Einige Familiennamen und deren Bedeutung

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Diese Liste wird weiter ergänzt. Bearbeitungsstand: Februar 2019

Die Mehrzahl der Familiennamen in Deutschland wurde etwa in der Zeit zwischen 1100 und 1300 gebildet.
Oft aus alten Vornamen, aus Berufsbezeichnungen, auf die Landschaft weisend oder konkret die örtliche Herkunft zeigend, auch wenn jene heute vielleicht nicht mehr besteht, also wüst geworden ist und sich die Erinnerung an diese namensgebene Stätte verliert. Mitunter stellt der Name einen Bezug auf Wohnstätteneigenschaften her. Aber auch Spott- und Scherznamen bei bestimmten Körpermerkmalen oder besonderen Charaktereigenschaften wurden zu Familiennamen. In der Renaissance trat es verstärkt auf, die Namen zu lateinisieren, um diese vornehmer erscheinen zu lassen. Dagegen wurden etwa im 19. Jahrhundert gern „hässliche“ Namen durch Kürzung oder anderweitige geringfügige Veränderungen „geschönt“.

Mitunter ist der Familienname eine „Aufbewahrungs-Urne“ für alte Bezeichnungen, ein Friedhof für Wörter, die sich heute nicht mehr im alltäglichen Sprachgebrauch befinden.

nach Prof. Jürgen Udolph

Quellenangaben für die folgenden Erläuterungen der Namen: Die Beiträge stammen in von den nachfolgend aufgeführten geehrten Philologen, Etymologen, Namensforschern/Onomastikern:

Hierbei erwähne ich, dass eventuelle Fehler, die sich durch das Hören/Lesen eingeschlichen haben könnten, nicht den Namensforschern sondern mir zuzuordnen sind. Die jeweilige Deutung jedoch stammt zum großen Teil von einem der vorgenannten Spezialisten.
Ich kann nicht für die Richtigkeit der jeweils dargelegte Deutung der Namen bürgen.
Allerdings nahm ich auch Namen auf, zu deren Deutung vorerst eine Vermutung besteht, also hier noch keine wissenschaftlich begründete Deutung vorliegt. Die Erläuterung beziehungsweise Vermutung versah ich mit einem Fragezeichen. Vielleicht regen jene Fragezeichen einen Spezialisten zu Korrekturhinweisen oder zu einer Bestätigung an. Das würde mich freuen.
Danke im Voraus.

Hinweise auf weitere Quellen von Namen:

Beachte bitte auch: Karte der Namensverteilung bei Family search.

Zu den Abkürzungen die mitunter verwendet werden, gehören:

abgel.
abgeleitet von:
ahd.
Althochdeutsch
BerN / BN
Berufsname
Dt./ dtsch.
Deutschland / deutsch
FN
Familienname
germ.
aus dem Germanischen
F / V / U
Flucht / Vertreibung / Umsiedlung nach dem 2. Weltkrieg
hd
Hochdeutsch
hebr.
aus dem Hebräischen
HerN
Herkunftsname, die Person kam zugezogen aus der Region/Landschaft
i. e. S.
im übertragenden Sinne
Kof.
Koseform, Verkleinerung, Verniedlichung
Kuf.
Kurzform vom Namen
lat.
lateinisch
mhd.
Mittelhochdeutsch
mnd.
Mittelniederdeutsch
mund.
mundartlich
Nebf.
Nebenform
nd.
Niederdeutsch
NT
Namensträger
OrtsN
Hergeleitet aus einem Ortsnamen,
PersE
Name, der persönliche Eigenschaften oder den Charakter beschreibt,
PersN
Der Familienname ist aus einem Vornamen abgeleitet,
poln.
aus dem Polnischen
RN / RuN
Rufname (aus einer Vornamenreihung, meist unterstrichen)
Schwerp.
Schwerpunktgebiet, als häufiges Territorium für das Vorkommen des Namens
sorb. / wend.
aus dem Sorbischen / aus dem Wendischen
SatzN
FN, der aus den Worten eines (zusammengezogenen) Satzes besteht
slaw.
aus dem Slawischen
ÜN
Übernamen sagen etwas über den Menschen aus: zu Eigenschaften, Charakter, Gewohnheiten – auch im übertragenen Sinne (metamorphischer Hintergrund).
vergl.
Vergleiche bitte auch mit ...
Vorkomm.
Vorkommen von Namenshäufungen oder Schwerpunktgebiete.
WohnN.
Der Name ist von der Bezeichnung einer Wohnstätte abgeleitet, von jener Stätte, an der der Betreffende aktuell, zur Zeit der Namensgebung lebte.

Die Angaben für die Häufigkeit der Namen in Deutschland beruhen auf der Telefon-CD des Jahres 2002. Annahme: Aufgefundene Anzahl der Namen auf der Telefon-CD x 2,7 (weil nicht jeder Bürger auf einen Eintrag für seinen Anschluss Wert legte) = ungefähre Gesamtanzahl von Familien dieses Namens In Deutschland.

Vorgehensweise bei der Namensklärung:

Niederdeutsche Sprachgebiete/Plattdeutsch wurde/wird auf dem flachen Land gesprochen: Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Meck-Vorpommern, Brandenburg, Altmark, usw....
Hochdeutsche Sprachgebiete: im bergigen Land, z. B. Sachsen, Thüringen, Bayern.

Hinweise zu Hugenotten-Namen:
Nach dem Edikt von Nantes im Jahre 1685 wurden im Raum Berlin-Brandenburg etwa 25.000 Hugenotten aufgenommen. Die Herrschaft aller anderen Gebiete lehnten deren Zuzug ab.

Familien-Namen, aus weiblichen Vor-Namen hervorgegangen: Nur etwa 5% der Namen weisen matronymische Formen auf.

Aus den bei uns etwa 35 Millionen gebräuchlichen Familiennamen werden auf den folgenden Seiten einige vorgestellt.

Der von mir gesuchte Familien-Name beginnt mit dem Buchstaben:

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