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Zur Ahnenliste "Janecke" gehörend:


Das Ehepaar

Waclaw / Wenzel Sotscheck und Werema N.N.


Einwanderer aus Böhmen in die

neu gegründete Weber- und Spinner-Kolonie Nowawes bei Potsdam


Bearbeitungsstand: Dezember 2016, E-Mail: christoph@janecke.name



Wer den Himmel nicht in sich selber trägt,

sucht ihn vergebens im gesamten Weltall.


Otto Ludwig





Kurzfassung: Familie Sotscheck in Nowawes

(Namentlich erwähnt ist hier nur nur jeweils jenes Kind, das den Weg in der Richtung

zu unseren heute lebenden Sotschecks dieses Ahnenzweiges geht).


Generation 10 / Ahn 608

Sotscheck, Wenzel (sen.)

um 1700

vor 1770

vor 1718

aus Böhmen (Königgrätz)



*

oo

5 Kinder nachgewiesen

Generation 10 / Ahnin 609

N., Werema (Familienname nicht

1703 (überliefert)

05. 05. 1767

vor 1718

aus Böhmen stammend

Gen. 09 / Ahn 304.1

Sotscheck Wenzel, (jun.)

(1718) in Böhmen

27. 04. 1816

04. 06. 1754



*

oo, 13 Kinder

Gen. 09 / Ahnin 305

Fuchs, Johanne Charlotte, gen.:Anna

(11. 11. 1732) aus Collin, Böhmen

22. 01. 1817

04. 06. 1754

08 / 152.7

Sotscheck, Joseph Friedrich

06. 08. 1765

13. 04. 1840

24. 09. 1797



*

oo, 9 Kinder

08 / 153

Wagnitz, Anna Dorothea

(1773)

23. 12. 1839

24. 09. 1797

07 / 76.7

Sotscheck, Friedrich Gottlieb

(d. Ältere) Weber, Fabrikant

13. 03. 1813

29. 12. 1883

16. 04. 1837




*

oo, 13 Kinder

07 / 77

Melsheimer / Melzheimer,

Caroline Friederique

01. 02. 1813

03. 09. 1896

16. 04. 1837

06 / 38.1

Sotscheck, Friedrich Albert Gottlieb (der Jüngere), Lehr.

17. 01. 1838

19. 12. 1878

17. 01. 1865




*

oo, 6 Kinder

06 / 39.2

Zinnow,

Charlotte Luise Auguste

08. 11. 1835

16. 07. 1914

17. 01. 1865

05 / 19.1

Sotscheck, Johannes, Lehrer

12. 06. 1866

04. 07. 1951

?



*

oo, 2 Kinder

05 / 20

Ranke, Johanna

15. 12. 1868

12. 01. 1954

?



Das Ehepaar / Die Eltern /Die Probanden

Waclaw / Wenzel Sotscheck und Werema N.N.




Vater: Generation 10 / Ahn 608



Mutter: Generation 10 / Ahnin 609

Die Bedeutung dieser

Familien-Namen:




Name:


Sotscheck (zur Zeit der Ansiedlung in Nowawes, unter anderem auch „Sautscheck“ geschrieben).



N. N.

(Familienname im Kirchenbuch nicht genannt)


Vornamen:


Waclaw, senior

(später eingedeutscht in Wenzel / Wentzel)



Werema,

(eventuell gleichbedeutend mit Werena?)


Geburt:

Taufe:



In Böhmen, wahrscheinlich

in Königgrätz vor / um 1700


wahrscheinlich in Böhmen (1703, nach Sterbeeintrag errechnet).


Beruf / Stand


Tätig als Gärtner in Nowawes.



Hausfrau und Mutter von mindestens fünf Kindern.


Wohnanschriften

vor der Ehe:



Böhmen,



Trauung / Eheschließung:


Anmerkung: Eventuell um 1718 in Böhmen



Wohnanschriften, gemeinsame:



Priesterstraße (Parzelle) 60. Das ist spätere Priesterstraße 18/19 = die heutige Karl-Liebknecht-Straße 23/24.


Tod / Gestorben:


Nowawes, vor 1770


Nowawes, 05. Mai 1767, ca. 64 Jahre alt. (Das Alter ist eventuell fehlerhaft?)


Anmerkung zu „Wohnanschriften“, Parzelle 60 in der Priesterstraße: Bei der ursprünglichen Bebauung handelte es sich um ein 5-achsiges Kolonistenhaus in der Größe 30 x 40 Fuß, das sind (9,42 x 12, 56 m). Bauzeit: 1752. In diesem Hause lebte nach dem Zuzug, die Familie des Wenzel Sotscheck d. Ä.. Die königliche Schenkung an ihn erfolgte 1760. Irgendwann vor 1862 erfolgten Anbauten, die dem Bauwerk eine Straßenfront von 24,50 m Länge verliehen. Somit hatte dieses Langhaus 9 bis 10 Achsen. Der nördliche (linke) Hausteil wurde vor 1911 abgebrochen, um ein großes Miethaus anzulegen. Zu dieser Zeit war Tischlermeister Otto Gericke Besitzer und Bauherr dieses Gebäudes Priesterstraße 18 / 19. Die heutige Bezeichnung ist: Karl-Liebknecht-Straße 24. Noch können die Sotscheck nicht ahnen, dass spätere Babelsberger (Förderkreis Böhmisches Dorf Nowawes) in diesem Hause, das ihnen vom König übereignet wurde, am 04. Mai 1999 „das Weberstübchen“, ein kleines Museum einrichten werden.




Die Kinder, Generation 09, von:

Waclaw / Wenzel Sotscheck und Werema N.N.


Anmerkung: Der Name des Kindes, das die Ahnenfolge in gerader Linie zu den jüngsten Probanden der Familie Sotscheck dieses Zweiges weiterführt, ist fett gedruckt. Es handelt sich um das erste Kind.



Nr.


Familienname:

Sotscheck



Lebensdaten der Kinder


1


Wenzel (jun.)

09 / 304


oo 04. Juni 1754


Anna Fuchs



Geboren in Königgrätz an der Labe (Elbe), im Jahr 1718. Hochzeit in Nowawes am 04. Juni 1754.

Gestorben in Nowawes am 27. April 1816, nachmittags 5 Uhr.

(KB Friedrichskirche Nr. 22 / 1816)


2


Maria Anna


oo


Gottfried Maxa


Geboren 1720 in Böhmen.

Sie heiratet vor 1757 in Nowawes den Weber George Johann Gottfried Maxa. (geb. 1734).

Das Paar hat zwischen 1757 und 1770, 7 Kinder. (Stadtarchiv Pdm. MR -197, Film 1209, M 65).

Gottfried Maxa stirbt am 08. März 1788 mit 54 Jahren.

Maria stirbt in Nowawes am 01. Juni 1813, früh 4 Uhr, an Altersschwäche. 93 Jahre. Sie wohnte zum Lebensende „11- Häuser, Nr. 199“. (Mühlenstraße, auf Parzelle 199). Beerdigt am 03. Juni 1813.



3


Dorothea oo

Hoyma



Daten über sie sind noch unbekannt. Sie ist später mit Hoyma verheiratet.


4


Joseph Johannes


oo


Anna Maria Lehmann


Geboren am 27. Februar 1739. Webermeister.

Er heiratet in Nowawes am 15. November 1759 die Anna Maria Lehmann aus Schenkendorf, (das ist das heutige Schenkenhorst). Der Brautvater ist Michael Lehmann.

Das junge Ehepaar wird zwischen 1760 und 1774 fünf Kinder haben, von denen aber zwei im Kindesalter sterben.

Mutter Anna Maria stirbt am 14. November 1786 mit 52 Jahren. Vater Joseph Johannes stirbt (in Nowawes) am 14. Februar 1789. (Wahrscheinlich an Epilepsie - schwer lesbar / „auf dem Felde“). Beerdigt in Nowawes.



5


Anna Maria

(im böhmischen Kirchenbuch unter +: Marjeka oo

Martin Kopecki


Geboren im Jahre (1741).

Sie heiratet in Nowawes am 01. Juni 1779 den Martin Kopecky (später „eingedeutscht“ Kopecki. Zu ihm gibt es keine näheren Daten). Quelle: (Stadtarchiv Potsdam MR 196 Film 1208, Stammfolge K 138 I).

Das Paar hat zwischen 1780 und 1783 zwei Kinder. Anna ist gestorben am 04. Oct. 1785, 40 Let stara (Jahre alt). Quelle: Böhm. KB der Friedrichskirche


Anmerkung zu: „Wohnte 11 Häuser, No. 199“. Die Straßen der Kolonie trugen in den ersten Jahrzehnten noch keine Straßennamen. Standen in der Straße nach Beendung des ersten Bauabschnitts elf Häuser, so war das für lange Zeit die 11-Häuser-Straße. Diese Straße wurde als Sandweg im 2. Bauabschnitt im Jahre 1765 angelegt. Bei dieser Straße handelt es sich um die heutige Mühlenstraße. Die Angabe 199 bezieht sich auf die fortlaufende Nummerierung der Parzellen / Grundstücke (also nicht auf die Hausnummer in der Straße). Das alte Kolonistenhaus ist heute (2016) nicht mehr erhalten.