonders bequem und
erholsam durch den Schloss- und Volkspark Babelsberg“, meint Chris, der hinten
auf dem Fahrrad sitzt. Hellmut wird es sein, der Chris später zur Ahnenforschung
im eigenen Familienverband anregt.
Außer „Mensch, ärgere dicht nicht“, haben wir auch das beliebte Eisenbahnspiel.
Der Jochen Specht hat es erdacht und gezeichnet. Erschienen im Berliner
Kinderland-Verlag. Unsere Spielfläche ist in Wirklichkeit 39 x 29 cm groß.
Mein Großvater August Janecke, 1917 als Soldat auf Heimat-Kurzurlaub.
Zu dieser Zeit zog die Familie in die Mittelstraße 22 in Nowawes. Der Opa hatte einen Bruder: Wilhelm. Dieser kam aus dem Krieg nicht mehr zurück.
Ein schönes Ausflugsziel: Die Gaststätte Forsthaus Templin,
zwischen Potsdam und Caputh.
1951 – Die Eltern mit ihrem Sohn Chris am 1. Mai 1951.
1951 – Sommer-Sonne in Buckow, in der Märkischen Schweiz.
Die Gastkinder der Frau Schoene am Brunnen auf dem Marktplatz.
Geschwister
1954 – Hübsche Lesezeichen für Bücherwürmer und Leseratten helfen uns
nach Schmöcker-Unterbrechungen schnell zum interessanten Text zurück.
1954 – Schon früh eigne ich mir das Lesen der Frakturschrift
mit den „gebrochenen“ Buchstaben an.
1955 – ein winterlicher Erholungsaufenthalt im tief verschneiten Vogtland.
Wissensdurst in jedem Jahr – dazu ist die Schule da.
Frühjahr 1955, Chris ist inzwischen neun Jahre alt.
Zu den vielen Büchern die wir lesen, gehört auch „Gisel und Ursel“.
Dieses hier ein eher seltener Hochglanz-Import.
Durch Babelsberg fahren Elektrobusse mit Oberleitungen zu deren Stromversorgung. Dieser hier kommt aus der Daimlerstraße und fährt weiter
über den Lutherplatz und durch die Ernst-Thälmann-Straße nach Drewitz.

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