Karl Friedrich Janeke (der Ältere) 14. September 1842 bis 20. April 1897 Lebensort: Osterburg in der Altmark
und seine Ehefrau
Dorothee Elisabeth Neumann 18. August 1839 bis 18. September 1912 Lebensorte: Schmersau und Osterburg
Tabellarische Kurzfassung eines Lebensbildes für das Ehepaar (mit der Erwähnung ihrer Kinder und z. T. auch der Paten sowie der Ehepartner) Dieses Ehepaar gehört zu den Urgroßeltern des Autors. Der hier vorgestellte Text wird von einem umfangreichen zeitgenössischen „Bilderbuch“ ergänzt, das bei dem Autoren liegt.
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Ahnen- und Familienforschung - Genealogie - Heimatgeschichte
Autor und Kontaktpartner für Fragen, Meinungen oder Hinweise: Christoph Janecke,
Bearbeitungsstand: Dezember 2009, E-Mail: christoph@janecke.name
Kurzwegweiser von der Lebenszeit der hier dargestellten Personen, bis in unsere Tage:
Karl Friedrich August Janecke (der Ältere) 1842 - 1897 oo
Dorothee Elisabeth Neumann 1839 - 1912.
Dieses Ehepaar hatte drei Kinder, darunter
Karl Friedrich August (der Jüngere) 1869 -1950 oo
Klara Dittwaldt 1872 - 1933.
Jenes Ehepaar hatte zwei Kinder, darunter
Alfred Richard Janecke 1900 - 1983 oo Anne-Marie Sommer 1913 - 2003.Beruf
Dieses Ehepaar hatte drei Kinder, darunter der Autor dieses Beitrages: Christoph Janecke
Die Eltern / Die Probanden
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Vater: Generation 05 / Ahn 16.3
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Mutter: Generation 05 / Ahn 17 | |
Name:
Vornamen: | Janeke
Karl Friedrich August (der Ältere)
| Neumann
Dorothee Elisabeth | |
Geboren: | * Osterburg, in der Altmark (Provinz Sachsen) 14. September 1842, 5 Uhr morgens Taufe am 16. Okt. 1842, Prediger Curder, KB Nr. 61 /1842, Seite 50. | * Osterburg, in der Altmark (Provinz Sachsen) 14. September 1842, 5 Uhr morgens Taufe am 16. Okt. 1842, Prediger Curder, KB Nr. 61 /1842, Seite 50. | |
Beruf:
| Dachdecker, Postbote / Landbriefträger |
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Getraut:
| Osterburg, am 26. Januar 1868 | ||
Gemeinsame Wohnung: | Osterburg, Melkerstraße 10 | ||
Wohnung im Witwenstand
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| Hospital „Sankt Georg“, Osterburg, Stendaler Straße 37 | |
Gestorben:
| In Osterburg, 20 April 1897, 54 Jahre alt, Beerdigt am 23. April 1897, Pastor Nürnberger, KB-Reg. Nr. 27 / 1897, Anzeige: Sohn Wilhelm Janecke | In Osterburg, am 15. September 1912, 4 Uhr nachmittags, 73 Jahre alt. Beerdigt am 18. September 1912. Pfarrer Stephan. KB O’. Nr. 79 / 1912 | |
Die Kinder des vorgenannten Ehepaares: (Das Kind, das die Ahnenlinie in direkter Linie zu den heute lebenden „Janeckes“ weiterführt, ist fett gedruckt). | ||
Familienname: Janecke
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Geburts- und Sterbeorte, weitere Lebensdaten
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1.
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Luise Auguste Hermine |
Geboren in Osterburg, Melkerstraße 10, am 16. März 1868, Vormittag 11 Uhr, Taufe bei Diakon Rathmann
Beruf: Schneiderin
Geheiratet in Osterburg (Altmark), am 06. April 1891 mit Wilhelm Franz Jochmann. Register der Nicolaikirche Osterburg Nr. 9 / 1891. Gemeinsame Wohnung: Wittenberge, Mohrenstraße 4, nahe am „Stern“ und dem alten Ortszentrum gelegen.
Gestorben in Wittenberge (Prignitz), am 01. Juli 1919, mit 51 Jahren / 3 Monaten / 14 Tagen. Beerdigt am 04. Juli 1919. KB Wittenberge 212 / 1919
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2.
| Karl Friedrich August (der Jüngere) |
* Osterburg, Melkerstraße 10, am 18. September 1869, Fuhrherr, Buchhalter, Verwalter, kaufmännischer Angestellter, Geschäftsführer Geheiratet in Berlin Südost, am 15. 09. 1896 Pauline Klara Antonie Dittwaldt, Gestorben in Potsdam-Babelsberg am 02. Februar 1950 |
3.
| Carl Friedrich Wilhelm |
* Osterburg, Melkerstraße 10, am 10. September 1871, späterer Wohnort: Wittenberge, Schützenstraße 25, Zimmermann. |
Einige wenige Hinweise zum post-dienstlichen Arbeitsfeld des
Carl Friedrich August Janecke (des Älteren) 1842 – 1897
Ihr wisst ja: Bei der Post, wie wo überall im Beamtenstande, gibt es gar viele Dienstbezeichnungen. Zu denen gehören:
.Ober-Post-Director
.Geheimer-Ober-Postrath
.Postrath
.Kanzleisekretair
.Geheimer Calculator
.Geheimer expedierender Secretair
.Ober-Post-Kassen-Rendant
.Post-Inspector
.Post-Kassen-Controlleur
.Post-Sekretair
.Post-Assistenten
.Ober-Post-Kassen-Hülfs-Buchhalter
.Posthauswärter
.Postmeister
.Post-Aspirant
.Bürodiener
.Post-Expedienten-Anwärter
.Expedienten-Gehülfe
.Packbote
.Packetträger
.Postillon (auch Postillion geschrieben)
.Briefträger (Ortsbriefträger, Landbriefträger)
.(später) Postschaffner
Das Amtsblatt Nr. 41 vom Juli 1868 meldet unter „Nachrichten – Personalien“:
„Seine Majestät der König von Preußen (das ist z. Zt. Wilhelm I) haben allergnädigst geruhth, den nachbenannten Beamten die Annahme folgender, von seiner Majestät dem Könige von Dänemark denselben verliehenen Orden zu gestatten:
Dem Geheimen-Ober-Post-Rath Stephan in Berlin des Commandeur-Kreuzes 1. Klasse des Danebrog-Ordens,…usw.“
Verfehlungen von Bediensteten (mit Namen und Ort) wurden stets in dem etwa wöchentlich erscheinendem Amtsblatt der Norddeutschen Postverwaltung unter „Personalien“ veröffentlicht.
Zum Beispiel:
.Postillon Peter X. hat (nach der Anstellung) das in seinen Händen befindliche Eidesformular nicht (rechtzeitig) abgegeben (zurück gegeben), was zur Verhütung eines Missbrauchs hierdurch bekannt gemacht wird.
Entlassungen von Postillonen gab es häufig, z. B. wegen:
.Contravention (Widerspruchs gegen den Vorgesetzten)
.unordentlicher Dienstausübung
.der Unfähigkeit, das Blasen des Posthorns zu erlernen
.wegen heimlicher, uneingeschriebener Beförderung von Personen oder Sachen
Die Posthäuser meldeten auch aufgefundene herrenlose Gegenstände, so auch in Postkutschen liegengebliebene oder defekte Poststücke, die im Amtsblatt veröffentlicht wurden. Hierzu dienen einige Beispiele aus Amtsblättern unter der Rubrik:
“Lagernde Poststücke und Passagier-Effekten“:
.1 Schnupftabacksdose aus Horn
.1 Schwarzseidener Regenschirm
.1 Gebrauchte Geldbörse mit einem Geldstück
.1 Botanisirtrommel mit 1 Löffel, 1 Schnupftuch, 1 Paar wollene Strümpfe
.1 Herrenhut
.1 Hutnadel
.1 Mantelsack
.1 Felleisen (Tornister)
.1 schwarze Cammelot-Schürze
.1 Packet in Wachsleinen geschnürt (die Tuchbahn, eine übliche Verpackung)
.1 Fußtasche von braunrotem Sammet
.Für 16 Sgr. (Silbergroschen) Post-Francomarken
.1 Thaler, eingewickelt in ein Stück der Danziger Zeitung (vor 1875)
.1 Holzkiste, geschlossen, mit einem Gewicht von 2 Pfund, 7 Loth (1868)
.Packet mit ein Paar Stiefeln, 5 Pfund und 25 Loth schwer.
.In dem Sortirspinde des am 1. Jan. 1869 in Berlin des Morgens um 7 3/4 Uhr eingetroffenen Curierzuges aus Cöln, ist 1 Friedrichsd’or gefunden worden. Reclamationen sind an die Oberpostdirektion in Berlin zu richten
Das Jahr 1867
Erlassen wird das Gesetz zur Übernahme der Fürstlichen Post von Thurn und Taxis, erschienen im Amtsblatt vom 16. Februar 1867, S. 99.
Das Jahr 1896
Wie in jedem Jahr werden auch für den zurückliegenden Zeitraum von der Kaiserlichen Ober-Postdirection an ausgewählte Postillone Ehren-Posthörner und Ehren-Peitschen verliehen. Die so Geehrten wurden im Amtsblatte namentlich aufgeführt.
Das Jahr 1897
Das Amtsblatt des Reichspostamtes Nr. 21, Seite 135, erschienen in Berlin am 08. April 1897, würdigt das Dahinscheiden des Herrn Staatssekretärs des Reichs-Postamtes,
Dr. Heinrich von Stephan am 08. April 1897, nachts 12.30. Sanfter Tod im 67. Jahr seines thatenreichen Lebens, erlöst von schweren Leiden.
Das Amtsblatt Nr. 22, S. 137 und 138 vom 13. April enthält viele Trauerbekundungen