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Carl Georg Wilhelm Weltzer
25. März 1813 - 27. Juli 1889
Lebensorte: Muskau(?) - Potsdam - Bornstaedt und Nowawes, Mark Brandenburg, Preußen
seine erste Ehefrau:
Christine Friederike Michel
01. August 1818 - 06. Oktober 1857
Lebensort: Potsdam
sowie seine zweite Ehefrau:
Caroline Marie Bertha Sommer
08. Oktober 1833 - nach 1900
Lebensorte: Potsdam - Bornstaedt und Nowawes (seit 1939: Potsdam-Babelsberg) - Werder an der Havel
und Hinweise
zu den Kindern dieser Ehepaare
„Ein Leben voller Arbeit, Unrast, großen Betrübnissen
und vielen kleinen Freuden“
Einige Jahrbuchaufzeichnungen
aus der Reihe zur Familienforschung und Heimatgeschichte
Autor und Kontaktpartner für Fragen, Meinungen oder Hinweise: Christoph Janecke, Stand 09 /09.
E-Mail: christoph@janecke.name
Bei den oben Genannten handelt es sich um Vorfahren des Autors (Urgroßtante Sommer und ihre Familie). Wenn du Interesse hast, mehr darüber zu lesen, was sich in dieser Zeit im Leben der Menschen abspielte, so sieh’ bitte auch in die Dokumentationen „Zeitgeschichte“ und „Zeitgenossen“. Zu dem hier vorliegenden Text bestehen auch zahlreiche Bilder, Fotos und Dokumente. Die hier gezeigten Ergebnisse bedeuten noch keinen Abschluss der Forschung.
Eine tabellarische Zusammenstellung über die Personen und die Wohnanschriften befindet sich am Ende des Dokuments, ebenso wie eine Übersetzung der alten Straßennamen in die des Jahres 2009 üblichen.
Wenn uns der Gegenstand für eine Erinnerung verloren geht, so wird auch bald das Erinnerungsvermögen verloren sein. Holen wir den Gegenstand zurück. Bewahren wir Kenntnisse aus dem Leben unserer Vorfahren.
Worte, im Jahre 1843 an euch Leser gerichtet.
Ich möchte mich euch gerne kurz vorstellen, da ich euch den wesentlichen Teil dieser Geschichte erzählen werde. Ich heiße Caroline Maria Bertha Sommer, werde aber immer Marie gerufen. Ich bin jetzt 10 Jahre alt und wohne in Potsdam, am kleinen Ziegenmarkt, das ist gleich hinter dem Rathaus und der Nikolaikirche, also beinahe auch am großen Markt. mit dem Königsschloss. Zum Wasser, unser Fluss heißt Havel, ist es nur einen Katzensprung, für mich also, sind es wenige Hüpfer. Na ja, einen Umweg muss ein Fremder schon machen, denn es besteht eine geschlossene Straßenzeile und die Grundstücke reichen bis zum Wasser. Ich aber habe da meine Bekannten und guten Zutritt.
In unserer Familie bin ich das größte Mädchen, habe nur noch einen größeren Bruder, den Fritz, aber drei kleinere Brüder, Franz, Emil und Albert.
Meine Eltern sind der Schuhmachermeister Johann Friedrich Sommer und Caroline Wilhelmine Charlotte Sommer, eine geborene Keilbach.
Wenn ich euch etwas aus vergangenen Zeiten erzähle, dann wisst ihr ja, das ich es auch nur aus den Berichten der Großen kenne und nicht selbst bewusst miterlebt habe - aber ich will es trotzdem versuchen. Sollte ich etwas erzählen, was ihr nicht ganz versteht, - fragt nur noch einmal danach. Insgesamt werde ich aber nur Ereignisse erzählen, wie sie in jeder Familie vorkommen: Geburt mit Taufe, Trauungen und die Sterbefälle zusammenfassen. Es sind also nur kurz gefasste familienkundliche Nachrichten, die für einen Außenstehenden eher langweilig wirken werden. Andererseits meine ich: Wenn später doch mal einer an uns denkt oder etwas über uns wissen möchte, kann er hier zumindest auf einige wenige Angaben zurück greifen.
Allerdings werde ich in meinen Notizen nur mehr auf die Geschwister und nur meine Kinder eingehen, denn all die vielen Kinder und später die Enkel meiner zahlreichen Geschwister aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Es wären schnell über hundert Menschen. Was in der Politik passierte, welcher Klatsch und Tratsch die Straßen herauf und hinunter eilt, welche Kriege geführt werden, wer welche neuen Erfindungen macht, das lest ihr besser in den Intelligenzblättern und Wochenschriften - oder später in den Geschichtsbüchern. oder eben hier auf dieser Internetseite unter Zeitgeschichte und Zeitgenossen. Genug nun aber mit der Vorrede.
Eine Rückschau:
1830
Am 19. Juli 1830 haben meine Eltern in der Hof- und Garnisonkirche, an der Plantage, geheiratet.
1831
Den 13. November wurde mein großer Bruder Fritz geboren.
Es war zu der Zeit, als hier viele Leute an der Cholera starben und die Königskinder deshalb im Schloss eingesperrt waren, damit die Krankheit sie nicht findet und erwischt. Bei Sommers aber ging alles gut. Tisch und Fußboden sauber gehalten und mit Essigwasser gescheuert und so was Helfendes. In Potsdam leben jetzt 23.758 Menschen.
1833
So, jetzt komme ich erst richtig an die Reihe: Durst auf Muttis Milch hatte ich nach meinem ersten, kräftigen Schrei am 8. Oktober 1833.
1835
Wir wohnen, das hätte ich beinahe vergessen, in einem der schönen Häuser der vier Holländischen Carrés, in der Kreuzstraße, also zwischen der Nauenschen Communikation und der Junkerstraße am Bassin. Eine schöne Wohnstraße mit hübschen kleinen Hofgärten zu jedem Hause. Diese Häuser sind inzwischen schon 100 Jahre alt. Bis ich das erreichen werden, vergeht zum Glück noch eine lange, gewiss erlebnisreiche Zeit.
Hier wird am 07. Dezember mein Brüderchen Gottfried Franz Simon geboren. Wir haben uns schon alle auf das 3. Kind in unserer Familie gefreut. Aber er ist schwach und braucht viel Pflege.
Eine Woche später, am 13. Dezember stirbt unser Geschwisterbaby.
Ich kann natürlich noch nicht wissen, dass es insgesamt 11 Kinder sein werden aber ich hoffe schon jetzt sehr, dass so etwas schlimmes nicht noch einmal vorkommen soll. Nun, 9 von ihnen werden das Erwachsenenalter erreichen.
1836
Muttis Bauch rundet sich wieder. Es ist ein Ersatzbaby im Wachsen.
1837
Unsere Familie zieht einmal um die Ecke, in die Mittelstraße. Wir bleiben also im Viertel und deshalb ist es auch wieder ein Holländerhaus, nur ein etwas anderes Hier kommt mehr Sonne in die Fenster im Erdgeschoss, denn in der Straße stehen keine Bäume aber dafür sind Vorgärtchen vor den Häusern angelegt.
Heute, am 02. Februar, hat Mutti unser nächstes Baby geboren. Es ist aber nicht nur ein Ersatz, sondern recht niedlich, alles dran und Franz soll er heißen. Es hätte auch ruhig ein Mädchen werden können - aber, man muss ja nehmen, was man bekommt.
1839
Die Eltern ziehen mit uns erneut um. Nun richten wir fix wieder eine Wohnung in der Kreuzstraße ein.
Am 30. August 1839 wird dort unser Bruder Emil geboren. Emil Sommer. Das passt nun mal schön zu dieser vollreifen, ernteschweren Jahreszeit.
1840
Für mich ist es an der Zeit, ab Ostern die Schule zu besuchen. In Potsdam haben 26.936 Menschen ihr Zuhause.
1842
Am 12. Januar wird Albert geboren. Dringend Zeit wäre es mal wieder für ein Mädchen. Oder lieber für eine Pause, sonst müssen wir mit unserem bisschen Hab und Gut schon wieder umziehen.
So, jetzt sind wir in der Zeit, von der an ich euch alles Neue alles aus der eigenen lebhaften Erinnerung berichten kann. Ich fasse mich dabei kurz, sonst komme ich vom Hundertsten zum Tausendsten.
1843
Na gut, es klappt wieder beides. Sowohl ein wieder verbessernder Umzug, als auch das nächste Kind. Ich bin ja nun 10 Jahre alt und muss schon tüchtig mit zufassen Wir ziehen nämlich wie ich eingangs schon erwähnte, zum Blücherplatz No. 7. Und hier wird das nächste Geschwisterchen geboren - und auch mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen - ich bin nicht mehr „alleine“ unter Jungens. Es ist eine Auguste, Anna Auguste Wilhelmine, die am 10. Dezember das erste Mal in diese Welt guckt. Allerdings hat sie s nicht gleich so sommerlich schön, denn um die Ecken der Häuser fegt ein kalter Wind.
Doch damit nicht genug:
1846
In diesem Jahr wird Paul Sommer geboren. Am 19. Juni, in wieder lieblicher Zeit.
Und wir sind nicht umgezogen.
1848
Alles bangt und redet von Revolution, von Umsturz, mehr Freiheiten. Leute werden verhaftet. Flugblätter von Hand zu Hand gereicht. In unserer „kleinen Welt“ geht e ruhig und friedlich zu. Am 20. Juni wird Martha Adelheid geboren. Schwupp - acht Jahre vorbei. Zu Michaelis werde ich nach der Konfirmation aus der Schule entlassen.
1849
Im Hause Kirchstraße 3 leben folgende Familien: 1. Sommer, Schuhmachermeister, 2. Müller, Anstreicher und Gehrmann, Witwe.
1850
Unsere Eltern verlassen mit uns die Beamten- und Soldatenstadt Potsdam und begeben uns in das benachbarte Nowawes. In die Arbeiterstadt. Die nun auch gerade erst vor 100 Jahren zu entstehen begann, in der überwiegend Weber und Spinner aus verschiedenen Ländern herzogen. Und jetzt wir dazwischen. Na ja, auch die armen Tuchhersteller brauchen schließlich auch Schuhe.
Wir beziehen eine Wohnung in einem solchen Weberhaus, in der Priesterstraße 69. Vor dem Haus, wie die ganze Straße eine Bleichwiese für die fertigen Tuche. Wenn wir nach vorn zu Straße aus dem Hause schauen ist über dem Dach des gegenüberstehenden Hauses gut der Turm der Friedrichskirche zu erblicken. Unserem Haus fast genau gegenüber steht das alte Böhmische Schulhaus für die Kinder der damals eingewanderten Bewohner, die ja verschiedene Sprachen (hauptsächlich böhmisch aber auch verschiedene Mundarten im Deutschen sprachen).
In diesem Hause nun, wird am 12. September 1850 unsere Schwester Bertha geboren. Ihm folgt im Jahre
1853
Am 21. März 53 das Brüderchen Carl August. Aber er wird diese Erde nach 10 Tagen wieder verlassen - von uns zu Grabe begleitet.
Ich bin nun inzwischen schon 20 Jahre alt und versuche, es mit einem gewissen Mut zu tragen. Im kommenden Jahr werde ich bereits großjährig.
1855
Potsdam wird immer größer. Nun hat die Stadt schon 31.939 Einwohner.
1856
Umzug, wieder zurück nach Potsdam. Wir wohnen jetzt in der Grünstraße 9. Das Haus wurde zur Zeit des Soldatenkönigs gebaut. Wenn man von der Straße „Am Canal“ über die Grüne Brücke geht, steht es auf der rechten Straßenseite, dort wo die Straße einen leichten Knick beschreibt und nach links die Yorkstraße abbiegt.
1857
Lange des Bleibens wird es für uns hier jedoch nicht sein, denn wir ziehen für rund 2 1/2 Jahre in die Französische Straße 21, ein prächtiges Haus mit großen steinernen Schmuckvasen über der Dachtraufe.
1858 - Ich bin jetzt 25 Jahre jung
Ach, ich weiß gar nicht mehr genau, was ich tun soll. Ich wohnte anfangs des Jahres in einige Zeit in Berlin, nun bin ich zurück gekehrt Es hat ja auch alles seine Gründe. In unserer Nachbarschaft, in der Kriewitzstraße 3 wohnt die Familie Weltzer. Der Vater, Carl, ist Maurerpolier und Besitzer dieses Hauses. Im vorigen Jahr, am 06. Oktober, starb ihm seine Frau, die Familienmutter Christine Friederike, eine geborene Michel mit 39 Jahren. Im Jahre 1837 hatten sie geheiratet. (Ihr Vater ist der Büchsenmacher Michel aus der Gewehrfabrikation). Seither steht er mit den sieben Kindern alleine da und hat nur eine Haushaltshilfe, weil er ja tagsüber auf dem Bau ist, Geld verdienen muss und sich nicht um die Kinder kümmern kann. Die jüngste Tochter ist gerade vier Jahre alt, die älteste nur 4 1/2 Jahre jünger als ich. Der Herr Carl ist schon 45 Jahre alt und sein Haar wird ein wenig schütter. Er ist wettergegerbt, bartstoppelig, hat große, knochige, rauhe Hände, ausgearbeitet von der Maurertätigkeit und ist im Wesen wohl etwas bestimmend.
Eine kleine Zeit ist ins Land gegangen. Wir haben uns ein bisschen kennen gelernt und ich bin „seelisch auf dem Wege“, - komme wie es wolle, die Mutterstelle bei seinen Kindern zu übernehmen, mich auch seiner anzunehmen. Wenn er es will. Aus meiner Familie ist mir ein solch schweres Los ja nicht unbekannt, denn auch mein Vater und seine Geschwister verloren ja als Kinder in Buckow die Eltern und waren Vollwaisen. Meine Eltern haben ihre Bedenken, weil es ja für mich ein ganz anderer Lebenskreis mit ganz anderen Belastungen sein würde und mit einem 20 Jahre älteren Mann. Nun, ganz anders? Schließlich habe ich auch eine ganze Schar jüngerer Geschwister - macht's da 'was aus?
1859
Kurz gesagt - ich habe mich also entschieden: Am 27. März 1859 findet die Hochzeit statt und ich ziehe zur Kriewitzstraße 3. Der Carl war froh darüber.
Was habe ich da außer dem Mann und der für mich neuen Wohnung denn da so mit geheiratet?
An Weltzer-Kindern sind bereits vorhanden:
1. Marie Elisabeth geb. 29. März 1838, vormittags 11 Uhr. Zart gegliedert ein fein geschnittenes Gesicht, schon eine junge Frau, 20 Jahre jung.
2. Friederike Christine, geb. 27. Nov. 1839, abends 11 Uhr.
3. Carl Wilhelm, geb. 19. Sept. 1841,
4. Clara Ida Emma, geb. 27. April 1845,
5. Emma, geb. 19. Aug. 1847,
6. Eleonore, geb. am 07. Oktober 1850 und
7. Amalie, geb. 19. September 1854
Es sind also viele. Um weitere brauche ich mich eigentlich nicht kümmern, denke ich. Der Carl hat da schon zeitig reichlich vorgesorgt. und ich bin über alle Maßen ausgelastet.
(Das Haus steht unter gerichtlicher Verwaltung No. 7 / 207 / 1859, Weltzer, Wien). Was das so genau bedeutet, weiß ich nicht.
Ein halbes Jahr später, am 03. Oktober ziehen meine Eltern in das Nachbarhaus, zur Kriewitzstraße 4.
Damit es nur nicht zu wenig verzwickt wird. Ebenfalls in diesem Jahr heiratet mein großer Bruder Friedrich, meine (aus der Ehe Weltzer oo Michel stammende) älteste Stieftochter Marie Elisabeth Weltzer., die ich bereits oben erwähnte.
So ganz einfach war für alle und somit auch für mich, in diesem Jahr die große Umstellung seelisch, als auch körperlich wahrlich nicht. Und neue, auch freudige Belastungen bleiben ja nicht aus...
1860
Ab dem 10. Januar arbeitet und wohnt Carls größte, die Marie bei v. Fensky. Sie ist nun 22 Jahre alt.
... das achte Kind in unserer Familie, also nun mein erstes eigenes ist da. Am 30. Januar. Sie bekommt die Namen Auguste Marie Bertha, hat erst mal schon (vom Namen her), 2/3 von mir.
Sohn Carl Wilhelm (geb. 19.09.41) geht als Seidenwirkergeselle in die Schusterstraße 5 zu Leuschner. Und Clara lebt im 2. Halbjahr 1860 bei ihrem Paten Wieprecht, nebenan in der Kriewitz gasse No.5.
1861
Unser neuntes / mein zweites Kind,ist wieder ein Mädelchen. Am 23. Oktober 61 kommt Anna Rosalie zur Welt.
1862
1863
1864
Nun hat Carl die Möglichkeit, endlich etwas von seinem Namen an einen der „Stammhalter“ weiterzugeben. Am 12. Mai 64 werde ich von Georg Friedrich Oskar entbunden. Ob er einst tatsächlich ein Landmann werden wird, liegt dann nicht mehr allein in unseren Händen. Er ist unser zehntes, mein drittes Kind.
Mein Bruder Franz (geb. 1837) wohnt jetzt in der Kaiserstraße 5, bei (Witwe) Jebens. Bald jedoch, am 27. Oktober, wechselt er zu Buchholz, Am Canal 60.
Mein Bruder Albert Sommer (geb. 1842) kommt am 07. September vom Ersatzbataillon in Prenzlau auf Urlaub, zur Kriewitzstraße 4 - mit einem Urlaubsgruß
Den 16. Oktober heiratet mein Bruder Emil, der nun schon eine Reihe von Jahren als Zigarren-Hersteller tätig ist, die Karoline Lier / Bier und gerade nun an diesem Hochzeitstage muss Albert wieder in die Kaserne nach Prenzlau reisen.
Der Zigarrenmacher Emil Sommer, geboren in Potsdam am 30. August 1839,
wohnte bisher in der Kriewitzstraße 3 bei den Eltern.
Er zieht am 10. Oktober 1864 zur Kiezstraße 27 (die erste eigene Wohnung, weil er Auguste Lier geheiratet hat.
Mit ihm, das heißt, schon am 05. Oktober, zieht seine Ehefrau Auguste, geborene Lier, geboren in Potsdam am 04. März 1837, in die Kiezstraße 27. Sie wohnte bisher in der Brandenburger Straße 36 (bei ... zur Untermiete).Quelle: Stadtarchiv Potsdam, Melderegister, MR – 25 5 4, Film 1053
1865
Am 26. 10 65 muss Bruder Albert schon wieder in die Kaserne in Prenzlau zum 64. Infanterie-Regiment einrücken.
Bruder Franz wohnte bisher bei Buchholz ,Am Canal 60 , zur Untermiete aber am 06. November zieht er zur Kriewitzstraße 4.
1866
Das Ehepaar Emil Sommer und Auguste geb. Lier zieht am 01. April 1866 von der Kiezstraße 27 in die Brandenburger Straße 20.Quelle: Stadtarchiv Potsdam, Melderegister, MR – 25 % 4, Film 1053
Emma (geb. 19.08.47) ist jetzt bei Dr. Unger tätig, Am Canal 49 wohnt sie.
Wir Schwestern wachsen ja um die Wette. Zumindest, was den Umfang der Bäuche angeht. Da bin ich ja schon „eine alte Häsin“ und kann sie eifrig beraten. Sie ist allerdings noch nicht verheiratet, was die Eltern natürlich betrübt.
Meine Schwester Auguste , sie ist nicht verheiratet, bekam am 01. Oktober in der Kiezstraße 4, mit 22 Jahren ihr erstes Kind, das Hedwig Antonie heißt. Ich hinke etwas hinterher. Am 13. Oktober 66 bekomme ich unser Mädchen aber es ist schwach - nach zwei Tagen stirbt es des Morgens um 6 Uhr.
(Anmerkung: Über diese Kinder gibt es keine näheren Angaben für uns, wie Pfarrer, Taufpaten usw. , weil diese Jahrgänge am Ende des Zweiten Weltkrieges in der Nacht vom 14. zum 15. April 1945 verbrannten).
Für eine zeitlang ist Auguste Amme in Bochow. Zu ihrem Geburtstag kommt sie zurück nach Potsdam und wohnt dann ab 03. Dezember einige Tage bei Frau Heisel, in der Leipziger Straße No. 8. Am 10. Dezember , ihrem Geburtstage, kehrt sie zu den Eltern in die Kriewitzstr. 4 zurück. Mit Herrn Surau wird sie ab 1870 eine Familie bilden.
Das königlich polizeiliche Melderegister weist aus, dass der Seidenwirkergeselle Carl Wilhelm
Weltzer, 25 Jahre alt, sich selbst, ohne das Wissen seines Vaters, zu einer Fahrt nach Brandenburg abgemeldet hat.
1867
Seidenwirker Carl Wilhelm Weltzer kommt am 14.04.67 mit Reisegruß aus Brandenburg und meldet sich am 29.05. mit Reisepass nach Berlin ab - so die polizeiamtlichen Feststellungen.
Bruder Franz zieht am 22. Mai von der Kriewitzstraße 4, zur Waisenstraße 70.
Mein Bruder Albert Sommer kommt am 27. Juli vom 64. Ersatzbataillon aus Prenzlau zurück in die Kriewitzstraße 4 und zieht am 19. August in die Schwertfegerstraße 13.
Den 13. Dezember 67 - unser 12./5. Kind. In der Taufe bei Prediger Persius, am 12. Januar 68, erhält es die Namen Agathe Therese Franzisca.
1868
Marie, die Größte wohnt nun am Alten Markt 3 bei Sommers.
1869
Emma (geb. 19.08. 47) wohnt jetzt am Wilhelmplatz No. 18.
Clara Emma Ida (geb. 24. 04. 1845) heiratet mit 24 Lenzen den Herrn Schultz und zieht mit ihm in die Hohewegstraße 7.
1870
1871
Meine kleine Schwester Martha Sommer heiratet den Gürtler Schulz. Sie leben in dem Holländerhaus Potsdam, Mittelstraße 12. Und gleich noch eine Heirat am 09. Juli. Diesmal ist es meine jüngste Schwester, die 1850 geboren wurde. Sie heiratet in der Heiligengeistkirche mit 20 Jahren, den 23jährigen Schneidermeister Rudolph Mahnkopf und beziehen eine Wohnung in der Burgstraße 45.
Mein Bruder Albert hat die letzten drei Kriege 64, 66 und 70 / 71 mitmachen müssen und ist zum Glück heil wieder heimgekehrt.
Bei uns wieder Kummer. Über neun Monate ging ich mit Max Oskar Fritz schwanger. Sechs Tage, nachdem ich ihn am 09. Februar geboren hatte, ging er wieder von uns und in den Schoß der großen Allmutter Erde.
1872
Mein Bruder Albert Sommer, (geb. 1842), Schuhmacher heiratet Luise Kunkel.
1873
In diesem Jahr wird mein Sohn Friedrich am 28. Januar geboren. Nun haben wir in unserer Familie einen „Gleichstand“. Sieben ältere Kinder aus Carls erster Ehe und zusätzlich sieben, die ich selber geboren habe. Die Wohnung war in den vergangenen Jahren ganz schön ausgelastet. Aber die Kinder gingen ja auch nach und nach aus dem Hause. Am 1. März wird er in der Heiligengeistkirche getauft. Die Paten sind Helene Dohme, Tochter des Kaufmanns Dohme, der seinen Laden in der Humboldtstraße 5, im Palast Barberini hat, Herr Siebach, unser Bäckermeister aus der Mammonstraße No. 13 und Herr Elbers der Kürschnermeister und Pelzhändler aus der Brandenburger Straße 54.
Am 30. Sept.1873 heiratet mein Bruder Franz, (geboren 1838) der inzwischen schon 36 Jahre alt ist, die Hebamme Auguste Schwaiger, die in ihrer 1. Ehe in Trebbin lebte und von dort drei Kinder mit in die neue Ehe bringt.
Clara, die dritte aus Carl erster Ehe wohnt inzwischen bei Witwe Stößel, Am Alten Markt 4.
1874
Unsere Tochter Auguste (geb. 30.01.1860) lernt jetzt Schneiderin.
1875
Mein Bruder, der Schuhmachermeister Paul Sommer, heiratet in der Heiligengeistkirche Bertha Thron, die nur Pauline genannt wird und die, wie er, 1846 geboren wurde. Sie ist die Tochter des gleichnamigen Schuhmachermeisters, der seine Werkstatt in der Hoditzstraße 19 betreibt.
1876
Am 02. Oktober ziehen wir nach Bornstädt, Nedlitzer Str. 3 (siehe polizeil. Melderegister. Standesamt schreibt: No. 11).
1877 Carl ist 64 Jahre alt - ich bin 44.
Weihnachten zieht in die neue Wohnung, Bornstaedt, Nedlitzer Straße No. 11 ein. Am 24. Dezember bekommen wir unser persönliches Christkind, am Abend um 10 1/2 Uhr. Er wird in der Taufe die Namen Richard Max Alfred erhalten. Wird es unser letztes Kind sein? Es ist das 15 / 8!
1882
In der Nowaweser Lindenstraße 8, endet heute am Sonntag, den 17. Dezember 1882 gegen 2 Uhr morgens das Leben meines Vaters, Johann Friedrich Sommer, der am 30. Dezember 1800 in Buckow geboren war, im Alter von fast 82 Jahren. Am 20. Dezember wird er auf dem Friedhof der Friedrichskirchengemeinde bestattet. Herr Pf. Koller hält die Traueransprache.(Sterbereg. Standesamt Nowawes 177 / 1882. Er hatte meine Mutter Caroline Keilbach am 19. Juli 1830 in der Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam geheiratet. Sie waren ein Luisenbrautpaar.
1878
Mein Sohn Georg Friedrich Oscar (geb. 12. Mai 1864) erlernt jetzt den Beruf eines Zimmermanns.
1884
Am 02. April ziehen wir zur Mühlenstraße 2. Es ist ein Kolonistenhaus, wenige Schritte vom Waisenfriedhof entfernt; ebenso wenige Meter nur bis zum Schlosspark Babelsberg, der uns schräg gegenüber liegt.
Sohn Friedrich (geb. am 28.01.73) bekommt eine Lehrstelle als Maler Da kann ihm sein neun Jahre älterer Bruder Georg noch einige Kniffe beibringen.
1886
Unser Sohn Georg, nicht Landmann, sondern ein Maler ist aus ihm geworden, hält sich zur Zeit n Bamberg auf. Im Spätherbst jedoch muss er zum Militärdienst nach Brandenburg zum 35. Regiment.
In den Folgejahren, zwischen 1886 und 1890 werde ich nacheinander, manchmal auch zeitgleich neun kleine Waisenkinder aus dem Kinderheim Berlin, Alte Jakobstraße 33, für bestimmte Zeit hier haben. Sie sind für den Waisenhausbetrieb zu schwach und benötigen ein Nest, eine einzelne Pflege, einen Urlaub zur Erholung. Trotz aller Pflegebemühungen wird zwei von ihnen bei mir in der Wohnung das Lebenslichtlein ausgeblasen.
1889 - Carl ist 76 Jahre, ich bin 56 Jahre alt.
Es stirbt mein Ehemann, der Maurerpolier und Bauunternehmer, Carl Georg Wilhelm Weltzer in Nowawes am 27. Juli 1889, gegen 8 Uhr. Am 30. Juli wurde er in der Mittelstraße zu Grabe getragen (KB. Nr. 132 / 89 und Polizeiliches Melderegister Nowawes Nr. 184, Film 138 / 1200, Bild 417).
1890
Wir bleiben hier nicht länger und ziehen in eben solch ein Kolonistenhaus - aber nun am anderen Ende der Lindenstraße, in die No. 4a. Sohn Georg (2? Jahre alt) ist nun auch endlich von Preußens (vom Militärdienst) zurück und zieht erst mal zu uns.
1891
Am 01. Juli ziehen wir um in die Priesterstraße 9.
1892
Ja, der Kreis unsere Familie der sich vor wenigen Jahrzehnten stets weiter ausdehnte, schrumpft nun wieder langsam zusammen.
Mein Onkel, der Bruder meines Vaters, Carl August Sommer, der am 18. 12.1803 in Buckow geboren wurde und genauso wie seine Geschwister im zeitigen Frühjahr 1809 Vollwaise wurde, besucht uns heute am 17. Oktober. D.h. Er kommt geradewegs aus Gerresheim bei Düsseldorf am Rhein, müde, schwach und krank und möchte gerne bei mir und den Kindern bleiben. Hm.
Heute, am 15. November, vor 2 Uhr am Nachmittag, knapp einen Monat nach seiner Ankunft bei uns, stirbt Carl Sommer hier bei uns in der Priesterstraße 9. Er erreichte das Lebensalter von fast 89 Jahren. Von Beruf war er Müllermeister / Mühlenbauer, bevor er Caroline Emilie Henriette Keyling heiratete, die zu Reppen in der Neumark verstarb. Er hat noch einen großjährigen Sohn - .
Am 18. November geleiteten wir Onkel Carl zu seiner letzten Ruhe.
1896
In der Lindenstraße 44, im Kreise der Familie meines älteren Bruders, stirbt meine Mutter Caroline, geb. Keilbach, (geb. in Potsdam am 24. Februar 1809) am Donnerstag, den 10. September 96, am Abend gegen 10 Uhr.
1906
Am 10. Februar 1906 stirbt meine älteste Stieftochter Marie Elisabeth Sommer, geborene Weltzer (sie war am 29. März 1838 geboren), in der Nowaweser Mittelstraße 9 um 1/2 4 Uhr in der Frühe Am 13. Februar wird sie auf dem Neuen Friedhof (Goethestraße) wieder der Erde zurück gegeben. Sie ist die Frau meines älteren Bruders Karl Johann Friedrich Sommer und hinterlässt ihn und vier großjährige Kinder.
1909
Am 28. Juni stirbt mein älterer Bruder Friedrich Sommer (geb. in Potsdam am 13. November 1831), der mit Marie Elisabeth Weltzer, meiner ältesten Stieftochter verheiratet war im Alter von 77 Jahren in Reppen. Dorthin war er nach dem Ableben seiner Frau gezogen.I rgendwas zog ihn in die Stadt, wo unser Onkel, der Vaterbruder, Carl August Sommer, Müller / Mühlenbauer (geb. am 18. Dezember 1803) seine Ehefrau hatte Zumindest war sie dort Zeiten vor 1892 gestorben.
1916
Am 31. August stirbt mein Bruder, der Schuhmachermeister Albert Sommer in Nowawes, im Alter von 74 Jahren. Seine Frau Luise, geb Kunkel wird noch bis 1928 leben.
Kurzübersicht zu den im Text erwähnten Personen der Familie
Karl Georg Wilhelm Weltzer und seiner Ehefrauen
1. Caroline Friederike Michel
2. Karoline Marie Bertha Sommer
Gen. 07 / 84 | Gen 07 / 85 | Die Großeltern | Gen 07 / 86 | Gen 07 / 87 |
Weltzer Georg Wilhelm Mühlenmeister |
| Name Vorname Beruf | Michel Martin Büchsenmacher |
|
Die Probanden / Die Eltern: | ||||
| Vater: Generation 06 / Ahn 42 | Mutter: Generation 06 / Ahn 43 | ||
Name:
Vornamen: | Weltzer
Karl Wilhelm Georg
| Michel
Christine Friederike | ||
Geboren: | Die verschiedenen amtlichen Dokumente enthalten nach wahrscheinlich mündlichen Angaben unterschiedliche Notizen: in Muskau am 25. März 1813 in Muska, in Musten in Tuchorze (Tuchorza gibt es im heutigen Polen) | in Potsdam, am 01. August 1818 | ||
Beruf: | 1838: Maurergeselle, später, um 1849 Maurerpolier, später: Bauunternehmer
|
| ||
Wohnanschriften
| um 1838: Potsdam, Alte Königstraße, Kriewitzgasse, später: Kriewitzstraße, um 1849: Kriewitzstraße 3, als Eigentümer |
| ||
Getraut: | Potsdam, Nikolaikirche, am -- 1837, Reg. Nr. 1837 / S.186 / Nr.77 Er: 25 Jahre alt, Sie: 20 Jahre alt | |||
Wohnanschriften |
| |||
Gestorben: | Siehe 2. Ehe | in Potsdam, am 06. Oktober 1857, morgens 9 1/4 Uhr, 39 Jahre alt, Quelle: Polizeiliches Melderegister | ||
Die Kinder Anmerkung: Der Name des Kindes, das die Ahnenliste in gerader Linie zu den jüngsten Probanden der Familie Janecke weiterführen wird, ist fett gedruckt.
| ||
Familienname: Weltzer Generation 05
|
Lebensdaten
| |
1.
|
05 / 21.1 Marie Elisabeth |
Geboren in Potsdam, am 29. März 1838, vormittags 11.00 Uhr. Taufe am 14. April 1838 durch Superintendent Ebert. Paten: 1. Herr Winkelmann, 2. Herr Hase, 3. Herr Weltzer, 4. Jungfrau Michel, 5. Stakebrand, 6. Bischof. Quelle Nikolai KB, Taufreg. 1838, S. 357, Nr. 102 Sie wird später Johann Friedrich Sommer heiraten. |
2.
| 05 / 21.2 Friederike Christine |
Geboren in Potsdam, am 27. November 1839 abends,11 Uhr. Taufe: St. Nikolai am 15. Dezember 1839, Prediger: Herr Stöwe. Paten: 1. Barsdorf, 2. Jungfrau Fröschler, 3. Jungfrau Dreßler. Sie meldet sich 1868 polizeilich von der Kriewitzstr. 3 ab und zieht zu Sommer, Alter Markt 3. |
3. | 05 / 21.3 Carl Wilhelm |
Geboren in Potsdam, am 19. September 1841. Er wird später ein Seidenwirkergeselle, zieht am 19.11.60 zur Schusterstraße 5, zu Leuschner |
4. | 05 / 21.4 Clara Ida Emma |
Geboren in Potsdam am 27. April 1845, wird später Dienstmädchen. Wohnt ab 2.7.60 bei Wieprecht, Kriewitzgasse 5. Kommt am 2.10.60 zurück von Wieprecht, zieht am 5.7.64 in die Nauener Str. 21 und wohnt 1869 in der Waisenstraße 55 |
5. | 05 / 21.5 Emma |
Geboren in Potsdam, am 19. August 1847, zieht am 5.7.66 nach Am Canal 49, Dienst bei Dr. Unger, zieht 1869 nach Wilhelmplatz No. 18. |
6. |
05 / 21.6 Eleonore | Geboren in Potsdam am 07. Oktober 1850 |
7. |
05 / 21.7 Amalie | Geboren in Potsdam am 19. August 1854 |
Da die Mutter dieser Kinder: Friederike Christine Michel oo Weltzer im Jahre 1857 im Alter von nur 39 Jahren stirbt, übernimmt die 25jährige Caroline Marie Sommer oo Weltzer diese sieben Kinder an der Stelle der leiblichen Mutter.
Gen. 07 / Ahn 84 | Gen. 07 / 85 | Großeltern | Gen. 06 / Ahn 40 | Gen. 06 / 41 |
Weltzer Georg Wilhelm | Fechner Johanna Eleonore | Name Vorname | Sommer Joh. Friedr Gottfried | Keilbach Caroline W. C. |
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| geboren | Buckow 30.12.1800 | Potsdam, 24. 02 1809, |
Mühlenmeister / Müllermeister |
| Beruf | Schuhmachermeister |
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+ in Potsdam | + in Potsdam | gestorben | + Nowawes, 17.Dezember 1882 | +Nowawes, 10. Sept.1896 |
Die Probanden / Die Eltern: Anmerkung: Wegen dieser 2. Heirat mit der bedeutend jüngeren Caroline Sommer, ist hier eine Verbindung zwischen zwei Generationen entstanden.
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| Vater: Generation 06 / Ahn 42
| Mutter: Generation 05 / Ahn 20.2 | ||
Name:
Vornamen: | Weltzer
Carl Georg Wilhelm
| Sommer
Caroline Marie Bertha | ||
Geboren: | (mehrere unterschiedliche Angaben: in Muskau / Musten / Muska / Tuchorze am 25. März 1813 (Eintragung im Einwohnermelderegister: Geb.: 3.3.25, als fehlerhaft angesehen)
| Potsdam, am 08. Oktober 1833, abends 9 Uhr (Kreuzstraße) Taufe: 10. November Herr Oberpfarrer Ebert. Paten: 1. Herr Schirmer, 2. Herr Brozki, 3. Herr Böhlicke, 4. Frau Kästen, 5. Jungfrau Winkler, 6. Jungfrau Winter Quelle KB Nikolai Nr. 227 / 1833 | ||
Beruf:
| Maurer, Maurerpolier, Bauunternehmer
| Mutter und Hausfrau | ||
Wohnanschriften
| um 1859: Potsdam, Kriewitzgasse 3 (Eigentümer)
| Es sind viele Anschriften. Eine Liste der Wohnstätten ist deshalb bei ihren Eltern abgelegt. | ||
Getraut:
| Potsdam, Nikolaikirche, am 27. März 1859, Reg.-Nr. 5 / 1859 | |||
Wohnanschriften | Es sind viele Anschriften. Daher ist im Anhang eine gesonderte Liste angefügt
| Ab. 27. 03. 1859 Potsdam, Kriewitzstraße 3 | ||
Gestorben:
Beerdigt | KB Friedrichskirche Nowawes, Nr. 132 / 1889. Er hinterlässt die Gattin, vier großjährige und zwei minderjährige Kinder Gestorben an Altersschwäche, ohne Testament in Nowawes am 27. Juli 1889, um 8.00 Uhr abends 76 Jahre, 4 Monate, 2 Tage am 30. Juli. Er hinterlässt 4 großjährige und 2 minderjährige Kinder | Vermutlich in Werder an der Havel | ||
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Die Kinder dieser Eltern Anmerkung: Der Name des Kindes, das die Ahnenliste in gerader Linie zu den jüngsten Probanden der Familie Janecke weiterführen wird, ist fett gedruckt.
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Familienname Weltzer
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Lebensdaten
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1./ 8. |
Auguste Marie Bertha |
Geboren in Potsdam am 30. Januar 1860. Sie wird später den Beruf einer Schneiderin lernen
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2./ 9. | Anna Rosalia | Geboren in Potsdam am 23. Oktober 1861, Kriewitzstraße 3 | ||
3./ 10. | Georg Friedrich Oskar | Geboren in Potsdam am 12. Mai 1864. Er wird den Handwerksberuf eines Malers ausüben. | ||
4./ 11 | Ein ungetauftes Mädchen |
Geboren in Potsdam, Kriewitzstraße 3, am 13. Oktober 1866, Gest. in Potsdam am 15. Oktober 1866, morgens, 6 Uhr | ||
5./ 12 | Agathe Therese Franzisca
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Geboren in Potsdam am 13. Dez. 1867, früh 8 Uhr, Kriewitzstraße 3, Taufe: Heiligengeistkirche, am 12. Januar 1868, Prediger Persius. Paten: 1. Herr Nitzsche, Siederei-Inspector, 2. Herr Ulrich, Schmiedemeister, 3. Herr Hintze, Zimmerpolier. Quelle: KB Hl.-Geist 1868, Blatt 1, Nr. 5 | ||
6./ 13 | Max Oskar Friedrich (Fritz) |
Geb. in Pdm., Kriewitzstraße 3, am 09. Febr. 1871, abends 10 Uhr. Taufe: 26. März 71, Prediger Persius (Burgstr. 33). Paten: 1. Fräulein Sommer, 2. Frau Wieprecht (Ehefrau des Ferdinand W., Handelsmann Kriewitzstraße 5 - Eigent.-, 3. Herr Fehlow, (Victualienhändler, Mittelstraße 1 -Eigent.-) Quelle: KB Hl.-Geist 1871, Blatt 47, Nr. 46. Gest. in Potsdam am 15. Februar 1872 | ||
7./ 14 | Friedrich Adolf Alfred
| Geboren in Potsdam am 28. Januar 1872. Er ergreift später den Beruf eines Malers | ||
8 / 15 | Friedrich Wilhelm Alfred |
Geboren in Potsdam, in der Kriewitzstraße 3, am 28. Januar 1873, früh 3 Uhr. Taufe in der Heiligengeistkirche am 1. März, Prediger Persius. Paten: Fräulein Helene Dohme (Tochter des Kaufmanns D. in der Humboldtstraße 5 - Palast Barberini -) 2. Herr Siebach, Bäckermeister (Mammonstraße 13) 3. Herr Elbers, Pelzhändler (Kürschnermeister, Hoflieferant, Brandenburger Str. 54.). Friedrich erlernt den Beruf eines Webers. | ||
9./ 16 | Richard Max Alfred Weltzer
| Geboren in Neu Bornstädt am 24. Dez.1877. Alfred wird später ein Kaufmann werden. | ||
10./ 17 | Elisabeth
| Geboren in Nowawes am 12. 10 1880 (82?) Gestorben am 7.12. 1883 | ||
Zeitweilige fremde Pflegekinder Hinzu kommen noch neun Kinder, für die Caroline Marie Bertha Weltzer, geb. Sommer, eine zeitweilige Pflegemutter ist - selbst wenn es sich „nur“ um einen „Urlaubsaufenthalt“ für die individuelle Pflege mit mehr Nestwärme, zur Kräftigung der Gesundheit, handelt.
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Ab 09.10.1886: Waisenkind Petermann, Robert Julius |
Geboren in Berlin am 03.09.1885, aus dem Waisenhaus Alte Jakobstr. 33, zieht am 05.09.1887 nach Berlin, Oranienstraße 177. |
Ab 06.01.1888: Findling Roggen, Helene Gertrud |
Geboren in Berlin am 23.101887 (Mutter ist das unverheiratete Dienstmädchen Emilie R.), kommt aus dem Berliner Waisenhaus, Alte Jakobstr. 33, zieht am 14.12.1889 nach Groß Skirlach. |
Ab 31.01. 1889, Waisenmädchen Loriak, ohne Vornamen |
Geboren in Berlin am 21.12.1888, kommt aus dem Waisenhaus Berlin, Alte Jakobstr. 33, geht am 23.10.1889 wieder nach Berlin, Alte Jakobstr.33 |
Ab 08.05.1889: Waisenkind Schimpke, Hans |
Geboren in Potsdam am 10.07.1882. Aus Waisenhaus Berlin, Alte Jakobstr. 33, geht am 06.07. 1889 wieder nach Berlin, Alte Jakobstr. 33 |
Ab 24. 10. 1889: Waisenkind Möppert, Fritz |
Geboren in Dalldorf am 08.08. 1888 Am 03.11.91 verstorben. |
Ab 05.12.1889: Pflegekind Genter, Alfred Max |
Geboren in Berlin am 03.10.1889, aus dem Berliner Waisenhaus Alte Jakobstraße 33, am 19.01.1890 verstorben. |
Ab 08.03.1890: Waisenkind Göhlmann, Bruno |
Geboren in Berlin am 11.12.1889 (Mutter war die unverheiratete Bertha M Luise G. in Berlin), aus dem Berliner Waisenhaus. Am 08.08 90 wieder ins Berliner Waisenhaus zurück. |
Ab 21.07.1890 Waisenkind Gliffe Else |
Geboren in Berlin am 19.06.1890. Aus dem Berliner Waisenhaus. Verstorben am 29. 07. 1890 |
Ab 18.08.1890 Waisenkind Behnke, Max |
Geboren in Berlin am 05.06.1890. Aus dem Berliner Waisenhaus. Am 07.08.1891 zurück ins Berliner Waisenhaus, Alte Jakobstraße 33. |
Die Wohnstätten von Weltzer und Sommer | ||
Carl Georg Weltzer | Caroline Marie BerthaSommer | |
Geburtsort: Unterschiedliche Angaben: Muskau, Muska, Musten, Tuchorze | Als Kind mit den Eltern: ab 1833:Potsdam, Kreuzstraße ab 1837: Potsdam, Mittelstraße | |
1838: Potsdam, Alte Königstraße 1839: Potsdam Kriewitzstraße 3 -Eigentümer-.Zu dieser Zeit (seit 1837) ist er verheiratet mit Christine Friederike Michel.Am 06.10.1857 stirbt hier die Ehefrau und Mutter Christine Friederike Michel. | ab 1839: Potsdam, Kreuzstraße ab 1842: Potsdam, Blücherplatz 7 ab 1849: Potsdam, Kirchstraße 3 ab 1850: Nowawes, Priesterstr. 69 ab 27.03.56, Pdm, Grünstraße 9 ab 02.04.57 Französische Str. 21 | |
1859: Die Familie Weltzer wohnt immer noch in Potsdam, Kriewitzgasse No. 3 Mit der Hochzeit am 27.03.1859 mit Caroline Sommer, als 2. Ehefrau, ist die Kriewitzstraße No. 3 die gemeinsame Wohnung. | ||
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| 1875 Weltzer, Maurerpolier, Potsdam, Neustädtische Communikation 1 | |
| Ab 02.10.1876: Die Familie wohnt in Bornstaedt, Nedlitzer Straße 11 (and. Quelle: No.3) | |
| 1881: Weltzer, W. Maurerpolier, Potsdam Neustädtische Communikation 1 | |
| Ab 02.04.1882: Die Familie wohnt in der Kiezstraße 21 | |
| ab 02.04.1883: Nowawes, Lindenstraße 57 | |
| ab 24.02. 1884: Nowawes, Wilhelmstraße 15a | |
| ab 02.04.1885: Nowawes, Mühlenstraße 2. Hier stirbt am 27.07.1889 Carl Georg Wilhelm Weltzer in der Mühlenstr. mit No 1a benannt | |
| ab 16.05. 1890: Nowawes Lindenstraße 4a | |
| ab 01.07. 1891: Nowawes, Priesterstraße 9 Hier stirbt auch Maries Onkel, der Müllermeister/ Mühlenbauer Carl Sommer | |
| ab 1892: Nowawes, Priesterstraße 20 | |
| ab 03.07.1892: Nowawes, Priesterstraße 36 | |
| ab 25.06.1895 nach Nowawes, Kirchplatz 13 | |
| Unsere Caroline Marie Bertha zieht im Alter noch einmal um. Ab 16.06.1899 wohnt sie in Werder an der Havel, Eisenbahnstraße 29. | |
Es gibt bei den Recherchen verschiedene Schwierigkeiten: Es treten in den Adressbüchern unterschiedliche Schreibweisen auf: Welzer / Weltzer. Mitunter fehlen die Vornamen oder es sind unterschiedliche Anfangsbuchstaben des Vornamens verwendet. Möglicherweise gibt es zwei Weltzers gleichen Berufes. (Maurerpolier). In den Meldeunterlagen wechselt die Angabe des Geburtsortes mehrfach: Muskau, Muska, Musten, Tuchorze. das Geburtsdatum ist mal mit mit dem 25.03.13 angegeben, mal mit dem 03.03.25, obwohl es sich um die gleiche Person (u.a. auch wegen der gleichen Kindern) handelt.
Auszug aus dem Polizeilichen Melderegister der Residenz Potsdam,
für das Haus Kriewitzgasse 3, Familie Weltzer
Quelle: Stadtarchiv Potsdam, Melderegister MR – 25/4, Film 1053
Das Haus Kriewitzstraße 3 ist unter gerichtliche Administration gestellt Nr. 778 / 1859.
Weltzer, Carl Georg, (Maurer)- Polier(rer) geboren in Muskau am 25. März 1813.
Friederike, geborene Michel, geboren in Potsdam am 01. August 1818. Gestorben am 06. Okt. 1857 morgens 9 1/4 Uhr.
Deren Kinder:
Marie, geboren am 24. März 1837
Sie zieht am 10. Januar 1860 nach Am Canal 64 zu v. Fensky.
Friederike, geboren am 27. November 1839.
Abgemeldet seit 05. Januar 1860 bei Sommer, Alter Markt No. 3
Seidenwirkergeselle
Carl Wilhelm, geboren am 19. September 1841,
wohnte ab 13. November 1860 in der Schusterstraße 5 bei Leuschner
kam am 11. J. 1863 von Berlin (Ohne Ausweis)
fährt am 24. Juli 1863 nach Berlin, ebenso am 22. März 1866.
Wohnt ab 11. September 1869 G. ..... No.95
Ida Clara Emma, geboren am 27. April 1845
wohnt ab 02. Juli 1860 in der Kriewitzgasse 5 bei Wieprecht.
Kehrt am 02. Oktober 1860 zurück von Wieprecht
Ab 05. Juli 1864 in der Nauener Straße 21.
Quelle: Stadtarchiv, Melderegister MR 24/3, Film 1052:
Ab 01. Juli 1865 als Dienstmädchen Waisenstraße 34
ab 01. April 1866 nach Breitestraße 31, bei Oberforstmeister Ewald
Als Dienstmädchen am 02. April 1869 zurück von der Waisenstraße 55.
Ab 12. April 1869 Hohewegstraße No. 7, wo sie mit ... Schultz verheiratet ist.
Emma, geboren am 19. März 1847,
Abgemeldet am 05. Juli 1866 nach Am Canal 49 bei Dr. Unger.
Ab 28. Mai 1867 zum Wilhelmplatz 18, am 02. April 1869 zurück vom Wilhelmplatz 18.