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Zur Ahnenliste „Janecke“ gehörend:


Karl Ludwig Dittwald, (* Dechsel 1801, † Massow 1847)

und seine Ehefrau

Ernestine Wilhelmine Klutt, / Kluth (* Blockwinkel 1801, † Jahnsfelde 1848)

sowie deren Kinder. Namen angeheirateter Schwiegerkinder:

Berger, Grützmann, Koltermann.


Tabellarischer Kurz-Lebenslauf.

Ein Beitrag zur Familienforschung und Heimatgeschichte

im Kreis Landsberg (Warthe)


Recherchiert und zusammengestellt von Dr. Hartwig Schulze und Chris Janecke.

Stand der Bearbeitung: Januar 2021. E-Mail: christoph@janecke.name


Wenn du Interesse hast, mehr darüber zu lesen, was sich in dieser Zeit im Leben der Menschen abspielte, so sieh’ bitte auch in die Dokumentationen „Zeitgeschichte“ und „Zeitgenossen“.


Zum Einstimmen gibt es einige Bilder – bitte hier klicken.



Ich blicke oft im Traume ein Kirchlein schlicht und klein

inmitten grüner Gräber mit Kreuz und Marmorstein.

Es tönen Glockenklänge weit über Berg und Tal.

O Kirchlein meiner Heimat, ich grüß' dich tausendmal.


Fritz Schmidt-König



Wegweiser für die Beziehung zwischen den Hauptpersonen dieser Niederschrift und den heute lebenden Personen „Janecke“ des „Familienzweiges“.

Man kann diese Liste auch gern von unten (aus der Gegenwart) nach oben lesen.


Generation

Zeitraum


Namen des jeweiligen Ehepaares

07

ca. 1775–1850

Samuel Ludwig Dittwald oo Hanna Luise Weiß

06

1801 bis 1848

Carl Ludwig Dittwald oo Ernestine Wilhelmine Klutt / Kluth

05

1837 bis 1913

Carl Ludwig August Dittwaldt oo Alwine Pauline Zinnow

04

1869 bis 1950

Die fünf Dittwaldt-Geschwister der Obigen, darunter auch:

P. Klara Antonie Dittwaldt oo Karl Friedrich August Janecke

03

1900 bis 2003

Anne-Marie Sommer oo Alfred Richard Janecke

02

1945 bis

Der Autor dieser Niederschrift – Chris Janecke

01


Die Söhne des Autors

(zu näheren Angaben besteht ein noch gewünschter Datenschutz)


Zu diesen vorgenannten Ehepaaren / Familien findest du unter der Rubrik „Lebensläufe“ einzelne Dokumentationen auf dieser Internetseite.










Das Ehepaar = Die Eltern in der Generation 06

Karl Ludwig Dittwald oo Ernestine Wilhelmine Klutt / Kluth





Vater:

Generation 06 / Ahn


Mutter:

Generation 06 / Ahnin

Die Bedeutung dieser

Familien-Namen:

Vom german. Namen Dietwald. diot = Volk + walt = Gewalt, Herrschaft ausüben, verwalten.



Name:


Dittwald

Klutt

Vornamen:


Carl Ludwig


Ernestine Wilhelmine

Deren Eltern

in der Generation 07:



Der Vater:


Dittwald, Samuel Ludwig,

* 1779, Kolonist und Gerichtsschulze in Massow. Er gab die Heiratseinwilligung für den Sohn (Mutter nicht erwähnt; keine Spalte dafür im KB vorgesehen).

† Dechsel, 10. März 1850.


Der Vater:


Klutt, Gottfried,


weiland Hausmann,

wohnt in Blockwinkel

(Mutter nicht im KB zur Trauung der Tochter erwähnt; dafür keine Spalte vorgesehen).

Die Mutter:


Weiß, Hanna Luise

* 09. Dez. 1779 (errechnet aus dem Sterbeeintrag)

† Dechsel, 29. Nov. 1849.


Die Mutter:


?

Geburt:



Dechsel, am 13. April 1801 // eine

andere Berechnung aus dem Sterbeeintrag: 05. Dezember 1801

vermutlich Blockwinkel, am

27. September 1801

Taufe:


Keine Kirchenbücher mehr vorhanden


Keine Kirchenbücher mehr vorhanden

Beruf / Stand oder Gewerbe:


in Eulam als Dienstknecht,

nach 1826 in Massow lebend,

Hausmann in Massow


Hausfrau und Mutter von mindestens sechs Kindern

in Massow

Wohnanschriften vor der Ehe:


Massow, Eulam

Blockwinkel

Trauung:

(evangelisch)

Bräutigam: Junggesell Karl Ludwig Dittwald, Junggeselle, bisher in Eulam dienend, war bisher unverheiratet, 25 Jahre alt. (Geboren 1801). Dessen Vater: Samuel Ludwig Dittwald, Kolonist und Gerichts-Schulze in Massow.

Braut: Jungfer Ernestine Wilhelmine Kluth, 25 Jahre, (geboren 1801) unverehelicht.

Deren Vater: Gottfried Kluth, weiland Hausmann in Blockwinkel.

Trauung am 27. Dezember 1826 durch Herrn Prediger Seydel in Eulam.

Quelle: KB Eulam S. 391, Nr. 4 / 1826. Scan: B Ditt Klu 1826-221

Abschrift aus dem KB am 31. August 1999 im Archivum Gorzow. Chris. Janecke.



Wohnanschriften, gemeinsame:


Massow

Tod / Gestorben:

Bestattet:





Massow, am 05. Mai 1847, vormittags einhalb 10 Uhr stirbt der Hausmann Carl Ludwig Dittwald. Er

war geboren den 13. April 1801,

46 Jahre, 5 Monate alt. Blutsturz.


Er hinterlässt die Gattin und 6 minorenne Kinder. Beerdigt am

07. Mai 1847, Kirchhof in Massow. Prediger Henseler.

Quelle:

KB Dechsel, S. 696, Nr. 14 / 1847. Scan: C C Ditt 1847-572.




Jahnsfelde, am 27. Sept. 1848 starb Ernestine Dittwald mittags 12.00 Uhr an Krämpfen. 47 Jahre alt. Das ist erwähnt im KB Dechsel (für Massow).

Text: Frau Ernstine Wilhelmine Dittwaldt, nachgelassene Wittwe des verstorbenen Hausmanns Carl Ludwig Dittwald zu Massow. Sie hinterlässt 5 minorenne Kinder (und ein majorennes Kind).

Beerdigung in Jahnsfelde am
28. Sept. 1848 durch Herrn Prediger Luge aus Gralow.

Quelle:

KB Dechsel S. 735, zwischen den Nrn. C 15 und 16 / 1848 erwähnt, ohne eigene Nummer (weil nicht in Massow bestattet).

Scan: C E Ditt 1848-605.





Die Kinder ( Generation 05) der Eltern

Karl Ludwig Dittwald oo Ernestine Wilhelmine Klutt / Kluth

13. April 180105.Mai 1847 * 27. September 1801– 28. Sept. 1848


Nr.

Familienname:

Dittwald / auch Dittwaldt

Lebensdaten der Kinder

1

Henriette Caroline Wilhelmine

Dittwald


oo


Keine Heirat bekannt



Geboren in Massow, 31. Januar 1828, morgens 4 Uhr, ehelich.

Taufe am 10. Februar 1828, Prediger Eduard Gebauer.

Die Paten sind: 1. Jungfrau Henriette Thiede,

2. Wilhelmine Dittwaldt, 3. Caroline Berend,

4. Junggeselle Wilhelm Ehrhard, 5. Wilhelm Klatte.

Quelle: KB Dechsel, S. 884 / im Dupli. S. 867, Nr. 5 / 1828.

Scan: A H Ditt 1828-488.


Ihre Kinder:


Henriette, inzwischen zwanzigjährig, bekommt am 03. Oktober 1848 (nach dem Ableben ihrer Eltern) ein uneheliches Kind, einen Sohn, der tot geboren und deshalb nicht getauft wird. Erwähnt ist die Totgeburt im KB bei Geborene Nr. A 35 / 1848. Scan A=C Ditt 1848-602 als Sohn aber im KB unter Gestorbene
Nr. C 16 /1848, Scan C Ditt 1849-605 als Tochter. Letztendlich ist das für uns aber nicht von entscheidender Bedeutung. Es war ein Menschlein und ein trauriges, häufiger auftretendes Ereignis.

Den Kindesvater gab die junge Mutter beim Pastor nicht an.


Eine weitere Geburt:

Geboren wurde Hermann Julius Dittwald am 30. März 1856 abends 11 Uhr, unehelich. Der Vater wurde dem Prediger nicht angegeben. Die Mutter ist Henriette Dittwald, Tochter des verstorbenen Hausmanns Ludwig Dittwald in Massow. Taufe am 05. April 1856.

Die Taufzeugen: 1. Wilhelmine Dittwald, 2. Marie Luise Röstel,

3. Johann August Schleusener. Quelle: KB Dechsel mit Massow Nr. A 13 / 1856. Scan: A H Ditt 1856-046.


2

Johann Friedrich Wilhelm Dittwald


oo in Költschen / Hammer

(das liegt 24 km südlich von Massow)

am 17. Januar 1858


Henriette Friedrike Koltermann



* in Massow am 14. December 1829, früh 5 Uhr, ehelich.

Taufe am 20. December 1829. Prediger Ed. Gebauer. Taufpaten:

1. Caroline Lehmann, 2. Wilhelm Ehrhard, 3. Gottfried Wiesenthal.

Quelle: KB Dechsel mit Massow S. 935, Nr. 35 / 1829.

Scan: A J Ditt 1829-526.


Beruf: Postschaffner.

oo Heirat in Költschen / Hammer am 17. Januar 1858.

Braut: Henriette Friederike Koltermann, * 10. Februar 1832 in Ruhnow (Pommern).

Der Braut-Vater: Karl Gottlieb Koltermann, * in Ruhnow (Pommern), am 10. August 1802, ist ein Glashüttenarbeiter bei Piepstock in Ruhnow.


Friederike stirbt in Landsberg, am 06. September 1901.

Johann Friedrich Wilhelm Dittwald stirbt in Landsberg am 08. März 1902, im Alter von 72 Jahren.


Fund im Adressbuch der Stadt Landsberg 1913:

Dittwald, H. Oberpostschaffner, Böhmstraße 23.

(Vermutlich ein Sohn des Vorgenannten)


3

Hanne Charlotte

Dittwald



* in Massow, 02. November 1833, nachmittags 1 Uhr, ehelich.

Taufe am 10. Nov. 1833, Prediger Gebauer. Die Paten waren:

1. Gottfried Hänschkes Ehefrau, 2. Martin Schallerts Ehefrau,

3. Wilhelm Nadolle, 4. Wilhelm Ehrhardt (Bauer).

Quelle: KB Dechsel mit Massow, S. 125, Nr. 49 / 1833.

Scan: A Ditt 1833-104.


Die kleine Hanne Charlotte stirbt am 29. April 1834 nachmittags um 3 Uhr, nach 5 Monaten und 24 Tagen ihres Lebens. Starker Husten. Bestattung in Massow am 02. Mai 1834.

Quelle: KB Dechsel Nr. C 13 / 1834 auf S. 239.


4

Henriette Amalie

Dittwald


oo


Johannes Wilhelm Berger



* in Massow, 02. Juli 1835, morgens 1 Uhr, ehelich,

Taufe 12. Juli 1835, Prediger Gebauer (der Prediger wird im gleichen Jahr ebenfalls Vater). Die Paten sind:

1. Wilhelm Nadollers Ehefrau, 2. Martin Schallerts Ehefrau,

3. Karl Ludwig Bernhart.

KB Dechsel, Nr. 20 / 1835. Scan: A H Ditt 1835-173.


Henriette Amalie heiratet den Lackierer Johannes Wilhelm Berger. Das Paar hat keine Kinder und lebt in Berlin, (1870) in der Invalidenstraße 92. Hier stirbt Henriette Amalie am 29. Juli 1870, mit 35 Jahren an der Erkrankung nach einer Typhus-Infektion. Die Beerdigung findet am 01. August 1870 auf dem Friedhof der Berliner Sophienkirche statt. Im Anhang der Standesamt-Sterbeeintrag.


5

Karl August

Dittwald

* in Massow, am 29. August 1838, abends halb 10 Uhr.

Taufe am 05. August 1838, Prediger Henseler. Die Taufpaten sind:

1. Augustine Buchholz, 2. Karl Wilhelm Schleuseners Ehefrau (das ist Henriette Ernstine geb. Dittwald), 3. Karl Ludwig Borchert,

4. Wilhelm Nadolle.

Quelle: KB Dechsel Nr. A 34 / 1838. Scan: A K Ditt 1838-279.


Leider verlässt uns der kleine Karl August bald wieder. Er stirbt im Alter von 3 Monaten und 23 Tagen am 22. Dezember 1838, nachmittags 4 Uhr. am Stickhusten. Bestattet in Massow am 24. Dezember 1838. Prediger Henseler. Quelle: KB Dechsel mit Massow Nr. C 16 /1838. Scan: C K Ditt 1838-282.


6

Ernstine Wilhelmine



* in Massow, 09. November 1839, nachmittag 3 Uhr, ehelich.

Vater: Ludwig Dittwald, Hausmann in Massow,

Mutter: Ernestine Wilhelmine geb. Klutt.

Taufe am 20. Nov. 1839, Prediger Gebauer. Die Paten sind:

1. Karoline Wilhelmine Schallert, 2. Amalia Peil, 3. August Jänicke,

4. Karl Ludwig Borchert, 5. Karl Wilhelm Schleusener.

Quelle: KB Dechsel, S. 375, Nr. 43 / 1839.

Scan: A E Ditt 1839-308.


7

Auguste Marie Dittwald / Dittwaldt


oo Dechsel, am

05. Januar 1866


Karl Friedrich

Grützmann,


Arbeitsmann,

Hausmann



* in Massow, 07. März 1844, abends 11 Uhr, ehelich.

Vater: Ludwig Dittwald, Hausmann in Massow,

Mutter: Ernestine Wilhelmine geb. Klutt

Taufe am 24. März 1844, Pf. Henseler. Die Taufzeugen sind:

1. Auguste Werner, 2. Wilhelmine Schallert, 3. Johann Jänicke,

4. Ludwig Borchert, 5. Ludwig Dittwald.

KB Dechsel, S. 570, Nr. 3 / 1844. Scan: A A Ditt 1844-464.


Am 5. Januar 1866 heiratet Auguste Marie Dittwaldt den Karl Friedrich Grützmann, der am 16. 12. 1840 geboren war. Der Bräutigam ist 25 Jahre alt, die Braut ist 21 und 3/4 Jahre jung. Der Vater des Bräutigams: Der verstorbene Hausmann Johann Gottlieb Grützmann in Ober-Alvensleben. Die Mutter ist nicht erwähnt. Traupfarrer: Henseler.

Quelle: KB Dechsel 1866, S 101 Nr. 1, Scan: B Grü Ditt 1866-060.


Zu ihren Kindern gehören:

1. Kind:

Bertha Maria Grützmann, * Dechsel, am Montag, den 27. Januar 1868,

vormittags um 10½ Uhr, ehelich. Taufe am 09. Februar, Henseler. Die Taufzeugen

sind: 1. Henriette Adam, 2. Auguste Wunnicke, 3. Frau Leder geb. Gliese,

4. Hausmann Johann Schäfer, 5. Kolonist Johann Schleusener.

Quelle: KB 1868, S. 248, Nr. 7. Scan: A Grü. 1868–135.


Jedoch stirbt die kleine Bertha Marie schon im Kleinkindalter von 2 Jahren /
1 Monat / 26 Tagen, in Nieder-Alvensleben am Freitag, den 25. März 1870, vormittags um 9 Uhr. Sie erlag der Infektionskrankheit „Bräune“ (Diphtherie), gegen die noch kein Kraut gewachsen, keine Impfmöglichkeit gefunden war. Bestattung am 27. März 1870 in Nieder-Alvensleben.

Quelle: KB Dechsel 1870, Nr. 9. Scan: C Grü 1870-238.


Eine weitere traurige Nachricht erreicht uns:

Im Deutsch-Französischen Krieg starb der einzige Bruder von Friedrich, der Kanonier August Hermann Grützmann, dienend in der II. Kompagnie im Artillerie-Regiment No. 3, am 02. Februar 1871 an einer Unterleibsverletzung im Feldlazarett zu St. Cyn bei Versailles. Er wurde 27 Jahre und 11 Monate alt und hinterlässt nur den Bruder.

Quelle KB Dechsel, S. 515, Zeile 15 (unnummeriert, da nicht hier gestorben).

Scan C A Grü 1871-298.


2. Kind

Bertha Elisabeth Grützmann, * Nieder-Alvensleben, am Mittwoch, den
22. November 1871, am Nachmittag 2 Uhr. Taufe: 26. Dezember 1871, Pfarrer Henseler. Die Taufzeugen sind: 1. Marie Meckelburg, 2. Kolonist Johann Schleusener, 3. Junggesell August Schleusener, 4. Hausmann Ferdinand Blei,

5. Auguste Schlack.

Quelle: KB Dechsel S. 496, Nr. 56 / 1871. Scan A B Grü 1871-287.


3. Kind

Hermann Friedrich Grützmann, * Ober-Alvensleben, am Sonntag, 30. November 1873, abends 8½ Uhr. Taufe am 21. Dezember, Pf. Henseler. Die Taufzeugen:

1. Auguste Fanselow, 2. Frau Wilhelmine Binder, 3. Kolonist Friedrich Binder.

Quelle: KB Dechsel S. 694, Nr. 4 1873. Scan A H Grü 1873-404.


8

Charlotte Luise Dittwald




* Massow, 14. September 1846, nachmittags 2 Uhr, ehelich.

Vater: Carl Ludwig Dittwald, Hausmann in Massow.

Mutter: Ernestine Wilhelmine Klutt.

Taufe am 04. Oktober 1846, Pf. Henseler. Die Taufzeugen sind:

1. Martin Schallerts Ehefrau, 2. Carl Wilhelm Schleusener,

3. Johann Giebel. Quelle: KB Dechsel, S. 650 Nr. 34 / 1846.

Scan: A C Ditt 1846-533.


Gestorben ist die kleine Charlotte Luise, die Tochter des verstorbenen Hausmanns Ludwig Dittwald zu Massow (Name der Mutter ist nicht erwähnt) am 16. Oktober 1847 in Dobberphul bei Stargard im Alter von 1 Jahr, 1 Monat und 2 Tagen. Sie hinterlässt die Mutter und 5 minorenne Geschwister. Bestattung zu Dobberphul.

Quelle: KB Dechsel (ohne Nr. da nicht in Dechsel gestorben) hinter der Nr. C 23 /1847. Scan: C C Ditt 1847-573.




Zum oben angeführten 4. Person, Henriette Amalie Dittwald, verehelichte Berger, der nun folgende Berliner Sterbeeintrag:




Sinngemäße Abschrift des Eintrags des Sterbefalls „C“ der

Henriette Amalie Berger geborene Dittwaldt

aus dem Kirchenbuch Berlin-Mitte, Sophienkirche


Ort / Jahr / Seite / lfd. Nummer: Berlin, Sophienkirche, Nr. –, Juli 1870.


Nur dieser Eintrag auf jener Seite des Kirchenbuchs trägt keine Nummer. Warum, ist bisher noch unklar. Es handelt sich jedoch offenbar nicht um ein Versehen.


Familienname und Vornamen

Berger, geborene Dittwaldt, Henriette Amalie


Aus der Altersangabe errechnetes oder belegtes Geburtsdatum


Geburtseintrag im Kirchenbuch Dechsel (für den Ort Massow): Geboren am 02. Juli 1835 und

bestätigend errechnet aus der unten stehenden Altersangabe dieses Sterbe-Eintrags.


Stand (Beruf) oder Gewerbe der Verstorbenen, Konfession


-

evangelisch

Sterbeort / Wohnort /

Tag und Stunde des Todes


Berlin, in der eigenen Wohnung des Hauses in Berlin, Invalidenstraße 92.

Gestorben am 29. Juli 1870, früh um 7 Uhr.

Alter:


35 Jahre / - Monate / 27 Tage

Ursache des Todes

(welche Krankheit, Unfall, ...)


Typhus

Die Hinterbliebenen


Henriette Amalie ist die Ehefrau des Lackierers Johannes Wilhelm Berger gewesen.

Das Ehepaar hat keine Kinder.


Die Anzeige beim Pastor oder Küster erfolgte ...


... durch den Ehemann Johannes Wilhelm Berger

Ort und Tag des Begräbnisses


Berlin, am 01. August 1870, auf dem Sophienkirchhof

(S II) eingekircht.

Name des Predigers / Pastors



Notizen im Kirchenbuch, wie Nachträge, Randbemerkungen



Anmerkungen des Abschreibenden: Schulze-Scan: C H Berg Ditt 1870-401

Sinngemäße Abschrift: Chris Janecke.


Die Eltern der Henriette Amalie Berger geborene Dittwald sind:

Carl Ludwig Dittwald. * Dechsel bei Landsberg, 13. April 1801, † Massow, 05. Mai 1847.

Ernestine Wilhelmine Klutt. * Blockwinkel, 27. Sept. 1801, † Jahnsfelde, 27. Sept. 1848.





Einige Informationen zu den genannten Orten

- Aus dem Bericht über meinen Fahrradausflug vom Juli 1999 -


Dechsel

Dechsel ist ein Straßenangerdorf, 8 km südöstlich von Landsberg. Der Ort bestand bereits vor 1316. Bezeichnungen: 1345 „Dessen“, damals bereits ein wüst gewordener Ort.

1452: als „Deszen“ (wiederbelebt).

Dechsel hatte im 30-jährigen Krieg (1618–1648) wegen seiner „günstigen Lage“ an der großen Straße von Landsberg nach Schwerin sehr unter Plünderungen zu leiden.

1749 erbaute man auf dem Dorfanger ein Fachwerkkirchlein. Die heutige Kirche wurde im Jahre 1892 errichtet. Kirchenbücher sind ab 1812 erhalten.

Im Jahre 1909 lebten in Dechsel in den 147 Wohnhäusern 200 Familien und 12 Einzel-Personen. Von den 975 Einwohnern waren 46% männlich und 54% weiblich. Eine Familie bestand im Durchschnitt aus fünf Personen. Die Gemarkung umfasst 1.432 Hektar (1 ha = 10.000 qm / m²).

Aus Richtung Landsberg kommend steht linker Hand am Anger das Gebäude der Gemeindeverwaltung und auf dem kleinen Anger, wie auf einer Verkehrsinsel, die Kirche. Viel zu unruhig scheint dieser Standort heute zu sein.

Auf dem Kirchengelände befindet sich ein massiver Steinsockel. Ich denke, dieser wird einst (bis 1945) ein Denkmal getragen haben – vielleicht „für unsere gefallenen Soldaten 1914–1918“.

Heute (im Jahr 1999) steht auf diesem schweren Fels ein leichter Glasbehälter als Wetterschutz für eine bunte Mariengestalt – zu Ehren der Mutter Jesu Christi.

Im Ort finden wir (wie überall) Bausubstanz recht unterschiedlichen Alters. Es gehören dazu Kolonistenhäuser aus der Zeit von König Friedrich II, des Großen. Diese sind aber oft „baulich überformt“, also verändert, erweitert, modernisiert. An jüngeren Bauten findet man häufig die typisch polnischen Würfelhäuser, mit einem Flachdach versehen.

Aus Landsberg kommend, biege ich in Dechsel mit dem Fahrrad noch vor der Kirche nach Süden (rechts) ab und überquere die Bahnlinie Landsberg - Schwerin. Rechter Hand steht der Bahnhof einsam in der Sonnenglut. Er macht einen verlassenen Eindruck. Gras wächst auf dem Bahnsteig und im Gleiskörper. Nur das Durchgangsgleis für den Fernverkehr zeigt blank gerollte Schienenköpfe.


Massow

Kurz hinter dem Bahnhof Dechsel, führt eine kurze, schnurgerade, herrlich ruhige Ortsverbindungsstraße nach Massow. Diese ist wie ein Gewölbe mit Ahorn- und Pappeln überkront und grün beschattet. Ich rolle also durch ein grünes Gewölbe.

Das Dorf wurde 1770 gegründet und nach dem Minister Massow benannt. Zur Zeit der Gründung wohnten hier auf 32 Grundstücken, 32 Familien. Jeder Familie wurde ein Haus, ein Stall und fünf Morgen Ackerland zugemessen, das sind etwa 12.500 m² oder eine Fläche von beispielsweise ungefähr 112 x 112 m). Die Gesamtfläche des kleinen Ortes betrug 43 Hektar (das sind 172 Morgen oder 430.000 m²).

Im Jahre 1770 hat hier wohl noch keine unserer Familien Dittwald gelebt. (Quelle: Einwohnerverzeichnis in „Der Neumärker“ – Blätter für neumärkische Familienkunde, Mitteilungen des Vereins für die Geschichte der Neumark, Band 3, 1943.)

Massow besitzt keine eigene Kirche. Das Dorf gehört zum Kirchspiel Dechsel. Das zuständige Standesamt wurde dort in Dechsel im Herbst 1874 eingerichtet.

1909 hatte Massow 31 Wohnhäuser. In diesen lebten 34 Familien und 2 Alleinstehende. Von den 144 Einwohnern waren 47% männlich und 53% weiblich. Eine Familie bestand im Durchschnitt aus vier Personen.

Auf meiner alten Landkarte sehe ich noch die Dörfer Nieder-Alvensleben und Massow dicht beieinander liegen. Beide wurden im Jahre 1929 unter dem Ortsnamen Massow zusammengefasst (seit 1945 „Maszewo“). Auch mit dieser Zusammenlegung erreichte der neue Ort keine wesentliche Größe. Massow bietet einen beschaulichen Anblick. Sandwege verbinden die übersichtliche Anzahl von Häusern miteinander. Diese Siedlung umrollt man mit dem Fahrrad auf einem Sandweg-Rundkurs in wenigen Minuten.


Eulam

Eine Asphaltstraße und mehrere Sandwege und führen in das Haufendorf mit länglichem Dorfanger, auf dem die Kirche steht. Die Dorfstraße führt direkt zum Anger. Himmlische Ruhe.

Auch Eulam ist ein altes Dorf. Bereits für das Jahr 1316 ist nachgewiesen, dass Markgraf Ludwig der Ältere „dat Dorp Ulem“ der Stadt Landsberg übereignete.

Im Jahre 1909 hatte Eulam 65 Wohnhäuser. In jenen lebten 74 Familien und fünf Einzelpersonen. Von den 387 Einwohnern waren 51% männlich und 49 % weiblich. Die durchschnittliche Familienstärke betrug fünf Personen. Die Gemarkung umfasste 839 Hektar.

Die Grundstücke des Dorfes vermitteln einen gepflegten Eindruck.

Der elegant wirkende Kirchturm stammt aus dem Jahr 1747. Die Glocke im Kirchturm besitzt einen Durchmesser von 88 cm. Sie wurde schon im Jahre 1701 in Berlin von Johann J. Schultz gegossen. Das Kirchenschiff jedoch wurde von 1874–1876 neu erbaut und löste die Fachwerkkirche von 1678 ab.

Am Dorfausgang von Eulam geht die Asphaltstraße in einen trockenen, staubigen Sandweg über – seit Wochen hat es nicht geregnet (Notiz vom Juli 1999). Die Fahrt zurück nach Landsberg geht über Egloffstein / Lagodzin und die Siedlung Rosswiese.


Da der Tag so recht ausgefüllt sein soll, entschließe ich mich, von Landsberg dann in nordöstlicher Richtung über Lorenzdorf nach Jahnsfelde zu fahren.


Jahnsfelde

Verlief meine bisherige Tour durch die Ebene auf der Höhe von etwa 20 m über Normal Null, so geht es zu meinem letzten Tagesziel fast ständig bergauf. 4 km hinter Lorenzdorf erreiche ich die Höhe von 90 m über NN und meinen Zielort Jahnsfelde. Im Ortszentrum der leicht erhöhte Kirchplatz. Diese Kirche ist allerdings nicht nutzbar – heute von Verfallserscheinungen gekennzeichnet. Der Turm ist provisorisch gestützt, eingerüstet. Errichtet wurde das Gotteshaus in den Jahren 1733–1735. Neben der Kirche liegt der Gutspark mit einem riesigen aber leeren Speichergebäude am Rande. Das ehemalige Gutshaus aber wurde offenbar abgerissen.

Den Ort nannte man bereits um 1337 „Jansfelde“. Lehnsherren waren die v. Wulkow. Das Dorf hatte eine Größe von 64 Hufen.

1499 bestanden 2 Rittersitze in „Gansfeld“. Besitzer waren zu jener Zeit: Strauß zu Stolzenberg und Wermsfelde sowie Herr v. Rülicke zu Zantoch. 1608: Besitz waren die v. Platow. 1717 gehörte der Grundsitz derer v. Schöning und 1844 dem Grafen von Schulenburg-Lieberose.

1909 hatte Jahnsfelde 38 Wohnhäuser. In jenen lebten 51 Familien und sechs Alleinstehende. Von den 254 Einwohnern waren 52% männlich und 49% weiblich. Eine Familie bestand im Durchschnitt aus fünf Personen. Die Feldflur von Jahnsfelde umfasst 408 Hektar.

Bei meinem Besuch ist die Umgebung von Jahnsfelde von reifem Getreide auf den leicht geneigten Hängen gekennzeichnet, das goldgelb in der Sonne leuchtet.




- Ende -