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Pollitz, Ort und Rittergut Calenberge / Kahlenberge (Altmark)
Notizen zur Geschichte
Zusammengestellt von Christoph Janecke, Bearbeitungsstand: Januar 2011
Der Name Pollitz ist slawisch und bedeutet soviel wie Niederung oder Fläche im Tal.
Der Ort liegt 1,5 Meilen nordwestlich von Seehausen.
– | Vor der Zeit der Völkerwanderung ist Pollitz ein slawisches Rundlingsdorf |
1208 | Aus diesem Jahr ist uns die älteste, erhaltene urkundliche Erwähnung überliefert. |
um 1530 | In der Feldmark bestehen dicht beieinander Pollitz und Fiefhufen. Sie werden erst später unter dem Ortsnamen „Pollitz“ zusammengeschlossen. |
1543 | Die Kirche von Pollitz ist eine Filia der Kirche des Ortes Deutsch. |
1618 - 1648 | Der Dreißigjährige Krieg bringt auch für Pollitz Verwüstungen durch die Soldateska und dem mitziehenden Tross. |
1688 – 1805 | Im Kirchenbuch Wanzer befindet sich ein alphabetisches Namensverzeichnis, auch über die Bewohner von Pollitz in diesem Zeitraum. (Landeshauptarchiv Magdeburg, Film 03220 , Band 617a, lfd. Nr. 3a, und die Kirchenbucheintragungen für Pollitz mit Kahlenberge von 1736 – 1766: Film 03220, Band 616, lfd. Nr.2. |
seit 1689 | Ein Kirchenbuch von Pollitz ist seit dieser Zeit komplett vorhanden. |
1709 | Die Elbe hat bei Wahrenberg und auch bei Berge wieder die Deiche durchbrochen. Ein Stück des Alanddeiches nahe der Calenberger Ziegelscheune wurde fortgespült. Das Wasser hat drei große Begräbnisurnen aus grauer Vorzeit freigespült. |
1741 | Die Kirche erhält einen neuen Turm aus Fachwerk, mit roten Ziegeln ausgefacht. |
1776 | Für Pollitz wird ein eigenes / neues Kirchenbuch angelegt. Die bisherigen Eintragungen befinden sich im Kirchenbuch Wanzer. |
1784 | Ein erneuter Deichbruch bei Calenberge an der Ziegelscheune. |
- | Zu Pollitz gehören die Güter Kahlenberge, Ovelgünne und Groß Garz. Die alten Kirchenbücher von Deutsch, in denen auch Pollitz enthalten ist, werden später nach Groß Garz umgelagert. |
1800 | Kahlenberge ist kein selbständiger Ort. Bestand: Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude, 1 Windmühle, 1 Ziegelei. Es leben hier: 35 Personen, davon 1 Förster und vier Einlieger. |
1807 -1815 | Zur Zeit der Französischen Besetzung und der Befreiungskriege gehört Pollitz zum Königreich Westphalen, das von dem Bruder Napoleon Bonaparte Jeromé („König Lustik“) regiert wird. |
1820 | Kahlenberge: Adeliges Gut, dem Grafen von Jagow auf Aulosen und Pollitz gehörend. Bestand: 1 Windmühle, 1 Wohnhaus, 1 Ziegelscheune, 18 Einwohner. Zu Pollitz gehören 3 Einzelgrundstücke: Scharpenhufe, Neuhof, Kahlenberge. Pollitz wird etwa um diese Zeit wieder nach Groß Wanzer eingepfarrt. |
1871 | Die Kirche erhält den Neubau eines Kirchenschiffes |
1909 | Ein großes Eisgeschiebe auf Elbe und Aland. Mehrere Deichbrüche. Alandeiche und Wege beschädigt. Hochwasserkatastrophe. Besonders betroffen ist das Rittergut Pollitz. |
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