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Großeltern

Das Ehepaar hatte miteinander 8 Kinder

 

 

Vater:

Mutter:

Name:

 

Gericke

Paul

Vornamen:

Johann Friedrich Wilhelm

Marie Louise

Deren Eltern:

 

 

Geburt:

Taufe:

 

 

Beruf / Stand:

Fischermeister und Allein-Pächter des Griebnitzsees in Klein Glienicke (Kreis Teltow), auf einem Wassergrundstück an der Griebnitzstraße, auch Lieferant für die königliche Tierhaltung auf der Pfaueninsel (Kaninchenwerder) mit Futterfischen. Im Fischereibetrieb arbeiteten die 3 älteren Söhne mit.

Mutter und Hausfrau

Wohnanschriften vor der Ehe:

 

 

Trauung / Eheschließung:

 

Wohnanschriften, gemeinsame:

 

Tod / Gestorben:

 

 

 

 

 

Die Kinder

 

 

 

Nr.

Familienname:

 

Lebensdaten der Kinder

1

 

 

2

 

 

3

 

 

4

 

 

5

 

 

6

 

 

7

 

 

8

August Julius Otto

* Klein Glienicke, 04. Februar 1832

 

 

Diese folgende Tabelle auch bei Zinnow einordnen

 

Die Eltern

 

 

 

Vater:

 

 

Mutter:

Name:

 

Gericke, auch Guericke

 

Zinnow

 

Vornamen:

August Julius Otto

 

Charlotte Friederike

Deren Eltern:

Vater: Gericke, Johann Friedrich, Wilhelm

Fischer in Klein Glienicke

 

Vater: Zinnow, Johann Friedrich Wilhelm, Zimmermann in Nowawes

 

Mutter: Marie Louise, geb. Paul

Mutter: Marie Sophie Friederike, geborene Rohde (auch Rothe)

 

Geboren:

Klein Glienicke,

04. Februar 1832

 

Geboren in Stolpe, 24. September 1830, abends 5 Uhr. KB Stolpe 17 / 1830. Getauft in Stolpe am 17. Oktober 1830, Prediger Stöwe. Die Paten: 1. Büdner Carl Zinnow, 2. Einlieger Peter Lämke, 3. Frau Rohde. Sie heiratet den Zimmermann und späteren Tischlermeister August Julius Otto Gericke.

 

Beruf / Stand:

Um 1855 Zimmergeselle, 1860 Tischlermeister in Nowawes,

Kirchenältester.

 

Mutter und Hausfrau

 

Getraut:

Nowawes, am 09. April 1855

Er ist 23 Jahre alt und wird als ledig bezeichnet. Sie ist 24 Jahre alt und wird ebenso als ledig bezeichnet. (Der ursprüngliche Eintrag „Jungfrau“ wurde gestrichen). Quelle KB Nowawes 5 / 1855.

 

 

Wohnungen:

Um 1855   / 1869 bis nach 1883: Priesterstraße 8, wohl mit Unterbrechung. Werkstatt im Kolonistenhaus Priesterstraße 18.

Am 11. Mai 76 zieht Otto Gericke wieder nach Priesterstraße 8.

 

 

Gestorben:

 

August Gericke (stirbt am 17. Juni 1905 an Herzschwäche. Alter: 73 Jahre / 4 Monate / 13 Tage. Er hinterlässt vier erwachsene Kinder. Beerdigt am 19. Juni 1905. Kirchhof Mittelstraße, KB 71 / 1905.

Sie stirbt in der Priesterstraße 8, am 26. Februar 1883, 4 Uhr am Nachmittag, in Nowawes, an Lungenschwindsucht (Tuberkulose), mit 52 Jahren / 5 Monaten / 2 Tagen und hinterlässt den Gatten August Julius Gericke sowie 3 großjährige Kinder und 1 minderjähriges Kind, sowie ein Guthaben von mehr als 150 Mark. Testament vorhanden. Sie war 28 Jahre verheiratet. Standesamt Nr. 36 / 1883.

Quelle: Stadtarchiv Film 308, Bild 223.

Anzeige bei Pf. Koller durch den Gatten (August Julius Gericke). Beerdigt am

01. März. 1883. KB. Friedrichskirche Nr. 40 / 1883.

Während die drei älteren Brüder des August bei ihrem Vater Fischer geworden sind, begann für  August ab 1846, nach der Konfirmation, die Zimmermannslehre bei Meister Wilhelm Kneib in Potsdam, Luisenplatz 2 (E). (Jener Lehrherr war Zimmermeister, Gewerke-Ältester, Stadtverordneter, Mitglied der Prüfungskommission für Bauhandwerker und Bau-Deputierter). Nach dem Ende der Lehrzeit und verschiedenen Arbeitsplätzen, begann August vor 1855 in Potsdam bei Zimmermeister C. Dosse, Leipziger Straße 3. (E) als Geselle zu arbeiten. (Jener Arbeitgeber war Raths-Zimmermeister, Armendeputirter und Gerichts-Taxator. (Besucher sind bis 8 1/2 Uhr morgens willkommen!)). Dieser Zimmereibetrieb war u. a. auch am Bau des königlichen Flatowturms im Babelsberger Schlosspark beteiligt. Am 22. Oktober 1855 kam es auf dieser Baustelle zu einem schweren Unfall. Wegen des Missverständnisses eines Lehrlings, statt auftragsgemäß eine Bauklammer festzuschlagen, löste er diese vollends. Dadurch war eine Rüstbohle ohne Arretierung und der 23jährige August Gericke stürzte innerhalb des Turmes die Rüstung bis zur untersten Etage hinab. August überlebte diesen Sturz mit schweren Wunden, Arm-, Bein- und Rippenbrüchen – und alle Kollegen, die Handwerkerfrauen, die gerade gegen 12 Uhr das Mittagessen für ihre Männer auf die Baustelle brachten, mussten es mit ansehen, unter ihnen natürlich auch Friederike Gericke, geb. Zinnow, die mit August ja gerade ein halbes Jahr verheiratet war und von dem sie ihr erstes Kind unter ihrem Herzen trug. Helfer brachten August, wie es schien, mehr tot, denn lebendig, auf einer provisorischen Trage mit dem Kahn hinüber zur Eisenhartschen Heilanstalt. Der Wundarzt Dr. J. Wenkebach (er wohnte in der Königsstraße 67 und war vor allem im Armenhause und als Geburtshelfer tätig), behandelte den August fürsorglich und umsichtig, so dass dieser rund ein Jahr später (mit Einschränkungen) als wiederhergestellt gelten konnte. Jedoch mochte dem Gehandicapten, dem für verschiedene Zimmereraufgaben nicht mehr Einsetzbaren, niemand eine Anstellung bieten.

Auf dem Bau konnte er als Zimmermann nicht mehr arbeiten, in einer Holzbearbeitungswerkstatt würde ihm eine Tätigkeit jedoch möglich sein. Eine Darlegung seiner Not, seines Problems und Anliegens beim Prinzregenten Wilhelm (dessen älterer Bruder, König Friedrich Wilhelm IV war ja nach Schlaganfällen bereits dauerhaft erkrankt), erbrachte wohl 5 Taler Abfindung, so dass man nicht von einer tatsächlichen Besserung seiner Notlage sprechen konnte.

Zu jener Zeit lebte August mit seiner jungen Familie in dem Wohnraum am rechten Ende des Hauses seiner Schwiegereltern Zinnow / Rohde in der Priesterstraße 18. Auf diesem Grundstück fertigt er notgedrungen, „als Pfuscherarbeit“, also ohne Genehmigung, einige Tischlerarbeiten wie Fenster und Fensterläden, um überleben zu können. Einige Tischler brachten diese illegalen Arbeiten jedoch zur Anzeige, die der Polizeikommissarius Kiekebusch zu untersuchen hatte. Als niedrige Strafe ergab sich die Forderung des Zahlens von 30 Thalern oder ersatzweise einer Woche Arrest. 30 Thlr. besaß August nicht, so dass er die Haft in der Potsdamer Breiten Straße, am Neustädter Thor, zubrachte.

Die finanzielle Not und das berufliche Interesse bewegten ihn dazu, in einer verkürzten Lehrzeit bei Tischlermeister Linge in der nahen Friedrichstraße (heute Garnstraße) auch noch den Tischlerberuf zu erlernen, um dann offiziell als Meister sein Gewerbe ausführen zu dürfen. Das ehemalige 5achsige Kolonistenhaus seiner Schwiegereltern wurde daraufhin erweitert. In diesem Hause Priesterstraße 18, indem schon seine Zinnowsche Ehefrau und ihre Geschwister aufgewachsen waren, gründete er am 01. April 1860 seine kleine Tischlerwerkstatt. Die Anteilnahme der Nowaweser an seinem bewältigten Schicksal und der Zuspruch zu seiner

doppelberuflichen Handwerkskunst war so groß, dass er, der selbst keine Anstellung gefunden hatte, gleich nach der Werkstatteröffnung zwei Gesellen beschäftigen konnte.

1862 setzte sich der Regierungsrat August Wichgraf dafür ein, dass die Nowaweser breitere Webstühle erhielten, damit sie nicht nur baumwollene Webwaren, wie z. B. Betttücher fertigen konnten, sondern z.B. auch Kleidungsstoffe. Etwa 50, die Hälfte der benötigten neuen Webstühle baute August Gericke. Daneben aber auch Hausbauteile (Fenster, Türen usw.), Möbel und auch Särge.

1864 / 1865. Zur Hochzeit seiner jüngeren Schwägerin Auguste Zinnow, die nun Sotscheck heißen wird, baut er als Geschenk einen Kleiderschrank, der nach seiner Fertigstellung in die Sotscheck-Lehrerwohnung nach Liebätz zieht.

(Anmerkung von C. J.: Nach dem Ableben der 'Guste, im Jahre 1914, steht dieser Schrank bei Familie Bauer (Tochter Marie). Bis nach 1983 wird dieses Möbelstück bei Augustes Enkel, Dr. Wernher Bauer (Sohn von Marie) in Rangsdorf stehen. Dieser Gericke-Schrank von 1864 ist also auch C. J. noch gut bekannt).

Die im Allgemeinen gute Auftragslage und das erweiterte Sortiment an gefertigten Waren, sprengte bald die Möglichkeiten in dem kleinen Haus der Priesterstraße 18. Daher wurde mehr Raum, ein eigenes Werkstattgebäude erforderlich, zu dessen Errichtung Maurermeister Wilhelm Franke, sen. den Auftrag bekam. Noch im gleichen Jahr, am 11. September, 1877 konnte die Werkstatt im Hof / Garten des vormals gemeinsamen Grundstücks der Zinnow Schwiegereltern, Parzelle 60 (inzwischen Priesterstraße 19), eingeweiht werden.

 

 

Die zweite Ehe des Witwers August Julius Otto Gericke, nun

mit der Witwe Auguste Wilhelmine Schnabel, geborene Kreutz

 

 

 

 

 

Name:

 

 

Gericke, auch Guericke

 

geborene Kreutz,   (auch Kreuz geschrieben), Witwe Schnabel

Vornamen:

 

August Julius Otto

Auguste Wilhelmine

Geburt:

Taufe:

Klein Glienicke, im Kreise Teltow, am 04. Februar 1832

Müncheberg, am 01. August 1839

Die Eltern

Der Fischermeister Johann Friedrich Gericke (Guericke) in Klein Glienicke und dessen Ehefrau Marie Louise, geborene Paul.

Ihr Vater war der Schankwirt Wilhelm (Kolberg) Kreutz zu Müncheberg.

Die Mutter hieß Wilhelmine, eine geborene Lange.

Beide Eltern sterben in Berlin.

Beruf / Stand:

Zimmergeselle, Tischlermeister in Nowawes, Kirchenältester

Hausfrau und Mutter

Wohnanschriften vor der Ehe:

Nowawes, Priesterstraße 8

 

in Charlottenburg,

Kleiststraße 7, wohnend

 

Trauung / Eheschließung:

August Gericke ist Witwer (56 Jahre alt) und Wilhelmine ist ebenfalls Witwe (48 Jahre alt).

Standesamtliche Eheschließung am 13. Januar 1888.

Eingetragen im Kirchenbuch der Friedrichskirche nach Nr. 2 / 1888, ohne eigene Nummer, da die kirchliche Trauung (ebenfalls am 13 Januar 88) nicht hier, sondern in Charlottenburg stattfindet.

Diese zweite Ehe bleibt kinderlos

Wohnanschriften, gemeinsame:

um 1895 bis 1905: Priesterstraße 19

Tod / Gestorben:

Der Witwer August Gericke stirbt in der Priesterstraße 19, am 17. Juni 1905, 1/4 5 am Vormittag an Herzschwäche und einem Leberleiden. Alter: 73 Jahre / 4 Monate / 13 Tage. Er hinterlässt vier erwachsene Kinder aus erster Ehe. Beerdigt am 19. Juni 1905. Kirchhof Mittelstraße, KB 71 / 1905.

Auguste Wilhelmine stirbt im Hause Priesterstraße 19, am 19. November 1895 um 1/2 12 Uhr vormittags am (aussetzenden) Herzschlag. Sie wurde 56 Jahre alt und hinterlässt den Gatten und 2 großjährige Söhne aus ihrer ersten Ehe. Sie war 7 Jahre mit Julius August Gericke verheiratet.

Bestattet wird sie am 22. November 95. Quelle: KB Friedrichskirche. 207 / 1895

 

 

 

 

 

Die 9 Kinder von August Julius Otto Gericke, aus seiner ersten Ehe  mit Friederike Zinnow,

von denen 5 bereits im Säuglingsalter sterben, 4 das Erwachsenenalter erreichen.

 

 

Gericke

 

Geburts- und Sterbedaten

1.

August Julius Otto

Nowawes, Priesterstraße 8, am 06. Dezember 1855, um 8 Uhr früh. Taufe am 22. Dezember 1855 durch Pfarrer Stobwasser. Paten: Frau Zinnow, Meister Gericke, Frau Stauch, Marie Thal.

Als junger Mann reist er am 21. Mai 1875 nach Coeln am Rhein. Am 11.5. 1876, inzwischen ist er Tischlermeister, reist er nach Ingelheim (gemäß polizeilichem Melderegister).

Otto wird Tischlermeister. Er wohnt 1883 in der Priesterstraße 8.

Otto heiratet in Nowawes am 04. Juni 1883 mit 27 Jahren die Jungfrau Wilhelmine Marie Borchert. Sie war geboren zu Nowawes, in der Wallstraße 19, am 06. Oktober 1861 und ist zur Zeit 21 Jahre jung.

Otto ist gestorben am 12. Mai 1936, in seinem Hause Priesterstraße 19, vormittags zwischen vier und fünf Uhr, 80 Jahre alt.

 

2.

Martha Anna

 

Geboren in Nowawes am 14. Februar 1857 um 1/2 12 Uhr vormittags. Taufe am 01. März 1857, Pastor C. Friedrich Wilhelm Groote. Die Paten: Herr Wilhelm Zinnow (Großvater), Frau Gericke zu Klein Glienicke (wahrscheinlich die Großmutter), Herr Friedrich Gericke zu Klein Glienicke (Vater oder Bruder des Kindesvaters), Jungfrau Auguste Zinnow (Schwester der Kindesmutter) und Herr Albert Stauch. KB der Friedrichskirche Nr. 22 / 1857.

Zeit ist vergangen.

Jungfrau Anna inzwischen (22 Jahre jung) heiratet am 04. Februar 1879, den 35jährigen Witwer, Webermeister und Kirchenältesten  Ferdinand August Albert Siegmund. S. ist der Nachname. (* 04. August 1843). Friedrichskirche, Pfarrer Koller, Reg. Nr. 4 / 1879.

Die standesamtliche Eheschließung fand vorher, aber auch am 04. Februar 1879 statt.

Der Vater des Bräutigams war der bereits verstorbene Kolonist Wilhelm Siegmund zu Philippsthal.

 

3.

Auguste Marie

 

Geboren in Nowawes, Priesterstraße 8, am 07. März 1858, 1/4 3 Uhr nachmittags. Taufe am 21. März 1858, Pastor Groote. KB Nr. 31 / 1858. Die Taufpaten: 1. Fischermeister Gericke zu Klein Glienicke, 2. Friedrich Gericke zu Klein Glienicke, 3. Herr Albert Zinnow und 4. Frau Rietz aus Potsdam (wohl die Frau des Tischlers aus der Junkerstraße 65, wenn ich nicht irre.

Als Dienstmädchen ist sie später tätig in Potsdam, Mauerstraße 8 und anschließend im Schweizerhof in Zehlendorf.

 

4.

Julius August Ernst

Geboren in Nowawes am 12. Juli 1859

Gestorben in Nowawes am 20. Juli 1859

 

 

5.

 

Auguste Pauline

 

Geboren in Nowawes am 04. Dezember 1861

Gestorben in Nowawes am 08. Dezember 1861

 

 

6.

August Julius

Geboren in Nowawes am 04. Oktober 1863

Gestorben in Nowawes am 05. Oktober 1863

 

 

7.

Marie Martha

Geboren in Nowawes am 20. Februar 1868

Gestorben in Nowawes am 22. Februar 1868

 

 

8.

(Emil Gustav) Ernst August Franz

Geboren in Nowawes am 06. April 1869 um 1/2 12 Uhr nachts. Taufe am 25. April durch Pastor Groote. KB Reg. - Nr. 46 / 1869. Die Taufpaten sind: 1. Zimmergesell Wilhelm Zinnow, 2. Malergehülfe Carl Beelitz zu Neuendorf, 3. Frau Marie Johl, 4. Marie Sotscheck.

Er lernt als junger Bursche Glaser. Wohnt (und stirbt am 14.3.95) Kirchplatz 2

 

9.

 

Emma Auguste

 

Geboren in Nowawes am 04. August 1870

Gestorben in Nowawes am 09. August 1870

 

Es bleiben dem Ehepaar von diesen neun Geburten vier Kinder, die das Erwachsenenalter erreichen.

Einzelfund: Wilhelm Gericke, Webergeselle, zieht am 25. 10. 1888 von Klein Glienicke nach Nowawes in die Priesterstraße.