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Die Bedeutung von Familiennamen

am Beispiel der Gesamt-Ahnenliste „Janecke“

Ahnen- und Familienforschung / Genealogie und Heimatgeschichte

An Literatur wurden zu Rate gezogen:

Derzeitiger Bearbeitungsstand: Februar 2010

Lieber Leser,

wenn du Interesse an weiteren Informationen hast, eine Ahnengleichheit zu meiner Familie vermutest oder eigene Ergebnisse zur Ahnenforschung, zur Orts- und Heimatkunde hinzugeben möchtest, setze dich bitte mit mir in Verbindung:

Christoph Janecke, E-Mail: christoph@janecke.name

Die Gesamt-Ahnenliste „Janecke“ ist gegliedert in die Teillisten

Weitere gebräuchliche Abkürzungen im Text sind:

BN: Berufsname / Tätigkeitsbezeichnung

HN: Herkunftsname (Landschaft, Ort)

i. ü. S. im übertragenen Sinne

Kf: Kurzform des Rufnamens

Kof: Koseform, auch Verkleinerungsform

RN: Rufname, Vorname

SN: Stammesname, Sippenname

ÜN: Übername

WN: Wohnortname

Erste Familiennamen entstehen im deutschen Sprachraum etwa im 12. Jahrhundert. Die Einführung des Allgemeinen Preußischen Landrechts im Jahre 1794 erhebt das Tragen von Familiennamen zur amtlichen Verpflichtung. Den häufig aus dem Neuen Testament entnommenen Rufnamen (wie Johannes oder Sebastian) wird, vorerst besonders in gesellschaftlich höher gestellten Schichten, später allgemein üblich, gern ein Zusatzname beigegeben, der die Person in besonderer Weise kennzeichnet. Der Zusatzname bezieht sich oft auf die örtliche Herkunft, erinnert also an eine Landschaft, einen Ortsnamen (Hesse, Hönow), an die Wohnstätte (Wolfram von Eschenbach, Brückner, Lindemann, Furtner, Maaß), oder auch an den Beruf / die Tätigkeit (Bauer, Büttner, Böttcher, Müller, Schmidt, Schulze). Der Berufsname dokumentiert gleichzeitig die ursprüngliche soziale Stellung seines Trägers. Auch Rufnamen werden direkt zu Familiennamen (Dietrich). Viele Familiennamen bildete man durch Übernamen. Zu deren Quellen gehören besondere persönliche Merkmale des Körpers oder des Charakters oder auch bestimmte Gewohnheiten (Christian von Bleichenwang, Großkopf, Knoll, Dürre). Ursprung von Übernamen können auch Verwandtschaftsbezeichnungen sein (Ehm, von Oheim / Onkel), Titel von Würdenträgern (Pastor, Pfaff, Ritter) sein oder gar an Häuserstandorte, Häuserbezeichnungen / Haussymbole erinnern (In der Mühle, Zur Mühlen, Zumwinkel). Oft sind Tier- oder Pflanzennamen der Ursprung des Familiennamens (Blohm, Bock, Hecht, Kienast, Voss.) Ebenso dienen Speisen und Getränke der Namensbildung (Flade, Rindtfleysch, Trinkaus), genauso wie Kleidung (Hosemann, Röckel), Arbeitsstoffe (Stahl), Arbeitsgeräte, Waffen und Rüstungen (Harnisch, Panzer) oder Münzen (Schilling, Wucherpfennig). Selbst aus Religion, Märchen und Sagen sind Familiennamen abgeleitet (Rosenkranz, Riese), aus Zeitbestimmungen (Frühauf, Späth), Wettererscheinungen (Abendroth, Storm, Frost, Sommer) usw.

Natürlich gilt das Gesagte für die Entstehungszeit der Familiennamen, denn wir wissen ja: Nicht jeder Namensträger „Müller“ hantiert heute beruflich mit Mehl und selbst Johann Sebastian wurde nicht mehr unmittelbar am Bach geboren. Nicht jeder „Schulze“ ist heute Bürgermeister und nicht jeder „Hesse“ ist in jener Landschaft ansässig.




Die Namen  sowie einige seiner Hör- und Schreibvarianten

Aus der Ahnen-Teilliste

Mögliche Deutungen der Familiennamen





Ahrend, Ahrendt, Arndt

Jan

abgeleitet vom RN Arnold, althochdeutsch „am-walt“ Bedeutung: Adler + Macht




Baatz

Som

Bedeutung umstritten, eventuell gilt es (auch) als Kurzform zum Rufnamen Bernhard




Bachmann

Som

WN – Jener, der am Gewässer wohnt, evtl. auch: Der, welcher die Bachläufe / Gräben pflegt / reinigt




Bauer

Jan

Mittelhochdeutscher BN „Bure“, das bedeutet: Bauer aber auch Erbauer und Nachbar., mitunter ebenfalls: Einwohner




Betke,

wie Betge, Bethke, Bethke

Jan

Norddeutsche Kf zum RN Bertram, Bertold oder auch zu Elisabeth. Bedeutung: hell / strahlend + mächtig, im Sinne von: Der mit Pracht Waltende, der glänzende Herrscher.




Block

Som

möglich: Wohnstätten-Bezeichnung für ein (z. B. mit Gräben) eingefriedetes Stück Land oder mittelhochdeutsch: Bloc, Holzklotz, i. ü. S. für einen einfacher strukturierten Menschen. „Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil“.




Blümler, auch Blohm

Jan

Som

abgeleitet von Blume oder auch als BN: Der Blumengärtner




Böhme

Sch

SN “Der Böhme“ oder HN „Der aus Böhmen“




Britz

Rud

HN „Der aus dem Dorfe Britz“




Brumm

Sch

Ein wortkarger, brummiger Mensch




Bürschel

Sch

Verkleinerungsform von Bursche, junger Mann




Büttner

Som

Mittelhochdeutsch, BN, bedeutet soviel wie „jener, der die Bütte, das Fass herstellt“. Auch Fassbinder, Fasshauer, Böttcher, Bötticher, Böttiger, Böttger, Buttgereit, slaw. Bednarek, poln. Bednarz




Bunke

Jan

Eventuell Schreib-Variante von Bunge „Trommel“, „Pauke“. BN für einen Trommler, Pauker, Musicus.




Dietrich

Sch

Althochdeutscher RN: Diederich „Volk / Menschen“




Dittwaldt

Dittwald

Jan

Hergeleitet vom RN: Dietwald. Althochdeutsch: -diot = Volk / Menschen + walt, der im Volk waltende Herrscher




Ehm

Ohm / Oehme

Som

Mittelhochdeutsch “aeheim“, mit der Bedeutung: Mutterbruder, Oheim, Onkel oder aber auch althochdeutsche Kf zum RN Erich (bedeutet: Ehre)




Ellmer

Som

WN zum mittelhochdeutschen „elme“ = Ulme




Eschert

Som

Möglicherweise auf die Baumart „Esche“ bezogen aber auch zum mittelhochdeutschen Wort „escher“ (ausgelaugte Asche) als BN für einen Seifensieder oder Tierhautgerber passend




Fiedler

Som

BN für Jemanden, der die Geige streicht




Fohrmann

Formann

Som

Mittelhochdeutsch. BN: „Fährmann“,

eventuell auch für „Fuhrmann“ eingesetzt




Friemann

Som

aus dem Mittelhochdeutschen zu Friedens-Mann, d. h. Streitschlichter, Richter aber auch eventuell zum Namen Friedrich.




Fritz

Som

Kf vom RN Friedrich, althochdeutsch mit der Bedeutung: Friede / Schutz + mächtiger Herrscher




Gerhardt ebenso wie Gericke

Jan

Althochdeutsch. Ableitung vom RN ger – (Speer) + hart + streng




Gerlach

Sch

RN “ger-lache“ = Speer + Grenzmarke (od. Tümpel) also vielleicht für einen Grenzwächter (oder Jemanden, der an einem Tümpel lebt)




Gehrmann

Som

zu Gerhart + Mann. Der Mensch, der bei Bedarf, hart (gwaltig) den Speer wirft. Siehe auch wie vor ... z. B. als Grenzwächter




Giese

Jan

Althochdeutsch: Gisal = Geisel, oder mittelhochdeutscher WN: Giese (gieze) = Bach




Giffei

Jan

?




Glaeser,

auch Gläser

Som

Mittelhochdeutsch: „Der mit Glas arbeitet“, Glasarbeiter, Glaser




Glauck

Jan

(eventuell –auch- HN „aus Glauchau kommend, aber fraglich)




Großkopf

Som

Mittelhochdeutsch: Groß, dick, aber auch: ansehnlich – im übertragenen Sinne aber: - ein Mensch mit großem Wissen oder – satirisch: ein „aufgeblähter“ Mensch.




Guhl

Jan

Eventuell Schreib-Variante zu Kuhl, mittelhoch-deutsch „kule“ in der Bedeutung: Kuhle, Grube




Hartmann

Sch

Der Grobe, mit hartem Wesen ausgestattet oder der an ein hartes Leben Gewöhnte




Hesse

Sch

SN „Der Hesse“ oder HN: „Der aus Hessen“




Hilgenfeldt

Jan

Deutungsversuche: Aus dem Althochdeutschen abgeleitet von Ort (Feld) des Kampfes oder aber Heiliger Ort (Feld)




Hirt

Som

BN Hirte für Schafe, Ziegen, Schweine, Pferde,




Hönow

Heno / Höhnow / Höno

Jan

Eventuelle Ableitung der slawischen Form des Vornamens Heinrich (Hönisch) aber auch Herkunftsname. „Der aus dem Ort Hönow“.




Holtz

Jan

WN für einen Menschen, der am / im Walde wohnt oder auch Kf für einen Waldarbeiter / Holzarbeiter




Janecke

Janeke / Jahnke

Jan

Ableitung vom hebräischen RN: „Johannes“, „Johann“, „Johanna“ usw. siehe auch unter Vornamen. Es gehören Ableitungen dazu wie z. B.: Jenn(i)s, Jens, Jansen, Jenig, Jen(c)ke, Jenkel, Jensen, Jent, Gent, Jentzen, Jenichen, Jähn / Jehn, Jehner, Jessen, Jähnichen, Jänicke, Jänig, Jeniger, Jantzsch, Jentzsch, Janning, Jaenesius, Jenison, Jene, Hannemann, Hänschen, Häntjes, Hanseler, Hanschel, Hänseling, Hänselmann, Slaw.: Ivanek, Jonski, Jonick, Janeck, Janik, Janez, Janicki, Janisch, Janoch, Janoschek, Janowski, Jankowski,- Janus, Janos, Josch, Jask, Jaschke, Jeschke, Johag / Johäntgen, Johänning, Jannings, Joannick, John, Johnke, Johannsen, Jontz, Jongen, Jonemann, Jahn, Jonninger, Jannecke, Jasenius, Janz, Jannes, Ganzer, Jander, Jahnel, Jännert, Jennemann, Jenig, Jenkel, Genscher, Hanisch, Hanusch, Haenichen, Hanke, Handtke, Hansen, Hennecke, Nuschke, Noske




Jochmann

Jan

BN: Der Mann der das hölzerne Joch für Zugtiere herstellt. Das kann u. U. auch ein Stellmacher / Wagner sein.




Jung

Som

Mittelhochdeutsch ÜN: „junc“ – das bedeutet: jung / vergnügt aber auch „Der Jüngling / der Junge“




Just

Som

Lateinischer RN von Justus, Justinus: „Der Gerechte“




Kachelofen

Som

BN für einen Kachelhersteller bzw. Ofensetzer




Kähne

Som

umstritten, ob von Kahn (Plural), für einen Bootsbauer?




Kersten

Jan

Niederdeutsch zum RN Christ…, zum Beispiel von Christian, ebenso Kirsten, Kirstein o. ä. abgeleitet




Keilbach

Som

ÜN: Ein derber Mensch (am Bache wohnend?) oder WN: Hinweis auf den spitzwinkligen Zusammenfluss zweier B.




Klär (e)

Sch

Eventuell gleichbedeutend mit Klier mittelhochdeutsch „gluewen“ = glühen, BN für einen Schmied (vor allem im Vogtland) - aber auch möglich: Eingedeutscht von Claire (Clara), lat. „die Helle“, „die Berühmte“.




Kloss

Kloß

Sch

Hinweis auf den Vergleich mit einem Erdklumpen, ein ungeschickter oder mit einfachem, gröberem Wesen ausgestatteter Mensch – aber auch mittelhochdeutsche Kf zu Nikolaus, Niclos, Ableitung von Nikodemus - der Volkssieger




Klunge

Sch

Eventuell gleichbedeutend mit „klunke“ = schlaff herabhängend, ÜN für einen schwachen Menschen




Knoll

Som

Knolle, Erdscholle, Klumpen. Im übertragenen Sinne für Bauer aber auch für einen groben Menschen




Köppen

Rud

Ableitung vom RN „Jacob“, hebräisch „der Fersenhalter“, nachgeborener Zwillingsbruder des Esau




Krüger

Rud

Som

Der Betreiber eines „Kruges“, “einer „Ausspannung“. Der Krug ist oft eine schlichtere Schankwirtschaft für Fuhrleute und einfachere Reisende




Kümmel

Jan

BN für einen Gewürzhändler / Gewürzkrämer, selten vom Ortsnamen „Kümmel“ abgeleitet.




Kunkel

Som

Mehrdeutig: Aus dem Mittelhochdeutschen für Spindel, i. ü. S. für einen großen hageren Menschen oder aber als Nebenform zum Rufnamen Konrad.




Landt

Rud

Eventuell ÜN zu Landbewohner, Landbesitzer




Later

Jan

Bedeutung umstritten. Deutungsversuche:

Lateinisch: „Lehm-Ziegel“, eventuell BN für den Ziegelarbeiter; dagegen angelsächsisch: „Später“. lateral (medizinisch: seitlich), Lateral = Rätsel besonderer Art




Lehmann

Sch

BN zum mittelhochdeutschen „lehenman“. Nutzer einer Pachtfläche, Bewirtschafter eines Lehngutes, Der Lehnmann




Liebnow

Liebno / Liebenow

Som

Der freundliche Mensch, der Liebe




Lüdtke und ähnliche Schreibweisen wie Lüdke, Lütke, Lüttge

Jan

Althochdeutsch: Volk / Leute / Menschen + Wolf

Niederdeutsche Kf zum RN „bekannt / berühmt + Wolf“, Beispiel: „Ludolf“, der berühmte Wolf aber auch von Ludwig: berühmter Kämpfer oder aber auch niederdeutsch: Von „klein“ abgeleitet




Maaß

Jan

Kf zum hebräischen RN „Thomas“ = „Der Zwilling“ aber auch HN „Jener, der von der Maas hierher zog.“




Mahnkopf

Som

von Mann + Kopf. ein geistig reger Mensch, wohl eher nicht als „der Mahnende“ verwendet




Manitius

Sch

Aus dem Lateinischen: ?




Matthess

Mattheß

Som

Kf des RN Matthias, Mathias, aus dem Hebräischen : “Geschenk Gottes“




Maus

Sch

Vergleichend: So flink, so zierlich wie eine Maus




Mevs

Jan

auch Mewes, Mewies, Mevis, niederdeutsche Kf zum RN „Bartholomäus“




Michel

Som

Kf vom RN „Michael“, hebräisch „wer ist wie Gott¿‘, Name eines Erzengels




Mistler

Sch

Eventuell BN: Jener der die Misteln verarbeitet (zu Medizinprodukten, in England auch als Blumenschmuck)




Morche

Sch

ÜN abgeleitet vom Pilz „Die Morchel“ aber auch als Ableitung von Mohrrübe / Möhre bekannt




Neumann

Niemann / Neimann

Jan

Mittelhochdeutsch: niuwe – man, ein Neubürger, für Jemanden, der neu in eine Gemeinschaft eintritt. Griechisch: Neander-




Neumeister

Som

BN für einen Handwerksmeister, der neu in einen Ort zuzog oder in eine Handwerkszunft neu aufgenommen wurde oder für denjenigen, der seine Meisterprüfung gerade abgelegte.




Ortwald

Rud

Der Waldbewohner




Otto

Som

Althochdeutsch: „Besitz“, „Reichtum“




Palm

Jan

Kf vom Heiligen-RN Palmatius oder, wohl sehr selten: ÜN von Palme (Palmbaum, Palmenzweig)




Panzer

Som

BN für den Hersteller oder Träger eines Panzers (Rüstung, Harnisch), Feinschmied




Perlewitz

Perlwitz

Jan

? – Die „Perle“ stammt aus dem Griechischen / Lateinischen und wird übersetzt mit „Margarethe“.




Pundt

Sch

umstritten: Eventuell Niederdeutsch zu Pfund, als Massenangabe, für einen gewichtigen Menschen




Rentsch

Som

Zwei Deutungsversuche: „Ein lässiger Mensch“ oder Kf vom RN „Lorenz“ oder „Reinhard / Reiner / Rainer“




Risbeck

Sch

?, Eventuell auf den Ortsnamen bezogen




Röckel

Sch

Verkleinerung: Eventuell: „Der mit dem kurzen Rock“




Rhode / Rode

Rothe

Drei Deutungen: „Jener, der das Land urbar macht“ (Bäume rodet) oder aber „Der (ursprünglich) Rothaarige“ oder aber eine Ableitung von Rüdiger




Ruden

Rud

Entweder Kf zum RN Rudolf oder zu Rüde (männlicher Hund)




Rübe

Som

Zur Pflanzenwurzel (Frucht). Möglicherweise für jemanden, der sich nur Rüben leisten kann, ein Armer. Kaum aber für einen „Rübenbauern“ (Fruchtwechsel)




Runge

Som

Mittelhochdeutscher ÜN. Es bezeichnet die senkrecht angeordneten Stangen zwischen dem oberen und dem unteren Holm an einem Leiterwagen. BN für einen Stellmacher, Wagenbauer = Wagner




Sange

Jan

Mittelhochdeutsch, BN „Senger“, Sänger / Kantor, der Singende




Schantz

Sch

Der Name kann zum Beispiel einen Handarbeiter beim Festungsbau kennzeichnen aber auch einen starken Esser.




Scheid /

Scheidt

Sch

BN: Möglicher Weise als Bezeichnung für einen Holzhauer oder auch für einen groben Menschen




Scheiding

Som

Ableitung von Scheiding = September, selten ON von Scheidungen




Scheumann

Sch

ÜN für einen zurückhaltenden, introvertierten Menschen aber auch möglicher Weise gleichbedeutend mit Schönemann oder Schu(h)mann




Schmaedicke /

Schmädicke /  Schmedike

Jan

Berufsname mit zwei Deutungen: Wortableitungen von „Schmied“ oder von „Schmalzhändler“.




Schultz

Som

Mittelhochdeutscher BN von „Schultheiß“, das ist ein Dorfrichter, Ortsvorsteher, Bürgermeister




Schulz

Som

Jan

Mittelhochdeutscher BN von „Schultheiß“, das ist ein Dorfrichter, Ortsvorsteher, Bürgermeister




Schulze

Rud

Som

Scheu

Jan

Mittelhochdeutscher BN von „Schultheiß“, das ist ein Dorfrichter, Ortsvorsteher, Bürgermeister




Schwartz /

Schwarz

Sch

ÜN nach dem Äußeren (Teint, vor allem aber nach der Haarfarbe), selten als BN: Schornsteinfeger




Schweiger, auch Schwaiger

Som

BN: Bewirtschafter einer Schweige, eines Viehhofs, einer Senne, eines Weideplatzes




Seeger

Som

Eventuell von Holzarbeiter: „Der Säger“, „Sägemüller“




Sommer

Som

Mittelhochdeutsch. ÜN abgeleitet von der Jahreszeit




Sorge

Rud

ÜN zu: sich sorgen




Sotscheck

Som

?, aus dem Böhmischen




Steiner

Som

WN: An einem Stein / Felsen wohnend oder BN für Jenen, der Steine bricht (Arbeiter im Steinbruch) oder Steine setzt (z. B. Grenzsteine)




Steinhorst

Nest im Felsen




Stephan

Sch

RN aus dem Griechischen „der Bekränzte“




Surau

Som

Surow eventuell aus dem Slawischen




Theurich /

Theurig

Rud

ÜN für den Kaufmann, der für seine Waren hohe Preise verlangt




Thron

Som

Eventuell zu: Vornehmer Sitz, satirisch für jemanden, der sich wenig bewegt.




Thymian

auch Thimian

Rud

BN. Eventuell für Jenen, der diese Gewürzpflanze anbaut und verarbeitet oder damit handelt




Tietz

Sch

Kurzform zum RN Tiederich / Diederich, althochdeutsch: Volk / Menschen




Ulrich

Som

Deutsche Herkunft. Bedeutung: „Mächtiger Herrscher“




Wegen /

Weegen

Som

ÜN aus dem Mittelhochdeutschen, abgeleitet von „Wiege“, „Waage“ oder wie Wegener / Wagner als BN für einen Wagenhersteller, Wagner, Stellmacher




Weiland

Jan

Diphthonisierte Form von Wieland „wela + nand“ = sein Glück + wagen




Weiß

Jan

ÜN von der Farbe abgeleitet




Welzer / Weltzer

Som

(Jan)

Mehrere Deutungsmöglichkeiten: KF zu RN des althochdeutschen walt…, wie Walther (Macht) oder zum mittelhochdeutschen Wels (für einen Fischer) oder von walt / welt in der Bedeutung von Waldmann oder vom slawischen RN „Welcke“ oder HN bezogen auf den Ortsnamen Welz.




Wiese

Som

WN „Jener, der an / auf der Wiese wohnt“




Wohlert

Jan

ÜN „Der Wohlgesonnene“, „Der Wohlgestimmte“, Bezeichnung für einen sanguinischen Menschen. Weitere Deutungen: Herkunft von Walthard – der kühn und kräftig walten kann aber auch von Walther – der Volksführer, Herrscher, der im Volke Waltende oder aber von Wohld = Wald, Waldmann




Zocher

Jan

Zwei Deutungen: mittelhochdeutscher ÜN für „Prügel“ (Stock) im übertragenen Sinne für einen Grobian oder aber von „zochen“ = ziehen, reißen aber im übertragenen Sinne auch locken, reizen




Zinnow

Zinno

Zinnau

Jan

BN: Der Zinn(be)arbeiter, der Zinngießer, der Verzinner oder aber HN: „Der Zinne“, weil aus dem Ort Zinna. Bei Alt Landsberg gibt es das „Zinndorf“, weil vom Kloster Zinna (bei Jüterbog) gegründet.