Über die Familie SOTSCHECK in Nowawes
Die ausführliche Nachfahrenliste einer geraden Linie,
- Tabellarische Lebensläufe - mit einigen Anmerkungen.
etwa 1718 beginnend
Zusammengestellt: Christoph Janecke, Bearbeitungsstand: Dezember 2010
Im Jahre 1750 wird auf Befehl des Königs Friedrich II. mit dem Bau eines Kolonistendorfes, vor allem für Glaubensflüchtlinge, in der Gemarkung Neuendorf bei Potsdam begonnen. Da im Wesentlichen Zuwanderer aus Böhmen erwartet werden, erhält die Ansiedlung später den Namen in böhmischer Sprache “Nowawes” (auch Nova V(j)es = Neues Dorf). So bestehen bald ein alter deutscher und ein neuer böhmischer Ort “Neuendorf “nebeneinander (vergleiche auch deutsch und böhmisch Rixdorf / heute in Berlin-Neukölln).
Der erste Bauabschnitt.
Der mit der Bauplanung und Bauleitung beauftragte v. Retzow plant, lässt bauen und überwacht das Fortschreiten der Arbeiten. Zügiges Arbeiten tut not, denn in des Königs Auftrag hat Retzow mit vielen fliegenden Handzetteln ja bereits ausgiebig Einwanderer angeworben, die sich auf den Weg begeben, als auf der „Neuen Scholle“ noch kein einzig' Haus steht. Die neue Scholle - das werden vorerst 155 Häuser sein, die fünf Straßen (breite Sandwege) und den Kirchplatz säumen. Die meisten der Angeworbenen kommen aus dem Böhmerland, sollen des Spinnens oder des Webens kundig, werden protestantische Glaubensflüchtlinge sein, die von der katholischen Vorherrschaft der Kaiserin Maria Theresia fort wollen. Sie kommen wohl meist nach Zwischenaufenthalten in Sachsen oder Polen bis hierher. Andere Neusiedler wandern aus Hessen, Württemberg, Nassau und auch aus der Schweiz in die “Märkische Streusandbüchse” ein.
Überliefert ist uns der werbende Aufruf des Obersten von Retzow, datiert vom 7. Octobris 1750:
“Nachdem Se.* Königl. Majst. in Preußen allergnedigst resolviret**, zum Dienst der in Böhmen der Religion wegen verfolgten Evangelisch-Lutherischen Glaubens-Genossen, ein ganz neues Etablissement anzulegen, und mir unterschriebenen, die Vollmacht ertheilet, dieses Werk in Stand zu bringen; als habe allen und jeden denen dieses vorgezeiget wird, und sie sich entschließen möchten nach Berlin zu ziehen, die Versicherung geben sollen, daß dieselben nicht allein aufgenommen, sondern auch gesorgt werden soll, daß sie nebst ihren Familien, sich reichlich und ehrlich ernehren können, welches auf Verlangen hierdurch attestiren, und mit meiner eigenhändigen Unterschrift, auch angebornen Pittschaft*** bekräftigen soll.
Potsdam, d. 7. Octobr. 1750 W. von Retzow -
Sr.* Königl. Maj. in Preußen
bestallter Obrist bey der
Infanterie und Commendeur
eines Bataillons Grenadier Guarde
auch Comandant zu Potsdam.
1751 werden schon die ersten 60 Häuser für jeweils 2 Familien (mit gemeinsamen Hausflur) bezogen und 1752 besteht die Siedlung bereits aus 100 Häusern.
Zu den Ansiedlern aus Böhmen gehört auch unsere Familie Sotscheck.
Die Kirchenbücher geben als erste offizielle Unterlagen eine Auskunft über die Familien - auch über die unterschiedlichen Schreibvarianten des Namens noch im böhmischen Kirchenbuch, in dem tschechisch geschrieben wurde. Später, bei den Eintragungen im deutschen Kirchenbuch werden die Schreibweisen noch vielgestaltiger, bis sich endlich die noch heute übliche Schreibweise „Sotscheck“ durchgesetzt hat.
Anmerkungen:
* Se.: Seine Königliche Majestät, Sr.: Seiner ...
**resolviret: ... festlegte
***Pittschaft (später Petschaft): Siegel-Stempel
In den folgenden Darstellungen sind die Namen ohne die im Original bestehenden „Akzents“ geschrieben.
Auf verschiedenen Seiten haben Dr. Wernher Bauer (mit W. B.) und Christoph Janecke (mit C. J. gekennzeichnet) Notizen angefügt, die lediglich ihre persönlichen Auffassungen wiedergeben.
Die erläuternden Texte gelten als nicht abgeschlossen, sie können ergänzt werden, verschiedenes ist noch nachzutragen - beispielsweise
- an Daten zu Personen
- zu geschichtlichen Ereignissen im Ort, die auf das Leben der hier dargestellten Personen Einfluss genommen haben könnten.
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Kurzfassung: Direkte / gerade Linie der Familie Sotscheck in Nowawes (Namentlich erwähnt ist nur jeweils jenes Kind, das den Weg in der Richtung zu unseren heute lebenden Sotschecks geht)
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Generation 10 / Ahn 608 Sotscheck, Wenzel (sen.) um 1700 vor 1770 vor 1718 aus Böhmen (Königgrätz) |
* + oo 5 Kinder nachgewiesen |
Generation 10 / Ahnin 609 N., Werema (Familienname nicht 1703 (überliefert) 05. 05. 1767 vor 1718 aus Böhmen stammend |
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Gen. 09 / Ahn 304.1 Sotscheck Wenzel, (jun.) (1718) in Böhmen 27. 04. 1816 04. 06. 1754 |
* + oo, 13 Kinder |
Gen. 09 / Ahnin 305 Fuchs, Johanne Charlotte, gen.:Anna (11. 11. 1732) aus Collin, Böhmen 22. 01. 1817 04. 06. 1754 |
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08 / 152.7 Sotscheck, Joseph Friedrich 06. 08. 1765 13. 04. 1840 24. 09. 1797 |
* + oo, 9 Kinder |
08 / 153 Wagnitz, Anna Dorothea (1773) 23. 12. 1839 24. 09. 1797 |
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07 / 76.7 Sotscheck, Friedrich Gottlieb (d. Ältere) Weber, Fabrikant 13. 03. 1813 29. 12. 1883 16. 04. 1837 |
* + oo, 13 Kinder |
07 / 77 Melsheimer / Melzheimer, Caroline Friederique 01. 02. 1813 03. 09. 1896 16. 04. 1837 |
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06 / 38.1 Sotscheck, Friedrich Albert Gottlieb (der Jüngere), Lehr. 17. 01. 1813 19. 12. 1878 17. 01. 1865 |
* + oo, 6 Kinder |
06 / 39.2 Zinnow, Charlotte Luise Auguste 08. 11. 1835 16. 07. 1914 17. 01. 1865 |
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05 / 19.1 Sotscheck, Johannes, Lehrer 12. 06. 1866 04. 07. 1951 ? |
* + oo, 2 Kinder |
05 / 20 Ranke, Johanna 15. 12. 1868 12. 01. 1954 ? |
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Die Eltern
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Vater: Generation 10 / Ahn 608
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Mutter: Generation 10 / Ahnin 609 |
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Name: |
Sotscheck (zur Zeit der Ansiedlung in Nowawes, unter anderem auch „Sautscheck“ geschrieben).
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N. N. (Familienname nicht überliefert) |
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Vornamen: |
Waclaw, senior (später eingedeutscht in Wenzel / Wentzel)
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Werema, (eventuell gleichbedeutend mit Werena?) |
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Geburt: Taufe:
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In Böhmen, wahrscheinlich in Königgrätz |
wahrscheinlich in Böhmen (1703) |
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Beruf / Stand |
Tätig als Gärtner in Nowawes
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Wohnanschriften vor der Ehe:
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Böhmen, |
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Trauung / Eheschließung: |
Vermutlich in Königgrätz vor / um 1700 die ersten 5 Kinder nachgewiesen. Anmerkung: Das vom Sterbejahr rückgerechnete Geburtsjahr der Mutter und ihr Eintritt in die Mutterschaft, bilden die kurze Spanne von 15 Jahren und werden als nicht völlig sicher angesehen. Schreibfehler (64 Jahre) sind nicht ausschließbar. (Chr. J.)
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Wohnanschriften, gemeinsame:
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Priesterstraße (Parzelle) 60. Das ist spätere Priesterstraße 18 / 19 = die heutige Karl-Liebknecht-Straße 23 / 24. |
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Tod / Gestorben: |
Nowawes, vor 1770 |
Nowawes, 05. Mai 1767, ca. 64 Jahre alt.
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Anmerkung zu „Wohnanschriften“, Parzelle 60 in der Priesterstraße: Bei der ursprünglichen Bebauung handelte es sich um ein 5achsiges Kolonistenhaus in der Größe 30 x 40 Fuß (9,42 x
12, 56 m). Bauzeit: 1752. In diesem Hause lebte nach dem Zuzug, die Familie des Wenzel Sotscheck d. Ä.. Die königliche Schenkung an ihn erfolgte 1760. Irgendwann vor 1862 erfolgten Anbauten, die dem Bauwerk eine Straßenfront von 24,50 m Länge verliehen. Somit hatte dieses Langhaus 9 - 10 Achsen. Der nördliche (linke) Hausteil wurde vor 1911 abgebrochen, um ein großes Miethaus anzulegen. Zu dieser Zeit war Tischlermeister Otto Gericke Besitzer und Bauherr dieses Gebäudes Priesterstraße 18 / 19. Die heutige Bezeichnung ist: Karl-Liebknecht-Straße 24. Noch können die Sotscheck nicht ahnen, dass spätere Babelsberger Förderkreis Böhmisches Dorf Nowawes) in diesem Hause, das ihnen vom König übereignet wurde, am 04. Mai 1999 „das Weberstübchen“, ein kleines Museum einrichten.
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Die Kinder, Generation 09 Anmerkung: Der Name des Kindes, das die Ahnenfolge in gerader Linie zu den jüngsten Probanden der Familie Sotscheck weiterführt, ist fett gedruckt. Es handelt sich um das erste Kind.
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Nr. |
Familienname: Sotscheck
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Lebensdaten der Kinder |
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1 |
Wenzel (jun.) 09 / 304 |
Geboren in Königgrätz an der Elbe, im Jahr 1718. Hochzeit am 04. Juni 1754. Gestorben in Nowawes am 27. April 1816, nachmittags 5 Uhr. (KB Nr. 22 / 1816) |
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2 |
Maria Anna |
Geboren 1720. Sie heiratet vor 1757 in Nowawes den Weber George Johann Gottfried Maxa. (geb. 1734). Das Paar hat zwischen 1757 und 1770, 7 Kinder. (Stadtarchiv Pdm. MR -197, Film 1209, M 65). Gottfried Maxa stirbt am 08. März 1788 mit 54 Jahren. Maria stirbt in Nowawes am 01. Juni 1813, früh 4 Uhr, an Altersschwäche. 93 Jahre. Sie wohnte zum Lebensende „11- Häuser, Nr. 199“. (Mühlenstraße, auf Parzelle 199). Beerdigt am 03. Juni 1813.
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3 |
Dorothea |
Daten über sie sind noch unbekannt. Sie ist später mit Hoyma verheiratet. |
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4 |
Joseph Johannes |
Geboren am 27. Februar 1739. Webermeister. Er heiratet in Nowawes am 15. November 1759 die Anna Maria Lehmann aus Schenkendorf, (das ist das heutige Schenkenhorst). Der Brautvater ist Michael Lehmann. Das junge Ehepaar wird zwischen 1760 und 1774 fünf Kinder haben, von denen aber zwei im Kindesalter sterben. Mutter Anna Maria stirbt am 14. November 1786 mit 52 Jahren. Vater Joseph Johannes stirbt (in Nowawes) am 14. Februar 1789. (Wahrscheinlich an Epilepsie - schwer lesbar / „auf dem Felde“). Beerdigt in Nowawes.
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5 |
Anna Maria (im böhmischen Kirchenbuch unter +: Marjeka |
Geboren im Jahre (1741). Sie heiratet in Nowawes am 01. Juni 1779 den Martin Kopecky (später „eingedeutscht“ Kopecki. Zu ihm gibt es keine näheren Daten). Quelle: (Stadtarchiv Potsdam MR 196 Film 1208, Stammfolge K 138 I). Das Paar hat zwischen 1780 und 1783 zwei Kinder. Im böhm. KB der Friedrichskirche: Anna ist gestorben am 04. Oct. 1785, 40 Let stara (Jahre alt). |
Anmerkung zu: „Wohnte 11 Häuser, No. 199“. Die Straßen der Kolonie trugen in den ersten Jahrzehnten noch keine Straßennamen. Standen in der Straße nach Beendung des ersten Bauabschnitts elf Häuser, so war das für lange Zeit die 11-Häuser-Straße. Diese Straße wurde als Sandweg im 2. Bauabschnitt im Jahre 1765 angelegt. Bei dieser Straße handelt es sich um die heutige Mühlenstraße. Die Angabe 199 bezieht sich auf die fortlaufende Nummerierung der Parzellen / Grundstücke (also nicht auf die Hausnummer in der Straße). Das alte Kolonistenhaus ist nicht mehr erhalten.
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Die Eltern
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Vater: Generation 09 / Ahn 304 |
Mutter Generation 09 / Ahnin 305 |
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Name: |
Sotscheck (bei der Trauung in Nowawes „Saucek“ geschrieben) |
Fuchs Ihr Vater: Fuchs, George aus Collin in Böhmen gebürtig Ihre Mutter: N. N., Anna
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Vornamen: |
Waclaw, später eingedeutscht: Wenzel, auch Wentzel (jun.) |
Johanne Charlotte, (genannt aber: Anna)
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Geburt: Taufe:
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in Königgrätz (Böhmen), 1718 |
eventuell in Collin oder in Königgrätz am (errechnet: 11. November 1732) |
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Beruf / Stand: |
Webermeister, Etaminmacher,* Bäcker in Nowawes
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Wohnanschriften vor der Ehe: |
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Trauung / Eheschließung: |
Nowawes, am 04. Juni 1754. Brautpaar: Waclaw Saucek / Anna Fuxowa. 13 Kinder sind nachgewiesen
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Wohnanschriften, gemeinsame: |
Er lebt im Hause Kirchplatz, Parzelle 147 (heute Weberplatz 2), wohl spätestens ab 1754. Dieses Haus mit Grundstück geht 1763 durch königliche Schenkung in seinen Besitz über.
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Tod / Gestorben: (hier geschrieben: Sothscheck) |
Nowawes, 27. April 1816, am Nachmittag 5 Uhr. 98 Jahre alt. Altersschwäche. Er hinterlässt die Ehefrau und 4 majorenne Kinder. Beerdigung 29. April. Prediger Münnich. Sterberegister Nr. 22 / 1816
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Nowawes, 22. November 1817, 12 Uhr am Mittag. Altersschwäche. 85 Jahre und 11 Tage alt. Sie hinterlässt 4 majorenne Kinder. Beerdigung am 24. November 1817, Prediger Münnich. Sterberegister 36 / 1817. |
* Anmerkung des Chr. J. zum Beruf des Etaminmachers. Was ist Etamin?
Etamin (französisch) kann mit „Siebtuch“ übersetzt werden. Es ist ein leichtes, durchsichtiges Gewebe, gazeartig, mit sichtbarer Gitterstruktur, mit quadratischen, verschiebefesten Öffnungen, die nach dem Einsatzzweck unterschiedlich groß sein können, in Leinwand- oder Scheindreherbindung hergestellt. Zu seiner Herstellung bedarf es einiger Zusatzgeräte zum einfachen, herkömmlichen Webstuhl. Etamin ist ein beliebig beidseitig einsetzbares Gewebe. Anwendung findet es unter anderem als gröberer Gardinenstoff, als Insektenschutz-Fenstergaze, für Seihtücher, als Beuteltuch = Siebtuch = Müller- oder Beutelgaze zum Durchbeuteln des Mehls oder des Durchsiebens der Pulver in Apotheken.
Weitere Verwendungen sind jene, als Kartuschenbeutel (Beutel für Schießpulverladungen, in Kartuschen aufbewahrt) und auch für Verbandstoffe.
Die nachträgliche Ausrüstung der Etamin-Webware (Appretur = An- oder Einlagerung bestimmter Substanzen, chemischer Stoffe oder Pflanzenstärke), wirkt formerhaltend, wasser- und schmutzabweisend und kann dabei das Gewebe steif und glänzend machen, insbesondere nach einer Verfestigung durch das Pressen.
Mögliche Einsatzgebiete: Nähgazen für luftige Damenhüte, Kleidungsfutter, Kragen- und Manschetteneinlagen sowie für die Reifröcke der Damen.
Der Begriff Gaze (französisch) beruht auf der Benennung nach der Stadt Gaza, wo dieses Gewebe möglicherweise zuerst hergestellt wurde.
Februar 1759
Eine erste Einwohnerliste über die „681 Seelen“ von Nowawes ist uns überliefert (siehe Beilage).
1763
Am 24. August 1763 wird vom Magistrat Potsdam eine Liste der Eigentümer der Häuser in Nowawes angefertigt. 155 Familiennamen sind aufgeführt. Quelle Brandenburgisches Hauptarchiv, Repositum 2, D., 15426/1, Seiten 149 - 172, .darunter auf Seite 157, Nr. 60: Familie des Wentzel Sautscheck. Dieser ist aus Königgrätz in Böhmen gebürtig. Die königliche Donation (Schenkung des Hauses) erfolgte unter dem Datum des 30. Juny 1760. Bei ihm ist Miether Johann Sautscheck; der gibt aber keine Miethe. (Anmerkung Chr. J.: Es wird sich um den jüngeren Bruder des Wenzels handeln, der 1739 in Böhmen geboren wurde). Ernährungsgrundlage: Der Wirth webt Baumwolle, der Miether arbeitet mit Cattun. (Anmerkung Chr. J.: Es dürfte sich somit um den gleichen Arbeitsstoff handeln.
Auf Seite 158, No. 63: Familie des George Fuchs. George ist aus Collin in Böhmen gebürtig. Die Königliche Donation erhält er am 25. July 1761.
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Die Kinder, Generation 08 Anmerkung: Der Name des Kindes, das die Ahnenfolge in gerader Linie zu den jüngsten Probanden der Familie Sotscheck weiterführt, ist fett gedruckt. Es ist das siebente Kind.
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Nr. |
Familienname: Sotscheck |
Narodili se nastedugiy Ditky. (Geburten / Namensgebungen = Taufen der Kinder) und weitere Lebensdaten Alle Kinder in Nowawes geboren und auch hier gestorben. |
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01 |
Anna Marie (I) |
Leta Pane 1755! (Im Jahre des Herrn 1755! - gleichbedeutend wie „Anno domini“) Dne 28. Maje narodila se Devoska Waclawowj Sauckowj. (Am Tag, dem 28. Mai ist geboren die Tochter des Wenzel Sotscheck). Taufe am 01 Junü. Swiedkowe (Paten): George Benda, Weronik Smetanowa, Franc Razakowa. - Gestorben am 31. Dezember 1756.
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02 |
Marie Katerina (Maria Catharina) |
Geboren am 13. Februar 1757. Matka gest Anna, rode Fukowa (Mutter ist Anna, eine geborene Fuchs). Taufe am 18. Februar 1757. Swiedkowje (Paten): Jakub Prazatz, Jan Gottfried Maxa, Pani (Frau) Bendowa. Gestorben am 25. März 1757.
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03 |
Anna Dorothea |
Dne 26. 2. 1758 narodila gest Devoska ... (Am 26. Februar 1758 ist geboren die Tochter ... ), Taufe: 01. Marti. Paten: Jan Fater, Jozef Smetana, Katerina Podhaghta. - Gestorben am 24. März 1758.
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04 |
Scharlotta (Charlotte) |
Narodila: (Geboren) 29. April 1760. Taufe dne (am Tage) 04. Mai 1760. Swiedkowe (Paten): Jan Fater, Katerina Maxowa (Berline), Nikolas Binex (?), Fabrikant; Jan Hogareg, Katerina Stanislawa, Katerina Podhaghta, Anna Marie Sanykowa, Marie Maxowa. Gestorben am 26. August 1764.
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05 |
Anna Marie (Anna Maria (II)) |
Narodila se Devoska Waclawowj Sauczkowj i Anna Fuxowa. (Geboren ist die Tochter des Wenzel Sotscheck und der Anna Fuchs) am 11. Oktober 1762. Taufe: 17. Octobris 1762. Paten: Waclaw Parzizek, Dorotha Hoyma, Sestra Otu (Dorothea Hoyma, geb. Sotscheck, Schwester des Vaters); Josef Smetana. Gestorben am 24. 10. 1762.
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06 |
Wenzel Gottfried |
Geboren am 14. oder 17. Dezember 1763. (Datum gestrichen und unleserlich überschrieben). Paten: Katerina Maxowa wolowa is Berline (in Berlin wohnend), Jan Lehmann, Dorota Zogna, Sestra Matky (Dorothea Zogna, geb. Fuchs, Schwester der Mutter). Gestorben am 07. Juli 1764.
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07 |
Joseph Friedrich 08 / 152 |
Geboren (sehr wahrscheinlich) Kirchplatz 147 (heute: Weberplatz 2), am 06. August 1765. Die Paten: Josef Smetana, Fabrikant Nicolas, Benes For...?, Anna Marie Sauckowa, Makowa Kaldewi.
Er heiratet am 24. September 1797 die Anna Dorothea Wagnitz. Gestorben am 13. April 1840.
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08 |
Scharlotta Caroline Christiane -------------- (Charlotte Caroline Christiane) |
Narodila Leta Pane dne 05. Novembris 1767. Taufe am 11. November 1767. Paten: Anton Horzik, Alsbieta Mala Zwirinowa. Heiratet am 01. Dezember 1794 den Webermeister Johann Christian Berthold (geboren in Nowawes am 24. März 1769, gestorben in Nowawes am 08. April 1841). Das junge Paar lebt (1805) in der Waldstraße (Parzelle) 100. Sein Vater ist Johann Friedrich B., seine Mutter Joh. Sophie, geborene Hannemann (Stadtarchiv Pdm. MR 192, Film 1206, Stammfolge B 79/1). Zwischen 1797 und 1811 wird das Ehepaar 7 Kinder haben. Sie ist gestorben am 15. November 1831. Zu der Kinderschar unseres Paares gehört u. a. Johann Carl, geboren am 10. Februar 1801, getauft am 22. Februar. Register 5 / 1801. Paten: Webermeister Holletz, Webergesell Sodscheck, Jungfer Thomas, des Splittmachers Tochter. Ein weiteres der Kinder: Johann Christian Berthold, geb. am 24. July 1805, mittags um 1 Uhr. Getauft wird das Kind am 28 July vom Prediger Kropatschek. Register 49 / 1805. Paten: Webermeister Mager, Jung- und Webergesell Schauffuß und Webermeistersfrau Matthes.
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09 |
Anna Caroline Friederike |
Geboren am 10. Juni 1770. (Pateneinträge nicht lesbar). Heiratet 1790 den Webermeister Friedrich Wilhelm Holletz (Geboren in Nowawes am 01. September 1765, gestorben am 29. Juni 1809). Das Paar wohnt in der Waldstraße (Parzelle) 90. Des Bräutigams Vater ist Stephan Holletz, die Mutter ist Catharina, eine geborene Szipowa. (Stadtarchiv Potsdam, MR 195, Film 1207, Stammfolge H 246/1). In ihrer Ehe wird sie zwischen 1790 und 1807, 9 Kindern das Leben geben. Gestorben am 12. Dezember 1844. Zu den Kindern gehört auch Carl Samuel Holletz, geboren am 09. Decembris 1797 (Register 4 / 1797). Taufpaten: Webermeister Berghold, Webermeister Soscheck und Frau Soscheck.
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10 |
Johann Gottfried |
Narodili dne 24. Octobris 1772. Otec (Vater): Waclaw Soucek. Matka (Mutter): Anna rode (geborene) Fuchsowa. Paten: Zadel, Smentana, ... (unlesbar).
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11 |
Johann Tobias |
Geboren am 30. Januar 1774. Swiedkowe (Taufpaten): Anton Rubiceck, N. Poka Mala, Kaldow. Smetana.
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12 |
Christian |
Z w i l l i n g e |
Geboren am 21. Juni 1779. Taufe am 28. Juni 1779. Paten: Christian Zadel, Maleg ...?, Josef Smetana, Jan Saucek.
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13 |
Karel (Carl) |
Geboren am 21. Juni 1779. Taufe am 28. Juni 1779. Paten: Mlada Jadlowa, Guswa Jasowa, Maria Stanislawowa.
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Die Eltern
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Vater: Generation 08 / Ahn 152 |
Mutter: Generation 08 / Ahnin 153 |
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Name: |
Sotscheck (in den Akten u. a. auch „Zoscheck“ geschrieben)
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Wagnitz |
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Vornamen:
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Joseph Friedrich |
Anna Dorothee |
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Geburt: Taufe: |
Nowawes, am 06. August 1765 Die Paten: Josef Smetana, Fabrikant Nicolas, Benes For...?, Anna Marie Sauckowa, Makowa Kaldewi.
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Potsdam, im Jahre 1773 |
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Beruf / Stand: |
Webermeister in Nowawes
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Hausfrau und Mutter |
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Trauung / Eheschließung: |
Nowawes, am 24. September 1797. Das Ehepaar wird neun Kinder haben. Ab etwa 1800 ... 1803 erstmals die eingedeutschte Schreibweise „Sotscheck“, die aber, da nach Gehör aufgenommen, immer wieder mal in verschiedenen Varianten dargestellt wird. So auch geschrieben im Kirchenbuch 1804: Saudscheck.
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Wohnanschriften, gemeinsame: |
Um 1804 / 1805: Am Laufgang, Kirchplatz (Parzelle 147). Das ist heute Weberplatz 2. Es ist sein Elternhaus. Die heutigen Straßen (im Jahr 2010): Lutherstraße, Schornsteinfegergasse und Kreuzstraße, waren damals unbebaut und wurden vorerst namenlos, als Laufgassen bezeichnet. Ab etwa 1810: Wohnung in der 50-Häuser-Straße __. (Heute Alt Nowawes), 1813: Kirchplatz (Parzelle 140 ) = Weberplatz 22, (Kolonistenhaus abgerissen). 1815: Kirchplatz (Parzelle) 138. Das ist heute Weberplatz 24. Um 1840: Am Kirchplatz __. Letzte Wohnung des Lebens: Waldstraße __ (das ist die spätere Wallstraße = die heutige Karl-Gruhl-Straße).
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Tod / Gestorben:
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Wohnt Nowawes, Oberlinhaus, 13. April 1840, abends 9 Uhr. Altersschwäche. 75 Jahre / 7 Monate / 7 Tage alt. Er hinterlässt 7 majorenne Kinder. Beerdigt am 17. April. Sterberegister 39 / 1840
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Wohnt Nowawes, Oberlinhaus, am 23. Dezember 1839, am Mittag um 1 Uhr, mit 66 Jahren. Gestorben an Auszehrung. Sie hinterlässt den Gatten und 7 majorenne Kinder. Beerdigung am 26. Dezember, Pfarrer Papin. Sterberegister 57 / 1839 |
Anmerkungen zu den oben angeführten Wohnungsangaben:
- Kirchplatz, (Parzelle) 140: Bei diesem Haus handelt es sich um das Haus Weberplatz 22. Dieses Kolonistenhaus wurde abgerissen, um Platz für ein großes Mietshaus zu schaffen. Das Kolonistenhaus war ein 5achsiges Typenhaus. Der Standort und das Aussehen des Hauses sind also bekannt.
- Kirchplatz Parzelle 147. Das ist heute Weberplatz 2. Es handelte sich ursprünglich ebenfalls um ein 5achsiges Kolonistenhaus vom Bautyp 25 x 38 Fuß Grundfläche (7,85 x 11, 93 m). Bauzeit: 1753. Die Schenkung seitens des Königs erfolgte 1763 an den Etaminmacher Wentzel Soutscheck /Soczek (jun.). Vor 1862 erhält das Haus am südlichen Giebel einen verlängernden Anbau von 2 Achsen und zwischen 1880 und 1890 ein Drempelgeschoss.
Im Februar 1880 erwirbt der Handelsmann Gottfried Hönow das Haus und richtet im rechten / südlichen Anbau eine Gaststätte ein. Später wohnt hierin Tochter Emma Hönow mit ihrer Familie (oo Erich Renn).
1780
Zur Ausbildung im Handwerk des Webers: Ein Bursche wird nicht eher als Lehrling in die Rolle des Weberhandwerks aufgenommen bis er (etwas) lesen und schreiben (nicht etwa rechnen) sowie die fünf Hauptstücke kann.
Später soll er nicht eher von der Lehrzeit los- und freigesprochen und somit als Geselle bestätigt werden, bis er, außer den gehörigen Arbeitsproben, einen Spruch aus der Bibel abschreiben kann.
Bei der Lossprechung ist ihm aufzugeben, drei Jahre zu wandern.
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Die Kinder, Generation 07 Anmerkung: Der Name des Kindes, das die Ahnenfolge in gerader Linie zu den jüngsten Probanden der Familie Sotscheck weiterführt, ist fett gedruckt. Es ist das siebente Kind.
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Nr. |
Familien-name: Sotscheck |
Lebensdaten der Kinder Alle Kinder in Nowawes geboren und gestorben. |
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1 |
Friedrich Wilhelm |
Dne 11go Decembris narodil se synacek Gmenem Friedrich Wilhelm. Otec gest Friedrich Saudcek. Radlec a Matka Anna rodena Fuchsowa. Am 11. Dezember 1798. (Im böhm. KB. registriert) wurde der Sohn namens Friedrich Wilhelm geboren. Sein Vater ist Friedrich Sotscheck, seine Mutter ist Anna, geborene Fuchs). Pokrtena (Taufe): 26. Dec. 1798. Swiedkowe gsau byby: (Die Gevattern des Kindes): Karel Weichelt, August Jung, Christian Pomar, Louisa Tomacyka, 'Lotta Tomacyka.
Er heiratet als Webermeister am 14. Februar 1830, 31 Jahre alt, die Marie Sophie Friederike, geb. Wilberg separierte Heiter, 26 Jahre jung, geboren in Fahrland am 22. Dezember 1802. Ihr Vater war der verstorbene Viehmäster Johann Wilberg, ihre Mutter Marie Dorothea Hannemann. Die Braut hat bereits ein Kind aus der ersten Ehe. Friedrich war vorher noch nicht verheiratet. Der Vater von Friedrich Wilhelm hat seine Einwilligung zur Heirat mündlich gegeben. Trauregister Nr. 3 / 1830. In der Ehe mit Friedrich Wilhelm Sotscheck wird sie 1834 ein weiteres Kind bekommen, das die väterlichen Namen Friedrich Wilhelm erhält. Dieser wird geboren am 19. Dezember 1833., heiratet am 16. Oktober 1859 Maria Dorothea Auguste Wolf, die am 11. März 1836 geboren wurde. Zu ihren Kindern gehört auch Bernhard Sotscheck, Webergeselle, geboren in Nowawes am 07. Dezember 1867. Vom 23. Juni 1887 an wohnt die Familie in der Nowaweser Luisenstraße 2. Bernhard zieht als junger Erwachsener am 13. August 1894 in die Carlstraße 3.
Friedrich Wilhelm, jun. stirbt am 21. April 1902 gegen 1 Uhr am Morgen an einem Krebsleiden. Er hinterlässt die Gattin und 2 majorenne Kinder. Er wurde 68 J./4 Monate und 2 Tage alt. Am 24. April wird er beerdigt. KB Reg. 42/1902 Auguste (geb. Wolf) überlebt ihn um knapp 3 Jahre. Ihre Erdenzeit läuft mit 67 Jahren / 10 Monaten und 1 Tag, am 11. Januar 1905, um 1/2 4 Uhr am Nachmittage ab. Sie stirbt an einer Lungenentzündung. Am 15. Januar 1905 wird sie auf dem Neuen Friedhof (Goethestraße) bestattet. Quelle KB der Friedrichskirche 10 / 1905. (Deren Sohn Bernhard heiratet später Emma Sommer und ist somit ebenfalls mit Chr. Janecke blutsverwandt). Zu Friedrich Wilhelm Sotscheck und Auguste Wolf gibt es ein Anlageblatt nach dieser Kinderliste.
Friedrichs Frau Marie Sophie Friederike, geborene Wilberg / Heiter stirbt jedoch bereits am 19. Mai 1844. Seine 2. Ehe beginnt Friedrich Wilhelm Sotscheck 10 Jahre später. Er ehelicht die am 01. März 1797 in Potsdam geborene Johanne Justine Schütze, verwitwete Bathe (geboren am 01. März 1797). Ihre Eltern sind Johann Gottlieb Schütze und dessen Frau Johanna Franziska. Diese Ehe bleibt (schon altershalber) kinderlos. Er ist zur Zeit der 2. Eheschließung 55 Jahre alt, sie 56 Jahre. Die Trauung vollzieht Pfarrer Stobwasser. Das Leben der Johanne Justine wird am 20. April 1881 enden. 1882 wohnt Friedrich im Oberlinhaus und stirbt auch dort am 27. Dezember 1882, vormittags 6 1/2 Uhr, 84 Jahre /0 M/ 16 Tage alt, an Altersschwäche. Anzeige bei Pfarrer Koller durch „Schwester Luise“. Er hinterlässt drei Brüder. Bestattet wird er am 30. Dezember. KB 184 / 1882. Sie hinterlässt einen majorennen Sohn. Quelle: Stadtarchiv Film 308, Bild 202.
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Caroline Wilhelmine |
Geboren am 03. März 1801. (Im böhm. KB). 08. Märze pokrtenia gest Gmenem Caroline Wilhelmine. (Am 08. März wurde sie auf die Namen C. W. getauft). Swedkowe byli: Mladenec Mstr. Tkadlwoysky Saucec, Pekarowa, Tomaskowa. Gestorben am 30. April 1804, früh, 8 Uhr. 3 Jahre und 2 Monate alt. Erkrankung an Pocken. Beerdigung am 02. May. Sterberegister 28 / 1804.
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Carl Friedrich |
Geboren am 02. Februar 1803. (Taufregister 14 / 1803, im deutschen KB). Taufe am 13. Februar 1803. Zeugen / (Paten): Fleischermeister Weichelt, Webergesell Tauschil, Webermeister Herzbach, Webermeistersfrau Pekareck, Jungfer Kraemer, Gärtnerstochter. Heirat am 21. August 1825. Bräutigam Carl ist Webergesell zu Nowawes, wohnt jetzt aber in Potsdam, 22 Jahre alt. Braut ist die Jungfrau Caroline Friederike Richter. Ihr Vater: Der verstorbene Johann Christoph Richter, war Bäckergeselle in Potsdam. Im Trauregister der Friedrichskirche 21 /1825 erfasst, aber die Trauung vollzieht Prediger Hanstein, in der Nikolaigemeinde zu Potsdam. Caroline Friederike wird 1836, 1838 und 1840 Kinder zur Welt bringen, die aber nicht lebensfähig sind.
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Friedrich Samuel |
(Im böhmischen KB.). Dne 28. Maerz Roka 1805 w Nocy 3/4 12 narodil se synacek Josefowi Friederichowi Sauckowi hodina na Kastelnjm Place No. 147. (Am 28. 03. des Jahres 1805 in der Nacht um 3/4 12 Uhr, wurde, der Sohn des J. F. Sotscheck, wohnend am Kirchplatz (Parzelle) Nr. 147, geboren. Matka gest Anna Dorothea y Rody Wagnitzowa. (Die Mutter ist A. D., eine geborene Wagnitz). Swiedkowe byli (Paten des Kindes): Webermeister Wecnicky, Mstr. Zadel (sen.), Christian Chrost (Kantor), Pani Mala Manjelka ... (unlesbar).
Friedrich Samuel heiratet mit 24 Jahren als Webermeister in Schweinitz die Johanna Friederike Nicolaus, geboren am 15. Februar 1807 in Schweinitz, (im Oktober des Jahres 1829 eingetragen in das Trauregister des Kirchenbuches Nowawes aber ohne Nr. und Datum, weil die Trauung in Schweinitz stattfinden wird). Brautvater ist der Gottlieb Nicolaus in Schweinitz, Brautmutter ist Marie Elisabeth Peterrius. Aus dieser Ehe werden zwischen 1830 und 1838 sieben Kinder hervorgehen, von denen vier das Erwachsenenalter erreichen. Die Familie lebt bis 1830 in Nowawes, anschließend einige Schritte weiter in Neuendorf. Die Ehefrau Johanne Friederike Nicolaus stirbt aber leider schon in Nowawes am 02. Januar 1855. Die zweite Ehe des Samuel Sotscheck: Samuel heiratet im Jahr darauf in Neuendorf am 20. Januar 1856 die Witwe Friedrike Kirchner, geborene Müller, Tochter des verstorbenen Seilermeisters Müller aus Brück. Aber auch diese Ehefrau wird er überleben. Die dritte Ehe des Samuel Sotscheck: Samuel Sotscheck geht am 27. Mai 1889 (mit 84 Jahren) auf dem Nowaweser Standesamt die Ehe mit Friederike Katharina Heller, geborene Lithem (69 Jahre) ein. Sie wurde am 18. September 1820 geboren. Direkt nach der „bürgerlichen Eheschließung“ traut Pfarrer Koller das Paar am 27. Mai 89. KB 38 / 1889. Zu lange Zeit der Gemeinsamkeit bleibt den beiden jedoch nicht vergönnt, denn am 03. Januar 1892 stirbt Friedrich Samuel.
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Marie Henriette Caroline Wilhelmine |
(Im deutschen KB. 6 / 1808). Geboren in Nowawes, Kirchplatz __, (vermutlich Parzelle 147 = Weberplatz 2) am 16. Januar 1808, morgens 7 Uhr. Taufe am 17. Januar. Prediger Kropatschek. Taufpaten: Webermeister Oberlander (sen.), Schlächtermeistersfrau Weichelt, Schlächtermeistersfrau Zadel (sen.). Heiratet am 14. Mai 1836 mit 27 Jahren, den 24jährigen Webermeister Johann Christian Friedrich Beelitz (Stadtarchiv Pdm. MR 192, Film 1206, Stammfolge B 55). Johann Beelitz / Belitz wurde geboren in Drewitz bei Neuendorf, am 13. Januar 1813 (und wird am 21. November 1898 sterben). Sein Vater ist der Tagelöhner Friedrich Belitz, seine Mutter Dorothea geb. Muschhold, gebürtig aus Drewitz. Trauregister Nowawes 8 / 1836. Pfarrer Papin. In ihrer Ehe werden sie zwischen 1837 und 1854, 7 Kinder haben. Sie wird am 13. Mai 1880, nachmittags um 6 1/4 Uhr in ihrer Wohnung Friedrichstraße No. 2 (heute: Garnstraße) sterben. 72 Jahre alt. 44 Jahre lang verheiratet. Quelle: Standesamt Nr. 89 / 1880, Stadtarchiv, Film P307, Bild 261. |
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Friedrich Ferdinand |
(Im deutschen KB. 32 / 1810). Geboren in Nowawes „in den 50 Häusern“ (heute: Straße „Alt Nowawes“), am 26. Mai 1810, früh um 5 Uhr. Taufe am 31. Mai 1810 vermutlich durch Pfarrer Münnich (nicht ausgewiesen). Paten: Schlächtermeister Weichelt, Webermeister Wiegener, Cantor-Frau Chrost, Cantor-Frau Ditmar. Er heiratet als Webergeselle / (später Webermeister und Pferdeschlächter), am 23. November 1834 mit 24 Jahren, die Amalie Caroline Auguste Treide, 16 1/2 (!) Jahre jung. Ihr Vater ist Christian Treide. Er hat seine Einwilligung mündlich ertheilt. Ihre Mutter ist Marie Elisabeth Lüscher. Trauregister 29 / 1834. Pfarrer Papin. Zwischen 1835 und 1859 hat das Paar 10 Kinder. Die Kinder 1-9 werden in Nowawes geboren, das 10. Kind in Neuendorf. Es gehören dazu: Marie Auguste Sotscheck. * 29. Mai 1840. Taufe am 18. Juny. Pf. Papin. KB Reg. 54 / 1840. Paten: Jungfrau Treide, Jungfrau Kümmel, Frau Sotscheck. Friedrich Ferdinand Sotscheck, * 08. Mai 1842 abends 8 Uhr. Taufe am 22. Mai, Pfarrer Papin. KB Reg.-Nr. 63 / 1842. Paten: Herr Sotscheck, Auguste Treide, Frau Kümmel. Friedrich Rudolf Sotscheck, * 6. December 1844, 9 Uhr am Abend. Taufe am 15. Dec. durch Pf. Steinmeyer. Paten: Gottlieb Sotscheck, Friedrich Sotscheck, August Kern. Am 15. Februar 1863 stirbt Auguste in Neuendorf. im Alter von 45 Jahren. |
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Friedrich Gottlieb (der Ältere) 07 / 76 |
Geboren in Nowawes, Kirchplatz 140, (heute Weberplatz 22) am 13. März 1813, am Nachmittag, 2 Uhr. Taufe in der Friedrichskirche am 21. März durch Prediger Münnich. Paten: Herr Chrost, Webermeister Rack und Jungfer Melsheimer. Er heiratet als Webermeister im Alter von 24 Jahren am 16. April 1837 die Jungfrau Caroline Friederique Melzheimer (in ihrer Geburtseintragung „Melsheimer“ geschrieben, 07 / 77). Trauregister 07 / 1837, Pfarrer Papin. Gestorben am 29. Dezember 1883. 70 Jahre. |
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Friedrich August |
(Deutsches KB:) 17 / 1815. Geboren, Kirchplatz (Parzelle) 138, das ist heute Weberplatz 24, am 23. Februar 1815. Taufe durch Prediger Münnich am 12. Maerz. Paten: Webermeister Milch, Webergesell Wiesener, Jungfrau Zadel. Hochzeit als Webergesell, (später Webermeister), mit 26 Jahren am 24. Oktober 1841. Seine Braut ist Sophie Caroline Herzbach ebenfalls aus Nowawes (aus der Verwandtschaft). Sie ist 23 Jahre alt, wurde geboren am 24. Februar 1817. Ihr Vater ist der Webermeister Johann Gottlieb Herzbach, ihre Mutter: Anna Elisabeth, geb. Rothner. Trauregister 29 / 1841. Pfarrer Papin. Nach der Hochzeit wohnen sie in der 50-Häuser-Straße (Alt Nowawes). Das Paar wird zwischen 1839 und 1854 sieben Kinder haben, von denen allerdings vier im Kindesalter sterben werden. Es gehört zu den Kindern auch ein Sotscheck-Kind (Namen vergessen). * am 2. April 1842, morgens um 11 Uhr, Taufe am 10. April 1842. Pf Papin. KB Reg-Nr. 44 / 1842. Paten: Webergesell Semmler, Jungfrau Podhaiski, Webergesell Thal. Marie Emilie Sotscheck, * am 15. October 1844, 3/4 12 Uhr nachts. Taufe am 27. Oct. Pastor Steinmeyer. Reg. 127 / 1844. + 30. 10. 1877. Mutter Caroline, geb. Herzbach, stirbt am 30. Dezember 1897. August (geb. 1815), folgt ihr am 24. März 1905, gegen 5 Uhr am Vormittag wegen Altersschwäche mit 90 Jahren / 1 Monat / 2 Tagen. Er hinterlässt 2 großjährige Kinder. Er wird am 27. März auf dem Neuen Friedhof (Goethestraße) bestattet. Quelle. KB 29 / 1905.
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Friedrich Wilhelm |
(Deutsches KB 24 / 1817). Geboren Kirchplatz __ (vermutlich Parzelle 138, heute Weberplatz 24), am 17. März 1817. Eintrag im Kirchenbuch: „Der 7. lebende Sohn seiner Eltern, nach des Königs Majestät benannt“. (Anm. C.J.: Nach dem König Friedrich Wilhelm III von Hohenzollern. Regierungssitze Berlin und Potsdam). Taufe am 07. April 1817. Paten: Webergesell Johann Kirstein, Webermeister Gottlob Köhler, Frau Thalheim, Ehefrau des Fabrikanten Samuel Thalheim. Gestorben am 13. Mai 1817. |
Von den 9 Kindern der Familie erreichen 6 Kinder das Erwachsenenalter.
Zum späteren Sohn des vorgenannten Kindes 1: Friedrich Wilhelm Sotscheck oo Auguste Wolf/Wolff gibt es folgende Anmerkungen:
98/111
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Gen. / Ahn |
Gen. / Ahn |
Die Großeltern |
Gen. / Ahn |
Gen. / Ah |
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Sotscheck (Sautschec/ Sothscheck) |
Wilberg, separierte Heiter |
Name |
Wolf |
Wagner |
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Friedrich Wilhelm |
Maria Sophie Friederike |
Vorname |
Johann Friedrich |
Mathilde Albertine |
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Nowawes, 11. Dezember 1798 |
Fahrland, 22. Dezember 1802 |
geboren |
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Webermeister |
Hausfrau + Mutter |
Beruf |
Webermeister |
Hausfrau + Mutter |
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Nowawes 14. Februar 1830 |
Heirat |
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Nowawes, 27. Dezember 1882 |
Nowawes, 19. Mai 1844 |
gestorben |
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98/1111
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Die Probanden / Die Eltern
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Vater: |
Mutter |
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Name:
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Sotscheck |
Wolf, auch Wolff |
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Vornamen: |
Friedrich Wilhelm |
Marie Dorothea Auguste |
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Die Eltern: |
Friedrich Sotscheck Maria Sophie Wilberg |
Johann Friedrich Wolf, Webermeister, Mathilde Albertine Wagner Wallstraße 28 |
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Geburt:
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Nowawes, 19. Dezember 1833, morgens 7 Uhr |
Nowawes, 50 Häuser, (spätere Wilhelmstr.) am 11. März 1837 |
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Taufe: |
Friedrichskirche, 26. Dezember 1833, Die Paten: Frau Willberg, Frau Bertholz, Webermeister Holletz, Gehlsdorf. KB 124/1833, Prediger Papin. |
Friedrichskirche, am 19. März 1837, Pf. Papin. Paten: Frau Rabbarz, Jungfer Wolf, Junggeselle Wagner KB 20/1837 |
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Beruf / Stand: |
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Wohnanschriften vor der Ehe: |
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Wallstraße 28 |
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Trauung / Eheschließung: |
Das Kind Agnes Clara Wolf wird am 05. April 1859 geboren. Die Mutter Auguste ist 22 Jahre alt. Als Vater hat sich bekannt, mit dem Wunsch, dass sein Name in das Kirchenbuch eingetragen werde: Der Webermeister Friedrich Wilhelm Sotscheck). ------------------------------------------------------------------------------------------------- Trauung am 16. Oktober 1859 |
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Wohnanschriften, gemeinsame: |
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Tod / Gestorben: |
Nowawes, Priesterstraße _, am 24. April 1902 |
Nowawes, 11. Januar 1905 |
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Die Kinder, Generation
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Nr. |
Familienname: Sotscheck |
Lebensdaten der Kinder |
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1 |
Agnes Clara Wolf, später Sotscheck |
Geboren in Nowawes, Mittelstraße 12 am 05. April 1859 um 9 Uhr am Abend. Taufe am 17. April 1859 durch Pfarrer Groote. Die Paten: Frau Wieseler, Frau Gebauer, Frau Wolf aus Klein Glienicke, Emilie Nölte. KB 52/1859 |
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2 |
Wilhelm Oskar Sotscheck |
Geboren am 09. August 1863, 1/4 9 Uhr abends. Taufe am 30. August 1863 durch Pf. Kuhne. KB-Reg. 92/1863 Paten: Frau Caroline Wolff, Frau Caroline Müller, Emilie Wernitz, Webermeister Albert Wolff, Friedrich Sotscheck Gestorben am 10. März 1864. |
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3 |
Bernhard Oskar Sotscheck
oo Emma Auguste Klara Sommer
(sie ist die Tochter von Albert Sommer und Luise Kunkel) |
Geboren in Nowawes, Kirchplatz 16, am 07. Dezember 1867 um 1/4 11 Uhr abends. Taufe am 22. Dezember durch Pf. Groote. Die Paten: Martha Sotscheck, Marie Kieburg, Auguste Sotscheck, Emilie Wolf, Webermeister Karl Zschuckelt. Kirchenbuch Nowawes 173/1867. Er wird den Beruf eines Webers ergreifen, sich aber später zum Vergolder weiterbilden. |
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4 |
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5 |
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Die Eltern
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Vater: Generation 07 / Ahn 76 |
Mutter: Generat. 07 / Ahnin 07 / 77 |
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Name: |
Sotscheck
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Melzheimer (in ihrer Geburtseintragung „Melsheimer“ geschrieben).
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Vornamen: |
Friedrich Gottlieb (der Ältere) |
Caroline Friederique, (auch Friederike geschrieben)
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Deren Eltern: |
Vater: Webermeister Friedrich Joseph Sotscheck
Mutter: Anna Dorothea, geb. Wagnitz |
Vater: Webermeister Christian Gottlieb Melsheimer, Gemeinde-Vorsteher und Webermeister, geb. Nowawes am 10. November 1771, gestorben am 03. März 1815, 43 Jahre / 4 Monate alt.(Sein Vater war Georg Friedrich Melsheimer, ein Webermeister, vor 1822 gestorben).
Mutter: Maria Dorothea, geborene Müller, (geb. in Nowawes am 11. Dezember 1774. Sie heiratet am 01. Oktober 1822 ( KB-Reg. 25/1822) den älteren Bruder (54 Jahre, geb. 1768) ihres verstorbenen Ehemannes. Sie ist zu dieser Zeit 48 Jahre alt. Diese zweite Trauung vollzieht Pf. Münnich. (Ihr Vater war der Schiffer Johann Friedrich Müller, in Nowawes vor 1822 gestorben). Sie selber ist gestorben am 05. September 1850 mit 76 Jahren. Stadtarchiv Pdm. MR 197, Film 1209 , Stammfolge M 107/2.
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Deren Großeltern |
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Georg Friedrich Melsheimer und Anna Catharina Weiland) |
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Geburt: Taufe: |
Nowawes, Kirchplatz 140, (heute: Weberplatz 22) am 13. März 1813, am Nachmittag 2 Uhr. Taufe am 21. März durch Prediger Münnich. Paten: Herr Chrost (wahrscheinlich der Lehrer), Webermeister Rack, Jungfer Melsheimer.
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Nowawes, am 01. Februar 1813 |
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Beruf / Stand: |
Webermeister und später „Fabrikant“ in Nowawes, Unter Fabrikant versteht man zeitgenössisch einen selbständigen Webermeister ohne Abhängigkeit von einem Waren-Verleger. Gottlieb ist nicht wie häufig üblich „Alleinmeister“, beschäftigt Gesellen und verfügte daher auch über eine reichere Ausstattung an Arbeitsgeräten. Er ist weiterhin Schulvorsteher und Kirchenältester, Später, der Not gehorchend, auch Victualienhändler.
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Ehefrau und Mutter, Beraterin |
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Trauung / Eheschließung: |
Nowawes, am 16. April 1837. Trauregister 07 / 1837. Pfarrer Papin. Beide Ehepartner sind 24 Jahre alt. Die Braut ist als Jungfrau angegeben. Das Ehepaar wird 13 Kinder haben.
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Wohnanschriften, gemeinsame: |
Um 1838 ... 1848 Lindenstraße __. Um 1850: Kirchplatz (Parzelle) 140 = heute: Weberplatz 22. (Die Grundstücke / Parzellen des Ortes waren zu dieser Zeit noch nicht straßenweise, sondern nach ihrer Vergabe fortlaufend nummeriert). 1853: Kirchplatz 5. 1855: Kirchplatz 14 (später abgerissen). 1883: Kirchplatz 16. 1854 – 1896: Als Witwe in Nowawes, Kirchplatz 16, bei der Familie des Sohnes Johannes Sotscheck.
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Tod / Gestorben: |
Nowawes, Kirchplatz No. 16, am 29. Dezember 1883, um 10 Uhr vormittags, 70 Jahre alt. Er war 46 Jahre verheiratet. Beim Tod über 150 Mark Vermögen. Ohne Testament. Verstorben an Lungenkatarrh, hinterlässt 5 majorenne Kinder. Standesamt Reg. Nr. 272 / 1883, Stadtarchiv, Film P 308, Bild 342 |
Nowawes, am 03. September 1896, nachmittags um 11 Uhr, an Altersschwäche. Ein Testament liegt vor. Urkunde des Standesamtes Nowawes Nr. 223 / 1896. Kirchenbuch der Friedrichskirche Nr. 185 / 1896: 83 Jahre, / 7 Monate / 2 Tage alt. Bestattet am 07. November 1896. |
Anmerkungen zu den Wohnungen:
- Kirchplatz, (Parzelle) 140: Bei diesem Haus handelt es sich um das Haus Weberplatz 22. Dieses Kolonistenhaus wurde abgerissen, um Platz für ein großes Haus mit Mietwohnugen zu schaffen. Der Standort ist also bekannt und das Aussehen des 5achsigen Kolonisten-Typenhauses ebenfalls.
- 1853: Kirchplatz 5: Das Gebäude steht auf der früheren Parzelle 145. Bautyp: 5achsiges Kolonistenhaus, 25 x 38 Fuß (7,85 x 11,93 m) Grundfläche. Bauzeit 1753. Das Haus ging 1760 durch königliche Schenkung an den Brotbäcker, Wollhändler und Bierschänker Gottfried Kretschmann (Kretschmer). Heute (2010) ist noch der rechte / südliche Teil des ursprünglichen Gebäudes. erhalten.
- 1896: Kirchplatz 16: Das Haus wurde als so genannter Sekundärbau, 1844 von Webermeister Friedrich August Baatz auf bisherigem Gartenland, der Parzelle 215, errichtet. Dieses Gartenland gehörte seit alters her dem Hofmusikus von König Friedrich II., Frantisek Benda. Bei diesem Bau handelt es sich um ein 7achsiges Wohnhaus mit der Grundfläche 8,30 x 19,00 m.
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Die Kinder, Generation 06 Anmerkung: Der Name des Kindes, das die Ahnenfolge in gerader Linie zu den jüngsten Probanden der Familie Sotscheck weiterführt, ist fett gedruckt. Es handelt sich um den Erstgeborenen.
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Nr. |
Familienname: Sotscheck |
Lebensdaten der Kinder Alle Kinder in Nowawes geboren. |
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01 |
Friedrich Albert Gottlieb (der Jüngere), 06 / 38 |
Geboren in Nowawes, in der Lindenstraße __* am 17. Januar 1838, nachts, 1 Uhr. Die Taufe vollzieht Pfarrer Papin am 28. Januar 1838. Quelle: KB 12 / 1838. Die Paten: Jungfrau Josua, Jungfrau Wittke, Frau Sotscheck. Taufregister Nr. 12 / 1838. Prediger Papin. Er heiratet als Lehrer und Küster zu Liebätz an seinem Geburtstag, den 17. Januar 1865 (!) in Nowawes. Er ist 27 Jahre alt und ledig, die Charlotte Luise Auguste Zinnow ist 29 Jahre jung. Die Braut war als Dienstmädchen im Haushalt des Pfarrers Stobwasser tätig und ist ledig. Trauregister Nowawes 2 / 1865. Pfarrer Groote. Gestorben ist Gottlieb am 19. Dezember 1878. * Erst Pfarrer Stobwasser hat in seiner Amtszeit (1848 – 1856) gewissenhaft Straße mit Hausnummer benannt. |
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02 |
Friedrich Albert Rudolph |
Geboren am 29. November 1839 in der Lindenstraße __ (der Vater ist dort Miether). Taufe am 08. Dezember 1839, Paten: Webermeister Lehmann, Frau Thalheim, Frau Melsheimer. Taufregister 117 / 1839. Prediger Papin. Gestorben am 07. Mai 1840.
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03 |
Marie Luise |
Geboren in Nowawes in der Waldstraße_ am 15. Oktober 1841, morgens um 3 Uhr. Getauft am 29. Oktober 1841. Taufregister 114 / 1841. Prediger Papin. Paten: Jungfrau Regenas, Frau Thalheim, Frau Sotscheck. Marie Luise heiratet am 02. August 1871 den Schmiedemeister Carl Hermann Marks, Wittwer zu Potsdam (Stadtarchiv Potsdam, Stammfolgen M 35). Er ist 37 1/3 Jahre alt und war geboren in Miekel am 11. März 1834. Dessen Vater ist Samuel Marks, früher Fleischermeister und Schankwirth zu Spremberg. Dieser gab seine Zustimmung zur Heirath schriftlich. Braut Marie Luise ist 29 3/4 Jahre alt und ledig. Aufgebote waren am 16., 23. und 30. Juli. Trauregister 30 / 1871, Pfarrer Groote.
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04 |
Emilie Luise |
Z w i l l i n g e |
Geboren am 04. Mai 1843, in der Nacht, 10 Uhr. Die Paten sind: Webermeister Thalheim, Webermeister Belitz, Webermeister Rach, Frau Lehmann. Taufregister 62 / 1843. Gestorben am 18. September 1845.
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05 |
Friedrich Wilhelm Bernhard |
Geboren: Nowawes in der Lindenstraße __. am 04. Mai 1843, in der Nacht, 11 Uhr. Taufe am 14. Mai 1843. Paten: Webermeister Melsheimer, Frau Matthias, Frau Müller, Jungfrau Auguste Josua. Taufregister 63 / 1843. Prediger Papin. Wilhelm stirbt am 21. Februar 1865 als 21jähriger, unverheiratheter Webergeselle. |
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06 |
Marie Luise Auguste |
Geboren in Nowawes am 20. Juni 1846 um 1 Uhr mittags. Taufe am 06. Juli, Taufpaten: Friedrich Sotscheck, Wilhelm Thalheim, Wilhelm Lehmann. Register: 81 / 1846. Pfarrer Steinmeyer.
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07 |
Ein Söhnlein |
Z w i l l i n g e
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Todt geboren am 22. März 1848, 12 Uhr mittags.
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08 |
Johann(es) Carl Friedrich |
Geboren am 22. März 1848, 12 1/2 Uhr mittags. Taufe am 09. April 1848. Paten: Frau Thalheim, Frau Keil, Ludwig Richter. Taufregister 24 / 1848. Webergeselle. Später Webermeister. Johannes heiratet am 09. April 1874 in Putzig-Hauland, Pommern, die Jungfrau Klara Maager, die am 24. August 1852 geboren wurde. Brautvater ist Alexander Maager, Lehrer in Putzig-Hauland. Das junge Paar lebt aber in Nowawes. Quelle KB nach No. 10 /1874. Zwischen 1875 und 1889 werden sie 9 Kinder haben, von denen jedoch drei im Kleinkindesalter sterben. Sie leben (um 1883) Kirchplatz No. 16. Zu ihren Kindern gehören: Hedwig Elisabeth, geboren am 05. September 1878. Sie heiratet am 22. März 1902 den Schlosser Richard Max Alfred Weltzer). Der Zwilling. Richard Max * am 10. März 1883, morgens 1 Uhr KB 69 /1883 Taufe 1. April Pf. Koller Paten: Fabrikant Reinhold, Herr Popp, Eisenbahnbeamter Schüler. Diese drei aus Neuendorf und Junglehrer Mählis sowie Jungfrau Rüdiger aus Nowawes. Der weitere Zwilling Paul Bernhard wurde geboren am 10. März um 1/2 2 Uhr morgens. Paten: Lehrer Jaerchow, Hoenicke, Zimmermeister Kluge und Herr Fuchs, alle aus Neuendorf sowie Jungfrau Loeffler aus Nowawes. Beide Söhnlein wurden am 1.4.1883 von Pf. Koller getauft aber beide starben auch am 2. Juni 1883. Ein weiteres Kind: Eduard Ernst, Reg.-Nr. 129 /1884 wurde geboren am 3. Juni 1884 um 1 Uhr morgens und wird getauft am 13. Juli. von Pastor Pleß (?). Die Paten sind Frau Kfm. Sotscheck, Webermstr. Popp, Assistent Maager und Lehrer Gustav Maager aus Potsdam, Militärwaisenhaus, Waiserstraße 36. Ferner Rentier Sotscheck aus Neuendorf. Das Kind stirbt am 23. Okt. 1885. Johannes arbeitet als Rendant (Kassenverwalter) in der Allgemeinen Ortskrankenkasse. Er stirbt mit 74 Jahren am 12. Oktober 1922. Man bestattet ihn am 14. Oktober 1922 auf dem Kirchhof an der Mittelstraße (Alter Friedhof). Quelle: KB 92 / 1922.
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Luise Martha |
Geboren in Nowawes, Kirchplatz 140 = heute Weberplatz 22, am 07. Februar 1850, um 7 Uhr früh. Taufe am 17. Februar 1850. Paten: Wilhelm Thalheim, Gottfried Gaebert, Frau Richter, Frau Keil, Frau Friedel. Taufregister 23 / 1850. Pfarrer Stobwasser.
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Luise Hulda Antonie |
Geboren: Kirchplatz 140, am 25. August 1851, um 10 Uhr am Abend. Taufe am 14. September. Pfarrer Stobwasser. Die Paten: Frau Richter, Frau Biese, Frau Keil, Meister Thalheim, Meister Carl Kümmel, Meister Gottfried Gaebert. (Alle aus dem Weber-Handwerk). Gestorben am 28. März 1855. |
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Salome Hulda
(aber auch Antonie Salome, siehe Sterbeurkunde). |
Geboren: Nowawes, Kirchplatz 5, am 08. August 1853, 6 3/4 Uhr früh. Taufe am 21. August 1853. Paten: Frau Thalheim, Meister Pfanne, Lehrer Biese, Carl Kümmel. // Pfarrer Stobwasser. Sie heiratet 1876 den Bäckermeister Ernst Wilhelm Heine aus Golm, der in Düben am 15. Januar 1842 geboren war. Mit ihm hat sie in den 10 Jahren Ehe, drei Kinder: 1. in Neuendorf, * am 31. Oktober 1876: Käthe; Neuendorf * am 11. Dezember 1877: Willi; Neuendorf * 11. Mai 1879: Emil. Gestorben ist Salome im Hause Nowawes, Kirchplatz No. 16 = heute Weberplatz 16 (im Hause ihrer Eltern), am 02. Oktober 1886, vormittags 8 1/2 Uhr. 33 Jahre / 1 Monat / 24 Tage alt. Arm, (hinterlässt kein Geld, kein Vermögen), 10 Jahre verheiratet, Brustkrankheit. Beisetzung am 05. Oktober. Quellen: Standesamturkunde 188 /1886, Stadtarchiv Potsdam, Film P 309, Bild 369 und Kirchenbuch (KB) 116 /1886. |
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Hulda Antonie |
Geboren: Kirchplatz 14, am 17. Oktober 1855 um 1 Uhr früh. Taufe am 06. November durch Pfarrer Stobwasser. Die Paten: Frau Belitz, Frau Thalheim, Carl / Emil Kümmel. KB No. 89 / 1855 Gestorben am 08. November 1855. |
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13 |
Ein Söhnlein |
Todt geboren, Kirchplatz 14, am 09. September 1856, 6 Uhr nachmittags. Reg.: 107 / 1856. |
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Anmerkungen:
- Die Gebäude Kirchplatz 14 und 15 wurden vor vielen Jahren abgebrochen. Sie standen an der
Ecke Kirchplatz / Lutherstraße, gegenüber vom Turmeingang der Kirche. Etwa nach 1995 wurden
auf jenen Grundstücken Ersatzneubauten vergleichbaren Aussehens errichtet.
- Aus den Anschriften bei den Taufeintagungen in den Kirchenbüchern ist ersichtlich, dass die
bisherige Anschriftenangabe, nach fortlaufenden Parzellen- / Grundstücksnummern, etwa 1851 /
1852 der straßenweisen Hausnummernvergabe weicht.
Sechs der 13 Kinder starben im Kleinkindalter bzw. wiederum zwei davon während der Geburt.
Dr. Wernher Bauer merkt 1934 an:
Die Familie Gottlieb (d. Ä.) Sotscheck oo Melzheimer, führten ein für Nowaweser Verhältnisse vornehmes Leben.
Der jüngste Sohn (Kind 8: Johann) taugte zum Studium nicht, zu dem er vom Vater bestimmt war. Auch sonst zeigte er keinen Eifer. Er wurde der Erbe des väterlichen Webstuhls. Als Handwerker wäre er im Kreise seiner zahlreichen Kinder verhungert. Durch das Ansehen seines Vaters erhielt er jedoch die Stelle eines Rendanten (Kassenverwalters) an der Ortskrankenkasse, in der er sich bewährt haben soll. Mit einem Schlage stand die Familie gut da. Dieses Beispiel ist volkswirtschaftlich nicht erfreuend: Es zeigt die Überlegenheit der Zahlbank über das Arbeitsgerät, der wertbenutzenden Tätigkeit über die, die Werte schaffende Arbeit. (Ende der Anmerkung).
1848
Kindergottesdienst in Nowawes
Pfarrer Adolph Stobwasser wurde am 15. Februar 1818, als Nachkomme eingewanderter böhmischer Weber in Braunschweig geboren. Nach dem Theologiestudium tritt er, 30jährig, im Jahre 1848 seine erste Pfarrstelle in Nowawes an. Im gleichen Jahr führt er in seiner Gemeinde den Kindergottesdienst ein. 1852 / 53 bringt er das Geld für die Renovierung der nun 100jährigen Friedrichskirche und für eine fast neue Orgel zusammen.
1850
Thema: Schulsachen und Bürokratie:
Am 25. Juli 1850 schreiben Adolph Stobwasser und Gottlieb Sotscheck im Namen des Schulvorstandes an die Königliche Regierung in Potsdam: „Bei der jetzt vorgenommenen Reparatur der Amtswohnung des ersten Lehrers und Kantors Seyfarth stellt sich heraus, dass bei dem Anschlag (Kosten- und Materialbereitstellung) die ganz verfallene Stube des p. p. Seyfarth vergessen ist, obgleich dieselbe vor Allem der Erneuerung bedarf.“
Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Repositum 2 A II T. Teltow, Nr. 284, o. pag.
1854
Im December 1854 wird ein Polizeiliches Anschriftenverzeichnis zu Nowawes erarbeitet, in dem 794 Familien erfasst sind und in welchem auch die Vermögens- und Ernährungsverhältnisse beleuchtet werden. (Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Repositum 2 A II T. Teltow, Nr.
Nr. 285, Seiten 56 - 82). Ein Vermögen ist bei niemandem anzutreffen. Selbst die Ernährungsgrundlage wird durchweg als unzureichend / ärmlich eingeordnet. Einige Beispiele:
- Ortsvorsteher Josua wohnt in der Lindenstraße 42 (das weiß doch Jedermann).
- No. 190, Maxa, Priesterstraße 3, ohne Vermögen, nährt sich dürftig von der Weberei.
- No. 203, Zinnow, Zimmergesell, Priesterstraße 7, Grundbesitz 2.000 Thaler, Schulden 1.000Thlr.
Nährt sich und die Seinen von der Profession.
- In der Priesterstraße 6, Eckhaus zur Bäckerstraße, wohnt Weber Auerbach.
- No. 213, Mietzschke, Lehrer, wohnt Priesterstraße 10. Kein Vermögen.
- No. 214, Stobwasser, Prediger, Priesterstraße 11, kein Vermögen.
- Kümmel, Webermeister, Eigentümer, Priesterstraße 18. Kein Vermögen.
- Lange, Webermeister, Eigentümer, Priesterstraße 19, kein Vermögen.
- Maxa, Webermeister, Eigentümer, Priesterstraße 21. Kein Vermögen.
- No. 242 Sothscheck, Webermeister, Priesterstraße 22. Grundbesitz 1.200 Thaler, Schulden 900
Thaler. Er nährt sich dürftig von der Weberei.
- Sommer, Schuhmachermeister Priesterstraße 26. Grundbesitz 230 Thaler, Schulden 200 Thaler.
Er ernährt sich dürftig von seiner Profession.
- No. 394 Josua, Webermeister, wohnt Mittelstraße 7.
- No. 397 Zinnow, Webermeister, wohnt Mittelstraße 8.
- Kirchplatz 5 wohnen Lehmann und Greifeld.
- No. 496 Sothscheck, (Gottlieb, sen.) wohnt Kirchplatz 16. Bisher Fabrikant (Bezeichnung
gestrichen) jetzt Victualienhändler. Grundbesitz 1.700 Thaler. Schulden 1.300 Thaler. Nährt sich
vom Victualienhandel sehr dürftig.
- No. 501 Knitter, Webermeister, Kirchplatz 17.
- No. 504 Milch, Webermeister, Kirchplatz 18.
- No. 612 Zinnow, Webermeister, Wilhelmstraße 20, kein Vermögen.
- No. 666 Sothscheck, Webermeister, Wilhelmstraße 39, Grundbesitz 400 Thaler. Schulden 330
Thaler.
- No. 776 Mädler, Tischlermeister, Neue Straße 6a, kein Vermögen
1856
Auguste Zinnow, „ein Kind“ aus der Sotscheck-Nachbarschaft, ist als Dienstmädchen im Haushalt des Nowaweser Pfarrers Stobwasser tätig. Sie wohnt nicht bei den Eltern, sondern auch im Hause (der Dienstwohnung) des Pfarrers in der Priesterstraße 11 (heute: Karl-Liebknecht-Straße 16 - aber das heutige Gebäude ist ein veränderter Baukörper). Es ist das Haus links neben dem Gebäude des früheren Hofmusikus Frantisek Benda). So ist eine weitgehende Verfügbarkeit ihrer Dienste gewährleistet. Zum Haushalt gehören im Jahre 1855: Herr Pfarrer Stobwasser (37 Jahre alt), seine Frau Betty (31 Jahre jung), Tochter Elfriede (6 Jahre) und Sohn Martin (3 Jahre). Auguste Zinnow ist 21 Jahre alt und das zweite Dienstmädchen, Maria Pasewald, 25 Jahre.
Es sind langanhaltend schwere Zeiten. Besonders bemüht um die Linderung des Nowaweser Weberelends sind der Oberpräsident der Provinz Brandenburg, Staatsminister Dr. Eduard v. Flottwell, Johann Friedrich Josua, der Ortsvorsteher von Nowawes, der Regierungsrat August Wichgraf und nicht zuletzt, der sozial engagierte Ortspfarrer Adolph Stobwasser sowie Gottlieb Sotscheck, sen. Mit ihrer „kirchlichen Armenpflege“ können sie vielerlei Not mit konkreten Hilfsmaßnahmen lindern. Unter anderem gehört dazu auch ein Rettungshaus für verwahrloste Jungen. Leider war J .F. Josua, die große Stütze, im Jahre 1853, erst 61jährig, gestorben. Oft aber fehlt dem jüngeren Pfarrer der gleichgesinnte Rückenhalt bei dem Ortsvorstand, da sein Wirken mitunter als eine Einmischung in Kommunalaufgaben angesehen wird. Nach langen Kämpfen wird der Pfarrer dem Unwillen wohlhabender Gemeindeglieder weichen. Diese möchten einen strahlenden Pastor der besser Situierten, und nicht einen, der sich um Alte, Kranke und Unterernährte sorgt, in deren Häusern ein- und ausgeht und dieses Wirken in den Predigten unterbringt und den Reicheren bestenfalls ein schlechtes Gewissen macht. Resignierend überlässt der Pfarrer sein Schicksal, also sein Bleiben in angespannter Situation oder eine Versetzung, dem Kirchenvorstand der vornehmeren Bürgerschaft, in Abstimmung mit dem Konsistorium. Die Abstimmung führt zum Ergebnis seiner Versetzung.
Am 02. April 1856 wird dann das Pferdefuhrwerk mit dem wenigen Mobiliar und Hausrat gepackt und so zieht dann die Familie Stobwasser mit den Dienstmädchen Zinnow und Pasewald in das vakante Pfarrhaus nach Fahrland.
Schon am gleichen Tag bezieht der Nachfolger, Prediger Groote, das Haus in der Nowaweser Priesterstraße 11.
Wernher Bauer schreibt: Meinem Großvater, dem Lehrer und Küster zu Liebätz Gottlieb (des Jüngeren) Sotscheck soll ich wegen der gemeinsamen slawischen Gesichtszüge entfernt ähnlich gesehen haben. Jener war wenigstens als junger Mensch so scheu, dass es zu keiner Heirat kam.
Sein Vater verlobte ihn gegen seinen Willen und seine Neigung mit der Tochter einer in Nowawes angesehenen Familie. Das Verlöbnis war unglücklich und musste gelöst werden. (Ende der Anmerkung).
Am 01. Oktober 1858 kehrt unsere Auguste Zinnow, jetzt 24jährig, aus dem „Pastorenexil“ aus Fahrland, in das Elternhaus, Nowawes, Priesterstraße 7, zurück.
Das Jahr 1859
Gottlieb Sotscheck hat in seinem Garten auf eigene Kosten vom Frühjahr bis zum Herbste ein neues Fabrikationsgebäude aufgeführt. Eigentlich war geplant, dass die „Appreturanstalt Sotscheck“ bereits im Frühjahr 1859 mit der Produktion gestärkter Gaze (Etamin) beginnt. Die Apparaturen sind pünktlich fertig geworden. Es handelt sich um eine Stärkemaschine und um ein Trockengestell (Rahmen), die bezahlt werden müssen. Eigens hergestellt hat diese die Fa. Wedding in Berlin, Ackerstraße No. 50. Jedoch hat sich manch anderes verzögert - so auch die Bewilligung eines versprochenen Zuschusses der Regierung. So wird Gottlieb versuchen, die Maschinenkosten in Höhe von 623 Thalern, 17 Groschen und 3 Pfennigen (Rechnung vom 29. Juli 1859) in Teilbeträgen zu begleichen.
1863
Sohn Gottlieb, also der Jüngere, verlobt sich am 8. November 1863 mit Auguste Zinnow.
1864
August Wichgraf, der tätige Commissar für Nowawes, hat in seiner Schrift von 1864 das Wirken Stobwassers, des Chefs unserer Auguste Zinnow, folgendermaßen gewürdigt: „Dessen Wirken ist für den Ort von den segensreichsten Folgen gewesen, und durch seine unermüdlichen Bestrebungen für das Wohl der Weber hat er sich dem Gedächtnis der Einwohner ein bleibendes Denkmal dankbarer Erinnerung gestiftet. Sein Name ist mit den Maßnahmen zur reellen Aufhilfe der Weber unzertrennbar verbunden, indem er bei Allem anregend, ratend und persönlich mitwirkend beteiligt gewesen ist. Mit seltener Ausdauer und großer Aufopferungsfähigkeit war er namentlich auf dem Gebiete der kirchlichen Armenpflege rastlos bemüht, die Not zu steuern; unter Anrufung der Privat-Wohltätigkeit in der Nähe, wie in weiter Ferne, brachte er stets reiche Mittel zusammen, womit er am Orte gute Werks stiftete. ... Es war eine eigene Fügung, dass er selbst Nachkomme einer jener, um ihres Glaubens willen aus Böhmen vertriebenen Familien (Namens Stowoda = Hundertwasser) war, welche sich in Berlin niedergelassen hatten. Er verblieb bis zum Jahre 1856 in Nowawes und hatte noch die Freude, bessere Zustände am Orte eintreten zu sehen.“
Gottlieb Sotscheck wendet sich am 10. October 1864 an die Königliche Regierung in Potsdam. (Beilage)
Brief des Fabrikanten Gottlieb Sotscheck vom 10. October 1864
An
Eine Königliche Hochlöbliche Regierung zu Potsdam
Als im Jahre 1848 in Nowawes große Noth und Armuth herrschte, infolge des gänzlichen Arbeitsmangels, erschien bei Einer Königlichen Hochlöblichen Regierung eine Deputation armer Weber nach der anderen, daß Hochdieselbe doch etwas thun möchte, wodurch die große Noth gelindert würde.
In Folge dessen entsandte Hochdieselbe den Herrn Regierungs-Rath Brausewetter, welcher untersuchen sollte, welche Mittel und Wege man einzuschlagen habe, damit womöglich dem ganzen Orte dauernde und lohnende Beschäftigung geboten würde. Der Hl.* Regierungs-Rath Brausewetter beanraumte eine Versammlung der Nowaweser Weber in der hiesigen Kirche, welche er persönlich leitete. Nachdem man sich darüber geeinigt hatte, daß nur und am allerbesten die Weberei die drückende Noth und Armuth beseitigen könnte, erklärte der Hl. Regierungs-Rath Brausewetter, „Es möge sich ein Comité bilden, welches über die
(- Seite 2 - des handschriftlichen Briefes)
nötigen Mittel und Wege berathen möchte, die Regierung würde dann die nöthigen Gelder dazu hergeben, so viel, als man gebrauchte, denn sie hätte über Millionen zu verfügen.“
Die Gemeinde wählte Vertrauens-Mitglieder zum Comité, dem der Hl.* Prediger Stobwasser vorstand und zu welchem auch Unterzeichneter gehörte. Nachdem man acht Tage lang, Tag für Tag, über Mittel und Wege berathen hatte und nun, um die Weber mit Weben zu beschäftigen, die Geldhülfe der Regierung in Anspruch nahm, zog sich Hochdieselbe zurück. Dadurch entstand in aller Gemüther eine große Erbitterung und Erregung.
Da entschlossen sich Hl. Prediger Stobwasser und ich, alles zu versuchen, um die armen Weber mit Arbeit zu versorgen. Wir kamen darin überein, daß ich für Anfertigung der Waaren sorgen sollte, er würde dann für den Absatz mit sorgen helfen.
Aus meinen eigenen Mitteln beschaffte ich nun Rohmaterial, übergab es dann den Arbeitern zum Weben und zahlte ihnen dann einen guten Arbeitslohn. Wir waren unaufhörlich bemüht, der gefertigten Arbeit Absatz zu verschaffen, Tag und Nacht waren wir damit beschäftigt. Denn in solcher Zeit wie 1848, war es wahrlich nicht leicht, solche Unmassen von Waaren abzusetzen. Daß der Umsatz ein sehr bedeutender war, geht aus Folgendem hervor.
Den Gewinn, den wir beim Verkauf der Waaren hatten, nahm ich nicht für mich in Beschlag, sondern überließ ihn dem Hl. Prediger Stobwasser. Derselbe theilte ihn wieder
(- Seite 3 -)
unter den Ärmeren aus. Wir hatten aber einen Gewinn von über 1.800 Reichsthalern, sage nahe 2.000 Rthlrn., wie beiliegendes Attest es bezeugt.
Auf einen Aufruf des Hl. Prediger Stobwasser, schrieb der Hl.* Commerzien-Rath Liebermann aus Berlin an denselben, daß er geneigt wäre, das Seidenwickeln nach Nowawes zu verpflanzen.
Auch die Regierung wurde davon benachrichtigt. Hochdieselbe glaubte, daß durch das Seidenwickeln vielen eine dauernde und lohnende Beschäftigung geboten würde. Da nun aber dieser Industrie-Zweig hier ganz unbekannt war, so versprach sich Niemand etwas davon, ja man suchte allerhand Mittel und Wege auf, um ihm Schwierigkeiten in den Weg zu legen. Und so schien es, als sollte davon gänzlich Abstand genommen werden.
Da wurde ich von Sr.** Excellenz des Hl. Oberpräsidenten von Flottwell, im Beisein des Hl. Regierungs-Rath Wichgraf und des Königlichen Landraths Hl. von der Knesebeck in meinem Hause aufgefordert, mich der Seidenwickelei anzunehmen, und im Fall, daß es damit gewünschten Fortgang nähme, wurde mir eine Belohnung von der Königlichen Regierung verheißen.
Ich that's. Ich nahm die Seidenwickel-Maschinen in mein Haus, stellte sie auf und ging in Nowawes umher, um Leute zu dem Seidenwickeln heranzuziehen. Meine eigenen Interessen versäumte ich, um diese Beschäftigung in Flor*** zu bringen. Als ich
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* „der Hl.“ bedeutet in diesem Schreiben stets „der Hochlöbliche“, wenn diese Abkürzung auch sonst oft als „der Heilige“ genutzt wird. ** „von Sr.“ bedeutet: „von Seiner ...“. *** „in Flor“ zu bringen, bedeutet soviel wie „zur Blüte“, „zum Gedeihen“ führen.
(-Seite 4 - der handschriftlichen Ausfertigung dieses Briefes)
(Als ich) endlich mit vieler Mühe Leute dazu gefunden hatte, stellte ich mich zu ihnen und lernte sie an. Unter vielen Schwierigkeiten, die dadurch entstanden, daß sich erst keine Leute dazu hergeben wollten, oder von anderen überredet wieder davon gingen, wuchs das Werk immer mehr. Es fanden sich immer Mehrere hinzu, und ich konnte schon kleine Maschinen außer dem Hause geben, damit die Leute in ihrem eigenen Hause wickeln konnten.
Nachdem die Leute ausgebildet waren, und das schien, als sollte das Werk Fortgang haben, errichtete der Herr Commerzien-Rath Liebermann hier in der Wilhelmstraße eine Fabrik, wodurch nun vielen bis jetzt dauernd und lohnende Beschäftigung geboten ist. Seit der Zeit aber ist hier eine zweite Seidenwickel-Fabrik entstanden, und ganz vor kurzem auch eine Baumwollspinnerei, worauf beide Fabriken auch hingearbeitet haben, daß sich sogleich brauchbare Arbeiter dazu fanden. Dadurch finden nun Hunderte von Arbeitern täglich ihr gewisses Brot.
Daß es nun aber dahin gekommen, ist nächst Gottes Hülfe, meiner Aufopferung und Bemühung zu verdanken, indem ich nichts gescheut habe, um das Seidenwickeln empor zu bringen, wie beiliegendes Attest es ebenfalls bezeugt. Hochdieselbe wollte geneigtest daraus ersehen, daß das Werk gelungen ist, aber von einer Anerkennung ist mir bis heute nichts zu Theil geworden.
(- Seite 5 -)
Zu derselben Zeit entstand ein Comité zur Aufhülfe des Weberei-Betriebes, wozu auch ich gehöre. Herr Regierungs-Rath Wichgraff ist bis jetzt Vorsitzender gewesen. Auch dieses Comité hat nichts gescheut, um der großen Noth wirksam entgegen zu treten. Ihm (ist) es mit Gottes Hülfe gelungen, daß in Nowawes bessere Zustände, als sonst ja waren, erzielt sind.
Weiter war es im Jahre 1859, als ich von Einer Königlichen Hochlöblichen Regierung aufgefordert wurde, wegen einer Appretur-Anstalt mit ihr in Unterhandlung zu treten. Schließlich verpflichtete ich mich das Gebäude herzustellen, worin die Appretur betrieben werden sollte. Dagegen verpflichtete sich Hochdieselbe, mir sämmtliche Maschinen aufzustellen deren ich zur Appretur benöthigt sein würde, wie solches beiliegende Verhandlung bezeugt. Ferner wurde mir versprochen, daß von außerhalb Waaren zur Appretur geliefert würden, (aber bis zur heutigen Stunde ist mir kein einziges Stück geliefert worden), auch sollte, wenn es nöthig sein würde, mir ein Werkmeister gestellt werden.
Ich habe nun mit vielen Kosten das Gebäude hergestellt, habe aber von der Königlichen Regierung bis jetzt nichts erhalten, von allen Versprechungen, als eine Stärke-Maschine und ein Trocken-Rahmen, den wir aber ohne die anderen Maschinen gar nicht nützen können.
(- Seite 6 -)
Daraus wolle nun Hochdieselbe ersehen, daß, obgleich mir viel versprochen ist, ich bisher nur wenig oder gar nichts erhalten habe, trotzdem ich meine Familie, mein Geschäft hintenangesetzt habe, um der Gemeine und somit auch dem Staate, mich nützlich zu erweisen.
Da nun Eine Königl. Hochlöbl. Regierung, wie ich glaube, mir sehr verpflichtet ist, so wende ich mich vertrauensvoll an Hochdieselbe mit der unterthänigsten Bitte:
„Daß Hochdieselbe mein Gesuch gütigst berücksichtigen werde, und dafür sorgen, daß mir
1. die sämmtlichen Maschinen beschafft werden, daran ich noch nöthig gebrauche zu einer Weißwaaren Appretur, daß mir
2. auch Waaren zur Appretur geliefert werden“.
Denn seit der Zeit, wo ich das Gebäude errichtet, ich meine letzten Mittel dahineingesteckt habe, warte ich sowohl auf die Maschinen, als auf die Waaren zur Appretur. Dadurch, daß mir namentlich die letztern Versprechungen nicht gehalten wurden, bin ich ein völlig ruinirter Mann. Sollte eine Königl. Hochlöbl. Regierung nicht auf meine gehorsamste Bitte eingehen, so muß ich Hochdieselbe bitten, daß mir alle meine Auslagen für das Gebäude erstattet werden.
(- Seite 7 -)
Ich aber werde fernerhin alle meine Kräfte aufbieten, um der Gemeine und dem Staate mich nützlich zu erweisen.
In hoher Ehrfurcht verharre ich,
Einer Königlichen Hochlöblichen Regierung
Nowawes, ergebenster
den 10. October 1864 Gottlieb Sotscheck
(Abschrift des handschriftlichen Briefes durch ChristJan., im Juli 2010)
1865
Am 17. Januar 1865 heiratet unser Sohn, der Lehrer Gottlieb, an seinem 27. Geburtstag die 29jährige Auguste Zinnow.
Es wendet sich der Pfarrer Adolph Stobwasser, im neunten Jahr nach seiner Zwangsversetzung von Nowawes nach Fahrland (1856), wegen einer offiziellen Anerkennung für den Fabrikanten Sotscheck, mit einem Brief an den neuen Oberpräsidenten v. Jagow, Nachfolger des Oberpräsidenten v. Flottwell.
Brief des Herrn Pastor Stobwasser aus Fahrland, vom 4. Februar 1865 an den Oberpräsidenten der Königliche Regierung in Potsdam
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Hochverehrter Herr!
Sehr werthgeschätzter Herr Ober-Präsident!
Als früherer Pastor von Nowawes, wohin ich im Frühjahr 1848 von Seiner Majestät Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen berufen worden, und wo ich 8 Jahre lang auch mitwirken durfte zur Hebung des
(- Seite 2 - des handschriftlichen Briefes)
Gewerbe-Betriebes und des Handels, wage ich Ew.* Excellenz anzugehen, für einen Nowaweser Fabrikant Gottlieb Sotschek, am Kirchplatz** daselbst.
Der p. p.*** Sotschek hat mir und meiner Wirksamkeit in Nowawes treulich beigestanden durch sein conservatives und offenes Auftreten, durch seine Uneigennützigkeit und durch sein gewerbliches Verständniß.
Mit seiner Hülfe gelang es mir, den ganz unbeschäftigten Webern wieder Erwerbsquellen zu öffnen, und den Begehr nach Nowaweser Waaren in der vornehmen
(- Seite 3 -)
Welt, und beim großen Landbesitz anzuregen.
Sotschek war überall willig, die Gewerbe verbessern zu helfen, neue Muster einzuführen und den Verdienst der Weber zu erhöhen. Tausende von Thalern gingen durch seine Hand, und erzeugten einen Aufschwung in Nowawes, auf welchen hernach die wohlwollenenden Bestrebungen der hochlöblichen Regierung und des hohen Handels-Ministeriums fußen konnten.
Bei meinem Fortgang aus Nowawes hatte er durch sein Mitwirken es den Gebrüdern Liebermann (Anmerkung: das waren Berliner Unternehmer) ermöglicht, die
(- Seite 4 -)
erste Seidenwickel-Fabrik dorthin zu verpflanzen, ohne daß er eine Entschädigung dafür erhalten hätte, daß er zuerst seine Lokalien**** hergab für die Schweizerin, die die erste Lehrmeisterin war, und für die anzulernenden Mädchen.
Sotschek hat bei diesem Allein das Wohl des Orts im Auge gehabt, und hat viel Hohn und Spott erfahren und ertragen; weil er beneidet wurde; indem man allgemein glaubte, daß er heimlich von der Regierung oder von mir Belohnung erhalte, was nie der Fall gewesen ist; obwohl er's schon bei seiner großen Familie und sonstigen geringen Einkünften bedurft hätte.
(- Seite 5 -)
(- Ergänzende Nachbemerkung am linken Seitenrand des handschriftlichen Briefes -)
Auch der durch seine Hand gehende Erlös für verkaufte Waaren brachte ihm keinen Gewinn, indem die Armenkasse allein die Überschüsse erhielt. (Ende dieser Nachbemerkung).
1856 wurde ich aus Nowawes versetzt, und weiß, daß auch seit jener Zeit Sotscheck keinen Gewinn gehabt hat von seinem Entgegenkommen, daß er der hochlöblichen Regierung bewiesen hat; denn die ihm anvertrauten großen Maschinen hat er nicht benutzen können und seine großen Baulichkeiten, die er nur für dieselben errichtet hat, tragen keine Zinsen.
Alles dies will der p. p. Sotschek gern verschmerzen; wenn nicht jetzt die Böswilligkeit und Feindschaft wider ihn im Orte
(- Seite 6 -)
ausgesprengt hätte (Anmerkung: im Sinne von „verbreitet hätte“), daß er unter polizeiliche Aufsicht gestellt sei, nachdem er mit seinen Forderungen, an die Regierung, die er zu haben vermeinte, zurückgewiesen sei.
Sotschek kommt also nicht mit neuen Forderungen; will auch gern seiner Maschinen los und ledig sagen (Anmerkung: im Sinne von „entsagen“, zurück geben), wenn ihm nur ein hohes Ober-Präsidium irgend welche Anerkennung gewähren, und ihm dieselbe durch den Orts-Vorstand, oder so, daß es der Ort erfährt, zukommen lassen möchte.
(- Seite 7 -)
Es wird Ew.* Excellenz gewiß leicht sein, das passende Mittel aufzufinden, das Ew. Excellenz wählen, um dem wirklich verdienstvollen, uneigennützigen, Gott und dem König getreuen Sotschek vor der Gemeinde Nowawes eine ihn ehrende Anerkennung zu gewähren.
Wünschen Ew. Excellenz mich in dieser Angelegenheit persönlich zu sprechen, so bitte ich ergebenst um Anberaumung von Tag
(-Seite 8 -)
und Stunde, wo ich es wagen darf, Ew. Excellenz meine Aufwartung zu machen.
Ich zeichne
Ew. Excellenz
Fahrland,
4. Febr. 1865 unterthänigster Pastor Stobwasser
_______________________________________________________________________________________ * „Ew.“ bedeutet „Ehrwürdige“ . ** Familie Sotscheck wohnt in dem Haus Kirchplatz 16.
*** p. p. (praemisses praemittendis) im Sinne von „der bereits vorerwähnte Sotschek.
*** Lokalien: hier Wohnunterkunft in seinem Eigentum.
Anmerkung: Dieser vorstehende Brief erhielt von dem neuen Oberpräsidenten folgende Randnotiz:
„Dem Herrn Regierungsrath Wichgraf mit dem Ersuchen vorzulegen, mir gefälligst mündlich die in dieser Angelegenheit mir wünschenswerthe Auskunft zu geben.
Potsdam, 5. Februar 1865 Jagow“.
(Abschrift dieses handschriftlichen Briefes durch ChristJan. im Juli 2010).
Der sich aus diesem Schreiben entwickelnde längere Briefwechsel endete ergebnislos, da sich der Oberpräsident v. Jagow in keinerlei Pflicht gegenüber dem Fabrikanten Sotscheck sah.
Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Rep.1. Nr. 503, o. pag.)
Am 21. Februar 1865 stirbt der 22jährige Sohn Wilhelm, Webergeselle. Große Trauer im Hause Sotscheck.
Nur wenige Tage später eine neue Unbill. Am 27. Februar '65 wird Gottlieb nach einer Anzeige, wegen angeblichen An- und Weitererkaufs von Garnresten, verhaftet. Die Anzeige hat der Herr Königliche Polizei-Präsident Engelcken, Potsdam, bearbeitet. Veruntreuungen an Garn, wie angezeigt, werden mit Gefängnis zwischen 3 und 8 Tagen bei Wasser und Brot geahndet. Im Wiederholungsfalle erfolgt nach üblichem Vorgehen die Einweisung zur Zwangsarbeit in das Spinnhaus der Festung Spandau.
Pfarrer Groote verwendet sich dafür, dass Gottlieb gegen eine Caution wieder auf freien Fuß gesetzt wird. Andere, hier nicht Genannte, haben für Gottlieb Sotscheck Geld gesammelt und bei Gericht die Caution geleistet. (Anmerkung Chr. J.: Angesichts des Trauerfalls in der Familie, wegen der sehr wahrscheinlich haltlosen Denunziation, in Anerkennung seiner uneigennützigen Leistungen und zum Schutz vor der weiteren Beschädigung seines Ansehens im Ort).
Quelle: Brandenburgisches Hauptarchiv, Rep. 1, Nr. 503: Acta, betreffend die Einrichtung einer Appretur-Anstalt in Nowawes (1858 - 1861).
Brief des Staatsanwalts beim Königlichen Stadtgericht, Berlin, 25. März 1865
____________________________________________________________________________
An
die Königliche Polizei-Direction
zu
Potsdam
Abschrift
Der Königlichen Polizei-Direktion erwidere ich auf
das gefällige Schreiben vom 28. vorigen Monats ergebenst,
daß der Fabrikant Sotscheck beschuldigt ist, von
den Fabrikanten Düsterberg und Heilbronn
hierselbst ihm zur Verarbeitung zu Kartuschbeutel-
stoff* übergebene Seidengarn-Abfälle durch Weiter-
verkauf an hiesige Handelsleute unterschlagen
zu haben, daß die Voruntersuchung, bei welcher
noch andere Personen als Hehler complizieren
noch schwebt und bei dem Leugnen des Sotscheck
mit Sicherheit sich noch nicht voraussehen läßt,
ob eine Verurtheilung des Angeschuldigten
erfolgen wird.
Von dem Ausfall der Untersuchung werde
ich nicht verfehlen, der Königlichen Direction
Mittheilung zu machen.
Berlin, den 27. März 1865
Der Staats Anwalt
beim Königlichen Stadtgericht
J. W.
(:gez.:) Schmidt II
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Abschrift des handschriftlichen Briefes durch ChristJan., im Juli 2010 und Anmerkung zu:
* Kartuschenbeutelstoff. Zwei Deutungen:
1. Das waren Beutel als Tragebehältnisse, in denen die Kartuschen (Hülsen zur Aufnahme der Treibladung = Schießpulver) aufbewahrt wurden.
2. Die einzelnen Kartuschen wurden mit je einer Stoffhülle zum Schutz vor Beschädigungen (dem Kartuschebeutel) überzogen.
Als die Technik weiterentwickelt wurde und Treibladung, Projektil und Zündhütchen in einer Baueinheit zusammengefasst wurden, sprach man nicht mehr von Kartusche, sondern von der Granate für Geschütze und der Patrone für Handfeuerwaffen.
Alle Schul- und Kirchensachen, die wir aus Nowawes an die Königliche Regierung nach Potsdam senden, werden selbstverständlich vom Schul- und Kirchen-Vorstand unterschrieben. Das sind in dieser Zeit: Groote als Prediger, Sotscheck, Thalheim, Keil, Weise und Kümmel.
In diesen Jahren ist Iskraut Lehrer in Nowawes und bewirtschaftet das Grundstück der alten böhmischen Schule.
Quelle: Brandenburgisches Hauptarchiv, Repositum 2A II T, Nr. 285.
Zeit ist vergangen.
1878
Am 19. December 1878 stirbt mit knapp 41 Jahren unser Sohn, der Liebätzer Lehrer Gottlieb Sotscheck.
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Die Eltern
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Vater: Generation 06 / Ahn 38
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Mutter: Generation 06 / Ahn 39 |
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Name: |
Sotscheck |
Zinnow |
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Vornamen: |
Friedrich Albert Gottlieb (der Jüngere) |
Charlotte (Caroline) Louise Auguste (genannt 'Guste)
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Geboren: |
Nowawes, in der Lindenstraße __, am 17. Januar 1838, nachts um 1 Uhr. Taufe am 28. Januar 1838 durch Pfarrer Papin. Die Paten: Jungfrau Josua, Jungfrau Wittke, Frau Sotscheck. Taufregister Nr. 12 / 1838.
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Nowawes, 08. November 1835, vormittags 10 Uhr. KB-Nr. 95 / 1835. Taufe am 22. November 1835 durch Pfarrer Papin. Taufpaten: Jungfrau Charlotte Zinnow, Jungfrau Charlotte Baatz, Frau Rohde / Rothe, August Zinnow (alle Paten aus Stolpe). |
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Die Eltern: |
Vater: Sotscheck, Friedrich Gottlieb, Webermeister und Fabrikant in Nowawes Mutter: Melzheimer, Caroline (nach Geburtseintragung: „Melsheimer“). |
Vater: Zinnow, Wilhelm, geboren in Stolpe, Zimmermann, nach 1830 Umzug von Stolpe nach Nowawes, Priesterstraße __(eventuell in die spätere Priesterstr. Parz. 60? Mutter: Rothe, Friederike (auch Friederique), geboren in Stolpe.
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Berufe / Tätigkeiten |
Dorfschulmeister, Lehrer und Küster in Liebätz (bei Luckenwalde). Er wohnt dort vorerst als Lediger bei Familie Brückmann. |
Dienstmädchen im Pfarrhaushalt Stobwasser, in Nowawes und Fahrland. Liebevolle Mutter und flotte wie auch umsichtige Hausfrau. |
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Trauung: |
Nowawes, 17. Januar 1865, nach den Aufgeboten am 01. Januar, 08. Januar und 15. Januar. KB Nr. 2 / 1865. Pfarrer Groote. Sie: 29 Jahre alt und ledig. Er: 27 Jahre alt. Ledig / nicht Junggesell' (vorher mit väterlichem Einfluss „zwangs-verlobt“ gewesen / Verlobung gelöst.)
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Gemeinsame Wohnungen |
Das Paar wohnt in Liebätz im Schulgebäude, das seit dem Neubau 1827 etwas abseits vom Dorfzentrum liegt. Er wird später dort auch Schulvorsteher und Kirchenältester. |
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Gestorben: |
Liebätz, 19. Dez. 1878, um 1/2 8 Uhr (= 7 1/2 Uhr) am Nachmittag, im Alter von 40 Jahren / 11 Monaten / 2 Tagen, an Zuckerkrankheit und Lungenentzündung. Er hinterlässt die Gattin und fünf minorenne Kinder. Quelle: KB Liebätz (liegt in Woltersdorf) No. 8 / 1878. Beerdigt auf seinen Wunsch in Nowawes, am 23. Dezember 1878. Pfarrer Koller. Im KB nach Nr. 208 / 1878 notiert. |
+ Berlin, 16. Juli 1914 Bestattet auf dem Alten Jacobifriedhof. |
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W. B. meint: Als Gottlieb Sotscheck (jun.) bereits Lehrer in Liebätz bei Luckenwalde war, (der Ortsname bedeutet im Frühdeutschen „Liebe“) er aber zu Besuch bei seinen Eltern in Nowawes weilte, kam dorthin auch Auguste Zinnow aus der Nachbarschaft. Augustes Eltern ( ------) besaßen zwei Kühe und sie lieferten deren Milch unter anderem auch an die Familie des Fabrikanten Sotscheck. Auguste fragte beiläufig nach dem Ergehen des jungen Lehrers im Dörfchen Liebätz. „Gut gehts ihm“, erwiderte seine Mutter (Caroline Sotscheck, geb. Melzheimer) „aber er braucht nun eine Frau“. Als Auguste wieder fort war, sagte Mutter Caroline zu ihrem, gegenüber Frauen wohl eher zurückhaltenden und weniger gewandten, Sohn Gottlieb: „Das wäre eine tüchtige Hausfrau“. „Ja, Mutter“, erwiderte Gottlieb, „wenn eine, dann will ich gern diese haben“. Wahrscheinlich an 'Gustes 28. Geburtstag, also am 08. November 1863, verloben sich der Liebätzer Lehrer Gottlieb Sotscheck (jun.) und Auguste Zinnow.
In den Augen des Vaters Gottlieb Sotscheck (sen.), des Fabrikanten, ist eine derartige Verbindung aber wohl nicht „standesgemäß“, denn die Zinnows sind arme Leute. So gibt er die Einwilligung zur Hochzeit nur widerwillig.
Am 17. Januar 1865, an Gottliebs 27. Geburtstag, findet dann die Hochzeit statt.
Zur Hochzeit schenkt der Bräutigam seiner Braut ein seidenes, lilafarbenes Hochzeitskleid. Zu diesem Feste tragen die Sotschecks alle seidene Kleider; von den Zinnowschen Frauen dagegen eben nur Guste, die Braut.
Am Tage nach der Hochzeit, am 18. Januar, steigt das junge Lehrer-Ehepaar in die offene Kalesche und fährt durch den knirschenden Schnee, so erzählte es Otto Gericke (gest. 1936), der damals anno 1865, 10 Jahre alt war, über Blankensee, wo stets zur Pause ausgespannt wurde, bis nach Liebätz, in Augustes neue Heimat.
Meine Mutter (Marie Bauer, geb. Sotscheck), also die „Eide“, schreibt Wernher Bauer, meint, dass es der Liebätzer Bauer Rosin, der Schwiegervater von Gottliebs Vermieter Brückmann war, der das Hochzeitspaar aus Nowawes mit der Kutsche nach Liebätz abgeholt hat. Die alten Rosiens seien treffliche gastliche Leute gewesen, bei denen die Kinder unserer Lehrerfamilie Sotscheck nach dem frühen Tode des Vaters noch oft zu Besuch waren, von denen sie bewirtet und beherbergt wurden, als sie schon nicht mehr in Liebätz lebten.
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Die Kinder von Friedrich Albert Gottlieb Sotscheck und Charlotte Louise Auguste Zinnow (Generation 05)
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Sotscheck
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Geburts- und Sterbeorte sowie einige Lebensdaten |
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1. |
Wilhelm Gottlieb Johannes (genannt Hans) 05 / 16 |
Geboren in Liebätz am 12. Juni 1866, morgens 1/2 2 Uhr. Getauft in Liebätz am 01. Juli durch Prediger Pfeiffer. Die Paten sind: 1. Fräulein Marie Sotscheck (Vaterschwester, Tante des Täuflings), 2. Der Eigentümer Gottlieb Müller, 3. Der Tischlermeister August Gericke, (1. - 3. aus Nowawes, Gericke ist Ehemann der Mutterschwester Friederike, geb. Zinnow,) 4. Lehrer Klauck aus Märtensmühle, 5. Schulzenfrau Hanne Louise Lehmann, 6. Hüfner- und Kirchenvorstehersfrau Caroline Rosin., Liebätz. Etwa ab 1879 ist Johannes im Waisenhaus in Klein-Glienicke. Er besucht das Lehrerseminar. Abschluss 1886. Er heiratet Johanna Ranke (05 / 17, am 15. Dezember 1868 - 12. Januar 1954). Johannes ist viel gereist - um die halbe Welt; auch mit Johanna. Johannes ist gestorben am 04. Juli 1951. Deren Kinder: 1. Sotscheck, Käthe, oo Rolf Geleng, Oberstudiendirektor, Schadow-Schule, Zehlendorf. Deren Kinder sind Lehrer, einige Jahre in Equador. 2. Fritz Martin Reinhold (04 / 08), geboren in Zehlendorf bei Berlin am 12. Juli 1902.
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2. |
Caroline Friederike Marie (genannt „Häschen“, „Mieze“ und auch „Eide“).
Die Benennung „Häschen“ später durch ihren Sohn Werner / Wernher, weil sie so flink war und auch „Eide“ (die Mutter), aus der Gotischen Schriftsprache, die auf die germanischen Runen folgte) |
Geboren in Liebätz am 21. April 1868, morgens 1/2 8 Uhr. Getauft in Liebätz durch Prediger Pfeiffer, am 09. Mai 1868. Die Taufpaten: 1. Junggesell Johannes Sotscheck aus Nowawes (Onkel des Täuflings, das 8. Kind seiner Eltern). 2. Jungfrau Marie Klauck, Märtensmühle, 3. Caroline Rosin und 4. Therese Lehmann, beide aus Liebätz. (Heirat am 16. / 18. April 1892, Georg Friedrich Bauer, dieser geb. 1866 in Conz bei Trier, Militär in Potsdam (Unteroffiziersschule, Jägerallee 10), Cottbus, Berlin, Amtmann im Auswärtigen Amt. Rentier ab 1931. Hobby-Obst- und Gemüsezüchter in Rangsdorf. Gestorben in Rangsdorf am 28. Oktober 1938, 8 1/4 Uhr, am Abend, nach 46jähriger Ehe). Marie ist gestorben in Rangsdorf, am 09. August 1955. Die Kinder: Tochter: Bauer, Margarethe oo Karl Schreiber Ingenieur am Staatlichen Materialprüfungsamt mit deren Kindern Karl-Heinz und Lisa Schreiber. Sohn: Georg Karl Wernher Bauer. (Dr. der Philologie), geboren am 25. Januar 1897 in Berlin, + 22. Mai 1986 im Krankenpflegeheim Saalow (Kreis Zossen). Bestattet in Liebätz auf dem Bugberg, an der Seite seiner Verlobten Dr. Ida Maria Ruppel (Philologin)..
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3. |
Auguste Martha Elisabeth (Lisbeth)
Fortsetzung zu 3.: Auguste Martha Elisabeth |
Geboren in Liebätz am 23. Juli 1870, 7 Uhr des morgens. Getauft in Liebätz
durch Prediger Schläger am 07. August 1870. Die Taufpaten: 1. Martha Sotscheck aus Nowawes (jüngere Schwester des Kindsvaters), 2. Wilhelmine Rosin und Wilhelmine Lehmann aus Liebätz. Gestorben in Berlin am 14. Februar 1945
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Die beiden Schwestern (3. und 5., Elisabeth
und Johanna, blieben unverheiratet) betrieben Lebensmittel-Verkaufsstände in den Berliner Markthallen „Am Spittelmarkt“ und am „Kottbusser Tor“.
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4. |
Anna Salome Martha
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Geboren in Liebätz am 02. August 1873 um 10 1/2 Uhr am Vormittag. Taufe in Liebätz am 17. August 1873 durch Prediger Ebeling. Die Taufpaten: 1. Albert Zinnow (Mutterbruder, Onkel des Täuflings), Webermeister in Neuendorf bei Potsdam, 2. August Dittwald, Zimmerpolier in Berlin (Urgroßvater von Chr. Janecke). 3. Frau Schneidermeister Marie Marks, geborene Sotscheck zu Potsdam (Schwester des Kindsvaters), 4. Jungfrau Salome Sotscheck (Schwester des Kindsvaters), Nowawes, 5. Anna Gericke, Nowawes (eventuell die 16jährige Cousine, Kind der Mutterschwester Friederike Gericke, geborene Zinnow). Oo Wilhelm (Willi) Starkloff. Dieser ist bei Fa. Krupp in Essen beschäftigt.
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5. |
Marie Elisabeth Martha Johanna (Hannchen) |
Geboren in Liebätz am 21. Februar 1876, 12 1/4 Uhr des nachts. Taufe in Liebätz am 26. März durch Prediger Rodatz. Die Paten: 1. Marie Gericke, Nowawes (eventuell die 18jährige Cousine / Base, Tochter der älteren Mutterschwester Friederike, geb. Zinnow), 2. Frau Pauline Dittwald geb. Zinnow (Mutterschwester), Berlin, (Urgroßmutter von Chr. Janecke, 3. Schneider Marks, Potsdam. (Ehemann von Tante Marie Sotscheck). Johanna soll in ihrem Aussehen nach der mütterlichen Seite, den Melzheimers, geraten sein. Im Wesen flink und tüchtig, ehrlich und gutmütig.
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siehe oben bei Elisabeth: Die beiden Schwestern ... Außerdem führen sie beide den mütterlichen Laden (1921 ... 1929 ...), die „Mehl- und Vorkosthandlung in Berlin-Kreuzberg, am Bethanienufer 7, EG, weiter. |
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6. |
Luise Auguste Agnes |
Geboren in Liebätz am 16. Juni 1877, um 10 Uhr vormittags. Taufe in Liebätz am 08. Juli durch Prediger Rodatz. Die Taufpaten: 1. und 2. Die Fabrikanten Gottlieb Sotscheck (d. Ältere, des Täuflings Großvater) und Johannes (des erstgenannten Sohn) aus Nowawes, 3. Schneidermeister Hermann Marks, Potsdam, 4. Frau Pauline Dittwald, geb. Zinnow Berlin (Mutterschwester, Tante des Täuflings). Gestorben in Liebätz am 22. Dezember 1877 um 1/2 12 Uhr, 6 Monate / 7 Tage alt. Lebensschwäche, angezeigt vom Vater.- Stille Beisetzung (ohne Musikbegleitung oder Predigt) am 26. Dezember 1877. Quelle: KB Liebätz (liegt in Woltersdorf) Nr. 15 / 1877.
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Zeit ist vergangen.
Ein Jahr nach seiner jüngsten Tochter stirbt der Lehrer und Küster, Vater Gottlieb, in Liebätz am 19. Dezember 1878, mit knapp 41 Jahren. Auguste muss mit den Kindern die Liebätzer Lehrerwohnung räumen.
Sie siedelt als Witwe mit den Kindern im Alter zwischen 2 und 12 Jahren vorerst wegen einer Arbeit (Handarbeiten in der Falkenthalschen Brauerei in der Beelitzer Straße) nach Luckenwalde über. Sie hat einen Anspruch auf Witwenrente in Höhe von 250 Mark im Jahr. Diese Summe und die Arbeit in der Brauerei reichen aber nicht aus, um die Familie ausreichend zu versorgen.
Ihre jüngere Schwester Alwine Pauline Dittwaldt (geb. Zinnow), die in Berlin lebt, rät ihr, sich ebenfalls in Berlin anzusiedeln. Von ihren sechs Kindern, lebt nun Mutter Auguste mit den vier Mädchen: Marie, Elisabeth, Martha und Johanna bald in Berlin. Johannes, der Älteste, findet vorübergehend Aufnahme im Waisenhaus Klein-Glienicke und die kleine Agnes war noch in Liebätz gestorben.
Anfangs arbeitet Auguste in Berlin als Waschfrau. Mit finanzieller und handwerklicher Unterstützung der Familie ihrer Schwester Pauline verehelichte Dittwaldt, der Familienvater August Dittwaldt ist Zimmermann und betreibt in Berlin eine Gastwirtschaft (erst in der Oranienstraße 77, später im Kottbusser Damm 34), erwirbt sie einen kleinen Lebensmittelstand am Dönhoffplatz (geöffnet Mi. und Sa.) und am Oranienplatz, wo an vier Tagen in der Woche verkauft wird. Später hat sie außerdem ein Ladengeschäft, die „Mehl- und Vorkosthandlung“ in Berlin-Südost (Kreuzberg), Boppstraße 6 und endlich einen gediegenen Markthallenstand am Engelufer, unweit ihrer schönen Wohnung in einem spätbiedermeierlichen Hause, Berlin SO 26, Bethanienufer 7, Parterre. (1896 ... 1907. Anmerkung: Das Haus steht nicht mehr).
Natürlich helfen die Mädchen ihrer Mutter Auguste und übernehmen später auch selbständig die Geschäfte. Aus diesem kleinen Laden in der Boppstraße 6 wird Tochter Marie Sotscheck eines Tages von dem Feldwebel Georg Bauer weggeheiratet. Es war der 16. April des Jahres 1892, nachdem sie manchen Bewerber teils schnöder, teils glücklicher Weise abgelehnt und als nun 24jährige, ihre Hoffnung auf einen Prinzen hatte fahren lassen. (W. B.)
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Die Eltern
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Vater: Generation 05 / Ahn 16
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Mutter Generation 05 / Ahn 17 |
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Name:
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Sotscheck |
Ranke |
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Vornamen: |
Johannes |
Johanna
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Geburt: Taufe:
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Liebätz, am 12. Juni 1866 |
15. Dezember 1868 |
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Beruf / Stand: (Typ des Dorfschullehrers)
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Lehrer an der Zehlendorfer Schadow-Schule,1929 Konrektor, Rektor der Zehlendorfer Volksschule |
Hausfrau und Mutter |
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Wohnanschriften vor der Ehe:
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Trauung / Eheschließung:
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Wohnanschriften, gemeinsame: |
1921 ... 1929. - Berlin-Zehlendorf Cecilienstraße 20, Parterre
Lehrer in Rangsdorf, wohnt in Berlin-Zehlendorf. |
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Tod / Gestorben: |
04. Juli 1951 |
12. Januar 1954
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Die Kinder, Generation 04
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Nr. |
Familienname: Sotscheck |
Lebensdaten der Kinder |
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01 |
Käthe |
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02 |
Fritz Martin Reinhold 04 / 08 |
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Auszug aus dem Adressbuch des Jahres 1912 - Aufstellung der Namensträger „SOTSCHECK“, die um 1912 in Nowawes lebten:
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Nr. |
Name, Vorname |
Anschrift |
Beruf |
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01 |
August Sotscheck |
Turnstraße 35a |
Schlosser |
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02 |
Auguste Sotscheck |
Lindenstraße 37 |
Arbeiterin |
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03 |
Auguste Sotscheck, geborene Lehmann |
Friesenstraße 5 |
Witwe |
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04 |
Bernhard Sotscheck |
Mittelstraße 11 |
Maler |
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05 |
Hermann Sotscheck |
Yorkstraße 3 |
Maurer |
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06 |
Johannes Sotscheck |
Friedrichkirchplatz 22 |
Rendant |
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07 |
Karl Sotscheck |
Großbeerenstraße 28 |
Schlossermeister |
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08 |
Otto Sotscheck |
Friesenstraße 9 |
Eisenbahnarbeiter |
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09 |
Otto Sotscheck |
Eisenbahnstraße 7, Ecke Schulstraße |
Tapezierer und Dekorateur |
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10 |
Paul Sotscheck |
Lützowstraße 2 |
Eisenbahnarbeiter |
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11 |
Rudolph Sotscheck |
Wilhelmstraße 68 |
Webermeister |
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Vorkommen des Namens SOTSCHECK in Nowawes, in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts |
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Nr. |
Name, Vorname |
Anschrift |
Beruf |
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01 |
A. Sotscheck, |
Althoffstraße 7, Telefon: Potsdam 7463 |
Textilien, |
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02 |
G. Sotscheck |
Lindenstraße 2, Telefon: Potsdam 8063 |
Polstermöbel |
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03 |
G. Sotscheck |
Luisenstraße 27, Telefon: Potsdam 82 80 |
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04 |
Franz Sotscheck |
Eisenbahnstraße 7 |
Drogerie |
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05 |
Otto Sotscheck |
Großbeerenstraße 28 und Bülowstraße 16,
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Drahtzaunfabrik Tel.: Potsdam 71 08 |
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06 |
Paul Sotscheck |
Lützowstraße 2 |
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07 |
R. Sotscheck |
Kirchplatz 27, Telefon: Potsdam, 72 30 |
Gaststätte „Zur Sängerklause“ |
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Verbandskegelbahn, Vereinszimmer, gepflegte Biere |
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Auszug aus dem Adressbuch des Jahres 1949 - Aufstellung der Namensträger „SOTSCHECK“, die um 1949 in Babelsberg lebten:
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01 |
Sotscheck, Anna |
Dieselstraße 2 (frühere Lützowstraße) |
Witwe |
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02 |
Sotscheck, A. |
Althoffstraße 9 |
Wäschefabrikation |
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03 |
Sotscheck, August |
Karl-Gruhl-Straße 18 (frühere Waldstraße > Wallstraße) |
Schlosser |
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04 |
Sotscheck, Auguste |
Karl-Liebknecht-Straße 1 (frühere Eisenbahnstraße) |
Witwe des Drogisten Dr. Franz Sotscheck |
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05 |
Sotscheck, Bernhard |
Wichgrafstraße 11 (frühere Mittelstraße) |
ohne Angabe |
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06 |
Sotscheck, Carl
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Ernst-Thälmann-Straße 28 (frühere Großbeerenstraße) |
(Nachfolger), Bauschlosserei, Drahtzaunfabrik |
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07 |
Sotscheck, E. |
Friedrichplatz 21 (fr. Kirchplatz, heute Weberplatz) |
Rentn. |
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08 |
Sotscheck, Erhard |
Rudolf-Breitscheid-Straße 5 (früher Lindenstraße) |
Kaufmann |
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09 |
Sotscheck, Erich |
Friesenstraße 8 |
Tischler |
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10 |
Sotscheck, G. |
Rudolf-Breitscheid-Straße 84 |
Tapezierermeister |
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11 |
Sotscheck, Gustav |
Luisenstraße 27 (heutige Wollestraße) |
Tischlermeister |
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12 |
Sotscheck, H. |
Franz-Mehring-Straße 3 (frühere Beethovenstraße) |
Kaufmann |
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12.1* |
Sotscheck, Heinz |
Franz-Mehring-Straße 3 |
Lehrer (Mathematik) an der Virchowschule am Griebnitzsee |
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13 |
Sotscheck, Richard |
Friedrichplatz 27 |
Gastwirt |
* Die Notiz zu 12.1 ist nicht dem Adressbuch entnommen, sondern ist Ergebnis eines Gesprächs. Der Lehrerberuf wurde zumindest auch in den 1950er Jahren ausgeübt.
Über Babelsberg (früher Nowawes) hinaus, also beispielsweise in Potsdam und Umgebung, tritt der Name Sotscheck 1949 im Adressbuch zu „Groß Potsdam“ nicht auf. Er gilt also, bezogen auf den alten Einwanderungsort als „endemisch“.