südwestlich der Stadt Zossen gelegen. Bearbeitung: Januar 2010
Schreibweisen: 1545 Claustorf, 1624 Claussdorf, 1651 Klawesdorf, 1693 Clausdorf.
Es liegt die Vermutung nahe, dass der Gründer des Ortes Nikolaus geheißen haben könnte. Es handelt sich um die deutsche Dorfanlage eines Sackgassendorfs.
Im Dorfe leben: 11 Hüfner, 6 Kossäten, 1 Hirte. Die Fläche der Gemarkung beträgt 12 Hufen, davon hat der Lehnschulze zwei Hufen. Das Dorf übt die Fischereigerechtigkeit aus.
Die Hüfner haben mit Gespannen; die Kossäten mit der Hand Dienste zu leisten, so beim Weinberg gen Glienicke und beim Bau der Dämme sowie der Wege.
In Klausdorf leben: 1 Lehnschulze, 10 Einhüfner, 6 Kossäten und 1 Hirte.
Überhaupt: 12 Hufen. (Das bedeutet: Im Ganzen)
11 Hüfner bewirtschaften das Land. Im Dreißigjährigen Krieg werden bis 1648 fünf Bauernhöfe und vier Kossätenstellen wüst.
11 Bauern, 6 Kossaten, 136 Seelen.
Der Landreiterbericht meldet: Im Dorfe sind nur noch übrig: Der Schulze – Jürge Schulze, die Bauern Rohden, Hanschke, Lehmann (I), Nisches, Lehmann (II) und die Kossäten Nischke und Schultze von Jachzenbrück. Also in Summa: 5 Hüfner und 2 Kossäten.
(Anmerkung C. J.: Jachzenbrück ist eine zu Jühnsdorf gehörende Ansiedlung. Jühnsdorf liegt nordwestlich des Rangsdorfer Sees).
11 Hüfner, 4 Kossäten, 1 Hirte, 1 Knecht, 2 Paar Hausleute.
11 Bauern, 5 Kossäten. Weitere Gebäude: 1 Krug, 4 Familien-Häuser, 1 Wohnhaus für den Ziegelstreicher, 1 Ziegelscheune.
1 Lehnschulze, 11 Ganzbauern, 6 Ganzkossäten, 10 Büdner, 6 Einlieger. In Summa 164 Seelen, dabei 1 Krug, 1 Ziegelei, 29 Feuerstellen, 12 Hufen.
2 Öffentliche Gebäude, 52 Wohnhäuser, 86 Wirtschaftsgebäude, 1 Dampfgetreidemühle, die Kalkbrennerei, 2 Ziegeleien. Moderne Ziegelfabriken sind im Aufbau begriffen. Das Dorf ist eingekircht zu Sperenberg.
Als Wohnplätze werden ausgewiesen: Chausseehaus, Siedlung sowie die Ziegelei.
Quelle: Historisches Ortslexikon für (die Mark) Brandenburg, Teil IV, Teltow. Potsdam 1976.